Sonntag, 09. Oktober 2011, 13:35 Uhr

Wieder die Banken

Jetzt also wieder die Banken. Wieviele Milliarden dürfen es denn diesmal sein? 100, 200 oder 300? Drei Jahre nach der Lehman-Pleite soll ein neuer Rettungsschirm für europäische Banken gespannt werden, die griechische Anleihen gekauft haben und jetzt mit einem harten Schuldenschnitt rechnen müssen. Und deren portugiesisches, italienisches und spanisches Engagement ebenfalls in Gefahr ist.

Die Prognose ist nicht gewagt, dass dies die Bürger noch mehr empören wird als die Griechenland-Hilfe. Denn die Banken haben mit diesen Anleihen und den enormen Zinsen darauf außergewöhnlich viel Geld verdient und nicht wie treusorgende Haushälter ihr Engagement rechtzeitig und ausreichend reduziert. Diesselben Banken, die mit ihren Investmentabteilungen am weltweiten Spekulationsroulette mitspielen, ihre Banker exorbitant bezahlen und unsittliche Boni gewähren.

Immer dasselbe Spiel: Gewinne privatisieren, Verluste vergesellschaften.

Wieder gelten Banken als systemisch, als „too big to fail“. Und das Schlimme ist: das stimmt in den meisten Fällen sogar. Aber es beweist: die Banker, die 2008 die Welt in eine Katastrophe stürzten, haben nichts dazugelernt.

Der Weltumsatz an Finanzprodukten ist immer noch fünfzehnmal höher als das Weltsozialprodukt. Derivate, Kreditausfallversicherungen und die unseligen Kreditschuldverschreibungen haben wieder Billionengröße erreicht. Der Hochfrequenzhandel, der ohne jeden volkswirtschaftlichen Sinn ist, hat explosionsartig zugenommen.

Jetzt also wieder Banken. Wenn sie vom Staat oder vom EFSF mit neuen Kapital ausagestattet werden sollten, dann geht das nur unter strengsten Auflagen: Produkt- und Geschäftskontrolle, Gehaltsdeckelung wie bei der Commerzbank, Boni-Verzicht. Notfalls auch eine Zwangskapitalisierung von Instituten wie der Deutschen Bank, um Einfluss auf die Geschäftspolitik zu bekommen.

Die Politik muss all das endlich tun, was sie seit 2008 in unverantwortlicher Weise versäumt hat.

Und die internationale Staatenwelt sollte eine neue Bankenrettung zum Anlass nehmen, endlich eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Wenn nicht weltweit, weil die USA nichts aus der Finanzkrise gelernt haben, dann EU-weit. Und wenn es nicht EU-weit geht, weil Großbritannien auch nichts dazugelernt hat, dann wenigstens in der Eurozone. Es muss ein Anfang gemacht werden. 

Eine neue Bankenhilfe in aberwitziger Milliardenhöhe ohne solche strengen Reglementierungen hätte endgültig systemsprengenden Charakter. Die Bürger würden an der Politik, endgültig verzweifeln und das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie verlieren. Und die Piraten bekämen 2013 bei der Bundestagswahl  20 Prozent – nur aus Protest.

Millionen Wähler würden sich sagen: Lieber jemanden wählen, der zu diesen Fragen noch keine Meinung  hat, als jemanden, der bewiesen hat, dass er die falsche hat, nichts kapiert hat und nichts tut.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

175 Kommentare

1) Ste, Freitag, 14. Oktober 2011, 12:30 Uhr

Ich kann gar nicht so viel essen wie ich ko—- möchte; wie manche Kommentatoren ihre angeblich schlaue ökonomistische Logik verspritzen, als hätten sie die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Der Grieche ist schuld, er, der die falschen Politiker wählte, er der nicht wie der Deutsche haushalten will. Unglaublich wie borniert und festgefahren! Ich weiß es nicht zu 100% was passiert, daher versuche ich stets es heuristisch und offener zu diskutieren. Man müsste Frankilein66 (Beitrag 126) recht geben, aber es bedeutet auch für mich selbst als Leser und Kommentator zukünftig eine andere Weise der Benutzung des sprengsatz-Blogs…

2) Peter Christian Nowak, Freitag, 14. Oktober 2011, 13:21 Uhr

135) Politikverdruss,

So ganz mag ich Ihnen nicht zustimmen. Natürlich liegen hier auch wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen von Staaten vor, die gemacht wurden. Andererseits will ich zu bedenken geben, daß seit Beginn der Reagan/Thatcher-Ära Anfang der 80er die Finanzmärkte mit unumschränkten Freiheiten bedacht wurden. Diese Freiheiten führten dazu, daß die Realwirtschaft von der Fianzwirtschaft mit dem Segen der Politik abgekoppelt wurde. Innovationen auf dem Finanzsektor entstanden, die wie Brandbeschleuniger in der Krise wirken. Und um die gehts, wenn wir heute von Eurorettung sprechen, die in Wahrheit eine Bankenrettung ist. Denn z.B. Leerverkäufe, Missbrauch der Credit-Default-Swaps (CDS), Wetten auf fallende bzw. steigende Kurse, Wetten auf den Zusammenbruch von Währungen wie den Euro und der vielen mehr…raffiniert konstruiert…führen zur derzeitigen Situation, daß Staaten infolge immer mehr ins Hintertreffen geraten und eigentlich nicht mehr Herr über ihre Entscheidungen sind. Was überbleibt ist das Handeln nach dem Muster der Austerität. Die Finanzmärkte bestimmen, wo´s langgeht. Und letztlich über das Budget-Recht von Parlamenten. Das führt auf Dauer zur Entdemokratisierung.
Jetzt haben wir die Situation, daß die Steuerzahler die Zocker retten müssen, die ursächlich für die Verschärfung der Krise mitverantwortlich ist.

