Mittwoch, 04. Januar 2012, 20:48 Uhr

Wulff verzeiht sich

Nach dem TV-Auftritt des Bundespräsidenten stellen sich zwei einfache, aber schwerwiegende Fragen: Will man einen solchen Bundespräsidenten? Braucht Deutschland einen solchen Bundespräsdidenten?

Wollen wir von einem Mann als Staatsoberhaupt repräsentiert werden, der jetzt schon zum zweitenmal gezwungen war, sich in eigener Sache zu rechtfertigen und zu entschuldigen? Ist ein Mann, der demütig zu Kreuze kriechen muss, weil er die Pressefreiheit als Leerformel enttarnte, eine moralische Autorität? Ist ein Mann, der sich in dubiose Kredite verstrickte und eine merkwürdige Freundeswirtschaft pflegt, das Vorbild eines demokratischen Gemeinwesens? Kann ein solcher Präsident durch sein Handeln und Reden den Deutschen den Weg weisen?

Wer alle Fragen mit Ja beantworten kann, ist mit diesem Präsidenten adäquat bedient. Alle anderen nicht.

Beim Zuschauen des TV-Interviews stellte sich ein ungutes Gefühl ein, eine Mischung aus Mitleid und Fremdschämen, aus ungebrochener Empörung  und dem Wunsch: Hoffentlich ist bald Schluss. Besonders an der Stelle, als er sagte, er habe sich „als Opfer gesehen“ und als er „Menschenrechte auch für Bundespräsidenten“ einforderte.

Sein Amt mache ihm „Freude“, sagte Wulff. Er ist mit sich wieder im Reinen. Er hat sich verziehen. So einfach ist das. Präsident auf Bewährung? Das sei „völlig daneben“.

Wenn man daran denkt, wer an seiner Stelle im Schloss Bellevue hätte präsidieren können, dann verstärkt sich dieses ungute Gefühl. Musste ein solcher Mann nach von Weizsäcker, Herzog und dem untadeligen Köhler kommen? Hätte uns nicht Angela Merkel davor bewahren können? 

Aber wir werden mit ihm weiter leben müssen. Wulff hat sich entschieden: er will uns nicht von sich befreien. Er will seine fünf Jahre „erfolgreich“ zu Ende führen. Absitzen ist wahrscheinlich das bessere Wort. Es ist rätselhaft, wie Wulff seine moralische Autorität zurückgewinnen will. Seine bisherige Amtszeit gibt keine Hinweise darauf, dass ihm das gelingen kann. Wenn überhaupt, dann ist es ein langer Prozess. „Lernfortschritte“ nennt er das.

Und dieser Prozess wird begleitet von weiter offenen Fragen: Hat er das niedersächsische Ministergesetz verletzt? Wie kam es zu dem zinsgünstigen Darlehen der BW-Bank? Warum wurde der Kredit von Frau Geerkens überhaupt in das BW-Darlehen umgewandelt? Warum kamen alle Kreditänderungen erst, nachdem sich die Medien dafür interessierten? Wie glaubhaft ist seine Entschuldigung für seinen Drohanruf bei dem BILD-Chef, nachdem sich herausgestellt hat, dass er gewissermaßen ein Serientäter ist? Er balanciert weiter am Abgrund.

Die Regierungskoalition wird jetzt Schluss der Debatte fordern, die Opposition die offenen Fragen betonen. Und die Bürger? Die meisten werden sich mit Wulffs Auftritt zufriedengeben. So wichtig ist ihnen der Präsident dann doch nicht. Es gibt doch noch wichtigere Fragen. 

Immerhin hinterlässt Christian Wulff jetzt eine historische Spur: er ist der erste Präsident, der sich in eigener Sache zur besten Sendezeit gleich in zwei Fernsehanstalten rechtfertigen musste. Das bleibt.

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182 Kommentare

1) gabriele, Samstag, 07. Januar 2012, 07:18 Uhr

Wer traut sich eine Akteneinsicht zu fordern?
Ich bekenne- ich habe Bammel – dass „die“ einen mit finanziellen
Forderungen quälen können.
https://fragdenstaat.de/anfrage/abschrift-eines-telefonanrufes/
Aber nach dem ich las, dass man AUFSTEHEN muss, wenn der BuPrä den Raum betritt,
muss ich heute auch AUFSTEHEN und demonstrieren gehen.(Schuh zeigen)
Dass da einer hockt hockt, der sich durchmogelt – verletzt meine „bürgerliche“ Ehre.

2) Frankilein66, Samstag, 07. Januar 2012, 09:43 Uhr

@ Michael A. Nueckel, 147)

Wulff hat in seiner Antwort auf die Anfrage der „Bild“ die Veröffentlichung des Mailbox-Mitschnitts ja nicht ausdrücklich verboten und damit geschickt den Ball wieder der „BILD“ zurückgespielt. Sie könnten den Mitschnitt veröffentlichen ohne juristische Konsequenzen befürchten zu müssen. Ich bin ihrer Meinung, sie werden es nicht tun.

Ihre Meinung zu Sk8erBLN teile ich ausdrücklich. Jemandem, der scheinbar den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als das Internet nach „Beweisen“ für sein bizarres Weltbild zu durchsuchen, gehört mein ganzes Mitleid!

3) EStz, Samstag, 07. Januar 2012, 10:15 Uhr

@ 144) sk8erBLN, Freitag, 06. Januar 2012, 20:07 Uhr

Ich sage ja nun wirklich nicht, dass Herr Wulff der perfekte Präsident ist, dass er stets offen und ehrlich mit der Wahrheit umging etc. Sondern nur, dass der lässliche Privatkredit und seine recht eigenartigen Urlaube für einen kurzen, deftigen Ohrenzieher langen, für mehr aber nicht.

Ein Großteil der dummen, teilweise peinlichen Situationen sind (meiner Vermutung nach) auch schon öffentlich verbreiteten, unterschwelligen, Drohungen zu verdanken. Ein jeder normale Mensch hat das Recht, sich nicht selbst belasten zu brauchen. Wulff hat ein Amt, also muss er in einem gesunden Rahmen aufklären und offenlegen. Aber genauso wenig, wie in die Medien aufgrund seines Amtes ihn selbst bei Fehlern in das bestmögliche Licht rücken müssen, genauso wenig muss er sich selbst in das schlechtmöglichste Licht rücken.

* Da gibt es den Kredit von einer langjährig befreundeten Familie – das geht in Ordnung, dadurch sind keine neuen zu engen Beziehungen entstanden, die nicht schon vorher dagewesen wären.
* Da gibt es die vertuschende Wahrheit vor dem Landtag (Fehler) – naja, man weiß, wie Politiker sind in solchen Fällen, und wie die Opposition verdrehen würde, falls er alles offenlegt; aber einmal entschuldigen, ein Ohrenzupfer – gut ist.
* Dann kommen die Bestrebungen, den Kredit umzuwandeln (was eigentlich OK wäre)
* Das wird leider nicht von ihm selbst verhandelt (Grosser Fehler).
* Dazu die Aussagen vor der Öffentlichkeit (naja, „Hab ich fertig“ statt „Dauert noch ein bisschen, aber ich sitze dran“ hab ich auch schon gelegentlich meinem Chef erzählt – dummer Fehler).
* Ach ja, die Urlaube. Nicht wirklich toll, nicht wirklich schlimm, da bekannt und selbst bezahlt. Aber: Dummer Fehler, aufgrund seiner eigenen moral-haltigen Einlassungen zu anderen. Eine große Torte Häme dem Herrn Wulff mitten ins Gesicht, aufrichtig verdient.

Und nun schauen Sie auf das BILD-gewaltige Schauspiel, was da vor unseren Augen abgeht.

Ich fand „damals“ den Herrn zu Guttenberg richtig toll, ein neues Gesicht, viele richtige Einstellungen, und er kann zwei, drei Sätze sagen, ohne dabei dem politischen Gegner zwischen die Beine zu treten. Als ich erkannte, dass er ein Betrüger war, habe ich meine Meinung zu ihm geändert.

Bei Wulff geht es gerade umgekehrt. Ich hätte ihn schon in Niedersachen nie gewählt, wollte ihn nicht als Bundespräsident etc. Aber er hat zur Euro-Krise zwei gute Reden gehalten. Die letzte fand den Weg ins Fernsehen. Direkt im Anschluss geht die Hatz los. Wulff mag ein kleiner Sünder, vielleicht sogar ein kleiner Politiker sein. Jetzt wird er als Verbrecher dargestellt, der er nicht ist.

und die

Die aktuelle Medienhetze hat System, es wird zu viel mit Andeutungen gearbeitet, und zu viele nehmen Andeutungenals erbrachten Beweis.

4) EStz, Samstag, 07. Januar 2012, 10:43 Uhr

@ 121) Frankilein66, Freitag, 06. Januar 2012, 10:48 Uhr

Die von Christian Wulff begangenen Fehler werden instrumentalisiert, um ihn abzuschießen oder ruhig zu stellen, aufgrund Aussagen und Forderungen wie dieser:

* Erst haben einzelne Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten vor allem ihre Banken gerettet, jetzt rettet die Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Da ist die Frage nicht unbillig: Wer rettet aber am Ende die Retter? Wann werden aufgelaufene Defizite auf wen verteilt beziehungsweise von wem getragen?
* Nach Europäischem Recht sind alle europäischen Staaten verpflichtet, die öffentlichen Schulden unter 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zurückzuführen. In mehr als der Hälfte der Mitgliedsstaaten lag die Schuldenquote im letzten Jahr über dieser Marke – allen voran in Griechenland, Italien, Belgien, Irland und in Portugal. Und dann folgt schon Deutschland mit über 83 Prozent. Wir Deutsche sollten nicht zulassen, dass ein geschöntes Bild der Kräfte des geforderten Retters gezeichnet wird, auch wenn es unsere eigene Eitelkeit pflegen mag.
* Wer heute die Folgen geplatzter Spekulationsblasen, sogar jahrzehntelanger Misswirtschaft allein mit Geld und Garantien zu mildern versucht, verschiebt die Lasten zur jungen Generation und erschwert ihr die Zukunft. All diejenigen, die das propagieren, machen sich im Kern „einen schlanken Fuß“ und handeln nach dem Motto: „Nach uns die Sintflut.“

5) EStz, Samstag, 07. Januar 2012, 11:15 Uhr

@ 138) m.spreng, Freitag, 06. Januar 2012, 18:00 Uhr

Aufrichtigen Dank!

