Dienstag, 19. Juli 2011, 11:16 Uhr

Die Macht der Bilder

Bilder sagen bekanntermaßen mehr als tausend Worte. Insofern ist der SPD ein Coup gelungen: die optische Inszenierung der neuen SPD-Troika Gabriel, Steinmeier und Steinbrück. Die Fotos signalisieren: hier stehen drei starke Männer bereit, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Zumindest zwei, denn Steinbrück und Steinmeier gehören derzeit zu den beliebtesten deutschen Politikern – vor Angela Merkel. 

In Verbindung mit dem Angebot, Merkel in der Euro-Krise zu helfen, war das eine rundum gelungene Veranstaltung, geschickt zu Beginn der Sommerpause platziert.

Die Inszenierung sagt aber noch mehr: Peer Steinbrück ist, ohne dass ein Parteitag darüber befunden hat, zumindest zur Nummer 3 der SPD befördert worden. Das kommt einem Parteistreich gleich. Die Basis weiß jetzt, was von den Partizipationsangeboten Sigmar Gabriels zu halten ist. Die Bilder sagen: einer von uns dreien wird Kanzlerkandidat, wobei dieses Signal natürlich dem „einfachen Abgeordneten“ Steinbrück am meisten nützt.

Die Rollenverteilung in der neuen SPD-Troika scheint klar: Steinbrück macht den Schröder, Gabriel den Lafontaine, der dem anderen den Vortritt lässt und deshalb Parteichef bleibt. Und Steinmeier macht den Scharping. Mit einem Unterscheid: er hat seine Wahl schon verloren.

Bei allem Spott, bei den Wähler wird von diesem Bild im Gedächtnis bleiben: die SPD ist vielleicht doch eine Alternative.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

65 Kommentare

1) EStz, Donnerstag, 21. Juli 2011, 12:41 Uhr

Rot-Grün hat bewiesen, dass sie den Karren nicht aus dem Dreck ziehen konnten.
Schwarz-Rot hat bewiesen, dass sie den Karren nicht aus dem Dreck ziehen konnten.
Schwarz-Gelb hat bewiesen, dass sie den Karren noch tiefer in den Dreck hinein stossen.
Ganz Rot hat bewiesen, dass sie nicht einmal sich selbst aus dem Dreck ziehen können.

Angela Merkel ist führungsunsfähig und konzeptlos.
Wolfgang Schäuble ist alt und bockig.
Sigmar Gabriel ist ein Filou und nicht ernst zu nehmen.
Peer Steinbrück ein Großmaul. Jürgen Trittin auch.
Klaus Wowereit ist faul.
Hannelore Kraft ist bestenfalls Quote.
Frank-Walter Steinmeier ist ein Weichei. Philip Rösler auch.

Sind das unsere Besten? Oder noch schlimmer – unsere Einzigen?

Stefan P hat Recht, Peter Christian Nowak und Don Corleone aber auch. Wenn jetzt Wahl wäre, könnte ich nicht hingehen. Da ich glaube, dass uns auf kürzere oder bestenfalls mittlere Sicht jede der großen Parteien ins Unglück stürzt, würde ich hoffen, dass die anderen gewinnen (egal, wo ich mein Kreuzchen mache), nur damit ich die dann nicht auch noch gewählt hätte.

So ein Gefühl der Hilf- und Ahnungslosigkeit hatte ich noch nie…

2) StefanP, Donnerstag, 21. Juli 2011, 15:59 Uhr

@EStz

Ich hoffe für Sie, dass Sie keine Menschen einstellen müßen und nicht über Karrieren entscheiden. Menschen sind unvollkommen und fehlerhaft, als Partner, Arbeitnehmer und natürlich als Politiker. In einer Demokratie entscheiden Sie immer nur für den am besten Geigneten für den Job von jenen, die zur Verfügung stehen.

