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Montag, 24. Januar 2011, 12:55 Uhr

Der BILD-Minister

Von Heinz-Oskar Vetter, dem früheren DGB-Vorsitzenden, stammt der Satz: “Wer sich in BILD begibt, kommt darin um”. So weit ist es zwar bei Verteidigungsminister zu Guttenberg noch nicht, aber seine Nähe zu BILD könnte für ihn verhängnisvoll werden. BILD war maßgeblich daran beteiligt, ihn zum beliebtesten Politiker hochzuschreiben. Welche Rolle spielt die Zeitung bei seinem möglichen Abstieg? 

Zu Guttenberg posierte in Top-Gun-Pose auf Seite 1 für die 3D-Ausgabe von BILD, seine Frau ist Botschafterin der BILD-Aktion “Ein Herz für Kinder”. Kaum ein Zeitungstag ohne zu Guttenberg. Er verkaufte sich selbst gut und verkaufte sich auch gut. Immer wieder feierte ihn BILD seitenweise und verteidigte ihn und seine Frau, wenn Kritik aufkam – zum Beispiel an der Reise seiner Ehefrau mit ihm nach Afghanistan: “Wir finden sie gutt”. Und eine mit zu Guttenbergs befreundete BamS-Redakteurin schrieb seine liebevolle Biographie. 

Jetzt könnte zu Guttenbergs Nähe zu BILD zumindest zum Karriereknick führen. Am vergangenen Freitag warnte zu Guttenberg in der “Gorch-Fock”-Affäre noch vor Vorverurteilung, um dann am selben Tag kurz vor Mitternacht nach dem Anruf eines BILD-Redakteurs den Kommandanten zu suspendieren. Die Zeitung mit dem Bericht über weitere Missstände auf dem Segelschulschiff war noch gar nicht erschienen, als der bis dahin angesehene Offizier schon abberufen war.

So viel zum Thema Vorverurteilung und darüber, wie bei der Bundeswehr eine objektive Untersuchung aussieht. Eine Zeitung aber kann nie der Ratgeber eines Ministers sein, denn sie hat ihre eigene Logik, die nur in Schönwetterzeiten mit der des Politikers übereinstimmt.

Und in der Affäre um den Tod eines Soldaten in Afghanistan, der angeblich beim Waffenreinigen starb, informierte zu Guttenbergs  parlamentarischer Staatssekretär Kossendey zu einem Zeitpunkt das Parlament falsch, als schon längst klar war, dass der Soldat Opfer eines Kameraden wurde, der offenbar “in spielerischer Weise” mit seiner Waffe umging.

Zu Guttenberg hat zumindest sein Ministerium nicht im Griff. Information ist aber in einem solch skandalträchtigen Ministeriums nicht nur eine Bring-, sondern auch eine Holschuld. Zu Guttenberg, der während einer Reise mit der Kanzlerin vom Tod des Soldaten erfuhr, hätte sich selbst erkundigen müssen, was es Neues in dem Fall gibt. Denn offenbar wusste er schon sehr früh, dass ein zweiter Soldat beteiligt war.

Der Verteidigungs- und Medienminister in eigener Sache, der immer darauf aus war, “bella Figura” zu machen, macht keine gute Figur. Er darf sich auch nicht wundern, dass jetzt alle über ihn herfallen und auch diejenigen ihn runterzuschreiben versuchen, die ihn vorher hochgeschrieben haben. So sind halt die Gesetze der Medien, so ist der berühmte Paternoster-Effekt. Und die politischen Neider, die eine sichere Zweidrittel-Mehrheit im Bundestag haben, fallen jetzt nur zu gern über zu Guttenberg her. Es gibt keinen funktionierenden Firewall für zu Guttenberg mehr – weder gegenüber den Medien noch im Verhältnis zu Parlament und Regierungsparteien.

Wenn er daraus lernt, kann zu Guttenberg die Skandale und Affären überstehen. Lernen heißt: Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Sich selbst kümmern, im Ministerium und in der Truppe aufräumen, ein Frühwarnsystem installieren, die Informationswege neu organisieren. Mehr Ministerium, weniger Medien. Mehr harte Arbeit, kein Medien-Posing und keine Homestories mehr, weniger gesellschaftliche Auftritte. Wenn zu Guttenberg das macht, kann er die Affären überstehen und dann vielleicht sogar gestärkt daraus hervorgehen.

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49 Kommentare

1) Chat Atkins, Montag, 24. Januar 2011, 14:32 Uhr

Seit wann kehrt ein Paternoster auf halbem Weg um?

