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Donnerstag, 28. April 2011, 15:11 Uhr

Wie antisemitisch ist die Linkspartei? Teil 2

Im März 2009 forderte der Fraktionsvorsitzende der Partei “Die Linke” im Duisburger Rathaus, Hermann Dierkes, einen Boykott israelischer Waren. Er blieb bis heute Fraktionschef und regiert inzwischen in einer rot-rot-grünen Koalition im Rathaus mit. Jetzt wurde dank der “Ruhrbarone” bekannt, dass die Webseite der Partei in Duisburg ein offen antisemitisches Flugblatt verlinkt hat, das unter einem mit dem Hakenkreuz verschlungenen Davidstern fordert “Nie wieder Krieg für Israel”. 

Der Antisemitismus ist in der Linkspartei nach wie vor virulent. Nur zeigt er sich selten so offen wie mit diesem Flugblatt. Meist versteckt er sich hinter dem sogenannten Antizionismus und hinter Freundschaftsbekundungen für die Terrororganisation Hamas. Hauptprotagonistin dieser Richtung ist die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke, ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen. Ihre Parteigenossin Katja Kipping hat ihr darauf schon vor zwei Jahren die richtige Antwort gegeben: Antizionismus ist für sie eine “Spielart des Antisemitismus”.

Jetzt rächt sich, dass “Die Linke” ihr Verhältnis zum Existenzrecht des Staates Israel und zum Antisemitismus nie geklärt hat. Die Forderung des Berliner Landeschefs der Linkspartei, Klaus Lederer, eine inhaltliche Debatte über das Verhältnis zu Israel zu führen, ist bis heute nicht erfüllt worden. Oskar Lafontaine wollte das offenbar nicht.

Heute ist  ”Die Linke” durch internen Macht- und Richtungskämpfe so blockiert, dass sie keine Zeit erübrigen kann, diese für deutsche Politiker grundsätzliche Frage zu klären. Deshalb kann es  immer wieder zu offenen oder verdeckten antisemitischen Ausfällen kommen.

Im Grunde hat “Die Linke” nichts geklärt: die Vorsitzende will immer noch Wege zum Kommunismus suchen, die Abgeordnete Ulla Jelpke marschiert unter Hamas-Fahnen und schickt der Organisation alter Stasi-Kader zur Jahrestagung freundliche Grüße, der Duisburger Kreisverband verlinkt antisemitische Flugblätter. Die Linkspartei beherbergt neben anständigen Leuten nach wie vor auch linksradikale Sektierer, Stasi-Freunde, Israel-Hasser und Antisemiten. Der plakative Kampf der Linkspartei gegen Hartz IV hat dies lange Zeit überdeckt.

 Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag “Wie antisemitisch ist die Linkspartei?” 

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

48 Kommentare

1) Dieter Carstensen, Donnerstag, 28. April 2011, 15:55 Uhr

Woraus folgert, ewig Gestrige gibt es rechts und links.

2) Hans M., Donnerstag, 28. April 2011, 17:25 Uhr

Rechts und links zu unterscheiden, bringt es nicht: Es gibt demokratisch und nicht-demokratisch, antisemitisch/antizionistisch/judenfeindlich/rassistisch und das menschenfreundliche Gegenteil.

Und da kommts her (Die allerübelste schwedische Neonaziseite!)
http://www.radioislam.org/boycott-israel/index.htm

Die LINKE-DUISBURG-Original-Kopie in voller Länge:
http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:RQgTEivOGpIJ:www.die-linke-duisburg.de/fileadmin/kvduisburg/Bilder/flugblatt_01.pdf+http://www.die-linke-duisburg.de/fileadmin/kvduisburg/Bilder/flugblatt_01.pdf&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEESgWqD23QLai5rj0HWG16s4mCCXymrljd3a2HLmx6Ki_A-nrmjXN1Lqz8xl1oul1kL4IeXrlqlnUXFOnJPPcKzAZHWv3ClYbQU1AMCOHe6hlgkNpR5wRNZBuUx_QTG-K0z1Z_xwI&sig=AHIEtbQGbWr7AeHUydUItSYbJXj-uULz8A

3) Katharina, Donnerstag, 28. April 2011, 18:08 Uhr

In der Linken gibt es zudem noch den BundesArbeitsKreis BAK Shalom, http://bak-shalom.de/

Die sind schon ziemliche Israelfans

http://www.bak-shalom.de/index.php/2011/04/13/%E2%80%9Eziel-ist-nicht-die-gleichberechtigung-in-israel-sondern-der-kampf-gegen-israel%E2%80%9C/

, so gleicht sich dort eben vieles aus.

4) Peter, Donnerstag, 28. April 2011, 18:22 Uhr

Die Linken im Ruhrgebiet sind ein Sammelsurium versprengter Alt-Kommunisten und Chaoten ohne erkennbare Kontur. Die auf eine Linie festlegen, hieße einen Pudding an die Wand zu nageln. Die schwimmen noch eine Weile im Kielwasser der Bundespartei, bevor sie versinken wie DKP etc. Neben der akut ärgerlich zerfaserten Parteienlandschaft, kein Grund sich aufzuregen.

