Freitag, 16. März 2012, 12:27 Uhr

Wie verlogen darf eine Partei sein?

Eine gewisse Verlogenheit gehört anscheinend unvermeidbar zur Politik. Das Schauspiel, das aber die FDP derzeit aufführt, überschreitet aber die Grenzen zumutbarer Verlogenheit.

Als Christian Lindner offenbar aus Verärgerung über Kurs und Führungsschwäche seines Chefs Philipp Rösler als Generalsekretär zurücktrat, galt er in der FDP als fahnenflüchtiger Verräter. Selten wurde gegen einen Mann in Hintergrundgesprächen so gehetzt wie gegen Lindner.

Sein Nachfolger Patrick Döring, ein Intimus von Rösler, nannte Lindners Rücktritt „brandbeschleunigend“, verhöhnte ihn als „großen Intellektuellen“ und verglich seinen Charakter mit dem eines Versicherungsvertrieblers, dem der Erfolg so zu Kopf gestiegen sei, dass „er sich einen Porsche kauft“.

Jetzt, nur drei Monate später, ist der Verräter und Versicherungsvertriebler der letzte Hoffnungsträger der FDP  für die überraschende Neuwahl in Nordrhein-Westfalen. Rösler über Lindner: „Wir schicken unseren besten Mann“. Den er aber nicht halten konnte. Was wiederum alles über Rösler sagt, dessen Kopf jetzt Lindner retten soll.

Und weil der Ex-Brandbeschleuniger so besonders gut ist, wird er gleich auch noch neuer NRW-Landesvorsitzender. Der noch amtierende Chef, Gesundheitsminister Daniel Bahr, war offenkundig maximal der zweitbeste  Mann.

Bei aller Wertschätzung für Lindner (er gehört zu den wenigen, die zumindest ein paar Ideen für modernen Liberalismus haben), diese Nominierung als NRW-Spitzenkandidat hat den Geruch der Verlogenheit und Wählertäuschung.

Welche FDP sollen die Leute denn wählen? Die von Rösler, der den Gauck-Coup versemmelte, indem er sich bei Markus Lanz wie ein pubertierender Jugendlicher aufführte, der „Mutti“ einen Streich gespielt hat und sich darüber ganz doll freut? Und der bis heute nicht erklären kann, warum die häufige, fetischartige Erwähnung des Wortes Wachstum zur FDP-Renaissance führen soll?

Oder die von Patrick Döring, dem intriganten Lautsprecher? Die etwas klügere von Lindner, zu dessen Ideenvorrat auch die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für Hoteliers gehört? Oder die von Wolfgang Kubicki, der sich im Gegensatz zu allen anderen auch eine Finanztransaktionssteuer vorstellen kann? Oder die von Rainer Brüderle, dem ewigen verhinderten Steuersenker?

Nein, das wird auch nix mit Lindner. Schade, aber bei dieser FDP ist es auch für Talente zu spät.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

88 Kommentare

1) Frank Reichelt, Sonntag, 18. März 2012, 18:00 Uhr

@ 46) Mark

Ihr Beitrag ist eine Satire, nicht wahr? Sie meinen das Gegenteil von dem was sie sagen um klar zu machen wie absurd die Ansichten der Linken sind, es kann nur so sein!

Oder etwa doch nicht?

2) Michael, Montag, 19. März 2012, 02:05 Uhr

Herr Spreng, mit Verlaub – Sie sind ein Arschloch. Nicht die FDP ist verlogen, sondern der größte Teil der Medien. Die FDP ist hierzulande die einzige Partei, in der so etwas wie Vernunft herrscht. Wären z. B. Rösler und Westerwelle bei den Grünen, sie würden allein schon deshalb in den Himmel gelobt, weil sie ausländischer Herkunft bzw. schwul sind. Das einzige Problem der FDP ist, daß sie bei den letzten Bundestagswahlen fast 15 Prozent der Stimmen erreichte, was der mehrheitlich grünsozialistisch durchwirkten Journaille in diesem Land natürlich überhaupt nicht paßte und sie bewog, die FDP in Grund und Boden zu schreiben. Schade, daß Sie dieses durchsichtige Spiel mitmachen. Lindner ist übrigens trotz seiner knabenhaften 33 Jahre intellektuell und rhetorisch einer der ganz seltenen Begabungen in diesem Land. Vielleicht wird er sogar auch mal Präsident, wenn es Gauck gelingt, den Deutschen den Wert der Freiheit wieder bewußt zu machen.

