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Sonntag, 22. November 2009, 12:23 Uhr

Systemstörfall Brender

Das Problem mit Nikolaus Brender ist nicht, dass er links ist oder rechts oder gar nichts. Das wäre in den von Parteien beherrschten öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten kein Problem. Das kriegt man mit dem Proporz irgendwie hin. Der ZDF-Chefredakteur ist etwas viel Schlimmeres: er ist ein unabhängiger Kopf, ein richtiger Journalist, der sich von niemandem etwas sagen lassen will, schon gar nicht von Parteien.

So ein Querkopf passt wirklich nicht ins System, so einer war nicht vorgesehen in einer Welt, in der Politiker die Gremien beherrschen und ehemalige Parteisprecher und journalistische Liebediener jahrzehntelang mit attraktiven Posten belohnt wurden. Da passt einer nicht rein, der Protestschreiben von Parteien und Politikern entweder gar nicht oder rotzfrech beantwortet, der bei Politiker-Anrufen nicht zurückruft und der sich jede Einmischung in Personalentscheidungen brüsk verbittet. Und der Interviews oder Gespräche, sei es mit Gerhard Schröder in der Elefantenrunde oder mit Angela Merkel in “Was nun…?”,  frech und inquisitorisch führt. Eigentlich können ihn die SPD-Leute auch nicht leiden, weil aber der CDU-Mann Roland Koch den unseligen Kampf gegen die Verlängerung von Brenders Vertrag begonnen hat, solidarisieren sie sich zähneknirschend mit ihm.

Und plötzlich wird ein eigentlich ganz normaler Journalist, so wie ein normaler Journalist zumindest sein sollte, zum Märtyrer und letzten Mohikaner des ganzen, angeschlagenen Berufsstandes. Weil die Normalen eben heute immer mehr die Ausnahme sind, auch in den Zeitungen und Zeitschriften. In Zeiten der Wirtschaftskrise, des Auflagen- und Anzeigeneinbruchs, wird aus dem aufrechten Gang bei vielen aus Existenzangst der gebeugte Gang. Und deshalb können auch manche Journalisten Brender nicht leiden, weil er sie an ihren gebeugten Gang erinnert und sie sich schämen.

Inzwischen solidarisieren sich prominente Staatsrechtler mit ihm (und der Verfassung), das ganze öffentlich-rechtliche Proporz-System steht wieder einmal zur Debatte. Wer aber Roland Koch kennt, der sollte sich nicht täuschen: das wird durchgezogen, das wäre ja noch schöner, da könnte ja jeder kommen. Die Wogen werden sich schon wieder glätten. 

Aber die Grundsatzdebatte über Staatsnähe oder -ferne muss endlich zu Ende geführt werden. Das geht nur, wenn die Journalisten wirklich zusammenstehen, sich noch einmal gemeinsam aufraffen, um den Spuk ad absurdum zu führen. Wenn potentielle Nachfolger Brenders sich verweigern würden, wenn sie erklärten, dass sie auf diese Weise keine Karriere machen wollen. Wenn es keine Alternativ-Kandidaten für den ZDF-Chefredakteur mehr gäbe. Dann müsste Koch seinen langjährigen Sprecher Dirk Metz zum ZDF schicken. Das wäre wenigstens mal ehrlich.

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25 Kommentare

1) Captain, Sonntag, 22. November 2009, 13:44 Uhr

Wenn alle so gegen Politiker wettern, frage ich mich, warum spezielle Leute noch da oben stehen …

2) eike, Sonntag, 22. November 2009, 14:59 Uhr

Hallo Herr Spreng,ich weiß gar nicht wo Sie die Journalisten mit dem gebeugten Gang im ÖR-Fernsehen sehen.Die machen doch schon seit langen ganz aufrecht und bewußt opportunistische “Hofberichterstattung” für die unsere konservative Teilgesellschaft.Wenigstens ist jetzt KERNER ehrlicherweise zu Sat1 gegangen,da erwartet man ja nichts anderes…….

