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Samstag, 24. April 2010, 12:02 Uhr

Die “eiserne Kanzlerin” schmilzt

Es gibt Stücke auf der politischen Bühne, deren Scheitern steht schon bei der Premiere fest. Ein solches Stück war “Die eiserne Kanzlerin”. Schon im März, als es von Angela Merkel und ihren publizistischen Hilfstruppen inszeniert wurde, stand fest, dass es bald wieder vom Spielplan abgesetzt wird. Denn schon damals war klar, dass die EU Griechenland mit Milliardenkrediten helfen muss. Es war nur eine Frage der Zeit.

Jetzt ist es soweit: Griechenland bittet um Hilfe und die “eiserne Kanzlerin” wird wie Butter unter der griechischen Sonne schmelzen. Und sie widerlegt damit die Legende, sie denke die Dinge immer vom Ende her. Wenn dies so wäre, dann hätte sie die Inszenierung nicht zulassen dürfen. Aber wenige Wochen vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen war die Versuchung zu groß, dem Wahlpublikum Führungsstärke zu demonstrieren. Leider am untauglichen Objekt. Denn bei der Griechenland-Krise geht es zwar vordergründig um den Mittelmeerstaat, in Wirklichkeit stehen der Euro und der Bestand der Europäischen Währungsunion auf dem Spiel – und damit unsere eigene wirtschaftliche Zukunft. Merkel aber schürte mit ihrer Rolle als “eiserne Kanzlerin” die antigriechischen Ressentiments – eine Torheit, wenn man weiß, dass man am Ende doch helfen muss. 

Und so ist es auch kein Wunder, dass sich gleich wieder die Populisten melden. Nicht aus der Opposition, die ist erstaunlich verantwortungsbewusst, sondern aus den eigenen Reihen. CSU-Landesgruppenchef Friedrich (ein Name, den man sich nicht merken muss) legt in bewährter Manier den Griechen gleich den Austritt aus der Europäischen Währungsunion nahe. Dies dürfe “kein Tabu” sein. So, als habe die EU die Kredithilfen nicht schon längst beschlossen. Und der CSU-Mann legt damit gleichzeitig wieder einmal offen, wo die eigentlichen Probleme der Koalition liegen: es fehlt an Führung.

Die Griechen (und die internationalen Spekulanten) haben den Plan von Schwarz-Gelb durchkreuzt, sich über die NRW-Wahl zu mogeln. Denn Geld für Griechenland ist unpopulär. Deshalb ist jetzt das Wichtigste, die Wähler darüber aufzuklären, worum es wirklich geht. Aus dem Bundeshaushalt wird kein müder Euro fließen, die Bundesregierung gibt lediglich eine Bürgschaft für einen Kredit, den die KfW-Bank den Griechen zu fünf Prozent Zinsen ausleiht. Der Bund kassiert dafür noch eine Bürgschaftsgebühr, die dem Haushalt zugute kommt. Und die Griechen werden an die extrem harten Auflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) gebunden.

Wenn Merkel das sauber erklärt, statt bis zum 9. Mai weiter auf Zeit zu spielen, entzieht sie den Populisten den Boden. Das wäre Führung.

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38 Kommentare

1) H.H.Schmidt, Samstag, 24. April 2010, 12:17 Uhr

Sauber analysiert, fixiert und den Stoß gesetzt. Chapeau Michael Spreng!

Nur wird sich diese Sichtweise – in diesem unseren Lande – nicht durchsetzen. Was – bereits vorgeführt – hinten raus teurer werden wird.

Solch ein Beitrag sollte die Titelseite der morgigen “Bild am Sonntag” füllen.

2) Mirage, Samstag, 24. April 2010, 13:37 Uhr

“Aus dem Bundeshaushalt wird kein müder Euro fließen”

Dann zitieren wir mal den haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider:

“Künftig wissen Anleger, dass sie beim Kauf deutscher Anleihen auch ein Stück Griechenland mitkaufen. Dafür werden sie einen – wenn auch kleinen – Risikoaufschlag verlangen [...] Selbst wenn Deutschlands Risikoaufschlag nur um 0,1 Prozent steigt, kostet uns das sofort Hunderte Millionen Euro”

Was macht Sie so sicher, dass Schneider falsch liegt?

3) JTB, Samstag, 24. April 2010, 13:42 Uhr

Richtig ist, dass im Grunde genommen von Anfang an völlig klar war, dass die EU und Deutschland Griechenland im Notfall beistehen muss. Politisch und für den Euro unerlässlich. Das hat sicherlich auch die Kanzlerin gewusst. Dennoch war die Hinhaltetaktik nicht falsch. Sie hat nämlich die Preise hochgetrieben, zum einen für die Griechen, die Geld nur zu harten Konditionen erhalten werden, zum anderen als Abschreckung für andere Wackelkandidaten, die sich jetzt doch ein bißchen mehr anstrengen werden, um einen ähnlichen Prestigeverlust wie Griechenland und die landesinternen Proteste zu vermeiden. Günstiger weg kommt hingegen der deutsche Steuerzahler, den diese Bürgschaft vermutlich nichts kosten wird, denn natürlich werden die Griechen den EU-Kredit bedienen. Griechenland-Anleihen sind zur Zeit das sicherste Geschäft – noch dazu mit konkurrenzlos guter Rendite – das man sich vorstellen kann.

