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Montag, 29. November 2010, 18:01 Uhr

Sturm im Wasserglas

Die Wikileaks-Veröffentlichungen mögen international ärgerlich und hie und da auch schädlich sein, für Deutschland sind sie völlig bedeutungslos. Das Ganze  ist eine vom “Spiegel” und anderen Medien inszenierte Scheinaufregung. Der Einsatz von 50 Leuten über Monate muss sich ja irgendwie lohnen. Verraten wurde durch die Veröffentlichung der Berichte der US-Botschaft in Berlin nichts, schon gar nichts sicherheitsrelevantes. Die Einschätzungen, die US-Diplomaten über das deutsche politische Personal niederschrieben, beweisen nur dreierlei:

1. US-Diplomaten können deutsche Zeitungen lesen.

2. US-Diplomaten lesen die richtigen deutschen Zeitungen.

3. US-Diplomaten sind in der Lage, die Meinung der überwiegenden Zahl deutscher Journalisten korrekt an ihre Zentrale zu übermitteln.

Alle Charakterisierungen in den Berichten entsprechen der kritischen, journalistischen Wahrheit. Natürlich ist Guido Westerwelle eine “überschäumende Persönlichkeit”. Das konnte jeder Fernsehzuschauer nach der Wahl beobachten. Und Westerwelle ist ”aggressiv”  (siehe ”spätrömische Dekadenz”). Natürlich “meidet Angela Merkel das Risiko und ist nicht kreativ” und Kritik perlt an ihr wie an “Teflon” ab. Das würde jeder zweite CDU-Funktionär so formulieren. Und natürlich hat sie noch kein unverkrampftes Verhältnis zu Barack Obama und zur Washingtoner Administration gefunden.

Und natürlich ist die Politik von Horst Seehofer “unberechenbar”. Das würde selbst Merkel so formulieren. Sie spricht aber lieber von “unguided missile”. Und natürlich war Dirk Niebel als Entwicklungsminister eine “schräge Wahl”. Er hat immerhin ein Ministerium besetzt, das er selbst abschaffen wollte. Diese Charakterisierungen sind alle harmlos und nicht neu. Da ist in deutschen Zeitungen (und Blogs) schon wesentlich Härteres formuliert worden.

Das Ganze ist, zumindest was Deutschland betrifft, ein Sturm im Wasserglas.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

49 Kommentare

1) Nrwbasti, Montag, 29. November 2010, 18:32 Uhr

Hallo Herr Spreng,
dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Hier wird in den kritischen Medien und in den Parteien ein Aufstand um etwas gemacht, dass es gar nicht wert ist.

Man tut so, als wäre es nicht selbstverständlich, dass es auch persönliche Dissharmonien zwischen Politikern gibt und als wenn die tollen, (Gruppen) Fotos bei Staatsbesuchen und Gipfen nicht gestellt wären und nur für die Medien sind.

Anders sieht es natürlich teilweise bei ausländischen Veröffentlichungen aus, die Agenten o.ä. enttarnen könnten.

2) irreversibel, Montag, 29. November 2010, 18:45 Uhr

Dass die geleakten Dokumente für Deutschland unwichtig sind ist richtig, das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass sie nicht trotzdem interessant sein können. Leider arbeiten sich unsere “Qualitätsjournalisten” momentan lieber an sattsam bekannten Bemerkungen zu deutschen Regierungsmitgliedern ab anstatt ihre Aufmerksamkeit auf die evtl. wirklich brisanten Berichte zu anderen Staaten/Regierungen zu richten.

Na ja, vielleicht kommt das ja noch, ansonsten muss man eben die Auswertung der internationalen Presse verfolgen anstatt die irrelevante & langweilige deutsche Nabelschau.

3) Sabine Zielke-Esser, Montag, 29. November 2010, 19:06 Uhr

Und
4. US-Diplomaten sollten regelmäßig den Sprengsatz lesen. Im Gegensatz zum „Spiegel“ kostet der nix.

Aber im Ernst: Diese Veröffentlichungen, der Bruch des Briefgeheimnisses, in einem Medium, das die Amis angeblich selbst erfunden haben – das hat eine neue Qualität, nicht bezogen auf Deutschland (unsere Politiker sind viel zu harmlos), aber bezogen auf den Rest der Welt. Und bezogen auf all die vielen amerikanischen Flugzeugträger überall, deren Bewegungen wir demnächst vorab im Internet gemeldet bekommen.

Eine Weltmacht, die zum Mond fliegt, feindliche Raketen in der Luft abfangen will, hat die Schwätzer im eigenen Land nicht unter Kontrolle. Eine Weltmacht, die überall nach Terroristen sucht, sogar in der Unterwäsche, merkt bis heute nicht, dass die gefährlichsten Terroristen an den Schreibtischen von Morgan Stanley und Goldman Sachs im eigenen Land sitzen. Good Morning, America!

