Mittwoch, 18. Mai 2011, 14:15 Uhr

Schwarm-Intelligenz und Schwarm-Feigheit

Die heftige Reaktion auf meinen kleinen Beitrag „Die Jäger müssen sich stellen“ zwingt mich, zum diesem Thema noch etwas weiter und tiefergehend auszuholen. Und auch ein bisschen mein eigenes Leben auszubreiten. Mir wird vorgeworfen, ich verstünde das Internet nicht. Das mag so sein. Denn ich ich sehe meinen Blog lediglich als verlängerte Werkbank meiner journalistischen Lust am Schreiben, Analysieren und Kommentieren.

Aber von einem habe ich Ahnung: von der Meinungsfreiheit. Sie ist (neben meiner Frau) die große Liebe meines Lebens. Ich habe mein Leben lang immer – meist unverblümt – meine Meinung gesagt und geschrieben. Schon als Schüler galt ich als aufmüpfig, weil ich Lehrern vor versammelter Klasse meine Meinung gesagt habe. Was sicher auch zu der einen oder anderen schlechten Note beigetragen hat.

Als Schüler engagierte ich mich bei der Schülerzeitung, schrieb Leserbriefe an die „Frankfurter Rundschau“ und FAZ, gründete mit anderen eine antiautoritäre Schülerorganisation, galt in der Jungen Union als „Roter“.

So verhielt ich mich auch als Journalist. Schon mit 20 entlarvte ich lieber einen Immobilienbetrüger, als mich durch 15.000 Mark davon abhalten zu lassen. Und während meiner Springer-Zeit wurde zweimal wegen Geheimnisverrat gegen mich ermittelt.

Und ich war der Schrecken meiner Vorgesetzten. Nicht wenige wollten mich feuern, weil ich in Konferenzen oder im Vier-Augen-Gespräch zu kritisch und zu offen war oder weil ich Eingriffe in meine Arbeit nicht akzeptieren wollte. Bei Springer stand ich bei einem Vorstandsvorsitzenden auf der Abschussliste, weil ich kein unrecherchiertes Material gegen Leo Kirch drucken wollte, ein anderer sagte mir, ich sei der „unverschämteste Chefredakteur“, der ihm je begegnet sei.

Leo Kirch wiederum verlangte später in fast jeder Aufsichtsratssitzung meine Entlassung , weil ich mich immer wieder kritisch über seinen Freund Helmut Kohl ausgelassen habe.

Ich weiß also, was Meinungsfreiheit ist und dass ihre intensive und extensive Ausnutzung, wie ich sie betrieb, mit Risiken verbunden ist. Aber das Risiko hält sich in einem freiheitlichen Rechtsstaat in vertretbaren Grenzen. Die wunderbare Chance unserer Gesellschaft, Meinung jederzeit und an jedem Ort zu äußern, ist auch das Risiko beruflicher Rückschläge wert. In unfreien Staaten sieht das natürlich anders aus: dort gibt es zur Anonymität leider häufig keine Alternative.

Ich schreibe das nicht, um mich als Helden zu stilisieren (was ich sicher nicht bin), sondern nur deshalb, um deutlich zu machen, warum die Meinungsfreiheit die große Liebe meines Lebens ist. 

Meinungsfreiheit ist nicht von Generationen vor mir mit Blut und Opfern erkämpft worden, um im Internet zu anonymer Denunziation zu verkommen. Für eine Spickmich-Gesellschaft ist sie nicht erfunden und durchgesetzt worden. Für sie haben auch die Väter des Grundgesetzes nicht den Artikel 5 formuliert. In einer freien Gesellschaft, in der man seine Meinung offen äußern darf, gehört zur Meinungsäußerung, erst recht zur Entblößung anderer, auch der Absender. Das bisschen Mut muss sein.

Das Internet hat Gutes und Böses geschaffen, hat der Meinungsfreiheit neuen und ungeahnten Raum gegeben, aber auch der Denunziation und Selbstentblößung Tür und Tor geöffnet. Das Internet, diese wunderbare Erfindung, ohne das zu Guttenberg zu unrecht noch seinen Doktortitel hätte und ohne das die Freiheitsbewegungen in den arabischen Ländern nicht dieses Echo und diese Durchschlagskraft erreicht hätten, dieses Internet ist Segen und Fluch zugleich.

Und zum Fluch gehört auch die, wie ich es nenne, Seuche der Anonymität. Meinung (und Denunziation) ist vom Risiko entkoppelt worden. Es ermöglicht Bekenntnis ohne Bekennermut, Kritik ohne Risko, Beschimpfung, Lächerlichmachung ohne Verantwortung. Es ist auch ein Medium der Feigen und der Mutlosen. Neben der Schwarmintelligenz gibt es auch die Schwarmfeigheit. Und darum ging es mir.

P.S. Mein anonymer Briefkasten ist kein Gegenbeweis. Denn dort eingeworfenes Material würde von mir nachrecherchiert, kritisch überprüft und dann unter meinem Namen veröffentlicht. Eben nicht anonym.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

132 Kommentare

1) usweb, Donnerstag, 19. Mai 2011, 21:00 Uhr

Lieber Herr Spreng,

vielen Dank.

Ihr Frank B.

2) giovanni, Donnerstag, 19. Mai 2011, 21:38 Uhr

gut gebrüllt, aber total am thema vorbei. bei der plagiatsüberprüfung geht es eben genau nicht um meinung, sondern um die objektive feststellung von geistigem diebstahl.