Dumm gelaufen ist eigentlich nur, dass die Griechen (und Spekulanten) nicht das Datum der NRW-Wahl berücksichtigt haben. Zumindest aus Sicht der Kanzlerin. Für die Rüttgers-CDU und deren abgestürzten Koalitionspartner FDP wird es aber wohl keinen so großen Unterschied machen. Die haben genügend hausgemachte Probleme.

4) marcpool, Samstag, 24. April 2010, 14:05 Uhr

Sind nicht die besten Zeiten für Frau Merkel im Moment. Die Führungsdefizite sind allzu bekannt. Entschlossenes Handeln zu Gunsten der gemeinsamen Währung, wäre bestimmt überzeugender als dieses Gejammer. Haben Kohl und Weigel doch die “Augen ( nebst dicken Brauen ) ” grosszügig zugedrückt, beschädigen sie nun die Mundwinkel von A. Merkel um ein vielfaches. Es sind auch nicht nur die CSU Kritiker die vorschnell den Mund aufmachen – und RAUS rufen, sondern auch die Pinkwarts der FDP sind wieder im Chor dabei. Wie war das ” mit dem A…. auf Grundeis ” ? Auch die KfW ist staatlich gelenkt, somit kommt das Geld – wenn auch Bürgschaften – doch vom Volk ” geborgt ” . Der volkswirtschaftliche Schaden wäre für alle Euro Staaten hoch genug, wenn der Euro weiter beschädigt wird. Sorgen müssen wir uns aber nicht machen- denn Herr Brüderle hat doch wissen lassen ” wir haben alles im Blick ” – fragt sich nur wohin er schaut ? Für Griechenland das Geld hergeben zu müssen und auf die Steuersenkungen für Deutsche zu verzichten, ein hellenischer Dolch direkt in das freidemokratische Herz ! Da muss doch wenigstens ein kleines Inselchen mit Loungeterasse für die schwer gebeutelte deutsche politische Regierungs-Ideenführerschaft drin sein – für`n Viertele zum sundowner. Früher waren auch die Krisen schöner .

5) M.M., Samstag, 24. April 2010, 14:13 Uhr

“Bürgschaft für einen Kredit, den die KfW-Bank den Griechen zu fünf Prozent Zinsen ausleiht”

Wie will Frau Merkel denn dem denkenden Menschen erklären, warum die Bundesregierung einem Land, dass am freien Kapitelmarkt die Zinsen für Neues Kapital nicht mehr zahlen kann auch noch eine neue Bürgschaft für einen Kredit gibt??? Eine Bürgschaft ist wie Bargeld!!! Ist die KFW seit neuestem eine Privatbank???

Der Zinssatz für die Griechen bei deren runtergestuften Rating beträgt normalerweise rund 10 Prozent. Mal abgesehen von der Versicherung die für dieses Kapital auch noch zusätzlich fällig wird.

So einen Unfug kann Frau Merkel dem/der Steuerzahler/in nicht mehr erklären. Und dass weiss sie auch!

6) vaterlandslose-gesellen.de, Samstag, 24. April 2010, 14:14 Uhr

Als die DDR-Bürger an das Tor Europas 1989 klopften, hat man denen Bedingungen gestellt, sowie Frau Merkel dies jetzt mit Griechenland tun will ?

7) Frank66, Samstag, 24. April 2010, 15:05 Uhr

Wenn das so einfach wäre. Ist es doch ihr ehemaliger Arbeitgeber, die BILD, die mit einer “Pleitegriechen”-Kampagne die Ressentiments kräftig schürt. Es war schon immer schwer gegen die Springerpresse anzuregieren, das muss Frau Merkel nicht zum erstenmal erfahren.
Warum nutzen sie nicht ihre alten Kontakte und wirken mäßigend auf die Diekmanns, Thieles und Wagners ein?

8) riccardo borghese, Samstag, 24. April 2010, 15:26 Uhr

Frau Merkel kann das aber nicht nicht sauber erklären, weil niemand daran glaubt, dass Griechenland jemals irgendetwas wird zurückzahlen können. Der sogenannte Kredit und seine Nachfolger können schon jetzt als abgeschrieben gelten, ein verlorener Zuschuss sozusagen, für den der Steuerzahler per Bundesbürgschaft geradestehen muss. Wir sehen im Moment den Anfang vom Ende des € . Ihre Kritik ist außerdem wohlfeil. Würden Sie sich als Verantwortlicher hinstellen und den Leuten sagen, dass sie den Gürtel enger schnallen müssen, damit eine Daueralimentation Griechenlands finanziert werden kann? Na bitte.

