Kommentare
33
Tagcloud
BILD Bild am Sonntag CDU CDU/CSU Christian Wulff CSU Der Spiegel Die Linke FDP Grüne große Koalition Hartz IV Kohl Linkspartei Merkel Philipp Rösler Rüttgers Schäuble Schröder Schwarz-Gelb Seehofer Sigmar Gabriel SPD Steinbrück Steinmeier Steuersenkungen Stoiber Wahlkampf Westerwelle zu Guttenberg
Dienstag, 28. Juli 2009, 09:51 Uhr

Kalter Entzug für Ulla Schmidt

Während wahrscheinlich schon längst ein moldawischer Vorstadtgangster in Ulla Schmidts Dienstwagen die Schutzgelder eintreibt, sieht sich die Ministerin schutzlos einem Trommelfeuer der Kritik ausgesetzt. Selbst die eigene Partei stellt sich nur noch pflichtschuldig vor sie. Politische Gegner und die Medien dagegen stürzen sich auf die Dienstwagen-Affäre wie ein hungriger Hund auf einen Knochen. Endlich mal wieder ein Skandal, nicht immer nur Scholz mit Hartz IV oder Seehofer mit Steuersenkungen. 

Ulla Schmidt hat wirklich Pech: wäre ihr Wagen nicht geklaut worden, hätte niemand von ihrer Zweckentfremdung von Staatseigentum erfahren. Und dann noch Wahlkampf. So hat die Politik endlich wieder eine richtige Affäre. Was für Scharping die Badefotos im Mallorca-Pool waren, für Cem Özdemir die Bonusmeilen, das ist für Frau Schmidt der geklaute Dienstwagen. Endlich kann man sich mal wieder so richtig aufregen, ohne dass es etwas kostet.

Die Sache hat aber auch ihre ernste Seite. Der Fall zeigt exemplarisch, wie acht Jahre Ministertätigkeit dazu führen können, den Kontakt zur Realität zu verlieren und sich nicht mehr daran zu erinnern, woher man eigentlich kommt. Allein der gesunde Menschenverstand hätte der Gesundheitsministerin sagen müssen, dass es nicht geht, mit Dienstwagen und Fahrer Urlaub zu machen. Die angeblichen dienstlichen Termine sind ohnehin nur vorgeschoben. Aber für die Sozialdemokratin ist der Dienstwagen das, was für Banker der Bonus ist: Sie will auf keinen Fall darauf verzichten. Das ist eine Form von Sucht. Es wird Zeit, dass Ulla Schmidt in die Entziehung kommt. Am besten kalter Entzug am 27. September.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

33 Kommentare

1) Tobias, Dienstag, 28. Juli 2009, 10:12 Uhr

Aber ist es nicht so, dass sie sich im Rahmen der Erlaubten befindet? Mal davon abgesehen, dass ich es natürlich auch komisch finde, dass man seinen Dienstwagen und den Fahrer samt Kind und Sicherheitsleute mit in den Urlaub nimmt.

Auch wenn man “dienstliche Tätigkeiten” vorzuweisen hat, wobei die bisher “bekannt gewordenen” Termine eher “lächerlich” und vom Gefühl her “vorgeschoben” sind, damit man so einen Grund produziert, dass man seinen Dienstwagen “benötigt”.

Ich finde es übrigens auch komisch, wenn Politker ihre Dienstwagen privat im Urlaub nutzen – als Selbstfahrer. Auch wenn sie es abrechnen. Mir kann doch niemand erzählen, dass man dies tut, weil der eigene Wagen zu unkonfortabel ist. Die meisten Minister dürften doch ein ähnlich großes Auto ihr eigen nennen.

Von daher kommt für mich nur ein Grund in Frage: Das Abrechen des Dienstwagens ist günstiger als wenn man mit dem eigenem Wagen fährt.