Aber was bitte schön ist eine Hauptprotagonistin? Ein schwarzer Rappe? Pleonasmus in Reinkultur.

5) mambo, Donnerstag, 28. April 2011, 19:32 Uhr

schade ! als bessere SPD ( = Arbeitnehmerpartei ) hätte DIE LINKE eine große Chance gehabt,
aber nicht als Sektiererpartei.
Im übrigen ist Kritik an der israelischen Politik ,z.B. gegenüber den Palästinensern ,
nicht a priori antisemitisch.

6) syrinx, Donnerstag, 28. April 2011, 19:36 Uhr

> Im März 2009 forderte der Fraktionsvorsitzende der Partei “Die Linke”
> im Duisburger Rathaus, Hermann Dierkes, einen Boykott israelischer Waren.

Und wo ist jetzt genau das Problem? Das gleiche tun mittlerweile zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt, und teilweise sogar ganze Städte und Länder (Stichwort “BDS”). Mit Anti-Semitismus hat das in den meisten Fällen natürlich nichts zu tun.

Dadurch, dass der Beitrag schon im allerersten Satz Kritik am Staat Israel mit Anti-Semitismus gleichsetzt, disqualifiziert er sich von selbst.

Was auch immer Die Linke für “anti-semitische” Sünden begangen haben soll – auf die tendenziöse Interpretation von Herrn Spreng darf man sich in dieser Hinsicht ganz offensichtlich nicht verlassen.

7) Lacerda, Donnerstag, 28. April 2011, 19:49 Uhr

Als alle immer bereit waren die Keule zu holen, sobald die Linspartei erschienen ist, habe ich gesagt, nein, wir müssen die auch mal zu Wort kommen lassen.
Dann kam der 29.06.10.
Im Parlamente beruflich unterwegs habe ich feststellen müssen, wie eine Partei aus Eitelkeit und Gekränktheit einer historischen Chance verpaßt, jemanden wie J. Gauck zu wählen. Denn hätten wir heute nämlich und nicht etwa diesen Gesandten von Fr. Merkel, C. Wullf, der sich gleich am WE auf die Socken nach Lateinamerika machen wird.
Bei der Fraktionen der Grünen hoch alles nach bevorstehender Veränderung.
Fr. Hamm-Bücher kam vorbei und hatte mit konferiert, wie man die Linkspartei diese Chance klar machen kann. Sie leitete auch eine Grünekommission dahin. Wie wir gesehen haben, ohne Erfolg.
Nach dem zweiten Wahlgang hätte die Linkspartei ihre Kandidatur zurück nehmen müssen dann wäre Deutschland volksnäher als es heute de factoist.
Die Linkspartei ist seitdem für mich keine ernstzunehmende Partei mehr. Auch meinen Ohren stelle ich ihnen nicht mehr zur Verfügung. Nie mehr.

8) Simon, Donnerstag, 28. April 2011, 20:08 Uhr

Für alle, die immer sagen: “Beschäftigt euch doch nicht immer mit der äußeren Form, geht doch mal auf die Inhalt der Linkspartei ein”. Das sind sie also, die Inhalte dieser sogenannten Linkspartei. Wenn die nochmal laut fragen, warum sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

9) Thom, Donnerstag, 28. April 2011, 20:13 Uhr

Die Analyse trägt nicht. Innerhalb der Linken mag vereinzelt es Antizionisten geben; die Partei erkennt, wie jeder vernünftige Deutsche, das Existenzrecht Israels (was für eine Frage) vorbehaltlos an. Dagegen haben es in der CDU NSDAP-Parteigänger zu Ministerpräsidenten gebracht. Wenn wir von Antisemitismus reden. Und was mit der FDP in NRW los war, wes Geistes Kind die Parteioberen dort waren, das ist auch bekannt. Von den unzähligen Altnazis und Judenhassern in den frühen Jahren der CDU Basis gar nicht zu sprechen. Wenn eine Schwalbe bei der Linken den Frühling machen soll, dann wäre im Antisemistismusland der CDU dauerhaft Hochsommer. Miit dem Unterschied, daß die CDUler die reale Vernichtung von Juden betrieben haben und die Linken meist nur etwas plump Unterdrückte unterstützten wollen.

10) borgdrone, Donnerstag, 28. April 2011, 20:56 Uhr

Wie gehen denn die anderen Parteien damit um?
An der Situation in Palästina/Israel kann man sich nur die Finger verbrennen oder Fallschirmen. Da ist keine Debatte von Rechts oder Links.
Wer sich auf so triviale Pferde setzen lässt, der hat die Situation nicht im Ansatz verstanden.

11) borgdrone, Donnerstag, 28. April 2011, 21:11 Uhr

also grad mal so rumgeklickt.
http://www.webpagescreenshot.info/img/97404-4282011100921PM

die nehmen sich da aber auch nicht viel?
Das ist Sandkastenniveau

12) cosmopolitan, Donnerstag, 28. April 2011, 21:21 Uhr

Sehe darin gar kein Problem oder Widerspruch. Ich kaufe seit 20.Jahren keine Ware aus Israel und unternehme keine Reisen nach Israel, um Terrorstaat Nr.1 finanziel nicht zu unterstützen und den Kindern habe ich es ja auch beigebracht.
Und ich bin kein Antisemit.