3) Minassian, Montag, 19. März 2012, 07:51 Uhr

Wir steuern stramm auf zwei Blöcke zu : CDU/CSU und SPD. Die FDP atomisiert sich selbst, das Komikerduo Lötzsch/Ernst fährt die Linke in die Grütze und die Piratenpartei ist eine kurzlebige
monothematische Modeerscheinung.
Es wäre auch Gelegenheit, das System insgesamt umzukrempeln : 620 Parlamentarier für ein 80-Millionen-Volk : halbieren, den Rest doppelt bezahlen mit dem Verbot von Nebentätigkeiten. Zahl der Bundesländer : halbieren und einheitliche Schul-/Kulturpolitik einführen. Abschaffung des Bundespräsidenten : Repräsentation im Ausland durch Kanzler/in und Außenminister reichen.
Das Einsparungspotential wäre riesig und die Effizienz würde steigen.

4) markus, Montag, 19. März 2012, 07:53 Uhr

die leute sollen die FDP GAR nicht wählen. weder „die eine“, noch „die andere“. mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

5) Alexander, Montag, 19. März 2012, 09:57 Uhr

@51) Minassian:

Mir Ihrer strammen Programmatik kann ich mich durchaus anfreunden. Es gibt so viele Einsparungspotenziale, die ungenutzt sind. Und wichtiger: Dieser komplexe Staatsbürokratismus muss auf Effizienz getrimmt und wettbewerbsfähig reformiert werden.

Um beim Thema zu bleiben: Die aktuelle Politiker-Generation wird alles tun, um ihre Machtposition abzusichern gegen Gefahren wie eine derartige Systemumkrempelung.

6) M.M., Montag, 19. März 2012, 10:26 Uhr

Ich seh es eher positiv. Die FDP probiert personell wirklich Alles um den Abwärtstrend zu stoppen.

7) H.F., Montag, 19. März 2012, 10:31 Uhr

@51) Minassia

#Wir steuern stramm auf zwei Blöcke zu : CDU/CSU und SPD#

Für diese interessante Erkenntnis bedarf es schon enormer Weitsicht.

8) H.F., Montag, 19. März 2012, 10:35 Uhr

@ 50) Michael

Abgesehen von Ihrer intelligenzfreien Wortwahl – Schuld sind immer die Anderen, stimmts?

9) Mark, Montag, 19. März 2012, 10:44 Uhr

@ 49) Frank Reichelt, Sonntag, 18. März 2012, 18:00 Uhr

> Ihr Beitrag ist eine Satire, nicht wahr? Sie meinen das Gegenteil von dem was
> sie sagen um klar zu machen wie absurd die Ansichten der Linken sind,
> es kann nur so sein!

Seit dem „Gegelten“ erkenne ich an der Benutzung des Wortes „absurd“, dass der Empfänger einer Botschaft bewußt manipuliert werden soll. Na, und mit der Satire im Netz ist das so eine Sache – das verstehen viele Leute schon im richtigen Leben nicht, im Netz meist noch viel weniger. Es gibt viele Leute, die alles, was im Netz steht, für bare Münze nehmen. Deshalb lasse ich im Netz -zumal in einem politischen Blog- meist die Finger von der Satire.

Und somit ist mein Beitrag in der Tat – ernst gemeint.