6) Thomas, Samstag, 07. Januar 2012, 11:15 Uhr

Sehr verkehrter Herr Präsident,
Sie denken wohl:
„Eine Hand wäscht die andere
in Unschuld“
Sie Wulff im Schafspelz.

7) sk8erBLN, Samstag, 07. Januar 2012, 11:51 Uhr

@ 132) Mark, Freitag, 06. Januar 2012, 14:51 Uhr

Ihr Beitrag gefällt mir. Ich wundere mich da auch immer wieder wie diese Diskrepanzen zwischen online und offline zustande kommen.

Neben dem Klassiker „Traue keiner Umfrage die Du nicht selbst gefälscht /manipuliert hast halte ich Ihre Überlegungen für zutreffend.

@146) MD, Freitag, 06. Januar 2012, 23:21 Uhr
zu Kohl und Kiesinger: ja, wirklich erstaunlich was im Offlinezeitalter alles noch möglich war. Ich denke nicht dass die beiden damit in der heutigen Zeit nur den Hauch einer Chance gehabt hätten ihre Skandale zu überleben. Die Gnade der Frühgeborenen, glücklicherweise heute eben nicht mehr vorstellbar und das gefällt mir.

Zu Hape Kerkeling fällt mir ansonsten nur ein dass er ja selbst sehr schlechte Erfahrungen mit Boulevardjournalismus machen musste. Insoweit auch ein Stück weit Traumabewälltigung für sein damaliges Zwangsouting bei Explosiv durch Rosa von Praunheim (was ihm ja seinerzeit gerade nicht geschadet hat). Kerkeling übersieht allerdings dass Wulff höchstselbst sich ins Netz des von ihm zu recht skandalisierten Medium Bild begab und bis heute selbst verantworten muss dass er sich weiterhin ausliefert durch eigenes unterirdisches Krisenmanagement. Leider verkennt Kerkeling zudem was sich Wulff im Zusammenhang mit dem Kredit geleistet hat und wem gegenüber er dazu sehr wohl rechenschaftspflichtig gewesen wäre. Die von ihm erteilte Absolution halte ich für zu früh erteilt.

Recht hat er natürlich dass es bitter ist dass ausgerechnet dieses Gossenmedium dass ich sehr regelmäßig nur mit BLÖD statt BILD bezeichne an der Aufdeckung des Wulff-Skandals federführend beteilligt war und bis heute ist. Glücklicherweise allerdings lange schon nicht mehr federführend.

@ 147) Michael A. Nueckel, Samstag, 07. Januar 2012, 01:47 Uhr in Richtung Spreng

Prima dass Sie sich zu Dingen äußern die Sie rein gar nicht beurteilen können.

Ansonsten erkläre ich Ihnen jetzt mal -so ähnlich wie sie glaubten @ Dieter Carstensen, 124) „langatmig“ die Funktion einer Mailbox erklären zu müssen- den Funktionsumfang Ihres Browsers.
Das ist das Ding mit dem Sie „Internet gucken“.

Wenden Sie Ihren Blick gen rechte Seite des Fensters und sie entdecken einen Scrollbalken. Durch verschieben der mit der Maus “ anfassbaren“ Markierung können Sie Beiträge nach oben oder eben unten verschieben. Versuchen Sie es einfach, es gelingt spielend leicht so meine Ihnen langweilig anmutenden Beiträge einfach zu überspringen.
Das steht Ihnen jederzeit frei und mit Ihrer Nichtbeachtung kann ich schon deshalb gut leben, weil die Beiträge i.d.R. nicht für Sie verfasst wurden.

@ 148) gabriele, Samstag, 07. Januar 2012, 07:18 Uhr
Schöne Idee, Wulff wird das natürlich nur erneut ablehnen. Es gäbe einen sehr einfachen Weg die Anrufinhalte zu klären, ich vermute allerdings die Bild bevorzugt es perfide weiter mit ihrer „Geisel“ Wulff zu spielen. Genüsslich berichtet Bild dass sie Wulff seinen O-Ton zur Verfügung gestellt haben, weitere Updates dazu sind -wohldosiert auf maximale Einschlagswirkung hin- absehbar.

Der schnellste und einfachste Weg wäre nämlich dem Deutschen Presserat Wulfs Nötigungsversuch der Presse zur Prüfung/Stellungnahme zu übergeben, wie mit dem ausgeübten Druck durch die Presse zu verfahren ist und wie genau die wahrheitsliebende Presse sich dagegen zur Wehr setzen darf… Der Presserat könnte dann -ohne den O-Ton zu veröffentlichen- das Ergebnis dieser Überprüfung publizieren und es wäre umgehend klar inwieweit unzulässiger Druck durch ein Verfassungsorgan auf die freie Presse ausgeübt worden ist. Dass die Worte eines Staatspräsidenten höchst unwürdig sindund über das behauptete hinausgingen ist ja bereits hinreichend bekannt, der weitere Gesichtverlust bliebe Wulff aber dennoch wunschgemäß erspart.

Denn Aufgabe des Deutschen Presserats ist es u.a.

„Entwicklungen entgegenzutreten, die die freie Information und Meinungsbildung des Bürgers gefährden könnten“ siehe http://www.presserat.info/

Genau genommen sehe ich die Bild-Verlagsleitung sogar in der Pflicht diesen Weg jetzt zu wählen zur Klärung des Sachverhalts.

Dieser Weg dürfte erfolgreicher sein als einmal mehr Wulffs Standpunkt der Inhalt von Telefonaten des Präsidenten sei immer vertraulich“ wiederholt zu bekommen als Ergebnis der Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz. Trotzdem ist die Aktion prima.

8) sk8erBLN, Samstag, 07. Januar 2012, 12:24 Uhr

Als weiteres und krönendes Beispiel wurde nun auch bekannt wie sehr Wulff den Geerkens Privatkredit zu verschleiern suchte. Mehr Intransparenz ließ sich nicht schaffen, kein Wunder dass der niedersächsische Landtag bislang chancenlos war.:
„….
Fügt man bekannte und neue Details zu Wulffs Immobilienkredit zusammen, ergibt sich ein ziemlich unschönes Bild. So berichtet die „Frankfurter Rundschau“, Wulff habe bei seinem Hauskauf stärker verschleiert als bislang bekannt – und er habe dabei Experten zufolge ungewöhnliche Mittel angewandt:

• So machte Wulff keinen notariellen Vertrag,

• nannte im Grundbucheintrag seine Kreditgeber nicht

• und legte bislang keinen Beleg für Tilgungen auf das Darlehen vor,

sagte der Fraktionschef der niedersächsischen Grünen, Stefan Wenzel, der Zeitung. „Hier tun sich Abgründe auf, die ich nicht für denkbar gehalten habe“.

„Verbergung der Finanzierungsabläufe“

Nicht alles davon ist neu, aber es sieht schon sehr nach Verschleierung aus, dass sich Wulff das Darlehen der Unternehmersgattin Edith Geerkens über 500.000 Euro mittels eines anonymen Bundesbank-Schecks auszahlen ließ – „absolut unüblich bei einem Hauskauf“, sagte der Baufinanzierungsexperte Max Herbst, Chef der FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main, der Zeitung. Derartige Bundesbankschecks bekomme kein normaler Kunde, sie seien für absolute Ausnahmegeschäfte mit großen Beträgen vorgesehen wie etwa bei Auktionen und Zwangsversteigerungen. Das Besondere an dieser Zahlungsweise sei die Verschleierung der Geldquelle, denn bei diesen Schecks erfahre „auch bei der Einlösung keiner, wer der Geldgeber ist“. Es gehe „um das Verbergen der Finanzierungsabläufe“.
….“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807685,00.html

Da beruhigt mich doch dass Merkel hinter den Kulissen selbst damit rechnet dass er sich nicht halten kann und konkrete Pläne für Wulffs Nachfolge bereits in Ausarbeitung sind.:

Die Parteichefs der schwarz-gelben Koalition, Angela Merkel (CDU), Philipp Rösler (FDP) und Horst Seehofer (CSU), haben sich nach Informationen unserer Redaktion aus Regierungskreisen vor wenigen Tagen bereits auf ein Verfahren zur Nominierung eines neuen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt geeinigt.

Sollte Bundespräsident Christian Wulff überführt werden, die Unwahrheit gesagt zu haben, wollen Merkel, Seehofer und Rösler die Unterstützung für Wulff beenden und nach einem Rücktritt in einer gemeinsamen Pressekonferenz einen Kandidaten vorschlagen, der auch vom rot-grünen Lager akzeptiert werden könnte.
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bundespraesident/debatte-um-wulff-nachfolge-hat-begonnen-1.2664696

Dass Wulff sich die Wahrheit regelmäßig zurechtbiegt wurde punktuell ja schon deutlich. Die Frankfurter Rundschau hat dazu einen hübschen Faktencheck aufbereitet und erklärt auf ganzen 8 Seiten was nur in seinem TV Interview bizarr daneben ist.
http://www.fr-online.de/politik/wulff-skandal-wie-der-bundespraesident-die-wahrheit-biegt-,1472596,11400130.html

9) Frankilein66, Samstag, 07. Januar 2012, 12:33 Uhr

@EStz, 151)

Ich respektiere, wie Sie den Bundespräsidenten in diesem Blog vehement und mit berechtigten Nachfragen gegen die Rücktrittsforderer verteidigen. Auch ich habe hier schon kundgetan, dass die
„Kreditaffäre“ alleine nicht für einen Rücktritt ausreicht.

Allerdings zeugt sein Anruf bei Diekmann und seine bizarren Äußerungen im Fernsehinterview von einer gewissen Unreife für das Amt des Bundespräsidenten. Er ist den Anforderungen die ein solch hohes Staatsamt an einen Menschen stellt meiner Meinung nach nicht gewachsen.

Den von ihnen hier des öfteren hergestellten Zusammenhang zwischen einer Rede und der sich daran anschließenden Hatz halte ich für zu weit hergeholt. Schon oft haben Bundespräsidenten sogenannte „Ruckreden“ gehalten ohne das sich langfristig etwas geändert hätte. Im allgemeinen werden solche Reden von den Mühen der Tagespolitik geschluckt und geraten schnell in Vergessenheit. Ausnahme: Richard von Weizsäckers Rede vom 08.05.1985.
Es gibt keine „Verschwörung“, höchstens zufällig zeitlich zusammenfallende Ereignisse.

