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13 Kommentare
Thomas B,
Freitag, 11. September 2009, 12:55 Uhr
Wer gestern die Phoenixrunde geschaut hat konnte erleben, dass Sie mehr oder weniger das selbe gesagt haben. Nicht das ich Ihnen widersprechen möchte.
Hier eine Idee: Schon mal daran gedacht per Video zu bloggen?
Thomas,
Freitag, 11. September 2009, 14:17 Uhr
Mich interessiert, wie Steinmeier um die Frage herum lamentiert wie er denn Union und FDP mit Rot-Grün herausfordern will. Das ist absurd bei der derzeitigen SChwäche der SPD…
Auswanderer,
Freitag, 11. September 2009, 15:26 Uhr
Die wahre Macht im Lande haben doch schon lange die Beamtenapparate in Bund und Ländern.
Die gesetzlichen Vorgaben zerstückeln und zerkleinern diese Herrschaften mit allerhand innerbetrieblichen Zusatzanweisungen etc..
Dadurch ist das Land unregierbar geworden.
Man sieht es an der großen Koalition:
Was aus Berlin kommt – schlägt sich nicht durch. HIV (HartzIV) wird überall im Lande mit einem anderen Maß gemessen. Jede ArGe handelt wie sie will. Die einen härter – die anderen lascher.
Da ist es völlig egal was zwei Wasserköpfe einander vorwerfen.
Ändern wird sich auch hinterher nur wenig.
Etwaige Steuererhöhungen und Zusatzzahlungen jeglicher Art einmal ausgenommen.
Die Demographie ist nicht mehr zu stoppen.
Mit Einbeziehung von allen in die sozialen Kassen und entsprechenden Beiträgen entsteht ein Ungleichgewicht. Der Kluge soll dem Dummen gleichgestellt werden, der Fleißige dem Faulen. Das schafft keinen Anreiz. Daran ging die DDR zu Grunde…
marcpool,
Freitag, 11. September 2009, 16:09 Uhr
Das Duell , wird mehr als flüssig sein – nämlich überflüssig ! Was könnte uns denn wirklich überraschen ? Das Steinmeier zugibt er würde doch mit der LINKE n arbeiten – sich tolerieren lassen ? Das die Kanzlerin es nicht ausschliesst die Steuern doch zu erhöhen ? Nichts von alledem wird passieren – es wird nur öde und das auch noch über alle wichtigen Programme !
FH,
Freitag, 11. September 2009, 16:57 Uhr
Das will er doch gar nicht. Er will Schwarz-Gelb verhindern, und ich denke, es wissen mittlerweile alle Beteiligten, was das heißt.
Maguro,
Freitag, 11. September 2009, 17:11 Uhr
Die Ausgangssituation ist doch der von Stoiber-Schröder nicht unähnlich (wenngleich innerhalb einer anderer Konstellation und Koalition): Merkel gilt schon vorab als haushohe Siegerin. Sie darf sich daher keine Schwächen leisten. Von Steinmeier erwartet man wenig. Ein “Unentschieden” wäre für ihn wie ein Sieg. Um das Duell zu gewinnen fehlen Merkel wiederum die (taktischen und faktischen) Möglichkeiten. Sie ist nicht der Typ, der derartige Veranstaltungen durch Offensive und Brillanz dominieren kann. Und schon gar nicht gegen ihren Koalitionspartner, den sie vielleicht sogar insgeheim behalten will.
Ich sehe die Sache daher etwas anders, als Sie in Ihrem letzten Absatz. Steinmeier ist in der deutlich besseren Ausgangsposition. Leider…
Klaus Jarchow,
Freitag, 11. September 2009, 20:05 Uhr
Ihr Kommentar *Wenn ich mich an den ‘Aderlass’ der CDU bei den letzten Landtagswahlen an der Saar und in Thüringen recht erinnere, dann verlor die Union etwa gleich stark sowohl an FDP wie an die Linke. Bewegt die Partei sich zur einen Seite, verliert sie an die andere noch stärker. Oder?