Die Linke hat weitestgehend die Positionen der SPD der 1970er Jahre übernommen, während sich SPD zum linken Flügel (aka „Arbeitnehmerflügel“) der Union entwickelt hat. Sie steht für soziale Härte (Hartz IV), für Umverteilung von unten nach oben (Euro-Rettung, Steuersenkungen für Top-Verdiener, Finanzmarktderegulierung), für Kriege (Afghanistan, Libyen). Gleichzeitig hat sich die Union von ihren klassisch-konservativen Werten entfernt und ist wesentlich „sozialdemokratischer“ geworden. Somit sind für mich Union und SPD nur noch in Nuancen unterscheidbar, wobei ich das tatsächliche Abstimmverhalten zugrunde lege und nicht die vollmundig vorgetragenen Wahlkampfpositionen.

Bleiben die Grünen – sie haben sich von einer Protestpartei mit Basisorientierung entwickelt zu Anzugträgern, denen das Hemd näher ist als die Hose. Das sind Opportunisten, die getrieben sind von ihrer eigenen Öko-Lobby. Aber auch hier reibe ich mir verwundert die Augen über das Abstimmverhalten: Pro Eurorettung? Pro Afghanistan-Krieg? (Der wackere Herr Ströbele ist hier die rühmliche Ausnahme. Ihn kann man wohl nicht wegmobben, weil er mit schöner Regelmäßigkeit ein Direktmandat in seinem Wahlkreis gewinnt.) Schauen Sie sich doch mal das Wirken des ehemaligen Bundesaußenministers Fischer an. (Es gab da mal eine schöne Sendung in der ARD, ich glaube es war ein Panorama-Spezial.) Das wird natürlich nicht breitgetreten.

Bleiben die FDP (völlig indiskutabel, solange die Partei nicht auf Frank Schäffler’s Kurs einschwenkt) und die Piraten (gute Ansätze, aber noch zu frisch dabei und auch zu vielschichtig, um gut einschätzbar zu sein).

Tja, so sieht’s aus. Die Linken sind eine echte Alternative.

10) Maren P., Montag, 19. März 2012, 11:25 Uhr

Ich lese den Sprengsatz schon länger wegen der interessanten und unterhaltsamen Kommentare von Michael Spreng und der vielen kontroversen Beiträge seiner Leserinnen und Leser. Manchmal jedoch wird es hier richtig albern – so wie dieses Mal wieder. Im Versuch, die FDP zu retten, wird nichts ausgelassen. Aber WARUM ist die FDP es wert, gerettet zu werden? Für wen? Ich kann die Notwendigkeit nicht erkennen.
Was passiert, wenn die FDP aus den Landtagen fliegt und spätestens 2013 auch aus dem Bundestag? Wem wird etwas fehlen, wenn Finck, Flach + Co. keine Partei mehr haben, sondern ihre Lobby wieder direkt vertreten müssen? Wann hat sich die FDP das letzte Mal zum „Wohle des deutschen Volkes“ eingesetzt und nicht nur für Maschmeyer, die internationale Zockergilde oder die Apotheker – was manchmal schwer zu unterscheiden ist?
Die FDP hat fertig, finde ich. Keine weitere Zeile wert!

11) Thomas Hillebrand, Montag, 19. März 2012, 12:56 Uhr

@ 50) Michael

Ich hatte heute noch wenig Gelegenheit zu einem richtig befreienden Auflachen; im Beruf, im zähen Verkehr unterwegs – irgendwie war überall ein bisschen der Wurm drin. Doch dann kam plötzlich Rettung – aus einer ganz unvorhersehbaren Richtung: Ich las ein wenig im Sprengsatz und stieß auf Ihren wunderbaren Kommentar. Fantastisch! Kein Priol, kein Barwasser, nicht mal Schramm könnten Ihre Satire überbieten! Wie machen Sie das nur? In vergleichsweise so wenige Zeilen einen Brüller, Schenkelklopfer und Mega-Pointe nach der anderen unterzubringen? Chapeau! In Ihnen schlummern Fähigkeiten, von denen Sie vielleicht gar nichts wissen? Meine Lieblingsstelle ist übrigens diese hier: Eine „mehrheitlich grünsozialistisch durchwirkte Journaille“ überzöge unser Land. Köstlich, jedes einzelne Wort ein Brüller! Also, vielen herzlichen Dank, der Tag ist gerettet!