13) saskia, Donnerstag, 28. April 2011, 21:31 Uhr

@lacerda:

“Im Parlamente beruflich unterwegs habe ich feststellen müssen, wie eine Partei aus Eitelkeit und Gekränktheit einer historischen Chance verpaßt, jemanden wie J. Gauck zu wählen.”

Sind Sie sich sicher, dass Sie auch die Linke in der Sache mal haben “zu Wort kommen lassen”? Oder haben Sie nur die Parteientaktik der Grünen und der SPD als historische Chance verkannt? Ich will garnicht darauf eingehen, ob Gauck besser wäre als Wulff, da kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein, aber zur Bundespräsidentenwahl/Linke empfehle ich diesen Artikel, wenn Sie nicht immer gleich die Keule rausholen wollen:

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3445/perspektiven-zur-perspektivlosigkeit

14) sk8erBLN, Donnerstag, 28. April 2011, 21:55 Uhr

Naja weshalb sollte es auch ein Privilleg der SPD bleiben Rassisten in ihren Reihen zu dulden?
@ Hans M:
Danke für den Link zu dem Dokument, in der Tat heftig, insbesondere das “Logo” geht gar nicht.

Und wo der Herr Spreng schon länger nichts mehr zur CDU geschrieben hat, ich hätte da auch noch was, dass der allgemeinen Parteienverdrossenheit förderlich ist:

Die Thüringer CDU muss verfassungswidrig gezahlte Gelder nicht zurückzahlen, weli die Landtagspräsidentin (auch in der CDU, na so ein Zufall) keine Rechnung schreibt. Und da wundern die sich über Politikverdrossenheit. Es geht um ca ne Million Euro, also keine trivialen Beträge.
einmal mehr Danke an das fefe.blog.de.

Die Arroganz der Macht
Es ist die pure Arroganz der Macht. Da kassieren einige CDU-Fraktionäre in verfassungswidriger Art und Weise Zulagen. Der Rechnungshof merkt das und moniert das bei der damaligen Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski . Es geht um keine Peanuts, fast eine Million Euro sind zuviel gezahlt worden. Die klare Aufforderung des Rechnungshofs: zurückfordern. Wir schreiben das Jahr 2006. Schipanski lässt die Angelegenheit liegen, die CDU-Fraktion erhält keine Rechnung, also zahlt sie auch nicht. Bis heute nicht. Aus ihrer Sicht verständlich.

http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Die-Arroganz-der-Macht-289600854

15) Fassmann, Donnerstag, 28. April 2011, 23:18 Uhr

Ach Herr Spreng, wie isses süß wenn sie in Bilder-Zeitungsmanier so absolut nebensächliche Themen zum Riesenfaß aufblähen.
Wollen Sie die Leute für dumm verkaufen?

Schauen Sie sich doch mal an was derzeit in der Weltwirtschaft und speziell im EU-Raum abläuft, wie undemokratisch die Eu überhaupt agiert und wie sehenden Auges das Eigentum der kleinen Leute zu Gunsten von Banken und Spekulanten von Politikern dank ihrer alternativlosen Rettungspakete verzockt wird.
Das ist unter anderem deshalb ein Thema, weil wenn denn der Crash kommt, keiner mehr einen Pfifferling für Ihr politisch korrektes Gutmenschentum gibt, da schert keinen mehr Demokratie und Menschenrechte weil sich jeder selbst der Nächste ist.
Und von wem ist das alles verursacht? Von den kleinen Splitterparteien an denen Sie sich so reiben?

16) jolly rogers, Freitag, 29. April 2011, 00:40 Uhr

Ich empfinde mich durchaus als Linken, aber wenn ich Äußerungen wie die von Jelpke oder noch spezieller von manchen hessischen Linken höre, krieg’ ich sofort Ausschlag. Das ist ein Haufen von ewig Gestrigen, die sich jetzt an den Fleischtöpfen so richtig austoben.

17) sol1, Freitag, 29. April 2011, 00:53 Uhr

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Linkspartei-Duisburg-ignorierte-solid-Texte-auf-eigener-Website-id4587580.html

Entweder sind die Linken in Duisburg in Sachen Internet so inkompetent, daß sie besser daran getan hätten, niemals eine Website online zu stellen – oder sie lügen, daß sich die Balken biegen.

18) Simon, Freitag, 29. April 2011, 08:52 Uhr

Das ist natürlich eine ziemlich perfide Argumentation, die hier von manchen erfolgt: Die anderen Parteien haben auch Dreck am Stecken, dann kann “meine Linkspartei” doch wohl auch ein bisschen antisemitisch und antizionistisch sein.

19) Tommy, Freitag, 29. April 2011, 09:42 Uhr

Nachdem die Kommunismuskeule nicht die erzielte Wirkung gezeigt hat, wird die Antisemitismuskeule geschwungen. Zurück zum BILD-Niveau … Bravo Herr Spreng !

Kritik an der Regierung Israels (nicht an Juden) ist zwingend notwendig und muss sachlich geführt werden.

“eine inhaltliche Debatte über das Verhältnis zu Israel zu führen, ist bis heute nicht erfüllt worden”

Wie denn auch, wenn jede Diskussion mit dem Totschlagargument begraben wird.