9) Hermann, Samstag, 24. April 2010, 16:09 Uhr

Von der Kohle sehen wir nie was wieder. Keiner hat jemals Kohle zurückgezahlt. Die Griechen leben über Ihre Verhältnisse und können und wollen sich auch nicht ändern.

10) Peter Groschupf, Samstag, 24. April 2010, 16:14 Uhr

Sie sind gegenüber der Kanzlerin viel zu tolerant. Sie dilettiert sich durch die Geschichte, sitzt alle anstehenden Probleme und Herausforderungen noch gnadenloser aus als der in Summe erfolgreiche Helmut Kohl.
Mir ist nur schleierhaft, wie Sie als zweifellos brillanter Analytiker sagen können, aus dem Bundeshaushalt werde kein müder Euro fließen. Der Bund muss am Ende als Bürge einspringen, wenn Griechenland nicht zurück zahlen kann. Und diese Entwicklung ist so sicher wie der lange Zeit von unserer Regierung als unwahrscheinlich beschönigte Hilferuf der Griechen nach EU-Hilfe.
Die Hilfe für Griechenland ist nicht gerade ein deutliches Warnsignal für andere Länder, das Leben über die eigenen Verhältnisse zu beenden.
Was haben denn die “extrem harten Auflagen” der EU bewirkt?! Drei Prozent Schuldengrenze? Ich bin davon überzeugt, dass der Hilferuf aus Hellas nicht der letzte war und am Ende der Austritt aus dem Euro für solche Länder ernsthaft in Erwägung gezogen werden muss.

11) Doktor Hong, Samstag, 24. April 2010, 16:55 Uhr

Sehr richtig.

Und es war vorher klar, dass das passieren würde – vor der Einführung des Euro. Nehmen Sie zum Beispiel die Euro-Klage der vier Wirtschaftsprofessoren. Dort (oder vielleicht auch in einem anderen Euro-kritischen Buch) wurde argumentiert, dass schwache Volkswirtschaften in einem einheitlichen Währungsraum nicht mehr durch Abwertung ihrer Währung ihre Exporte für das Ausland billiger machen können, was ihr Handelsdefizit senken würde.

(China fährt übrigens diese Strategie gegenüber den USA und wird deswegen auch rhethorisch von den Amerikanern attackiert – sie halten ihre Währung gegenüber dem US-Dollar künstlich schwach.)

Insofern wären die Kredite und Bürgschaften für Griechenland letztlich eine Art Subvention der deutschen Exportwirtschaft, was man je nach ideologisch-religiöser Grundhaltung verdammen oder lobpreisen kann.

Nehmen wir als Beleg für diese Behauptung die Daten des deutschen Statistischen Bundesamtes:

Warenfluss Wert Anteil am Insgesamt

Importe nach Deutschland 1.854 0,268%
Exporte von Deutschland 6.657 0,820%
Handelssaldo 4.804

Natürlich kann man populistisch argumentieren und wie Angela Merkel auf die schwäbische Hausfrau verweisen. Am besten wäre es, alle Länder der Welt erwirtschafteten Exportüberschüsse, d.h. alle Länder sollten mehr exportieren, als sie von anderen Ländern einführen. Dann wäre die Welt in Ordnung und niemand wäre mehr pleite. Toll, oder?

Eine ähnliche Logik hat mich mal als 10-jähriger Junge amüsiert, als ich eine Anekdote über einen französischen Minister gelesen habe. Der wunderte sich über all die Menschen, die sich über die Staus während der Stoßzeiten ärgerten. Als Abhilfe empfahl dieser, dass einfach alle eine Stunde früher zur Arbeit fahren sollten.

Herr Spreng hat daher durchaus recht; EU-Hilfen für Griechenland sind letztlich im Interesse einiger unserer Wirtschaftsunternehmen, und das hätte man durchaus so verkaufen können, anstatt mit axiomatisch teutonischem kulturellem Überlegenheitsgefühl über die ach so schlampig wirtschaftenden Griechen die Nase zu rümpfen.

Über das deficit spending der Amerikaner rümpfte scheinbar niemand die Nase – zumal jene uns ca. 10% unseres Außenhandelsvolumens abkaufen.

Die Ausgaben des einen sind die Einnahmen des anderen. Oder wie Gordon Gecko in Wall Street es formulierte: “Aber das Geld wird doch nicht erschaffen, Buddy. Was der eine gewinnt, muss der andere verlieren.”