12) Tobias, Montag, 19. März 2012, 13:42 Uhr

ich wähle AUCH nicht die FDP von Leutheusser-Schnarrenberger, die seit Jahren heuchelt, dass unbedingt die gleichgeschlechtlich Verpartnerten den Eheleuten gleichgestellt werden sollen und nun kaltlächelnd abgenickt hat, dass der verbitterte verhärmte Schäuble so mal eben das Ehegattensplitting für Homo-Paare abgesägt hat.

13) Tobias Söchtig, Montag, 19. März 2012, 14:26 Uhr

@ 50) Michael

Nicht alles, was bei den Grünen zum guten Ton gehört, gehört auch hierher. Ihr „Mit Verlaub…“ hätten Sie sich sparen können. Ebenso wie Ihren destruktiven Beitrag.

Die Medien berichteten größtenteils differenziert über den Sinkflug der FDP. Die Partei wurde analysiert und es wurde offengelegt, wo die Probleme sind. Hätte sich die FDP mehr an den Medien orientiert, wäre sie möglicherweise bei mehr als 3 Prozent. Die FDP hat es verpasst, den politischen Zetigeist zu erkennen. Sie konnte bzw. kann mit ihren Themen niemanden mehr bedienen (Deregulierung, Steuersenkungen, Euro-Skepsis – und jetzt Wirtschaftswachstum?). Die kleine Themenkonkurrenz durch die Piraten ist da nur ein kleiner Teil des Attraktivitätsproblems.
Hinzu kommt die bisweilen miserable Regierungsarbeit, die schlechte Kommunikationsfähigkeit mit dem Koalitionspartner und das offensichtliche Führungs- und Personalproblem.

Ihren desolaten Zustand hat sich die FDP selbst zuzuschreiben. Niemand anderem, auch nicht den Medien!

14) Tobias Söchtig, Montag, 19. März 2012, 14:49 Uhr

@ 59) Thomas Hillebrand

Den Kommentar auf diese Weise abzuhandeln gefällt mir noch viel besser 🙂
Chapeau!

15) Alexander, Montag, 19. März 2012, 14:58 Uhr

@ 50) Michael

ich bin durch und durch vom Liberalismus überzeugt und ärgere mich weniger über die manchmal unausgewogene Kritik an der FDP in den Medien als vielmehr über das meistens peinliche bis unreife Gehabe vieler FDP-Politiker. Als Journalist hätte ich auch ein Problem, FDP-Politiker wie Döring, Rösler, Homburger, Bahr etc. lästern jeweils bevorzugt über ihre eigenen FDP-Kollegen, statt saubere Politik zu machen. Das Schmieden von Intrigen und das Führen von „Hintergrund-Interviews über den Konkurrenten im eigenen Lager“ hat Vorrang.

Leider „verdrängen“ diese Lautsprecher die soliden FDP-Politiker in der Bundestagsfraktion wie etwa Solms, Meinhardt, Schäffler etc.

Die Verantwortung dafür tragen aber eben nicht die Journalisten, sondern vielmehr die charakterlich unreifen FDP-Granden.

16) Mark, Montag, 19. März 2012, 16:22 Uhr

@ 48) Thomas Hillebrand, Sonntag, 18. März 2012, 16:13 Uhr

Danke für den Link zur Position der Linken in Sachen Eurorettung.

