Mittwoch, 10. November 2010, 13:57 Uhr

Schäuble – wie lange noch?

Wenn schlechtes Benehmen ein Grund für den Rücktritt eines Ministers wäre, dann hätten schon Scharen von Ministern vorzeitig ihr Amt räumen müssen. Otto Schily zum Beispiel, dessen überlauniges, herrisches Auftreten in Berlin legendär war. Schily aber war so beherrscht, dass er sich immer nur intern, nie aber vor Kameras so übel (und noch übler) aufführte wie Finanzminister Wolfgang Schäuble. Dieser agierte vor den TV-Kameras so, als solle eine Demonstrationsfilm über miese Chefs und deren mangelnde soziale Kompetenz gedreht werden.

Aber selbst das wäre keine Rücktrittsgrund. Auch nicht, dass er sich nicht einmal zu einer Entschuldigung für die öffentliche Demütigung seines Sprechers aufraffen konnte und es bei der Bemerkung “vielleicht überreagiert” beließ. Für Schäuble ist der Vorfall deshalb so gefährlich, weil er sich vor dem Hintergrund einer ohnehin schon seit Monaten laufenden Rücktrittsdiskussion erreignete. Nicht gesund, nur beschränkt amtsfähig und jetzt auch noch öffentlich unbeherrscht. Das ist ein bisschen viel, was da zusammenkommt – zu viel.

Deutschland braucht einen voll aktionsfähigen Finanzminister, der sich zudem zivilisiert benehmen kann. Und das ist Schäuble offenbar nicht mehr. Er hat der Regierung geschadet, der er dienen soll. 

Dem durch das Attentat gezeichneten Politiker gebührt Respekt. Seine Disziplin und Selbstkasteiung sind bewundernswert. Aber als Mitglied einer bürgerlichen Koalition sollte er auch die bürgerlichen Tugenden vorleben – und dazu gehören Respekt vor anderen Menschen und das entsprechende Benehmen. Der Minister sollte überlegen, ob er nicht doch dem Rat von Freunden und seiner Familie folgt und sich das nicht länger antut. Kein Politiker ist unverzichtbar. Außerdem: er hat noch eine Chefin. Und zu deren Aufgaben gehört auch Personalführung.

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39 Kommentare

1) 1ng0, Mittwoch, 10. November 2010, 13:58 Uhr

man nennt ihn auch das schwabentäuble
weil er so sanft und zärtlich ist
der atem stockt, wenn wolfgang schäuble
den umgangston mit löffeln frisst

wer für ihn schafft, kann froh sich schätzen
sein herz schlägt warm, voll menschlichkeit
wo andre ihre messer wetzen
macht sich bei ihm die liebe breit

moral und anstand sind ihm nahrung
die tür steht auf für jeden knecht
als chef ist er ne offerbarung
ein vorbild, weise und gerecht

http://www.zwoelfzeilen.com/

2) Hackworth, Mittwoch, 10. November 2010, 15:11 Uhr

Beschränkt sich die Personalführung der Chefin nicht im Wesentlichen darauf, etwaige Konkurrenten abzuservieren? Und wenn sie schon einem Finanzminister uneingeschränkt vertraut, der sich die Herkunft von 100.000 DM nicht erklären kann, warum sollte sie ihn dann wegen eines solchen (vergleichsweise) Kinderkrams absägen? Mal ganz abgesehen davon, dass die Redierungsparteien offenbar schon lange nichts mehr um ihr öffentliches Ansehen geben, sofern es konkrete Handlungen und nicht Sonntagsreden angeht.

3) Sabine Zielke-Esser, Mittwoch, 10. November 2010, 16:49 Uhr

Auf dem Höhepunkt der Griechenland-Krise gab es eine Pressekonferenz mit Schäuble und Ackermann. Schäuble bat Ackermann devot, sich an der Bewältigung der Krise finanziell zu beteiligen, was dieser zwar zusagte, aber “nicht auf den Pfennig (!) genau” beziffern konnte. Seit diesem Auftritt weiß ich, wer in diesem Land Koch und wer Kellner ist.

Der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler forderte damals übrigens, der “Deutschen Bank die Lizenz zu entziehen wegen Nötigung von Verfassungsorganen” – schließlich hat die Deutsche Bank mit ihren Swaps zur Eskalation der Krise wesentlich beigetragen.

Wolfgang Schäuble mimt den starken Politiker, in Wahrheit ist er schwach und er will es nicht wahrhaben. Er ist dabei, zur tragischen Figur zu werden, er demontiert sich selbst. Und wieder einmal muss Mutti nicht selbst Hand anlegen.