12) DKA, Samstag, 24. April 2010, 21:26 Uhr

Es ist schon erschreckend, wie erfolgreich die deutsche Mainstreamhetzpropaganda funktioniert. Desinformation – wohin man nur blickt. Frau Merkel hat bisher in Punkto Griechenland einen guten Job gemacht. Was für die Politik im Vordergrund stehen muss, ist die Sicherung unserer wirtschaftlichen Position und das heißt für ein Exportland die Sicherung unserer Absatzmärkte. In dieser Hinsicht war die Einführung des Euros absolut mandatorisch, denn dadurch wurden für unsere Unternehmen stabile Absatzmärkte geschaffen. Deutschland exportiert Waren und Dienstleistungen für rund eine Billion Euro pro Jahr. 70% davon gehen in die EU bzw. Eurozone. Macht also etwa 700 Milliarden Euro pro Jahr. Seit 2002 macht das einen Gewinn von etwa 5 Billionen Euro. Sind da 8,5 Milliarden Euro wirklich zuviel verlangt, um den Euro zu retten? Ich meine nicht. Und selbst wenn es 30 Milliarden werden sollten, immer noch nicht. Das sich die Menschen darüber so aufregen ist nur ein Zeichen von Uninformiertheit. Leider zieht sich das durch die deutsche Medienlandschaft wie ein roter Faden.

Durch cleveres Taktieren (auch wenn es für die meisten nicht so ausgesehen hat) hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass Griechenland nun seine Haushaltsouveränität an die EU/IWF-Gruppe abgeben musste. Das stellt eine harte Strafe für die Griechen dar, weil sie damit de facto ihre Haushaltssouveränität verloren haben, und gleichzeitig wird damit auch ein Exempel für die anderen PIIGS-Staaten statuiert. Und wer es immer noch nicht gemerkt hat: Die Griechenland-Krise wurde nicht von den Spekulanten initiiert (das waren nur die Trittbrettfahrer), sondern von der Euro-Führungsriege um Juncker. Hauptziel: Die Schwächung des Euros, damit sich die Eurozone wieder aus der Krise herausexportieren kann, da China und die USA im Vorfeld der Griechenland-Krise gar nicht daran gedacht hatten, ihre Währungen aufzuwerten. Man wollte uns das lieber ausbaden lassen.

Wir leben in einer perfekt gestrickten Informationsmatrix, die es zu durchbrechen gilt. Man sollte nicht immer das glauben, was die Mainstreammedien uns vorsetzen.

Gruß
DKA

13) M.M., Samstag, 24. April 2010, 23:09 Uhr

@DKA
Der Griechische Bürger darf gerne weiter Deutsche Produkte kaufen. Wieso soll dazu der Euro nötig sein. Er kann das gerne mit der Griechischen Drachme tun.
In Schweden und Norwegen und noch vielen weiteren anderen Ländern werden Deutsche Produkte ja auch gekauft ohne dass dazu der Euro nötig wäre.

14) Erika, Sonntag, 25. April 2010, 01:11 Uhr

@DKA
Wenn durch das clevere Taktieren Griechenland nun seine Haushaltssouveränität an den IWF verliert, und sich die PIIGS das Beispiel zu Herzen nehmen, werden aber die deutschen Exporteure nicht mehr viel zu exportieren haben und wir werden sehen an wen wir in Zukunft unsere U-Boote verkaufen.

Zudem glaube ich, dass der Vorschlag von Schäuble für die Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds besser gewesen wäre, weil dann Europa seine Probleme selber lösen würde und nicht anderen Ländern zum Beispiel den USA über den IWF Einflussmöglichkeiten geben würde.

15) dissenter, Sonntag, 25. April 2010, 09:17 Uhr

Herr Spreng, Führung bedeutet, eine Vorstellung davon zu haben, wie dieses Land in zehn oder zwanzig Jahren aussehen soll, eine realistische Idee, wie man dahin gelangt, und die Fähigkeit, Mehrheiten für diesen Weg zu organisieren – oder zu akzeptieren, dass es keine Mehrheiten für diesen Weg gibt, und die Konsequenzen zu ziehen. Dem vermeintlich aufklärungsresistenten, störrischen Volk zum x-ten Mal vermeintlich unabweisbare Sachzwänge zu “erklären”, ist das Gegenteil von Führung.

Zur Sache: Ein Austritt aus der Währungsunion würde nach Meinung vieler Ökonomen Griechenland die Möglichkeit eröffnen, über die Abwertung seiner Währung statt über die zu erwartende drastische Senkung der Löhne (!) seine Industrie wieder wettbewerbsfähig zu machen. Ob dies eine Alternative dazu ist, mit Hilfe von EU und IWF und den von diesen verordneten “schmerzhaften Strukturreformen” wieder wettbewerbsfähig zu werden, darüber sollte man reden können, ohne gleich Populist gescholten zu werden. Dass Sie weitgehend begründungsfrei verkünden, aus dem Bundeshaushalt werde kein müder Euro fließen – woher nehmen Sie diese Gewissheit? -, dafür nenne ich Sie ja auch nicht einen Demagogen.