20) StefanP, Freitag, 29. April 2011, 13:23 Uhr

@Tommy

“Kritik an der Regierung Israels (nicht an Juden) ist zwingend notwendig”

Mag sein. Zuvorderst hätte ich gerne Quellen, wo sich die Linkspartei ausführlich und kritisch mit der Hamas, der PLO, dem Verhalten der Palestinenser und den Selbstmordattentaten auseinandersetzt. Vielleicht noch ergänzt durch Quellen aus Blogs – vorzugsweise eindeutig linke. Danach können wir über den Satz nochmal reden.

21) Hans M., Freitag, 29. April 2011, 14:10 Uhr

Die LINKE bezieht sich sinnigerweise auf den übelsten Nazihetzer im Internet. Dabei hat sie übersehen, dass Radioislam in der Nachfolge Hitlers nahezu die gesamte Russische Revolution und damit alle Kommunisten und Sozialisten als JUDEN diffamiert.

http://www.radioislam.org/historia/zion/sionism/22.htm

Und ich kann diese DDR=Antifaschismus-Lügen nicht mehr hören. In der DDR waren mehr Nazis Minister nach 1945 als im Westen. Liebe Linkefreunde, googelt mal nach Vincenz Müller, Arno von Lenski oder Paulus!

22) seen, Freitag, 29. April 2011, 14:41 Uhr

@cosmopolit

Ich würde gerne wissen, wie Sie das anstellen. Vermutlich wissen Sie gar nicht wo überall Israelische Produkte drin sind. Da Sie offensichtlich einen Computer benutzen, informieren Sie sich mal wo die Computerchips dafür herkommen. Handys nutzen Sie vermutlich auch nicht?

Und nein, Sie sind noch kein Antisemit weil Sie Israelische Waren boykottieren und Israel als Terrorstaat Nr. 1 bezeichnen. Vielleicht sind Sie auch nur dumm, uninformiert und ideologisch verblendet.

23) Romeias47, Freitag, 29. April 2011, 15:06 Uhr

Vielleicht zwischendurch ein kleines Kapitel Heimwerker-Psychologie:

Im Westen sind die Kapitel Antisemitismus/Rassismus das letzte Tabu, mit dem man – wenn man es anbohrt – die Scheinwerfer der Öffentlichkeit auf sich lenken kann.

Im Osten muss man unterscheiden zwischen nach 1995 (die Menschen haben ja keinen Kippschalter an der Stirn) Sozialisierten und jenen, die noch im “solidarischen Sozialismus” groß geworden sind. Da wurde vermutlich mancher auch mit Solidarität überfordert. Der Groll-Sockel, der da angewachsen ist, hat sich bei vom Arbeitsmarkt nicht gefragter Kraft dann im einen oder anderen Fall bei diesem Thema sein Ventil gesucht.

In der Bibel, dem alten Schinken, steht auch die eine oder andere Weisheit, z.B. die vom nicht wahrgenommenen Balken im eigenen Auge und dem sofort ausgemachten Splitter im Auge des anderen.

Irgendwie ist mir noch nie eine richtige Klarstellung der christlichen Kirchen zu Ohren gekommen. Der Pöbel, der die Via Dolorosa in Jerusalem gesäumt hat, ist der gleiche, wie der von den Hinrichtungen zur Zeit der Inquisition und bei den Bücherverbrennungen oder im Berliner Sportpalast. Dass das in Jerusalem naturgemäß Juden waren, ist sekundär. Das Elend der Religionen ist, dass sie ihre Errungenschaft zu oft nicht weiterentwickeln bzw. erweitern.

24) Frankilein66, Freitag, 29. April 2011, 15:22 Uhr

Vor Jahren gab es mal die Frage der Sport-Bild:

Wie krank ist Mario Basler?

Eine typisch boulevardeske und perfide Frage, weil sie sich natürlich seriös gar nicht beantworten lässt aber die Antwort geradezu unterschwellig selbst gibt:

Sehr!

25) Fritz Koch, Freitag, 29. April 2011, 17:27 Uhr

Genau: Immer fest druff auf die Linken und wenns mit dem Holzhammer ist.

Wenn ich den Ausriß aus dem heutigen Spiegel-online lese (andere Quellen stehen mir leider nicht zur Verfügung), frage ich nicht nur mich:
Welche dieser dort dargestellten Fakten ist falsch?
Da sich die Wahrheit dieser Fakten auch aus den öffentlich-rechtlichen Programmen und Qualitätszeitschriften entnehmen läßt, sind diese etwa gar auch antisemitisch?
Kann die Wahrheit antisemitisch sein?
Oder sind die Machthaber in Israel am Ende selbst verkappte Nazies, die durch ihre schändliche Politik dem Antisemitismus Vorschub leisten wollen?

Unkritischer Philosemitismus ist auch eine Form des Antisemitismus.

Die 6 Millionen von den Nazies getöteten Juden sind Opfer, die Palästinenser aber auch. Und die können nun wirklich nichts für den Holocaust. Die derzeitige Israelische Reagierung kann aber sehr wohl was für das Elend in den Besatzungsgebieten. Je eher dieses Regime endet, desdo eher gibt es Ruhe und Shalom im Nahen Osten.