4) HarryH_III, Mittwoch, 10. November 2010, 17:40 Uhr

“Deutschland braucht einen voll aktionsfähigen Finanzminister, der sich zudem zivilisiert benehmen kann. Und das ist Schäuble offenbar nicht mehr. Er hat der Regierung geschadet, der er dienen soll. “

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Bis auf: Schäuble war für mich schon immer – Attentats- und Behinderungsbonus hin oder her – ein sehr unangenehmer, weil übermäßig bissig-giftiger und unter die Gürtellinie gehender Gesprächsrunden-Teilnehmer.
Und: Es wird einem ja ganz schwummerig, wenn man sich mal überlegt, was sollen eigentlich die Absicherungen im Sinne des Volkes sein, gegenüber einem so selbstherrlichen und so selbstverliebten Volksvertreter? Wenn die Katze Schäuble aus dem Hause ist, sprich Schäuble eben eigentlich amtsunfähig ist – was für Mäuse tanzen denn dann da auf den Tischen!?

5) JMK, Mittwoch, 10. November 2010, 17:43 Uhr

Warum wird gerade den bei Konservativen immer explizit Respekt, Benehmen Loyalität eingefordert, als würden Sozialdemokraten oder Grüne (oder Liberale) diese Tugenden nicht verköpern. Gerade die die aktuelle Regierung tritt diese mit Füßen. Ansonsten haben diese herzlich wenig mit der politischen oder gesellschaftlichen Einstellung zu tun

6) Tim Krause, Mittwoch, 10. November 2010, 17:44 Uhr

Der Regierung dienen??

Dienen soll er gefälligst dem Land und seinen Bürgern.
In der Regierung soll er nicht mehr und nicht wenig als seinen Job erledigen!

7) Hans Czinzoll, Mittwoch, 10. November 2010, 18:21 Uhr

“Er hat der Regierung geschadet, der er dienen soll. ” Vorrangig soll er dem Volk dienen. Schäuble ist sicher nicht der Einzige, der diesen hehren Wortmüll als solchen abtut. Er hat seine Einstellung dazu – nämlich Herr und Knecht – nur öffentlich dokumentiert. Und der Knecht bittet seinen Herrn um Zuweisung einer anderen Position. Scheint ja so schlimm nicht gewesen zu sein.

8) mambo, Mittwoch, 10. November 2010, 18:53 Uhr

Herr Schäuble war schon immer erzkonservativ und ein treuer Diener der herrschenden Klasse.
Auch was seine Kompetenzen als Finanzminister angeht ,habe ich große Zweifel ,
ein guter Buchhalter ja ,aber sonst?Er hat doch den ganzen Steuermist von Schwarz/Gelb mitgemacht.
Ja ich meine fast ,er zeigt masochistische Züge;
wie anders könnte er sonst den treuen Diener von Frau Merkel spielen,
diese Dame hat ihm doch wahrlich übel mitgespielt.
Vergleichen wir doch mal Herrn Schäuble mit Herrn Geissler,
da müßte jedem ein Licht aufgehen.
Herr Geissler hätte Mutti längst auflaufen lassen und ihr den Bettel vor die Füsse geworfen.

9) jps-mm, Mittwoch, 10. November 2010, 18:57 Uhr

Penetrantes Schweigen über Menschenrechtsverletzungen schwersters Art

Im Jahr 2005 stellte die Merkel das Programm für die Legislaturperiode unter das Motto “Mehr Freiheit wagen”. Tatsächlich aber hat die Merkel in den letzten 4 Jahren u.a. dafür gesorgt, dass
– die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art unverändert fortgesetzt wurden,
– die dafür verantwortlichen Rechtsbrecher systematisch der Strafverfolgung entzogen wurden,
– mittels Vorratsdatenspeicherung sämtliche Verbindungsdaten von Internet- und Handy-Verbindungen über einen Zeitraum von 6 Monaten gespeichert werden,
– das BKA eigenmächtig – ohne Beaufsichtigung durch einen Staatsanwalt -präventive Ermittlungen ohne konkreten Tatverdacht durchführen darf,
– die Befugnisse des BKA zu Lauschangriffen auf Wohnungen nochmals deutlich ausgeweitet wurden,
– das BKA auch die Befugnis für Video-Überwachungen von Wohnungen erhalten hat,
– die Durchsuchung und Überwachung von Computern im Wege der sogenannten Online-Durchsuchung zulässig ist.

Die Merkel hat die Bürgerrechte vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt. Die Merkel hat den Begriff “Freiheit” damit vollständig entkernt. Deutschland ist schon längst ein asozialer Unrechtsstaat. Und das muss man direkt ansprechen.

Und der Schäuble schafft bewußt – mit Billigung der Merkel – ein Klima von Angst und Einschüchterung. Seit 2005 hat sich die Menschenrechtslage in Deutschland – nicht zuletzt durch das BKA-Gesetz – drastisch verschlechtert, die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art werden – mit Billigung der Merkel – unverändert fortgesetzt. Hinzu kommt, dass die Merkel systematisch die Strafverfolgung der dafür verantwortlichen Rechtsbrecher hintertreibt.