3) Peter Christian Nowak, Freitag, 14. Oktober 2011, 13:30 Uhr

@128)Peter Schwarz

^^Wer hat die Banken dazu genötigt, sich mit Staatsanleihen vollzusaugen, die ihnen jetzt das Leben schwer machen? Das waren genau jene Politiker, die jetzt die Finanzindustrie an den Pranger stellen.^^

Also, von Nötigung kann man hier doch wohl nicht sprechen. Ich verstee ja, daß die Banken eigenes Versagen durch Masslosigkeit im Investmentsektor ihr Repertoire der Argumente dahingehend erweitern Denn es ist immer besser, andere für das eigene Versagen verantwortlich zu machen. Das hat in der Vergangenheit ganz gut geklappt, Für die Zukunft ist so eine Haltung aber kein Modell mehr. Die Leute wachen so langsam auf und gehen auf die Strasse. Und das ist gut so!

4) sk8erBLN, Freitag, 14. Oktober 2011, 13:35 Uhr

Wer stoppt den Wahnsinn, mag man angesichts der Tatsache fragen, das Monat für Monat die Forderungen Deutschlands gegenüber den schwächeren Mitgliedern der Eurozone steigen, nicht nur über die Bürgschaften und Garantien der Rettungspakete, sondern auch über das Target2 Zahlungssystem (Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System). Die Forderungen der Deutschen Bundesbank (Forderungen innerhalb des Eurosystems insgesamt) gegenüber den nationalen Notenbanken in der Eurozone und der EZB schossen im September 2011, laut den heute veröffentlichten Daten, um +59,188 Mrd. Euro auf ein neues Rekordhoch mit 461,927 Mrd. Euro, nach 402,739 Mrd. Euro im Vormonat.
Die Eurokraten sind völlig außer Kontrolle und mit ihnen der Saldo aus dem Target2 Zahlungssystem. Der Anstieg der Forderungen innerhalb des Eurosystems insgesamt, mit +59,188 Mrd. Euro zum Vormonat, war der höchste jemals verzeichnete Anstieg in der Datenreihe der Bundesbank, hier der Blick auf die Entwicklung der Forderungen (Kredite) der Deutschen Bundesbank gegenüber den nationalen Notenbanken in der Eurozone und der EZB:
(Grafik auf der Webseite)

Dies verdeutlicht auch noch einmal, dass die Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands, Zeichen der enormen Wettbewerbsfähigkeit, Pyrrhussiege sind, da sie immer weiter die Gläubigerposition Deutschlands gegenüber dem Ausland erhöhen. Gegenüber der Südperipherie der Eurozone findet deren Defizitfinanzierung der Leistungsbilanz sowie die Liquiditätssicherung der Banken u.a. auch über den Kapitalexport via Target2 statt, wie die Verrechnungssalden des Target2 System im Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) zeigen. Zugleich sind die Target2 Salden ein enormer Krisenindikator, denn mit deren brachialen Wachstumsraten wird die Finanzierung der PIGS-Länder (Portugal, Irland, Griechenland und Spanien) nicht mehr über den Kapitalmarkt, sondern von den Druckerpressen der Zentralbanken übernommen.
http://www.querschuesse.de/target2-mit-aberwitziger-steigerung-zum-vormonat/

5) Kritiker, Freitag, 14. Oktober 2011, 15:03 Uhr

@Dieter Carstensen

#127 Stefan P. schrieb in Richtung Carstensen:
„…Ihre deftige Sprache trägt entgegen dem Auftrag Ihrer Profession nicht zur Lösung eines Konflikts bei. Das ist das Kernproblem Ihrer Kommentare, die Sie auch beim Spiegelfechter verfassen und die auch dort nicht auf ungeteilte zustimmende Resonanz treffen. Sie wollen sich empören, doch in Empörung liegt nicht die Quelle für Lösungen….“

Dem ist sicher nichts hinzuzufügen. Herr Carstensen war auch mal eifriger Kommentator beim „Der Freitag“ und erwähnte dort immer gern, dass er mal als linkes Parteimitglied dieser Partei sehr verbunden war. (siehe hierzu auch: http://tinyurl.com/6fqpzq3 ).

Seine auch dort geübte Weise, kritische andersdenkende Schreiber frontal anzugehen, brachte ihm die rote Karte. Seitdem schreibt er nichts mehr.
Beim Spiegelfechter durfte er nun, nachdem auch dort u.a., ein ganzer Artikel von ihm gänzlich gestrichen wurde, einen seiner Erlebnisberichte verfassen. Selbstverständlich bleibt er sich und seiner Anbiederung an die jeweiligen Blogbetreiber treu („..Lieber und geschätzter Herr Spreng“, u.ä.)