Ich glaube nicht, dass der Politiker in dieser Sache “nur zu faul ist”, aus seinem Dienstwagen auszusteigen …

2) Wack, Dienstag, 28. Juli 2009, 10:27 Uhr

Ihr Kommentar *
Das nächste Problem für Ulla Schmidt könnte schon bereitet sein und zwar von ihr selbst, als sie sich sinngemäß rechtfertigte, der gepanzerte Mercedes sei ihr rollendes Büro. Wer weiß, vielleicht verfügt der Vorstadtgangster auch über den Ministerinnenlaptop und ein paar vertrauliche Unterlagen? Wir werden’s wohl erfahren, so oder so.

3) Sabine Zielke-Esser, Dienstag, 28. Juli 2009, 10:50 Uhr

Ulla Schmidts Kollegin Annette Schavan hat eine nationale Mondmission gefordert. Wer bezahlt das? Natürlich wir. Wir haben ja auch nur 1 Billion Euro Schulden (konservativ geschätzt). Wie weit ist der Planet Berlin mittlerweile von der realen Erde entfernt, dass der Mond so nahe liegt? Wenn die Frau Ministerin dann die deutsche Forschungsstation auf dem Mond medienwirksam besucht, kann sie den Dienstwagen ja einfliegen lassen.

4) Steffen, Dienstag, 28. Juli 2009, 10:52 Uhr

Herr Spreng,

dieser Beitrag bleibt in seiner Originalität leider hinter den sonst von Ihnen veröffentlichten Postings zurück.

Trotzdem werde ich sie gerne weiterhin im RSS-Reader lassen und hoffe, dass Sie nicht in das allseits beschworene Sommerloch fallen.

5) Wack, Dienstag, 28. Juli 2009, 11:43 Uhr

Ihr Kommentar *
@Steffen: Nun, es ist schon so manch Politiker im Sommerloch verschwunden oder wiederauferstanden. Bisweilen sogar wahlentscheidend und gerade aus der Schröder-Garde der SPD…

Einen guten Text zum Thema hat für meinen Geschmack “Die Zeit”: “Ulla Schmidt und ihr Anspruch auf Vorfahrt”. Fazit: Rechtlich alles in Ordnung, selbst wenn 2.500 Kilometer gefahren werden müssen, um knapp zehn zu deutschen Rentnern (und Wählern) an der Costa Blanca zurückzulegen. Aber eben nur nur rechtlich.

6) rein rechtlich gesehen, Dienstag, 28. Juli 2009, 12:34 Uhr

Rein rechtlich gesehen sei das ja in Ordnung, hörte ich gestern. Paragraph 14.1 der Richtlinien für die Nutzung von Dienstkraftfahrzeugen in der Bundesverwaltung (DKfzR) erlaube solche Urlaubs-, äh… Dienstreisen. Na dann ist ja gut, denke ich mir. Ich bin beruhigt. Alles war in Ordnung, hat seine Richtigkeit, keiner hat geschummelt, alle waren lieb.
Obwohl… Halt… Wer hat eigentlich diese Richtlinie gemacht?

7) nibe, Dienstag, 28. Juli 2009, 13:00 Uhr

Ihr Kommentar *Ganz ehrlich, Sie schreiben Schmarrn. Sie darf den Dienstwagen durchaus für private Zwecke benutzten, das tut jeder Mittelständler, der vernünftig ist. Warum sollte man auch zwei Wagen bsitzen, wenn man nur einen wirklich braucht??

Und bei aller Kritik, sollte man sich auch mal überlegen, was passiert wäre, wenn frau Schmidt einen nicht gepanzerten Mietwagen benutzt hätte und ein Anschlag auf sie verübt worden wäre, vielleicht von einem übermotivierten, Würtembergischen Arzt, der sich für die Gesundheitsreform bedanken wollte. Dann hätten alle gefragt, wo war ihr gepanzerter Wagen?

8) spanier, Dienstag, 28. Juli 2009, 13:02 Uhr

Die Frage ist auch, wie oft Frau Schmidt diese Dienstreisen schon nach Spanien gemacht hat? Letztes Jahr hatte Sie auch Gesprächen mit hier lebenden Deutschen.