Wer Bürgerrechte verletzt, darf kein öffentliches Amt mehr bekleiden.

10) Dr. Schuko, Mittwoch, 10. November 2010, 19:23 Uhr

Herr Spreng,

meistens teile ich Ihre Meinung. Heute widerspreche ich Ihnen. Ich habe mir das Video auf einer großen Plattform im Internet mehrmals angeschaut- auch mit Kollegen- und wir sind zum Schluss gekommen, dass sein Verhalten nicht die feine englische Art war aber durch aus zum Ton von Leitungspersonen gehört. Wir verglichen das mit unseren Chefärzten und man muss auch sagen- Herr Offer scheint ja nicht der Zuverlässigste in solchen Dingen gewesen zu sein, sonst hätte Dr. Schäuble wohl kaum eine Wette darauf abgeschlossen, dass er es nicht schaffen würde, die entsprechenden Formulare pünktlich(!) auszuteilen. Man sah zusätzlich schon zu Beginn, dass der Chef heute nörgelig sein würde, beschwerte er sich doch über ein Hindernis unter dem Tisch, an dem er nicht sitzen könne- noch vor Beginn der PK.
Alles in allem sicherlich unschön für die Öffentlichkeit doch unterhaltsam und wenn man einen triefenden Mitarbeiter hat- why not! In unserer Branche geht es auch nicht immer fein zu und zu guter letzt sollte man eine Person nicht über seine Fehler definieren- gerade wenn es sich um einen für Deutschland verdienten Politiker wie Dr. Schäuble handelt.

11) Frank Reichelt, Mittwoch, 10. November 2010, 19:43 Uhr

Wolfgang Schäuble hat Deutschland gedient und sich dabei sogar seine Gesundheit ruiniert.
Spätestens nach der letzten Bundestagswahl hätte er jedoch in den Ruhestand treten müssen.
Aber Angie hat gesagt: “Wolfgang, ich brauche dich”, weil sonst das Finanzministerium an die CSU
(zu Guttenberg) oder sogar die FDP (Solms) gegangen wäre und das durfte nicht passieren.
Wieder einmal reines Machtkalkül statt vernünftiger Überlegungen!
Schäuble wird zurücktreten, bald!
Bis zur Wahl in Baden-Württemberg hält er nicht mehr durch, das wünscht sich wohl Merkel.
Die Pressekonferenz war ein Paradebeispiel dafür, wie sich jemand verhält, dessen Autorität sich gegen Null zu bewegen droht.
Eine verzweifelte Machtdemonstration mit verheerender Außenwirkung.
Ich hoffe, sein besonnener Bruder Thomas wird ihm die Notwendigkeit der Demission klarmachen.

12) M.M., Mittwoch, 10. November 2010, 20:17 Uhr

Schäuble hat richtigerweise QE2 der FED kritisiert und dann plötzlich so eine Panne bei der PK. Ich werde aus dem Mann nicht mehr schlau.

13) Ralf Andersen, Mittwoch, 10. November 2010, 21:51 Uhr

Was ist vor der PK passiert?
Gab es kurzfristige Änderungen in den Unterlagen für die Presse?
Hat Herr Offer wirklich versprochen die Unterlagen rechtzeitig für die Presse bereitzustellen oder hat der Minister einen Termin gesetzt, der nicht zu halten war?
Stimmte die Chemie zwischen Herrn Offer und Herrn Schäuble schon in den Wochen davor nicht?
Ist Herr Offer schon in früheren Pressekonferrenzen durch eine schlechte Vorbereitung aufgefallen?
Das Herr Schäuble im Umgang mit seinen Mitarbeitern nicht einfach ist kann ich in jeder Zeitung lesen und das interessierte Kreise aus allen Parteien an seinem Stuhl sägen auch. Dafür brauche ich keinen Blog.
Herr Spreng, ich schätze ihren Blog sehr, aber Antworten auf die oben gestellten Fragen hätte ich gern bei Ihnen gelesen.
Diese Fragen werden im Blätterwald kaum thematisiert.
Aus meiner Sicht ist die Beantwortung wichtig um zu verstehen, wie es zu dieser Demütigung kam.
Unabhängig von den Antworten ist so eine öffentliche Demontage nicht zu akzeptieren.

14) Doktor Hong, Mittwoch, 10. November 2010, 22:44 Uhr

Es ist doch bereits bezeichnend, dass sich das “bürgerliche” Lager schon so nennen muss. Rotziger Umgangston, sich gegenseitig das Wort abschneiden, rhethorische Pöbelei – da braucht man natürlich Branding, weil man bei solchen Umgangsformen nicht an “bürgerlich” denkt.

