Dienstag, 17. Mai 2011, 18:13 Uhr

Die Jäger müssen sich stellen

Natürlich sind die Motive des FDP-Europaabgeordneten Alexander Alvaro durchsichtig und parteiisch, wenn er die Internet-Plattform „VroniPlag“ angreift. Schließlich ist nach Silvana Koch-Mehrin mit Jorgo Chatzimarkakis schon der zweite Fraktionskollege im Visier der Plagiatsjäger. Täglich erhöht sich die Zahl der Seiten seiner Doktorarbeit, die angeblich ohne oder ohne korrekte Quellenangabe abgeschrieben worden sind.

Aber Alvaro hat recht, wenn er das anonyme Denunziantentum im Internet angreift. Er wirft den Plagiatsjägern vor, sie wollten sich nicht an den eigenen Ansprüchen transparenter Arbeit messen lassen. Alvaro: „Wer andere an den Pranger stellt und vorverurteilt, muss das mit offenen Visier tun“.

Diese Forderung ist berechtigt. Denn zu den Hintergründen von Enthüllungen gehört auch das Wissen um die Autoren, um die Motive der Jäger. Sie könnten manche Enthüllung in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Wer steckt zum Beispiel dahinter, dass eine Privatperson wie Veronica Stoiber, die kein öffentliches Amt bekleidet, die keine Person der Zeitgeschichte ist, öffentlich an den Pranger gestellt und schwer geschädigt wird? Gibt es möglicherweise private Motive? Steckt ein Racheakt dahinter? Ich weiss es nicht, aber ich würde es gerne wissen. Nur dann kann ich mir ein komplettes Bild machen.

Inhaber öffentlicher Amter müssen sich selbstverständlich mit anderen Maßstäben messen lassen. Sie müssen sich auch anonyme Enthüllungen gefallen lassen, sofern sie nachweislich der Wahrheit entsprechen. Und sie müssen dann auch – wie Karl Theodor zu Guttenberg – die Konsequenzen aus ihrem wissenschaftlichen und charakterlichen Versagen ziehen.

Anonymität aber ist grundsätzlich feige, wenn die Enthüllung Politiker betrifft, und schändlich, wenn es um Privatpersonen geht. Leider ist Anonymität eine Internet-Seuche, die ich auch bei den Kommentaren meines Blogs erleben muss. Es ist schade, dass im Internet  kaum noch einer mit seinem Namen zu dem steht, was er tut oder schreibt. Es wird Zeit, dass sich die „VroniPlag“-Aktivisten zu erkennen geben. Die Jäger müssen sich stellen.

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129 Kommentare

1) Sigi, Mittwoch, 18. Mai 2011, 15:48 Uhr

Anonymität ist „grundsätzlich“ erst mal wertneutral, und im Übrigen die Normalität. Wer mit offenem Visier, wie Sie es nennen, unmoralisch handelt ist genauso ein Arschloch wie jemand, der dies anonym tut.

Nur, dass absolut nichts verwerfliches daran ist, jemandem nachzuweisen dass er (oder sie) sich einen Doktortitel erschlichen hat. Zumal dieser Titel in Deutschland sehr prestigeträchtig ist.

Das „Peer Reviewing“ in der akademischen Welt ist im übrigen ebenfalls anonym.

An den Pranger gestellt werden sollten in diesem Falle die Doktorväter, die aus welchen Motiven auch immer, ein solches Arbeiten zulassen.

2) Hans Pöllmann, Mittwoch, 18. Mai 2011, 16:35 Uhr

Veronica Saß ist keine Person des öffentlichen Lebens. Stimmt. schon. Allerdings: Während meiner Stdienzeit und während meines Berufslebens habe ich es einige Male mitbekommen, wie die ach so unabhängigen Damen und Herren aus der Wissenschaft sklavisch auf dem Bauch kriechen vor den Söhnen und Töchtern ebendieser Personen des öffentlichen Lebens.

Da muss der Industriellenpapa nicht einmal ein Labor sponsern, die Verlegersmama braucht auch nicht den Medienwissenschaftslehrstuhl zu finanzieren und der Politiker-Onkel kann getrost darauf verzichten, irgendwelche Festivitäten mit seiner Anwesenheit zu beehren. Nein, das mit dem Spitzenabschluss klappt einfach so. Weil Macht so funktioniert, dass der Mächtige sie nicht ausüben muss.

Darum freut es mich, dass Frau Saß beim Plagiiieren erwischt wurde. An den Pranger gehören aber auch die Herrschaften, die ihr das haben durchgehen lassen.

3) Pappi, Mittwoch, 18. Mai 2011, 18:15 Uhr

Ja ja, diese Internet-Seuche Anonymität…

Ich hoffe, Herr Spreng ist konsequent und schlägt niemals etwas auf Wikipedia nach, da die Beiträge dort ja auch überwiegend von Leuten verfasst werden, die nicht mit ihrem Namen dazu stehen.

Frau Saß hat ihre Doktorarbeit übrigens veröffentlicht (wie das selbstverständlich mit allen Doktorarbeiten passiert) und sich damit höchstselbst an den Pranger gestellt.

