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Entschuldigung bei Westerwelle

Schnell, solange Guido Westerwelle noch FDP-Chef ist, will ich die Geschichte erzählen, wie ich ihm einmal unrecht getan habe. Und nicht nur ihm, sondern auch Hermann Otto Solms und Wolfgang Gerhardt. Es war Mitte der 90er Jahre und die FDP war in einer wichtigen politischen Frage wieder einmal umgefallen. Deshalb formulierte ich bei „Bild am Sonntag“ die Schlagzeile: „Die Betrüger von Bonn“ – steckbriefartig illustriert mit den Fotos des damaligen Generalsekretärs Westerwelle, des Fraktionsvorsitzenden Solms und des Parteivorsitzenden Gerhardt.

Das brachte mir nicht nur einen Rüffel des Springer-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Richter ein, sondern auch den Zorn der drei Herren. Zu Recht – denn mit der Formulierung, die einen Straftatbestand beschreibt (sie hieß ja nicht „Die politischen Betrüger von Bonn), war ich zuweit gegegangen. Zwischen der FDP und „Bild am Sonntag“ war erst einmal Funkstille. Schließlich kam es bei Bruno auf der Bonner Cäcilienhöhe (dem besten Bonner Italiener) auf Vermittlung von Solms zum Gipfeltreffen mit den drei FDP-Politikern. Ich entschuldigte mich und bei excellenter Pasta und gutem Barolo wurden die Arbeitsbeziehungen wieder hergestellt-