Montag, 11. Januar 2010, 10:00 Uhr

Sozialpate Uli Hoeneß

An dem langjährigen Manager von Bayern München, Uli Hoeneß, scheiden sich die Geister. Die einen bewundern und verehren ihn, die anderen halten ihn für arrogant und schwer erträglich. Unbestritten ist aber das große soziale Engagement von Hoeneß, von dem er allerdings kein Aufhebens macht.

Auch ich konnte einmal erleben, wie sich Hoeneß gegen soziale Ungerechtigkeit engagiert. Als die Regierung Kohl die Sozialhilfe kürzen wollte, rief ich als Chefredakteur von “Bild am Sonntag” die “Aktion BamS-Solidarität” ins Leben. Wir suchten Paten für Sozialhilfeempfänger, die bereit sind, die Kürzung aus eigener Tasche auszugleichen. Als einer der ersten meldete sich Uli Hoeneß bei mir, und bot spntan an, 30 Patenschaften zu übernehmen. Er wollte aber nicht, dass darüber geschrieben wird.

Zu den Patenschaften kam es aber dann nicht mehr, weil Kohl unter dem öffentlichen Druck die geplante Kürzung zurücknahm.

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4 Kommentare

1) FelixK, Montag, 11. Januar 2010, 12:18 Uhr

Geht doch auch beides gleichzeitig. Ich bewundere den Mann, gleichzeitig halte ich ihn aber für arrogant und oft schwer erträglich; letzteres bezieht sich aber mehr auf sein öffentliches Auftreten, die Handlungen dahinter muss man völlig anders bewerten.

2) Blind, Montag, 11. Januar 2010, 18:05 Uhr

Huh, hatte erst “Soziopath Uli Hoeneß” gelesen. Da sieht man mal, wie geeicht man selber schon ist…

3) Knut, Montag, 11. Januar 2010, 18:48 Uhr

Interessant, wie sich die Maßstäbe verschieben. Damals startet Bild eine Kampagne gegen die Senkung der Sozialhilfe, heute werden AlgII-Empfänger des Öfteren als Sozialschmarotzer über einen Kamm geschoren.

4) Duke Bosvelt, Dienstag, 12. Januar 2010, 16:22 Uhr

Die BILD war und ist eben das, was Redakteure und Gesellschafter aus ihr machen. Es war ja schon damals unter Medieninsidern ein offenes Geheimnis, dass die journalistische Unabhängigkeit von M.Spreng bei Kohl, Kirch und letztlich auch Frau Friede Springer vergleichsweise beliebt war wie, heutzutage, die des N.Brender bei Herrn Koch, was entsprechende Konsequenzen nach sich zog.

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,94620,00.html

Was von der journalistischen Qualität unter dem heutigen Bild-Chefredakteur zu erwarten ist, wurde von niemand anderem als Kohls dienstältestem Minister für Arbeit und Soziales treffender pointiert.

http://www.jurabilis.de/index.php?/archives/379-Norbert-Bluem-an-Kai-Diekmann.html

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