9) paula mishan, Dienstag, 28. Juli 2009, 13:16 Uhr

Ihr Kommentar

War selbst in der Frankfurter Politik tätig. Natürlich ist das Ganze gelogen, natürlich ist der Dienstwagen billiger als der eigene, natürlich ist diese Frau inzwischen nicht mehr auf realem Boden, denn welche Politikerin kann schon von sich sagen, dass sie mehrere Regierungen lang mitgetragen wurde ? Solche Leute wie Brezinsky oder Kissinger- da kann man schon mal die Bodenhaftung verlieren als Ulla Schmidt- denn natürlich erschließt sich nicht, weshalb das Ulla in irgend einem spanischen Altenauffanglager eine Rede mit Aufklärung über das deutsche Gesundheitssystem halten und beruflich tätig werden muss. Will sie da eine Handvoll Wähler gewinnen ? Oder wirbt sie für MItgliedschaften in der SPD? Es ist politisch vollkommen irrelevant für Deutschland, denn nicht mal die deutsche Presse hätte es berichtet- als was denn auch ? Nein, diese Aktion wurde schnell mal eben konstruiert, möglicherweise schon in Deutschland als Alibi für den Dienstwagen, meiner Ansicht nach aber eher wegen der Bodygards, denn diese Frau hat unser Gesundheitssystem zu Gunsten der Pharmaindustrie und den Krankekassen zerstört und sicher hat sie auch indirekt Leben auf dem Gewissen. Denkt man nur mal daran, dass frisch operierte Menschen einfach nach HAuse geschickt werden, OHNE JEDE HILFE !! Sie hat gegen Menschen politisch agiert. Leider ist es nicht wirklich in der Gesellschaft bekannt was sie genau verbockt hat. SIe ist ein gefährlicher Mensch und natürlich hat sie Angst ohne Ende. Sie hört ja die schlechte Presse. SIE MUSS SIE HÖREN, das ist so, denn es müssen ja neue Strategien entwickelt werden, wie man die Wähler von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt. Politik ist NUR Strategie und deshalb können weniger intelligente Politiker, wie Frau Schmidt, oft nicht erkennen, wo sie nur im eigenen Interesse handeln und wo zum Wohle des Bürgers. Je mehr Bestätigung so jemand empfindet( sie muss nicht wirklich passiert sein)je mehr geht er auf das Eis.
Die Abgehobenheit der Politiker sieht man daran, dass sie von ” Menschen” reden und nicht von Bürgern, so als seien sie selbst etwas anderes- drüberstehend. Sie will brillieren und weiß nicht mehr, dass sie Dienerin des Volkes ist und sonst gar nichts. Da sie weiß jede Regierung zu überleben, kann sie machen was sie will. Wir als Wähler werden sie nicht los. Jetzt aber hat unsere Stunde geschlagen: Jetzt könnten wir ein Forum gegen Ulla Schmidt gründen, alles aufdecken was Sie da verbrochen hat und endlich für ihren Rücktritt sorgen. Seehofer ist nicht wirklich besser, aber sie muss einfach weg. Im weitesten Sinne sterben Menschen wegen der Gesundheitsreform! Es gibt nicht mehr genügend Medikamente, Behandlungen und Nachsogre bei Operationen. Die Kosten für den einzelnen Patienten werden dann richtig explodieren wenn alle Leute zuerst zum Hasuarzt rennen, der erst einwenig herumdoktort und dann doch zum Facharzt schickt ! Und dass sie überfordert ist mit dieser Aufgabe sieht man auch an ihren Beratern. Der eine mit der Fliege ist Ehemann von der BEsitzerin von den Wickertkliniken, die große VErdienste machen, besonders dann, wenn noch mehr kleine Praxen zumachen… u.s.w.
Und us Ulla fährt für unser Geld mit vier Bodyguards in den Urlaub. Nein, Sie schämt sich nicht, sondern sagt gestern abend: ” Ich bin da ganz gelassen ! ” Allein für diesen Satz müsste man sie zur Rechenschaft ziehen! Wer gründet mit mir das Forum:”Gegen Ulla Schmidt” ?
Paula

10) Daniel, Dienstag, 28. Juli 2009, 13:35 Uhr

Ihr Kommentar *
“Das ist eine Form von Sucht. Es wird Zeit, dass Ulla Schmidt in die Entziehung kommt. Am besten kalter Entzug am 27. September”.