Wieder bestätigt sich darin meine Befürchtung, dass sich eben die Linke nicht gegen den Euro- und EU-Unsinn stellt, auch wenn ihr bisheriges Abstimmverhalten dies vermuten liesse. In dem von Ihnen verlinktem Papier finden sich z.B. die Forderungen nach einer direkten Staatsfinanzierung durch die „Einrichtung einer Europäischen Bank für öffentliche Anleihen“. Auch die Forderung nach „Eurobonds“ wird erwähnt. (Zugegeben, neben einer höheren Besteuerung der Verursacher und Krisengewinner.)

Nun kann man aber sicher davon ausgehen, dass durch diese Maßnahmen ein zentrales Problem der maroden Länder nicht behoben wird: nämlich deren Wettbewerbsunfähigkeit. Sie sind viel zu teuer. Vielmehr würde durch diese Maßnahmen (meiner Meinung nach) die Verschwendungssucht der öffentlichen Hände dort wieder anziehen, denn es bestünde dann ja nicht mehr das Drohpotenzial der hohen Zinsen. Irgendwer in Europa wird schon dafür bezahlen, so die Annahme, und ich fürchte, dass WIR (also: die deutschen Steuerzahler) vorrangig damit gemeint sind.

Tja, und da gebe ich offen zu, dass ich gerne eine demokratische (!) europakritische Partei hätte, die sich eben mit einigen wenigen Standpunkten, die aber klar verständlich formuliert sind, gegen die EU positioniert. Am liebsten wäre mir dabei eine nahezu monothematische Partei, damit man nicht Gefahr läuft, Populisten in das Netz zu gehen, die in ihrem Programm noch andere Forderungen verstecken.

Gefunden habe ich diese Partei bisher noch nicht.

17) Michael A. Nueckel, Montag, 19. März 2012, 17:15 Uhr

@ Tobias Söchtig, 61), @ Thomas Hillebrand, 59), 56) H.F.,

Die Aufregung über Michael 50) ist köstlich. Ich denke, dieser Beitrag ist eher eine Mischung aus Fake & gezielter Provokation. Da ist nichts dran ernst zu nehmen. Scheigen, auch wenn´s schwer fällt, so wie der angegriffene M. Spreng es tat, alles andere wird von N.N. als Bestätigung empfunden.

@ Maren P., 58): „Aber WARUM ist die FDP es wert, gerettet zu werden? Für wen? Ich kann die Notwendigkeit nicht erkennen.“

Bitte nicht mißverstehen: Die Voraussage, die Partei könnte (vor dem Untergang durch Abwahl) „gerettet“ werden, ist nicht gleichbedeutend mit der Einschätzung, die Partei sei es wert, gerettet zu werden.

18) der Herr Karl, Montag, 19. März 2012, 17:28 Uhr

@ 57) Mark

Hiess das Wort des „Gegelten“ nicht „absturs“?

19) der Herr Karl, Montag, 19. März 2012, 17:29 Uhr

Korrektur:
Ich meinte „abstrus“.

20) Gregor Keuschnig, Montag, 19. März 2012, 18:20 Uhr

@Maren P/58
Wann hat sich die FDP das letzte Mal zum “Wohle des deutschen Volkes” eingesetzt
Vermutlich bei der Enthaltung zur Libyen-Resolution der UN durch Westerwelle. Ansonsten wäre ein zweites Afghanistan möglich gewesen.

Die FDP hat sich in der Bundesrepublik mindestens drei Mal neu erfunden: Zuerst als stramm-rechte Partei gestartet und Anhängsel der CDU. Dann 1969 mit dem sozial-liberalen Wandel, der dann 1982 zurückgenommen wurde. Jedes Mal drohte die Partei zu scheitern; eingetreten ist es im Bund nie. Die Fehler wurden bereits damals begangen; es ist nur niemandem aufgefallen, da die FDP immer noch die Mehrheitsbeschafferfunktion hatte. Im übrigen widerspreche ich den Kommentatoren, die glauben, die FDP habe den „Zeitgeist“ verpasst. Das Gegenteil ist richtig: Sie hat sich zu lange dem Zeitgeist angepasst und auf Macht gespielt.

