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Montag, 31. Januar 2011, 09:06 Uhr

Zwei sind einer zu viel

Immer wieder gibt es die merkwürdige Konstruktion, dass Zeitungen oder Zeitschriften von zwei Chefredakteuren geführt werden. So ging es auch mir, als ich 1983 Chefredakteur des Kölner “Express” wurde. Der Verleger Alfred Neven DuMont traute einem “jungen Mann” von 35 Jahren nicht zu, die Zeitung allein zu führen und machte deshalb einen altgedienten Journalisten zum Co-Chefredakteur. Aber schon bald zeigte sich, dass diese Konstruktion nicht funktioniert.

Ich verbrachte die Hälfte meiner Zeit damit (obwohl ich den 1-A-Vertrag hatte), mit dem Co-Chefredakteur meine Entscheidungen abzustimmen oder seine Entscheidungen zu korrigieren. Deshalb bat ich den Verleger, die Doppelspitze aufzulösen und sich für einen zu entscheiden – was dann auch zu meinen Gunsten geschah.

Ein Unternehmen und auch Zeitungen oder Zeitschriften brauchen einen Chef, der entscheidet und dafür auch das volle Risiko trägt. Dennoch werden Doppellösungen immer wieder installiert – häufig auch nach dem alten Grundsatz “Divide et impera”. So können Verleger oder Vorstandschefs die Chefredakteure gegeneinander ausspielen und die aus ihrer Sicht zu große Macht eines alleinigen Chefredakteurs verhindern.

Das führt aber in der Regel zu einer Verflachung des Blattes auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner – oder zur Blockade.

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1 Kommentare

1) Eduard, Montag, 31. Januar 2011, 09:43 Uhr

… und aus dem gleichen Grund sind auch Große Koalitionen schlechter als ihr Ruf … ;-)

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