Dem ist als solches nichts mehr hinzuzufühen. Das Schwarz-Gelbe Wahlvolk jubelt. Die SPD schießt sich einen Steilpass nach dem Anderen.

11) kairos, Dienstag, 28. Juli 2009, 13:43 Uhr

Ihr Kommentar *
Ein weiteres pikantes Detail: nur die wirklich “gefährdeten” Minister wie die Bundeskanzlerin, Außen-, Innen- und der Verteidigungsminster nutzen dauerhaft einen gepanzerten Dienstwagen. Aber da Selbstmordattentäter selten Wert auf eine gute & bezahlbare Krankenversicherung legen, käme wohl nicht mal der hinterletzte Al-Quaida-Depp auf die Idee, die Gesundheitsministerin um selbige bringen zu wollen…

Apropos: gestern wurde bekannt, dass niedergelassene Ärzte die großen Gewinner der Gesundheits- bzw. Honorarreform sind – sie verdienten im 1. Quartal bis zu 30% mehr gegenüber dem Vorjahr. DREIßIG PROZENT MEHR KOHLE!?!? FÜR ÄRZTE?!? Das ist doch der eigentliche Skandal!

12) Wack, Dienstag, 28. Juli 2009, 14:18 Uhr

Ihr Kommentar *

@nibe: Den Leihwagen, den hat Frau Schmidt sich eigenen Angaben zufolge zusätzlich gemietet. Auch von daher dumm gelaufen, einen gepanzerten S-Mercedes 5000 Kilometer durch Europa karren zu lassen, um acht Kilometer entfernte deutsche Dauerurlauber standesgemäß vom besseren Angebot der SPD zu überzeugen. Ach, und den Dorfbürgermeister nicht zu vergessen, den wollte die Seeheimer Genossin auch gepanzert aufsuchen.

Zitat nibe: “Und bei aller Kritik, sollte man sich auch mal überlegen, was passiert wäre, wenn frau Schmidt einen nicht gepanzerten Mietwagen benutzt hätte und ein Anschlag auf sie verübt worden wäre, vielleicht von einem übermotivierten, Würtembergischen Arzt, der sich für die Gesundheitsreform bedanken wollte. Dann hätten alle gefragt, wo war ihr gepanzerter Wagen?”

13) armer Moldavier, Dienstag, 28. Juli 2009, 16:53 Uhr

Nun, nachdem ich den Dienstwagen von Frau S. fahren lasse, bin ich ja kein armer Moldavier mehr.

Guter Mann (Spreng) was haben Sie gegen mich?

*lach*

Ein weiterer, sehr gelungener Text. You made my day.

14) Tim, Dienstag, 28. Juli 2009, 17:12 Uhr

Ich weiß nicht woher dieses Talent der SPD für Eigentore herkommt.

15) scipio, Dienstag, 28. Juli 2009, 17:43 Uhr

Ihr Kommentar *

Na ja, die gute Ulla leidet eben immer noch unter ihrer kommunistischen Vergangenheit. Solche Leute verteidigen die schwer erkämpften Attribute des kapitalistischen Aufstiegs besonders erbittert. Was macht die Arme nur, wenn im September Schluss mit Lustig ist. Einen Corsa anmieten?

16) Martin, Dienstag, 28. Juli 2009, 20:04 Uhr

Also woher kommt dieses Gerücht, dass der Wagen IRGENDWAS mit der Sicherheit zu tun hat? Ist mir völlig neu. Soweit ich es verstehe war der Chauffeur dabei und sein Sohn. Keine Bodyguards. Und sie hat dazu einen eigenen Mitwagen genommen. Insofern ist doch das Sicherheitsargument (sorry) Bullshit..