26) Klaus, Freitag, 29. April 2011, 19:44 Uhr

“Ein gescheites Wort, schon ist man Kommunist.” (zieht nicht mehr?)
Also, beser noch eins drauf: “Ein gescheites Wort, schon ist man Nazi:”

Ein Linkenhatz-Artikel eines (ehem.) CSU-Funktionärs(!) und Blödzeitungsschefs(!)
Mehr muss dazu nicht gesagt werden.
(Ja. Herr Spreng, wer mal viel Geld mit Mist verdient hat, muss sich nicht wundern, dass er noch lange streng riecht).
Oft geben Sie sich ja Mühe, wieder redlich zu werden, aber manchmal kommt’s Ihnen dann doch wieder hoch… was schade ist.

27) garibaldi, Samstag, 30. April 2011, 07:21 Uhr

Es sind nicht zuletzt diese antisemitischen und pro-islamistischen Ausfälle, die zeigen, was die Linkspartei von der pluralistischen Demokratie hält: nichts.

Der heutige nationale Sozialismus trägt den Namen “die Linke”.

28) riccardo borghese, Samstag, 30. April 2011, 09:16 Uhr

Eigenartig ist doch vielmehr, dass das Treiben dieser vereinigten Mauermörderfreunde in der deutschen Öffentlichkeit kaum interessiert. Lieber hält man sich wochenlang mit einer Marginalie wie Sarrazin auf.

29) Politikverdruss, Samstag, 30. April 2011, 11:56 Uhr

Entlarvend!

30) kleinErna, Samstag, 30. April 2011, 13:15 Uhr

Diesmal, verehrter Herr Sprengmeister, haben Sie es ganz schön übertrieben!
Einen sochen Unsinn in den Vordergrund zu stellen und dermaßen aufzubauschen, ist ziemlich schräg. Haben Sie kein anderes Thema gefunden???

Einige Vor-Kommentatoren haben es bereits auf den Punkt gebracht: Der Staat Israel ist nicht gleich das Judentum und dass dieser Staat eine ganze Menge nicht nur falsch macht, sondern auch permanent gegen das Völerrecht verstößt und trotzdem auf der Weltbühne weiter mitmischen darf, erlaubt doch wohl noch Kritik (würde sich dasselbe ein anderer Staat erlauben, wären die Weltpolizisten USA dort schon lange einmarschiert!) ?

Also, lassen wir das lieber und was den Antisemitismus (der dann ja wohl das Volk der Juden, weltweit, betreffen würde) in unserem Land und in unseren Parteien betrifft, so gibt es in allen Parteien den Einen oder Anderen, der dieser Verblendung noch heute unterliegt. Das sollte heutzutage aber nicht eine ganze Partei in Mißkredit bringen. In früheren, noch jungen bundesrepublikanischen Tagen war das vordringlich in den Unionsparteien noch ein ernstes Problem, aber heute?

In der Hoffnung, dass da wieder was Besseres nach kommt, verbleibe ich, Ihre . . .

31) Scuba, Samstag, 30. April 2011, 13:58 Uhr

Ich denke, in den Kommentaren hier wird vieles vermischt. Der Auslöser des Artikels, das Flugblatt mit dem Haken-Davidstern, und auch die darauf verlinkten Seiten sind klar antisemitisch. Ich finde es bedauerlich, das “meine” Linkspartei dagegen nicht entschiedener vorgeht. Denn dieses ist auch definitiv nicht die “berechtigte Israelkritik”, die manche darin zu sehen glauben. Meiner Meinung nach hat Herr Spreng nichts anderes angesprochen. Sicher, ich rege mich auch immer über Leute auf, Israelkritik mit Antisemitismus gleichsetzen, aber das wurde im Artikel meiner Meinung nach auch nicht getan. Einzig über den Boykott israelischer Waren würde ich persönlich nicht als antisemitisch bezeichen. Boykott israelischer Waren =! “kauft nicht bei Juden”.

32) Wolf-Dieter, Samstag, 30. April 2011, 15:51 Uhr

Antisemitismus richtet sich gegen ein Volk, Antizionismus gegen eine politische Praxis. Dass Sie es gleich setzen, ist falsch, Herr Spreng. Mir fällt auf, dass Ihnen solcherart Lapsus öfter in Zusammenhang mit der Linken passiert.

Ihre übrigen Blogbeiträge finden mein Interesse und meine Zustimmung.

33) Peter Christian Nowak, Samstag, 30. April 2011, 16:51 Uhr

@Fassmann

Orchideenthemen, wie die Frage nach Antisemitismus in Deutschland und ihren Parteien, also Fragen, die zur Aufhübschung der politischen Korrektheit dienen, werden in Zukunft keinen Hund hinterm warmen Ofen hervorlocken können. Und das ist gut so!
Das Thema Finanzkrise und ihre Auswirkung auf Deutschland halte ich ebenso für wichtiger, als das Thema “Antisemitismus”. Abgesehen mal davon, daß es in der Linkspartei in der Tat einige Mitglieder in den Ortsverbänden gibt, die man gleichsam in der Pfeife rauchen kann. Es gibt sie tatsächlich, die Altkommunisten und andere Sektierer und Spinner, die glauben bzw. inständig hoffen, ihre materiellen Verhältnisse durch Parteiposten aufbessern zu können. Und das möglichst durch ein Mandat im Bundestag.
Ich muß nicht Antisemit sein, wenn mich dieses Thema nicht sonderlich reizt.