Deshalb will ich auch nicht mit den von Ihnen Genannten in einen Topf geworfen zu werden. Ich plädiere positiv. Alles andere ist undemokratisch und unreif.

3) EStz, Donnerstag, 21. Juli 2011, 18:12 Uhr

@ Stefan P.

🙂

Da haben wir, vermute ich, ein Mißverständnis. Es ging mir nicht um ein „In-den-gleichen-Topf-werfen“, sondern darum, dass ich jeden verstehe, der schimpft und „alles Scheiße“ schreit, aber auch die, die sagen, mehr haben wir nicht, machen wir das beste draus. Ich habe deshalb die Gegensätze gegeneinander stellen wollen, also nix für ungut.

In mir sieht es ähnlich widersprüchlich aus. Ich sehe für mich derzeit keine Möglichkeit, „den am besten Geeigneten“ zu finden, momentan sehe ich eher große Übel und ganz große Übel.

Frau Merkel zeigt sich als hoffnungslos überfordert, Herr Gabriel geht gar nicht (als Regierungschef; als Parteichef gab es, zugegeben, schon Schlechtere); Herr Steinmeier scheint ein exzellenter Flügelmann zu sein, aber ohne eigenen Kurs und damit als „Leader of the Pack“ ungeeignet. Peer Steinbrück hat sich, was die Deregulierung angeht, nicht mit Ruhm bekleckert. Wenn er was daraus gelernt hat, ist ja gut. Aber wenn nicht? Er vertut sich ja schon gelegentlich mit den Begrifflichkeiten…

Wie auch immer – meine ganz persönliche Kompaßnadel kreiselt heftig.

Ich habe übrigends durchaus schon Personalverantwortung getragen, Leute eingestellt, habe eigene Kinder (die noch alle mit mir reden), bin seit Jahrzehnten verheiratet. Ich weiß also um die Unzulänglichkeiten der Menschen (hab ja selbst genug Fehler). Aber das, was seit geraumer Zeit in Berlin passiert, riskiert und ruiniert viele Existenzen; nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft. Und jeder Unternehmer, der sich solche Sachen leistet wie die Berliner Regierung, landet über kurz oder lang im Knast.

Und egal, bei wem ich bislang mit viel Kopfweh und Bauchgrimmen mein Kreuzchen gemacht habe – nachher steht der oder die Betreffende da, macht irgend einen Scheiß und faselt vom Wählerauftrag. Und da mag ich einfach nicht mehr… (vielleicht gibt sich das ja bis zur nächsten Wahl, wann immer die ist).

4) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 21. Juli 2011, 21:31 Uhr

@Frankilein

°°werde ich ihn, bzw. die SPD wählen. Dabei ist mir das Parteiprogramm schnurzegal, ich finde ihn einfach als Typ gut! Punkt!°°

…und ich werde Lady Gaga wählen! Jawollja! Auf Kompetenz kommt es schließlich nicht an, sondern nur darauf, ob jemand ein dufter Typ ist. Bushido wär doch auch ein toller Typ…

Jetzt sind Sie genau dort gelandet, lieber Frankilein, wohin man Sie haben wollte. Glückwunsch!

5) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 21. Juli 2011, 21:40 Uhr

@sk8erBLN,

Danke für die Präzisierungen in der „Vita“ Steinbrück.

Aber wie Sie weiter unten lesen können, werden auch die konsequent von Teilen des erlauchten Publikums ignoriert.
In der Psychiatrie übersetzt man das mit „Wirklichkeitsverdrängung durch exogene Reizüberflutung“. Wenn sie epidemisch wird, wirkt sie negativ auf die kollektive Wahrnehmungsfähigkeit von Realitäten.

6) Frankilein66, Freitag, 22. Juli 2011, 10:09 Uhr

@Peter Christian Nowak

Eigentlich war ich in der Vergangenheit sachliche und sprachlich auf hohem Niveau stehende Beiträge gewohnt.
Schade, dass sie sich entschlossen haben der Polemiker-Fraktion beizutreten!