Und der Dienswagen in Spanien ist genauso rechtlich zulässig wie die Boni der Bankenchefs. Darum geht es bloß überhaupt nicht. Anders als Bankchefs muss sich ein Politiker aber eben politisch bei der nächsten Wahl verantworten. Und sich sowas mitten in einer großen Krise und zwei Monate vor der Wahl zu leisten, mein Gott, wie dumm muss man sein… Habe null Mitleid.

17) kairos, Dienstag, 28. Juli 2009, 20:59 Uhr

Ihr Kommentar *
@paula: Respekt, Respekt – da war ja wohl ordentlich Druck auf der Leitung, wa?
@armer Moldavier: eine dringende Bitte: falls Sie noch Unterlagen zur Gesundheitsreform im
Kofferraum finden – sofort verbrennen!!!
@die Beklaute: Ulla, sieh es doch ein. Das war ein Wink des Himmles. Bleib in Spanien. Bitte!!! Ohne
Panzer-Limmo kommst du doch eh nicht heim. Und hier will dich auch keiner mehr. Echt nicht.
Kein Arzt und kein Krankenhausdirektor. Kein Kassen- und kein Privatpatient. Die hassen dich
sogar! Lohnt echt nicht, glaub mir. Denk an Deine Gesundheit. Und Frank-Walter, dem haste die
Tour vermasselt. Ausgerechnet jetzt!. Auch der Münte ist sauer, volle Lotte. Also bleib in Spanien,
es ist besser so. Adios, Ulla, adios!

18) Andy, Dienstag, 28. Juli 2009, 22:39 Uhr

Rechtlich ok, moralisch verwerflich, abgehoben von der Realität, ihre Reaktion bezeichnent. Da dürften eigentlich die meisten übereinstimmen, mir eingeschlossen. Allerdings find ich es etwas fad, nun gänzlich auf die Schmidt einzuschießen — da gibt es sicher noch einige, die in dem Bereich ihre Leichen im keller haben. Man denke nur an England, da hatte sich ja praktisch das ganze Parlament genommen was zu kriegen war.

19) jonas, Mittwoch, 29. Juli 2009, 00:02 Uhr

Ich finde die ganze Diskussion scheinheilig. In der Firma, in der ich arbeite darf jeder, der einen Dienstwagen hat diesen auch privat nutzen, das wird über das Fahrtenbuch separiert und ist dann eben Teil der Entlohnung. Nur bei Politikern, die aus dem anderen Lager kommen wird dann eben ach wie rechtschaffen die moralische Keule rausgeholt. Es wäre sicher mal interessant zu sehen ob die, die jetzt so auf die SPD Frau einhauen, auch genauso argumentieren würden wenn bei Herrn Guttenberg morgen das Gleiche passieren würde…

Und übrigens: man kann das “Ihr Kommentar” im Textfenster auch einfach rauslöschen.

20) Georg, Mittwoch, 29. Juli 2009, 02:02 Uhr

Wir in Aachen kennen diese Dame;
Schaut mal unter

http://aachenerkommunalwahl2009.npage.de

21) Petersen, Mittwoch, 29. Juli 2009, 11:07 Uhr

Zitat: “Es wird Zeit, dass Ulla Schmidt in die Entziehung kommt.”
Müsste es nicht heißen: “in den Entzung kommt”?

22) A.R., Mittwoch, 29. Juli 2009, 11:24 Uhr

“Der Fall zeigt exemplarisch, wie acht Jahre Ministertätigkeit dazu führen können, den Kontakt zur Realität zu verlieren und sich nicht mehr daran zu erinnern, woher man eigentlich kommt.”

