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Montag, 04. Juli 2011, 16:39 Uhr

Kohlianer (2)

Einmal ließ sich Helmut Kohl doch noch herab, “Bild am Sonntag” ein Interview zu geben. 12 Millionen Leser waren ein starkes Argument. Kurz vor dem Interview rief Kohls Medienberater Eduard Ackermann bei dem BamS-Politikchef an und sagte, Kohl sei nur bereit, den Interviewtermin einzuhalten, wenn ich nicht daran teilnehme.

Kohl wollte bestimmen, wer das Interview führt. Eine Forderung, die keine Zeitung mit Rückgrat erfüllen kann. Also ließ ich dem Bundeskanzler ausrichten, das Interview finde entweder mit mir statt oder gar nicht.

Das Interview fand statt, wenn auch in eisiger Atmosphäre.

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7 Kommentare

1) Stefan, Montag, 04. Juli 2011, 17:52 Uhr

Ihre Aussagen gegen die freie meinungsäusserungen sind erschreckend!

Nicht jeder kann oder will seine Meinung illegitim toll verkaufen!

Und im Gegensatz zu ihnen habe ich keine Möglichkeit mich mit Hilfe von Bild oder ÖRR zu verteidigen!

Daher ist es zwingend erforderlich seine Meinung anonym im Netz verbreiten zu können!

2) karl, Montag, 04. Juli 2011, 18:00 Uhr

Eine Zeitung mit Rückgrat? Irgendwo muss an mir dein Wechsel zu dieser Zeitung vorbeigegangen sein.

3) Lacerda, Montag, 04. Juli 2011, 20:16 Uhr

Herr Spreng,

ohne mich einschleimen zu wollen. Ich lese immer gerne, wenn einer aus dieser Republik sich diesem Mann mit diktatorischen Zügen, sich widersetzen konnte, durfte.
Die Interviews, die ich mit Helmut Kohl kennen, machen die Journalisten auf mich den Eindruck, als würden sie gleich die Flucht ergreifen oder eben kurz in die Hose machen.

Chapeau !

4) Mike, Dienstag, 05. Juli 2011, 12:19 Uhr

“Zeitung mit Rückrat” – alles klar.

5) Tilman, Dienstag, 05. Juli 2011, 13:18 Uhr

@Mike ob eine Zeitung Rückgrat hat, hängt von den handelnden Akteuren ab. Mir stößt der Begriff in Bezug auf Bild und BamS zwar auch auf; sollte es damals jedoch so gewesen sein wie Spreng berichtet, dann hatte die Zeitung zu diesem diskreten Zeitpunkt tatsächlich Rückgrat.

6) Frankilein66, Dienstag, 05. Juli 2011, 16:13 Uhr

Ältere Leute neigen dazu, die Vergangenheit übermäßig zu verklären, das scheint mir auch hier der Fall zu sein!

7) Ralph, Samstag, 06. August 2011, 22:30 Uhr

Dieses “Ausrichten lassen” kenne ich irgend woher. Ein Restaurant brauche ich nicht mehr zu betreten, weil ich angeblich “was schlimmes übers Geschäft gesagt haben soll”.
Was das schlimme Argument sei, sagt mir nicht mal selbst der Inhaber. Der schaut nur ratlos aus der Wäsche wenn er mich sieht.

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