Christian Wulff sollte möglichst bald zurücktreten, als Nachfolger kommt für mich nur Bundestagspräsident Norbert Lammert in Betracht, er kann dem Amt die notwendige Gravität, gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor, verleihen.

10) Dieter Carstensen, Samstag, 07. Januar 2012, 13:28 Uhr

@ Michael A. Nueckel 147 @ 154 sk8erBLN,

Es liegt mir fern, hier irgend jemand belehren zu wollen, aber man sollte, werter Herr Nueckel, erst googlen und dann seine Meinung kund tun, finde ich.

Hier ein Zitat:

„Die „Bild“-Zeitung könnte die Mailboxnachricht von Christian Wulff ohne dessen Zustimmung veröffentlichen, sagt der Berliner Medienanwalt Butz Peters. Der Straftatbestand des § 201, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes, sei nicht erfüllt. Er geht davon aus, dass der Text demnächst anderswo im Internet zu lesen sei.“

Die Quelle ist beim „Deutschlandfunk“ zu finden. hier der Link:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1645859/

Welche Taktik die BILD bei ihrer Salamischeibchen weisen Veröffentlichung verfolgt, weiß ich nicht, aber Eines weiß ich vom Gefühl her, Wulff sollte zurück treten, den Mann wird hier nie wieder jemand ernst nehmen, es sei denn er wäre masochistich veranlagt!

11) Kall Hainz, Samstag, 07. Januar 2012, 15:58 Uhr

Das ist schon peinlich, so einen BuPrä zu haben.
Ich habe ihn windelweich erlebt im Interview, kein Format, keine Vision tausendfache Entschuldigungen und – so denke ich – Falschaussagen, sonst würden Bild und BW-Bank nicht nachkarten.

Ich möchte von so einem BuPrä nicht repräsentiert werden.

Aber der WDR hat recht: Für die Millionen, die er nach Abtritt beanspruchen könnte, soll er noch eine zweite Amtszeit (verm. mit Peinlichkeiten) zulegen.

Jeder baut jeden Tag an seiner Reputation – gewollt oder ungewollt, dieser BuPrä auch.
Es gibt leider nichts Peinlicheres, als sich selbst vorzuführen.

12) EStz, Samstag, 07. Januar 2012, 19:40 Uhr

@ 156) Frankilein66, Samstag, 07. Januar 2012, 12:33 Uhr
>> Er ist den Anforderungen, die ein solch hohes Staatsamt
>> an einen Menschen stellt meiner Meinung nach nicht gewachsen.
DIe Anforderungen sind einerseits politisch, andererseits menschlich / charakterlich zu sehen. Politisch erfüllt er, das zeigen seine letzten Reden, die Ansprüche mit Bravour. Ihre Zweifel an der charakterlichen Eignung kann ich nachvollziehen und teile sie teilweise selbst.

>> Es gibt keine “Verschwörung”, höchstens zufällig zeitlich
>> zusammenfallende Ereignisse.
Wenn es um die große Politik oder um das große Geld geht, glaube ich nicht an Zufälle. Aus meiner Sicht spricht viel für eine gezielte Kampagne („Verschwörung“ ist so ein großes Wort).
* BILD-Zeitung und Springer-Verlag haben eine sehr ausgeprägte Freund-Feind-Kennung. Wulff würde schon aus Gründen der Parteizugehörigkeit, aber auch aufgrund des Geschichten-Potentials (Homestories aus Schloß Bellevue) eindeutig in die Freund-Ecke fallen.
* Würde es bei dieser Geschichte um einen „politischen Gegner“ der BILD gehen (Linke, Grüne, SPD, Piraten), bräuchte man sich über Sachen wie Timing keinen Kopf machen. Da gilt für BILD: Feuer frei. Aber bei einem Bundespräsidenten, der auch noch von der CDU stammt, mal eben planlos draufgehalten? Nie im Leben!
* Die einzige Person in der CDU mit mehr Einfluss ist Angela Merkel. Sie wurde vom Bundespräsidenten sehr direkt angegriffen:
– In freiheitlichen Demokratien müssen die Entscheidungen
im Übrigen immer von den Parlamenten getroffen werden.
Denn dort liegt die Legitimation.
(und nicht in dem von Merkel und Schäuble gewünschte Geheim-Gremium);
– Seit Jahren verletzen die Mitgliedsstaaten,
Deutschland eingeschlossen, die einst in Maastricht
beschlossenen Stabilitätskriterien.
– Selbst der Bürge kann sich unmoralisch verhalten,
wenn er die Insolvenz nur hinauszögert.
– Ich halte den massiven Aufkauf von Anleihen einzelner Staaten
durch die Europäische Zentralbank für politisch und rechtlich bedenklich.
Artikel 123 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union
verbietet der EZB den unmittelbaren Erwerb von Schuldtiteln,
um ihre Unabhängigkeit zu sichern.
* Üblicherweise gibt es bei solchen Fällen eine heftige, gestaffelte Retourkutsche, Herr Kauder spielt sich auf, Herr Pofalla spielt sich auf etc, ehe sich Frau Merkel sachlich, aber sehr bestimmt äußert. Gab es nicht. Still ruht seitdem der See. Nicht mal eine Zurechtweisung von Schäuble, der sonst Freund und Feind nicht schont.
* Die BILD-Zeitung würde, wenn sie „nur“ wegen der Auflage hinter der Geschichte her wäre, diese nicht teilen. Aber andere Medien werden mit eingebunden, etwa indem Informationen über Wulffs Sprachbox-Nachricht durchgesteckt werden. Man will so bewußt den Eindruck erwecken, dass Wulff „Dreck am Stecken“ hat, weil ja alle das behaupten.
* Wann haben Sie das letzte Mal etwas Relevantes zur Euro-Krise gelesen? Gibt es die nicht mehr, oder läuft das jetzt alles an uns vorbei, weil sich die Medien für andere Themen erwärmen?

Wulffs Reaktionen (wenn sie ausschließlich durch die Kreditgeschichte ausgelöst worden wären), wären in der Tat eines Bundespräsidenten nicht würdig. Aber wenn, wie ich vermute, doch mehr dahintersteckt, als derzeit bekannt ist, für mich durchaus verständlich.

13) helmut mederle, Samstag, 07. Januar 2012, 20:31 Uhr

Hallo, EStz,

„Cui bono?“ – Das könnte man inzwischen variieren, weil das „bono“ evtl. gar keinen bestimmten Zweck mehr hat und zum Selbstzweck von Jägern geworden sein könnte. Dabei sollte man zwar massiv, aber nicht nur an „die Medien“ denken: Wer hat sich denn inzwischen n o c h – aus welchen Motiven auch immer – schon so weit aus dem Fenster gelehnt, daß er glaubt, nicht mehr zurück zu können?

Die Alternative dazu würde immer noch unglaublicher: Wenn das alles kein Selbstläufer sein sollte, – hat das tatsächlich jemand ins Laufen gebracht?

14) sk8erBLN, Sonntag, 08. Januar 2012, 11:07 Uhr

@ 157) Dieter Carstensen, Samstag, 07. Januar 2012, 13:28 Uhr

Ihr Beitrag war in keinster Weise gemeint, das „belehren“ bezog sich ausschließlich auf den 147).

Die Taktik der Bild erschließt sich durchaus, wie ich finde.
Dem Cleverle im Berliner Schloss so oft und so massiv und o langfristig wie möglich eins reinzuwürgen.

Das kann ich insoweit verstehen und darauf bezieht sich auch mein „Cleverle“ dass Wulff „auf dem Weg zum Emir“ tatsächlich fertig gebracht zu hat Mailbox um Mailbox im Verlag zuzuquatschen mit seiner Wüsten Droherei.

Neueste SPON Schlagzeile:
neue Vorwürfe in der Anruf-Affäre: Nach SPIEGEL-Informationen rief Wulff auch bei Springer-Chef Mathias Döpfner an und drohte mit „Krieg“.

Wie bei „Bild“-Chef Kai Diekmann gelang es Wulff aber nicht, Döpfner direkt an den Apparat zu bekommen. Also hinterließ er auch in diesem Fall eine Nachricht auf dessen Mailbox.

Die Wortwahl des Präsidenten fiel dabei ähnlich aus wie gegenüber Diekmann: Von Empörung über die „Bild“-Zeitung soll die Rede gewesen sein, von einer Kampagne und ungerechtfertigter Skandalisierung, heißt es im Springer-Verlag.

….“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807779,00.html

Das dürfte Tag um Tag so weiter gehen bis dieser Pattexpräsident endlich den Stuhl räumt auf den Ihn Merkel erst gesetzt und dann geklebt hat. Was mir persönlich übrigens fehlt ist der häufigere Bogenschlag zu Merkel selbst. Dann erst könnte sie das nicht mehr länger so gekonnt aussitzen (lassen durch ihren Wunschkandidaten).

Wulff selbst hat gegenüber Mitarbeiter gesagt dass er glaubt das einfach aussitzen zu können.
Christian Wulff setzt aufs Vergessen
http://www.sueddeutsche.de/politik/trotz-ruecktrittsspekulationen-wulff-glaubt-affaere-bald-ueberstanden-zu-haben-1.1252534

15) sk8erBLN, Sonntag, 08. Januar 2012, 11:09 Uhr

Urlaub bei Aufsichtsrat
Wulff rühmte sich seiner Verdienste um
die Versicherungs-
wirtschaft
Der Gratisurlaub von Bundespräsident Christian Wulff beim Aufsichtsratschef eines Versicherungskonzerns wirft neue Fragen auf: Laut Informationen des SPIEGEL soll sich Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident massiv für die Interessen der Versicherer eingesetzt haben.
Auf einer internen Veranstaltung des Konzerns, der HDI-Versicherungen des Talanx-Konzerns, hatte sich Wulff im Jahr 2005 dieser Verdienste für die Branche sogar selbst gerühmt. „Sofern es im Einflussbereich der Niedersächsischen Landesregierung lag, ist sie für die Beibehaltung des Privilegs der Steuerfreiheit der Erträge eingetreten“, führte Wulff in einer Rede vor dem Gesamtbeirat der HDI-Versicherungen aus.