21) Thomas Hillebrand, Montag, 19. März 2012, 18:28 Uhr

@ 57) Mark

Jetzt haben Sie sich aber langsam warm geschrieben – Sie werden immer besser! Bravo!

22) Doktor Hong, Montag, 19. März 2012, 19:21 Uhr

Wie wäre es denn mit der FDP als Lifestyle-Partei?

FDP wählen, ganz einfach weil es schick ist – quasi als politisches Accessoir-Gegenstück zum iPhone.

Das hätte den Riesenvorteil, dass man auf diese Weise auch apolitische Wähler erreichen könnte. Flankieren könnte man die Kampagne mit Werbespots, ähnlich wie für Rasierwasser oder fettarme Bio-Margarine, in denen man attraktive, erfolgreiche Menschen zeigt, die fröhlich lachend ihr Kreuz bei der FDP machen, ganz einfach weil es cool ist.

Zumindest wäre dies die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die als wahrhaft (sozial)liberale und gleichzeitig wirtschaftsfreundliche politische Kraft begann, zur Klientelpartei verkam und sich schließlich über einen kurzen Abstecher über Wirtschaftsradikalismus auf ein einziges Thema, Steuersenkungen, verengte.

Nun kann man in Zeiten horrender Rekordverschuldung natürlich weiter auf Steuersenkungen beharren, oder eben konsequent und zeitgeistkonform weitergehen, sich jeglicher politischer Vorhaben entledigen und zur Lifestyle-Partei werden.

Zu böse?

Aber halten wir wenigstens Rösler zugute, dass er Merkel von Gauck überzeugen konnte. Nach alledem, was ich von Gauck so höre, bin ich vorläufig der Auffassung, dass Gauck wesentlich nachdenklicher, selbstreflektierter und einsichtiger ist, als die Halbsatz-Zitierer das darstellen wollen.

23) karola, Montag, 19. März 2012, 19:36 Uhr

Die FDP-ler sind nicht besser und schlechter als alle anderen auch. Nur merkt man das bei denen schneller.
Täuschen und tarnen ist Programm bei allen Parteien, außer den Linken.

Alle anderen sind in der Moderne angekommen – d.h. Neoliberalismus, Konformismus, hochkarätiger Kapitalismus im Feudalismus des 21. Jh.

24) Politikverdruss, Montag, 19. März 2012, 19:40 Uhr

@Tobias Söchtig,
„Die Medien berichteten größtenteils differenziert über den Sinkflug der FDP… Die FDP hat es verpasst, den politischen Zetigeist zu erkennen.“

Entlarvender kann ein Kommentar nicht sein! Und das mit der „grünsozialistisch durchwirkte Journaille“ von Michael @50 ist natürlich ein ganz böses Vorurteil. Wie schrieb noch der Professor für empirische Kommunikationsforschung an der Uni Mainz, Hans Kepplinger: „Der Höhenflug der Grünen ist auch ein Triumph der im Journalismus dominierenden Weltsicht.“

Lieber Tobias Söchtig, könnten Sie für Ihre Behauptung, die Medien berichteten größtenteils differenziert über den Sinkflug der FDP, einen empirisch gesicherten Beleg nennen? Ich bin sehr gespannt!

25) Regina Hutchinson, Montag, 19. März 2012, 21:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