16) vera, Sonntag, 25. April 2010, 14:43 Uhr

undiszipliniert, diese griechen. hätten zumindest bis nach der nrw-wahl warten müssen.

17) Peter Bach, Sonntag, 25. April 2010, 16:26 Uhr

“Denn schon damals war klar, dass die EU Griechenland mit Milliardenkrediten helfen muss.” Diese Aussage ist aus mehreren Gründen falsch. Zum Einen sehen die EU-Verträge direkte finanzielle Hilfen nicht vor, zum anderen gibt es auch andere Methoden, etwa die Umschuldung. Das Problem ist, das man beide Punkte in der Politik anscheinend bis heute ignoriert. Warum weiss ich nicht.

“Aus dem Bundeshaushalt wird kein müder Euro fließen, die Bundesregierung gibt lediglich eine Bürgschaft für einen Kredit, den die KfW-Bank den Griechen zu fünf Prozent Zinsen ausleiht.” Diese Aussage ist wirklich blauäugig. Was denken Sie denn was eine Bürgschaft ist? Was passiert denn wohl, wenn Griechenland zahlungsunfähig wird? Und wenn man sich die aktuelle wirtschaftliche Lage in GR anschaut, muss man kein besonders grosser Prophet sein, um vorherzusehen, dass genau das eintreten wird. Dadurch, dass jetzt Milliarden fliessen, wird dieser Prozess nur herausgezögert.

Aus meiner Sicht wäre eine Umschuldung der einzige Weg, Griechenland wirklich zu helfen. Das würde aber bedeuten, dass die grossen Banken viel Geld verlieren würden. Jetzt kann sich jeder die Frage beantworten, warum die Regierung das nicht will.

18) nds-Dietmar, Sonntag, 25. April 2010, 16:33 Uhr

Sprengsatz ist gut, nachdenkseiten sind aber besser; wer bestens informiert sein möchte, kann es dort tun und sich sogar kritisch daran beteiligen.
Übrigens, ich habe noch nie etwas von dieser Kanzlerin gehalten, aber BILD hat sie ja hochgepuscht und stellt nun anscheinend fest, dass diese DAME und ihr Beraterstab “null-Ahnung” von Volkswirtschaft haben.

19) dissenter, Sonntag, 25. April 2010, 17:54 Uhr

@nds-Dietmar

Das würde aber voraussetzen, dass “Bild” Ahnung von Volkswirtschaft hat…

20) Thorsten, Sonntag, 25. April 2010, 21:16 Uhr

Wir werden sehen wie sich Frau Merkels Butter-Kurs besonders auf die NRW-Wahl auswirken wird. Zur Zeit steht die CDU laut den Parteikursen im Politikmarkt ( http://www.politikmarkt.tu-dortmund.de/ ) bei nur 33,8% und damit fast ein Prozentpunkt hinter der SPD. Und die Vorhersage war zumindest vor der Bundestagswahl besser als alle Meinungsforschungsinstitute – obwohl es sich nur aggregierte Erwartungen der Mitspieler handelt!

21) MN, Sonntag, 25. April 2010, 22:48 Uhr

Die Griechenland-Krise trifft die EU und Deutschland ebenso unvorbereitet, wie die Deutsche Einheit 1989 die damalige Regierung auf dem falschen Fuß erwischte. Nur steht heute mehr auf dem Spiel, im Grunde das gesamte europäische Integrationsobjekt: Risse in der monetären Integration haben mitunter ungeahnte Auswirkungen auf die Vorstufe realwirtschaftlicher Integration. Europa wollte zu früh zu viel, und das ist es, was jetzt schmilzt. Dabei waren diese Risiken erkennbar und vermeidbar, doch hat sich Europa von der Großartigkeit der Idee einer Währung blenden lassen und die Hausaufgaben nicht gemacht. Und dieses Thema überfordert alle in Europa, das ist einschließlich der EU-Kommission systemisches Versagen. Und das macht einen traurig und wütend zugleich. Es geht bei diesem Thema um mehr als nur Merkel´sches Versagen.

22) Thom, Sonntag, 25. April 2010, 22:54 Uhr

Den Populisten den Boden zu entziehen, das wäre nicht Führung, sondern Verantwortungsbewußtsein. Diese schmierigen Ressentiments gegen Griechenland (Staatsverschuldung 300 Milliarden insgesamt, Deutschland, dieses Jahr, mit Ländern und Kommunen: 150 Milliarden) sind einer zivilisierten Nation unwürdig. Und selbst einer Kanzlerin wie Merkel, die nun wahrlich nicht als Ikone Geschichte machen wird. Diesen bräsigen Nationalismus sollte man dahin verbannen, wo er hingehört: in mitteldeutsche und bayrische Dörfer, die weiter von der Welt abgeschnitten sind diejenigen, über die man dort so gerne und selbstherrlich lästert, als wäre es eigenes Verdienst im fetten Wohlstand geboren worden zu sein.