Wir wissen doch aus der Vergangenheit, das Parteiprogramme nach der Wahl sowieso Makulatur sind, wer seine Wahlentscheidung davon abhängig macht, ist naiv. Wir leben in einer Kanzlerdemokratie, das haben wir doch jetzt beim Atomausstieg wieder gesehen, oder glauben sie die CDU als Gesamtpartei ist für den Ausstieg? Merkel wollte ihn, deshalb haben wir ihn, im Parteiprogramm steht was anderes.

Deswegen schaue ich mir die Personen genau an und entscheide nach persönlichen Kompetenzen, natürlich nach meiner subjektiven Wahrnehmung.

7) StefanP, Freitag, 22. Juli 2011, 11:02 Uhr

@EStz

„Wie auch immer – meine ganz persönliche Kompaßnadel kreiselt heftig.“

Das hat bei mir spätestens angefangen, als ich mich für Mädchen zu interessieren begann. 😉 Jede hat ihre Reize, aber auch Unzulänglichkeiten…

Nirgends ist die Welt so ordentlich wie auf dem Papier. Und deswegen wandert man auch nicht so schnell in den Knast.Ich habe mich in meinem Leben schon oft und heftig geirrt und ich habe einige falsche Entscheidungen getroffen. Ich weiß, wie verdammt schwierig es ist, richtige Entscheidungen von großer Tragweite zu treffen. Peer Steinbrück hat in der Finanzkrise selbst viel richtig gemacht. Das gestehen ihm Fachleute zu, die sich in der komplexen Materie auskennen. Und das sieht die Mehrheit der Bürger und Wähler so.

Ich bin ehrlich: ich hatte 2008 / 2009 auch sehr viel an der damaligen Bundesregierung zu kritisieren. Ich muss aber zugestehen, dass die Regierungsarbeit besser war als ich empfohlen hätte.

8) EStz, Freitag, 22. Juli 2011, 13:28 Uhr

@ Stefan P

Ich habe auch den einen oder anderen dummen Spruch über die große Koalition abgelassen; im Vergleich zur aktuellen Regierung hat sie tolle Arbeit geleistet. Wenn man den Vorher-Nachher-Vergleich macht, muss das dann wohl an der SPD gelegen haben….

Aber seit mir der Wahl-O-Mat bei der letzten Wahl die NPD oder die Linke empfahl (ich bin gegen den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan), bin ich, wie es so schön heißt, irgendwie mit der Gesamtsituation unzufrieden.

9) Peter Christian Nowak, Freitag, 22. Juli 2011, 17:48 Uhr

@Frankilein

Wenn es denn so weit kommt, daß reine Äußerlichkeiten den Maßstab von Wahlentscheidung bilden, weil eigentlich nach Kompetenzkriterien der oder die Auserwählte ein ungenügend bekommen müßte, so kann ich nicht danach gehen, ob jemand sympathisch rüberkommt oder nicht. Man steht da als Wähler wirklich vor einem Dilemma. Andererseits kann man sich vor diesem Dilemma nicht drücken, sondern muß zu einer entscheidung kommen. Daß jemand „ein dufter Typ“ ist, den man ausschließlich aus diesem Grund wählt, weil ansonsten objektiv nichts an ihm dran ist, sollte jdenfalls nicht entscheidend sein. Daher, zugegebenermaßen, mein Zynismus. Sorry.
Wir haben in dieser Welt schon genügend selbsternannte „Stars“. Und es gab mal eine Zeit, in der Leistung Voraussetzung für Anerkennung war. Das hat sich seit dem Medien gestüzten Politikbetrieb im letzten Jahrzehnt geändert: Es zählt kaum mehr der Inhalt, mehr die mediale (filmogene) Performance nebst Eloquenz. Vorsicht, bevor man so etwas toll findet!
Und natürlich haben Sie Recht mit der These, daß Parteiprogramme (viel zu oft) lediglich einer günstigen PR dienen. Aber im zweiten Gedanken schließen Sie auf mit der These, man sei naiv, sie von der Wahlentscheidung abhängig zu machen. Gebe ich Ihnen Recht!
Denn an uns Wählern liegt es, die Politik zur Glaubwürdigkeit zu zwingen, indem wir beharrlich und unaufhörlich dieselbe einfordern. Nicht nachlassen mit Kritik, da wo Kritik angebracht, ja notwendig ist und uns des Instrumentariums kritischen Denkens zu bedienen.
Mir schien im Augenblick meiner persönlichen Wahrnehmung Ihres Beitrages gleichsam der Kontrapunkt kritischen Denkens erreicht, den ich mit Zynismus beantwortet habe. Mag sein, daß ich hier polemisch überzogen habe. Nochmals, sorry!