Wichtig für mich ist die Frage, ob und inwieweit sich Deutschland durch wachsende Armut politisch destabilisiert, wenn die Diktatur eines unmenschlichen kapitalistischen Systems weiter um sich greift. Wenn sich Deutschland zusehends der sozialen Marktwirtschaft entfremdet, die Religion amerikanischen Neoliberalismus längst in die Literatur in den Hochschulen für BwL und VwL Einzug gefunden hat, dann sehe ich eher rechte Parteien im Aufwind als die Linkspartei selbst. Die Politik ist weitgehend handlungsunfähig oder besser nicht willens zu handeln. Sie hat sich längst als subalterne Hure im absoluten Interesse der Wirtschaft angedient. Wer nun glaubt, das sei nun die Stunde der Linken, wird sich alsbald die Augen reiben. Wenn so ein “charismatischer” Typ wie zu Guttenberg daherkommt, der die Themen rhetorisch richtig verpackt, reden kann, daß die Fetzen fliegen, dann geht in Deutschland die Post ab. Dann hat diese dröge Truppe in Berlin keine Chance mehr – gleichgültig welche Partei.

34) Thomas Maier, Samstag, 30. April 2011, 17:59 Uhr

Nach wie vor ist nichts dagegen zu sagen, sich gegen Gottesstaaten zu positionieren. Egal welcher Religion. Ganz so unschuldig sind wir Deutsche ja auch nicht, wir legitimeren teilweise Gesetzesvorschläge auch mit religiösen Gesichtspunkten oder machen mit ihnen Werbung (CSU: “Schöpfung bewahren.”) Ein Staat hat säkular zu sein.

35) borgdrone, Sonntag, 01. Mai 2011, 07:28 Uhr

http://www.focus.de/politik/deutschland/linkspartei-israel-hetze-auf-weiteren-webseiten-entdeckt_aid_622732.html

naja… aber Hauptsache schon mal “die Linke” eingeordnet. Wie nennt man das? Vor-Urteil?

36) Jürgen, Sonntag, 01. Mai 2011, 15:45 Uhr

Die FDP holt aber auf: In der Tradition des Jürgen Möllemann schlägt eine Dame aus Berlin sich für die Hamas im Europaparlament

http://www.alexandra-thein.de/index.php?id=6

37) anon, Montag, 02. Mai 2011, 10:47 Uhr

“Im März 2009 forderte der Fraktionsvorsitzende der Partei “Die Linke”
im Duisburger Rathaus, Hermann Dierkes, einen Boykott israelischer Waren.”
Herr Spreng, so recht ich ihre Verurteilung des Hetzblats finde so wenig verstehe ich diesen Satz. Können sie das für junge Leser wie mich bitte erläutern?
Israel bietet doch reichlich Anlass zum aufschrecken, ist da ein Protestaufruf mit wirtschaftlichen statt imageschäden die Grenze, ab der Antisemitismus beginnt?
Also wie gesagt ich würde mich über eine Antwort freuen.

38) seen, Montag, 02. Mai 2011, 11:16 Uhr

Denjenigen, die Antisemitismus gerne mal mit “Kritik an Israel” verwechseln, sei gesagt, dass in dem betreffenden Flugblatt u.a. die Shoah geleugnet wurde*. Außerdem befand sich auf der Seite der linken eine Verlinkung zu einer anderen Seite, auf der man “Mein Kampf” herunterladen kann.

Ich erwarte eigentlich nicht wirklich eine Antwort, aber wenn das kein Antisemitismus ist, was ist es dann?

* hier ein Mirror des betreffenden Flugblatts zum Zwecke der Dokumentation:
http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/04/kein-krieg-fc3bcr-israel.pdf

39) Erich Steinbach, Montag, 02. Mai 2011, 17:50 Uhr

Die Palästinenser waren seit 1936 ganz eng mit Nazideutschland verbündet. Ihr Chef Husseini verbrachte die Kriegszeit in Deutschland. Er stellte zwei SS-Divisionen auf-für Muslime (Hanjar und Skanderbeg). Die Palästinenser verhinderten die Aufnahem jüdischer Flüchtlinge.
SS-Größen tauchten nach 1945 in Ägaypten und Syrien unter.
Es reicht, sie als unschuldig zu bezeichnen. 500.000 Finnen wurden aus Karelien vertrieben.
Selbst wenn man von 700.000 1948 vertreibenen Palästiensern ausgeht, ist es ein Bevölkerungsaustausch gewesen, da gleichzeitig fast 750.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden. Die vertreibenen Araber sind leicht durch den enteigneten Besitz der vertriebenen Juden zu entschädigen.

40) sk8erBLN, Montag, 02. Mai 2011, 19:40 Uhr

neues zum Thema Parteienverdrossenheit. Wie wäre es mit dem Thema Herr Spreng?