Einen Skandal kann ich höchstens darin entdecken, dass ihre Publikation offenbar so uninteressant war und damit einen derart kleinen Leserkreis anzog, dass die dreisten Plagiate nicht schon viel früher aufgefallen sind. Wer als Doktorand nicht an sich selbst den Anspruch stellt, einen so signifikanten Beitrag zur Wissenschaft zu leisten, dass seine Publikation direkt nach Erscheinen von einem größeren Publikum regelrecht verschlungen wird, sollte es vielleicht gleich bleiben lassen.

Nebenbei hat VroniPlag keineswegs den Zweck, eine Person an den Pranger zu stellen oder auch nur zu beurteilen. Es werden lediglich ganz neutral Textstellen aus wissenschaftlichen Publikationen gegenübergestellt. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie sich dadurch jemand angegriffen, beschuldigt oder an den Pranger gestellt fühlen kann. Höchstens vielleicht ertappt. Ein Unrecht, das bisher verborgen war, wird an den Tag gebracht.

Das im Artikel gezeichnete Bild ist also ebenso schräg wie der Anspruch, man solle auf Alarmanlagen verzichten, um nicht die gänzlich privat agierenden Diebe an den Pranger zu stellen.

4) sk8erBLN, Mittwoch, 18. Mai 2011, 21:00 Uhr

Darauf habe ich ja gewartet. Überraschend war jedoch hier so einen Artikel zu finden. Sorry Herr Spreng, was ist nur los? Das ist der mieseste und zudem leider unqualifizierteste Kommentar den ich je in Ihrem Blog lesen durfte. 🙁

„Alvaro: “Wer andere an den Pranger stellt und vorverurteilt, muss das mit offenen Visier tun”.“

Na sicher doch, und ab morgen haben Kaufhausdetektive gefälligst ein Warnschild zu tragen am Revers.

Ja, das Beispiel trifft den Nagel auf den Kopf. Natürlich „darf“ jede/r klauen so oft und so viel ihr/ihm gefällt. Wenn sie/er sich dabei aber erwischen lässt, dann ist das persönliches Pech.

Fehlt nur noch dass wir-als Entschuldigung- quasi akzeptieren dass als Begründung vorgetragen wird frei nach Guttenberg „Ich bin beim Einkaufen ein wenig durcheinander gekommen, der Stress im Job, die Familie, die Kinder, Sie wissen schon. Na klar, die Gegenstände die ich trickreich eingesackt habe behalte ich noch ein wenig,später lege ich sie ggf. wieder zurück (analog zu der Doktor ruht bzw. wird zurückgegeben“ und dann Schwamm drüber.

Doktorarbeiten sind übrigens weit weniger „privat“ als ein unbezahlt in die Tasche gesteckter Lippenstift. Das wusste auch eine Frau Saß als sie sich entschloss ein Plagiat statt einer Doktorarbeit zu erstellen.

Ansonsten lieber Herr Spreng zeigt ihr Beitrag nur eine gewisse Ahnungslosigkeit über die Funktionsweise eines WIKIS. JEDER; ein Alexander Alvaro und auch SIE können sich daran beteilligen, Ebenso irgendwelcher Spinner und Trolle. Anders als in Ihrem Blog wo nur Sie Artikel verfassen können (so lange Sie sich nicht ihr Passwort klauen lassen), ist es bei einem Wiki erst die Masse, die eine gegenseitige Kontrolle über das Geschriebene ausübt, es verifiziert, korrigiert, ergänzt oder eben auch löscht wo unzutreffend. Nur deshalb war die Qualität zurückliegender Plagiatsanalysen erst so hoch. Und selbstredend funktioniert das gänzlich anonym und ist die Arbeit vieler, so wie auch Wikipedia, die Mutter aller Wikis entstand. Davon abgesehen kann sich ein jeder Spassvogel als „Michael Spreng“ oder „Angela Merkel“ oder sonst wer im Netz ausgeben. Das ließe sich weniger leicht verifizieren als eine plagiatverseuchte Doktorarbeit. 😉

Der Frust von Alvaro sollte sich gegen seine hoch geschätzten Mandatsträgerkollegen richten die offensichtlich nicht in der Lage waren ihren Doktor auf redlichem Weg zu schaffen und ihn so jahrelang hinters Licht führten.

In diesem sinne: Willkommen im Web 2.0 😉

p.s. Es gibt ein mittel anonyme Kommentare zu verhindern. Den Kommentarbereich abschalten. Diese Funktion bietet jede Blogsoftware. Wobei sich mir der Sinn von Namen nicht erschließt. Wo sehen Sie den Vorteil ob hier einer als Müller, Meier, oder Schulze angemeldet ist? Da gibt es andere weit wichtigere Kriterien für Kommentare.