Aber das habe ich schon öfter in meinen Kommentaren angemerkt.

“A rich man doesn’t tell you he’s rich”, sagen die Amerikaner – denn er ist es ganz einfach und jeder bemerkt es trotzdem.

15) 68er, Donnerstag, 11. November 2010, 00:50 Uhr

@ Dr. Schuko

Sie bringen es auf den Punkt, Herr Schäuble hat sich wie benommen, wie man es von so manchem Chefarzt kenn: arrogant, überheblich und von oben herab (bildlich gesprochen). Man hatte das Gefühl Herr Schäuble hält sich auch für einen Halbgott, der glaubt alles besser zu wissen und besser zu können.

Sie sollten sich ernsthaft überlegen, ob Sie sich so etwas gefallen lassen müssen. Aber aus Ihren Äußerungen und meinen Erfahrungen mit Ihren Kollegen würde ich tippen, Sie kuschen wie so viele Assistenz- und Oberärzte.

Armes Deutschland.

16) Andreas, Donnerstag, 11. November 2010, 08:19 Uhr

“Außerdem: er hat noch eine Chefin. Und zu deren Aufgaben gehört auch Personalführung.”Mag sein, dass dies zu ihren Aufgaben zählt. Aber glauben Sie wirklich, dass sie diese wahrnimmt?

17) Dr. Schuko, Donnerstag, 11. November 2010, 09:34 Uhr

@68er

Sicherlich haben Sie recht- diesen Umgangston würde man im privaten Leben womöglich nie dulden. Etwas anderes ist es im Berufsalltag: Dort treffen gute Vorsätze auf Wirklichkeit und ich persönlich denke, dass es manchmal auch gar nicht anders geht. In gewissen Situationen muss klar durchgegriffen werden auch wenn das ” Zwischenmenschliche” auf der Strecke bleibt. Vor jeder Entscheidung einen Morgenkreis zu bilden geht leider nicht. Noch ein zweiter Punkt: Letztlich geht es um die Art, wie man “Chef” ist. Ich persönlich finde diese “Art” von Schäuble ganz umgänglich- da hat jeder die Chance, die Klippen zu umschiffen auf die man zusteuert, da der Chef meistens allen zu verstehen gibt, was er nicht mag. Hingegen kenne ich auch das Pendant dazu- da wird freundlich gelächelt und hintenrum gemobbt- auch nicht schön. Schlussendlich hat das mit Kuschen nichts zu tun. Das was der Chef nicht mitbekommen soll, bekommt er auch nicht mit- und da bewegen wir uns durchschnittlich- denke ich- auf dem Niveau jeder größeren Firma in Deutschland.

Oder sehen Sie es anders Herr Spreng? Waren Ihre Redaktionssitzungen immer ein freundliches Miteinander, wenn die nächste Ausgabe fertig werden musste?!

18) CB, Donnerstag, 11. November 2010, 10:51 Uhr

“….außerdem er hat noch eine Chefin….”
Auf den Punkt gebracht, die Kanzlerin ist gefragt und muss handeln. Wer einen Mitarbeiter derart behandelt und zur Lächerlichkeit freigibt in der Öffentlichkeit, ist als Vorgesetzter unfähig und untragbar. Die Finanzwelt ist in einer extrem schwierigen Phase und wir brauchen einen vollwertigen Minister für dieses Amt, nicht einen guten Innenminister, sondern einen Experten. Egal ob aus Heidelberg, dem Sauerland etc.
@Dr. Schuko: …gehört zum Ton von Leitungspersonen..” Ein Armutszeugnis für Führungskräfte. Gottseidank erlebe ich immer öfters das Gegenteil.

19) Michael A. Nueckel, Donnerstag, 11. November 2010, 11:44 Uhr

Interessante Sichtweise … “Außerdem: er hat noch eine Chefin. Und zu deren Aufgaben gehört auch Personalführung.”… und -nicht zu vergessen- Personalentwicklung!?

20) Lukas, Donnerstag, 11. November 2010, 12:44 Uhr

Meine Prognose: Nach dem in der Mitte der Legislaturperiode traditionell und nach der verlorenen Landtagswahl BW akut fälligen Kabinettsumbildung darf Herr Schäuble seine Pension genießen.

21) Peleo, Donnerstag, 11. November 2010, 13:04 Uhr

@ Ralf Andersen

So sehe ich das auch. Die Frage, ob der Mitarbeiter vielleicht nachlässig gearbeitet hat, wurde gar nicht gestellt.

Ob Schäuble ein “guter” Finanzminister ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

22) Naja, Donnerstag, 11. November 2010, 13:19 Uhr

@1ng0

“schwabentäuble”

Schäuble ist Badener und kein Schwabe!

