Sonntag, 05. September 2010, 23:13 Uhr

Wenn Journalisten klatschen

Journalisten klatschen nicht für Politiker. Dann wären sie keine mehr. Deshalb gibt es in der Bundespressekonferenz weder Missfallens- noch Sympathiebekundungen, höchstens mal ein spöttisches Lachen. Beifall gibt es nur, wenn ein Regierungssprecher wie Ulrich Wilhelm verabschiedet wird, der seine Sache in den Augen der Journalisten gut gemacht hat.

Ich erlebte nur eine Ausnahme, bei der Journalisten total emontial auf eine Mitteilung des Regierungssprechers, damals Klaus Bölling, reagierten. Es war am 18. Oktober 1977 weit nach Mitternacht, als Bölling im großen Saal des Bundespresseamtes mitteilte: “Alle Geiseln der entführten Lufthansa-Maschine “Landshut” lebend befreit.” Darauf hin brachen die Journalisten spontan in langanhaltenden Beifall aus und selbst gestandene Korrepondenten hatten Tränen in den Augen.

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1 Kommentare

1) Torsten, Dienstag, 07. September 2010, 12:23 Uhr

Stimmt nicht ganz: Ab und zu wird auch gemeinsam gelacht, nicht nur spöttisch.

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