4) Frank Reichelt, Montag, 29. November 2010, 19:15 Uhr

Andererseits ist es doch nur natürlich, dass DER SPIEGEL die Sache zu einem journalistischen Scoop hochjazzt.
Das hätten Sie als Chefredakteur des Kölner Express oder der BamS doch genauso gemacht.

Ihre Analyse ist ja richtig, da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht, aber amüsant ist es schon. Besonders die Beschreibung Berlusconis habe ich mit tiefer Befriedigung gelesen, dieser Mensch geht mir schon seit langem auf die Nerven.

Im Arabischen Raum allerdings, wo man ja bekanntlich bei Angriffen auf die Person mit wenig Humor reagiert, könnten die Amerikaner wirklich Probleme bekommen.

Man muss sich im Internet-Zeitalter eben umstellen. Alles, was zu Papier gebracht oder per E-Mail verschickt wird, kann am nächsten Tag durch das Netz der Allgemeinheit zugänglich sein.

Ich bin mal gespannt, wie die auswärtigen Ämter dieser Welt das in Zukunft handhaben werden.

5) Spritkopf, Montag, 29. November 2010, 19:33 Uhr

Was ich auch lustig finde: Den Zirkus um den “jungen, aufstrebenden” FDP-Protokollanten und daß man sich in der FDP-Zentrale fieberhaft fragen soll, wer das wohl sein möge.

Jeder Büroleiter, der sein Geld wert ist, wirft einen Blick in das parteiinterne Protokoll der Koalitionsverhandlungen vom 5. Oktober 2009 und weiß sofort, welche Damen und Herren an dem Tag Protokoll geführt haben. So viele dürften es nicht sein.

6) Jann, Montag, 29. November 2010, 20:23 Uhr

Stelle öffentlich eine ungeheure Behauptung auf und eine große Gruppe wird dir nicht glauben. Schreibe die gleiche Behauptung nieder und lass sie von einem dritten “enthüllen” – Diese gleiche Gruppe akzeptiert die vermeidliche Behauptung als unumstößliche Wahrheit.

Die Aufgabe des scheinbar wahr klingenden Geschwätz ist es auf die mitgelieferte Propaganda abzustrahlen so das USA ihre Politik auf Kurs zu halten kann.

7) TimSchaeferMedia.com, Montag, 29. November 2010, 20:47 Uhr

Herr Spreng, das stimmt. Was soll an den Datensätzen so aufregend sein. Die Botschaftsmitarbeiter sammeln nur Infos, so wie Journalisten auch. Mischen ein wenig Meinung rein und senden das zurück nach Washington. Das muss ja noch lange nicht heißen, dass Obama oder Clinton genau das denken, was in den Akten steht. Und selbst wenn das der Fall wäre, ja und????

8) Maren P., Montag, 29. November 2010, 21:23 Uhr

Ehrlich gesagt, finde ich die Berichte schon bemerkenswert. Das Niveau der Yellow Press soll in der US-Administration über Gut und Böse entscheiden? Und dann wird zusammengetragen und daraus womöglich eine Achse gebastelt? Das ist wirklich höchst entlarvend und beunruhigend!

Das imperiale Getue der USA im Umgang mit “Freunden” scheint auch korrekturbedürftig. In unnachahmlicher Besatzermentalität wird unkritische Vasallentreue als politische Begabung bemerkt. *kicher* Da kann sich Guido Westerwelle ja direkt ausgezeichnet fühlen …

So verhaltensgestört, wie sich die USA benehmen, kann man darauf warten, wann sie wohl den Bündnisfall der NATO zur Verfolgung von WikiLeaks als cyber war ausrufen werden. Damit Sie mich nicht sperren, Herr Spreng, höre ich jetzt lieber auf und pfeife fröhlich “Die Gedanken sind frei …”

9) impulshund, Montag, 29. November 2010, 21:33 Uhr

Ich war schon erstaunt, wie sehr meine Einschätzung mit der der amerikanischen Botdschaft in Berlin übereinstimmt. Eine weitere kleine Überraschung war, dass “der Gesalbte” sich über Westerwelle beschwert. Er hat anscheinend von “Mutti” gelernt. Insgesamt ist das Niveau aber so erschreckend, dass ich mich schon frage, wozu die USA einen diplomatischen Dienst brauchen. Ich hoffe, die Berichte der deutschen Diplomaten haben mehr Substanz. Für das, was der Spiegel veröffentlicht, braucht das State Department lediglich ein paar Zeitungsabonnements.

10) heldt, Montag, 29. November 2010, 21:40 Uhr

Dass hier nix Revolutionäres bei raus kommen würde, war zu erwarten. Die Beziehung der USA zu Deutschland sind ja auch nicht so kompliziert (ich nenn’s mal so) wie zu anderen Staaten wie China, Russland, Iran oder Afghanistan, um mal ein paar zu nennen. Und zu den Staaten wurden ja auch ein paar Dokumente veröffentlicht.

Dass da allerdings Leben in Gefahr sind, kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Höchstens Existenzen.

