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Sonntag, 24. Juli 2011, 12:04 Uhr

Immer das Gegenteil

Journalisten und Politiker – das ist eine lange Geschichte von Liebe und Hass, von Anbiederung und Verachtung. Für Helmut Schmidt waren Journalisten “Wegelagerer”, für Graf Lambsdorff gelegentlich “Todesschwadrone”, für Helmut Kohl Feinde oder Gefolgsleute.

Auch Gerhard Schröder, für den angeblich nur “BILD, BamS und Glotze” wichtig waren, hatte für manchen Kommentator seriöser Zeitungen nur Verachtung übrig, wenn er nicht seiner Meinung war. So sagte er mir einmal über den bekannten Leitartikler einer süddeutschen Zeitung: “Man muss als Politiker immer das Gegenteil von dem tun, was der schreibt. Dann liegt man richtig”.

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8 Kommentare

1) Peter, Sonntag, 24. Juli 2011, 12:45 Uhr

Ist es Heribert Prantl?

2) I. Wengel, Sonntag, 24. Juli 2011, 18:51 Uhr

Dieser Widerspruch wird selbstverständlich gepflegt wie eine gute Freundschaft, sind es doch die Journalisten, welche, in Abhängigkeit der Gewährung von “Insiderinformationen” durch die Politiker, oft so tun, als würden sie deren Misstände aufdecken.

In Wirklichkeit helfen Journalisten der Politik das Grundgesetz und die Grundrechte – entgegen deren Rechtsrang – unzulässig zu marginalisieren. Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland beispielsweise kein Medium, welches sich, unter Vernachlässigung ihres Grundrechts gemäß Art. 5 Abs. 1 GG, auch nur annähernd wagt, zu veröffentlichen, dass die öffentliche Gewalt seit 62 Jahren bewusst versucht, dass Grundgesetz nicht nur nicht zur rechtmäßigen Anwendung kommen zu lassen, sondern darüber hinaus seit dem Ende des Nationalsozialismus versucht, dessen geistig juristische Grundlage, nämlich dass Recht ist, was (der herrschenden Klasse, also der Politik) nützt, als weiterhin wie von Gott (auch wahlweise dem oder einem Führer) gegeben erscheinen zu lassen. Selbstverständlich unter dem Ausschluss der Grundrechte als Abwehrrechte des Bürgers gegenüber dem Staat.

Würde die so genannte Vierte Gewalt ihrer Aufgabe nachkommen, so wüsste Europa schon lange, dass die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland den Charakter der neuen Kleider des Kaisers aufweist.

3) Marc, Freitag, 29. Juli 2011, 22:24 Uhr

Ach, Politiker lesen Kommentare in der Presse? Noch schlimmer, denn das zeigt mir, dass sie genau wissen, was sie tun.

4) Marc, Dienstag, 02. August 2011, 15:24 Uhr

Der Titel “Anekdote der Woche” verliert leider so langsam vollends seine Berechtigung

5) m.spreng, Dienstag, 02. August 2011, 16:42 Uhr

@Marc

In fast zweieinhalb Jahren haben die Ankedoten nur dreimal eine Woche Pause gemacht. Ich habe bisher rund 130 Anekdoten veröffentlicht, da muss ich gelegentlich mal eine Pause einlegen, bevor mir der Stoff ausgeht.

6) Marc, Mittwoch, 03. August 2011, 13:57 Uhr

Tatsächlich? Sie können meine Ungeduld auch gerne als Kompliment auffassen!

7) Christian, Mittwoch, 03. August 2011, 16:49 Uhr

heribert prantl – weil für schröders geschmack zu links – oder nikolaus piper – weil damnls ein steter schröder-anpöbler- oder marc beise, der ober-neoliberale?

8) Peter Christian Nowak, Mittwoch, 31. August 2011, 18:23 Uhr

Gerhard Schröder ist jemand, der bewußt das Umlagesysrtem in der Rentenversicherung demontiert hat. Er ist mit für die zahlreichen Kürzungen im Sozialbereich verantwortlich. Diese Kürzungen wurden mit umfangreichen Steuesrenkungen für Unternehmen und reiche Privatleute begleitet Auch die unsoziale Mehrwertsteuererhöhung geht daher indirekt auch auf sein Konto. Gerhard Schröders Moralverständnis reduziert sich auf die Wahrnehmung eigener Interessen, die er jetzt als Privatmann bei Gazprom nicht weniger verantwortungslos wahrnimmt. Er ist ein Hedonis erster Güte. Er ist zumindest der Vorteilsnahme nach dem Amt verdächtig, was der nahtlose Übergang zu einem Unternehmen betrifft, das zuvor in politischer Hinsicht eng mit politischen Entscheidungen verknüpft war. Mit seiner Agenda 2010 hat er den Neoliberalen aus CDU und FDP geradezu die Steilvorlage gegeben, die unter anderem zur Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa geführt haben. Die äußerst fragwürdige Implementierung der Riester- bzw. Rüruprente geht auf sein Betreiben zurück. Die enge zu Maschmeyer spricht Bände. Etliche Indizien dafür könnte man an dieser Stelle anführen, was ich mit Rücksicht auf den Kommentarrahmen aber unterlasse. Daher empfehle ich zur weiteren Information:
http://panorama.blog.ndr.de/2011/08/29/willkommen-in-der-bananenrepublik-deutschland/

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