Pofalla wird nach der Wahl abgelöst
In der CDU sind die ersten personellen Weichen für die Zeit nach der Bundestagswahl gestellt worden. Zwei Männer, die von Angela Merkel in ihre Ämter eingesetzt wurden, werden nach der Wahl auf jeden Fall den Job wechseln. Generalsekretär Ronald Pofalla, der in der Partei-Funktion als überfordert gilt, soll dafür, dass er die Pfeile für Merkel auf sich gezogen hat, mit dem Arbeitsministerium belohnt werden. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass es zu einer schwarz-gelben Regierung kommt. Falls wieder eine große Koalition gebildet werden muss und Olaf Scholz Arbeitsminister bleiben will, soll Pofalla ein anderes Ministerium erhalten.
Abgelöst wird auf jeden Fall auch Fraktionschef Volker Kauder. Sein Nachfolger soll der jetzige Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen werden, der einerseits als Merkel-Vertrauter gilt, andererseits aber ein so unabhängiger Kopf ist, dass er auch selbstbewußt die Interessen der Fraktion wahren kann. Kauder soll ebenfalls mit einem Ministeramt abgefunden werden.
In der CDU geht man davon aus, dass eine bei der Wahl gestärkte FDP im Fall einer schwarz-gelben Koalition mindestens vier Ministerien beanspruchen wird. Das Außenministerium für FDP-Chef Guido Westerwelle, für Finanzen Hermann Otto Solms, für Bildung und Wissenschaft Silvana Koch-Mehrin. Welches vierte Ministerium die FDP für sich reklamieren wird, gilt als offen. Klassischerweise werden Innen oder Justiz von der FDP besetzt. Dafür käme die frühere Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger infrage. Das Tableau kann sich allerdings noch verändern, wenn Westerwelle Ansprüche von Parteivize Rainer Brüderle befriedigen muss.
Allerdings gilt nach wie vor der alte Satz, dass man das Fell des Bären erst verteilen kann, wenn er erlegt worden ist.
P.S. Ich empfehle dazu auch meinen Beitrag “Merkel und der Pofalla-Faktor“