Der Rüffel war sicher nicht die feine englische Art, ABER: wir wissen nicht, was vorher vorgefallen ist. Daraus ein “Skandal” (wie manche Medien dies tun) machen zu wollen halte ich für deutlich übertrieben.

23) Orlando, Donnerstag, 11. November 2010, 13:54 Uhr

Ich bin wahrlich kein Fan von Wolfgang Schäuble, und auch sein Verhalten gegenüber seinem Sprecher und seine Entschuldigung, die keine war, find ich wenig sympathisch. Ich finde es aber interessant, wie immer wieder in vielen eher konservativen Zeitungen und nur auch hier versucht wird, Wolfgang Schäuble geradezu aus dem Amt zu schreiben. Ich hänge wirklich nicht an ihm. Aber hier wird ein Skandal gemacht, wo keiner ist.

Wer in der Regierung könnte denn ein Interesse daran haben, dass Schäuble gehen muss? Richtig, wir haben je eine marktradikale, extremistische Partie in der Regierung, die auf Teufel komm raus die Steuern senken will (das hat uns ja auch G.W. Bush so wunderbar vorgemacht, wie gut das funktioniert), natürlich zum Wohle aller, vor allem aber der Reichen, die sich noch weiter aus der Solidariät stehlen dürfen sollen. Da stört so ein Politiker, der den Haushalt konsolidieren und keine weiteren Milliardengeschenke an treue Parteispender und andere Klienets verteilen will. Also weg mit dem alten Mann im Rollstuhl. Der ist eh nicht mehr ganz richtig im Kopf und vesteht die moderne Welt nicht. Da muss auch ein Marktradikaler ran. Vielelicht irr ich mich ja, aber mein Gefühl ist, dass da ein ganz übles Spiel mit Wolfgang Schäuble gespielt wird. Spätestens an seinem Nachfolger wird man es sehen. Wetten, dass es vor 2013 noch zu massiven Steuersenkungen für Reiche kommt?

24) EStz, Donnerstag, 11. November 2010, 14:29 Uhr

@ 68er

Ahhh, ein Idealist, wie schön. So etwas trifft man heute selten bzw. nur noch im Internet…. 🙂

Ich finde es schon ziemlich peinlich, wenn der Finanzminister eine Pressekonferenz gibt, und alle anwesenden Journalisten müssen die Zahlen selbst mitschreiben, weil jemand verpennt hat, die Unterlagen auszuteilen. Soll er sich auch noch um das Austeilen der Pressemappen selbst kümmern? Solche Sachen müssen blind laufen und geräuschlos nebenbei erledigt werden, ohne dass der Finanzminister überhaupt etwas dazu sagen muss.

Jemand, der sich trotz körperlicher Behinderung und Krankeit zu diesem Job zwingt, hat sicherlich an seine Mitarbeiter eine anspruchsvolle Erwartungshaltung, was Pflichterfüllung und Diensteifer angeht. Und vielleicht sind seine Motivierungskünste nicht die besten – ihn motiviert ja auch keiner.

Sei’s drum: Die Mitarbeiter dürfen Fehler machen, der Chef soll immer perfekt sein? Die Einstellung, dass man als Chef immer höflich zu den Mitarbeitern sein muss, egal, welcher Mist verzapft wird, finde ich einfach kindisch.

Und was hätte Schäuble denn sagen oder tun sollen? “Schade, hat nicht geklappt mit den Unterlagen für die Journalisten, vielleicht beim nächstenmal..” “Schade, wieder nicht geklappt…”? Ohne diesen Auftritt von Schäuble hätte alle Welt gelästert, dass er seinen Laden nicht im Griff hat…

Ich habe schon schlimmere Wutausbrüche mit ansehen dürfen, aber auch feingeistige Chefs, die in solchen Situationen den Betreffenden mit höflichen Worten die Entlassungspapiere in die Hand drücken. Die erste Art ist mir lieber, das weiß ich wenigstens, wo ich dran bin.

58er

25) Maren P., Donnerstag, 11. November 2010, 15:25 Uhr

Schäuble hätte die Contenance wahren müssen. Unter allen Umständen. kritik nur unter vier Augen!
Anders als in privaten Unternehmen, werden an Chefs in öffentlichen Ämtern besondere Anforderungen gestellt, die Schäuble nicht erfüllt. Solche rüden Methoden gehen nun einmal um die Welt und schaden dem Ansehen zumindest dieser Bundesregierung.

Schäuble wird von sich aus niemals freiwillig zurücktreten, vermute ich. Für ihn ist die Politik lebensverlängernd. Und als “einfacher” Abgeordneter im Bundestag zu sitzen, ist ihm offenbar nicht zuzumuten.