Werner,
Samstag, 12. September 2009, 01:55 Uhr
Bei allem Respekt vor ihren strategischen Betrachtungen, wer soll sich dieses Fernseh-”Duell” überhaupt noch ansehen? Diese Wahl ist so langweilig wie jahrelang überlagerter, geriebener Parmesan auf der Pasta…
Hat die SPD nicht gerade ein drittes Konjunkturpaket angekündigt, sozusagen eine unterwürfige Bewerbung als kleiner Koalitionspartner, in welcher Konstellation sonst?
Was will “Mutti” wirklich, deren Wiederwahl (kann Obama irren…?) ja schon feststeht? Hinter ihrem sanften, verschmitzten Lächeln sehe ich eine relativ marktliberale Weltanschauung, aber könnte sie diese mit der FDP überhaupt noch umsetzen, ohne daß uns gesellschaftlich einiges um die Ohren fliegt?
Ist der “point of no return” nach den vertrödelten letzten bleiernen Kohl-Regierungsjahren und dem Paradoxon, daß Rot-Grün mit ihren Agenda 2010 Reformansätzen (welche sie in der Opposition energisch bekämpft hätten) die Union rechts überholt hat, wie Zeitgeist-Philosoph Precht in einer der vielen Talkshows kürzlich feststellte, worauf sich die verwirrten Wählergruppen ohne klare Mehrheit in der erschwerenden neuen 5-Parteien Konstellation verwurstelt haben, und der überbordenden Verschuldung durch die Wirtschaftskrise, nicht schon längst überschritten und wir werden in wenigen Jahrzehnten in einem zerfallenen Staat leben, etwa wie in den “Mad-Max” Filmen mit Mel Gibson?
Macht es für mich Sinn, überhaupt noch wählen zu gehen, oder mit der Nichtabgabe zu bekunden, daß ich von der offiziellen Politik gar keine Lösungen mehr erwarte, sozusagen das Ende zumindest der Volksparteiengeschichte, frei nach Fukuyama?
Diese Ambivalenz macht mich genauso ratlos, wie die Fragen eines Zen-buddhistischen Koans,
z.B. “Höre das Klatschen einer einzelnen Hand“…
Clooney,
Samstag, 12. September 2009, 04:09 Uhr
Ihr letzter Absatz umschreibt in aller Prägnanz die taktische Ausgangsbasis dieses, schon im Vorfeld so spannungsarmen Duells.
Es gibt in meiner politischen wenig, um nicht zu sagen: keine Schnittmenge mit Guido Westerwelle. Einzig sein mantra-artig vorgetragener Vorwurf, dass ein Duell der “Spitzenkandidaten” nicht mehr zeitgemäß sei, entbehrt nicht einer gewissen Gültigkeit. Wie unterhaltsam könnte es sein, ein durch Vorabsprachen (ich verweise auf ihr herrliches Protokoll Stoiber-Schröder) designtes Format durch Einlassungen von Westerwelle, Künast und Gysi zu sprengen (mit der letzten Vokabel nehme ich in keinster Weise Bezug auf Ihre Person
.
So werden wir ein ermüdendes Rederitual zwischen den Vertretern der großen Koalition erleben – die sich mental schon auf eine Fortführung der selben Konstellation eingelassen haben – erleben.
Es gibt für beide Seiten keine kommunikative Strategie, die a) ein Freischwimmen und damit eine wirkliche Profilierung rechtfertigen und b) eine Option einer weiteren großen Koalition möglich machen würde. Die beiden Trümpfe, die Steinmeier auf dem Silbertablett serviert werden – Afghanistan und Atomausstieg – wird er nicht ziehen.
Ihnen, Herr Sprend, einen schönen Sonntag-TV-Abend und
mit besten Grüßen aus Göttingen
Schmidt
ludwig,
Samstag, 12. September 2009, 11:40 Uhr
Das ist doch das Dilemma der so genannten Volksparteien. In ihrem Bemühen, genau diesen Status zu retten, versuchen sie, das gesamte Spektrum abzudecken. Nicht nur die SPD gibt an die Grünen ab, auch die CDU wird immer grüner. Und der ehemalige Shooting-Star der SPD, Wolfgang Clement, wirbt inzwischen offen für die FDP.