5) sk8erBLN, Mittwoch, 18. Mai 2011, 22:15 Uhr

Außerdem nehme ich an der Herr Alvaro will sich bei den vroniplag.de Initiatoren nur gebührend bedanken mit Blümchen oder so -falls er denn die Kampfabstimmung gewinnt 😉

„Duell um Koch-Mehrins Nachfolge: Alvaro will FDP im EP führen

Von Till Schwarze
Nach dem Rücktritt von Koch-Mehrin dürfte es in der FDP-Gruppe des Europaparlaments zu einer Kampfabstimmung kommen. Der FDP-Abgeordnete Alexander Alvaro kündigt bei n-tv.de an, sich um den Vorsitz bewerben zu wollen und damit gegen Alexander Graf Lambsdorff anzutreten. „Ich würde nicht kandidieren, wenn es hoffnungslos wäre“, sagt Alvaro.
Der FDP-Politiker Alexander Alvaro hat angekündigt, nach dem Rücktritt von Silvana Koch-Mehrin als Gruppenchef der deutschen Liberalen im Europaparlament zu kandidieren. „Ich habe mein Interesse an der Nachfolge bekundet und den Abgeordneten im Europaparlament mitgeteilt, dass ich als Vorsitzender der Delegation kandidieren möchte“, sagte Alvaro n-tv.de.“
http://www.n-tv.de/politik/Alvaro-will-FDP-im-EP-fuehren-article3316481.html

Wie aus dem Artikel hervorgeht hat er schließlich erkannt:
„“Kein natürlicher Nachfolger“

Alvaro kritisierte gegenüber n-tv.de die scheinbare Festlegung auf den 44-jährigen Lambsdorff als Nachfolger Koch-Mehrins. „Ich glaube nicht, dass man 12 Stunden nach ihrem Rücktritt bereits einen natürlichen Nachfolger benennen kann.““

Dafür habe ich natürlich vollstes Verständnis und Blümchen wären das mindeste für diese herausgehobene Position
😀 😀

6) Scuba, Mittwoch, 18. Mai 2011, 23:12 Uhr

Die Motive der Jäegr sind vollkommen egal. Wenn Plagiate in eienr Doktorarbeit sind, dann sind da Plagiate drin, vollkommen egal, ob man jetzt aus Bosheit, aus Wahrheitsliebe oder aus Langeweile angefangen hat zu suchen. Außerdem glaube ich an den alten Spruch:
„Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask and he will tell you the truth“
– Oscar Wilde

7) JG, Donnerstag, 19. Mai 2011, 00:43 Uhr

@ Peleo

Das mit dem „Wir veröffentlichen keine anonymen Leserbriefe“ ist eine dieser schönen Journalistenheucheleien, über die nie geredet wird.

Tatsächlich: Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Allerdings wird in der Regel auch nicht der Absender überprüft. Wirkt seine Adresse halbwegs glaubhaft, druckt man das Schreiben ab. Ich kann Ihnen aus zuverlässiger Quelle versichern, daß auf diese Weise auch als überaus seriös betrachtete Blätter Anonymes abdrucken.

Aber apropos: Wenn es keinen Grund zum „Auftritt mit geschlossenem Visier“ gibt, weshalb gibt es dann immer wieder Veröffentlichungen, bei denen es zum Urheber nur heißt „Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt“?

Vielleicht weil man sich Recht leisten können muß? Weil Recht ist, was man sich leisten kann? Weil gern in Festtagsreden – zum Beispiel zu jedem 3. Oktober – über unseren wundervollen Rechtsstaat geschwatzt wird, nicht aber darüber geredet, wie auf ganz rechtsstaatliche Weise das Recht des Stärkeren durchgesetzt wird, immer wieder, Tag für Tag, Motto: Einfach so lange mit Klagen und ähnlichem überziehen, bis der Gegner nicht mehr kann, sei es nervlich, sei es finanziell? Weil jemand, der einen Abmahnanwalt einen Abmahnanwalt nennt, sofort mit einer Abmahnung rechnen darf?

8) Willi, Donnerstag, 19. Mai 2011, 09:31 Uhr

Nachdem ich die Kommentare überfolgen habe, befürchte ich fast, der Erste zu sein, der schreibt: Herr Spreng hat recht!

Selbst in einem niveauvollen Blog mit meist niveauvollen Kommentaren wie hier schleichen sich in einem durchaus im wahrnehmbaren Prozentbereich der Kommentare Formulierungen wie „miesester und unqualifizierter Beitrag“ und „Spreng spiegelt Doppelmoral“ ein. Ob das wohl face to face genau so oder vielleicht nicht etwas wohlüberlegter formuliert würde?
Geht man dann in die „Niederungen“ des Web, z.B. in ganz normale Fußballforen oder auch nur in die Kommentarspalten unter Artikel der Startseiten von Freemailanbietern – „holla die Waldfee“. Nicht umsonst wurden für Internetdiskussionen ironische Regeln entwickelt wie z.B. die Godwin-Regel, dass mit fortdauernder Web-Diskussion die Wahrscheinlichkeit eines Nazivergleichs gegen 1 tendiert. Und ich befürchte – ohne recherchiert zu haben – dass die Masse der Menschen eher bei web.de als bei Niggemeier kommentiert.