3) nur mal so, Sonntag, 22. November 2009, 15:45 Uhr

danke für diesen text.

darauf warten, dass jemand von den “normalen” journalisten sich der brender nachfolge verweigern würde oder die lieben kollegen einfach mal fernsehen nicht stattfinden lassen – das hiesse, schon mal austesten, wie lange eine ewigkeit währt …
es werden doch dann nachfolger ins spiel gebracht, die allein schon deswegen zu den gebeugten journalisten zählen. niemand wird sich dort blamieren wollen, indem er jemanden hinschickt, bei dem auch nur der hauch der gefahr besteht, dass er “naja, so aber nicht” den posten doch noch ablehnt.

grundsatzdebatte schön und gut, aber das system ist mittlerweile so austariert (“proporz” war das richtige stichwort) und allgemeiner konsens, dass sich die debatten in der theorie verlieren müssen.

trotzdem weiterhin viel erfolg für herrn brender und hoffentlich lässt er es noch einmal richtig krachen, sollte es wirklich ernst für ihn werden.

4) Dierk, Sonntag, 22. November 2009, 15:45 Uhr

Den Idealismus hintanstellend, hoffe ich, dass der häsische Ministerpräsident seinen Coup erfolgreich zu Ende bringt. Nicht, weil ich Herrn Brender nicht zu schätzen wüsste, oder gar diesen … [beinahe wär's wieder passiert und ich wäre ausfallend geworden] Herrn Koch und seine Weltsicht mögen würde. Aber nachdem über Jahrzehnte die angebliche Staatsferne des ÖR-Systems immer weiter ausgehöhlt wurde – nicht zuletzt durch die Gründung des ZDF sowie den “Proporz” -, würde mit Kochs Einflussnahme endlich das Ende eingeläutet.

Es ginge nach einem Koch’schen Sieg nur noch darum, ob wir offiziell Regierungs-TV mit mäßigem Kritikproporz, ein gebührenfinanziertes bundesweites Programm hätten oder das ÖR komplett abgeschafft würde. Die pseudo-moralische Argumentation, die hinter einem 7-Mrd-System steckt, zieht doch schon lange nicht mehr.

5) FH, Sonntag, 22. November 2009, 15:53 Uhr

Zu dem großen journalistischen Grundproblem fällt mir folgendes ein:

http://www.youtube.com/watch?v=tPbN2Aio4i4 (Maybritt Illner spricht Schäuble persönlich auf den holländischen Reporter an, leider applaudiert das Publikum :( ) – es ist unglaublich, wie wenig (zumindest dieser) Politiker mittlerweile auf unangenehme Fragen vorbereitet sind, wie wenig einfallsreich sie kritische Fragen abtropfen lassen. Das wäre eher meine Reaktion gewesen, mit 12.

Ich hoffe, Frau Illner wird das nicht zum Problem.

6) JTB, Sonntag, 22. November 2009, 16:17 Uhr

Der Staat als Beute der Parteien. Ein Vizekanzleramt, das es gar nicht geben sollte und nicht gebraucht wird (wie der zugehörige Staatssekretär). Der öffentliche Rundfunk als Versorgungsanstalt für mehr oder weniger verdienstvolle Zuarbeiter. Das gilt übrigens für viele staatlich beherrschte Institutionen bis hin zu Landesbanken. Wo Leistung nicht mehr zählt, sondern nur noch das Parteibuch, leidet irgendwann unweigerlich die Qualität. Nur – wie könnte man dieses ekelhafte Postengeschachere nach Proporz und Parteizugehörigkeit beenden?

7) tsetse, Montag, 23. November 2009, 11:39 Uhr

GEZ-boykott, jetzt!

8) CB, Montag, 23. November 2009, 13:08 Uhr

Herr Spreng, zu Ihrem Kommentar fällt mir das Ihnen sehr gut bekannte Zitat von Frau Springer an Herrn Stoiber ein: “Ein sehr guter Mann, aber schwierig!” Auch Herr Brender hat dieses für einen Journalisten äusserst positive Kompliment verdient. Hoffe sehr, R. Koch zieht den Kürzeren.

9) W. Jaschke, Montag, 23. November 2009, 13:11 Uhr

Ach Mann, WENN Sie schon WENNS in die Welt setzen :
Wenn ein ausreichender Prozentsatz der Wählerschaft auch nur geringe Spuren von so etwas ähnlichem wie ein Gewissen hätte – gäbe es solche Personen wie R. Koch nicht in solchen Positionen.

Aber das bleibt wohl genau so unrealistisch wie Ihre gedachte Front der anständigen Journalisten gegen Einflussnahmen.