10) Lothar Klouten, Freitag, 22. Juli 2011, 18:54 Uhr

Das hatten wir doch schon einmal. Auch diesmal wird der soziademokratische Sozialdawirnismus dafür sorgen: Es kann nur einen geben.

11) sk8erBLN, Samstag, 23. Juli 2011, 10:49 Uhr

@ Peter Christian Nowak
Oh ja, Lady Gaga for chancellor!!!

“Wirklichkeitsverdrängung durch exogene Reizüberflutung”.Wenn sie epidemisch wird, wirkt sie negativ auf die kollektive Wahrnehmungsfähigkeit von Realitäten.“

Das trifft den Nagel (leider) auf den Kopf. Und es gilt nicht nur für Bürger und Wähler sondern auch für „Qualitätsjournalisten“ denen die Fähigkeit zu scharfer Analyse ebenso abhanden gekommen ist. In aktuellem Zusammenhang mit dem Euro-Bailout zum Beispiel. Warum sonst kann ich nirgends lesen

„The Fatal Flaw In Europe’s Second „Bazooka“ Bailout: 82 Million Soon To Be Very Angry Germans, Or How Euro Bailout #2 Could Cost Up To 56% Of German GDP

And here is where the whole premise breaks down, if not from a financial standpoint, then certainly from a political one: „As the guarantees of the periphery including Italy are worthless, the Guarantee Germany would have to provide rises to €790bn or 32% of GDP.“ That’s right: by not monetizing European debt on its books, the ECB has effectively left Germany holding the bag to the entire European bailout via the blank check SPV. The cost if things go wrong: a third of the country economic output, and the worst case scenario: a depression the likes of which Germany has not seen since the 1920-30s. Oh, and if France gets downgraded, Germany’s pro rata share of funding the EFSF jumps to a mindboggling €1.385 trillion, or 56% of German GDP!
http://www.zerohedge.com/article/fatal-flaw-europes-second-bazooka-bailout-82-million-soon-be-very-angry-germans

Im Wirtschaftsblog „weissgarnix.de“ knöpft man sih diesen nacchdenkenswerten Detailaspekt des „Rettungspakets 2.0 für Griechenland“ heraus:
„Schaut euch beispielsweise diesen Satz an, der einen Teil der Beteiligung der Banken an dem Rettungspaket definiert:

The fourth option is a] Discount Bond Exchange offered at 80% of par value for a 15 year instrument. The principal is partially collateralized with 80% of losses being covered up to a maximum of 40% of the notional value of the new instrument. The collateral is provided by funds held in escrow. These funds are borrowed by Greece from the EFSF. The EFSF funding costs are covered by the interest earned on the funds in the escrow account so there is no funding cost to Greece of this collateral. The funds in escrow are returned to the EFSF on maturity, if not used, and the principal on the bond is repaid by Greece.