wer glaubt, sowohl der Rücktritt als auch die Wiederentstehung von C. Lindner
irgendetwas mit Idealen zu tun hat, irrt.
Lindner hatte Zeit sich zu erholen. Aber wie es halt so ist, wenn man dem Scheinwerfer
nicht widerstehen kann. Die Motivation ist Entzugserscheinung und Machtgier und nicht etwa
die Absicht würdevolle liberale Ideen an den Mann zu bringen.
Die FDP wird es, hoffentlich, nicht allzulang geben. Nichtsdestotrotz sagt diese Partei und demnach
auch ihr Klientel viel über einen Teil dieses Landes aus.
Guuuut, daß diese kalte neoliberale Ideen und Vorhaben nicht allzusehr Zustimmung erfahren.
Aber Sie selbst wissen am besten: Politikgeschäft ist russisches Roulett. Heute hat man Pech,
morgen hat man Glück und außerdem: Totgesagte, leben länger…Wie oft wurde zu seinerzeit Helmut
Kohl für politisch tot erklärt. Ich selbst stand vor ihm vor dem schöneberger Rathaus am 10.11.1989
und hörte die neverending Buhrufe. Am nächsten Tag lautete die TAZ-Überschrift wie folgt:
„Die Mauer ist weg. Wann geht Kohl?“ Kohl ging nicht und wurde der Kanzler der deutschen Einheit.
„Jedes Land hat die Politiker die es verdient“ hieß es doch einmal. Also. Es liegt an uns alle, ob in baldiger Zukunft, die FDP nur noch eine bedeutungsloses Kürzel sein wird.
Packen wir es !

In diesem Sinne,

Expressyourself!

26) karel, Montag, 19. März 2012, 22:09 Uhr

@ 50 Michael,
abgesehen vom 1. Satz kann ich Ihnen nur beipflichten.
Diese rot-grün durchwirkte Medienlandschaft bewerte ich seit
Jahren mit steigender Skepsis.
Diese Machart der gezielten Skandalisierung kann man seit Jahrzehnten beobachten.
Eine Entwicklung, die auch von dem Professor für Empirische Kommunikations-
forschung an der Uni Mainz, Hans Mathias Kepplinger, in vielfältiger Weise nach-
gezeichnet wurde.
Da werden gezielt Zeit-Bilder geprägt, die wegen der oft haltlosen Skandalisierung
nicht mehr hinterfragt werden dürfen.
Auch ein Sloterdijk bemängelt die allfällige Straflosigkeit redaktionellen Wirkens.
Die mediale Selbst-Dekoration mit Begriffen wie „-unabhängig, überparteilich-“ kann
oftmals getrost ersatzlos gestrichen werden.

27) karel, Montag, 19. März 2012, 22:14 Uhr

@ 59 Thomas Hillebrandt

Ihr Reaktion auf @ 50 läßt ahnen, wie sehr Michael ins Schwarze getroffen hat.

28) peterpan4670, Dienstag, 20. März 2012, 01:09 Uhr

Die FDP hat in der jüngsten Vergangenheit m.E.vor allem karriereorientierte Egoisten angezogen, was damals in den 90ern vielleicht noch toleriert werden konnte. Aber inzwischen haben sich fast alle FDP-Politiker selbst entzaubert, wie es sonst nur „NPD-Idioten“ in Ost-Parlamenten tun, z.B. Silvana Koch-Mehrin, als sie vor Jahren bei „Hartaberfair“ nach dem Schulden-Zuwachs in Deutschlands in 75 Minuten befragt wurde, und 6000 Euro geantwortet hat, haha! Oder als sie ihren Doktor-Titel verloren hat wegen Abschreibens, genau wie ihr FDP-Partei-Kollege Jorgo Chatzimarkakis, und als sie dann einfach abgetaucht ist. Die FDP steht seit etlichen Jahren nur noch für Inkompetenz, Lobbyismus und Dummheit.

29) Thomas Hillebrand, Dienstag, 20. März 2012, 06:04 Uhr

Jetzt macht die Plasberg-Redaktion von „Hart aber fair“ schon Wahlwerbung für die FDP!

Unter dem erregenden Titel „Der Bewährungshelfer – kann Gauck das Ansehen der Politiker heilen?“ durfte Christian Lindner gestern Abend kräftig Werbung für sich (und seine Partei) machen. Und gleich vorweg gesagt: Gänzlich unbehelligt von jeglicher Kritik und Nachfrage!