10) Roswita Hallhuber, Dienstag, 24. November 2009, 00:17 Uhr

Ihr Kommentar
Lieber Michael Spreng,

Ich schätze Ihr Blog sehr, aber waren Sie selbst denn immer ein “unabhängiger Journalist”?

Mit freundlichen Grüssen

11) armer Moldavier, Dienstag, 24. November 2009, 06:12 Uhr

Wetten dass?

Herr Koch seinen [editiert] Willen durchsetzt?
Der hat noch ganz andere Dinge [editiert] fertiggebracht.
Widerlich das Ganze!

12) m.spreng, Dienstag, 24. November 2009, 08:02 Uhr

Liebe Frau Hallhuber,
ich glaube, ja – siehe auch meine Anekdote “Schönes Kompliment”. Dazu werde ich auch künftig noch einiges schreiben. Vorgesetzte und Politiker hatten es immer schwer mit mir. Ein ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Springer-Verlages hat einmal zu mir gesagt, er habe noch nie einen so frechen und unverschämten Chefredakteur erlebt wie mich. Auch das sehe ich als Kompliment an. Helmut Kohl hat jahrelang zusammen mit seinem Freund Leo Kirch versucht, mich bei Springer feuern zu lassen.

Beste Grüße

13) ßadaßing, Dienstag, 24. November 2009, 08:59 Uhr

Ich fände es gut, einmal mehr über die Hintergründe zu erfahren. Was genau ist gemeint, wenn Sie schreiben, er rufe Politiker nicht zurück oder reagiere nicht auf Protestschreiben? Oder anders gefragt, wann kann ein Politiker damit durchkommen?

Wie man an dem Illner-Aussschnitt (siehe youtube-Link von FH oben) gut sehen kann: das entscheidende Problem ist doch, dass Schäuble durch “Sich-Dummstellen” viel zu einfach aus der Sache herauskommt; Illner hat überhaupt kein Interesse an einer Vertiefung des Themas. Am Ende hat man das Gefühl, dass beide sich gegenüber dem holländischen Journalisten verbünden. Das scheint mir die Regel bei Interviews in Deutschland zu sein.

14) FH, Dienstag, 24. November 2009, 11:31 Uhr

Ich könnte mir vorstellen, dass Frau Illner ein persönliches Interesse an einer Vertiefung dieses Themas hat. Ich glaube aber auch, dass Sie zum einen dafür nicht ihre Karriere riskieren wird (und das täte sie, wenn sie allein solche Fragen stellen würde). Zum anderen glaube ich, dass Schäuble ganz einfach keine Interviews gibt, in denen er Gegenwind bekommen könnte. Das Ding hat ihn ganz kalt erwischt. Er würde Illner nie wieder die Chance geben, wenn sie da nachgehakt hätte, genauso wie viele andere Politiker auch. Ich denke, das will sie genausowenig. Sie braucht ja die Gäste, wenn auch nur für blabla … ;)

15) Torsten, Dienstag, 24. November 2009, 11:58 Uhr

Eine frage, die mir noch niemand beantworten konnte: Wo kann man die überragend gute Arbeit von Brender im ZDF-Angebot finden? Früher war ich ein regelmäßiger Zuschauer von ZDF-Informationssendungen – heute schalte ich das Programm einfach nicht mehr ein. Hat Brender der Kernerisierung des Programms irgendetwas entgegengesetzt?

16) marcpool, Dienstag, 24. November 2009, 17:05 Uhr

Wen alles hat R. Koch die Karriere verdorben ? Brender wäre ja nicht der Erste , der von politischen Gnaden ins Abseits geschickt wird. Wann geht endlich Koch in die Wüste … ? Allzu gefährlich , wenn man die politischen Mehrheitsverhältnisse ansieht – das hier ggfs. nur nich die CDU die Strippen ziehen kann.
Wäre sehr dafür wenn das Gremium weitgehend von politischen Persönlichkeiten befreit würde . Koch tut ja so als wäre er der Messias – dabei kann er in Hessen auch keine Mehrheiten für sich gewinnen. Da Brender eher kantig und lästig zu sein scheint – dürfte dies doch R Koch ganz verständlich sein , er ist doch auch so. Aber der Kampf scheint ja sowieso schon hinter den Kulissen geregelt. ZDF – Zeit der Flucht für Brender.