„Lediglich langjährige Freunde besucht“

Drei Jahre später verbrachte Wulff zusammen mit seiner Frau Bettina seinen Urlaub in Baumgartls Villa in der Toskana, ohne dafür zu zahlen. Wulff hatte seine Gratis-Urlaube damit verteidigt, dass er lediglich langjährige Freunde besucht habe. Eine Verbindung zwischen seinen politischen Ämtern und den wirtschaftlichen Interessen dieser Freunde habe es dagegen nicht gegeben.
…“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807773,00.html

16) sk8erBLN, Sonntag, 08. Januar 2012, 11:14 Uhr

@ 159) EStz, Samstag, 07. Januar 2012, 19:40 Uhr

Es gäbe noch einen sehr interessanten anderen Ansatz. Die FAZ verfolgt den gerade und kehrt zur Ursprungsfrage zurück. War das überhaupt wirklich ein Kredit oder nicht eine (verdeckte) Schenkung die aufflog und dann erst zu einem Kredit umerklärt wurde. Dafür spricht einiges. Lesten Sie selbst, das entwickelt sich gerade zu einem veritablen Krimi und im Zentrum dieser Frage steht zunehmend woher Wulff die 500K wirklich erhalten hatte, die überaus merkwürdige Verschleierung via Bundesbakcheque, fehlenden Grundbucheinträgen und noch anderen Unüblichkeiten legen nahe, dass es da ursprünglich nie um einen echten Kredit ging sondern eben eine Schenkung.
Die nicht grade total unseriöse FAZ dazu:

Im Präsidentenpelz
07.01.2012 · Hinter den Kulissen: Nimmt man Christian Wulffs Verhalten in den letzten Wochen unter die Lupe, sind es die nichtöffentlichen Reaktionen, die wirklich auffallen.
http://www.faz.net/aktuell/politik/wulff-affaere-im-praesidentenpelz-11596855.html

17) sk8erBLN, Sonntag, 08. Januar 2012, 11:20 Uhr

Nachtrag zum Vorbeitrag:
Wesentlich ist, es gibt weder Tilgungsbelege noch wurden Sicherheiten Verlangt. Darüber muss man nachdenken. Und vielleicht Forensiker mal das Erstellungsdatum der angeblichen Vereinbarungen mit Geerkens untersuchen lassen….

18) sk8erBLN, Sonntag, 08. Januar 2012, 11:57 Uhr

BAMS berichtet über das nächste brisante Detail des angeblichen Kredits der vielleicht gar keiner war- Wulffs Umgang mit dem erhaltenen Scheck.:

“Noch brisanter als bislang bekannt war auch die Sache mit dem anonymen Bundesbankscheck über 500 000 Euro, den Unternehmergattin Edith Geerkens dem damaligen Ministerpräsidenten übergeben hatte. Aus einer Antwort der Wulff-Anwälte an BILD am SONNTAG geht nämlich hervor, dass Wulff den Scheck nicht etwa auf sein Konto eingezahlt und dann den Kaufpreis an den Notar des Hausverkäufers überwiesen hat, sondern direkt mit dem Scheck bezahlt hat.”
http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/wulff-zuversichtliche-rede-in-bellevue-21956976.bild.html

Zastrow hat bekanntlich gefragt, ob es einen Kredit überhaupt gegeben hat im oben verlinkten FAZ Artikel. Und man erinnere sich bitte daran dass der selbe Geerkens mit seiner eigenen Ehefrau Kredite ausschließlich notariell beglaubigt abwickelt!(Geerkens selbst im Spiegel). Und das Staatsoberhaupt bezahlt bar ein Häusschen mit einem nicht rückverfolgbaren Scheck? Und der Verkäufer der Burgwedeler Immobilie gibt das „Wechselgeld i.H. von 80.000 EUR in bar an Wulff? Was für eine merkwürdige und unübliche Transaktion!

Ich kann mich inzwischen des Eindrucks nicht erwehren dass Wulff evtl. selbst gezielt Spuren auslegt die von den eigentlich wichtigen Dingen ablenken sollen.

Weshalb zur Hölle berichtet Wullff zum Beispiel ohne jede Not im Interview von ARD und ZDF das hier:

“… auch im Internet, wenn sie da sehn, was alles über meine Frau alles verbreitet wird an Fantasien, dann kann ich nur sagen, da müssen wir doch auch sehen, dass die Menschen auch noch bereit sind sich der Öffentlichkeit zu stellen, in die Öffentlichkeit zu gehen, in sofern ist das ein schwieriges Feld, aber ich sage, ich habe ein Fehler gemacht, aus innerer Überzeugung, … ”
https://netzpolitik.org/2012/preview-das-wulff-interview-als-audio/

Dadurch bringt er Millionen von Zuschauern mit der Nase auf einen Vorgang, ohne im Entferntesten danach gefragt worden zu sein, und schickt sie los, im Internet danach zu recherchieren. Ich war mehr als überrascht als er das Fass „Bettina Wulff“ so vollkommen ohne Zusammenhang und Notwendigkeit aufgemacht hat. War das einfach nur dumm oder eine bewusst geworfene Nebelgranate bei der Wulff sogar die Reputation seiner Frau als das geringere Gut ansah?

19) Reinhard Rätzel, Sonntag, 08. Januar 2012, 12:25 Uhr

Wer es jetzt noch nicht glaubt, dem ist nicht mehr zu Helfen, selbst wenn es sich um den Bundespräsidenten persönlich handelt;
aus, aus aus…..nur Weltmeister sind wir bei diesen Worten diesmal nicht geworden…..

Im Besonderen die in direktem Zusammenhang involvierten Medien erwecken den Eindruck an akutem ADHS zu leiden. Ständig gibt es neue Mikrostatements zum Gesamtkomplex des offiziell nicht zur Veröffentlichung stehenden Wortlautes von Herrn Wulffs Mailbox-Exkursion. Personen wie Herr Döpfer, der ganz am Anfang mal eben Erwähnung fand,meldet sich nun nachkartend, gewichtig zu Wort. Wir sind hier und jetzt in der Informationsgesellschaft angekommen – Wikileaks kann Jeder jederzeit sein, und wird es auch. Der kompromittierende Wortlaut eines Bundespräsidenten, aufgezeichnet im Verfügungsbereich eines Journalisten, was will der Mensch Mehr, besser geht´s nicht.
„Wie hat es offenbar Herr Wulff selbst gesagt, „der Rubikon ist überschritten“…nur wer hat ihn eigentlich überschritten?
Daher schließe ich hier vorerst mit Marcel Reich-Ranickis Brecht Zitat: „Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“,

20) Michael A. Nueckel, Sonntag, 08. Januar 2012, 18:42 Uhr

@ Dieter Carstensen, 157)

Das sag´ich Ihnen nur einmal, dafür umso deutlicher: Ein Jurist muß nicht googlen, Herr Carstensen. Bitte merken Sie sich das! Ganz abgesehen davon, dass googlen auch eine Art intellektueller Armutserklärung sein kann, kennen Sie keine anderen Quellenzugänge? Das mag für Sie in Person ein probates Medium sein, um sich als Laie versuchsweise rechtlich sachkundiger zu machen. Aber es hilft nicht in jedem Falle – das zeigt Ihre Antwort: Denn Sie können leider zivilrechtliche Fragen mit denen des Strafrechts nicht auseinander halten. Ihr Verweis auf einen RA, der § 201 StGB zitiert hat nichts mit meinem Beitrag zu Nr. 108) + 147) zu tun, wo ich das zivilrechtliche Institut der einstweiligen Verfügung wegen des zivilrechtlichen Anspruchs auf Wahrung des Persönlichkeitsrechts erwähne. Dieses Nichtwissen werden Sie aber auch mit googlen nicht revidieren können, es ist eher so, wie beim demjenigen, „der sich anhand medizinischer Ratgeber kurieren will, und dann auch durch Druckfehler gar sterben kann“ 😉

@ Frankilein66, 147)

Hallo, Sie legen eventuell zuviel Wert auf Wulffs öffentliche Äußerungen – ich denke, dass hinter den Kulissen ein hartes juristisches Ringen abgeht, und Wulff über seine Anwälte sehr wohl versucht, BILD zivilrechtlich zu bändigen, mindestens in Schach zu halten. M.a.W., er hat BILD nicht den Ball zurück gespielt, sondern geht ganz bestimmt (rechtlich) offensiv vor.

@ sk8erBLN 154)

.. danke für Ihre Ratschläge – um es mit Frankilein66`s Worten, 147) zu sagen, der es nicht anders sieht, Sie offenbaren so schon Ihr Weltbild, wenn Sie meinen, mich so belehren zu müssen. Ist das dann auch Ihre Intention für Ihre lang-langweiligen Beiträge?Sie trauen uns nicht zu, diese Kenntnisse sich anderweitig anzulesen? Wissen Sie eigentlich, wieviele Leser Ihre Beiträge hier übersehen? Im übrigen bleibe ich dabei, Sie sollten sich quantitativ mäßigen und qualitativ verbessern. Sie verhalten sich als Vielschreiber (bekannter Inhalte) hier wie ein Vielsprecher im Team, und den würde ein Teamleiter zwecks Wahrung der Ausgewogenheit im Team bremsen.

Mitunter kommt der Tag eines irgendwie gearteten Limits.

21) riskro, Sonntag, 08. Januar 2012, 19:37 Uhr

Wir haben keine Causa Wulff, auch keine Causa Merkel. Die Causa heißt „Politikverdrossenheit“! Hervor gerufen durch plan- und zielloses Agieren unser sich selbst überschätzenden Politikerelite ALLER PARTEIEN. Die Affäre Wulff ist nur ein Ventil, Luft dieser Verdrossenheit abzulassen, weil man ihr scheinbar machtlos gegenübersteht. Wie sind aber nicht machtlos. Dies gilt es endlich zu begreifen.

Wenn man Stimmen zum Wahlverhalten verfolgt, heißt es oftmals:
– man hat doch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera
-es ändert sich eh nichts
– und und………………….
Nur wie soll sich was ändern wenn -ich behaupte- 80% der zur Wahl gehenden Bürger nach Sympathie, Erziehung (in unserer Familie wurde seit gedenken so gewählt) ect. wählen. Lesen Sie zur Untermauerung meiner Aussage den Kommentar von Florian W. vom 4.1. 21:55 hier im Blog, letzter Satz ich zitiere:
Ich habe mich jedenfalls dazu entschieden, dass ich Herrn Wulff mehr mag, als die
Leute, die gerade eine Hetzkampanie veranstalten.
Zitat Ende

ER MAG IHN! Das alleine rechtfertigt für F. Wulffs Handeln. Ob dieses Handeln „richtig oder falsch“ war, ist für ihn nebensächlich. Das gilt analog für das Wahlverhalten vieler, vieler Bürger. Parteiprogramme interessieren nicht, werden nicht zur Kenntnis genommen. Es zählt nur, ist mir Partei und ihre Personen sympathisch. Anschließend wird sich über die Politikgestaltung aufgeregt. Die Schuld sucht man aber, weil es nicht sein kann, dass man unter Umständen die falsche Partei gewählt hat, beim politischen Gegner, wie es einen demagogisch von den Parteifreunden suggeriert wird. Es muss richtig sein, da sie mir sympathischer sind als die anderen.
Liebe Mitbürger(innen) Beantworten Sie mir folgende Fragen. Sind Sie aber bitte sich selbst gegenüber ehrlich, da fängt nämlich Ehrlichkeit (und die vermisse ich bei unseren BP) an.

