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Montag, 20. Dezember 2010, 08:29 Uhr

Entschuldigung bei Westerwelle

Schnell, solange Guido Westerwelle noch FDP-Chef ist, will ich die Geschichte erzählen, wie ich ihm einmal unrecht getan habe. Und nicht nur ihm, sondern auch Hermann Otto Solms und Wolfgang Gerhardt. Es war Mitte der 90er Jahre und die FDP war in einer wichtigen politischen Frage wieder einmal umgefallen. Deshalb formulierte ich bei “Bild am Sonntag” die Schlagzeile: “Die Betrüger von Bonn” – steckbriefartig illustriert mit den Fotos des damaligen Generalsekretärs Westerwelle, des Fraktionsvorsitzenden Solms und des Parteivorsitzenden Gerhardt.

Das brachte mir nicht nur einen Rüffel des Springer-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Richter ein, sondern auch den Zorn der drei Herren. Zu Recht – denn mit der Formulierung, die einen Straftatbestand beschreibt (sie hieß ja nicht “Die politischen Betrüger von Bonn), war ich zuweit gegegangen. Zwischen der FDP und “Bild am Sonntag” war erst einmal Funkstille. Schließlich kam es bei Bruno auf der Bonner Cäcilienhöhe (dem besten Bonner Italiener) auf Vermittlung von Solms zum Gipfeltreffen mit den drei FDP-Politikern. Ich entschuldigte mich und bei excellenter Pasta und gutem Barolo wurden die Arbeitsbeziehungen wieder hergestellt-

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4 Kommentare

1) Oliver, Montag, 20. Dezember 2010, 09:09 Uhr

Selbst Heute wäre die Schlagzeile immer noch fehlerhaft: Immerhin sitzt man ja jetzt in Berlin ;-)

2) Dieter Carstensen, Montag, 20. Dezember 2010, 09:10 Uhr

Hmm ….

was folgere ich daraus?

Dass sich FDP Politiker zumindest bei gutem Essen und gutem Wein auskennen und manche Journalisten auch …

3) m.g.t., Montag, 20. Dezember 2010, 11:40 Uhr

Ein schönes (sinngemäßes) Zitat aus “Hallo Mr President”: “Manchmal ist einfach keine Eieruhr da, wenn man sie braucht.”
Nein, Herr Westerwelle wird noch ein paar Monate als Parteichef diversen unwichtigen Koalitionsrunden angehören; aus zwei Gründen:
- Die junge Garde braucht noch Medienprofil und muss sich erst untereinander einigen (Quasi der Warnemünde-Pakt der NormalNull-FPD)
- Westerwelle muss de Schuld für die Wahlniederlagen übernehmen – - denn wer jetzt Chef wird, ist es am 27. März schon nicht mehr sein. Bis dahin ist der Vorsitz der FDP ein “fliegendes Suizidkommando”.
Außerdem; Wer soll ihn denn stürzen? Die mäcthigen (Ironie!) Landesverbände von Sachsen-Anhalt und Hamburg? Rainer Brüderle, dem es nach Jahren im Bundestag egal sein kann, wer Weinbauminister in der Pfalz ist? Oder etwa der Chef der Südwest-FDP? Ich wohne selbst in B-W und würde mich als Politik-Interessierten beschreiben, musste aber erstmal nach dem aktuellen Nachfolger von Walter Döring googeln…
Nein, das Pferd Westerwelle wird noch so lange geritten, bis er selbst merkt, dass es tot ist. Vielleicht in Kombination mit einer Kabinettsumbildung in Berlin, bei der Solms Finanzminister wird und Westerwelle zum stellv. Bundestagspräsinten abgeschoben wird.

4) Martin, Mittwoch, 22. Dezember 2010, 13:09 Uhr

Wäre vergleichbares mit den Grünen oder der Linkspartei passiert hätten Sie sicher keinen Rüffel vom Springer-Vorstand bekommen, sondern wären von ihm zu einem Luxus-Italiener eingeladen worden.

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