2) nurmalso, Montag, 24. Januar 2011, 14:43 Uhr

die frage wird sein, wie lernfähig ist der freiherr aus dem bayernlande?
ich tippe eher auf das patzige “ich muss mir das hier nicht antun, ich kann auch auf mein schloss zurück und die talerchen zählen” bzw. die vorhaltungen meiner kritiker sind “infam”.
die kanzlerette deckt ihm ja schon mal den rücken …

3) Atalay, Montag, 24. Januar 2011, 15:21 Uhr

Der Mann wurde von Anfang an überschätzt. Jetzt, nachdem der mediale Schutzschirm allmählich nicht mehr greift, kommen die wahren Qualitäten zum Vorschein. Irgendwie erinnert er mich an Lothar Matthäus.

4) Jack, Montag, 24. Januar 2011, 15:28 Uhr

“Es gibt keinen funktionierenden Firewall für zu Guttenberg mehr – weder gegenüber den Medien noch im Verhältnis zu Parlament und Regierungsparteien.”

Im Prinzip bin ich völlig mit dem Artikel einverstanden, nur dies sehe ich etwas anders. Gestern hat sich der CDU/CSU-Fraktionsversitzende Kauder vor zu Guttenberg gestellt (Firewall 1), außerdem ist er nun schon der zweite CSU-Minister unter Beschuss (Firewall 2) und zurzeit hat niemand in der Bundesregierung Interesse an einer Kabinettsumbildung (Firewall 3). Es wird also eine Untersuchung geben und dann irgendwann Berichte. Mein These ist, dass Guttenberg die Sache politisch überleben wird, und zwar ziemlich unabhängig vom Ergebnis der Untersuchungen, und vielleicht lernt er ja tatsächlich etwas daraus. Ich halte ihn zwar für überschätzt, aber doch für ein politisches Talent. Davon gibt es nicht so viele. Dafür viel zu viel Mittelmaß. In allen Parteien.

.

5) Robin, Montag, 24. Januar 2011, 15:43 Uhr

@ Chat Atkins: Rückwärtsgang eingeschaltet!

6) Jokus, Montag, 24. Januar 2011, 16:22 Uhr

Große Klasse! Fast ein Bewerbungsschreiben – als Ratgeber – für den smartesten aller unserer Bundesminister! Ja doch, dieser Mann – dieser Guttenberg – kann was. Und macht doch so manche Dinge falsch. Diese “Bild”-Verbundenheit ist ja schick und fördert auch -vorübergehend- die eigene Popularität, doch wie schnell kann es damit auch abwärts gehen – und dann wäre Bild vermutlich schnell dabei, die Rolle des Einflüsterers mit der des Anklägers zu wechseln.
Gut, großer Spreng, das Sie das selbst so eindringlich erklärt haben. Vielleicht hört der tolle Guttenberg ja mal auf so einen ausgefuchsten Experten.

7) Cato, Montag, 24. Januar 2011, 16:46 Uhr

Der VuZ ist genau der Typ von politischen Schaumschlägern die in der “Gundula” M. Regierung
den Ton angeben! Nur ist der Ton ein Misston, ohne Harmonie, eine verstimmte Orchestrierung
von Politdilettanten, die nicht die geringste Ahnung haben wie ein Staatsorchester zu spielen
hat! Wer diese Aufführung besucht ist selber schuld. Die teuren Karten hierzu hat ja der dt.
Michel bezahlt, und er bekommt eben das wofür er in seiner Schlichtheit steht:ein Sch….konzert!

8) armerMoldavier, Montag, 24. Januar 2011, 16:59 Uhr

Ja, geehrter Spreng.

Da haben wir sie wieder.
Die unheilvolle Nähe von Macht und kleiner Macht (Presse).

Wer, wie Sie in der Schlangengrube der Axel Springer AG war hat ungleich mehr Durchblick was die “vierte Macht im Staate” anzurichten in der Lage ist.

Erinnern Sie sich an das regelmäßige Kaffeekränzchen von Mohn, Springer und Merkel?

Wenn es der Elite in den Kram passt wird alles medial niedergewalzt. Und Merkel ist die, die offiziell an der Spitze steht. Aber nur, solange es Liz und Friede in den Kram passt.

Da mag ein Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, noch so eloquent auftreten und seine Freifrau im Schlepptau haben.

Der Journalistendarsteller J.B.K. ist ohnehin entbehrlich.

7 Landtagswahlen haben wir in 2011.

Ich glaube ich kaufe mir doch noch ein TV Gerät um nichts zu verpassen. :-)

9) Snuffkin, Montag, 24. Januar 2011, 17:10 Uhr

Guttenberg zeigt uns doch nur wie überflüssig er und sein Amt ist. Worauf warten wir also noch, jagen wir alle Politiker zum Teufel. Eigenverantwortung und Selbstverwaltung sind die Worte die uns leiten sollten. Mit Hilfe des Internets ist dies möglich. Siehe auch http://www.ast-net.de

10) Sascha Stoltenow, Montag, 24. Januar 2011, 17:18 Uhr

Bei der Kontrolle hilft uns vielleicht eine Erfindung der DDR-Führung weiter: Ein Politoffizier in jedem Verband wäre sicher ein geeigntes Frühwarnsystem, alternativ auch ein embeddeter Bild-Reporter. Sind das die Wege, die Frau Lötzsch meinte, ausprobieren zu müssen?