3) sk8erBLN, Donnerstag, 19. Mai 2011, 22:23 Uhr

An wen nur an wen nur erinnert mich dieser großmäulige Kerl?

„FDP-Politiker Chatzimarkakis kontert „VroniPlag““ Da war irgendwas mit „abstrus“ und ich glaube es war der König der Plagiatoren, jener mit den come-back Ambitionen.

„Jorgo Chatzimarkakis hat „VroniPlag“ aufgefordert, seine Antwort auf die Vorwürfe gegen seine Doktorarbeit zu veröffentlichen. „Ich kann zu jeder kritisierten Textpassage eine Stellungnahme abgeben“, so der FDP-Europaabgeordnete. “

Ok, alsVertreter der Internetausdrucker ist er vermutlich unfähig in einem Wiki selbst zu posten aber er hat sicher das Kleingeld jemanden damit zu beauftragen der das kann 😛 Man sollte ihm dringend den Gefallen tun :)). die Verrenkungen eines KTG haben ihn wie es aussieht nicht beeindruckt. Oder aber Brüssel ist wirklich sehr weit weg.

Ein TS Leser kommentiert das treffend so
„Die Dissertation von Jorgo Chatzimarkakis gibt es im Internet komplett zu lesen.
http://hss.ulb.uni-bonn.de/2000/0140/0140.htm
Auf der Seite von Vroniplag sind die Plagiatsvorwürfe aufgelistet.
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Gc
Es kann ein Jeder überprüfen, ob die vorgebrachten Anschuldigungen nun zutreffend sind oder nicht. Ich habe es getan und durfte dabei feststellen, dass sie es sind. Die sog. Doktorarbeit von Herrn Chatzimarkakis ist ein einziger Witz. In einigen Wochen wird er den akademischen Grad eines Dr.-Phil. los sein.“

Noch jemand Popkorn?

4) MSchillinger, Donnerstag, 19. Mai 2011, 22:38 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

wenn also die vielen anonymen Helferlein ihre Arbeit nicht im Internet veröffentlicht hätten und sie stattdessen in Ihren anonymen Briefkasten gesteckt hätten, wäre alles okay gewesen? Warum? Weil Sie es dann geprüft und unter Ihrem Namen hätten veröffentlichen können? Da verstehe ich offen gestanden überhaupt nicht wo da ein Unterschied sein soll (wenn man davon absieht dass dann Sie persönlich eine tolle Story gehabt hätten). Im Ernst, dann wüsste doch noch immer niemand Bescheid aus welcher Interessenlage heraus die Helferlein arbeiten, oder? Ob diese nun Guttenberg-Neider, Grün-Wähler, seine Intimfeinde oder einfach Leute sind die ihren Abschluss ehrlich erarbeitet haben und denen es stinkt dass andere bescheißen.
Wie meist wenn etwas an die Presse „durchsickert“ ist nicht klar wer es aus welchen Gründen weitergegeben hat. Erklären Sie mir bitte noch mal warum im Internet anonym gepostete, aber 100 % nachprüfbare Fakten Denunziation sind und warum Ihr toter Briefkasten mit Denunziation nicht das Mindeste zu tun hat.

5) von Freiburg, Donnerstag, 19. Mai 2011, 22:40 Uhr

Die Sprengs, die mit offenen Visier für Ihre Meinung kämpfen und dafür Prügel beziehen, aber auch Karriere machen können wird es weiterhin geben.

Zusätzlich gibt es jetzt den anonyme Schwarm. Wir gehen kein Risiko ein, haben dafür aber auch keinen persönlichen Vorteil. Aber als machtlose Individuen haben wir nun eine Möglichkeit uns zur Wehr zu setzen. Allen Nebenwirkungen wie Denunziation und e-mobbing zum Trotz gefällt mir deshalb die Welt mit Internet besser als ohne.

6) nurmalso, Donnerstag, 19. Mai 2011, 23:21 Uhr

@m.spreng

sehen sie es doch auch mal so, sie äußern ihre sicht der dinge (die in diesem fall mit der mehrheit der leser nicht konform geht) und die überwiegende mehrheit diskutiert ernsthaft, anynom 🙂 und in sachlichem ton darüber. spricht doch auch für ihren sehr lesenswerten und unterhaltsamen blog und seine leserschaft. es wäre auch langweilig, wenn es rein gar nichts zu streiten gäbe.

in diesem sinne, warten wir gern auf den nächsten beitrag.

nurmalso

7) Ein Fan, Freitag, 20. Mai 2011, 00:13 Uhr

Lieber Herr Spreng,

was für eine Diskussion, Kommunikation die letzten beiden Tagen. Unglaublich und spannend und ich finde auch ermutigend. Weil Sie quasi über Umwege (Plagiatsjäger, Internet, Anonymität) einganz wichtiges Thema, einen Kern unseres Demokratieverstädnisses angestoßen haben: Kann es sich „Otto Normal“, der nicht über die Macht (die ein sehr guter Journalist automatisch hat, weil Medien Macht haben in unserer medialen Zeit) oder ein bis zur Rente auskömmliches Erbe verfügt, leisten, offen und integer zu seiner Meinung zu stehen, Oder haben wir nicht inzwischen in allen mgl. Bereichen perfde Machtstrukturen, da es oft die perfidesten Machtmenschen sind, die es in diesen „ganz nach oben“ schaffen und diese dann prägen…? (betone: oft…, keine allgemeine Verunglimpfung von Leistungsträgern soll dies sein). Ein weites Feld und eine ganz wichtige Frage. Muss sich heute ein sehr moralisch und wertkonservativ „tickender“ Mensch nicht fast verstellen, um nicht belächelt und als zu weich eingestuft zu werden…?

