Donnerstag, 05. Februar 2009, 12:39 Uhr

Lambsdorff und die Contenance

Morgens um 10 Uhr klingelte bei mir das Telefon, ich war zu dieser Zeit Chefredakteur des “Express” in Köln. Am Apparat ein ungewöhnlich erregter Otto Graf Lambsdorff. Auslöser seines Zorn: ein kritischer Kommentar über ihn. Er schrie sofort wenig gräflich los: “Welcher Saukerl hat das in Ihrem Schweineblatt geschrieben?”. Wie reagiert man auf einen solchen Ausbruch? Ich versuchte es in der Sprache, die ich in Adelskreisen bis dahin vermutete: “Bitte Graf Lambdorff, verlieren Sie doch nicht die Contenance”. Darauf der Graf: “Herr Spreng, was ich verliere, entscheide ich immer noch selbst”.

Typisch Lambsdorff, aber danach war ein normales Gespräch möglich.

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3 Kommentare

1) Wolf-Dieter Herrmann, Donnerstag, 26. März 2009, 17:48 Uhr

Ich vermisse den Grafen, sehr !

2) m.spreng, Donnerstag, 26. März 2009, 19:32 Uhr

Dann empfehle ich am Montag “Beckmann”. Da ist Graf Lambsdorff mit zu Guttenberg.

3) Wolf-Dieter Herrmann, Donnerstag, 26. März 2009, 22:56 Uhr

Danke für den Programmhinweis.

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