11) Benjamin, Montag, 24. Januar 2011, 18:04 Uhr

Ein hervorragender Kommentar, Herr Spreng, genau auf den Punkt. Wenngleich Sie immer sehr wohlwollend über zu Guttenberg geschrieben haben, haben Sie doch betont, dass er sich noch beweisen muss. Ähnlich habe ich es auch gesehen und noch vor kurzem hier in einem Kommentar geschrieben, dass ich nicht glaube, dass Guttenberg so schnell selbst straucheln wird. Ich habe mich geirrt, er stolpert nicht, er fällt geradezu um. Seine Reaktion auf die Angelegenheit der letzten Wochen (Postöffnungen, Todesfälle etc.) waren eher amateurhaft, die schöne Fassade erhält unschöne Risse. Das sage ich nicht aus Schadenfreude, denn Guttenberg erschien mir als Unionspolitikern, von dem ich am eher noch saubere Politik erwartete (hier bei der BW) hätte. Sicher ist er ein Showman, der überdreht und substantiell noch nichts erreicht hatte, aber ich hielt ihn auch für einen politischen Menschen, der den richtigen Riecher hat. So kann man sich irren.

Guttenbergs Strategie war ja schon in der Vergangenheit: abwarten oder schnell vorpreschen und Köpfe rollen lassen, um Fakten zu schaffen. Bereits in der Kunduz-Affäre hatte die BILD mit Veröffentlichungen Druck aufgebaut, den Guttenberg anscheinend nicht bereit war, auszuhalten. Same procedure: Guttenberg warnt vor Vorverurteilungen, BILD meldet sich und schon wird ohne die Untersuchungsergebnisse abzuwarten ein Sündenbock gefunden. Mag sein, dass der Kapitän Schuld trug, aber der Vorgang hinerlässt doch ein unangenehmes Geschmäckle… als Minister einer Parlamentsarmee sollte man es besser wissen und das Parlament als erstes besser informieren. Der Wehrbeauftragte macht da eine bessere Figur (und kostet es wohl auch aus).

Der Medienhype um zu Guttenberg ist wahrscheinlich noch nicht beendet. Aber wenn er nicht ganz schnell den Laden in den Griff bekommt, sich von den Medien mehr distanziert und stattdessen eigene, sinnvolle Akzente setzt, kann aus dem Panegyrikus auf zu Guttenberg schnell ein Abgesang werden. Und was machen dann nur BILD und Gala-Leser?

12) kamikaze, Montag, 24. Januar 2011, 18:33 Uhr

Sind Sie immer noch sauer, weil Springer Sie seinerzeit als Kommandant der “Bild am Sonntag” abgesetzt hat?

13) Konstantin Neven DuMont, Montag, 24. Januar 2011, 18:49 Uhr

Die zunehmende Polemik der sogenannten Qualitätspresse sollte aber auch nicht vergessen werden. Das ist auch nicht viel besser. Vor allem dann, wenn die Eigeninteressen zu offensichtlich werden.

14) mambo, Montag, 24. Januar 2011, 19:39 Uhr

meine Meinung über z.Guttenberg war schon immer :

zu glatt ,zu eitel ,zu viel Show ,zu umtriebig ;
zu wenig inhaltliche und handwerkliche Substanz ;
und so mußte die Guttenberg -Blase ja irgendwann platzen ,
Angela reibt sich sicher schadenfroh die Hände !?

15) kamikaze, Montag, 24. Januar 2011, 19:55 Uhr

Hätte Guttenberg den Kommandanten der “Gorch Fock” auf seinem Posten belassen, würde Rot-Grün-Dunkelrot gerade diesen Umstand für ihre Kritik anführen.

16) Benjamin, Montag, 24. Januar 2011, 20:36 Uhr

Nebenbei: die BILD-Hofberichterstattung läuft dennoch weiter. Bei Sätzen wie “Das Einhorn gilt als das edelste aller Fabeltiere. Ihm werden seit Jahrhunderten Wunderkräfte zugeschrieben wie die Erweckung von Toten. So gesehen, ist Karl-Theodor zu Guttenberg das Einhorn der deutschen Politik.” muss man schon aufpassen, nicht auf einer schleimigen Spur auszurutschen. Kein Wunder, der Wunderminister ist ja wieder auf BILD-Kurs.

Der ganze Panegyrikus: http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2011/01/23/backhaus/kommentar-von-michael-backhaus.html

17) Schnitzel, Montag, 24. Januar 2011, 21:54 Uhr

Auf Guttenberg folgt Guttental…

18) Jan, Montag, 24. Januar 2011, 23:09 Uhr

Herr Spreng, Sie irren.