23) DukeBosvelt, Montag, 26. April 2010, 01:00 Uhr

Zumal Griechenland durch den gemeinsamen Euro und der damit fehlenden Abwertungsmöglichkeiten jahrelang ein hervorragender Absatzmarkt für deutsche Exportunternehmen war, deren Gewinne über die Steuer natürlich auch der Bundesrepublik erheblich genutzt haben. Spätestens seit der Klage von Prof. Schachtschneider u.v.a. gegen den Euro und den Maastricht-Vertrag, waren die längerfristigen Risiken stark unterschiedlich konkurrenzfähiger EU-Nationen durchaus bekannt. Offensichtlich haben die exportstarken Staaten derartige Bedenken aufgrund ihrer Rolle als kurzfristiger Hauptprofiteur weitestgehend ignoriert. Erinnert ein wenig an die Unternehmenspraxis international tätiger Geschäftsbanken vor der Finanzkrise.

Da wundert es mich gar nicht, dass auch die FDP bei ihrem Kölner Parteitag auf das nächste populistische Thema aufspringt und diesmal deutsche Steuerzahler gegen die leider notwendigen Griechenland-Transfers aufhetzt, anstatt als pro-europäische Partei die komplexe Interdependenz europ. Wirtschaftspartner vernünftig zu kommunizieren. Man wartet nur noch darauf, dass die Westerwelle-FDP im Zuge schwarz-grüner Bündnisse ihren national-liberalen Flügel wiederentdeckt und mit klassischen FPÖ-Themen den rechten Rand der Union wegfischt.

Mal am Rande, Herr Spreng: haben Sie einmal darüber nachgedacht, auch Ihre Interviews oder deren Links auf sprengsatz.de zu veröffentlichen? Ihr jüngstes Interview auf Cicero.de – habe es zufällig entdeckt – würde sicherlich auch andere Leser hier interessieren!

24) M.M., Montag, 26. April 2010, 01:56 Uhr

@Thom
Eine Bürgschaft ist wie Bargeld. Wieso soll der Deutsche ein Populist sein, nur weil er kein Geld ausgeben will, dass er nie wieder sieht? Wird man in Deutschland jetzt schon unter Druck gesetzt, wenn man nicht spenden will? Erkundigen Sie sich lieber mal nach dem Rentenniveau der Griechen, bevor sie andere zum Spenden nötigen wollen!

25) Hagen306, Montag, 26. April 2010, 04:18 Uhr

Bei den deutschen Schulden fehlt eine Null. Es sind ca. 1,5 Bio Euro.
Damit sind die Schulden zwar 5 mal höher als die der Griechen, allerdings gibt es hier auch entsprechend mehr Einwohner.
Nichtsdestotrotz sind die Schulden auch hierzulande um einiges zu groß; das erkennt man, wenn man die reine Zinslast im Verhältnis zum jährlichen Bundeshaushalt betrachtet — sie machen etwa 20% aus. Und damit ist noch kein einziger Euro zurückgezahlt.

Ach ja,
entgegen landläufiger Meinung haben wir diesen Schuldenstand nur in geringem Maße den Sozis zu verdanken. Der größte Teil davon wurde christlich-liberal zusammengetragen.

26) Janissary, Montag, 26. April 2010, 07:14 Uhr

Ich weiss nicht worüber hier noch diskutiert wird und warum sich die “Kommentatoren” aufregen.
Sowohl die EG oder die EU haben uns in all den Jahren eines beigebracht und nur das zählt und ist auch richtig: EU ist wenn der dumme deutsche Steuermichel zahlt!
Europa ist wenn das dumme Deutschland zahlt bzw die Hauptlast trägt.
Das das immer noch nicht die Menschen in diesem Land gemerkt haben kann einen wirklich nur noch wundern.
Einer der in diesem Forum das alles überhaupt nicht “geschnallt” hat ist DKA und Thom.
Es ist erschreckend wie blauäugig und naiv diese User denken und ticken.
Sie sollenl sich bei mir melden. Ich werde ihnen meine Kontonummer geben damit sie mir einen satten Betrag überweisen können. Das Geld, dass verspreche ich ihnen, geht an/in die deutsche Wirtschaft.
Wenn es hier einen gibt, der ein “Opfer” der (Mainstream)medien ist, dann sind sie es DKA.

27) M.M., Montag, 26. April 2010, 11:25 Uhr

Von einer Führungskraft Merkel erwarte ich, dass sie für den deutschen Steuerzahler wenigstens eine Sicherheit von Griechenland erhält. Wieso sollte Griechenland sonst motiviert sein das Geld überhaupt zurückzuzahlen?
UND hier SCHMILZT Frau Merkel in der Tat. Andere würden dieses Merkelsche Verhalten noch viel schlimmer titulieren!