11) mambo, Montag, 29. November 2010, 22:02 Uhr

Der richtige Sturm aber steht bald bevor ,nämlich der Zusammenbruch
der EU/ Euro -Fatamorgana ,dann wird es mit dem Aufschwung bald vorbei sein,
und unserer Dilettantenregierung wird auch kein Teflon mehr helfen !

12) M.Schillinger, Montag, 29. November 2010, 22:08 Uhr

Herr Spreng,
ob eine Zeitung schreibt dass Politiker XY ungeeignet (o.ä.) ist oder ob ein hochrangiger Diplomat so zitiert wird ist doch etwas ganz anderes! Sehen Sie das wirklich nicht so? Wenn Sie selbst in der Zeitung lesen dass Person X zu ihrem Vorgesetzten geschrieben habe “Herrn Spreng fehlt für seine Arbeit ein hinreichend tiefes Verständnis” und Sie mit dieser Person notgedrungen noch zusammenarbeiten müssen, wäre das nicht eine Belastung?

13) Wolf-Dieter, Montag, 29. November 2010, 23:14 Uhr

In der Tat steht in den Leaks nichts anderes als die völlig realistischen Einschätzungen der US-Diplomaten. Trotzdem ist es kein Sturm im Wasserglas. Denn dort steht, was ich in keiner (auf Papier gedruckten) Zeitung je gelesen habe. Was mit diesen Leaks vorgeführt wird, ist nicht Westerwelle Niebel & Co, sondern die deutsche Presselandschaft!

– Zitat –
Da ist in deutschen Zeitungen (und Blogs) schon wesentlich Härteres formuliert worden.
– Zitat Ende –

In Blogs: gerne. Aber in welcher deutschen Zeitung, bitte? Irgendwelche Beispiele, Herr Spreng?

14) freiwild, Dienstag, 30. November 2010, 00:28 Uhr

Lieber Herr Spreng,

mir scheint, dass sie hier trotz Ihrer Erfahrung “die Story” verpasst haben. Die Neueigkeit ist nicht, dass Guido Westerwelle ein selbstverliebter Vollpfosten ist. Die Neuigkeit ist auch nicht, dass die Amis wissen, dass Guido Westerwelle ein selbstverliebter Vollpfosten ist. Die Neuigkeit ist, dass hier in einem Geschäft, dass normalerweise ein Maskenball der Floskeln und Titularien und Freundschaftsbekundungen ist, nämlich der Diplomatie, die ungeschminkte, aber Schwarz auf Weiß dokumentierte nackte Wahrheit entgegengestellt wird. Es macht eben schon einen Unterschied, ob auf dem Diplomatenparkett getuschelt wird, was für ein selbstverliebter Vollpfosten GW ist, oder ob das durch die einzig verbliebene “befreundete” Supermacht quasi offiziell festgestellt wird.

Abgesehen davon, scheinen die wirklichen Neuigkeiten mit möglicherweise nichtflüchtiger Reichweite eher das Verhältnis des Irans zu seinen arabischen Nachbarn zu betreffen, die offenbar einen Bombardierung kaum erwarten können. Ich möchte es nicht ausschließen, dass die Wikileaksenthüllung in 10 Jahren als 1. Punkt einer Kette von Ereignissen steht, die zum Krieg geführt haben. Was wiederum die Frage aufwerfen würde, ob bestimmte Staaten wirklich so ungehalten ob der Veröffentlichung sind, oder ob WL ohne es zu wissen oder zu wollen zu einen Objekt einer Militärstrategie geworden ist.

15) Gabriele Manzke, Dienstag, 30. November 2010, 08:04 Uhr

Was über Merkel+Co geschrieben wurde ist doch banales Zeugs.
Das eigentlich wichtige, nämlich was wohl der SEHR usa-affine Guttenberg ausplaudert ist doch viel brisanter!
Das wünsche ich mir mehr untersucht.

16) Schelm, Dienstag, 30. November 2010, 09:22 Uhr

Die Einschätzung über den Inhalt der Depeschen kann ich voll und ganz teilen. Nicht allerdings, dass es keine Story gäbe – was allerdings der Spiegel verkannt hat.

Ja, für die USA ist es eine Blamage. Nicht wegen der „undiplomatischen“ Formulierung, sondern aufgrund der Lecks ansich. Das da ein einfacher Büroangestellter mal eben 250k als „geheim“ einstufte Berichte einfach aus dem internen Netz ziehen kann, zeigt die Farce dieser Art der Geheimhaltung.

Es hat allerdings auch für D eine Relevanz, sogar eine strafrechtliche. Wenn ein Herr Gutenberg bei einem amerikanischen Botschafter Westerwelle anschwärzt, oder schlimmer, ein aufstrebender FDPling Interna der Koalitionsverhandlungen ausplaudert, so ist das Landesverrat, bzw. Spionage. Darüber mag man lachen, aber es stehen 5 Jahre Gefängnis drauf. Um sich der Tragweite obiger Handlungen bewusst zu werden, muss man sich nur vorstellen, die Depeschen kämen aus dem Iran. Wenn man darin läse, Gutenberg sei ein Freund des Iran…

17) Chat Atkins, Dienstag, 30. November 2010, 09:30 Uhr

@ freiwild: Da stehen Sie aber verdammt nah am Standpunkt Ahmadenidschads, der ja auch just behauptet hat, dass wikileaks nichts als eine Destabilisierungsorganisation der US-Regierung sei. Wie erklären Sie mir eigentlich dann das Faktum, dass demnächst eine amerikanische Großbank ‘geleakt’ werden soll?