Persönlich frage ich mich schon seit GuttenPlag, wer wohl die Menschen sein mögen, deren Hobby die Suche nach Fehlern anderer ist. Hart formuliert: Tageslichtscheue Gestalten? Sozialunverträgliche? Ich hätte für so etwas schlicht keine Zeit.

Wäre es nicht sinnvoller, in dieser Zeit sich um seine Familie zu kümmern? Ein Ehrenamt auszuüben?
Womit wäre unserer Gesellschaft mehr geholfen: Veronica Stoiber darf keinen Doktortitel mehr führen oder ein wohltätiger Verein hat einen Helfer mehr?

Würden mehr Menschen dafür Sorge tragen, dass im Kleinen, also im täglich Erlebten und im eigenen Umfeld, die Lage besser wird, anstatt die Gesamtgesellschaft verbessern zu wollen, dann würden Sie eben diesen Effekt besser erreichen.

9) Peleo, Donnerstag, 19. Mai 2011, 09:36 Uhr

@ Frankilein66 und @ JG

Alles richtig. Fast alle Argumente hier, die hier gegen Herrn Spreng vorgebracht werden, überzeugen mich.

Gefühlsmäßig ist es für mich aber ein Unterschied, ob ich im Netz unterwegs bin (mit Pseudonym wie hier) oder ob einen Leserbrief in der Lokalzeitung (mit vollem Namen) schreibe. Aber warum eigentlich? Das war meine – durchaus ernst gemeinte – Frage.

10) retorix, Donnerstag, 19. Mai 2011, 09:42 Uhr

Herr Spreng,
wie passt in Ihre Argumentationskette dann eigentlich der „Tote Briefkasten“ ganz oben hier auf dem Blog?

11) Gioconda, Donnerstag, 19. Mai 2011, 19:39 Uhr

Lieber Herr Spreng,

ich konnte jetzt nicht alle Kommentare lesen, deshalb riskiere ich hier mal Redundanz.

Lesen Sie mal über die Hassmails, die Herr Fischer-Lescano, der mit offenem Visier da stand, erhalten hat.

http://www.sueddeutsche.de/politik/guttengerg-affaere-verhasster-enthueller-1.1067213

Was die Stoiber-Tochter betrifft: na, so ganz privat ist die auch nicht. Es wäre z.B. interessant zu wissen, ob Kinder von Prominenten eher durchgewunken werden…

Was ich überhaupt nicht verstehe: warum es Ihr Bild komplettieren würde, wenn Sie den „Enthüller“ kennen würden. Was ändert das an einem Betrug? Ein merkwürdiges Argument, finde ich.

12) Peleo, Donnerstag, 19. Mai 2011, 22:39 Uhr

@ ML und Scuba

Danke für das Oscar-Wilde-Zitat.

13) Martin, Freitag, 20. Mai 2011, 23:58 Uhr

@ Sascha. Ich habe mich nur auf die Tatsache konzentriert, dass singemäße Zitate nicht in Anführungsstriche stehen müssen, auch nicht kursiv gestellt werden müssen, allerdings muss natürlich eine Fußnote mit Quellenangabe dahinter stehen.
Ich habe mir seine Arbeit nicht angeguckt, wenn Zitate ob Vollztitate oder sinngemäße Zitate nicht mit Quellen versehen werden, ist das natürlich ein Fehler.

14) sk8erBLN, Samstag, 21. Mai 2011, 16:54 Uhr

Zitat Spreng „Anonymität aber ist grundsätzlich feige, wenn die Enthüllung Politiker betrifft, und schändlich, wenn es um Privatpersonen geht. “

Und nun Herr Spreng? Wirklich schädlich dass die Doktorarbeiten analysiert werden? Das Gegenteil ist der Fall. Es sichert die Qualität des Wissenschaftsstandortes Deutschland. Dass Personen der Zeitgeschichte und darunter lassen sich Politiker subsumieren, das Pech haben besonders im Fokus der Medialen Berichterstattung zu stehen dürfen Sie IMHO nicht denjenigen anlasten die nach Plagiaten suchen. Das kann auch wesentlich geräuschloser über die Bühne gehen wie dieses Beispiel zeigt. Die Konsequenzen sind sogar weitreichender als bei einer Silvana Koch-Mehrin die es ja bevorzugt weiterhin über 9000 Eur Brutto zu kassieren als bekanntermaßen faule EP Abgeordnete.
Warum eigentlich lese ich zu diesem Aspekt nichts hier? Oder zur Chuzpe des BW Landtagsabgeordneten der mit seinem Doktortitel aktiv im Wahlkampf tätig war und trotzdem glaubt nun in den LT einziehen zu können.

Die „Jäger“ wie sie sie nennen, Prüfer wäre angemessener, müssen gar nichts! Die Betrüger sollten aber sie ziehen nicht mal Konsequenzen wenn sie erwischt werden.