Sprengs nachdenklicher und lesenswerter Artikel und auch die meisten hier verfassten Kommentare sind lesenswert. Aber leider wird auch hier von jemandem gestört, getrollt, der sich einzig und allein auf seinen ehemaligen Beruf des Sozialarbeiters bezieht und damit alle Probleme der Welt aus seinen Augen her lösen kann. Meint er. Sachkenntnis allerdings oftmals ausser Acht lassend.

Interessant dürfte folgender Artikel zum Fachmann Carstensen sein, der sich leicht bei google finden lässt, wenn man nach Sozialarbeiter Dieter Carstensen aus Waldbröl googelt:

http://www.solinger-bote.de/nachrichten/2011/05/25/oberberg-wie-ein-mann-eine-ganze-stadt-narrt/

Damit sollte eigentlich auch klar sein, dass sich gewisse Antworten auf Carstensens vielfältige Kommentare nicht lohnen.

6) Dieter Carstensen, Freitag, 14. Oktober 2011, 17:22 Uhr

@151 Kritiker

Wenn man, wie ich, sich häufig öffentlich äussert, Michael Spreng wird das als sehr beannter Journnalist kennen, dann gibt es immer Neider, Feinde und Verleumder, die einem Aus purer Boshahftigkeit heraus das Leben schwer zu machen versuchen.

Mir macht das mittlerweile nichts mehr aus, ich bin hartgesotten, durch meinen Lebensweg.

Der Blog Solinger Bote wird übrigens von dem ehemaligen Vorsitzenden der Die Linke Oberberg, namens Carsten Stoffell betrieben, kann man bei Google leicht nachrecherchieren.

Ob das nun eine glaubwürdige Quelle ist, die Sie da zitieren?

Stoffel bleiben Stoffel, ob in der Politik oder sonst im Leben.

Und mir ist klar, dass hinter dem unsinnigen Kommentar ein echter Stoffel steht.

7) Ste, Freitag, 14. Oktober 2011, 17:59 Uhr

@152): Und diese „Neider, Feinde und Verleumder“ nennen sich dann auch gern „kritisch andersdenkende“ a la Sarrazin-Formel, sehen nicht einmal dass sie Teil einer ganz großen Thesenwolke von vielen ganz bestimmten Leuten sind, die immer wieder in die gleichen Trompeten blasen und durch die Dichte und durchaus in gekonnter Sprache und im durchmoralisierten Bewusstsein in Form und Struktur gegossen, lassen ihre zumeist viel zu langen Traktate und fast shcon hegelianischen Werke keine Begegnung, kein Austausch zu, ein Bewusstsein, welches sich von keiner Ideologiekritik mehr betroffen fühlt, das macht es sehr schwer.

8) Xpomul, Freitag, 14. Oktober 2011, 17:59 Uhr

@144) M.M., Freitag, 14. Oktober 2011, 11:41 Uhr

es geht doch nicht um strategie oder eine händlerprüfung, die übrigens verhältnismäßig einfach ist; es geht vielmehr um zockerei.
ihr beitrag würde mich fröhlich stimmen, wenn es nicht die realität in banken wäre.
übrigens.
dem riskmanagement darf man nicht die schuld in die schuhe schieben.
die verstehen oft die materie gar nicht mehr und werden sehr oft von ihrem vorstand im regen stehen gelassen.
revision und wirtschaftsprüfer ebenso nicht. wie kann man die instrumente auch noch kapieren wenn ganze horden von dipl mathematikern über den formeln brüten bis ein neues produkt offeriert wird.

@150
chapeau !
target2 hatte ich ganz vergessen bei meiner persönlichen betrachtung.
peinlich ……

9) Kritiker, Freitag, 14. Oktober 2011, 18:56 Uhr

#152 Carstensen

Und, wie stets, antworten Sie mit persönlichen Diffamierungen. Dies mal gegen einen Herrn Namens Stoffel.

Sie schreiben:
„Wenn man, wie ich, sich häufig öffentlich äussert, Michael Spreng wird das als sehr beannter Journnalist kennen, dann gibt es immer Neider, Feinde und Verleumder, die einem Aus purer Boshahftigkeit heraus das Leben schwer zu machen versuchen.“

Allein im ersten Absatz Ihres Kommentars, werter Herr Carstensen, machen Sie reichlich Rechtschreibfehler. Für mich aber der Beleg dafür, dass Sie einfach nicht mit Kritik, und Wahrheiten, umgehen können. Mit Schaum vor dem Munde sollte man nichts schreiben. Es fällt auf einen selbst zurück.

Und nun lassen Sie uns diesen Dialog beenden. Ich möchte nun weiss Gott nicht in Ihr Fahrwasser und auf Ihr Niveau geraten.

Und abschliessend: Der Internetauftritt Solinger-Bote ist durchaus lesenswert. Das mag der Herr Carstensen gern anders sehen. Das Recht dazu hat er.