Diesmal aus dem Cicero:

Wahlhelfer unter Verdacht – wird bei Bundestagswahlen manipuliert?
von Christoph Seils

Das Thema war in Deutschland bisher tabu. Doch nun sind zwei Politikwissenschaftler auf eindeutige Hinweise gestoßen, die auf systematische Unregelmäßigkeiten oder möglicherweise auf Manipulationen bei der Auszählung der Stimmzettel von Bundestagswahlen hindeuten.

Schlagzeilen über Unregelmäßigkeiten bei Wahlen oder gar Wahlbetrug kennen die Deutschen bislang nur aus Ländern wie Usbekistan, Iran oder Florida. Nie sind die Wähler, die Parteien oder der Bundeswahlleiter auf die Idee gekommen, einmal nachzuzählen oder nachzuprüfen. Nun haben erstmals zwei Politikwissenschaftler der Universitäten Köln und Toronto die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Und sieh an, auch bei Bundestagswahlen gibt es Unregelmäßigkeiten, die entweder auf Manipulationen oder auf systematische Schlamperei hindeuten, wobei die Übergänge fließend sein können.

http://www.cicero.de/97.php?item=6204

Oder wie wäre es hiermit:

Gewaltenteilung a la USA
“I authorized an operation to get Osama Bin Laden and to bring him to justice” Präsident Obama.
Ankläger, Richter und Henker in einer Person.
Der Tod Bin Ladens ist kein großer Verlust für die Menschheit, aber ein großer für das rechtsstaatliche Prinzip der Gewaltenteilung.

Und unserem seit Ribbentrop miesesten Aussenminister, gelernter Jurist und Moechtegern-Nero, fällt nichts besseres ein als das zu beklatschen? Peinlich, peinlich!

Ins gleiche Horn trötet die Perle aus der Uckermark. Selbst auf explizite Nachfrage zum Thema “gezielte Tötung” gestoßen murmelt sie in der Pressekonferenz “Ich freue mich darüber dass es gelungen ist Bin Laden zu töten. Und ich glaube dass es vor allen Dingen für die Menschen in Amerika aber auch für uns in D doch eine Nachricht ist, dass einer der Köpfe des internationalen Terrorismus der so vielen Menschen auch schon das Leben gekostet hat gefasst (Denkpause) – also getötet und damit auch nicht mehr weiter tätig sei kann und das ist das was jetzt für mich zählt und ähhh deshalb habe ich auch meinen Respekt für dieses Gelingen dem amerikanischen Präsidenten mitgeteilt und das war mir auch ein Bedürfnis. Danke schön”.
Weitere Nachfragen, z.b. jene wie extralegale extraterritoriale Exekutionen mit unseren Gesetzen in Vereinbarung zu bringen seinen und ob sie sich diese Möglichkeiten auch für deutsche Kräfte wünscht, blieben unbeantwortet….

Nur so als Vorschläge um aus dem Boullevardsumpf wieder rauszukommen?!

41) Frank Mauerhofer, Montag, 02. Mai 2011, 22:52 Uhr

http://www.vaterunser.com/

42) Roland, Dienstag, 03. Mai 2011, 08:59 Uhr

Hier alles zum offenen Antisemitismus der LINKE Bremen.

http://www.tw24.info/?p=2828

Skandalöser ist aber eigentlich im Duisburger Fall das Verhalten der Grünen, die an ihrem neuen Koaltionspartner LINKE festhalten und die Journalisten der Ruhrbarone angreifen oder die seltsame Haltung des Duisburger SPD-Chefs Jäger, der die Rathauskoalition Grüne-LINKE-SPD inittierte, aber als Innenminister im Verfassungsschutzbericht die LINKE als verfassungsfeindlich brandmarkt.

43) Am Shop, Dienstag, 03. Mai 2011, 17:11 Uhr

@SK8erBLN

1. In dem Artikel wird vor allem ausgesagt, dass in Wahlkreisen, in denen die SED sehr stark wäre, merkwürdige Ergebnisse heraukommen.

2. SK8erBLN, Helmut S. und die SZ gegen den Rest der Welt:

http://www.stern.de/politik/ausland/un-sicherheitsrat-begruesst-tod-von-bin-laden-1680726.html

44) Franko, Dienstag, 03. Mai 2011, 17:44 Uhr

Herr Spreng,

für mich als jungen Menschen ist es dieser Zeit immer wieder überraschend, von Menschen früherer Generationen die Gleichsetzung von Antisemitismus mit der Kritik am Staate Israel “gepredigt” zu bekommen.

Diese Pauschalisierung ist für mich eine versuchte Gedankensperre und das Verhindern eines offenen und ehrlichen Dialoges über weltpolitische Themen. Wie es möglich ist Deutsche Politik zu kritisieren, so sollte es ebenfalls möglich sein KEIN Fan Israelischer Politik zu sein, ohne bitte gleich als übler Antisemitist abgestempelt zu werden.
Mit Ihrem ersten Satz fügen Sie sich leider in dieses Muster, indem Sie einen Boykott israelischer Waren mit der Frage, wie antisemtisch eine Partei sei, gleichsetzen.

Das ist schade, ich verfolge Ihren Blog mit großem Interesse und gesunder Neugier, doch so etwas wirkt verstörend.

Und beileibe, ich bin KEIN Linker oder gar Antisemitist.