28) mises ghost, Montag, 26. April 2010, 12:43 Uhr

inflation ick hör dir trapsen….
ist unseren breufspolitikern eigentlich nicht gesagt worden das diese massnahmen inflationsschübe auslösen?? im endeffekt bezahlt es durch diese enteignung der mittelstand: lebensversicherungen müssen z.b. in staatsanleihen angelegt werden- eigentlich sollte man denken die cdu-kanzlerin denkt an ihre stammklientel…… aber vielleicht hat sich die cdu ja von dieser wählerschicht verabschidet.

P.s. erstaunliche ansicht kapitalgeber als spekulanten zu titulieren, wenn sie eine angemessene bezahlung sprich zinsen für das ausfallrisiko eines unsoliden kreditnehmers verlangen :-( (

29) Doktor Hong, Montag, 26. April 2010, 12:49 Uhr

@ M.M.

“Der Griechische Bürger darf gerne weiter Deutsche Produkte kaufen. Wieso soll dazu der Euro nötig sein. Er kann das gerne mit der Griechischen Drachme tun.
In Schweden und Norwegen und noch vielen weiteren anderen Ländern werden Deutsche Produkte ja auch gekauft ohne dass dazu der Euro nötig wäre.”

Die von Ihnen genannten Länder können ihre Währung gegenüber dem Euro abwerten, um ihre eigenen Produkte in der Eurozone billiger und Importe teurer zu machen. Auf diese Weise kann man Handelsdefizite verringern, ohne wie in Deutschland Lohndrückerei zu betreiben.

Die Griechen haben diese Option nicht. Das ist ein ziemlich gewaltiger Unterschied, den Sie in Ihrer Betrachtung mal eben unter den Tisch fallen lassen.

Es war völlig klar und vorhersehbar, dass Steuermilliarden innerhalb der Eurozone würden fließen müssen, um wirtschaftliche Ungleichgewichte abzufedern.

Schön beschrieben ist das z.B. in Arnulf Barings Buch “Scheitert Deutschland?”, III. Kapitel: Die Europäische Währungsunion, erschienen 1997, also vor 13 Jahren, vor der Euro-Einführung.

Insofern kann ich die ganze Aufregung überhaupt nicht nachvollziehen. Das Buch war frei erhältlich und in keiner Weise zensiert, und jeder, der ein wenig Interesse an gewichtigen politischen Entscheidungen hatte, konnte es lesen.

Interessant in dem Buch ist weiterhin der Pessimismus des Autors bezüglich der Reallohnsenkungen, die seiner Ansicht nach in Deutschland nötig waren. Unter Kohl konnte in der Tat keiner damit rechnen, dass Hartz IV kommen würde. Als Abschreckungsinstrument, um vom Mittelschichtler Konzessionen an die Arbeitgeber zu erzwingen, leistet es tatsächlich hervorragende Dienste.

Insofern fragt man sich manchmal doch, inwieweit die großen politischen Entscheidungen der letzten Jahre nicht diktiert waren von den Interessen der Großkonzerne, die mehrfach profitieren durch Euro-Einführung, Steuernachlass in Deutschland, und Reallohnsenkungen.

Titelte nicht das ehemalige Blatt des Herrn Spreng “Der Genosse für die Bosse” ? Schönes Versmaß.

30) TreBon, Montag, 26. April 2010, 13:09 Uhr

Da sich das politische Kaspertheater im Replay der “Ritter der Kokosnuss” erschöpft stellt sich die Frage wo und wie nun ernsthaft nach dem “heiligen Gral” gesucht wird.

Die Antwort, fürchte ich, ist so simple wie ernüchternd. Im Nirgendwo. Das gezielte aufweichen der westlichen Währungen ist Programm. Oft geübt von allen Zeitaltern und Herrschaftsformen und auch dies mal steht Staatsbankrott reloaded auf der Agenda.

Wohl dem der seine Renten in die Menschen und das geniale Umlageverfahren investiert, (k)ein Beilied den Mammongläubigen aller Couleur die vielleicht sogar meinen das in diesem Provinznest an der polnischen Grenze Politik “gemacht” wird wo doch nur die Entropie der politischen Kaste verwaltet wird.

31) MN, Montag, 26. April 2010, 13:21 Uhr

@ Janissary

Hoppla, was Sie da schreiben, ist starker Tobak; und bitte keine anderen Kommentatoren angreifen oder gar herabsetzen; wenn Sie sich auskotzen wollen, dann bitte woanders. Nach meiner Einschätzung sollte Ihr Beitrag gecancelt werden.

So ganz nebenbei, eine EG gibt es nicht mehr, siehe Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union.

32) Frank, Montag, 26. April 2010, 15:14 Uhr

Die Krise in Griechenland zwingt die Regierungen der anderen Staaten der EU die Maßnahmen zu ergreifen, um dem Land aus dieser kritischen Situation zu verhelfen.
Dies muss leider auf Kosten der reichsten Mitgliedsstaaten erfolgen, was natürlich auf scharfe Kritik der Steuerzahler erfolgt.

