Rote Karte für Beckmann
Als Reinhold Beckmann noch bei SAT1 “ran”-Moderator war, sollte er auch eine eigene Talkshow bekommen. “no sports” hieß die Sendung, die von einer Leo-Kirch-Firma produziert wurde. Sie wurde an einem Freitagabend zum ersten Mal gesendet und war grottenschlecht. Also schríeb der damalige TV-Redakteur von “Bild am Sonntag”, Markus Heidemanns, heute erfolgreicher TV-Produzent, seine Kritik in BamS unter der Überschrift “Gelbe Karte für Beckmann”.
Montagmorgen bekam ich einen barschen Anruf der Sekretärin des damaligen Springer-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Richter, ich solle sofort zum Chef kommen. Als ich sein Büro betrat, schrie er mich an, was ich mir denn dabei wieder gedacht habe. Schon Sonntagmorgen habe er einen wütenden Anruf von (Springer-Großaktionär) Leo Kirch bekommen. Mercedes wolle die Sendung nicht länger sponsern und ob ich denn nicht gewusst hätte, dass Kirch die Sendung produziere. Ich ließ die Tiraden über mich ergehen, verteidigte die Redaktionfreiheit und versprach, die Kritik über die zweite Beckmann-Sendung selbst zu schreiben.
Das machte ich dann auch – unter der Überschrift “Rote Karte für Beckmann”. Die Sendung wurde kurze Zeit später eingestellt.