10) Peter Christian Nowak, Freitag, 14. Oktober 2011, 19:24 Uhr

@)150) sk8erBLN

^^Dies verdeutlicht auch noch einmal, dass die Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands, Zeichen der enormen Wettbewerbsfähigkeit, Pyrrhussiege sind, da sie immer weiter die Gläubigerposition Deutschlands gegenüber dem Ausland erhöhen.^^

Und weil das so ist unterschätzen manche Leute die Tatsache, wie wichtig kompatible Volkswirtschaften in der Eurozone sind. Viele Staaten sind nämlich aus diesem Grund der Hartwährung Euro nicht gewachsen. Man versuchte diesen Umstand mit Krediten auszugleichen. Die Folgen sehen wir jetzt. Um Volkswirtschaften einander anzugleichen, hätte es seit Maastricht außer den monetären Konvergenzkriterien auch Konvergenzen in der Fiskal,- Wirtschafts- und Sozialpolitik geben müssen. Eine politische Union also. Die Einhaltung einer Schuldenobergrenze reicht nicht. Damit Staaten wieder auf die Beine kommen bedarf es mehr. Es müssten flankierende Maßnahmen zur Eigenentwicklung her. Aber ich fürchte, dafür reicht das Geld nicht und vor allem, es ist politisch nicht durchzusetzen – aus den bekannten und auch ernst zu nehmenden Gründen.

11) Peter Christian Nowak, Freitag, 14. Oktober 2011, 19:34 Uhr

@146)Oliver

Ja, ich stimme Ihnen zu, es sind Fehler auf beiden Seiten gemacht worden. Aber es ist auch sicherlich wahr, daß man selbst aus der Fianzkrise („man“ sind wenige, deren Reichtum explodiert ist) reichlich Kapital hinzugewonnen hat. Es kann auf der anderen Seite auch nicht sein, daß Staaten durch geschickte (gefährliche) Finanzprodukte in die Knie gezwungen werden. Hier eine Lösung zu finden, darum ringen nun die Politiker.

12) Peter Christian Nowak, Freitag, 14. Oktober 2011, 19:51 Uhr

@151)Kritiker

^^Interessant dürfte folgender Artikel zum Fachmann Carstensen sein, der sich leicht bei google finden lässt, wenn man nach Sozialarbeiter Dieter Carstensen aus Waldbröl googelt:^^

Man sollte sich überlegen, ob man aus lauter Wut gegen irgend jemanden so etwas einstellt. Zweidrittel aus einer Adresse gehören bestimmt nicht dazu. Das ist einfach nur schlechter Stil. Hier sollte auch mal Herr Spreng intervenieren…(nur ein Vorschlag)…

13) sk8erBLN, Freitag, 14. Oktober 2011, 21:20 Uhr

@ 147 Ste

Vielleicht tröstet Sie dieser Artikel ein wenig, gibt es ja offensichtliche Parallelen zu manchen Kommentatoren hier….

Borniert, blind, Banker

14.10.2011, 17:45
Ein Kommentar von Karl-Heinz Büschemann
Unerträglich und unmoralisch! Derartige Vorwürfe müssen sich die Banker anhören – und das nicht nur von Anhängern der Occupy-Bewegung, sondern auch von gestandenen Managern. Noch vor 20 Jahren waren Banker angesehene Leute – heute fallen gegenüber dieser Berufsgruppe alle Hemmungen. Und das ist deren eigene Schuld: Selten hat sich ein Wirtschaftszweig so borniert gezeigt.

http://www.sueddeutsche.de/geld/image-der-finanzinstitute-borniert-blind-banker-1.1163817

Ich bin übrigens recht zuversichtlich dass die jahrelange Unfähigkeit, genauer der UnWILLEN der verehrten Politik jetzt von der Straße selbst in die Hand genommen wird. Die losgetretene weltweite Protestwelle wird früher oder später dazu führen, dass die Politik unter Handlungszwang gesetzt wird und das dann nicht mehr im Sinne von einer Handvoll Finanzoligarchen und Profiteuren. Die Bankster dürfen sich schon mal warm anziehen, die Zeit der Parties ist für sie in absehbarer Zeit vorbei.

14) sk8erBLN, Freitag, 14. Oktober 2011, 21:28 Uhr

Zu meinem Vorbeitrag ergänzend:

Der Euro frisst seine Retter

Die Schuldenkrise bestimmt weltweit die politische Agenda, auch die Tagung der G-20-Finanzminister in Paris. Der Euro ist zwar gerettet – vorerst. Doch der Preis für die Einigung ist hoch: Fünf Regierungen sind in der Euro-Zone bereits gescheitert. Weitere werden folgen.

Die Euro-Krise wird zur Karriere-Vernichtungsmaschine: Fünf Regierungschefs haben seit Ausbruch des Schuldendramas bereits ihren Job verloren, weitere werden folgen. Von Athen über Paris bis nach Wien müssen die Regierenden um die Wiederwahl zittern – oder ein vorzeitiges Ende der Legislaturperiode fürchten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,791841,00.html

Und auch das ist nur ein Anfang. Denn folgerichtig wird es danach jenen an den Kragen gehen, die verantwortlich für die Casino-Zockereien sind.