26) marcpool, Donnerstag, 11. November 2010, 15:28 Uhr

“Und zu deren Aufgaben gehört auch Personalführung” – Ja und Frau Merkel liess ja auch prompt über ihren Regierungssprecher verkünden ” Was gesagt werden muss ist gesagt worden ” Spricht alles für ein Prima Klima !
Schäuble muss doch in so langer politischer Arbeit mit Druck umgehen können. Der Auftritt wird sicher von jedem Personalführungs-Training als bestes Beispiel hergenommen, wie man es NICHT machen muss.
Beispielhaft wie Schäuble nach Wiederkehr in den Raum, auch noch die ” Verbündung ” mit der anwesenden Journalie suchte – indem er ( Witzig witzig ) auch noch bescherzt darauf wartete das der Gescholtene nun seinen Scherbenhaufen ansehen soll. Das ist wirklich Mobbing vom Feinsten. Das ist nicht nur ” überreagiert” ! Was immer auch vorher falsch gelaufen sein mag, das klärt man dann unter vier Augen – ggfs. auch über eine Trennung der beiden Personen .Das dies in der Öffentlichkeit gemacht wird, ist peinlich. Und das bleibt peinlich. Er wollte den anderen bloss stellen – und schliesslich hat er sich selbst nachhaltig geschädigt. Bevor er nun wirklich zur tragischen Figur wird ( vielleicht ist er es schon ) sollte er den für ihn wichtigen Gesundheitsruhestand antreten .
@ Dr. Schuko
Wenn in ihrer Arbeitsfeldumgebung dies gang und gäbe ist – bedauere ich Sie . Das macht den Vorfall leider auch nicht besser . Verständnis für Super Mobbing – macht den Umgang in unserer Gesellschaft leider nur noch gesellschaftsfähig ! Ausdruck unserer feinen Egoismusgesellschaft ! Wenn Minister so ausrasten – sind sie im schlechtesten Sinn Vorbild für Anstand .

27) Stephan Barbian, Donnerstag, 11. November 2010, 17:15 Uhr

@Dr. Schuko
Zunächst finde ich ihre zivilisierte Art, auf Kommentare, die sie betreffen zu antworten angenehm (ein Blick in die Kommentarspalten anderer Blogs zeigt, dass das nicht die Norm zu sein scheint).
Sie schreiben: “Vor jeder Entscheidung einen Morgenkreis zu bilden geht leider nicht.”. Da kann man ihnen uneingeschränkt recht geben. Es gibt sicherlich in jedem Beruf Situationen, die es erfordern, dass jemand die “Dinge” in die Hand nimmt und Mitarbeiter angetrieben werden müssen, damit man zum gewünschten Resultat kommt. Handelt es sich um Berufe, in denen rasche Handlungen fehlerfrei zum Ziel führen sollen (dazu zähle ich ihren Beruf ohne Zweifel), dann stimmt ihre Aussage.
Allerdings finde ich den Vergleich unpassend. Herr Offer hat als Pressesprecher bei einer PK gepatzt (ob nun durch undurchführbare Anweisungen Schäubles mitverursacht oder nicht, keine Ahnung). Hier ging es nicht um Leben oder Tod und der Staat ist auch nicht zusammengebrochen durch die Verzögerung bei der Verteilung von Unterlagen.
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Demütigung Offers durch Schäuble war unangemessen. Erst recht, weil sie vor laufenden Kameras stattgefunden hat. Eine Personalführung, wie sie sie in ihrem Kommentar als angemessen bezeichnet haben, hätte eine Zurechtweisung Offers unter Ausschluss der Öffentlichkeit gerechtfertig. Was wir gesehen haben, war nicht das Versagen eines Pressereferenten, sondern ein Blick in das Wesen des Ministers und bei allem Respekt vor Schäubles Lebensleistung, das war ein schrecklicher Anblick im Hinblick auf beide Beteiligten.

28) Dr.Schuko, Donnerstag, 11. November 2010, 18:01 Uhr

@ Stephan Barbian

Vielen Dank für die Blumen. Ich passe mich aber nur meiner Umgebung an.

Zu ihrem Kommentar: Natürlich war diese Situation zum “Fremdschämen” geeignet und man fühlt sich unangenehm berührt. Vielleicht hängt es aber damit zusammen, dass man von öffentlichen Personen nie eine wahre menschliche Seite zu Gesicht bekommt und dann verunsichert ist, wenn man einen Blick hinter die Kulissen bekommt- um dann feststellen zu müssen, wie gewöhnlich Politiker sein können.

Dr. Schäuble hatte sicher schon glücklichere Auftritte aber er ist, bei allen Ämtern und Verdiensten, vor allem ein MENSCH.