– Sind Sie der Meinung, dass Jemand, der 160 Std. im Monat für einen Anderen arbeitet, von dem Einkommen das ihm gezahlt wird, zu mindestens, die Grundbedürfnisse bestreiten können muss und ihn damit der ehrabschneidende Aufstockungsweg zum Sozialamt erspart bleibt?
– Sind Sie dafür, dass die Finanzwirtschaft mit einer Transaktionssteuer belegt wird und damit aufgehört wird, das Gewinne kapitalisiert und Verluste sozialisiert werden.
– Sind Sie dafür, dass die Bundeswehr sofort aus Afghanistan abgezogen wird? Die
Politikern aller Parteien und das Ausland sind sich einig, dass das Unternehmen
Afghanistan ein Fehler war und gescheitert ist (wie schon vorher, die Engländer und
Russen schmerzhaft feststellen mussten). Trotzdem wird der Fehler aus Angst vor
Globalen politischen Verwicklungen nicht korrigiert auf die Gefahr hin, dass weitere
Deutsche Soldaten verwundet oder getötet werden. Damit nehmen unsere Politiker
billigend in Kauf“, dass weiterer Schäden für Deutsche Staatsbürger auftreten
könnten. Dies ist mit ihrem Eid „Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“, nicht
vereinbar.
– Sind Sie der Meinung, das ab einer gewissen Einkommenshöhe eine höhere
Steuer erhoben werden sollte? Benötigt jemand, der z.B. 200.000,–€ und mehr im
Monat verdient, noch Kindergeld aus dem Steuersäckl? Ich halte Einkommen im 6-
stelligen Bereich (Bundesligaspieler, Manager ect so wie so für asozial. (Aber dass ist
meine Meinung)

Es könnten hier weitere Felder, die endlich einer politischen Regelung bedürfen angeführt werden
– Bildung
– Kranken- Pflege- und Rentenversicherung
– Justiz (der Polizistenmörder von Augsburg hat schon früher einen P. getötet. Wie so läuft der frei herum. Weitere Beispiele können angeführt werden
– Und, und.
Was macht unsere Politikelite: Sie streiten nur. Die drei Koalitionsparteien sind heillos untereinander zerstritten und nurr mit Fragen der Machterhaltung und Parteipersonalquerelen beschäftig.

Haben Sie die Fragen beantwortetet? Ich behaupte, dass Jeder, schon bedingt durch die Fragestellung, nur mit Ja antworten konnte. Wissen Sie was das bedeutet, das alles steht im Parteiprogramm der Linken. Aber die Mehrzahl von uns –ich schließe mich ein- wählen, die Linken nicht. Warum nicht, ist für mich klar: Die demagogischen Fähigkeiten und Diffamierungen durch CDU/CSU, SPD; GRÜNEN –FDP lasse ich weg- tragen Früchte. Es werden Schreckgespenster artikuliert – es sind Kommunisten, sie wollen DDR-Verhältnisse hier einführen ect.- und die westdeutschen Michels springen sofort drauf an, reden sich die Köpfe in Diskussionen heiß und erkennen nicht, dass alles nur Ablenkungsmanöver sind und die eigentlichen Probleme darin liegen, dass unsere Reg. sich nicht gegen die „Wirtschafts- und Finanzlobbyisten“ durchsetzen können. Die haben nämlich kein Interesse, dass die in meinen Fragen aufgeführten Lösungen, gesetzlich umgesetzt werden. Das darf man aber den Wähler nicht sagen. Die Wahrheit ist in der Politik wegen der Angst des Machtverlustes nicht gefragt. Da sind wir wieder bei Wulff. Egal, erstmal abstreiten und ein weiteres Schlachtfeld öffnen, worauf sich der Deutsche Michel mit 100 % -tiger Sicherheit stürzen wird. Dann redet in einem viertel Jahr nur noch eine verschwindende Minderheit von einer Causa Wulff. Ich behaupte auch Merkel hat dem DDR- Regime positiv gegenüber gestanden. Man wurde wenn dem nicht linientreu war keine FDJ-Funktionärin oder bekam mal so ein Stipendium in Moskau. Ich verurteile das nicht, wenn ich dort gelebt hätte, hätte ich auch vielleicht Wege gesucht, um das Beste daraus zu machen. Damit billige ich nicht die Stasi-Methoden. Kati Witt war Volkskammerabgeordnete, darüber redet Keiner (mehr). Ist Olympiabotschafterin, das macht sie nicht umsonst.
Wir müssen uns nur einig sein, dann würden wir alles erreichen können. Leipzig, Tunesien, Ägypten, Libyen haben vorgemacht, was dann erreicht werden kann. Mir ist es wurscht welche Partei oder Farbkonstellation regiert, wenn die Politik zum Wohle des Volkes erfolgt. Besonders sympathisch brauchen sie mir auch nicht sein. Ich will mit denen ja nicht den Rest meines Lebens verbringen. Wobei die Führung der Linken, mit einigen Ausnahmen, ist mir unsympathisch. Das ist aber auch wieder subjektiv.
Was wir brauchen ist mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten. Insbesondere während der Legislaturperioden. Schaut Euch doch mal unsere Minister an. Der reinste Kindergarten:
Schröder 33-Jahre, Bahr 34-Jahre, Rösler 38-Jahre, die leiten Oberste Bundesbehörden. Das erfordert in erster Linie neben der fachlichen Qualifikation ein gewisses Maß an Lebenserfahrung. Oder Ramsauer, Niebel, Aigner, von der Leyen sind auf Grund von Verdiensten in der Partei zu Ministerehren gekommen, nicht weil sie sich durch besondere Qualitäten auszeichnen. In ihrem erlernten Beruf mögen einige ja durch aus erfolgreich sein, Lebenserfahrung ersetzt Fachwissen nicht. Rösler, der an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist, hat als Mediziner über Nacht die Qualifikation erworben, vom Gesundheitsministerium ins Wirtschaftsministerium zu wechseln, was ihn einen Stuhlwechsel mit Westerwelle beschert hat. Er darf jetzt rechts von Mutti sitzen. Was ein Kindergarten. Merkel spielt da mit, aber nur damit die Koalition nicht platz und wir schauen tatenlos zu. Wie dumm kann ein Volk noch sein. Vergessen habe ich, dass sie sich durchaus einig sein können, wenn es um ihre Diäten und um ihre Versorgung nach ende ihrer politischen Laufbahn geht. Da langen sie richtig zu. Der Fairness halber muss hier angeführt werden, dass die LINKEN immer gegen Diätenerhöhungen gestimmt haben. Dieses Verhalten führte zu folgenden Kommentaren der anderen Bundestagsparteien. Die LINKEN stimmen ja nur dagegen, weil sie genau wissen, es nicht verhindern zu können. Kann stimmen, aber vielleicht auch nicht. Fakt ist, sie haben dagegen gestimmt. Ich hab den Traum, dass die FDP-Minister vor Ablauf der Legislaturperiode aus den Ämtern entfernt werden. Wir machen uns ja im Ausland lächerlich. Die Schaden uns mehr als Wulff, wenn er im Amt bleiben würde.
Wir müssen tätig werden. Wir sind der Souverän und die nur unsere Vertreter. Sie haben sich danach zu richten was wir wollen.

22) karola, Sonntag, 08. Januar 2012, 20:35 Uhr

Wulff ist jetzt ein gejagter. Im Amt nach Merkels Willen. Merkel bezeichnete sich selbst einmal als höchste Instanz des Staates, worauf ein Journalist ihr sagte, dass sie das nicht sei, sondern der BP.

Das muss verdaut werden.
Köhler wurde von ihr vorgeschlagen und durchgeboxt, genau wie Wulff. Der eine wurde auch von der Presse gejagt und er trat – mit seiner Frau – zurück. Die Pressehatz konnte und wollte er nicht ertragen, Merkel unterstützte ihn – auch intern – nicht.
Sein Fehlverhalten: Die Wahrheit über künftige Kriege, auch um Handelswege offen zu halten und Ressourcen anderer Länder kriegerisch zu vereinnahmen in einem Flug von Afgh. nach D, bei Übermüdung offen gesagt zu haben. Das war zuviel!

Zur gleichen Zeit Guttenberg mit seiner Kriegsverherrlichichungs-Kampagnen, ohne die Wahrheit zu sagen.

Wulff hat Wesentliches nie gesagt, aber sich so verhalten, wie es wohl „branchenüblich“ ist. Er hat Vorteile durch und über sein Amt wahrgenommen, angenommen. Warum das Geschrei, wo es doch alle tun?

Ein Amt ist eine leere Hülle, die vom Amtsinhaber mit seinen Idealen gefüllt werden muss. Er hat keine – warum auch. Das Amt ist wie der „Hut vom schweizer Tell“. Heilig und eine Projektionsfläche für alle, die ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen auf ihn projizieren können.

Auch Merkel profitiert ungemein von ihren Beziehungen zu Friede Springer und Liz Mohn. Alle großen Zeitungen singen uni-sono ihr Lied. Egal wie schlecht, wie verlogen und falsch singt, zu sehen an ihrer Europa-Politik und der Berichterstattung darüber.

Widerstand ist zwecklos oder die Widerständler werden in eine linke Ecke gestellt und dort diffamiert.

Merkel, Bild und Wulff. Das ist der 1. Teil der Geschichte, der 2. wird Bild, Guttenberg und Merkel sein. Denn mit ihm als BP ist sie einen Konkurrenten für lange Zeit los.
Gleichzeitig hat sie jedem BP gezeigt, wer den mächtigsten Posten hat: Sie.

Daher wünsche ich, dass er bleibt. Zum Ärger von Merkel, von Bild und Guttenberg, der sich schon warm läuft.

23) EStz, Montag, 09. Januar 2012, 11:10 Uhr

@ 168) riskro, Sonntag, 08. Januar 2012, 19:37 Uhr

>> ER MAG IHN! Das alleine rechtfertigt für F. Wulffs Handeln.