18) Stefan Roller, Dienstag, 30. November 2010, 09:57 Uhr

Hm. Mit einem naiveren, unerfahreneren Blick als der aller meiner Vorredner erschließt sich vielleicht eine etwas andere Dimension des Prozesses, von dem wir gerade einen weiteren Schritt erleben durften. Abgesehen davon, dass the medium the message ist, bewirkt das Internet und der damit einhergehende (weitgehend) freie Zugang für eine enorme Masse von Menschen, Gedanken und auch Taten eine paradigmatische Wende im Umgang mit Information – oder besser deren Geheimhaltung.

Ich kann mir vorstellen, dass wir in den nächsten Jahren nicht nur politische, sondern auch industrielle, wissenschaftliche (ja, auch sportliche oder kulturelle) Informationen erhalten, die wir a) nicht wirklich umfänglich rezipieren können und daher b) auch nicht mehr im Zusammenhang bewerten können. Es wird sich ein neuer gesellschaftlicher Umgang mit bisher geheimen Informationen etablieren (müssen). Wir werden lernen müssen, dass die Welt “in echt” gleichzeitig banaler und gefährlicher ist, als es die vierte Macht Presse uns bisher vermitteln konnte. Damit wandelt sich auch die Rolle der Presse – sie wird zur Zeit degradiert vom Enthüller zum Gehilfen. Sie dient nur noch der Herstellung von Öffentlichkeit für die eigentliche Information. Die Presse wird zukünftig die steigende Transparenz des Internets dazu nutzen müssen, den Überblick zu behalten und zu erklären.

Denn totale Transparenz, das hat auch die letzte Finanzkrise gezeigt, ist total überfordernd. Wenn alle Informationen (in Geschäftsberichten börsennotierter Unternehmen) vorliegen – kann das kein normaler Mensch mehr einschätzen.

19) Harald Gall, Dienstag, 30. November 2010, 10:05 Uhr

Lieber Herr Spreng,

selbst wenn der Informationsgehalt der Indiskretion so spannend ist wie die Tatsache, dass der Pabst katholisch ist, wissen wir, zumindest, dass dies nicht nur die Meinung boshafter und missgünstiger deutscher Journalisten ist.
Viel wichtiger erscheint mir aber die Tatsache, dass solche doch eher oberflächlichen Beurteilungen in offiziellen Dokumenten der USA auftauchen und vor allem, dass die USA nicht in der Lage sind diese Informationen zu schützen.
Ganz nebenbei erfahren wir, dass ein Mitglied der FDP-Delegation bei den Koalitionsverhandlungen Zuträger der US-Botschaft ist – wem gehört die Loyalität solcher Leute.
Das Ganze also aus deutscher Sicht als „Sturm im Wasserglas“ zu bezeichnen halte ich für zu kurz gesprungen. Ich beurteile das Ganze sehr viel kritischer:
1. Unser wichtigster Partner in Sicherheitsfragen (außerhalb der EU) beurteilt seine Partner doch recht oberflächlich.
2. Dieser Partner ist nicht in der Lage vertraulich und sogar geheime Informationen zu schützen.
3. In der Regierungspartei FDP sitzt eine willfährige Quelle der USA.
4. Politiker, die so charakterisiert werden wie unsere Regierungsvertreter werden kaum als Partner auf Augenhöhe akzeptiert.

20) Mario Kopp, Dienstag, 30. November 2010, 10:20 Uhr

Ich bin sicher, auch deutsche Dipl

21) Mario Kopp, Dienstag, 30. November 2010, 10:24 Uhr

Ich bin sicher, es gibt ähnliche Dossiers deutscher Diplomaten über ihre ausländischen Kollegen. Das alles ist ja nicht neu und in diesem Fall sind die Einschätzungen sogar zutreffend. Wieder mal viel wind um nichts.

22) mort76, Dienstag, 30. November 2010, 10:38 Uhr

…interesant auch für Deutschland wäre ja beispielsweise auch die stasieske Bespitzelung der UN-Mitarbeiter- DNA-Material, Fingerabdrücke und Kontobewegungen werden also gesammelt, und dann WOZU verwendet?

23) RZHH, Dienstag, 30. November 2010, 10:39 Uhr

Die Templinerin zutreffend als “”Angie Teflon” zu bezeichnen, darauf kam jedoch kein deutscher Journalist. Es ist ein Copyright der US-Diplomatie Als was wurde Teflon in den siebziger Jahren immer bezeichnet? Als Abfallprodukt der Weltraumfahrt.