Auf jeden Fall stimme ich den meisten hier zu, die sich gegen Ihre Kritik an der Anonymität aussprachen, aber gleichzeitig verstehe ich Sie: Sie haben Ihre Werte und es gibt Dinge, da ist bei Ihnen Ende der Fahnenstange: wenn es an die niederen Instinkte geht. So musste Ihnen Stoiber erst zusichern, keinen Wahlkampf auf Kosten von Ausländern zu machen, bevor Sie für ihn Wahlkampf machten. Und so geht Ihnen die Hutschnur hoch, wenn sicher aus niederen Instinkten auch der ein oder andere angeschwärzt wird mit seiner Doktorarbeit, wo man einfach außer eben das Befriedigen von niederen Instinkten sonst keine Motivation erkennen kann. Da haben Sie sicher Recht.

Wir versuchen, uns da in Sie reinzudenken und Sie zu verstehen, und bleiben trotzdem bei unserer Meinung…Und Sie verstehen uns nicht ganz so mutigen „Otto Normals“…, die leider nicht ganz so mutig sind oder sein können wie Sie.

In diesem Sinne schreiben Sie weiter so.

8) BenZol, Freitag, 20. Mai 2011, 09:31 Uhr

Wenn es Ihnen um die „Meinung“ im Begriff Meinungsfreiheit geht, ist echte Anonymität der höchste Garant für selbige. Wenn es Ihnen um den Aspekt der Freiheit geht, die ohne konkretes Subjekt sinnlos würde, ist Anonymität ihr größter Feind. Da man jedoch das Internet nicht getrennt von der Lebenswirklichkeit unserer stofflichen Existenz als Menschen in einem gesellschaftlichen oder meinetwegen sozialen Verbund sehen kann, muss ich Ihnen zähneknirschend Recht geben. Ich denke, dass sich (langfristig gesehen) beide Wirklichkeiten einander annähern werden; entweder als Utopie in ihrem Sinne oder als Dystopie, wenn man das logische Gegenszenario entwirft, in dem sich das Konzept der Anonymität des Netzes sich auf das „Real Life“ überträgt.

9) Thorsten Schäfer, Freitag, 20. Mai 2011, 12:39 Uhr

Vielleicht sollten wir das Thema etwas „allgemeiner“ betrachten. Dass das Internet einen Raum geschaffen hat, in dem sich jeder anonym äußern kann, ist ja unbestritten. Viele nutzen dies auf ihre Weise aus und hauen dann auch mal richtig auf den Putz oder „schwärzen“ jemand anderen an (ob gerechtfertigt oder nicht – manche würden es im wahren Leben wohl eher nicht machen). Und das ist in meinen Augen durchaus kritisch zu bewerten.
Dazu zählt dann auch die zurzeit stattfindende „Jagd“ auf diverse „Plagiatoren“. Letzteres ist durchaus noch vertretbar, da Politiker Personen des öffentlichen Interesses sind. Zu Guttenberg ist zu Recht gestürzt worden. Aber wir sollten uns fragen, ob man damit nicht irgendwann eine Grenze überschreitet. Theoretisch müssen wir dann auch anfangen, Diplom- oder Magisterarbeiten zu überprüfen. Vielleicht müssen wir noch Abiturarbeiten hinzunehmen (denn ohne Abi i.d.R. kein Studium)…

10) Tribble, Freitag, 20. Mai 2011, 12:50 Uhr

Eine Doktorarbeit ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung. Der Autor stellt sie freiwillig zur Diskussion – unabhängig davon, ob er später ein öffentliches Amt bekleidet, in der Wissenschaft verbleibt oder sich ins Privatleben zurückzieht; ob er berühmt wird oder nicht. Jeder ist kann sie zitieren, kritisieren, widerlegen – und dem Autor wissenschaftliches Fehlverhalten vorwerfen. In der Naturwissenschaft wäre das z.B. das Fälschen Messdaten, in jeder Wissenschaft aber eben auch das Plagiat. Niemand ist gezwungen zu promovieren; aber wer promoviert, hat diese Spielregeln zu akzeptieren.

Und die Anonymität? Aktuell besteht ein Rechtsstreit zwischen einem Verfassungsrichter einem Juraprofessor, weil letzterer dem ersten Plagiate vorgeworfen hat. Das Äußerungsrecht ist in Deutschland komplex, selbst für Juristen schwer zu überblicken. Welcher juristische Laie will denn unübersehbare Prozesskosten riskieren, wo Fragen zur wissenschaftlichen Redlichkeit im Gerichtssaal verboten werden können?

11) horst scharnhorst, Freitag, 20. Mai 2011, 14:03 Uhr

Ihre Artikel zum Thema „Anonymität“ scheinen den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Dabei ist das Pseuodonym eine der ältestens Formen der Mimikry – aus vielen Gründen: beruflichen, privaten, künsterlischen, inhaltlichen. Haben Sie schon einmal in einem Seminar nur mit Vorständen gesessen? Die gibt es nicht, weil dort keiner etwas sagt. Die Maskerade hilft dabei. Sie öffnet Menschen wie beim Karneval. Nehmen Sie das Internet als ein Karnevalsforum – nehmen Sie die Beiträge wie sie sind: meist von interessierten, fachunkundigen Laien verfasst. Manche schreiben sich ihre Meinung vom Leib. Was ist dabei? Mit der eigenen Identität läßt sich das vielfach nicht machen, wegen des Vorstandseffekes. Nicht jeder Gedanke ist sinnvoll, professionell durchdacht oder sprachlich makellos.