Da möchte ich widersprechen. Auch für mich trifft zu, dass ich Christian Wulff mehr mag als die, die ihn hetzen. Das bedeutet nicht, dass ich Christian Wulff überhaupt sympathisch finde, ein Fan seiner Politik bin, sein Fehlverhalten rechtfertige oder gar für gut heiße. Ich denke, Wulff sagt nicht die ganze Wahrheit, BILD sagt nicht die ganze Wahrheit. Wulff traue ich nicht besonders weit, BILD gar nicht. Es ist also eine ausschließlich relative Einordnung.

>> Sind Sie der Meinung, dass Jemand, der 160 Std. im Monat
>> für einen Anderen arbeitet, von dem Einkommen das ihm gezahlt
>> wird, zu mindestens, die Grundbedürfnisse bestreiten können
>> muss und ihn damit der ehrabschneidende Aufstockungsweg zum
>> Sozialamt erspart bleibt?

Wenn Sie in eine Laden gehen und irgend etwas kaufen, schauen Sie auf den Preis. Bei vergleichbaren Produkten kaufen Sie das Günstigere. Sie bezahlen nicht mehr für ein Produkt, „nur“ weil dessen Fabrikant mehr Kinder hat, für Afrika spendet etc.

Genau so hält es jedes Unternehmen. Lohn und Gehalt werden nicht gezahlt, um den Arbeiter oder Angestellten zu versorgen, sondern als Ausgleich für eine wie auch immer geartete Leistung. Und bei vergleichbarem Angebot „kauft“ der Arbeitgeber die Leistung beim günstigsten Anbieter.

>> Sind Sie dafür, dass die Finanzwirtschaft mit einer
>> Transaktionssteuer belegt wird und damit aufgehört wird,
>> das Gewinne kapitalisiert und Verluste sozialisiert werden.

Ber Bezug ist falsch. Das Gewinn-/Verlust-Problem hat mit einer Transaktionssteuer genau so wenig zu tun wie die Sauberkeit von Spazierwegen mit der Hundesteuer.

>> Sind Sie dafür, dass die Bundeswehr sofort aus Afghanistan
>> abgezogen wird?

Ich weiß es nicht. Man hätte unter keinen Umständen hingehen dürfen. Nun ist man da. Was bedeutet es, wenn man jetzt rausgeht, für uns; was bedeutet es für die Menschen in Afghanistan? Ich wünsche es mir sehr, mag aber auch nicht auf unserer Kappe haben, dass das Land anschließend in Blut und Anarchie versinkt wie der Irak. Ich weiß es nicht…

>> Sind Sie der Meinung, das ab einer gewissen Einkommenshöhe
>> eine höhere Steuer erhoben werden sollte?

Ja, sollte. Wird auch, selbst wenn ich der Meinung bin, dass unten ein wenig zu viel, oben ein wenig zu wenig abgegriffen wird (ich meine auch „wenig“).

>> Benötigt jemand, der z.B. 200.000,–€ und mehr im Monat
>> verdient, noch Kindergeld aus dem Steuersäckl?

Klare Antwort, braucht er nicht. Aber das ist nicht der Punkt. Es geht da eher um Gleichbehandlung. Das heißt nicht, dass alle das Gleiche haben, sondern dass die gleichen Regeln für alle Gelten. So jemand zahlt, wenn er denn angestellt ist, auch knapp 100 000 Euro Steuern im Monat; wenn er davon 184 Euro als Kindergeld zurück bekommt, ist das wirklich sooo schlimm?

>> Ich halte Einkommen im 6-stelligen Bereich (Bundesligaspieler,
>> Manager ect so wie so für asozial. (Aber dass ist meine Meinung).

Das sehe ich deutlich differenzierter.

>> Haben Sie die Fragen beantwortetet? Ich behaupte, dass Jeder,
>> schon bedingt durch die Fragestellung, nur mit Ja antworten konnte.

Das ist dann ja wohl ein klassisches Eigentor. Wenn die Antwort durch die Frage vorgegeben ist, bzw. die Frage so gestellt wird, dass eine bestimmte Antwort „erzwungen“ werden soll, geht es nicht um Antworten, sondern nur um die Bestätigung einer vorgefassten Meinung.

>> Mir ist es wurscht welche Partei oder Farbkonstellation regiert,
>> wenn die Politik zum Wohle des Volkes erfolgt.

Zustimmung. Nur: Wer legt das Wohl des Volkes fest, und nach welchen Regeln?

Ansonsten: Vielem, was Sie über unsere aktuelle Politikergarde sagen, kann ich zustimmen

24) helmut mederle, Montag, 09. Januar 2012, 12:48 Uhr

@ EStz

Das spricht sehr für Ihre These:
http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/60-jahre-bundesverfassungsgericht-wulff-regierung-schwaecht-parlament-11372425.html

25) riskro, Montag, 09. Januar 2012, 14:05 Uhr

EStz

Beantworten Sie doch einfach die Frage(n) und interpretieren sie nichts hinein was nicht gefragt wurde. Beispiel Frage 1 enthielt keinen Bezug zu Afrika

Zustimmung: Nur: Wer legt das Wohl des Volkes fest, und nach welchen Regeln?

Da ich vermute, dass Sie über eine gewisse Intelligenz verfügen, überlasse ich die Beantwortung de Frage Ihrer Phantasie

Sie haben überlesen, dass die Ausführungen zu bestimmten Einkommenshöhe meine subjekive Meinung ist.

Das Eigentor wurde bewusst geschossen. Warum! Ihre Phantasie ist wieder gefragt

26) riskro, Dienstag, 10. Januar 2012, 15:05 Uhr

170) EStz, Montag, 09. Januar 2012, 11:10 Uhr

<Da möchte ich widersprechen. Auch für mich trifft zu, dass ich Christian Wulff <<<>>Wenn Sie in eine Laden gehen und irgend etwas kaufen, schauen Sie auf den Preis. Bei vergleichbaren Produkten kaufen Sie das Günstigere. Sie bezahlen nicht mehr für ein Produkt, “nur” weil dessen Fabrikant mehr Kinder hat, für Afrika spendet etc. <<>>>……..Ber Bezug ist falsch.<<<<<<> Sind Sie dafür, dass die Bundeswehr sofort aus Afghanistan
abgezogen wird?
Ich weiß es nicht. Man hätte unter keinen Umständen hingehen dürfen……………………………………….<<<<<
<<<<<wenn man jetzt rausgeht, für uns; was bedeutet es für die Menschen in Afghanistan? Z-Ende

EStz, die „Bundeswehr“ soll abgezogen werden, weil ein weiteres Verbleiben DEUTSCHER SOLDATEN, für diese ein unkalkulierbares Risiko für Leib und Leben darstellt. Mir liegt ein Schreiben des Bundestagspräsidenten vor, in dem mir dass auf meine Anfrage hin bestätigt wurde. So hart es sich vielleicht anhört, Aufgabe der DEUTSCHEN Politik ist es „SCHADEN VOM DEUTSCHEN VOLK“ abzuwenden. Abzug der Bundeswehr heißt nicht Einstellung der Humanitären Aktivitäten. Die sollten vielleicht noch erhöht werden. Damit ist der „Bevölkerung“ mehr gedient, wie Herr Todenhöfer -der dürfte Ihnen ja bekannt sein -ein Kenner der Probleme der „AFGHANISCHEN BEVÖLKERUNG“ immer wieder angemahnt hat. Das überhört man, weil es nicht in die politische Landschaft passt. Fakt ist nun mal: „Gewalt erzeugt Gegengewalt“. Genau wie meine Ausführungen bei Ihnen eine Gegen-Reaktion ausgelöst haben.

Laut Medienberichten sollen 70 % der Deutschen für einen Abzug sein. Das hat die Abgeordneten des Deutschen Bundestages –UNSERE VERTRETER- nicht davon abgehalten, den Druck der Regierung nachzugeben und einer Mandatsverlängerung zu zustimmen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Sicherheitslage in Af sich Jahr für Jahr erheblich verschlechtert hatte.
Der zurückgelegte 8-jährige bewaffnete Einsatz hat also nicht wie man hätte annehmen können, zu einer Verbesserung der Sicherheitslage geführt sondern im Gegenteil zu einer nachweislich verschlechterten. Dies war unseren Volksvertretern bekannt war. Es wurde somit wissentlich ignoriert. Mit dem traurigen Ergebnis:
4 weitere Tote deutsche Soldaten, von den Verletzten ganz zu schweigen, im Februar 2010.

Es ehrt Sie, wenn Ihnen das Wohl der afgh. Bevölkerung am Herzen liegt. Genau so müssten Ihnen dann aber auch die der syrischen, kongolesischen, angolanischen, -ich bin nicht in der Lage ALLE aufzuzählen- am Herzen liegen.
Übrigens habe ich zu Abzug der Bw eine Petition im Februar 2010 eingereicht.
Stand Dez. 2010, der Petitionsausschuss berät noch. Wohl ein schwieriges Problem, dass man aussitzen will. Angie lässt grüssen.

Meine immer wieder aufgestellte Forderung, wir brauchen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten.
Alle 4 Jahre zwischen Pest und Cholera wählen zu können, wird dem Verfassungsgrundsatz:

Alle Macht geht vom Volke aus

nicht gerecht.
Das liegt natürlich auch nicht im Interesse unserer Politiker. Würde es ihnen das regieren doch erheblich erschweren. Man hält uns auch einfach für zu dumm. Klaus von Dohnanyi hat dies wortwörtlich in einer Talkschau gesagt – ich glaube bei Anne Will.

27) riskro, Mittwoch, 11. Januar 2012, 11:03 Uhr

Richtigstellung meines Beitrages 173) riskro, . Dienstag, 10. Januar 2012, 15:05 Uhr

Zitat aus 170) EStz, Montag, 09. Januar 2012, 11:10 Uhr
<<>Wenn Sie in eine Laden gehen und irgend etwas kaufen, schauen Sie auf den Preis. Bei vergleichbaren Produkten kaufen Sie das Günstigere. Sie bezahlen nicht mehr für ein Produkt, “nur” weil dessen Fabrikant mehr Kinder hat, für Afrika spendet etc. <>>Zitat Ende

Woher kennen Sie mein Kaufverhalten? Bitte unterlassen Sie spekulative Unterstellungen!