Alles nur geklaut
Plagiats-Professorin hat gekündigt

Die Professorin, der von der Technischen Universität Darmstadt der Doktortitel aberkannt wurde, hat am Donnerstag gekündigt. Die Fachhochschule hat dies zur Kenntnis genommen – der Plagiatsfall ist abgeschlossen. „Die Angelegenheit hat sich für die Fachhochschule somit innerhalb weniger Tage erledigt. Die frei gewordene Stelle wird schnellst möglich wieder besetzt“, heißt es in einem Schreiben der FH. Und Präsident Detlev Buchholz (Foto) hebt hervor, dass ihm bei allen Problemen in diesem Zusammenhang der Aspekt der Fairness wichtig war: „Grundsatz unserer Campuskultur ist der von Achtung und Toleranz geprägte Umgang miteinander.“

Der Plagiatsfall wurde am 11. Mai bekannt. Eine Wissenschaftlerin las die Arbeit von Anette S. und stieß auf Textstellen, die ihr sehr bekannt vorkamen: Frau S. hatte sie in ihrer Dissertation „Ästhetische Konstellationen“ über mehrere Seiten zitiert, ohne Hinweise auf die Quellen. Auch bei anderen Kollegen soll die Professorin der Fachhochschule Frankfurt ohne Hemmungen abgekupfert haben.
http://www.journal-frankfurt.de/?src=journal_news_einzel&rubrik=5&id=13177

15) Peter Schmidt, Dienstag, 24. Mai 2011, 14:38 Uhr

Herr Sprengler,
zum einen ist es wahrlich komisch, dass ein Journalist nicht einmal „weiß“ schreiben kann.

Zum anderen ist die Idee komisch, dass es hülfe, wenn jemand einen Namen unter seine Arbeit schreibt. Denn fühlt es sich besser an, wenn man jemanden mit einem Namen ansprechen kann, egal ob der nun stimmt oder es sich nur um ein Pseudonym handelt? Ein Name sagt
Wir sollten liberal genug sein, die Entscheidung über die Namensnennung dem Einzelnen zu überlassen, so er denn im Internet endlich diese Wahl hat.

Die Datensparsamkeit scheint hier zu helfen, die Bildung von Personenprofilen zu verhindern, was ansonsten im Internet leider viel zu einfach möglich ist.

16) Stefan Herwig, Sonntag, 29. Mai 2011, 15:03 Uhr

Ich finde, dass Herr Spreng mit seinem Artikel in der Tendenz recht hat. Wir müssen das verhältnis von Anonymität und Identifizierbarkeit im Netz neu überdenken.

Wäre die Arbeit von Veronica Stoiber auch ins Visier der „Plagger“ gefallen, wenn sie nicht zufälligerweise die Tochter die eines eher unbeliebten Politikers wäre?

Dass man Arbeiten überpüft ist sicherlich auch dann statthaft, wenn man selbst eine gewisse politische Überzeugung hat, oder animlositäten ausleben will. Aber die öffentliche Blosstellung ist es in diesem Falle, die Veronica Stoiber nicht verdient hat, und die der Plaggerei hier inen schlechten beigeschmack verleiht. .

Ebenso scheint es mir, als ob Politiker bestimmter politischr Parteien eher ins Raster der Plagger fallen, als Vertreter andere Parteien.

Und: welche Politiker sind überpüft worden und es hat sch kein Verdacht wegen Plagiaten ergeben? Sollte das nicht aus in die Öffentlichkeit gehoben werden? Oder kommen in diesem falle nur die Politiker durch, die es gleich „richtig“ gemacht haben, und einen professionellen Ghostwriter angestellt haben, der denen dann eine „eigenständige“ Arbeit anfertigt?

Wie auch immer, es ist m.E. durchaus sinnvoll, die Frage nach der Identität der Plagger zu stellen, und nach deren Motiven. Und es ist auch sinnvoll, zu verlangen, das angehörige ALLER politischen Partein – wenn überhaupt – paritätisch überprüft werden, sowie dass Personen eines nichtöffentlichen interesses au der Öffentlichen Betrachtung herausgehalten werden.

Gruß,

Stefan Herwig

17) John Dean, Dienstag, 07. Juni 2011, 14:48 Uhr

Ich gehörte dazu.

Die Sache mit der Stoibertochter:

Erstens, es geht hier nicht um einen „Pranger“, es geht hier nicht um die Veröffentlich hochprivater Angelegenheiten, sondern nur um wissenschaftliche Standards. Zweitens geht es aber mituntner auch darum, Fälle von Begünstigung offen zu legen. Gerade, weil es eben doch sehr darauf ankommt, dass wissenschaftliche Standards verteidigt werden, ganz allgemein, gegen typische PR-Strategien (z.B. von Pharmakonzernen), aber auch gegen Fälle von persönlicher Begünstigung u.ä.

Ein wissenschaftlicher Doktor mag für manche nur Schmuck sein: Indes, das wäre sehr verkehrt.

Zur Anonymität:

Erst die Anonymität macht bestimmte Dinge möglich. Hier, in diesen Fällen der wissenschaftlichen Überprüffung, ging es niemals darum, mit Schmutz zu werfen. Das Vorgehen ist völlig (!) transparent, und der Maßstab, der angewendet wird, ist – hoffentlich doch – nachvollziehbar.