Wer zahlt hier was an wen und wer garantiert wann für was? Es dürfte einige Tage dauern, bis die wirklich schlauen Analysten die Details des Pakets verdaut, verstanden und bewertet haben. Die Griechenland-DLRG sollte eigentlich aus den vorhandenen rund 30 Optionen die besten auswählen, nicht alle.
http://www.weissgarnix.de/2011/07/22/schatz-es-ist-nicht-so-wie-du-denkst/

>Reizüberflutung pur,:XD so fällt denn auch kaum auf dass die angestrebte Entschuldung GRs nur rund 20% beträgt statt benötigter ca. 50%, dass der so genannte Marshalplan zur „Reanimation“ der Grichischen Wirtschaft gänzlich inhaltsleer blieb. Es bleibt die Botschaft „hurra, wir haben was getan und (erstmal) kann es so weitergehen, neue Kredite für GR und alle klopfen sich gegenseitig auf die Schultern und grinsen grenzdebil glücklich in jede herumstehende Kamera siehe http://www.spiegel.de/images/image-240089-thumb-csxu.jpg
und hier
http://www.spiegel.de/politik/ausland/bild-775624-239799.html
. Wenn Merkel Glück hat kracht es erst nach 2013 :XD

Na dann kann man ja jetzt, wo alles in vermeintlich trockenen Tüchern ist, auch die Katze aus dem Sack lassen: Z.B. dass sich der IFO Geschäftsklimaindex beträchtlich abgekühlt hat so wie auch der Einkaufsmanagerindex für die Industrie , Schluss also mit dem Turboaufschwung, schöne Ferien Angie, lt. Pressekonferenz gestern ist ja alles gut.

12) Peter Christian Nowak, Samstag, 23. Juli 2011, 20:51 Uhr

Hier noch eine Ergänzung zu Ihrer Analyse: Ackermann hat für die notleidenden Griechenlandanleihen phantastische Zinssätze ausgehandelt. Trotzdem bejammert er, wie von einem guten Banker gewohnt, die 21% Abschreibung. Laufzeit der Anleihen: 30 Jahre. Der EFSF (Europäische Rettungsfond) gewinnt 30 Jahre Zeit. Erst in 30 Jahren wird der volle Nennwert für die Banken fällig.Der jetzige Deal, der weit unterhalb dieser 21 Prozent liegt, ist keine Beteiligung des Privatsektors, sondern ein Bailout erster Güte. Überflüssig zu erwähnen, dass die Zeche einmal mehr der Steuerzahler zahlen muss. Im Jahre 2041, wenn die EFSF-Anleihen auslaufen, werden die Verantwortlichen jedoch bereits im Ruhestand sein. Die Rechnung für die „Beteiligung des Privatsektors“ wird die nächste Generation zu tragen haben.
Wenn allerdings die Griechen vorzeitig das Handtuch schmeißen und vorzeitig den „Offenbacher“ machen, dann allerdings wird´s ernst in Deutschland…Rolladen runter…“Wir sind außer Haus“…nur nützen wird´s nix!
Man hat sich erst mal Zeit gekauft.

13) sk8erBLN, Sonntag, 24. Juli 2011, 10:55 Uhr

Auch die Ergänzung ist eine Punktlandung. Die Idee sich wieder einmal „Zeit zu kaufen“ wird nümlich erneut nicht wirklich aufgehen: Wobei genau genommen ist es noch viel besser (es lohnt sich das genauer anzuschauen:
EU-Rettungspaket: Die Details, so wie ich sie verstanden habe
http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2011/07/eu-rettungspaket-die-details-so-wie-ich.html

Sehr treffend auch ein dortiger Userkommentar:
„Dass das ganze wieder nur eine Mogelpackung ist, konnte man an der Reaktion der Börse doch schön sehen.

Wegen des „substantiellen“ Beitrages sind prompt die Börsenkurse der Banken gestiegen.