24) Melebert, Dienstag, 30. November 2010, 11:02 Uhr

Sehr wohl sind das meiste nur Lappalien, die da in den Depeschen nieder geschrieben sind oder Dinge, die ein Mensch mit halbwegs gesundem Urteilsvermögen selber wahr nimmt oder so gar formulieren würde. Gerade in Hinsicht auf Deutschland scheint es da kaum Überraschungen zu geben. Doch es ist viel mehr der Fakt, dass Informationen, die von Mund zu Mund weitergegeben wurden und als Vertraulich betrachtet wurden, nicht mehr durch andere Geheimdienste ausgekundschaftet werden mussten, um zu wissen, was da ein Staat über andere Staaten oder Politiker weiß bzw. nicht weiß. Es ist der Fakt, dass dieses Wissen jetzt frei zur Verfügung steht und sowohl journalistisch, politisch als auch geschichtlich ausgewertet werden kann. Und das in einem sehr beträchtlichem Umfang. Und das kann immer wieder passieren und je nach dem wo die Wistleblower sitzen, kann es jeden Staat treffen, jede Großbank jede Institution, die Geheimnis hat. Der Umgang mit dieser neuen Qualität, dass diese Geheimnisse auf einmal der ganzen Welt bekannt sind und nicht mehr verheimlicht werden können, muss erst noch erlernt werden. Das ist schon ein Wendepunkt. Ganz persönlich hoffe ich, dass noch mehr solcher Plattformen wie Wikileaks entstehen. Genau aus diesem Grund: Alles, was versucht wird unter den Tisch zu kehren, ist stark von erhellendem Licht bedroht.

25) nurmalso, Dienstag, 30. November 2010, 11:04 Uhr

guido westerwelle eine fehlbesetzung im amt?
das hätte ich jetzt ohne das wikidingens nicht geahnt …
wenn das jetzt noch einer frau merkel sagen würde!

250000 dokumente und das brisanteste sollen diese politikerprofile auf scheibenwischer niveau sein?
kann man da nicht hungrige jungjournalisten ransetzen, die das wirklich interessante zeugs ausgraben?
ansonsten interessiert das so, als ob in dortmund eine bratwurst platzt.

26) Robert, Dienstag, 30. November 2010, 11:10 Uhr

Vielleicht kommt ja noch etwas. Wobei wir vielleicht glücklich sein können, dass hierzulande wenig zu erwarten ist. Eventuell könnte bei dem Thema rendition und swift-Daten noch etwas kommen. Beim Thema swift war interessant, dass laut Ole von Beust, Merkel was “very, very angry – angrier than he had ever seen her” Das zeigt uns was in Zukunft von der CDU in der Frage Datensicherheit zu erwarten ist, nämlich nichts.

27) Bernd, Dienstag, 30. November 2010, 12:31 Uhr

Soso, Herr Spreng, die Wikileaks-Veröffentlichungen sind für Deutschland “völlig bedeutungslos… Verraten wurde durch die Veröffentlichung der Berichte der US-Botschaft in Berlin nichts, schon gar nichts sicherheitsrelevantes.”
Irrelevant ist also, dass
- es in der FDP eine gut plazierte Quelle gibt, die über die Koalitionsverhandlungen vom 9.10. am 9.10. der US-Botschaft Bericht erstattet;
- die FDP-Quelle ein junger, aufstrebender Parteiloyalist ist, der schon in der Vergangenheit interne Parteipapiere angeboten hat;
- er glücklich zu sein scheint, seine Beobachtungen und Einsichten weitergeben zu können sowie Papiere aus seinem “Verhandlungsbuch”.
Schade, eigentlich habe ich mehr von Ihnen erwartet.
http://cablegate.wikileaks.org/cable/2009/10/09BERLIN1271.html

28) Edgar, Dienstag, 30. November 2010, 12:32 Uhr

Interessant ist nicht, was über die Deutschland betreffenden Dokumente berichtet wird, sondern, was alles nur einer kurzen Meldung wert scheint – oder aber gar nicht von deutschen Medien verbreitet wird. Auch da vermelden die Dokumente häufig Bekanntes. Aber dass beispielsweise der saudische König Abdallah “die Amerikaner mehrmals aufgefordert (hat), die Iraner anzugreifen und «den Kopf der Schlange abzuhacken»”, und etliche Nahost-spezifische Details mehr erfahre ich in Ausführlichkeit nur aus der NZZ. Tatsächlich sind offensichtlich einige Dossiers über dortige Staaten ziemlich aufschlussreich. Das gilt bestimmt auch für andere Regionen der Welt, über die ich mir aber kein Urteil erlauben mag. Abwechsungsreicher als bekannte Klischees über deutsche Politiker lesen sich aber auch die Beiträge der Nebelstocherer, die versuchen, Wesentliches über Nordkorea beizutragen. Schade nur, dass diese Teile der Veröffentlichungen ziemlich untergehen im hiesig wogenden Westerwelle-Gewaber.