Ein weiteres Argument für die Begrenzung von Bundestagsmandaten auf zwei Amtszeiten (=8 Jahre). Egal, wie gut ein Parlamentarier seinen Job macht, wichtiger sollte eine möglichst große Zirkulation sein: Neue Abgeordnete ohne eingefressene Routine, die noch wissen, wie das Leben “draußen” in der Republik abläuft, so dass ständig “frisches Blut” ins Parlament kommt.

23) Lupe, der Satire-Blog, Mittwoch, 29. Juli 2009, 11:34 Uhr

Ihr Kommentar *das sommerloch muss man doch irgendwie füllen. zudem haben alle politischen parteien auf ein wahlkampfthema gewartet. allerdings die spd nicht auf ein solches.

nun muss ich aber eine lanze brechen. die schmidt legt alles offen (im gegensatz zur von der leyen, die keine einsicht in den dienstwagengebrauch geben will). schmidt hat vor reisebeginn knallhart berechnet und die günstigste lösung gefunden. sie hat dem staat sogar 40 mio gespart. mehr dazu in meinem blog.
http://swiss-lupe.blogspot.com/2009/07/dienstwagen-ulla-schmidt-wahlte-die.html

24) Helmut, Mittwoch, 29. Juli 2009, 12:01 Uhr

Darf man eigentlich während des Urlaubs arbeiten? Wo bleibt hier die Erholung für die anstrengenden Wahlwochen? Was sagt eigentlich ihre Gewerkschaft dazu. Erholsamer wäre es gewesen wenn sie ein Fahrrad oder einen Esel gemietet hätte. Und ihrer Figur hätte es auch nicht geschadet.

25) m.spreng, Mittwoch, 29. Juli 2009, 12:17 Uhr

@armer moldawier

Nachdem der Dienstwagen gefunden wurde, möchte ich mich hiermit bei allen moldawischen Vorstadtgangstern offiziell entschuldigen. Sie treiben die Schutzgelder natürlich nach wie vor mit dem Fahrrad und Motorrad ein.

26) Thom, Mittwoch, 29. Juli 2009, 13:14 Uhr

@ armer spreng:

Nachdem der Wagen gefunden wurde, lenken wir unsere Aufmerksamkeit vielleicht mal auf Frau Merkel, die sich vom deutschen Flugdienst zu privaten Terminen fliegen läßt. Da auch kalter Entzug? Am besten nach der nächsten Wahl?

27) Thomas B, Mittwoch, 29. Juli 2009, 18:54 Uhr

tIch halte das ganze für übertrieben. Sie darf den Dienstwagen auch privat nutzen und sie tut es. Alles ok. Die Vorwürfe ihr fehle das Feingefühl, dass sind allenfalls Parolen für die Grünen oder die Bildzeitung. Im jetzigen Zustand kann das ganze der SPD eh nicht mehr schaden. – Schlimmer gehts nimmer. ;o)
Ich mußte im ersten Moment sogar überlegen zu welcher Partei Frau Schmidt gehört. – Ist mir aber wieder eingefallen. Die Medien haben etwas um das Sommerloch zu füllen. Eigentlich traurig, da Frau Schmidt gerade die Argumentationshoheit gegen die Aerzte-Lobby zu bekommen schien.

28) Beobachter, Mittwoch, 29. Juli 2009, 20:01 Uhr

Schade, ich lese Sie immer wieder gerne, aber dieser Beitrag ist unter Ihrem sonstigen Niveau, Herr Spreng. Ist Ihnen das dumpfbackige Geblök in den hier versammelten Kommentaren nicht selber peinlich? Diese Klientel entblösst sich sonst nur unnachahmlich bei Welt.de. Das wollen Sie doch nicht wirklich?

