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Verlierer des Tages

BILD und ich haben seit 1. Januar 2001 ein klares Verhältnis: die Bild-Zeitung kann mich nicht leiden und ich sie nicht.

Mir gegenüber drückt sich das in gelegentlichen Gemeinheiten in Millionenauflage aus.  2002, als ich für Edmund Stoiber arbeitete, war ich in der Kolumne von Oskar Lafontaine “IM Cohiba”, weil ich gelegentlich gute Zigarren mit Gerhard Schröder geraucht hatte. Zuletzt gehörte ich zu den “30 nervigsten” Talkshow-Gästen und 2004, als ich Jürgen Rüttgers beriet, war ich “Verlierer des Tages”. Das kam so:

Rüttgers zog im Wahlkampf mit seinem Talk-Format “Rüttgers – ganz persönlich” durch Nordrhein-Westfalen. In Bielefeld hielt sich der Beifall in Grenzen, was mich vor zwei, drei Leuten zu der – sicher unvorsichtigen – Bemerkung veranlasste, man kenne ja die geringe westfälische Begeisterungsfähigkeit. Wenn ein Bielefelder mit dem Kopf nicke, sei das schon ekstatischer Beifall.

Was ich nicht wusste: BILD-Chef Kai Diekmann ist in Bielefeld aufgewachsen und so wurde ich am nächsten Tag auf Seite 1 zum “Verlierer des Tages”.