28) EStz, Mittwoch, 11. Januar 2012, 22:13 Uhr

172) 173) 174) riskro, Montag, 09. Januar 2012, 14:05 Uhr

>> Beantworten Sie doch einfach die Frage(n) und
>> interpretieren sie nichts hinein was nicht gefragt wurde.

>> Woher kennen Sie mein Kaufverhalten? Bitte
>> unterlassen Sie spekulative Unterstellungen!

Meine Güte, bloß keine Paranoia (Sicherheitshinweis: Das soll keine Unterstellung sein, sondern ich verleihe einer Hoffnung Ausdruck).
Nicht bös sein, aber Ihr Ton wirkt auf mich etwas flegelhaft. Ich nehme SIe doch auch ernst und gehe auf Ihre Kommentare ein, ohne Ihnen Vorschriften zu machen. Ich habe nichts hinein interpretiert, und habe auch kein Kaufverhalten unterstellt, sondern ein Beispiel aufgeführt.

>> Beispiel Frage 1 enthielt keinen Bezug zu Afrika
Es geht mir auch an dieser Stelle nicht um Afrika (es stand ja „etc“ dahinter, um klarzumachen, dass es sich um beliebige Beispiel handelt). Falls ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe, hier ein neuer Versuch:

Wenn Sie sich wünschen, dass jeder von seiner Arbeit (so er sie denn ordentlich macht) halbwegs ordentlich leben kann, teile ich diesen Wunsch. Ich sehe nur die von mir bereits genannte Problematik (= aktuelle Situation): Beim Entgelt, dass ein Arbeitgeber überweist, geht es nicht danach, wie gut es der Arbeitnehmer mit dem Lohn zurecht kommt.

Wenn ein Arbeitgeber eine Reinigungskraft sucht, und von zwei Bewerbern fordert einer 6 Euro Stundenlohn, und der nächste 8 oder 10 Euro Stundenlohn, wird der Arbeitgeber der Mitarbeiter für 6 Euro / Stunde einstellen. So spart der Arbeitgeber Geld, was ihm beispielsweise ermöglicht, ein günstigeres Angebot für einen Auftrag abzugeben. So sichert er sich dann einen Auftrag, den er bei einem Mitarbeiter, der 10 Euro die Stunde kostet, nicht hat sichern können (dies ist jetzt ein selbst beobachtetes Beispiel aus meiner mittelbaren Umgebung).

Ob fair oder unfair – das sind die Regeln. Auch wir leben danach: Wenn Otto Normalverbraucher einen Liter Milch braucht, und er findet diese Milch beispielsweise für 1,00 Euro bei Tante Emma und für 0,70 Euro bei Aldi, wird er seine Milch bei Aldi kaufen. Und genauso, wie der Arbeitgeber bei seiner Einstellung an seine Situation denkt und nicht an die seines Mitarbeiters, genauso denken wir an uns und nicht an die Situation der Bauern (das ist wieder nur ein Beispiel; ich weiß, dass Sie nichts von Bauern gesagt haben).

Zum Mindestlohn verstehe ich einen groben Zusammenhang (mehr nicht): Je höher der Mindestlohn ausfällt, umso mehr Jobs, die derzeit darunter liegen, werden wegfallen. Und umso besser wird es denjenigen gehen, die ihre Jobs behalten. Wie da der beste Weg aussieht, kann ich nicht beurteilen. Ich sehe, dass es in Ländern mit Mindestlohn (die Situation in Frankreich bzw. Paris kenne ich ein bisschen) nicht wirklich besser läuft. Die Leute, die nicht für die besseren Jobs qualifiziert sind, machen die Drecksarbeit statt für 6 Euro offiziell dann für 4,50 Euro auf die Kralle inoffiziell, tragen das Risiko von Krankheit, haben keinen Urlaub, sind bei Unfällen nicht versichert, und müssen sich vor der Polizei in acht nehmen. Keine gute Situation, wie man es auch dreht und wendet, aber wie gesagt, die optimale Lösung kenne ich nicht.

>> >> Zustimmung: Nur: Wer legt das Wohl des Volkes fest,
>> >> und nach welchen Regeln?
>> Da ich vermute, dass Sie über eine gewisse Intelligenz verfügen, ….
Warum so überheblich?

>> Sie haben überlesen, dass die Ausführungen zu bestimmten
>> Einkommenshöhe meine subjekive Meinung ist.
Nein, habe ich nicht; ich habe Ihre Aussage sogar extra mitzitiert. Ich habe nur geschrieben, dass ich Ihre Meinung nicht teile.

>> Das Eigentor wurde bewusst geschossen.
>> Warum! Ihre Phantasie ist wieder gefragt
Oh Mann, echt keine Ahnung, warum Sie ihre eigenen Ausführungen diskreditieren.

zu Afghanistan:
Ich war selbst bei der Bundeswehr (lange her) und leide mit jedem Sarg, der zurück kommt. Die Soldaten müssen (wie oft auch die Polizei) für irgendwelche Politiker-Entscheidungen die Rübe hinhalten. Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Truppe da nichts zu suchen hat. Ich weiß natürlich auch, dass die Abzugs-Forderung im Parteiprogramm der Linken steht (steht übrigens auch bei der NPD).

Meine Einschränkung war so gemeint: Wenn sich beispieslweise zwei Beduinenstämme da drüben gegenseitig auf die Mütze geben, finde ich das bedauerlich, aber es geht mich nichts an. Wenn nun durch das Eingreifen auch unserer Truppen in Afghansitan eine instabile Situation entsteht, die bei Abzug der Truppen nicht in eine stabile Situation überführt wäre, gäbe es einensehr blutigen Bürgerkrieg. Daran würden wir („Deutschland“, wenn Sie so wollen) eine erhebliche Mitverantwortung tragen. Das schreckt mich schon.

29) Fro Tinnappel, Donnerstag, 12. Januar 2012, 15:41 Uhr

Zu Nr. 75, Andronico: Wow!!!

30) riskro, Donnerstag, 12. Januar 2012, 17:33 Uhr

Nochmalige Berichtigung der Kommentare 176,177

>>>>……… So spart der Arbeitgeber Geld, was ihm beispielsweise ermöglicht, ein günstigeres Angebot für einen Auftrag abzugeben. So sichert er sich dann einen Auftrag, den er bei einem Mitarbeiter, der 10 Euro die Stunde kostet, nicht hat sichern können (dies ist jetzt ein selbst beobachtetes Beispiel aus meiner mittelbaren Umgebung)<<<>>>….. Je höher der Mindestlohn ausfällt, umso mehr Jobs, die derzeit darunter liegen, werden wegfallen……<<<<<>>> Meine Güte, bloß keine Paranoia (Sicherheitshinweis: Das soll keine Unterstellung sein, sondern ich verleihe einer Hoffnung Ausdruck).
Nicht bös sein, aber Ihr Ton wirkt auf mich etwas flegelhaft. Ich nehme Sie doch auch ernst und gehe auf Ihre Kommentare ein, ohne Ihnen Vorschriften zu machen. Ich habe nichts hinein interpretiert, und habe auch kein Kaufverhalten unterstellt, sondern ein Beispiel aufgeführt.<<<<>> ……..habe auch kein Kaufverhalten unterstellt<<<<>>>>ch weiß natürlich auch, dass die Abzugs-Forderung im Parteiprogramm der Linken steht (steht übrigens auch bei der NPD).<<<<<<

Da das Parteiprogramm der NPD nicht zu meinen Lektüren gehört und auch nie gehören wird, kann ich da nicht mitreden.

Sie sind doch wohl nicht ein verkappter Brauner.
Programme der im Bundestag vertretenen Parteien lese ich selbstverständlich.

Auszug aus Ihren Kommentar: 170) EStz, Montag, 09. Januar 2012, 11:10 Uhr
<<<<>>>>>>>

Auszug aus Ihren Kommentar: 21) EStz, Montag, 09. Januar 2012, 16:35 Uhr
<<<<<>>>>>>>

Was ein Eigentor: Sie sind also nur FÜR WULFF, weil Sie eine BILD-, SPIEGEL-, FAZ-PHOBIE haben.

Bestätigt meine Theorie: Wahlverhalten und die Beurteilungen von Handlungen bestimmen sich nach Sympathie/Antipathie.

Es widerstrebt mir eigentlich Ihnen einen Rat zu geben, anderseits brauchen Sie ihn ja nicht zu beherzigen:

Das Lesen von Kommentaren heißt nicht, dass man sie auch sofort verstanden hat. Hier hilft oftmals nochmaliges lesen.

31) EStz, Donnerstag, 12. Januar 2012, 18:44 Uhr

@ 177) riskro, Donnerstag, 12. Januar 2012, 17:33 Uhr
>> Da das Parteiprogramm der NPD nicht zu meinen Lektüren
>> gehört und auch nie gehören wird, kann ich da nicht mitreden.
>> Sie sind doch wohl nicht ein verkappter Brauner.

Wie intolerant. Sie sollten kennen, was Sie ablehnen, und nicht nur nach Sympathie/Antipathie urteilen. 🙂

Spaß beiseite – nein weder verkappt noch unverkappt, und das Wahlprogramm der NPD habe ich mir auch nicht gegeben. Diese o.g. Info hat mir vor der letzten Wahl der Wahl-O-Mat gesteckt, als ich angab, dass ich gegen eine Deutsche Teilnahme am Krieg in Afghanistan bin (punkt als besonders wichtig markiert). Hab natürlich auch die anderen Punkte ausgefüllt. Mir wurden die Linke und die NPD empfohlen. Da war ich dann etwas perplex.

>> Was ein Eigentor: Sie sind also nur FÜR WULFF,
>> weil Sie eine BILD-, SPIEGEL-, FAZ-PHOBIE haben.

Kein Eigentor, sondern eher „ich sehe was, was Sie nicht sehen“.

Ja, ich bin (bislang, muss man sagen, aber seine Peinlichkeiten machen inzwischen selbst mich mürbe) NUR und AUSSCHLIESSLICH deshalb für einen Verbleib von Wulff im Amt, weil ich Gebahren, Machtanspruch und manipulatives Verhalten der BILD-Zeitung für sehr gefährlich halte.

>> Bestätigt meine Theorie: Wahlverhalten und die
>> Beurteilungen von Handlungen bestimmen sich nach Sympathie/Antipathie.

Wieder mal den Zusammenhang nicht verstanden. Herr Wulff ist mir keinesfalls sympathisch. Des weiteren halte ich ihn auch durchaus nicht für einen besonders fähigen Politiker. Er ist für mich, wenn Sie so wolle, das kleinere Übel.