29) Josef, Mittwoch, 29. Juli 2009, 20:32 Uhr

Kein Wunder, dass nur ca. 20 % aller von uns eingezahlten Krankenkassenbeiträge beim medizinischen Personal (Krankenschwestern, Arzthelferinnen, Ärzte,..) ankommen!
Am besten mit Herrn Scharping in ein Mallorca Flugzeug setzen und zum Mond schießen…

30) J.K., Mittwoch, 29. Juli 2009, 21:29 Uhr

Angela Merkel war auf Kosten der Steuerzahler mit einem »Learjet« der Flugbereitschaft zur Buchpräsentation auf Sylt – http://rivva.de/~r/Mxa_

31) JG, Donnerstag, 30. Juli 2009, 01:24 Uhr

Ich weiß nicht, was ich lustiger finden soll: Die Tatsache, daß manche Leute allen Ernstes glauben, irgend jemand könnte auf jemanden wie Ulla Schmidt ein Attentat verüben wollen (erinnert mich sehr an linke Kreise in der Bundesrepublik der siebziger und achtziger Jahre, wo man hinter jedem Knackser in der Telephonleitung den Verfassungsschutz oder das BKA vermutete – wer war man denn, wenn einen das “Schweinesystem” nicht mal abhören wollte?). Oder die Tatsache, daß manche Leute allen Ernstes glauben, für Ulla Schmidt würde ihre Partei nicht trotz allem ein hübsches Versorgungspöstchen finden. Nei-hein, sie wird einer “gerechten Strafe” anheimfallen. Und die Aufgabe, welche die deutschen Parteien am wichtigsten nehmen und deshalb auch am allerbesten erfüllen, ist ja nicht, für grundsätzlich jeden ihrer Funktionäre umfassend zu sorgen, solange er bloß nicht zu sehr gegen die Führungsriege stänkert. Wobei Qualifikation oder überhaupt Fähigkeiten natürlich völlig nebensächlich sind. Von Leistungen ganz zu schweigen.

Mag auch die SPD immer weniger Posten zu vergeben haben – irgendwas bei irgendeiner Stiftung, Kommission, Organisation wird sich schon finden. Und sei’s nur, damit eine Ulla Schmidt nicht weiter auffällt, sondern erfolgreich endgelagert wird.

32) kairos, Donnerstag, 30. Juli 2009, 01:49 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren vom Bundesgesundheitsamt,

obwohl ohne medizinische Vorbildung, habe ich einen neuen Virus identifiziert. Seine Symptome sind extreme politische Instinklosigkeit gepaart mit mangelndem Taktgefühl und null Verständnis für die Gefühlslage der deutschen Bevölkerung. Im Endstadium manifestiert er sich in einer Zwangsneurose, wodurch es dem Befallenen unmöglich wird, kritisch über sich selbst und die eigene Vorgehensweise zu reflektieren. Stattdessen rennt der nunmehr beratungsresistent gewordene Patient mehrfach mit dem Kopf gegen die gleiche Wand.

Dieser Virus befällt meiner Beobachtung nach vor allem SPD-Front-Frauen im mittleren sowie erweitertem Alter. Namentlich zu nennen sind:

Heide Simonis
Andrea Ypsilanti
Ulla Schmidt

Die ersten beiden Damen sind durch eine Rosskur (Entzug sämtlicher politischer Verantwortung plus einem gesicherten Versenken in der Bedeutungslosigkeit) wahrscheinlich nicht geheilt, aber zumindestens symptomfrei. Die dritte Patientin befindet sich jedoch inmitten der akuten Phase und bedarf dringender Heilung. Bitte stellen Sie sicher, dass sich dieses Virus nicht unter weiteren Politikern ausbreitet, da es zu extremen Abstoßungsreaktionen beim gemeinen Wähler führen kann.

Hochachtungsvoll
Ihr kairos

33) dissenter, Donnerstag, 30. Juli 2009, 23:29 Uhr

@ Thom:
Der Learjet von Frau Kanzlerin wurde aber nicht geklaut auf Sylt, oder?
Ansonsten ist sie ja erst vier Jahre dabei. Lassen wir ihr noch etwas Zeit zu vergessen, woher sie eigentlich kommt…

Wie ist Ihre Meinung?

Kommentar schreiben


Ihr Kommentar *


* Pflichtfelder


apparent media - iPhone Apps aus Berlin