15) m.spreng, Samstag, 15. Oktober 2011, 09:02 Uhr

Liebe Streithähne,

ein Vorschlag zur Güte: Wollen wir es jetzt nicht genug sein lassen? Die Diskussion hat immer weniger Teilnehmer, die dafür aber umso häufiger schreiben – und teilweise immer persönlicher werden. Ich glaube, zu diesem Thema ist jetzt alles gesagt und auch von jedem der nur noch wenigen Diskutanten. Bitte haben Sie Geduld bis zu meinem nächsten Beitrag.

16) Dieter Carstensen, Samstag, 15. Oktober 2011, 10:35 Uhr

Lieber Michael Spreng,

Sie gehen da jemand auf den Leim. Die Kommentare #151, #155 , #158 stammen alle von denselben Leuten. Ich bitte Sie nochmal freundlich um Löschung.

Sie benutzen zwar verschiedene PC’s um Ihre wahre Identität zu verschleiern, aber Ihr einziges Ziel ist, mir Schaden zuzufügen.

Ich gebe zu, ich war mal Mitglied der Die Linke, weil ich gegen die Hartz IV Gesetze bin und ich keine Alternative dazu in der Parteienlandschaft fand.

Es war der größte Fehler meines Lebens, in diese Partei einzutreten, den ich aber korrigiert habe, weil ich sie für antidemokratisch halte, nach meinen Erfahrungen und sie zu recht vom Verfassungsschutz überwacht wird.

Verfolgt werde ich von Einigen, ich will ihnen nicht unterstellen in welcher Partei sie sind, ich weiss es nicht, weil ich öffentlich gesagt habe, dass ich zwischen Nazis und rotlackierten Nazis keinen Unterschied erkennen kann, bezog mich dabei aber auf die Weimarer Republik.

Seitdem wird von diesen Leuten versucht, mich mit allen Mitteln im Internet zu diskreditieren.

Das ist der Hintergrund,

M.f.G

Dieter Carstensen

17) sk8erBLN, Samstag, 15. Oktober 2011, 11:45 Uhr

@ 161) m.spreng, Samstag, 15. Oktober 2011, 09:02 Uhr

Lieber Herr Spreng,

zu diesem Thema (ich meine nicht den persönlichen Kleinkrieg der hier ausgetragen wurde und den man klugerweise erst gar nicht freigeschaltet hätte) gäbe es sogar noch sehr viel qualifiziertes zu sagen.
Zur eigentlichen Frage, ob die Marktwirtschaft gerade scheitert (schließlich hat nicht eine der Maßnahmen die Notenbanken oder Politik bislang ergriffen haben dazu geführt dass die Finanzmärkte nachhaltig stabil wurden). Wir täten gut daran im nächsten Schritt festzustellen, dass auch die Märkte nicht so funktionieren, damit hat sich einmal mehr querschüsse.de befasst.

Ich hatte nicht grundlos die Leistungsüberschüsse Deutschlands mit dem Hinweis auf Pyrrhussieg erwähnt im Beitrag 150. Das dürfte eine der größten Herausforderungen werden was die Zukunft Europas und der Eurozone angeht.
„…Wer sich [wie Merke] also dafür einsetzt, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und damit in letzter Konsequenz die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Volkswirtschaft anstrebt, der hat sich damit nicht unbedingt auch schon für funktionierende Märkte sowie für Wachstum und Beschäftigung eingesetzt – ein Aspekt, der seit Jahren von der Politik übersehen wird und die Frage in den Hintergrund gerückt hat, wie das wirklich erreicht werden kann….“

http://www.querschuesse.de/dauerkrise-der-markte-und-politik-im-rettungsmodus-scheitert-die-marktwirtschaft/
Ergänzung in [] von mir

Was Merkel bei ihrem beständigen runterbeten der Formel „Deutschland sei ganz ganz toll durch die Krise gekommen“ nämlich übersieht ist, auf wessen Kosten und zu welchem Preis das geschieht, damit hat sie das wesentliche schon nicht begriffen! Manchmal lohnt es, ein klein wenig weiter zu denken auch wenn das für das Gros von Diskutanten nicht attraktiv ist und sie sich deshalb nicht mehr beteiligen. Wir können es aber auch gerne dabei belassen einfach festzustellen, dass wir Probleme haben auf die die Politik nur bestenfalls reagiert anstatt aktiv zu gestalten.

18) Peter Christian Nowak, Samstag, 15. Oktober 2011, 13:20 Uhr

159) sk8erBLN,

^^Die losgetretene weltweite Protestwelle wird früher oder später dazu führen, dass die Politik unter Handlungszwang gesetzt wird(…)^^

Wurde aber auch Zeit!

19) Peter Christian Nowak, Samstag, 15. Oktober 2011, 13:32 Uhr

^^Was Merkel bei ihrem beständigen runterbeten der Formel “Deutschland sei ganz ganz toll durch die Krise gekommen” nämlich übersieht ist, auf wessen Kosten und zu welchem Preis das geschieht, (…)

Und die meisten Bürger übersehen im Geist ihres (noch) bestehenden Wohlstandes diese von Ihnen beschriebenen Tatbestand. Noch geht es vielen in dieser Republik noch zu gut…

20) EStz, Samstag, 15. Oktober 2011, 14:52 Uhr

156) Peter Christian Nowak, Freitag, 14. Oktober 2011, 19:24 Uhr

Um Volkswirtschaften einander anzugleichen, hätte es seit Maastricht außer den monetären Konvergenzkriterien auch Konvergenzen in der Fiskal,- Wirtschafts- und Sozialpolitik geben müssen.
__________________________________

Aus meiner Sicht ein extrem wichtiger Punkt und eine der Hauptursachen für die aktuelle Malaise.