12) m.spreng, Freitag, 20. Mai 2011, 15:26 Uhr

@Thorsten Schäfer

Eine Überprüfung hat sich erübrigt – siehe meine Anekdote „Ich gestehe“

13) m.trester, Freitag, 20. Mai 2011, 21:33 Uhr

Ihre Liebe zur Meinungsfreiheit in allen Ehren Herr Spreng, aber Meinungsfreiheit endet in Deutschland dort, wo die Interessen der Mächtigen bedroht sind. Ich kann mich noch gut an die Hetzjagd erinnern, die die Bildzeitung auf Rudi Dutschke veranstaltet hat – bis hin zu seiner physischen Vernichtung und das weil seine Meinung nicht mit der Springers oder wem auch immer zusammengepasst hat. Können Sie sich auch noch daran erinnern ? Für den Fall, dass Sie es nicht mehr wissen, ein Zitat aus dieser Zeitung:“Und man darf auch nicht die ganze Drecksarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen! “ Und welche Folgen hatte das für die Bildzeitung und ihre Verantwortlichen – keine ! Da ist es für jeden gesünder, anonym zu bleiben und die Schweinereien aus der Deckung zu bekämpfen. Und Sie wissen wahrscheinlich auch noch, dass auch einflussreichere Leute als unsereins gefährdet sind, wenn sie bestimmte Dinge aufdecken: Ich erinnere hier an Augstein und Strauss – hat für Strauss auch keine ernsthaften Konsequenzen gehabt. Das ist die deutsche Realität – alles andere ist Wunschdenken – oder Nebelkerzen.

14) Thorsten Schäfer, Freitag, 20. Mai 2011, 23:44 Uhr

@m.spreng

Ja, die ist mir bekannt… Darauf wollte ich jedoch nicht explizit hinaus 😉

15) Frank Krings, Samstag, 21. Mai 2011, 00:05 Uhr

Hallo Herr Spreng,

ein praktischer Tipp, wenn Sie sich über anonyme Kommentare in Ihrem Blog ärgern. Bauen Sie doch einfach eine Kommentarfunktion wie http://disqus.com/ ein. Damit können Sie es Kommentatoren ermöglichen, sich über ihren Facebook/Twitter.etc-Account zum Kommentieren einzuloggen. Es diszipliniert Kommentare ungemein, wenn man als Absender mit seinem Facebook-Profil dafür „gerade stehen“ muss. 😉

16) Maschinist, Samstag, 21. Mai 2011, 09:45 Uhr

„Es würde doch an der Faktenlage nichts ändern. Was wir machen, ist nichts anderes als eine Buchbesprechung.“

http://www.fr-online.de/politik/-den-ruf-der-politik-verbessern-/-/1472596/8473032/-/index.html

17) Roland K., Samstag, 21. Mai 2011, 11:54 Uhr

Sehr gute Kommentare zum Blogeintrag. Bei aller Wertschaetzung fuer Herrn Spreng – in einem Punkt liegt er vollkommen falsch: Es ist fuer jemanden mit entsprechendem finanziellen Hintergrung ziemlich einfach, einen „Gegner“ trotz dessen „freier Meinungsaeusserung“ wirtschaftlich enorm zu schaden bzw. zu vernichten. Er braucht diesen bloss mit einer Menge Klagen zu ueberziehen, vorzugsweise solche mit einem hohen Streitwert. Juristen sind auf dem Gebiet ziemlich findig ………….und wer sich dann aus Unwissenheit einen schwachen Verteidiger nimmt, der hat sehr schlechte Karten, speziell in Hamburg, einem gern genutzten Gerichtsort fuer derlei. Alles ganz leicht nachzulesen………..
Da kann ichs keinem verdenken, wenn er ohne irgendeinen „Promibonus“ lieber anonym schreibt.
Wir sind inzwischen in der Tat so weit, dass wir Angst haben muessen, wenn wir eine „Meinung“ ueber einen „Promi“ aus Politik, Wirtschaft oder der Glamourbranche oeffentlich aeussern. Da spielts gar keine Rolle,wenn sich herausstellt, dass es sich sogar um Tatsachen handelt – Recht bekommt so jemand (mit Glueck!) nach einigen Jahren……………..ist aber bis dahin womoeglich wirtschaftlich ruiniert………

18) irreversible, Samstag, 21. Mai 2011, 13:23 Uhr

@Frank Krings:
Ja genau, und wer seine Daten weder Twitter oder FB zur kommerziellen Nutzung schenken möchte (von der Tatsache, dass es 2 Minuten dauert dort mit Hilfe einer anonymen Junkmail-Adresse einen Fake-Account anzulegen einmal abgesehen) diskutiert eben nicht mit, oder wie?

Man glaubt es kaum, wie Sie hier der hoch problematischen Verknüpfung verschiedener Online-Profile im Namen einer völlig unnötigen „Disziplinierung“ von Kommentatoren (!) das Wort reden. Manche Leute wollen offenbar schnellstens zum gläsernen Bürger/Konsumenten werden….