Und klar, Personen aus politischen Umfeld – auch aufgrund ihrer Vorbildfunktion – sind für derartige Überprüfungsvorgänge besonders interessant. Das Ganze dient eben auch zur Abschreckung: Keinen Schindluder mit der Wissenschaft zu betreiben! Und, was die öffentlichen Ämter angeht, ist es auch dort hilfreich zu wissen, nicht zuletzt für die Wähler, wer dort mit zweifelhaften Methoden zu seinem Doktortitel gelangt ist.

Wer über die Motive der übrigen (übrigens idR. weitaus aktiveren – im Vergleich zu mir) Plagiatejäger etwas erfahren möchte, dem sei der Besuch der Seite Vroniplag empfohlen – viele Plagiatejäger geben dort direkt Auskunft. Mehr noch, man kann sie direkt ansprechen und befragen.

Aber ein Recht darauf, dass die Anonymität aufgehoben wird: Woraus sollte sich dieses ergeben? Wir bekleiden keine öffentlichen Ämter – und wir tun weder etwas Böses, noch etwas Verbotenes. Besser noch: Die Plagiatejäger tun etwas wichtiges, nützliches.

Dass die FDP besonders stark betroffen war, tut mir persönlich leid (obwohl ich diese Klientelpartei nicht ausstehen kann), aber nun, es sind eben besonders viele FDP-MdBs Doktoren, und hier wiederum recht viele vom eher „karriereschnittigen“ Typ.

Dafür wiederum können wir nichts.

18) John Dean, Dienstag, 07. Juni 2011, 14:51 Uhr

Nebenbei angemerkt:

Eine transparente wissenschaftliche Überprüfung ist sicherlich keine „Denunzation“.

19) John Dean, Dienstag, 07. Juni 2011, 14:58 Uhr

Noch eine Ergänzung:

Im Übrigen teile ich die Bedenken von Herrn Spreng gegenüber Anonymität im Netz. Das ist eine sehr zweischneidige, mitunter sogar sehr negative Sache, sobald die Würde der Person angegriffen wird, oder dann, wenn falsche Gerüchte gestreut werden.

Für viele ist Anonymität aber auch die einzige Möglichkeit zur wirklich freien Meinungsäußerung, und sei es, weil der/die Betreffende wegen geäußerter Meinungen keine Nachteile bei der Stellensuche erleiden möchte, und zwar für Meinungsäußerungen, die an sich völlig unbedenklich und in Ordnung sind.

Insofern stimmt es mich schon etwas bedenklich, wenn sich ausgerechnet die Partei der „Freiheitsstatue der Republik“ gegen Anonymität im Netz wendet, und zwar ausgerechnet, weil auf diesem Weg zutreffende (!) Vorwürfe gegen eigene Mandatsträger zur Kenntnis gebracht wurden. Das lässt mich denken:

Die FDP hat ein taktisches Verhältnis zur Meinungsfreiheit.

Pardon, Herr Alvaro & Co.

20) Stephan Fröhder, Freitag, 24. Juni 2011, 16:24 Uhr

Zustimmung, Herr Spreng! Die Demokratie auf der wiki-Plattform anonym voranbringen zu wollen – als verdeckt ermittelnde Agenten der „neuen digitalen Gerechtigkeit und Freiheit“ die Bösen in Politik und Gesellschaft zu entlarven – ist ein Widerspruch in sich selbst. Jeder für sich und keiner für alle? Da geht es letztlich nicht um Aufklärung, sondern um Kompensation. Dass die neue Sekte der Gutten- und Vroniplagger so viel Zuspruch findet, ist allerdings Ergebnis dessen, wie in Politik, Wirtschaft und Medien schon lange mit den Spielregeln umgegangen wird, die u.a. einen Rechtsstaat zusammenhalten sollten. Offenbar kann man nicht Offenheit, Streitkultur und Diskurs verlangen, wenn Volksvertreter und Regierung dafür kein wirkliches Vorbild abgeben. Verrückt an der Sache ist nur, dass die eifrigen anonymen Kritiker auf die Dauer merken werden, dass Gesellschaft sich nicht über Internetkommentare herstellt und man eine wirklich bessere Politik für Deutschland nicht bei ebay oder amazon bestellen kann.

21) Rosenkranz007, Freitag, 01. Juli 2011, 16:40 Uhr

Daß Herr Chatzimarkakis offenbar die Dreistigkeit besitzt, am 3.7.2011 bei „Frau Will“ aufzutreten, um sich dort in vermutlich als „Opfer“ von Vroniplag und des „Internetprangers“ zu stilisieren, schlägt dem Faß ja nun wirklich den Boden aus.
Der Fall ist so eindeutig, daß ihn ein jeder binnen zehn Minuten dank Vroniplag nachprüfen kann. Die Uni Bonn wird ihm folglich am 13.7. den Titel aberkennen. Jeder „normale“ ertappte Plagiator müßte sich ins Eck setzen, sich schämen und – so er Format besitzt – sein politisches Mandat aufgeben.
Und Herr Chatzimarkakis? Entweder ist er komplett von seinem Brüsseler Paralleluniversum aufgesogen worden und fühlt sich als Opfer einer Art Majestätsbeleidigung – oder aber er spekuliert darauf, die mediale Öffentlichkeit doch noch irgendwie hinters Licht führen zu können. Beides macht die ganze Chose nur noch peinlicher. Vor allem für ihn.