45) Linker, Mittwoch, 04. Mai 2011, 17:25 Uhr

@Franko

…ein junger Mensch…nie in der Schule gewesen
Es gab mal einen 1. April 1933 mit dem Boykott jüdischer, zionistischer, israelischer Geschäfte
KAUFT NICHT BEI JUDEN

Übrigens hat die Vorsitzender LINKE ganz deutlich erklärt, dass die LINKE njichts, aber auch gar nichts mit einem Boykotte israelischer Waren zu tun haben will! Ein LINKER kann Franko also nicht sein, blebt der Antisemitist übrig!

Und hier ein Veranstaltungstipp:
Endlösung 2.0 in Wuppertal
http://palconference.eu/2011/index.php?option=com_content&view=article&id=9&Itemid=3&lang=en

46) Franko, Donnerstag, 05. Mai 2011, 18:28 Uhr

@ Linker

Sie scheinen meinen Beitrag in Ihrer Hast entweder komplett falsch verstanden oder gar nicht gelesen zu haben. In welcher Zeile habe ich die LINKE angegriffen? Oder bin ich ein Antisemitist da ich mich offen als NICHT-Fan der israelischen Politik bekannt habe? Muss ich mir eine “Endlösung 2.0″, wie sie schön schreiben, wünschen, nur weil ich mit der Siedlungspolitik eines Landes nicht einverstanden bin? Warum muss mein Umgang mit Israel immer noch von Taten beherrscht sein, welche wohl nicht einmal mehr meine Großeltern beiwohnten? Ist ihr Schwarz-Weiß denken wirklich so einfach: Linker oder Antisemitist? Kann der Mensch nicht mehr sein? Denken Sie mal darüber nach und verlassen Sie das Feld des Schubladen-Denkens.

Oder besuchen Sie eine Schule.

47) Arjen van Zuider, Donnerstag, 05. Mai 2011, 23:31 Uhr

An alle, die jetzt wieder von “legitimer Israelkritik” reden: Habt ihr das Flugblatt überhaupt gelesen?

Erstens ist ein Boykottaufruf nicht gegen ein Unternehmen, sondern gegen ein ganzes Land interessanterweise etwas, was hauptsächlich Israel trifft. Auch unter den Kritikern der menschenrechtsfeindlichen Aktionen z.B. Chinas und Russlands gibt es nur wenige, die einen totalen Boykott dieser Länder fordern und im Falle des UN-Embargos gegen den Irak haben z.T. sogar dieselben Leute, die jetzt einen Israel-Boykott fordern, kritisiert, dass das Embargo hautpsächlich unschuldige Zivilisten trifft. Wenn diese Erwägungen im Fall Israel plötzlich keine Rolle mehr spielen, hat das halt schon ein “Gschmäckle”, wie der Schwabe sagt.

Zweitens hat das Flugblatt eine eindeutig antisemitische Tendenz. Nicht antizionistisch, nicht israelfeindlich, sondern antisemitisch. Die potentielle Holocaustleugnung könnte man ja noch damit entschuldigen, dass es durchaus legitim ist, die Instrumentalisierung des Holocaust zu kritisieren – und wer ihn einen “sogenannten Holocaust” nennt, bevorzugt vielleicht einfach die Verwendung des Begriffs “Shoa” oder “Judenvernichtung” oder “Massaker”. Wer weiß. Dass ein weiterführender Link dazu dann auf eine eindeutig holocaustleugnende Seite verweist, spricht allerdings gegen diese Interpretation. Wenn dazu noch für “Informationen über den Judaismus” auf eine Seite verlinkt wird, auf der unter anderem behauptet wird, Juden würden jedes Jahr all ihre Versprechen gegenüber Nichtjuden im Voraus für ungültig erklären und wären durch ihre Religion dazu ermächtigt und angehalten, Nichtjuden zu betrügen – dann frage ich mich ernsthaft, wie blind man sein muss, dieses Blatt noch als “legitime Israelkritik” zu verteidigen. Und dass die Linkspartei die Veröffentlichung eines solchen Blattes offenbarmit derselben “nicht schön, aber passiert halt”-Haltung kommentiert wie andere Parteien eine Dienstwagen- oder Bonusmeilen-Affäre, spricht Bände zwar nicht über die ideologische Ausrichtung, aber doch über die Prioritätensetzung der Linkspartei.

48) Sankt Pauli, Sonntag, 08. Mai 2011, 09:52 Uhr

SPD und Antisemitismus: Ein neues Thema

Vorwürfe der Muslime – “Alte Synagoge in Essen sät Hass”
http://www.derwesten.de/staedte/essen/Vorwuerfe-der-Muslime-Alte-Synagoge-in-Essen-saet-Hass-id4615300.html

Sprecher der Muslime fühlt sich beleidigt
http://www.derwesten.de/staedte/essen/Sprecher-der-Muslime-fuehlt-sich-beleidigt-id4615111.html

OB Paß für Antwort auf Balabans Kritik an der Alten Synagoge unter Beschuss
http://www.derwesten.de/staedte/essen/OB-Pass-fuer-Antwort-auf-Balabans-Kritik-an-der-Alten-Synagoge-unter-Beschuss-id4618744.html

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