19) Peter Christian Nowak, Samstag, 21. Mai 2011, 16:23 Uhr

@Nofate
Ihr Text beschreibt eine (vermutliche) Realität in diesem Land, in dem man eigentlich nicht leben möchte. Spreng´s Text und sein Impetus beschreibt ein Land, in dem man eher leben möchte. Aus diesem Grunde halte ich Ihre Einlassung für höchst bedenkenswert, was die politische Entwicklung in Sachen Meinungsfreiheit in Deutschland betrifft. In vielen Beiträgen wurde klar: Die Angst in „Ungnade“ bei den Mächtigen zu fallen ist größer als der Mut, seinen richtigen Namen von Angst befreit zu nennen: Seinen Namen aus Gründen der Repressionsmöglichkeit der Mächtigen verschleiern zu müssen ist ein deutliches Signal an die Mächtigen, das lautet: Der Starke gewinnt immer. Also bedeutet mir mein Name solange nichts, solange ich mit eventuellen Repressalien der Mächtigen zu rechnen habe. Man kann es Feigheit nennen oder Lebensklugheit: Das Synonym eines Namenskürzels wird zum Akronym, tritt an die Stelle eines Namens, der bei freier Nennung gefährlich werden könnte. Nichts anderes als ein Krückstock unbehelligt seine Meinung äußern zu können.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmug – gerade in der freien Meinung, eigentlich grundgesetzliches Recht für jeden Otto und jeden Journalist/In ist, steht spätestens seit dem 09/11 offiziell zur Disposition.

20) Matthias Mala, Samstag, 21. Mai 2011, 20:47 Uhr

Dass Sie sich, lieber Herr Spreng, mit Ihrem Text wenig Freunde im Schwarm machen, ist klar. Doch auch ich war und bin über die anonyme Herangehensweise in den Wiki-Plags irritiert, und habe mich ähnlich wie Sie gefragt: Was hängt in unserer freien Gesellschaft schief, wenn man nicht mehr mit seinem Namen für sein Wort einstehen mag? Sind wir bereits eine orwellsche Duckmäusergesellschaft? Oder warum sind wir so dem namenlosen beliebigen Geschwätz verfallen? Welcher Untertanengeist drängt uns, Spitzzüngiges aus dem Verborgenen heraus in die Menge zu rufen? Wie wenig frei ist eine Gesellschaft, in der solches übergreifend geschieht?

Jedenfalls habe ich für mich schon länger dahingehend die Konsequenz gezogen, dass ich namenlose oder spitznamige Kommentare nicht mehr lese. – Manchmal vergleiche ich das Internet mit einer riesigen Klowand, die jeder Flegel nach Belieben bekritzeln kann. In dem Muff autoritärer Schulen, war diese Art der Kundgabe einst ein Ventil. In welchem Muff aber steckt die globale Gesellschaft …? Oder ist sie entgegen dem Schein und ihrer Selbstwahrnehmung ebenso spießig muffig geblieben wie anno dazumal?

Gruß Matthias Mala

21) Anonymous, Sonntag, 22. Mai 2011, 23:06 Uhr

We are Anonymous.
We are Legion.
We do not forgive.
We do not forget.
Expect us!

22) Frank Krings, Montag, 23. Mai 2011, 00:25 Uhr

@irreversible: Ja, Sie haben Recht: Ich wünsche mir wirklich mehr „gläserne“ Transparenz in Debatten – auch wenn sie online sind. Die Zeiten in denen das Internet eine anonyme Schattenwelt war in der mr.anonym1975 mit rapunzel_lol folgen- und verantwortunglos diskutierten sind vorbei. Das Internet ist heute eine real wirksame Verlängerung der Offline-Welt. Und dazu gehört auch, dass man Profil zeigt. Natürlich kann man Fake-Profile anlegen. Aber warum sollte man das tun? Ich bin online ja kein komplett anderer Mensch als offline. Und natürlich ist Anonymität ausnahmsweise berechtigt, etwa wenn man belastendes Material an WikiLeaks, OpenLeaks oder an Sprengs Briefkasten übermittelt. Aber in offenen Diskussionen finde ich das mittlerweile peinlich. Übrigens: Gerade die Fußball-Fanforen machen jetzt gute Erfahrungen mit personalisierten Kommentarfunktionen via Facebook. Die Zahl der rassistischen Kommentare und des Hate Speech hat drastisch abgenommen.

23) Tham05@gmx.de, Montag, 23. Mai 2011, 03:35 Uhr

Na ja Herr Spreng,

der kleine hässliche Unterschied ist:
Sie haben mit ihrer „Meinung“ als Tätigkeit Geld verdient……die anonymen Internetler, tun das nicht…..bei Kohle damit machen, kann man das Risiko des „offenen“ Visiers erwarten…..als Hobby-Denunziant ohne Verdienst…..ist so ein Risiko….übertrieben.

Außerdem gibt es mittlerweile hierzulande genügend Hobby-Denunzianten die von den so ordentlichen deutschen Gericht im Namen des deutschen Volkes außerordentlich rechtsstaatlich Verurteilt wurden – für nix anderes als ihre Meinung…..

Meinung ist etwas für Leute, die sich eine leisten können. Deshalb verzichten sehr viele Leute hierzulande auf eine.