33) M.M., Montag, 26. April 2010, 15:42 Uhr

@Doktor Hong
“Die von Ihnen genannten Länder können ihre Währung gegenüber dem Euro abwerten, um ihre eigenen Produkte in der Eurozone billiger und Importe teurer zu machen. Auf diese Weise kann man Handelsdefizite verringern, ohne wie in Deutschland Lohndrückerei zu betreiben.

Die Griechen haben diese Option nicht. Das ist ein ziemlich gewaltiger Unterschied, den Sie in Ihrer Betrachtung mal eben unter den Tisch fallen lassen.”

Eben. Mit der Griechischen Drachme hätten die Griechen diese Option dann nämlich. Genau das meine ich.

34) Steuereintreiber, Montag, 26. April 2010, 21:45 Uhr

Ich habe einige Jahre lang in Athen gelebt und gearbeitet. Die Vorurteile, die man in Deutschland gegenüber den Griechen hegt, habe ich zwar damals einerseits weitgehend bestätigt gefunden, nur ist mir auch bald klargeworden, daß man unter den dort obwaltenden Verhältnissen sich kaum anders verhalten kann, als es die Griechen tun. Nur ein einziges Beispiel: Was nutzt einem das 14. Gehalt, wenn man es erst (wie das 1. und das 12. auch) mit 2-jähriger Verspätung ausbezahlt erhält? In Griechenland merkte ich erst, wie stark die westeuropäischen Länder (einschließlich Polen) doch vom römischen Staatsgedanken durchdrungen sind und den Staat als “gemeinsame Sache” ansehen. In Griechenland davon keine Spur, und das instinktive Vorurteil der Griechen gegenüber ihrem Staat finden sie jeden Tag auf’s neue bestätigt. Eigentlich ist das ein interessantes Problem: man müßte zwar nicht zum “nation building” schreiten, aber zu einer staatlichen Neugründung…

35) alt-shift-x, Montag, 26. April 2010, 22:21 Uhr

@nds-Dietmar ich würde nicht mal sagen, dass der Beraterstab von Frau Merkel keine Ahnung hat aber ihr “Beraterstab” in Wirtschaftlichen Belangen hätte wohl zu viel zu verlieren, für Joe Ackermann oder Otmar Issing wären alle alternativen zum Bailout eine Katastrophe oder wer glauben sie sind die Gläubiger der Griechen und wer profitiert gerade am meisten von den superhohen Spreads? Ein “Hair cut” oder der Griechenland Austritt wäre der Supergau für die Grauen Eminenzen und warscheinlich haben diese Berater, oder wie ich sie gerne nenne, die Kanzlerflüsterer, Angela klar gemacht, dass der gesamtvolkswirtschaftliche Schaden höher wäre, verlöre die eine andere Großbank mehr als 8 Milliarden, ausserdem sind auch genügend staatliche Banken mit im Spiel. Die Frage ist wie immer, wer zahlt und wer profitiert davon. Andere Fragen zu stellen lohnt schon fast gar nicht mehr. Die Konsequenz aus dem Dilemma ist wie immer, dass man lieber den Staatssäckel angreift als die “Systemrelevanten” Banken, was hier geschieht ist ein Spiel auf Zeit auf Kosten der nächsten Generationen, wenn wir nichts unternehmen, wer dann? Aus wirtschaftlicher Sicht sind diese Kredite nicht zu vertreten, keine Bank würde jemandem in der Lage Griechenlands auch nur 50cent leihen, das Geld werden wir nie wider sehen ob man das nun über Bürgschaften von sowieso schon vom Steuerzahler finanzierten Banken macht und egal wie schön man sich das redet Griechenland ist fertig “game over”. Entschuldigen sie meinen Pathos aber ich bin es einfach leid zu sehen, wie die Zukunft unserer Kinder verprasst wird

36) Doktor Hong, Montag, 26. April 2010, 23:31 Uhr

@M.M.

Oh, dann habe ich Sie zuvor falsch verstanden. :)

37) M.M., Dienstag, 27. April 2010, 13:38 Uhr

Hat Frau Merkel gedacht, die Bundesbürger verstehen den “Vorgang Griechenland” eh nicht und was eine griechische Staatsanleihe ist wissen die sowieso nicht oder wie darf man ihr Verhalten deuten?
Frei nach dem Motto “Die alte Staatsanleihe läuft aus, legen Sie mal´ne Neue auf.”

38) nur mal so, Donnerstag, 29. April 2010, 02:11 Uhr

griechenland. wie lachhaft. ein furz in einer steifen brise.
die sollen erstmal abwarten, wenn die spekulanten sich auf spanien, portugal und italien stürzen.
da bricht eine eurozone auseinander und dann ist mit geldtransfers nichts mehr zu machen.

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