Sonntag, 16. August 2009, 23:04 Uhr

Merkels Samtpfoten

Im Wahlkampf 2002 gab es einen Rat, den Angela Merkel dem CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber im kleinen Kreis immer wieder gab, wenn sein Temperament mit ihm durchzugehen drohte: „Wir müssen auf Samtpfoten an die Macht“. Sie meinte damit: keine Konfrontation, keine Polarisierung, nur nicht die Wähler des politischen Gegners mobilisieren. Demobilisierung der SPD als Wahlkampfstrategie.

„Auf Samtpfoten an die Macht“ – dieses Merkel-Mantra zieht sich auch durch den Wahlkampf 2009. Nur heisst es diesmal: „Auf Samtpfoten an der Macht bleiben“. Das ist ihre Lehre aus dem Wahlkampf 2005, bei dem sie ihren eigenen Rat nicht beherzigte und beinahe scheiterte.

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