21) Günter Springer, Sonntag, 16. Oktober 2011, 09:07 Uhr

Werte Kommentatoren
warum feindet Ihr Euch in diesem Forum so an? Wendet Euren Zorn und Frust doch lieber gegen die Verursacher und Schönredner des europäischen Notstandes an. Das Europa in einem Notstand sich befindet, will doch wohl keiner bestreiten Außer denen, die daran übermäßig noch verdienen.
Die Situation in der sich der westliche Kapitalismus befindet, hat Karl Marks schon vor hundert Jahren beschrieben.
Damit keiner auf den Gedanken kommt ich sei ein schlimmer Linker sei gesagt , wo er,K.M., recht hat, hat er recht.
Schlimm an der ganzen Situation ist nur, daß keiner der Verantwortlichen den Mumm hat, zuzugeben ,daß man sich ganz gewaltig geirrt hat.

22) sk8erBLN, Sonntag, 16. Oktober 2011, 19:26 Uhr

Ist ja interessant wie schnell das auf einmal geht mit den Einsichten kaum dass die „Einschläge näher kommen und nicht nur im angeblich faulen und verlotterten Griechenland via TV zu sehen sind. Am Freitag schrieb ich noch

„Ich bin übrigens recht zuversichtlich dass die jahrelange Unfähigkeit, genauer der UnWILLEN der verehrten Politik jetzt von der Straße selbst in die Hand genommen wird. Die losgetretene weltweite Protestwelle wird früher oder später dazu führen, dass die Politik unter Handlungszwang gesetzt wird und das dann nicht mehr im Sinne von einer Handvoll Finanzoligarchen und Profiteuren. Die Bankster dürfen sich schon mal warm anziehen, die Zeit der Parties ist für sie in absehbarer Zeit vorbei.“

Und prompt geht auf der Gegenseite das Gezeter richtig los: „“Die Politik darf uns jetzt nicht den Krieg erklären – sondern lieber mit uns bei Wasser und Brot ins Kloster gehen und arbeiten, bis weißer Rauch aufsteigt und es eine gemeinsame Lösung gibt“, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Schmitz. „Wir haben keine Bankenkrise, sondern eine politische Vertrauenskrise.““
Soso, die Politik DARF NICHT, Sprache ist ja manchmal sowas von verräterisch 😉 :D-
Dieser Rückgriff auf päpstliche Symbolik mit dem „weißen Rauch“ ist auch interessant. Falsch wäre natürlich anzunehmen die selbsternannten „Finanzpäpste und Oligarchen“ hätten irgendwas begriffen. Wie viel Realitätsverlust man als Präsident eines Bundesverbandes doch erleiden kann -erschreckend…““Wir haben keine Bankenkrise,…“

Na wenn das so ist, dann hat die Politik ja auch keinerlei gründe diesen kriminellen Vereinen jemals noch einen Cent zur Verfügung zu stellen. Haircut 100 %, seht zu ob ihr euch das Klo mit den griechischen Staatsanleihen tapeziert und so ins Guiness Buch der Rekorde für die teuerste Tapete kommt. oder euer Laden danach 100 prozentige Staatsbank wird – ohne Abfindung irgendwelcher Aktionäre natürlich.

Schmitz, dieser realitätsverlustig gegangene Komiker, dann weiter „…sondern eine politische Vertrauenskrise.““
1 + 1 zusammenzuzählen fällt diesem Menschen sichtlich schwer. Wie wäre es denn mit „Wir haben eine Bankenkrise UND eine politische Vertrauenskrise.“ Da käme er der Wahrheit dann recht nahe auch wenn sich Lobbydurchseuchte und untätige Politiker nochmal extra herausstellen ließen…

Wenn der SPON schreibt im Artikel vom Sonntag, 16.10.2011:

„Kritik an Finanzindustrie
Politiker erklären Banken zum Staatsfeind

Von Veit Medick

Nun schlagen die Politiker zurück. Von Zwangsverstaatlichung ist die Rede, von einer Neuordnung des Finanzsektors und einer Zerschlagung der Geldinstitute. Die Politik erklärt die Banken zum neuen Staatsfeind.

Selbst Strafen für gierige Finanzmanager kann mancher sich nun vorstellen. Er werde sich „persönlich dafür einsetzen“, dass das europäische Recht entsprechend geändert würde, sagt EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Los geht der Artikel so:
Geldhäuser zerschlagen, Zocker hart bestrafen: In seltener Eintracht knöpft sich die Politik die Finanzindustrie vor, selbst die FDP scheint sich mit der weltweiten Anti-Banken-Bewegung zu solidarisieren. Der Staat will so Stärke signalisieren,….“

ist zumindest der letzte Halbsatz Quatsch. Gewisse Politiker haben erkannt was ihnen demnächst blüht und versuchen nun mit galoppierendem Aktionismus/Populismus und gegenseitigem Überbieten für scharfe Regeln ihre Restglaubwürdigkeit im Promillebereich zu erhöhen, _nachdem_ ihnen auf den Straßen Europas _und_ in Deutschland ein wenig Feuer unterm hintern gemacht wurde.