24) Florian Huber, Montag, 23. Mai 2011, 06:12 Uhr

Herr Spreng,
Sie haben soeben die „Schwarmfeigheit“ erfunden.
Eine Google-Recherche brachte nur Verweise auf diesen Artikel.

Mit dem Begriff Seuche haben Sie sich leider völlig im Ton vergriffen.
Anonymität ist keine Seuche, sondern sie hat eine Kehrseite.
Aber alles hat 2 Seiten, eine positive und eine negative.
Die Kehrseite von Meinungsfreiheit ist z.B. Verleumdung, Schmähkritik und Beleidigungen.

Einige Dinge haben mir jedoch gar nicht gefallen:
u.a. der ganze letzte Absatz.
Zitat: „Anonymität aber ist grundsätzlich feige, wenn die Enthüllung Politiker betrifft, und schändlich, wenn es um Privatpersonen geht. Leider ist Anonymität eine Internet-Seuche, die ich auch bei den Kommentaren meines Blogs erleben muss. Es ist schade, dass im Internet kaum noch einer mit seinem Namen zu dem steht, was er tut oder schreibt. Es wird Zeit, dass sich die “VroniPlag”-Aktivisten zu erkennen geben. Die Jäger müssen sich stellen.“

1. Warum sollte Anonymität feige sein?
Feigheit ist einerseits Freiheit von Mut. Aber die Online-„Arbeit“ lässt sicherlich keinen Tatendrang vermissen.
Andererseits ist Feigheit auch das Vorherrschen von Furcht und Angst.
Es herrscht sicherlich eine gewisse Furchtsamkeit vor möglichen Konsequenzen und Repressalien. Aber die Geschichte hat ja immer wieder gezeigt, dass Interessenten an der Wahrheit drastischen Folgen ausgesetzt sind: da könnte man bei Jesus anfangen, dass Galileo doch recht hatte…
Da wir hier aber kein Geschichtsseminar haben, sei damit aucb schon wieder Schluss.
Eins noch: die absolute Wahrheit ist der größte Feind des Verbrechers!
2. Die Reaktionen auf den Professor, der den Stein zum Rollen gebracht hatte, waren u.a. Hassmails wie „Hoffentlich läufst Du Arsch mal vors Auto“ (Quelle: Süddeutsche).
Ob jetzt Hassmails sich so dermaßen von Hassbriefen unterscheiden, wage ich mal zu bezweifeln.
3. Ich habe mal auf den Seiten des Innenministeriums gelesen (bin jetzt aber zugegeben zu faul zum Suchen), man solle im Internet eine andere Identität benutzen.
Ist das dann ein Aufruf zur Feigheit, oder ein Aufruf anonym Verbrechen zu begehen?
4. Grundsätzlich: Es gibt keine Anpnymität im Internet!
5. Die Enthüller als Aktivisten zu bezeichnen, halte ich für völlig daneben.
Aktivismus ist als politischer Ausdruck eine Diffamierung.
Eine Steigerung ist nur noch „purer Aktionismus“!
Und dann gibt es nur die Steigerung „Schmutzkampagne“.
Aber das ist es wohl überhaupt nicht!

Zu ihnen selbst:
Dass Sie die Meinungsfreiheit vertreten, haben Sie schon häufig unter Beweis gestellt.
Aber: Es gibt nicht „Ein bisschen Meinungsfreiheit“, sondern entweder Meinungsfreiheit oder eben nicht, Dazwischen gibt es keine Abstufungen.
Welche Grenzen der Meinungsfreiheit von den Enthüllern überschritten werden, ist mir auch nicht ersichtlich.
Besonders bei den Springer-Zeitungen sind die Grenzen meist nicht vorhanden. Ohne Sie direkt anzugreifen, verdeutlicht u.a. die Bild tagtäglich die Scheinheiligkeit zwischen „Schmutzkampagne der Opposition!!!“ und den eigenen Verletzungen von u.a. Persönlichkeitsrechten.
Ich stelle hier die Vermutung auf, dass Sie selbst bezüglich Meinungsfreiheit durch ihre redaktionelle Tätigkeit im bereits genannten Verlagshaus eine andere Ansicht haben als vor ihrer Tätigkeit.

Stellen Sie sich mal folgende Frage:
„Sind anonym bleiben wollende Informanten auch feige?“
Ich denke, investigativer Journalismus ist ohne Anonymität teilweise gar nicht möglich.
Oder sehen Sie das anders?

P.S.:
Gegen Beschimpfungen gibt es auch ein probates Mittel: Bewertungen von anderen Lesern.
Ich nehme an, kein vernünftiger Leser will seinen Kommentar ausgeblendet sehen.

P.P.S.: Sie werfen die Enthüllungsarbeiten von Doktortitelblogs in einen Topf mit Beschimpfung und Lächerlichmachung.
Denken Sie mal eine Minute darüber nach! Finden Sie das noch immer OK?

Epilog: Ein mir bekannte Kritikerin (eine verwandte Professorin, die sich ihre Titel wirklich verdient hat) der Spickmich-Mentalität sagte mir: „Ich kann es nicht ändern! Aber wenn meine Lehre qualitativ gut ist, bekomme ich auch tolle Bewertungen!
Solange die Grenze der Menschenwürde nicht fällt, ist jede sachliche Kritik OK.
Nur manchen Kollegen gefallen Beurteilungen allgemein gar nicht – die wissen auch warum…“

25) Hegel, Montag, 23. Mai 2011, 10:05 Uhr

Mir bleibt einfach die Spucke weg, wenn ich lese, dass Leute, die das massive Fehlverhalten von Teilen unserer „Eliten“ aufdecken, plötzlich als Feiglinge/aus niederen Motiven Handelnde gelten, statt diejenigen, die lügen, betrügen und sich dadurch Status und wirtschaftliche Vorteile verschaffen.