29) Johannes B., Dienstag, 30. November 2010, 13:03 Uhr

Lieber Herr Spreng,

Sie irren sich und zwar aus dem Grund, dass auch der Spiegel sich irrt. Es geht mitnichten bei diesen Sachen um den “Gossip”, der natürlich jetzt gerade medial hochgejazzt wird.

Relevant ist doch etwas anderes: Dass Deutschland offenbar von der US-amerikanischen Regierung angehalten wurde, CIA-Mitarbeiter, die sich an Folter und Entführung im Fall Khaled El-Masri beteiligt haben, strafrechtlich nicht zu belangen. Deutschland als Komplize! DAS ist wichtig. Und nicht Herrn Westerwelles Aggressivität.

Mehr dazu hier:
.http://www.aclu.org/national-security/us-pressured-germany-not-prosecute-cia-officers-torture-and-rendition

Freundliche Grüße
JB

30) Hasso, Dienstag, 30. November 2010, 13:11 Uhr

@RZHH: “Die Templinerin zutreffend als “”Angie Teflon” zu bezeichnen, darauf kam jedoch kein deutscher Journalist. Es ist ein Copyright der US-Diplomatie.”

Da irrst du leider:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article8582000/Teflon-Merkel-laesst-Oppositionskritik-an-sich-abperlen.html

31) Sabsi, Dienstag, 30. November 2010, 13:39 Uhr

ich befürchte sowieso, dass man uns mit solch unwichtigen Meldungen nur wieder von anderem Wichtigen ablenken will !!!

32) jaccomo, Dienstag, 30. November 2010, 14:23 Uhr

“freiwild” hat es meines Erachtens gut auf den Punkt gebracht.
Was mich überdies bei der SPIEGEL Lektüre überraschte ist, mit welcher Selbstverständlichkeit und Offenheit deutsche Politker (und selbst Möchtegerne wie ein P. Mißfelder) zu den US-Freunden zu gehen scheinen und dort über Kollegen und Interna usw. lästern. Vor allem das usw. läßt mich nachdenken. Worüber redet man da noch so in aller Freimütigkeit, was wir noch nicht im Internet lesen können aber weder dort noch auf US-Schreibtische gehört?

33) Christian, Dienstag, 30. November 2010, 15:12 Uhr

Lieber Herr Spreng,

eine wunderbare Zusammenfassung. Nichts, aber auch gar nichts, ist dem mehr hinzu zu fügen!

34) Thomas B., Dienstag, 30. November 2010, 16:22 Uhr

Volle Zustimmung. Habe mir am Sonntag wieder einmal einen Teil der Will – Sendung zu dem Thema angeschaut. Absolut ermüdend das Thema. Es gibt einfach nicht viel her. Bin schon auf die nächsten Veröffentlichungen gespannt. Soll ja wohl um Banken und deren Geschäftspraktiken gehen.

T. B.

35) Wondraschek, Dienstag, 30. November 2010, 18:17 Uhr

Dass intern gelegentlich über Gesprächspartner gelästert wird, ist keine Nachricht. Trotzdem schein sie für unsere heimischen Medien die wichtigste zu sein.
Dass zum Beispiel Wellerwelle als skeptisch gegenüber der Großmacht-Politik der USA bezeichnet wird, das ist doch viel interessanter, aber mit diser Meinung scheine ich allein zu stehen. Soviel hätte ich ihm gar nicht zugetraut.

36) Doktor Hong, Dienstag, 30. November 2010, 20:19 Uhr

Mir fehlt die grundlegende Überlegung, dass Demokratie auch von Transparenz lebt.

Natürlich – Transparenz zur Unzeit kann großen Schaden anrichten, besonders in Krisenzeiten. Aber ich finde es interessant, wie sich seit “Fallex ‘62″ und “Bedingt Abwehrbereit” die Einstellungen geändert haben.

Ansonsten bin ich amüsiert, dass die Amerikaner unsere Regierungskombo ähnlich wahrnehmen wie viele Deutsche.

37) marcpool, Dienstag, 30. November 2010, 20:22 Uhr

Ist es die Meinung der US Diplomaten – oder nur das Geplapper unserer loyalen Politiker – die dies vorformuliert an die Dipl. gegeben haben ? Die Deutschen Politiker sollen ja sehr gespächig sein – man muss nur hallo sagen und schon reden sie über alles . – Die Beurteilung unserer Politiker ist wahrlich nichts Neues. Viel schlimmer für H. Clinton und Obama – die sollten sich mal fragen was und warum sie so viele Millarden aus dem Fenster schmeissen, inkl. Heimatministerium wenn diese und wohl auch viel brisantere
Meldungen möglich sind. Wie kann das passieren ??? Weltweite politische Äusserungen – blossgelegt. Für einige Regionen/Länder dieser Welt ist das wahrlich ein viel grösseres Problem als in Europa .
Das “Teflon Merkel” und Kaiser ohne Kleider -Sarkozy, Partylöwe Berluosconi – ja das ist ja wirklich ein abgetragener Schuh- Aber z. B. die arabischen und Chinesischen Beruteilungen können das Klima sehr vergiftet haben . Das ist das Schlimme an dieser Sache.