Es ist aber die große Frage, ob CDU und SPD mit dieser Strategie gut beraten sind. Wenn ich alle “Flügel” (“links” und “rechts”, “Arbeitnehmer-” und “Arbeitgeber-” reichen ja schon lange nicht mehr) abdecken will, werde ich keinem wirklich gerecht, verfällt eine Partei in Beliebigkeit. Und diese Konturschwäche, die auch eine programmatische Schwäche ist (und diese Beschreibung ist schon wohlwollend), verbindet sich mit dem auch in anderen Zusammenhängen geltenden Grundsatz “Warum Hänschen wählen, wenn ich auch Hans haben kann?”.
Deshalb könnten die tatsächlichen Gewinner die nicht am Duell Beteiligten sein:
Atomausstieg und klimaschutz = Der Hans ist grün, rot das Hänschen und schwarz das Hänslein
Marktwirtschaft und liberale Bürgergesellschaft = Der Hans ist gelb, schwarz das Hänschen
JG,
Sonntag, 13. September 2009, 07:42 Uhr
Tut mir leid, aber parallel zum “Duell” läuft auf Pro 7 der Simpsons-Film. Und das ist zweifellos das um Längen intelligentere, unterhaltsamere und eigentlich ja auch wichtigere Fernsehangebot. Obwohl die staatlich verordnete Einschläferungsaktion natürlich auch nicht ohne Komik sein dürfte: “Frau Merkel, das hätten wir aber noch besser machen können, wenn Ihre Partei uns nicht daran gehindert hätte.” – “Nein, Herr Steinmeier, das andere hätten wir besser machen können, aber daran hat Ihre Partei uns gehindert.”
ajo,
Sonntag, 13. September 2009, 18:46 Uhr
Auf wen ist eigentlich die in vielerlei Hinsicht schlimme Idee zurückzuführen, dass das Duell auf vier Sendern ausgestrahlt wird? Ich habe bis heute nicht begriffen, was die Redundanz für einen Sinn haben könnte. Hat das eher mit Symbolik oder mit irgendwelchen praktischen Problemen zu tun?
Einen rechtlichen Anspruch dürften doch etwa die Privaten nicht darauf haben. Was haben die überhaupt davon, daran teilzunehmen? Pro7 wird heute mit dem “Simpsons-Movie” jedenfalls gut Quote machen.
W. Jaschke,
Montag, 14. September 2009, 14:27 Uhr
Man hätte dieses Duell auf ALLEN Sendern zeigen sollen!! Um uns dann frei und geheim wählen zu lassen …
Was ich nur nicht verstehe, sind die Vorbehalte gegen die “LINKE”n. Ich meine, wenn man sich die Lage des kleinen Mannes heutzutage so ansieht:
- Existenzangst
- Fehlende Perspektive
- Ständig zunehmende Bespitzelung.
- und die Glücklichen erkennt man daran, das sie sich ein dickes Auto und eine gute Zigarette leisten können..
Wo soll da gross der Unterschied zur DDR sein?
Ok, versuchen wir es mal :
1. Die Pressefreiheit : Die Presse hat tatsächlich die Freiheit uns unisono zu erklären das die aktuelle Politik weitgehend alternativlos ist.
2. Freizügigkeit : Tatsächlich kann man hier 2 Wochen pro Jahr abhauen, wenn man es sich denn leisten kann — (Tendenz frei fallend).
3. Meinungsfreiheit : “Du redest stundenlang mit mir (laa laa laa) Ich hört Dir stundenlang nicht zu (laa laa laa)..” … lohnt sich auch nicht, weil die aktuelle Politik weitgehend alternativlos ist, wie man überall lesen kann—
4. Freie und geheime Wahlen : Zwischen den zur Wahl gestellten ähmm (?)Alternativen(?).
Aaaber die Mauer die ist weg!! Jedenfalls die, die man sehen kann.