Die Tatsache, dass Sie, Herr Spreng, mit dem absolut unzutreffenden Begriff „Denunziation“ versuchen, die Diskussion auf eine andere Ebene herunterzuziehen, lässt mich an Ihren Motiven zweifeln. Vor allem, da Sie auch in Ihrem 2. Posting zu dem Thema weiterhin mit keinem Wort herausgestellt haben, welchen Unterschied es für die Plagiatoren gemacht hätte, wenn sie den Namen der Rechercheure kennen würden. Außer natürlich, um denen die Abmahnmeute auf den Hals zu hetzen, denn selbst fürs Aussprechen von nachprüfbaren Fakten kann man ja heute schon im freiheitlichen Deutschland problemlos eins auf Dach kriegen.

Nicht die „Jäger“ haben Guttenberg kaputt gemacht, sondern seine eigene Eitelkeit und Dreistigkeit (der Glaube, damit durchkommen zu können). Dass so jemandem von der Politik öffentlich nachgeweint und auf ein Comeback gehofft wird, zeigt nur allzu deutlich, wie schlimm es um die Integrität der politischen Klasse hierzulande bestellt ist.

26) Stephan Lehmke, Montag, 23. Mai 2011, 10:29 Uhr

@Matthias Mala: „Jedenfalls habe ich für mich schon länger dahingehend die Konsequenz gezogen, dass ich namenlose oder spitznamige Kommentare nicht mehr lese.“

Ich hoffe, Ihre Konsequenz geht so weit, dann auch nichts mehr in Wikipedia nachzulesen, das nach exakt denselben Prinzipien funktioniert wie das VroniPlag Wiki (um das es hier ja eigentlich geht).

Ansonsten würde Ihr Kommentar nämlich kilometerweit an der Sache vorbeigehen.

27) Bakunin, Dienstag, 24. Mai 2011, 08:47 Uhr

Muß sehr schwer gewesen sein für sie, ihre Widerstandskämpfer-Zeit im Springer Verlag. Nur einarmig auf der Schreibmsachine geschickt unterhalb der Enttarnungslinie runzutackern und die andere Hand zur Faust geballt ständig in der Tasche. Aber das geht ihrem Ex-Kollegen Döpfner und den anderen Springer Leuten heute noch so. Wer die verdruckste Jubiläumsausgabe der “ WELT“ zum 60zigsten Geburtstag las , der konnte den Eindruck kriegen, da sitzen lauter junge Sprengs. Man erbettelte sich förmlich “ Glückwünsche“ von ehemaligen Steinewerfern, Maoisten, RAF Sympathisanten und ähnlichen Lichtgestalten der heutigen Elite. Einer dieser Typen attestierte den Springer Leuten, sie hätten ihre “ Veranntheit“ der 60er Jahre eingesehen. Axel Springer wurde in der Ausgabe mehr als erfolgreicher Spinner von den eigenen Leuten beschrieben. Nichts davon, dass es beim Springer Verlag mörderische Anschläge der 68er Szene gab, kein Wort davon, dass Axel Springer in fast jeder seiner politischen Analysen oder Visionen bis auf´s I Tüpfelchen Recht behielt, nein die Gutmenschenmafia machte sich über Axel Springer her und die WELT druckte das brav ab. Ob Springer meditierte, glaubte oder den “ Groß Mummerich“ von Kalle Blomquist befragte ist doch unerheblich. Diejenigen unserer lebenskorrupten Elite, die sich über ihn lustig machen, sie bewundern nach wie vor den Killer Castro, verhöhnen die japanischen Todesopfer des Tsunamis, fahren durch deutsche Wälder kilometerweise um anschließend über das Waldsterben zu rätseln, füttern ihre Computer mit selbstverfassten Daten und wissen genau dass die Menschheit nur gerettet wird , wenn es den deutschen Herrenreitern gelingt das Klima über Deutschland um 2 Grad abzusenken. Beim Atomausstieg verweist man im politisch-medialen Inzest Kreisen gerne auf den Willen des “ Volkes“, wollen die Bürger mehr Wahlrechte bei anderen Themen schüttelt man bedenklich mit dem Kopf und schreibt : “ Besser nicht.“ Und dann kommt das internet und versaut unseren Medien und Politikern die von ihnen fleißig ausgeübte Meinungsunterdrückung. Was macht man gegen Wikipedia und blogger die eine eigene Meinung haben? Richtig disziplinieren, ausgrenzen und dann kriminalisieren. So, wie China läuft die Nummer nicht, also wird dieses nie legitiemierte EU Fettlebe-Parlament eingespannt und eine Antidiskrimminierungsrichtlinie bestellt. Wird auch von der systemrelevanten Justiz schon benutzt um Kritiker einer Richtung mundtot zu kriegen. Der Aufbau und der Weg zur Sammelstelle eines Umerziehungslagers ist noch versperrt, der blogger als “ Anonymus“ ist noch nicht gänzlich enttarnt und Herr Spreng sieht es wie seine Kollegen. Hier muß Abhilfe geschaffen werden. Das ist wie bei allen anderen Abschaffungen bei der Freiheit. Wer nichts zu verbergen hat, der kann das doch offen sagen. Rechtsextremisten und Faschisten aus eigener Herstellung, die noch als Bürger verkleidet umherlaufen und nicht vollständig enttarnt sind vom Staatsfernsehen und den Verlagen die werden dann zu “ Rechtspopulisten , Islamphoben und Wutbürgern umdenunziert. Auf ihrem Blog haben sie doch niemand der für sie anonym ist Herr Spreng? Also, sobald jeder der einen Ethniendiskrimminierenden Wortschatz über 100 Worte hat und die auch noch anonym missbraucht, können diese Wortbürger doch gemeldet werden für das EU Umerziehungslager. Der Journalismus in Deutschland ist ziemlich verkommen . Früher hieß es “ Wächteramt“ (Komisch , ohne Amt geht wohl garnichts in Deutschland). Heute sind sie und ihre Kollegen nur noch systemrelevante Türsteher. Und zwar passen sie mehr darauf auf, was alles nicht gedruckt werdern kann und was nicht gesagt wird, als dass sie etwas für den freien Einlaß der Bürgermeinung in den Medien tun. Auch ich werde anonym hier bleiben und darauf warten wie sich das mit ihrem Jagdeifer entwickelt.