29) brent hardsen, Donnerstag, 11. November 2010, 18:32 Uhr

Hm, ich dachte eine zeitlang gar nicht, dass dieses Thema wirklich so viel Gehalt haben kann. Nach dem Schauen des Films zur Story war ich aber nicht nur über die nörgelige Selbstdemontage des Ministers überrascht, sondern vor allem über die unsouveräne Art des Pressesprechers, damit umzugehen.
Ich gehe davon aus, dass dieser Mann weiß, mit wem er es zu tun hat, und dass er – wenn er denn ein guter Pressesprecher ist – auch weiß, wie er verschiedene Charaktere anzupacken hat. Entweder also war der Herr Offer total überrascht wg. der Ausfälligkeiten, oder er war einfach der falsche Mann auf diesem Posten.
Habe jahrelang auf dem Wochenmarkt mit vielen, teils auch extrem nörgeligen, labilen oder einfach dummdreisten Kunden zu tun gehabt. Und eine Sache lernt man einfach mit der Zeit, oder die Arbeit macht einen krank: Persönliche Angriffe und Dummheiten einfach ins Leere laufen zu lassen, wenn man nicht den entsprechenden Spruch als Gegenmittel parat hat. Und diese Mischung aus Schlagfertigkeit, Taktgefühl und Brutalität muss man schulen, sonst machen einen solche Typen fertig. Wer als hochdotierter Edelbeamter derart unsouverän reagiert, der tut mir deshalb nicht wirklich leid.

30) TimSchaeferMedia.com, Donnerstag, 11. November 2010, 20:51 Uhr

Das, was Schäuble gemacht hat, war unanständig. Sicherlich kann er seinen Mitarbeiter kritisieren und niemand hat da etwas dagegen. Selbst eine harte Kritik kann ich durchgehen lassen.

Aber das vor laufender Kamera zu machen, ist ein Unding. Das gehört sich nicht! Das ist eine Unverschämtheit, wie Schäuble hier den Mitarbeiter mit Schmutz beworfen hat. Eine sofortige, öffentliche Entschuldigung des Ministers ist leider nicht über seine Lippen gekommen. Nur ein seltsames unklares Statement, das zeigt den wahren Charakter.
http://www.timschaefermedia.com

31) kamikaze, Donnerstag, 11. November 2010, 23:28 Uhr

Und wieder wird eine Mücke zum Elefanten gemacht.

32) Jeeves, Freitag, 12. November 2010, 08:59 Uhr

Scheibenkleister auf “gutes Benehmen”. Was ist mit den 100.000 Mark, an die er sich “nicht erinnert”?

33) Kammer, Freitag, 12. November 2010, 14:47 Uhr

Ich bin bin ja schon ein wenig erschüttert, wie viele hier Schäubles Verhalten entschuldbar finden.

@Dr. Schuko: Reden Ihre Chefärzte so vor den Patienten mit Ihnen? Hoffentlich nicht!

Natürlich muss Kritik von Vorgesetzten sein, meinetwegen auch in rüdem Ton, da geb ich Ihnen Recht: Man weiß, woran man ist. Aber doch niemals in der Öffentlichkeit. Keinerhätte doch etwas gesagt, wenn Schäuble danach Offer gerügt hätte. Bin Lehrer und würde niemals einen Kollegen oder einen Referendar vor der Klasse kritisieren

34) rskornia, Freitag, 12. November 2010, 18:32 Uhr

Ich muss dem Beitrag sogar als SPD-Mitglied widersprechen.

Für mich ist Hr. Schäuble noch der einzig kompetente Minister in dieser Regierung, der parteipolitisches noch von Notwendigem Handeln fernhalten kannn.

Ich fand sein Verhalten bei der PK auch nicht so unangebracht.
Wir reden hier von einer PK eines der wichtigsten Minesterien und da muss sowas professionell über die Bühne gehen. Wenn ich zur einer Präsentation/Meeting in der Uni unvorbereitet komme, fragt sich mein Dozent ebenfalls, warum er weiter mir Zeit opfern sollte. Unprofessionell wirkte für mich nur Hr. Offer.

35) Peter Christian Nowak, Freitag, 12. November 2010, 20:02 Uhr

Herr Schäuble, wie lange noch? Bald dürfen Sie Ihren verdienten Ruhestand genießen, da können Sie sicher sein!

36) Frank Reichelt, Freitag, 12. November 2010, 21:05 Uhr

Ich habe das Gefühl, das hinter den Kulissen in Berlin im Moment ein ganz schmutziges Spielchen abläuft!
Ich denke, Schäuble ist bereit zurückzutreten aber Merkel hält ihn mit allen Mitteln davon ab.
Sie hat Angst vor der Diskussion über eine größere Kabinettsumbildung, die ja jetzt schon im Gange ist.
Ihre Berater haben ihr eingeredet, dass Schäuble bis zur Baden-Württemberg Wahl durchhalten muss um ihre uneingeschränkte Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Es geht immer nur um Macht, Macht, Macht!
Bin ich froh, das ich mit so einer Blase nix zu tun habe!