17) Holdi, Dienstag, 24. November 2009, 17:48 Uhr

Ihr Kommentar *
Kerner? Seine Mutter zumindest ist stark in der SPD engagiert.
Kernerisierung=SPD

ZDF früher mal ganz interessant, heute Seifenoper…

18) Niemens, Dienstag, 24. November 2009, 19:59 Uhr

Man sollte sich noch einmal die geltende Rechtslage vergegenwärtigen: Der Chefredakteur des ZDF wird nach den seit jeher vorgeschriebenden Regelungen des ZDF-Staatsvertrags „im Einvernehmen“ zwischen Intendant und Verwaltungsrat berufen (wie im Übrigen auch der Programmdirektor und der Verwaltungsdirektor). Juristisch heißt dies: keines dieser Organe kann sich diesbezüglich gegen den Willen des jeweils anderen durchsetzen.

Dies ist m.E. im Hinblick auf die wichtigsten Personalentscheidungen des Senders an sich ein sinnvolles Verfahren der gegenseitigen Kontrolle, ohne die es sicher nicht gehen kann. Es ist von seiner Struktur her gesehen äußerst demokratisch, da es auf Kompromiss angelegt ist und von demokratisch legitimierten Staatsvertretern (mit)getroffen wird, schließlich ist das ZDF eine Anstalt des Öffentlichen Rechts.

Wenn man dieses Verfahren bzw. die Besetzung des Gremiums des Verwaltungsrats nunmehr im Hinblick auf die Staatsferne kritisiert, müsste man dann nicht ebenso ein positives Votum seitens mancher Staatsvertreter gegenüber Herrn Brender (bspw. seitens Herrn Beck, immerhin MP in R-P und Vorsitzender des Verwaltungsrats) kritisieren?

Es lässt sich zwar sicher diskutieren, ob die inhaltliche Bewertung der Arbeit Brenders statt dem Verwaltungsrat eher dem Fernsehrat als pluralistisch besetztem Gremium obliegen sollte. Insoweit ist die Konzeption des geltenden Staatsvertrags nicht unproblematisch. Solange die Ausgestaltung der Bestellung des Chefredakteurs aber so ist wie sie ist darf das doch nicht bedeuten, dass man eine Vertragsverlängerung nicht mehr ablehnen darf.

Dies gilt selbstredend nur, sofern es hierfür gute Gründe gibt. Unabhängig von den Intentionen der Verwaltungsratsmehrheit, die ich nicht kenne, stimme ich inhaltlich dem Beitrag von Torsten zu. Ich kann als Zuschauer, zugegeben ohne Einblick in die Arbeit im Sender und in den Redaktionen, wahrlich keine besondere Leistung von Herrn Brender erkennen. Das ZDF-Programm zeichnet sich m.E. vornehmlich nicht durch Qualität aus: Telenovelas vor- und nachmittags, die Nachmittage zusätzlich aufgefüllt mit Dokusoaps und Koch”shows”, im Vorabendprogramm altbackene Krimi- und Polizeiserien, abends Ranking”shows”, Serien, Pilcher und Co., spätabends Talk”shows”. Sehenswerte Dokumentationen (siehe BBC) – Fehlanzeige. Lediglich die Magazine taugen im Ansatz zuweilen noch was. Und dann wundert man sich, dass die Rundfunkgebühren solch einen schlechten Ruf haben?!?

19) JG, Mittwoch, 25. November 2009, 08:58 Uhr

Journalismus besteht heutzutage häufig nur noch aus dem Nachplappern von Pressemitteilungen (und das oft auch noch falsch), der Anbiederung an den angenommenen Geschmack und die vermutete Meinung der Leser/Zuhörer/Zuschauer (in diesem Zusammenhang wird dann auch mal kritisch getan) und natürlich der strikten Befolgung der Richtlinien der Verlags- oder Senderleitung und insbesondere der Abteilung, die die Reklame akquiriert.

Zum “Fall” Brender: Wenn ich mich recht entsinne, hat Hugh Carleton Greene gern erzählt, wie die britische Besatzungsmacht mit dem NWDR einen unabhängigen, staatsfernen Sender aufbauen wollte – und dann erleben mußte, daß die Parteien, kaum waren sie (wieder-) gegründet, sich eifrig daran machten, diesen Sender unter ihre Kontrolle zu kriegen.