38) stefanolix, Dienstag, 30. November 2010, 20:45 Uhr

Ich finde, dass die Aufregung um Wikileaks der Regierung gerade nutzt: Es geht wohl in erster Linie um Ablenkung von den eigentlich wichtigen Themen der Politik.

Eigentlich müsste ein Nachrichtenmagazin wie der SPIEGEL die Fakten zum »Rettungsschirm« auf den Tisch bringen. Knallhart und investigativ. Es ist wirklich keine Kunst, banale Aussagen über Frau Merkel, Herrn Westerwelle und Herrn Seehofer nachzudrucken, nachdem sie ohne das Zutun des SPIEGEL verraten wurden. Es wäre die hohe Kunst des Journalismus, die Zusammenhänge rund um den Euro zu erklären. Die Peinlichkeiten um ein paar pointierte Aussagen der amerikanischen Diplomaten sind bald vergessen …

39) Wolfgang Schäfer, Mittwoch, 01. Dezember 2010, 08:49 Uhr

Mir scheint die Rolle des Informanten aus der FDP, der Vertrauliches aus den Koalitionsverhandlungen an eine fremde Macht weitergibt nicht ausreichend (juristisch) gewürdigt. Um mit Adenauer zu sprechen: Ich sehe einen Abgrund von Landesverrat im Lande.

40) immer nach vorn schauen, Mittwoch, 01. Dezember 2010, 10:30 Uhr

Die für mich – in meiner Wahrnehmung von Politik – immer wieder extrem nützliche Frage “cui bono?” zeigt mir dank Ihres Artikels und der o.s. Kommentare: vielen – zu vielen!
Also big business (z.B. Auflage) für die einen, immer wieder gut: Brot & Spiele fürs Volk, Entrüstung, Empörung, Belustigung, bis hin zu vllt ungewollter Mitleidserzeugung für manchen Politiker usw.

Im Grunde wird vielen ein Spiegel vorgehalten, wie es eben läuft: man redet und urteilt – das geht ja leicht; über einen selbst wird geredet und man wird beurteilt – das ist schwerer zu ertragen.

41) nurmalso, Mittwoch, 01. Dezember 2010, 10:59 Uhr

fremde mächte …

wie putzig.

ich dachte immer nur, verraten könnte man nur die dinge, welche anderen (zu recht oder unrecht) unbekannt sind.
was sollen dann die enthüllungen über “teflon-kanzlerin” merkel sein?

42) C.G., Mittwoch, 01. Dezember 2010, 16:42 Uhr

Hallo Herr Spreng,
in Bezug auf die von Ihnen kommentierten Dokumente haben Sie mit Ihren Ausfürhungen meiner Meinung nach Recht. Allerdings liest sich ihr Artikel so, als wären wirklich alle verööfentlichten Meldungen so irrelevant und wenig neu wie die “Teflon-Merkel”. Wenn man an anderer Stelle liest, dass Deutschland die Aufnahme der Guantanamo-Uiguren nicht nur aus innenpolitischen Sicherheitsbedenken sondern (auch)unter dem Druck von China abgelehnt hat, finde ich dies durchaus interessant und für mich persönlich neu. Oder dass die Reichweite der iranischen/nordkoreanischen Trägerraketen eher bei 2.000 km liegen soll und nicht wie öffentlich von der USA propagiert bei 10.000. Solche und vielleicht weitere kommende Veröffentlichungen sind meines Erachtens interessant und verdienen weiterer journalistischer Betrachtung.
Ich sehe, neben der Frage nach moralischer und ethischer Bewertung der Veröffentlichung durch WikiLeaks hier zwei betrachtenwerte Punkte. Zum einen Amerikas unglaublich naiv-laxer Umgang mit diesen Daten (auch wenn es nur ein Bruchteil der berichteten 2.5 Millionen Zugriffberechtigten sein sollte) und in Bezug auf die auftauchenden Neuigkeiten überhalb der Klatschschwelle das ‘Versagen’ des investigativen Journalismus.
Und da dies mein erster Kommentar hier ist, herzlichen Glückwunsch und Dankeschön zu ihrem Blog.

43) Wolf-Dieter, Mittwoch, 01. Dezember 2010, 17:58 Uhr

@RZHH — zu deiner Interpretation der Teflon-Metapher für Merkel:

– Zitat –
Als was wurde Teflon in den siebziger Jahren immer bezeichnet? Als Abfallprodukt der Weltraumfahrt.
– Zitat Ende –

Unsere Kanzlereuse als Abfallprodukt der Weltraumfahrt: was für eine poetische Kraft steckt in dem Satz!