37) StefanP, Samstag, 13. November 2010, 08:27 Uhr

Nur selten erhält man als Bürger einen Blick in die Persönlichkeit eines Politikers. Während in Einstellungsgesprächen selbstverständlich individuelles Verhalten des Bewerbers abgeklopft werden, muss der Wähler seinen Abgeordneten ausschließlich nach Absichtserklärungen wählen. So vollzog die Öffentlichkeit die Wandlung des Joschka Fischer mit vom Turnschuhminister hin zum seriösen AA-Chef. Was man nicht mitbekam, weil Journalisten eben sich in ihren Artikeln auf die Politik beschränken: der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern, die ihm zum Führen anvertraut sind. Im Zuge der Visa-Affäre meinte der nun plötzlich arrogant erscheinende Minister, sich auf Kosten seiner Mitarbeiter exkulpieren zu können. Sorry, andere haben Fehler gemacht.

Roland Koch wurde Zeit seiner politischen Karriere als Unsympahtikus wahrgenommen. Dass es sich im persönlichen Umfeld ganz anders verhielt, ist nur wenigen bekannt. Nun Schäuble: mag sein, dass dem Finanzminister in einer Stresssituation die Gäule durchgegangen sind. Er hatte Tage Zeit, das richtig zu stellen – die Mittel hatte er – und unterließ es.

Im Gegensatz zur Anmaßung mancher – Offer habe seinen Job nicht erledigt – kann die Öffentlichkeit das eben nicht beurteilen. Nur weil Schäuble behauptet, der Pressesprecher habe nicht weisungsgemäß und ordnungsgemäß gehandelt, ergibt sich daraus keine Tatsache. Dazu hätte sich Offer verteidigen müssen, was er nicht durfte, um seinen Vorgesetzten nicht bloß zu stellen. Und so trampelte der Pflichtversessene auf einem wichtigen Mitarbeiter herum, der sich öffentlich nicht verteidigen durfte und amüsierte sich auf seine Kosten.

Das ist, um ein von Schäuble oft gebrauchtes Wort zu benutzen, schäbig.

38) Maren P., Samstag, 13. November 2010, 08:50 Uhr

@rskornia

Ich widerspreche Ihnen vehement! Auch in einem ‘wichtigen’ Ministerium geht es nicht um Leben oder Tod, die eine im Ton möglicherweise unangemessene kritische Anweisung in aller Öffentlichkeit rechtfertigen würde. Schäuble hat sich einem Untergebenen gegenüber entwürdigend benommen. Das muss auch ein loyaler Beamter nicht ertragen!
Der Eklat während der PK hat zwar Schäubles erschreckenden Mangel offengelegt, dennoch glaube ich auch nicht, dass er geht oder gegangen wird. In dieser schwarz-gelben Truppe der lärmenden Chaoten, unverfrorenen Lobbyisten und unbedarften Frauchen ist Schäuble doch eher ein Stabilisierungsfaktor. Also wird Merkel ihn halten.

39) demokrit, Samstag, 13. November 2010, 18:33 Uhr

“Ich muss dem Beitrag sogar als SPD-Mitglied widersprechen.”
So geht es mir auch. Als der CDU nicht Nahestehender, also gewissermassen Aussenstehender habe ich den Eindruck: Finanzminister Schäuble ist eine der, vielleicht DIE die tragende Säule im Kabinett, seine Erfahrung und Härte ringen auch dem Gegner einen gewissen Respekt ab. Er hat das Sparpaket gepackt und der EU-Finanzpolitik seinen Stempel aufgedrückt und dabei fälschlicherweise insgesamt wenig Kritik geerntet.
Ich wundere mich daher, dass Sie und anscheinend auch grosse Teile der CDU so streng mit ihm sind, zu dem Urteil kommen, dass er, in einer Formfrage, der Regierung mehr geschadet hat als er ihrem Ansehen mit der Durchsetzung seiner Politik genutzt hat. bereit sind.
Wie kann Schwarz-Gelb es zulassen, ausgerechnet den “starken Mann” zu beschädigen? Ist die Kräfteverteilung wirklich so, dass, wie Sie in Ihrem neuesten Beitrag “Der lahme Gaul CDU” schreiben, die FDP der Koalition ihren Stempel aufdrückt und hier die FDP Schäuble wegen seiner Steuerpolitik chassen will?
Unklar bleibt dabei, wie so oft, die Haltung von Frau Merkel. Hatte man beim letzten Mal, als Schäuble gesundheitsbedingt abwesend war, noch den Eindruck, die Kanzlerin hält unbedingt an ihm fest, so fragt man sich nun, warum sie solche Spekulationen nicht unterbindet.

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