22) U. Koch, Montag, 04. Juli 2011, 11:51 Uhr

Der moralinsaure Rigorismus in der Beurteilung von Personen, die bei Abfassung ihrer Doktorarbeit mehr oder weniger abgeschrieben haben, geht mir langsam auf den Keks. Natürlich ist das nicht zu tolerieren und muss zur Aberkennung des Titels führen. Wenn aber auch die Aufgabe aller öffentlicher Ämter gefordert wird, scheint mir das angesichts der Bewertung anderer gravierender Verfehlungen (z. B. Stasi-Vergangenheit) jedoch überzogen. Oder wie haben sich denn die gleichen Sittenwächter geäußert, als die tätlichen Angriffe Joschka Fischers auf Polizisten bekannt wurden? Anscheinend ist es erheblich verwerflicher, wenn eine Endzwanzigerin (Koch-Mehrin) oder ein etwas älterer Europaabgeordneter (Chatzimarkakis) in einer Dissertation Quellen nicht oder nicht korrekt angeben als wenn ein 25jähriger Chaot Polizisten verprügelt. Hier stimmen doch Ihre Maßstäbe und die mancher öffentlich-rechtlicher Parteibuchjournalisten nicht mehr. Oder ist die Parteizugehörigkeit letztendlich entscheidend für die Beurteilung eines Vergehens?
U. Koch

23) beimerin, Montag, 04. Juli 2011, 17:02 Uhr

@ U. Koch: Jeder Mensch und jeder Politiker muss sich seiner Vergangenheit und seinen Verfehlungen stellen. Und jeder Mensch, der Demut zeigt, das eigene Fehlverhalten bereut, sich entschuldigt, hat auch eine zweite Chance verdient. Man kann in diesem Zusammenhang aber nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Es geht bei Vroniplag um das Überprüfen von Dissertationen hinsichtlich wissenschaftlicher Standards und Urheberrechte und eben nicht um Körperverletzung oder Menschenrechte. Herr Dr. Chatzimarkakis hat ganz offensichtlich zu einem Großteil Inhalte aus anderen Werken kopiert und in seine Dissertation einfließen lassen, ohne diese Stellen mit korrekter Zitierweise (und für jeden erkennbar) zu kennzeichnen. Er sprach gestern noch von einer speziellen „Oxford-Zitierweise“. Diese existiert jedoch nicht. Ein Blick auf die Webseite der Oxford-Universität genügt. Dort steht, dass die Zitate ganz klar erkennbar sein und sich vom eigenen Text abheben müssen (siehe dazu: http://bit.ly/l99WUN). Herr Koch, ein Blick auf Vroniplag genügt, um den offensichtlichen Betrug nachvollziehen zu können. Und selbstverständlich muss hier seitens der Universität zu Bonn eine Entscheidung getroffen werden. Mir geht es auf den Keks, wenn Menschen versuchen offensichtliche Betrügereien unter den Teppich zu kehren.

24) J.v.d.Heiden, Montag, 04. Juli 2011, 17:34 Uhr

Jedwede Art und Weise des Betruges ist Unrecht. Und solange sich diese Verbrecher mit Hilfe des Gesetzes versuchen zu verstecken oder rein zu waschen haben auch die Moralisten welche sich nicht nennen oder zeigen wollen eine Daseinsberechtigung. Sie sind nicht besser oder schlechter als die Betrüger in Politik oder Wirtschaft. Wir sollen gegen das Unrecht ankämpfen aber annoym bleiben dürfen wir nicht. Wie oft haben schon die hohen Tiere mit Sanktionen oder Verleumdungsklagen gedroht. Deshalb ist es auch ein Schutz für die Informanten. Es kann nicht nach dem Gesetz gehen jeder ist gleich vor dem Gesetz, doch manche sind gleicher.
Es muß für alle die gleichen Rechte und Pflichten geben. Und gerade wenn man im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht muß man stärkere Konsequenzen in Kauf nehmen als ein kleiner Arbeiter. Es geht hier um die Beispielwirkung. Ich glaube keinem Politiker oder Manager welcher Lügt und Betrügt. Für Lügner und Betrüger gibt es nur eine begrentze Würde. Hier ist sogar diese Absetzung aus allen Ämtern angebracht. Oder wollen wir diese Mitmenschen als unsere Beispiel nehmen? Wie soll ich meinen Kindern diese geistige Fehlleistungen erklären? Sie sollen ehrlich sein. Dies geht aber nur wenn wir alle zu unseren Fehlern stehen. Und dieses tun die wenigsten Verbrecher!
Ausser sie zeigen Reue und ändern sich ehrlich.
Im übrigen hat es eine freie Meinungsäußerung in diesem Staat (auch in anderen) noch nie gegeben, denn du mußt immer mit Repressionen leben ob vom Chef, Arbeitgeber, Lehrer oder anderweitigen Subjekten.