Guttenberg hat nicht nur eine Firewall, sondern er hat eine, die an Schlagkraft kaum zu überbieten ist.

Die BILD steht nämlich ganz offensichtlich hinter ihm.
Ich erlaube mir einmal, hierzu das BILDblog zu verlinken, der Artikel spricht m.E. für sich.

http://www.bildblog.de/27310/eine-kritik-findet-nicht-statt/

Guttenberg wird die Krise aussitzen, die BILD wird die Kritiker mundtot machen und in den Orkus schießen, und später wird man dann den Freiherrn feiern, wie überaus souverän er die Krise gemeistert habe.

19) lepi, Dienstag, 25. Januar 2011, 00:14 Uhr

Wie sagt es Kai Diekmann immer so schön:

“Wer die Presse einlädt, wenn es im Fahrstuhl des Lebens nach oben geht, darf sie nicht aussperren, wenn er wieder nach unten fährt. ” (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-42/artikel-2007-42-linke-verstaendnisfolklore.html)

20) EP, Dienstag, 25. Januar 2011, 00:37 Uhr

Das Ministerium in seiner gegenwärtigen Struktur ist von k e i n e m Minister zu führen. Aus diesem Grund ist die Reform auch der Führungsstrukturen unumgänglich.

21) Recht Unbedeutend, Dienstag, 25. Januar 2011, 03:14 Uhr

Die inhaltlich korrekten Nachrichten findet der Anspruchsvolle Leser ausschließlich auf den Seiten des Magazins Titanic. Der Rest ist Aerodynamik – heiße Luft. Wenn wir schon mal einen Politiker haben, der noch nicht negativ genug aufgefallen ist, dann können wir ihn nicht schlechtreden, weil die Soldaten machen was sie wollen. Selbst als Landwirtschaftsminister kann man sich ja auf seine Untergebenen, die Hühner, nicht verlassen, da darf auch die Bundeswehr ein bißchen rumeiern. Die innere Führung kann keine besseren Ergebnisse erzeugen als die Gesellschaft um sie herum. Ich bezweifle, daß die Aussetzung der Wehrpflicht daran etwas ändert. Wir werden nicht mehr besser, aber wir können uns auf mittlerem Niveau verwalten. Im Verhältnis zu unseren Schlaglochpisten macht mir die Bundeswehr wenig Sorgen dieser Tage…

22) Thomas B., Dienstag, 25. Januar 2011, 06:44 Uhr

Naja.
Ich kann oder möchte in ihrer Argumentation nicht folgen.
Wer sagt denn, dass Gutenberg trotz seiner gesellschaftlichen Auftritte nicht hart arbeitet?

Wir wollten mehr Strahlkraft in der Politik. Die haben wir mit KTzG. Die Geister die ich rief…

Gruß

23) Stefan, Dienstag, 25. Januar 2011, 08:22 Uhr

Nur eine kurze Anmerkung: Soweit mir bekannt ist, wurde der Kommandant vom Posten enthoben, bis die Untersuchungen beendet sind – er wurde jedoch “nicht gefeuert”. Ist das nicht mehr als richtig, den Leiter, dessen Fehlverhalten bzw. Verantwortung untersucht werden soll, zeitweise einer seiner Aufgaben zu entheben, um objektiv prüfen zu können? Ein vorschnelles Handeln oder gar eine “Bild-Hörigkeit” kann ich demzufolge nicht erkennen…

24) Max, Dienstag, 25. Januar 2011, 09:27 Uhr

@Stefan
Na was denken sie denn was die “Freistellung” des Kommandanten für Folgen für ihn haben wird? Nie im Leben wird der nochmal großartig Fuß fassen in der Bundeswehr und kommt damit einem Rauswurf gleich.
Als Vergleich können sie gern ein Sportler nehmen der eine Sperre bekommen hat. Er darf danach gern weiter machen, aber Karriere macht der nicht mehr.

25) Bernhard, Dienstag, 25. Januar 2011, 12:00 Uhr

Merkel … nannte die Entscheidung „konsequent und nachvollziehbar“.

So, so. Vorverurteilungen sind also nachvollziehbar.

26) franken(stein), Dienstag, 25. Januar 2011, 20:11 Uhr

Jeder Beamte, welcher in Verdacht steht, ein Dienstvergehen begannen zu haben, wird freigestellt, bis die Ermittlungen zu einem Ergebnis kommen. Solche Fälle interessieren im normalen Leben keine S…eele. Wie sagte schon einst FJS: “jedermanns Liebling ist auch jedermanns Depp”
Der Staat im Staat (genannt Bundeswehr) führte doch Jahrzehnte ein eigenes Leben, mangels kompetenter politischer Führung. Da wundert es mich eher, das KT schon so lange als Minister überlebt hat. Da ich ihn persönlich kenne, bewundere ich seine Courage. Ich bewundere aber nicht sein wachsendes “Abhängikeitsverhältnis” zu den Hütern des Schweinejournalismus (frei nach Oskar dem Springbrunnen)

27) Jonas Fokker, Dienstag, 25. Januar 2011, 23:46 Uhr

Guttenberg hat einen Vorteil, den die meisten Berufspolitiker selbst im Alter von 50 noch nicht haben – den Wiedererkennungswert in der breiten Bevölkerung. Ist der einmal etabliert, kann er es sich erlauben, zu scheitern, solange er nicht katastrophal scheitert.

