Kommentare
14
Tagcloud
BILD Bild am Sonntag CDU CDU/CSU Christian Wulff CSU Der Spiegel Die Linke FDP Grüne große Koalition Hartz IV Helmut Schmidt Kohl Linkspartei Merkel Philipp Rösler Schäuble Schröder Schwarz-Gelb Seehofer Sigmar Gabriel SPD Steinbrück Steinmeier Steuersenkungen Stoiber Wahlkampf Westerwelle zu Guttenberg
Sonntag, 21. März 2010, 23:46 Uhr

Warum Kopper Orangenpapier bügelte

Es gibt schon merkwürdige Sammelleidenschaften und Hobbys in Politik und Wirtschaft. Juliane Weber, Helmut Kohls Büroleiterin und engste Vertraute, sammelte kleine Elefanten aus Porzellan, Glas und Metall. Ihr Schreibtisch war so voll davon, dass die Akten kaum noch Platz hatten. Politiker und Journalisten, die sich mit ihr gut stellen wollten, brachten kleine Elefanten als Geschenk mit.

Kurt Biedenkopf spielte am liebsten mit seiner Modelleisenbahn und Hilmar Kopper, der mächtige Chef der Deutschen Bank, pflegte das seltsamste Hobby: er sammelte das hauchfeine, mit dem Herkunftsnachweis bedruckte Papier, in dem früher Orangen eingewickelt waren, bügelte es und klebte es in ein Album ein. Seine Sammelleidenschaft fand ein Ende, als Orangen nicht mehr einzeln verpackt wurden.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

14 Kommentare

1) Stefan Neumann, Montag, 22. März 2010, 00:26 Uhr

Und was ist Ihr Hobby, Herr Spreng?

2) WST, Montag, 22. März 2010, 01:24 Uhr

Fingernägel-Kauer und Orangenpapier-Sammler… das wird ja immer besser!

Erst vor kurzem wurde mir erzählt, Jürgen Rüttgers sei ein eifriger Uhrensammler. …ob Armband- oder Wanduhr, weiß ich selbst nicht mehr so genau.

Können Sie von diesem Spleen des NRW-Landesvaters aus Ihrer eigenen Erfahrung berichten, Herr Spreng? Oder ist das eine dieser vielen Zeitungs- und Internet-Enten?

3) m.spreng, Montag, 22. März 2010, 08:14 Uhr

@Stefan Neumann

Mein Hobby ist der sprengsatz.

@WST

Wenn ich mich richtig erinnere, sammelt Rüttgers Swatch-Uhren.

4) SG, Montag, 22. März 2010, 13:42 Uhr

Bei Kopper hätte ich statt Orangen irgendwas mit Erdnüssen erwartet.

5) Orangeneinwickelpapiersammler, Montag, 22. März 2010, 15:11 Uhr

Selbstverständlich werden Orangen auch in unserer Zeit noch immer einzeln verpackt, wenn auch nur noch selten.

6) Franz-Peter Kayser, Montag, 22. März 2010, 21:23 Uhr

Also ich finde Modelleisenbahn Spielen ist kein merkwürdiges Hobby ;-) Auch wenn es immer seltener wird.

7) bluhme, Montag, 22. März 2010, 23:09 Uhr

großartig. genau deshalb lese ich ihr blog so gerne.

8) diggi, Mittwoch, 24. März 2010, 08:37 Uhr

http://www.wir-in-nrw-blog.de/2010/03/sprengsatze-in-der-wasserstrase-oder-wie-genusspolitisch-die-cdu-ruiniert-wird/ – was sagen Sie dazu, Herr Spreng?

9) m.spreng, Mittwoch, 24. März 2010, 09:55 Uhr

@diggi

Ich bin zurzeit in einem vierwöchigen Osterurlaub auf Mallorca (natürlich kein Urlaub vom sprengsatz) und kann nicht alles verfolgen, was in NRW geschrieben wird. Ich habe das inzwischen gelesen: anekdotisch interessant, aktuell unsinnig und falsch, ein Stück recherchefreien Anti-Journalismus aus der Agitationsabteilung. Den Autor hätte ich in meiner Zeit als Chefredakteur keinen Tag weiterbeschätfigt. Mir tut posthum Kurt Tucholsky leid, dass dafür eines seiner Pseudonyme missbraucht wurde.

10) Doktor Hong, Mittwoch, 24. März 2010, 11:41 Uhr

In der Tat, eine Davidoff Demi “Tosse”?

11) m.spreng, Mittwoch, 24. März 2010, 12:59 Uhr

@Doktor Hong

“Demi-Tasse”

12) Doktor Hong, Mittwoch, 24. März 2010, 15:13 Uhr

@ m.spreng

Sie haben recht.

Vielleicht hätte ich meinen Kommentar etwas länger fassen sollen, um meine Belustigung zum Ausdruck zu bringen. Es geht ja weiter mit “Panetellos” und “Macan Rotschild”. Offensichtlich hat hier jemand handgeschriebene Rechnungen zu Gesicht bekommen, in der man “a” und “o” nicht genau unterscheiden kann, und wir können von Glück reden, dass aus den Davidoffs keine “Dovidoffs” geworden sind :)

Der Subtext ist ja ebenfalls interessant. Zwar hieß der Laden wohl “Havanna”, und sollte wohl die die Assoziationskette “Havanna -> Kuba -> edle Zigarre” anstoßen. Dabei ist keine der genannten Zigarren aus Kuba… Haben Sie eigentlich schonmal die Demi-Tasse von Rey del Mundo probiert?

Naja, wie dem auch sei. Mich persönlich interessiert es sehr wenig, wer was raucht, oder wer welchen Wein nach welchen Kriterien aussucht, wenn hierzulande ein paar andere Sachen im argen liegen.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich nach Ihrer Schilderung dessen, wie Lafontaine Wein auszusuchen pflegt, ziemlich enttäuscht war. Wenn man schon den Kenner raushängen lassen will, dann tue man das aus dem Gedächtnis…

13) m.spreng, Mittwoch, 24. März 2010, 16:50 Uhr

@Doktor Hong

Jetzt geht´s wirklich ans Eingemachte. Also, mein italienischer (bezahlbarer) Lieblingsrotwein ist Le Volte, der sogenannte kleine Bruder des Ornellaia. Und meine Lieblingszigarre ist eine dominikanische (weil angenehm leicht), die Macanudo Hampton Court Café.

Im übrigen hatte der Autor des genannten Beitrages nicht nur von Zigarren keine Ahnung.

14) Doktor Hong, Mittwoch, 24. März 2010, 19:06 Uhr

@ m.spreng

Oh, ich war enttäuscht von Lafontaine. In einem Blog-Beitrag schrieben Sie:

“Und die Weine suchte er so aus: Bei einem Essen in einem Gourmettempel in Saarbrücken zog er eine kleine Plastikkarte des Wirtschaftsmagazins “Capital” aus der Brieftasche, auf der die angeblich guten Jahrgänge mit vollen Gläsern und die schlechten mit halbvollen oder leeren Gläsern gekennzeichnet waren.”

Was ich sagen wollte, war, dass man sich wenigstens das Plastikkärtchen einprägen könnte, mitsamt der Gläserbewertung, wenn man schon darauf aus ist, den Eindruck von Kennerschaft zu erwecken. :)

Wie ist Ihre Meinung?

Kommentar schreiben


Ihr Kommentar *


* Pflichtfelder


apparent media - iPhone Apps aus Berlin