25) Magnus, Mittwoch, 13. Juli 2011, 16:03 Uhr

Nein, die Plagiatsjäger müssen sich nicht stellen. Es ist vollkommen unerheblich, wer aus welchem Grund ein Plagiat aufdeckt. Es ist einzig und allein wichtig, dass dies gut und nachvollziehbar begründet wird. Das ist der Fall. Ihre Herangehensweise, Herr Spreng, ist vollkommen unwissenschaftlich. Das Argument zählt, nicht die Person!

26) RickMcPhail, Mittwoch, 13. Juli 2011, 17:24 Uhr

schlechter artikel des bloggers. die seite ist transparent. die vorgehensweise ist transparent. man kann mit den „jägern“ chatten und mails austauschen. es geht um die wahrung ihrer anonymität, damit nicht irgendwelche verrückten sich rächen können.

welchen nutzen hätte denn sonst eine offenlegung der einzelnen personen?

27) Prof. Dr. Joerg Zwirner, Mittwoch, 13. Juli 2011, 17:35 Uhr

vor 10 Wochen begann ich mit dem weltweit ersten (?) wissenschaftlichen Enthüllungsblog, der Betrugsfälle aus den Life Sciences (Biomedizin) selbst recherchiert, kommentiert und publiziert, ohne Einschaltung von universitären Untersuchungskommissionen und unter eigenem Namen:
http://abnormalscienceblog.wordpress.com/

Ergebnis:
sehr große Resonanz, bis zu 1000 Klicks pro Tag.
Eine Unterlassungsklage
drohender Entzug der Venia legendi

Ich habe mich also gestellt!
und mache weiter, weil es große Genugtuung verschafft, wenn sich das schier Unmögliche doch umsetzen läßt.
Für alle Anderen gilt Ihre Empfehlung jedoch uneingschränkt:
STELLT EUCH NICHT und bleibt anonym.

28) DFranzenburg, Mittwoch, 13. Juli 2011, 18:03 Uhr

Zitat:
„Wer steckt zum Beispiel dahinter, dass eine Privatperson wie Veronica Stoiber […] schwer geschädigt wird?“

Es ist schon ein starkes Stück, den „kollaborativen Dokumentaristen“, wie sich die sogenannten Plagiatsjäger selbst nennen, zu unterstellen, sie hätten zu verantworten, daß Veronica Stoiber schwer geschädigt wurde.

Die „schwere Schädigung“ hat Frau Veronica Stoiber einzig selbst zu verantworten. Nämlich mit ihrer eigenen mangelhaften Dissertation! Sonst niemand!

Dietmar Franzenburg

29) machiavelií, Mittwoch, 13. Juli 2011, 18:07 Uhr

Ein Kind vergiss sein Fahrschein und wird ohne Rücksicht aus der Bahn rausgeworfen.
Wenn „einfache“ Menschen gegen die „Ordnung“ der Gesellschaft verstoßen ruft der Mob: HÄRTER Bestrafen. Sie aber verlangen Milde für kriminelle Betrüger der UNION und FDP.
Armes Deutschland!

30) Dr. A. Dieu, Mittwoch, 13. Juli 2011, 20:02 Uhr

Herr Spreng, Ihr Artikel ist ein Zisselmännchen, kein Sprengsatz.
Stellen Sie sich mal vor, alle Journalisten würde auf feige anonyme Informanten verzichten.
Bleiben Sie locker! – Oder gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Schaffen Sie Ihren toten Briefkasten ab; Sie öffnen dem anonymen Denunziantentum ja Tür und Tor.

31) Konrad, Mittwoch, 13. Juli 2011, 23:41 Uhr

Nein, eben nicht: Kaum noch. In Netz war es nie anders; hier sind die Pseudonyme die Regel, nicht die Ausnahme. Zu behaupten, im Internet würde sich versteckt ist ein Nichtverständnis der Soziologie und Geschichte des Mediums. Hier funktioniert das eben so und war eben auch schon immer so.

Warum haben Sie übrigens auf der Startseite Ihres Blogs einen Hinweis, man könne Sie auch anonym kontaktieren?

32) anonymous, Donnerstag, 04. August 2011, 07:57 Uhr

Hm, ausgerechnet ein Redakteur eines der schlimmsten Boulevardblätter fordert die Offenlegung von Namen?

Haben Sie Angst, dass wir etwas über die Methoden der BILD herausfinden könnten? In dem Fall kann ich Sie beruhigen – der Wahrheitsgehalt dieses Blattes dürfte den meisten Menschen bekannt sein.

33) Janis, Donnerstag, 04. August 2011, 16:37 Uhr

Finden Sie auch dass sich die Wikileaks Betreiber outen sollten?

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