Auch wegen der immer schnelleren Medienzyklen braucht es heutzutage größere Skandale, um einen Politiker “für immer” zu versenken. Klar soll Guttenberg sich auf seine Arbeit konzentrieren, klar hat er in diesem Fall nicht optimal gehandelt. Aber gerade Guttenberg kann Skandale wie diesen einfach an sich abperlen lassen.

So merkwürdig es klingt, das jetzt zu prophezeien, ohne zu wissen, wie sich die nächsten Jahrzehnte entwickeln: zu Guttenberg wird Kanzler, schon allein weil weder in CDU noch CSU jemand zu sehen ist, der ihm die Kanzlerschaft streitig machen könnte, wenn zu Guttenberg sie will.

Ihm bleiben noch ganze 30 bis 35 Jahre, bis er zu alt wäre, um Kanzler zu werden. In diesen Jahren kann er noch fünfzehn Skandale überstehen, sich nach Bayern zurückziehen oder auf einen internationalen Posten, um dann wieder in die nationale Politik einzusteigen. Entgegen den USA, wo die Hispanics in den nächsten Jahrzehnten einen signifikanten Anstieg des Wählereinflusses erleben werden, wird Deutschland im Jahr 2025 oder 2037 ein wenig bunter sein, aber viel mehr als das wird es einfach nur älter sein. Diese alten Wähler würden keine Probleme mit einem sehr alten Bundeskanzler zu Guttenberg haben.

Klar, Terroranschlage, neue rechte Parteien, die Euro-Krise und wer weiß was noch lassen es schon dieses Jahrzehnt zu ungewiss erscheinen, als dass man über die folgenden zwei spekulieren könnte. Aus Sportsmannsgeist aber eine Wette: zu Guttenberg wird weiter in große und kleine Skandale verwickelt, nie aber in größte, die ihm das Genick dauerhaft brechen würden. Er wird in den 2020er-Jahren deutscher Bundeskanzler.

28) Frank, Mittwoch, 26. Januar 2011, 08:36 Uhr

Zum Schluss musste ich schmunzeln. Michael Sprengs Hoffnung stirbt zuletzt:

“Wenn zu Guttenberg das macht, kann er die Affären überstehen und dann vielleicht sogar gestärkt daraus hervorgehen.”

29) Roland, Mittwoch, 26. Januar 2011, 09:53 Uhr

Beim seinem Weg nach unten könnten die Medien ja noch folgendes ausgraben über den Freiherrn:
Vorfahren zu Guttenbergs waren bekanntlich fränkische Raubritter. Die Stadt Nürnberg musste in ihrer Verzweiflung über deren Wegelagerungen im Jahre 1523 den Schwäbischen Bund zu Hilfe rufen, der dann 23 sogenannte Raubnester ausräucherte. Die beiden Burgen der Guttenbers (Alt-Guttenburg und Neu-Guttenburg) wurden niedergebrannt und gesprengt.
Und bei der Umverteilung von unten nach oben, die der Freiherr seit Jahren mitorganisiert, liegt es doch nahe, ihn als Raubritter in die Galerie seiner Vorfahren einzustellen.

30) Salomon, Mittwoch, 26. Januar 2011, 09:59 Uhr

@ Jonas Fokker:

Zwei Anmerkungen: Guttenberg bleiben eher nur 20 Jahre, wahrscheinlich weniger. Eine andere Alternative ist, dass er als Nachfolger von Wulff zum Bundespräsident gewählt wird und damit seine politische Karriere beendet.

31) Anis, Mittwoch, 26. Januar 2011, 15:40 Uhr

Sie müssen es ja wissen, Herr Spreng. Als Chefredakteur der Bild am Sonntag haben Sie ja wahrscheinlich einigen Leute geholfen “umzukommen”.

Auch wenn Sie einige wahre Dinge ansprechen, Ihr Opportunismus ist unerträglich. War das Credo der BILD-Zeitung nicht auch jahrelang das Ihrige?

Zu Guttenberg macht viele Fehler (übereilte Handlungen, die Nähe zur Bild-Zeitung, usw.), jedoch werde ich darüber nicht mit einem Menschen diskutieren, dem Moral und Anstand egal sind (zu mindestens während einem Arbeitsverhältnisses).