Da wiederhole ich mich: „Vergesst es, ihr erlebt gerade nur den Anfang!“
Glauben die wirklich sie könnten ihr Volk noch einmal so verar***en wie in 2008 wo sie reihenweise Leerfloskeln in der Art absonderten und ansonsten Erfüllungsgehilfen der Finanzoligarchen blieben? Nee, ihr seid 3 Jahre zu spät dran, ihr ward unfähig vernünftiges in Gesetze zu gießen als dafür Zeit war und es haben viel zu viele kapiert dass Ihr es nicht wollt.

Auch der SPON zündet eine weitere Nebelkerze im Artikel:

„Der Chef der Deutschen Bank hat sich ganz dem Kampf gegen die Zwangskapitalisierung verschrieben. Er würde sich „schämen“, wenn sein Haus Staatsgeld in Anspruch nehmen müsste, stichelte er schon 2009. Vergangene Woche erneuerte er seine Kritik. “

Werte Journaille, sucht euch uninformiertere Idioten denen ihr solche Texte verkauft.
Ackerman hat nur kein _deutsches_ Geld aus der Staatskasse erhalten in 2008. Dafür durften US Steuerzahler sein persönliches Desaster AIG retten wo er mehr als 17 Milliarden US Dollar einstrich. Hätte es die nicht gegeben, hätte die zu diesem Zeitpunkt sehr mangelhaft mit Eigenkapital unterlegte Deutsche Bank so wie Commerzbank in der Schlange der zu rettenden gestanden. So von Alzheimer befallen ist nicht mal Ackermann als das er das nicht wüsste.

Der zugehörige Spon Artikel findet sich hier:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,792058,00.html

23) sk8erBLN, Sonntag, 16. Oktober 2011, 19:35 Uhr

@ 167) Günter Springer, Sonntag, 16. Oktober 2011, 09:07 Uhr

Werter Herr Springer,

was die ad hominem Beiträge hier angeht stimme ich gerne zu. Ihrem letzten Satz dann eher weniger. Es reicht bei weitem nicht, dass sich verantwortliche hinstellen und sagen, sorry, da haben ich/wir uns geirrt.

Dieser gewaltige Irrtum bedarf einer massiven Korrektur und wir sind Meilen davon entfernt, dass die ausreichend in Angriff, geschweige denn umgesetzt wäre.

Im Gegenteil, Leute wie jener Assmussen der demnächst in die EZB Vorstandsetage nachrückt und keinerlei Probleme damit hat wie die EZB agiert ohne Geschäftsgrundlage beim Ankauf von Staatsanleihen zieht seit zig Jahren schon unauffällig die (falschen) Strippen im Hintergrund. Es werden Böcke zu Gärtnern gemacht und das sehenden Auges.

24) sk8erBLN, Sonntag, 16. Oktober 2011, 20:46 Uhr

so, als letztes für heute komme ich auf diesen Punkt zurück:
„…Wer sich [wie Merke] also dafür einsetzt, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und damit in letzter Konsequenz die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Volkswirtschaft anstrebt, der hat sich damit nicht unbedingt auch schon für funktionierende Märkte sowie für Wachstum und Beschäftigung eingesetzt – ein Aspekt, der seit Jahren von der Politik übersehen wird und die Frage in den Hintergrund gerückt hat, wie das wirklich erreicht werden kann….”“

Merkel und Sarkozy haben sich da ein tolles Beispiel geleistet:

Franzosen wollen Gratis-Fregatten an Griechenland liefern
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,792028,00.html

Dass Griechenland pleite ist wissen wir ja. Jetzt also sollen es Fregatten sein. „Und zwar ohne Anzahlung. Denn es geht, wie ich hier ja schon häufiger ausgeführt habe, nicht um Griechenland dabei, sondern das ist Industrieförderung. Frankreich schei**t doch darauf, ob Griechenland das zurückzahlt oder nicht, die wollen ihre Rüstungsindustrie subventionieren. [Anmerkung: Die Subvention der franz. Industrie zahlen am Ende natürlich diejenigen, die den griechischen Haircut bezahlen, also u.a. wir an Frankreich]

Aber wartet, das ist noch nicht der Lacher.

Deutsche Politiker sind empört:

Jawohl! Das ist ja auch empörend! Griechenland hat ja wohl andere Probleme jetzt! Wir sollten darüber reden, wie wir die Griechen finanziell retten, nicht wie wir ihnen noch mehr Schulden aufbürden!1!!
Sie fürchten, dass die eigene Rüstungsindustrie ins Hintertreffen gerät.