Also alles Hoffnungslos? Mitnichten!

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müßte nur demokratisiert werden. Wie die Rundfunk-/Fernseh-/Verwaltungsräte jetzt zusammengesetzt werden, das erinnert doch arg an die “Wahlen” zur “Volkskammer” – mit dem Unterschied, daß jene, denen ARD und ZDF eigentlich gehören soll und die diese Sender finanzieren, nicht mal zum Schein die dortigen Machtverhältnisse absegnen sollen. Es ist bezeichnend für das, was man in der Bundesrepublik als Demokratie ausgibt, daß sich Politiker durch ein Kreuzchen alle vier, fünf, demnächst vermutlich sechs Jahre für alles mögliche legitimiert wähnen.

Richtig wäre: Die Räte von den Gebührenzahlern wählen lassen! Wobei es jeder “gesellschaftlich relevanten Gruppe” (auch jeder, die sich dafür hält) natürlich freistünde, zu kandidieren. Selbstverständlich würde dann ordentlich um Posten gerangelt, knallhart nach politischen Absichten gehandelt, manch Intrige gesponnen. Also wie jetzt. Nur mit dem Unterschied, daß diese Zustände dann auch für jedermann offen sichtbar wären und nicht nur alle paar Jahre in Erinnerung kämen, wenn mal wieder besonders massive Machtkämpfe toben.

20) Duke Bosvelt, Mittwoch, 25. November 2009, 14:46 Uhr

Ergänzend dazu die Videokolumte von Hans-Ulrich Jörges im Stern:

http://www.stern.de/kultur/tv/ulrich-wickert-zum-fall-brender-die-politik-moechte-die-kontrolle-haben-1524389-video.html
“ich hätte nie gedacht, dass wir uns einmal damit beschäftigen müssen, dass diese [europäische] Charta [für Pressefreiheit] nicht in Weissrussland, in der Ukraine oder in Rumänien verletzt wird, sondern in Deutschland”

21) Kaufhaus, Freitag, 27. November 2009, 18:53 Uhr

Nun ist das ZDF nicht mehr das ZDF sondern das Zweite Deutsche Fernsehn der CDU
Hier das neue Logo- Danke Herr Koch
http://twitpic.com/r6ak4

22) hans, Sonntag, 29. November 2009, 17:11 Uhr

Und der WDR ist immer schon SPD-Haussender

http://www.focus.de/kultur/medien/westdeutscher-rundfunk-wir-dackeln-fuer-rau_aid_147314.html

23) Fargurd, Dienstag, 01. Dezember 2009, 12:31 Uhr

Es ist schade, dass man GEZ-Gebühren bezahlt, obwohl man damit nur ein tolles Staatsfernsehen finanziert, die sich teure neue Studios bauen und dann Kochsendungen bringen (ich meine nicht ausschließlich Roland Koch ;-)

Aber ohne seine Einflussnahme würde er wahrscheinlich gar icht mehr gewählt werden, wobei ich glaube, dass der Herr Koch sich mit dieser Aktion selbst ins Bein geschnitten hat. Vielleicht hat er ja mal eine Sehne getroffen und muss erstmal ins Feldlazarett zu Herrn Jung.

24) Kand.in.Sky, Dienstag, 01. Dezember 2009, 17:41 Uhr

Jetzt gilt schon Brender als aufrechter Journalist… man man man. Was kommt als nächstes, vielleicht Illner als Vorzeigeinterviewerin?

#k.

25) Kommentarschreiber, Sonntag, 21. März 2010, 17:13 Uhr

Seit Bestehen des ZDFgilt, dass der Intendant “im Einvernehmen” mit dem Verwaltungsrat den Programmdirektor, den CHefredakteur und den Verwaltungsdirektor beruft. In einer Vielzahl von Fällen hat der Verwaltungsrat in den vergangenen fast fünfzig Jahren seine Aufgaben erfüllt. Er hat Vorschlägen des Intendanten zugestimmt oder auch nicht, ohne dass es zu einem kollektiven Aufschrei gekommen wäre. Warum also jetzt ? Es ist doch lediglich eine normale Personalentscheidung.

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