32) Jonas Fokker, Mittwoch, 26. Januar 2011, 16:12 Uhr

@Salomon

Sie haben irgendwo Recht. Natürlich käme es darauf an, auf welche Art er die nächsten Jahrzehnte verbringt – frei nach dem Up-or-Out-Modell ist Stagnation gefährlich, es bedürfte also einer hinreichend guten Lebensgeschichte, um ihn erst in 35 Jahren (aber dann doch noch) zum Kanzler zu machen.

Frühzeitige Auflösungen des Bundestages ausgeklammert, 2013 wird er wahrscheinlich noch nicht Kanzlerkandidat sein. 2017 ist das zumindest wahrscheinlicher, je nach Ausgangskonstellation könnte das aber noch eine BTW sein, die die SPD/das linke Lager gewinnt. 2021 schwingt das Pendel dann aber ggf. wieder zurück, und wir haben den Kanzler zu Guttenberg.

33) marcpool, Mittwoch, 26. Januar 2011, 22:41 Uhr

Nun bevor er Kanzler wird … für viele steht das ja wohl schon fest, nur das Startdatum ist noch nicht so recht erkennbar , – sollte der KT Guttenberg zuerst mal wirklich zeigen , das er tatsächlich auch die Umstrukturierung der BW schafft. Auch wenn die gesamte Zeit dafür wohl mehr als vier Jahre sein wird, es trägt nur dann die Handschrift, wenn ER den gesamten strukturellen Rahmen als jetziger Stakeholder fehlerfrei einbringt. Bis heute hat Herr zu Guttenberg leider nicht einmal die Schwäche seines Vorgängers gelöst – das ist die strikte Kommunikation in seinem Haus. Kundus, Gorch Fock , etc…. nichts passiert in der Zwischenzeit ? Leider auch wieder zu beobachten – wie schon bei Kunduz – Erst schneidiges Vorpreschen – dann langsames Zurückrudern. Die Verzeihlichkeit der Bürger kennt Leidensfähigkeit. Von daher braucht er sie erst dann zu fürchten, wenn er wirklich etwas richtig Dummes anstellt. Aber ne gute Figur macht er momentan nur im “Aussehen ” seiner selbst.

34) Homo politicus, Mittwoch, 26. Januar 2011, 23:34 Uhr

Das Ministerium ist sicherlich schwer zu führen, dennoch macht Guttenberg auch selbstverschuldet derzeit keine gute Figur. Wer hoch steigt, kann halt auch tief fallen, das ist kein Geheimnis. Und wer sich mit BILD einlässt, kann halt auch am nächsten Morgen aufwachen mit…

Dass immer noch so manche viel von zu Guttenberg halten, überrascht eigentlich nicht wirklich. Gerade für Parteiverdrossene und Konservative ist Guttenberg halt eine Lichtgestalt (Hintergrund und Eindruck stimmen eben, intelligent ist er auch zweifellos), trotz seines Überdrehens am Medienrad und seiner offenbaren Drang zur Selbstinszenierung (die heute freilich ein Stück dazu gehört). Aber etwas mehr Substanz darf man wohl verlangen, zumal die letzten Ereignisse miserabel kommuniziert wurden. Ich finde, Guttenbergs Handelns zeigt auch ein bisserl, wie dünnhäutig er in wirklichen Stresssituationen reagiert. Bin sehr gespannt, wie er die Sache dreht und ob er am Ende nicht doch als strahlender Aufklärer dasteht.

Da fällt mir Brechts Galilei eint: “Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.”

35) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 27. Januar 2011, 19:52 Uhr

Wie phantastisch der Mann mit der “Bella Figura” seinen Job erledigt, kann man hier nachlesen, nachhören und anschließend staunen:
http://www.mdr.de/fakt/8118072.html

36) Ste, Donnerstag, 27. Januar 2011, 23:06 Uhr

Lieber Herr Spreng,

respekt, dass sie es bei Illner auf dem Sessel aushielten. Bei jedem Beitrag der Bild-Prinzessin musste ich entweder lachen oder weinen. Was ist nur mit dem Adel los?