44) uni9, Donnerstag, 02. Dezember 2010, 08:42 Uhr

Auch wenn diese Depeschen eigentlich keine wirklichen Neuigkeiten über unsere Politiker erhalten, dürften sie in der deutschen Bevölkerung nicht ohne Wirkung bleiben. Viele fühlen sich in ihrer Einschätzung einfach bestätigt, weil sie darin die Meinung der amerikanischen Regierung erkennen. Auch wenn es evtl. nur ein kleiner Diplomat war, der es geschrieben hat; es kommt im flachen Land anders an!

45) Julia Maria, Freitag, 03. Dezember 2010, 11:36 Uhr

Lieber Herr Spreng,

es fällt schwer zu glauben, dass sich die amerikanischen Diplomaten in ihren Berichten über Deutschland auf die Wiedergabe von den vielzitierten Banalitäten beschränken. Es ist doch wohl zu erwarten, dass auch Berichte zu den deutschen innerparteilichen Diskussionen um den Afghanistan-Einsatz, die Zukunft der Währungsunion, energiepolitische Ziele respektive Bindung an Russland und ähnliche Themen existieren. Darüber ist nichts zu lesen (soweit ich wahrgenommen habe). Das mag daran liegen, dass die mir zugänglichen Medien nicht darüber berichten bzw ich es nicht gelesen habe oder aber Wikileaks solche Informationen nicht veröffentlicht hat. Beides führt zu der Frage, wem diese Veröffentlichungen eigentlich nutzen bzw mit welchem Ziel sie gelenkt werden und Auswahl an Informationen getroffen wird. Wenn die politische Scheinheiligkeit der arabischen Führungspersonen und auch die staatlich gedeckte organisierte Kriminalität in Russland offen angesprochen wird, so ist das wohl doch im westlichen – und nicht nur amerikanischen – Interesse. Das muss nicht bedeuten, dass die amerikansche Regierung selbst für diese Veröffentlichungen gesorgt hat, spricht aber meines Erachtens schon für einen missionarisch – manipulativen politischen Willen westlicher Prägung derjenigen, die da bei Wikileaks veröffentlichen bzw derjenigen, die über diese Veröffentlichungen berichten.

46) ek, Freitag, 03. Dezember 2010, 12:12 Uhr

Mir der Facebook “like” button! :-)

Klick.

47) Lauris, Samstag, 04. Dezember 2010, 00:02 Uhr

Wenn ich mich zum Thema wikileaks bei den verschiedenen deutschen Medien informieren möchte, haben Sie recht, Herr Spreng. Dann scheint es hier um nichts weltbewegendes zu gehen.

Allerdings habe ich mir die Mühe gemacht und eine Stunde verschiedene Berichte der US-Diplomaten bei wikileaks selbst zu sichten. Siehe da, hier gibt es ja doch eine Reihe von überaus interssanten Nachrichten:

- Zweckentfremdung von deutschen Hilfsgeldern in Afghanistan:
Da werden doch tatsächlich bei Zahlungen in Höhe von 50 Mio. an einen von US-Offiziellen geführten Topf nicht für die geplanten Schulen und sozialen Einrichtungen in Afghanistan eingesetzt. Vielmehr ziehen die US-Amerikaner 15% administration fee schon mal vorweg ab.

- Spionage-Auftrag durch H. Clinton an Ihre Botschafter:
Diplomaten werden angehalten, Passwörter u.a. von hochrangigen UN-Vertretern auszuspähen. Das ist doch etwas interessanter als Dirk Niebel als schräge Persönlichkeit einzuschätzen.

- Waffen- und Munitionslieferungen an den Libanon:
Dies wird auch noch mit dem VAE-Abgesandten erörtert. Auch hier ist durchaus “Sprengstoff” erkennbar.

Vielleicht sollten Sie zuerst die wikileaks-Seiten bearbeiten und dann die Mauer der Medien, die gegen Assange Front machen. Die Welt sieht die Freiheit bspw. nicht durch Fälschung von Dokumenten zur Erlangung des Irakkriegs, durch die öffentliche Legalisierungsversuche der Folter durch US-Politiker oder durch Schaffung von künstlichen Verknüpfungen zwischen Saddam und Al Kaida bedroht. Nein, Assange bedroht unsere Freiheit.

Herr Spreng, bitte machen Sie sich die Mühe und schauen Sie doch bitte hinter die Überschriften.

48) M.M., Samstag, 04. Dezember 2010, 13:45 Uhr

@mambo zu:
Der richtige Sturm aber steht bald bevor ,nämlich der Zusammenbruch
der EU/ Euro -Fatamorgana ,dann wird es mit dem Aufschwung bald vorbei sein,
und unserer Dilettantenregierung wird auch kein Teflon mehr helfen !

Nein: Wir haben keine Euro Krise sondern eine Staatsverschuldungskrise!!!

49) irreversibel, Sonntag, 05. Dezember 2010, 00:17 Uhr

Zum Glück ist Deutschland nicht die Welt und die z.T. wirklich brisanten diplomatischen Einschätzungen aus erster Hand als mehr oder weniger unbedeutend abzutun, nur weil es darin zu Deutschland nicht viel Neues gibt, ist nicht gerade weit gedacht.

Wie ist Ihre Meinung?

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