Zitat aus meinem Beitrag 170):
„Das bedeutet nicht, dass ich Christian Wulff überhaupt sympathisch finde, ein Fan seiner Politik bin, sein Fehlverhalten rechtfertige oder gar für gut heiße.“

An dieser Stelle gebe ich Ihnen Ihren eigenen Kommentar

>> Das Lesen von Kommentaren heißt nicht, dass man sie auch
>> sofort verstanden hat. Hier hilft oftmals nochmaliges lesen.

gerne zur nochmaligen Lektüre zurück.

Mit freundlichem Gruß
EStz

32) riskro, Donnerstag, 12. Januar 2012, 20:12 Uhr

175) EStz Mittwoch, 11.Januar 2012. 14:05 Uhr

<<>>>

Einsparungen beim Lohn des Arbeitnehmers gehen in so einen Fall zu Lasten der Steuerzahler. Der Gewinn des AG´s bleibt konstant. Das hatte zur Folge, dass laut Agentur für Arbeit der Bundeshaushalt mit 2 Mrd. Euro für Aufstocker aus Steuermittel belastet wurde.

<<>>

Da nicht davon auszugehen ist, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, dass der Reingungsbedarf sich ändert, könnte es höchstens dazu kommen, das Kunden die Reinigungsfirma wechseln. Da in diesem Bereich alle Firmen ein Mindestlohn zahlen müssen, kann es aber nicht am Lohngefüge liegen. Es ist Aufgabe eines Arbeitgebers diese Gründe heraus zu finden. Darüberhinaus betreiben Firmen, die Dumpinglöhne zahlen bei ihrer Angebotsabgabe Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Steuerzahler. Diese Firmen werden auf Dauer auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, da bei ihren Arbeitnehmern eine hohe Fluktation herrscht und diese nicht motiviert sind und keine gute Arbeit abliefern werden. Frage, welcher AN ist motivierter?

>>>Meine Güte bloß keine Parnoia. Nicht bös sein abr ihr Ton wirkt auf mich etwas flegelhaft. Ich nehme SIe doch auch ernst und gehe auf Ihre Kommentare ein, ohne Ihnen Vorschriften zu machen. Ich habe nichts hinein interpretiert, und habe auch kein Kaufverhalten unterstellt, sondern ein Beispiel aufgeführt.>>>>

Das ist dreist. Ihr Problem ist ja gerade, dass Sie andere Meinungen nicht respektieren. Warum sonst kommentieren Sie laufend Kommentare, die Ihrer Meinung konträr laufen und verwenden Redewendungen wie z.B. „der Bezug ist falsch“. Umkehrschluß, nur Ihrer ist richtig.
Beispiele für von Ihnen kommentierte Beiträge: Im Themenblog “ Am Tropf von Bild“ die Kommentare 21,52. Im Themenblog:Wulff verzeiht sich: die Kommentare 41. 60,88,113,125,127,137. Akzeptieren tun sie die Kommentare: 20, 32, 70.

eine Frechheit Ihrerseits ist die Behauptung;
<<<..habe auch kein Kaufverhalten unterstellt…<<<

Wie kann man Ihre folgende Formulierungen sonst verstehen, ich zitiere: Wenn "Sie" in einen Laden gehen, schauen "Sie" auf den Preis, kaufen "Sie" das Günstigere,"Sie" bezahlen nicht mehr für ein Produkt, "nur" weil dessen Fabrikant mehr Kinder hat, für Afrika spendet etc.

<<<…ich war selbst bei der Bw<<<.

Lag im Falle der Wehrdienstfähigkeit an der Allgemeinen Wehrpflicht. Hat aber mit dem Afgh.-Einsatz und den Abzug unsere Soldaten so wenig zu tun, wie die Sauberkeit von Spazierwegen mit der Hundesteuer, um mit Ihren Worten zu reden.

<<>>

Da das Parteiprogramm der NPD nicht zu meinen Lektüren gehört und nie gehören wird, kann ich da nicht mitreden.
Sie sind mir doch kein verkappter Brauner!
Programme, der im BT vertretenen Partei lese ich selbstverständlich.

Was sagen Sie zu Ihrem folgenden Eigentor:
Zitat aus Ihrem Beitrag 170) Montag, 09.Januar 201211:10 Uhr
<<<Da möchte ich widersprechen . Auch für mich trifft zu. dass ich Christian Wulff mehr mag als die, die ihn hetzen…..(Sie widersorechen wieder mal)

Zitat aus Ihrem Beitrag 21)Montag 09. Januar 2012, 16:35 Uhr
<<>>

Sie sind also nur für Wulff weil Sie eine BILD-,SPIEGEL-,FAZ-Phobie haben.

Bestätigt meine Theorie Wahlverhalten und die Beurteilungen von Handlungen bestimmen sich bei VIELEN nach Sympathie/Anitpathie auch bei Ihnen, dem haben Sie widersprochen.

Es widerstrebt mir Ihnen einen Rat zu geben. Anderseits brauchen Sie ihn ja nicht zu beherzigen.

Das Lesen von Kommentaren heißt nicht, dass man ihn sofort verstanden hat. Hier hilft nochmaliges lesen.

33) EStz, Freitag, 13. Januar 2012, 16:20 Uhr

@ riskro

>> Wie kann man Ihre folgende Formulierungen sonst
>> verstehen, ich zitiere: Wenn „Sie“ in einen Laden gehen,
>> schauen „Sie“ auf den Preis, kaufen „Sie“ das Günstigere,
>> „Sie“ bezahlen nicht mehr für ein Produkt, „nur“ weil
>> dessen Fabrikant mehr Kinder hat, für Afrika spendet etc.
Falls ich irgendwann schreibe „wenn Sie in den Regen gehen, werden Sie nass“, dann unterstelle ich weder, das Sie nass geworden sind, noch, dass Sie in den Regen gegangen sind, noch fordere ich Sie auf, das zu tun etc. Ich hätte genau so gut „man“ schreiben können. Man muss sich schon viel Mühe geben, um das trotz meiner Erklärung böswillig zu verstehen („Frechheit ihrerseits…“)

>> <<<…ich war selbst bei der Bw<<> Lag im Falle der Wehrdienstfähigkeit an der Allgemeinen
>> Wehrpflicht. Hat aber mit dem Afgh.-Einsatz und den Abzug
>> unsere Soldaten so wenig zu tun, wie die Sauberkeit von
>> Spazierwegen mit der Hundesteuer, um mit Ihren Worten zu reden.

Wer trifft hier Unterstellungen? Zum einen war ich nicht nur über die Dauer der Wehrpflicht bei der Bundeswehr, sondern für vier Jahre, wenn auch mit nur sehr kurzem Auslandseinsatz. Zum anderen habe ich keinen direkten Bezug zwischen mir und dem Afghanistan-Einsatz hergestellt, sondern nur erwähnt, dass es mir das Thema aufgrund meiner eigenen Bundeswehrzeit am Herzen liegt.

>> Ihr Problem ist ja gerade, dass Sie andere Meinungen nicht
>> respektieren. Warum sonst kommentieren Sie laufend Kommentare,
>> die Ihrer Meinung konträr laufen und verwenden Redewendungen
>> wie z.B. “der Bezug ist falsch”.

Zum einen: Wenn jemand eine andere Meinung vertritt als ich, stelle ich im Rahmen der hier geführten Diskussionen meine anderslautende Meinung dagegen. Wenn beispielsweise jemand sagt „Wulff muss weg“, kann ich doch schreiben „meiner Meinung nach soll er im Amt bleiben“, ohne dass ich respektlos bin oder die andere Meinung nicht akzeptiere. Ich habe auch Ihnen zu einzelnen Punkten geschrieben, das ich eine andere Meinung habe oder das ich das anderes sehe, und nicht behauptet, dass Sie Unrecht haben. Sie dagegen erklären mir, was mein „Problem“ ist….

Die Aussage „Der Bezug ist falsch“ habe ich getroffen, weil der Bezug falsch war (hat mit Fakten, nichts mit Meinung zu tun). Ihre Aussage war folgende:

>> – Sind Sie dafür, dass die Finanzwirtschaft mit einer Transaktionssteuer belegt wird und damit aufgehört wird, das Gewinne kapitalisiert und Verluste sozialisiert werden.>>

Wenn Banken und Anleger eine Transaktionssteuer zahlen, heißt das zwar, dass der Staat an dieser Stelle Steuereinnahmen hat (die vielleicht sogar durch die Auslagerung derartiger Geschäfte etwa nach London zu Steuerausfällen an anderer Stelle führen). Wenn aber eine der sogenannten „wichtigen“ Banken in die Bredouille gerät, wird der Steuerzahler wie bisher einspringen, werden die Verluste auch weiterhin sozialisiert. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Bezahlung der Transaktionssteuer und Rettungsmaßnahmen.

Auf die anderen Themen gehe ich lieber nicht mehr ein, da Sie mir sonst vielleicht wieder alle möglichen Unterstellungen unterstellen (soll keine Unterstellung sein, sondern nur die Äußerung einer in meiner Persönlichkeit veranlagten Befürchtung). Und damit das hier nicht ausartet, wird das mein letzter Kommentar in diesem Thema sein.

34) riskro, Samstag, 14. Januar 2012, 16:51 Uhr

Letzte Antwort: „Sie“ groß = direkte Ansprache, die Person ist gemeint, sie = klein = Allgemeinheit gemeint. Stoff in der Grundschule

Das Eigentor war unvollständig, hier das vollständige:
Zitat aus 170) EStz, Montag, 09. Januar 2012, 11:10 Uhr
Da möchte ich widersprechen . Auch für mich trifft zu. dass ich Christian Wulff mehr mag als die, die ihn hetzen….

Zitat aus Ihrem Beitrag 21)Montag 09. Januar 2012, 16:35 Uhr
Gäbe es nicht diese zeitliche Nähe von Merkel-Kritik und Wulff-Hatz, und nicht dieses schleimige Miteinander vom BILD, SPIEGEL, FAZ etc, wäre ich wohl gegen ihn.

35) Kall Hainz, Sonntag, 22. Januar 2012, 11:17 Uhr

so wie im Sport die großen Stadien oder Hallen nach den Sponsoren benannt werden, könnte das Wulff’sche Haus in Großburgwedel ja jetzt auch „Geerkens-Hall“ oder „Maschmeyer-Hall“ benannt werden. Dann weiß jeder was los ist.

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