Liebe Grüße

37) Recht Unbedeutend, Freitag, 28. Januar 2011, 02:17 Uhr

P.C.Nowak, ein Politiker mit Blick auf das große Ganze darf durchaus die Interessen einer inzwischen sogar europäischen Rüstungsindustrie im Blick haben. Sicher: die Probleme beim A400M sind kein Ruhmesblatt für Airbus. Sicher: die Industrie nutzt die Schwächen der wehrtechnischen Beschaffung systematisch aus. Aber im Verhältnis zu den neuen Bankverbrechen nimmt sich das für mich inzwischen nicht mehr als der größte Skandal unserer Zeiten aus.
Lesen Sie mal über den Digitalfunk für die Polizei oder das Internetsystem der Bundeswehr. Da fließt mehr, und das unter Ministern aller Couleur. Wir können nicht besser. Bei Airbus stellt sich die Frage der Realisierbarkeit, der Staat kann nicht mehr verlangen als da ist. Wenn wir 100 Flugzeuge nach Indien exportieren wollen, müssen wir eine Firma haben, die das leisten kann. Wenn wir wollen, daß die besser arbeitet, können wir sie nicht an der einen Seite mit Strafen dazu zwingen, wenn wir es ihr an der anderen Seite per Subvention wieder reinpusten. Auch die marktwirtschaftlichen Drachenbändiger englischer Sprache können es mit Boeing nicht besser. Das genügt mir als Beweis. Vielleicht zu Unrecht, das gebe ich zu. Aber wir sollten die Kir-, äh die Syna-, vielmehr die Mosch-, also wir sollten das Gotteshaus im Dorf lassen. Eine grüne Wehrtechnik und -beschaffung gehört auch nicht unbedingt zu meinen schönsten Utopien. Insofern ist die Opposition wichtig, aber nicht automatisch besser (bezogen auf ihren Link).

38) wschira, Freitag, 28. Januar 2011, 11:07 Uhr

@Anis
Ich bin ja nicht dazu da, um Herrn Spreng zu verteidigen (das kann er sicher besser), aber Ihr posting erscheint mir merkwürdig. Ganz davon abgesehen, dass er vollkommen recht hat (und das auch in der gestrigen Sendung von M.B Illner demonstriert hat): Sie sagen, mit so jemand wollen Sie nicht diskutieren – und setzen dann so ein etwas dümmliches posting in das blog – sehr merkwürdig.

39) Dr. Dr. Joachim Seeger, Freitag, 28. Januar 2011, 15:44 Uhr

Der Stern von Guttenberg sinkt unaufhörlich!

Hat der bayrische Freiherr sein Ministerium nicht mehr im Griff? Jeden Tag gibt es Meldungen über neue Skandale aus dem Verteidigungsministerium… Angela Merkel muss sich langsam nach einem neuen Kronprinzen umsehen, denn Guttenberg ist in der Öffentlichkeit nicht mehr zu verkaufen. Der Mann wurde total überschätzt und glänzt jetzt nur noch durch seine Arroganz. Merkel und Seehofer müssen also beide im Amt bleiben, denn Guttenberg steht nicht mehr zur Nachfolge bereit. Hat die CSU durch diesen Emporkömmling ihr politisches Kapital verschossen? Auch die CDU wird es süren, denn dort steht absolut kein Merkel-Nachfolger bereit. Der Stern von Guttenberg sinkt auf jeden Fall unaufhörlich!

Dr. Dr. Joachim Seeger, Recklinghausen

40) Peter Christian Nowak, Freitag, 28. Januar 2011, 20:57 Uhr

@Recht Unbedeutend

Also, Sie haben schon Recht: Der Bankenskandal wird den Bürgern noch teuer (viel teurer noch!) zu stehen kommen. Ich bin der Meinung, daß Deutschland derzeit keine Personalien auf politischem Parkett kennt, die nicht nur mediale Kompetenz ausstrahlen, sondern auch fachlich kompetent sind. Aber bei dem sicherlich geringeren Übel Airbus wird ein weiterer Marker von Unvermögen sichtbar; und das zieht sich durch alle Ministerien(siehe Aigner) hindurch.
Ich glaube, wir haben es mit Menschen in der Politik zu tun, bei denen Mittelmäßigkeit in Kompetenz wie Leistung dominieren. Menschen, die wenig fachliche Kompetenz haben suchen ihre Wissenslücken bei Lobbyisten zu stopfen, ihre Defizite füllen sie mit andressierten Auftritten vor möglichst vielen Kameras. Auf Dauer ist das hochgefährlich. Im Ergebnis haben wir keine Demokratie mehr. Die Richtlinien der Politik bestimmen die Wirtschaft, die Börsen, und (immernoch!) die Finanzjongleure. Derjenige, der diese Macht bricht, ist nicht in Sicht. Das ist frustrierend.
Ob Herr zu Guttenberg fachlich qualifiziert ist, wird sich innerhalb seiner nächsten Aufgabe zur Reform der Inneren Führung der Bundeswehr und beim Umbau der Bundeswehr zeigen. Da sind noch nicht alle Würfel gefallen.

41) M.M., Samstag, 29. Januar 2011, 09:58 Uhr

zu Guttenberg haut das ganze Bashing hier nicht um. Zitate von Vetter, in dessen Amtszeit sich die Vorstandsmitglieder des DGB- Wohnungsbaukonzerns Neue Heimat Millionen in die eigene Tasche steckten und Geld verzockten, muessen heute nicht mehr gelten. Die Welt hat sich weitergedreht mit Beginn des Internets und der “über 40 Stunden Woche”. In der Zwischenzeit ist viel Wasser den Rhein hinuntergeflossen. Im übrigen verstehe ich unter “Affäre” etwas anders. Und davon ist zu Guttenberg meilenweit entfernt!