Was ich mich seit geraumer Zeit frage: Ist die Politik so blöde, dass sie nicht merkt, wie sie am Nasenring durch die Manege gezerrt wird oder was ist da los?“

Apropos „was merken“ Diese Politiker merken in der Tat gar nichts mehr. Zur Erheiterung dieses tristen Themas ein kleiner Einschub -Experten bei der Arbeit:
Extra3: Caro Korneli bei der CDU-Medianight
http://www.youtube.com/watch?v=RWP-XgveTxE

„“Google beschäftigt uns viele STUNDEN am Tage“ O Ton Merkel. Kein Wunder, dass sie keine Zeit zur Erfüllung ihres Amtseides hat.“
„Wir brauchen endlichen ein Zwischenlager für Internet-Daten!“ Ja, von mir aus. Insbesondere aber wird ein Endlager für unfähige Politiker benötigt, sicherer als die Asse. Und bis dahin schlage ich Stresstests für Politiker vor. Irgendwie muss diesem Dilettantismus dringend Einhalt geboten werden.

Da das Internet ja „demnächst voll ist“und apropos Ruhestand.:

Das wohl in meinen Augen beste Wirtschaftsblog http://www.weissgarnix.de existiert in kürze nicht mehr.
http://www.weissgarnix.de/2011/07/23/am-9-9-ist-schluss/#comment-122680

Leider kein verspäteter Aprilscherz.

14) Peter Christian Nowak, Sonntag, 24. Juli 2011, 20:18 Uhr

@sk8erBLN,

Wissen Sie warum? Wird der Blog gesperrt? Von wegen Meinungsfreiheit?

15) sk8erBLN, Sonntag, 24. Juli 2011, 21:57 Uhr

@ Peter Christian Nowak

nein, ich habe nur die offizielle Begründung siehe http://www.weissgarnix.de/2011/07/23/am-9-9-ist-schluss/#comment-122680 gelesen und einige redaktionelle Ergänzungen in den Kommentaren die deutlich machten, dass f.luebberding als co-Autor selbst ein wenig ratlos ist ob und ggf. wie es weitergehen könnte.

Ich denke aber nicht dass es um Beschneidung von Meinungsfreiheit ging, dazu ist das Blog und die dahinter stehenden Autoren zu bekannt als dass sie sich den Mund verbieten ließen.
Ob die offizielle Begründung stimmt traue ich mich jedoch nicht einzuschätzen.

16) Martin, Sonntag, 31. Juli 2011, 21:17 Uhr

stefanolix: „[…] Angela Merkel hat ihre Kandidatur bereits angekündigt (manche denken: angedroht) und es wird in der CDU bis dahin auch niemand nachgewachsen sein. Eine CDU mit Angela Merkel ist sicher gut für 33% und vielleicht belegt sie damit auch den ersten Platz. Aber es wird nicht mehr für eine Koalition reichen.“

Nee, wenn die CDU bei den Stimmenauszählungen nicht selber die Zahlen fälscht (wie Angie das aus der DDR kannte) wird das nichts mehr.

Meinnr Meinung nach ist die CDU unter Merkel sehr weit nach links gerückt (siehe Atomausstieg, Reichensteuer etc.). Sie vertritt heute Meinungen, wie sie früher nur die Linken hatten.

Und da wählt man als Wähler doch lieber das Original, als die (Ost-)Kopie!

17) Martin, Sonntag, 31. Juli 2011, 21:24 Uhr

Andronico:
„Leider steht zu befürchten, dass Steinbrück trotzdem Kanzlerkandidat und vielleicht sogar Kanzler wird (nur, wenn es für Rot-Grün mit SDP vor den Grünen reicht). Die Medienkamapgne pro Steinbrück ist schon in vollem Gange. Interessant, welche Medien jetzt auf einmal ihre Liebe zu Steinbrück entdecken.“

Wieso verwunderlich? Bitte nicht vergessen, dass ein großer Teil der deutschen Printmedien der SPD (genauer: einer Tochter) gehören!!!
Und da wird natürlich schon bei der Einstellung eines/-r Journalisten/-in die Gesinnung geprüft, und nur Artikel, die der Leitung genehm sind, dürfen veröffentlicht werden.

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