Wait, what?! DAS sind die Sorgen der deutschen Politiker? [Anmerkung: Die Subvention der deutschen Industrie zahlen am Ende natürlich diejenigen, die den griechischen Haircut bezahlen, also u.a. wir an dann an die Rüstungsindustrie, die ja lt. Politik nicht ins Hintertreffen geraten darf] Schei** auf die Eurozone, guckt auf unsere Rüstungsindustrie?! Na dann wundert es auch niemanden, wenn wir mit der Eurorettung nicht vorankommen.“

http://blog.fefe.de/?ts=b0642ad3

25) Günter Springer, Dienstag, 18. Oktober 2011, 10:18 Uhr

169) sk8erBLN
Ich gehe davon aus, daß das Zugeben eines Irrtums der erste Schritt zur Besserung ist. Das kann und darf man bezweifeln.
Wenn man sich aber aber die Reden der Politiker, in den Medien anhöhrt gibt keiner von diesen Besserwissern das eigene Versagen zu. Es ist in vielen Fällen geradezu grotesk, wie diese Leute ihre fraglichen Standpunkte verteidigen. Man braucht schon erhebliche Anstrengungen diese Statements
bis zum Schluß anzuhöhren.
Zum Schluß sei mir ein Hilferuf erlaubt: Wo bleiben die Persönlichkeiten, die wir z.B. noch aus der Vergangenheit kennen, die in der Lage wären den vorhandenen Schrott beiseite zu schaffen?

Ansonsten bin ich ganz auf Ihrer Seite sk8erBLN!

26) Michael Becher, Mittwoch, 19. Oktober 2011, 12:41 Uhr

@ 121) Bernhard Paul

Sie haben sehr schön die „Geldfunktion“ erklärt (VWL erstes Semester). Warum es für die Bereitstellung der Geldfunktion internationaler Großbanken bedarf, die auf sogenannten „Finanzmärkten“ mit risikoreichen, künstlich erzeugten „Finanzderivaten“ handeln dürfen, haben Sie leider nicht erklärt. Vereinfacht gesagt: Warum internationale Großbanken „systemrelevant“ sind, geht aus Ihrer durchaus zutreffenden Beschreibung der Geldfunktion leider nicht hervor.

27) sk8erBLN, Mittwoch, 19. Oktober 2011, 19:06 Uhr

171) Günter Springer, Dienstag, 18. Oktober 2011, 10:18 Uhr

Besserung? Die ist nicht in Sicht. Die Regierung beabsichtigt ja gerade das Parlament einmal mehr zu hintergehen indem sie Instrumente zum Hebeln des ESFS kreiert, die das Volumen bis auf 2 Billionen aufblasen und weigert sich das dem Parlament zur Abstimmung vorzulegen. Zugeben eines Irrtums ginge anders. Da man natürlich bereits vor der parlamentarischen Zustimmung zuletzt wusste dass die Summen gehebelt werden müssen, formuliere ich sehr bewusst hintergehen des Parlaments. Das ist eher die Fortsetzung des Blindfluges unter Einsatz von Brechstangen und jeder Demokratie unwürdig.

Das beruhigende daran. Sie werden strampeln können wie sie wollen, in Kürze ist Frankreichs Rating im Absturz begriffen und der drohende Verlust des Tripple A für Deutschland damit ebenso automatisch mit eingeläutet. Die gehebelten 2 Billionen des ESFS würden ja gerade mal ausreichen um das schon im freien Fall befindliche Spanien aufzufangen, schon für Italien reicht es nicht.

Dass Deutschland der Verlust seines Rating konkret droht, war kürzlich schon in der renomierten Washington Post nachzulesen hatte ich ja schon mal verlinkt vor einer Weile:

Wie die Washington Post berichtet, dürfte in Kürze auch das deutsche Downgrading seines AAA Ratings anstehen.

Aug. 24 (Bloomberg) — Germany’s government debt may be downgraded in the next three months after Moody’s decision to cut Japan’s credit rating reflects investor concern about developed nation debt, said Aberdeen Asset Management Plc.

“The writing is on the wall” for a German government downgrade, Singapore-based fund manager Anthony Michael said by telephone today, citing “weak fiscal fundamentals” in the country and risks from the euro-area structure.
http://www.washingtonpost.com/business/is-a-downgrade-of-germanys-credit-rating-next/2011/08/24/gIQAXifYbJ_story.html

Willkommen in der Realität. Und mit dem abschmieren der Realwirtschaft die ansteht, ist es auch hier nicht mehr all zu weit mit griechischen Verhältnissen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,792767,00.html

28) Günter Springer, Samstag, 22. Oktober 2011, 17:42 Uhr

sk8erBLN vom 19.10.011
Werter Herr sk8erBLN,
Nicht aus Sturheit sondern aus Überzeugung halte nach wie vor daran fest, das der Mensch auch ein wenig Gutes inden Genen hat.
Leider. leider haben Sie ja mit Ihren Ausführungen recht und wer ein wenig (wenig reicht schon)
nachdenkt wird zum selben Schluß kommen.
Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, daß danach wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen sein wird und das dieses Licht von Anderen angezündet wird als von denen, die derzeit dabei sind, alles auszublasen.
Demokratie?!,was ist das?

29) Peter Christian Nowak, Dienstag, 25. Oktober 2011, 20:01 Uhr

Die Bankenkrise wird sicherlich Auswirkungen auf den einzelnen Privathaushalt haben. So zum Beispiel auf die Lebensversicherungen.
Zum Lesen und Anhören:
http://www.swr.de/contra/-/id=7612/nid=7612/did=8780402/1ngwid8/index.html

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