42) JohannRoth, Samstag, 29. Januar 2011, 10:07 Uhr

Aus Aktivitäten im Familienkreis kenne ich das Problem wichtiger PR-Aktivitäten, Umgang mit der Öffentlichkeit, technischer und sportlicher Erfolg als Basis aller Aktivitäten. Das Ergebnis: Wenn ein ehemaliger Chefredakteur an der Spitze steht, kommt immer nur ein 2. Sieger dabei heraus. Die richtige Reihenfolge ist:
1. Der beste Sportler (mit der besten Betreuung).
2. Die beste Maschine (die finden in der Regel irgendwann zusammen)
3. Der Weltmeister wird dann vermarktet (mit einem 2. Sieger kann der beste Jounalist nicht so gut PR(Public Relation) machen.

Mit freundlichen Grüssen

43) karel, Samstag, 29. Januar 2011, 15:20 Uhr

“Wer sich in BILD begibt, kommt darin um”.?????
Nun, in einem Land der Linksintellektuellen gibt es einen “gemeinsamen Feind”, eben die “BILD”.
Wer als Rechtsintellektueller sich der Gesellschaft mitteilen will, welche Wahl hat er denn?
Sind es nicht dann eher ARD, Süddeutsche, FAZ, SPIEGEL, STERN, WAZ, die Blätter der DDVG-Gruppe, die dann mehr oder weniger gleichgeschaltet den gemeinsamen Gegner “umbringen”????

Ein Blick in die Wirklichkeit genügt.

44) Ovid, Samstag, 29. Januar 2011, 18:24 Uhr

Ich sehe die Zusammenarbeit mit der Bildzeitung auch mit gemischten Gefühlen, wissen wir doch, wie schnell die ihre Meinung ändern, wenn es der Auflage dient. Allerdings muss ich Ihnen Herr Spreng in einer Sache vehement widersprechen. Das mit der Suspendierung war richtig, weil wie wir wissen, es zwei verschiedene Meinungsäußerungen gibt. Einmal die der Offiziersanwärter, dann die der Stamm-
mannschaft. Ist nun was passiert oder ist nur Friede, Freude, Eierkuchen, wie die Mannschaft behauptet.
Das hat der Kommandant nicht mehr im Griff, ist also unglaubwürdig, weil er selbst ja auch einen lauen Ton gepflegt hat. Guttenberg hat bisher alles richtig gemacht, auch wenn die deutsche Presse wieder mal, warum auch nicht, sich gegenseitig zerfleischt. Hier geht es ja auch nicht um irgenein omminöses Recht, was es in Deutschland nicht mehr gibt, noch nie gab, hier geht es wie in allen anderen Bereichen nur um Kohle und Einfluß, manche nennen es auch Machtspiele.

45) Homo politicus, Samstag, 29. Januar 2011, 19:56 Uhr

@Karel: Dass die FAZ links-intellektuell sein soll, wäre mir wirklich neu – diverse Leserkommentare bei FAZ-Online weisen da in eine ganz andere Richtung. Aber gut, jedem seine Sicht…

46) petsche, Sonntag, 30. Januar 2011, 07:09 Uhr

Es ist immer wieder so wohltuend erkennen zu koennen dass die Tintenkleckser immer alles besser wissen bzw. das richtige Rezept zur Loesung aller Krisen und.Probleme haben.

47) karel, Sonntag, 30. Januar 2011, 19:21 Uhr

@homo politicus
Selbst wenn wir die FAZ mal aus der Liste “streichen”, was ändert das?

Ist der Schlu0absatz im nächsten Spreng-Beitrag über z.Guttenberg nicht geradezu die Bestätigung?

48) Höxter_lebt, Mittwoch, 02. März 2011, 03:56 Uhr

“Wer sich in BILD begibt, kommt darin um”.

Komisch. Ausgerechnet gestern stand nichts über KT in der Bild. (Hört man. Nicht dass ich es selbst überprüfen könnte.) Ergebnis: Der Minister tritt zurück.

Schlussfolgerung: An dem Tag, an dem du nicht mehr in der Bild stehst, ist die Sache – für alle Eingeweihten offensichtlich – gelaufen.

49) Flo, Dienstag, 08. März 2011, 15:57 Uhr

“Sarrazin-Interview. Interview-Klau: ‘Bild’ muss 60.000 Euro zahlen” (heute gefunden und abgerufen bei DWDL.de)

Erst setzt sich Bild & AxelSpringerAG sehr für Urheberrechte und “Leistung”sschutzrechte ein;
dann kommt Guttenberg und vergeht sich mehrmals daran – Bild steht hinter und zu ihm.
Und jetzt auch noch das!?
Wann wird die Bild in die Psychiatrie eingewiesen?

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