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Samstag, 17. September 2011, 13:38 Uhr

Karrierewege

Politiker machen häufig Karriere auch deshalb, weil andere Nein sagen. Wäre der CSU-Politiker Günther Beckstein auch dann (vorübergehender) bayrischerMinisterpräsidenten geworden, wenn die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier 2002 Ja gesagt hätte, als Edmund Stoiber sie in sein Kompetenzteam (Schattenkabinett) aufnehmen wollte?

Monika  Hohlmeier war die erste Wahl des CSU-Kanzlerkandidaten für das Kompetenzteam. Er wollte, dass sie nach einem Wahlsieg Familienministerin wird. Sie aber sagte Nein, weil sie aus familiären Gründen nicht nach Berlin wollte. So kam Günther Beckstein zum Zug (als Schatten-Innenminister) und errang bundesweite Prominenz, die wiederum auch seine Popularität in Bayern steigerte.

Und die Absage Hohlmeiers beförderte die junge ostdeutsche CDU-Politikerin (und damals unverheiratete Mutter) Katherina Reiche ins Rampenlicht, die Stoibers Schattenministerin für Familie, Frauen und Jugend wurde. Weil das aber Stoibers und nicht Angela Merkels Idee war, stockte anschließend ihre Karriere. Erst 2005 wurde sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und ist heute parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium. Ministerin aber ist sie nicht geworden.

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3 Kommentare

1) K. M. Enzer, Sonntag, 18. September 2011, 16:49 Uhr

Jaja, “die junge ostdeutsche CDU-Politikerin” … konsequenterweise müsste dann in der Einleitung vom “westdeutschen Politiker Beckstein” die Rede sein …

2) Frankilein66, Sonntag, 18. September 2011, 19:31 Uhr

@K. M. Enzer

Wieso westdeutsch? Wenn schon dann süddeutsch!

3) Tilman, Donnerstag, 22. September 2011, 23:51 Uhr

Katherina Reiches Karriereweg dürfte eher deshalb ins Stocken geraten sein, weil sie damals für ihr junges Alter verdammt Alt und verstaubt wirkte. Vor kurzem habe ich sie mal wieder im Fernsehen gesehen, und plötzlich kam sie mir sympathisch vor – anscheinend hat sie sich etwas gewandelt, aber damals stand sie in meinen Augen für eine absolut konservative, merkwürdige junge Frau.

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