28) Daniel Eilers, Dienstag, 24. Mai 2011, 21:53 Uhr

Herr Spreng, Sie übersehen einen gewichtigen Punkt: Ob ein „Noname“ in irgendeinem „Noname-Blog“ irgendeinen Nonsens niederschreibt, das von einer Handvoll „Nonames“ gelesen wird, oder ob ein Journalist für eine namenhafte Tageszeitung schreibt, macht einen gewaltigen Unterschied. Wer soviel Macht hat wie der Journalist (darüber lässt sich streiten), der muss mit seinem Namen für die Macht, die er ausübt einstehen. Macht braucht ein Gesicht.

29) Günter, Donnerstag, 26. Mai 2011, 11:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,
Danke für Ihre Haltung und bleiben sie bitte dabei.
Sie unterscheiden sich doch eine ganze Menge von vielen Kommentarschreibern, deren eigenartigen Meinungen man täglich in den Zeitunsschauen der Rundfunksender höhren kann.
Objektivität scheint im vorherrschenden Journalismus ein Fremdwort geworden zu sein.
Wenn ich die Eierei in der sonntäglichen Journalisten Runde im Fernsehen sehe, dann frage ich mich woher einige dieser Leute ihr Gehalt beziehen.
Bleiben Sie bitte fest bei Ihrer Meinung. Sie bereiten vielen Lesern Ihrer Beiträge Genugtuung!
Nochmals Danke!

30) D. Lux, Dienstag, 27. Dezember 2011, 17:22 Uhr

Finde ich sehr schön und habe es mit wachsender Zustimmung gelesen. Ja, die Anonymität ist ein Problem, und der Schwarm-Feigheit ist wohl noch die Schwarm-Bosheit hinzuzufügen.

lg DL
http://www.luxundpartner.at

31) Christine Feuerstein, Donnerstag, 05. Januar 2012, 07:01 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,
Ihrer Überlegung zur Schwarm-Feigheit stimme ich zu und habe gleichzeitig mit Freude Ihren toten Briefkasten für etwas hämische Vergleiche und Frust-Entladung über unseren enttäuschenden Bundespräsidenten und seine Macherin genutzt. Ich bin froh, daß ich von der Leber weg schreiben konnte und Sie das redigieren, entweder angenervt löschen oder sich einen Gedanken daraus zu eigen machen und nutzen. Gerne! Ich hoffe aber auch, daß dieser Briefkasten genutzt wird, um auf Mißstände hinzuweisen, die man für empörend hält, selbst nicht gut genug recherchieren kann und von denen man hofft, daß sich ihrer jemand annimmt.Diese Möglichkeit ermutigt zum Hinsehen. Und dann gibt es ja noch die Loyalitätskonflikte mit Arbeit- und sonstigen Gebern. Ich hoffe, daß Ihr toter Briefkasten auch dafür als erster Schritt auf dem langen Weg zu notwendigen Auseinandersetzungen dienen kann.
Will sagen: Anonymität, von den Empfängern weise gehandhabt, kann auch ein Segen sein. .

32) Robson Bottle, Freitag, 18. Mai 2012, 15:07 Uhr

Nicht vergessen: Ohne die Anonymität im Netz gäbe es den Herrn zu Guttenberg ebenfalls noch in Amt und (falschen) Doktor-Würden! Ihr Plädoyer gegen die Anonymität im Netz ist kurzsichtig, scheuklappig und trieft vor falschem Pathos. Wieso hat freie Meinungsäußerung „Bekenner-Mut“ nötig? Gilt „freie Meinung“ nur, wenn sie ein Risiko mit sich bringt? Sollte die freie Meinungsäußerung nicht jedem gewährt werden, und gerade eben auch dem „Mutlosen“? Sind wir bei den Revolver“helden“ im Wilden Westen oder bei den „edlen“ Rittern im Mittelalter? Vor dem Gesetz sind alle gleich, die Mutigen genauso wie die „Feigen“!

33) Young Believer, Sonntag, 17. Juni 2012, 11:56 Uhr

Wählen nur noch mit Angabe der persönlichen Daten? Sind freie und geheime Wahlen Zeichen der „Feigheit“ des Staatsbürgers?

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