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Montag, 26. Oktober 2009, 08:59 Uhr

Spielerei am BKA-Computer

Horst Herold, dieser Name ist untrennbar verbunden mit dem am Ende erfolgreichen Kampf gegen die Baade/Meinhof-Bande und den mörderischen Terrorismus in Deutschland. Der Name des früheren Präsidenten des Bundeskriminalamtes (BKA) steht für Rasterfahnung und den intensiven Computer-Einsatz bei der Suche nach Terroristen.

Herold liebte seine Computer geradezu und so forderte er mich bei einem Besuch im BKA auf, die Leistungsfähigkeit seiner Computer doch einmal auszuprobieren. Ich ließ die Namen zweier ehemaliger Schulfreunde eingeben, die schon zu meiner Schulzeit ganz linksaußen standen, und der Computer teilte mit, dass der eine erst beim KBW (Kommunistischen Bund Westdeutschland) gelandet und dann als terrorismusverdächtig abgetaucht war.

Legal war diese Spielerei sicher nicht.

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10 Kommentare

1) Alex, Montag, 26. Oktober 2009, 11:01 Uhr

Legal, illegal, schei..egal.
Ich bin froh, dass heutzutage so ein leichtfertiger Umgang mit technischen Überwachungsmöglichkeiten undenkbar ist.

2) Lukas, Montag, 26. Oktober 2009, 14:23 Uhr

Wenn Sie Begriffe wie Baader/Meinhof-BANDE benutzen oder Lafontaine in einem anderen Artikel als Sattelbursche einer Jamaika-Koalition bezeichnen (wenn ich mich recht erinnere wurde der Begriff doch von irgendeinem Unionspolitiker geprägt, ich erinnere mich aber nicht mehr, welcher; pardon), machen Sie das dann aus Treue zu Partei oder ideologischer Richtung oder aus Überzeugung oder unbewusst, oder wie ist das?

3) m.spreng, Montag, 26. Oktober 2009, 14:40 Uhr

@Lukas

Der kriminalistischen Klarheit halber habe ich die Baader/Meinhof-Bande immer so genannt und nicht Gruppe oder Freundeskreis. Das hat mit politischer Gesinnung nichts zu tun. Und Sattelbursche ist nur ein anderes Wort für Steigbügelhalter, das mir zu abgenutzt vorkam.

4) Knut, Montag, 26. Oktober 2009, 15:28 Uhr

Bei so einem Umgang mit den anvertrauten Daten würde es mich auch nicht wundern, wenn die Mitarbeiter des BKA bei Langeweile auch die Namen der neuen Bekanntschaften der letzten Kneipentour mal durch ihr Computersystem jagen.

5) Elradon, Montag, 26. Oktober 2009, 19:57 Uhr

Ich mache leider immer mehr die Erfahrung, dass verschiedene “Stellen” leichtfertig mit den Daten umgehen; etwa auch, dass ein Mitarbeiter bei einem Telekommunikationsunternehmen auf Anfragen seines Freundes personenbezogene Daten herausgegeben habe.

Und neulich erst einen Bericht darüber gesehn, dass meist die MItarbeiter in Unternehmen viel weitergehende Leserechte haben als eigentlich die Kompetenz benötigen würde.

6) Marc, Dienstag, 27. Oktober 2009, 13:49 Uhr

Heute reicht dafür vermutlich eine Google-Suche, da braucht es den BKA-Computer nicht mehr. Was die Leute alles von sich aus ins Netz stellen – oder was alles aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit im Netz landet ist teilweise schon sehr viel.

7) Curacao, Dienstag, 27. Oktober 2009, 19:20 Uhr

Heute reicht googlen.

8) ßadaßing, Montag, 02. November 2009, 08:10 Uhr

Sie meinen wohl Baader/Meinhof, aber das nur am Rande.

Aktuell ist doch erst kürzlich bekannt geworden, dass auch die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit den Datenschutz mitunter recht weit auslegen. Wieder etwas, das mir eine Regierung, FDP hin oder her, mit Leyen, Schäuble und einer weitgehend desinteressierten Kanzlerin ziemlich angst macht…

9) maculatur, Dienstag, 01. Dezember 2009, 10:27 Uhr

Es befremdet mich sehr, daß ein solches Instrument, wenn auch nur zum “Spielen”, ihnen kurzzeitig zur Verfügung gestellt wurde.
Es spricht Bände über Sie, daß sie nicht ihren eigenen Namen eingegeben, sondern “Schulfreunde” womöglich den Häschern ins Netz getrieben haben.
Oder lässt ihre Eitelkeit (hallo, ich darf den Computer vom Baader/Meinhof Besieger ausprobieren!) nicht zu, sich zu fragen, wie denn dieser ansonsten genutzt wird?
Wenn Sie schon abschließend selbst von einer nicht legalen Spielerei sprechen, wäre es besser gewesen, sich wenigstens diese Anekdote zu verkneifen.
Im Übrigen sind genau diese “Bauchpinseleien” das, was die erforderliche Unabhängigkeit des Journalismus zu gegebenen Zeiten ins Hintertreffen geraten lässt.

10) DbNu, Mittwoch, 06. Januar 2010, 08:51 Uhr

Interessant. Das Eindringen in Computernetze kommt auch öfter vor als es zugegeben wird. Es ist eine ernste Gefahr.
Beim letzten CCC-Kongress wurden mehrere Datenbanken rechter Organisationen gehackt und die Daten sogar ins Netz gestellt.

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