Die Besetzungsliste einer – politischen – Talkshow zeigt natürlich immer auch an, welche vorher gewünschte Meinung sich in der jeweiligen Diskussion durchsetzen soll, also welche „Sieger“ und welche „Verlierer“ vorgesehen sind, wer „untergehen“ und/oder wer gefördert werden soll. Oder wie gestern, wer zusätzlich termingerecht mal so eben ein großes Publikum sucht und braucht. Plasberg machte es möglich:
Gestern war Christian Lindner eingeladen, der als Person und Funktion gerade jetzt ein großes Publikum sucht und braucht. Wie gesagt, kein Problem seitens der Plasberg-Redaktion: sogar unverhohlen, eindeutig und dreist erwünscht durfte er Wahlwerbung machen. Das ist schon sehr bemerkenswert!

Ansonsten brachte die Show nur lauwarmes Blabla, des Wiedergebens wirklich nicht wert. Dass es auch bei Plasberg gerne mal kuschelig zugehen darf und sich alle ziemlich lieb haben, dies gestern zusätzlich unter den konsensualen Predigerfittichen unseres neuen Bundespräsidenten – geschenkt. Dass die Apotheose Gaucks auch nach seiner Wahl weitergeht – auch geschenkt. Und dass Dauer-Gutmensch Walter Sittler auch nach Stuttgart 21 Plus seine stets staatsbürgerlich hochschwangeren Worte wieder vor den Talkshow-Kameras mit ernster Denkerstirn wiegen darf, Franz Müntefering immer noch mit seiner Lebenslüge Agenda 2010 sehr gut zurechtzukommen scheint und sich von Lindner dafür noch loben lässt, die Journalistin Ursula Kosser nichts wirklich Erinnerbares von sich gab und auch noch ein Blaublütiger anwesend war – auch das noch geschenkt. Virtuell durfte sogar noch ein persönlicher Freund Plasbergs, das salzfrei lebende Gesundheitsgesicht der SPD, Karl Lauterbach, geehrt mit einer Hommage an seine Bescheidenheit Platz nehmen. Er wurde in einem Einspieler dafür gefeiert, dass er in der freien Wirtschaft weit mehr verdienen könnte, aber trotzdem die Lasten der Tagespolitik auf sich nimmt. Selbst das noch geschenkt – der Lauterbach ist ja auch wirklich einer der Aufrechten. Alles in allem wirkte die Talkshow jedoch geradezu infiziert und dadurch lahm gelegt vom getragenen und schon immer irgendwie staatsmännischen Duktus des neuen Bundespräsidenten.

Einzig Lindner wirkte – wie immer und jetzt erst recht – ziemlich ausgeschlafen. Und dass gerade diesem Christian Lindner (und damit der FDP) jetzt vor den Neuwahlen in NRW eine solche Bühne bereitet wurde und dabei sogar noch fast auf jede Verbrämung verzichtet wurde, und vor allem, dass das nicht bei den üblichen Verdächtigen Will, Illner, Jauch und Co. stattfand, sondern bei Frank Plasberg – das kommt ins Notizbuch! Christian Lindner konnte wirklich hochzufrieden, in der Show immer wieder von warmem Applaus gestreichelt, das Studio verlassen. Operation vollauf geglückt.

30) Jaccomo, Dienstag, 20. März 2012, 06:58 Uhr

Der Witz ist doch: Schafft Lindner es nicht, sind Rösler und die FDP am Ende. „Selbst Lindner konnte es nicht mehr wenden“. Lindner kann es dann vermutlich später nochmal versuchen – wie und wo auch immer. Vielleicht in einer „aus Ruinen auferstandenen“ FDP. Schafft er es doch, ist nur Rösler am Ende und Lindner der große Hoffnungsträger der Rösler durch die Hintertür überholt hat. Der große Verlierer ist in jedem Fall Rösler.

31) Mark, Dienstag, 20. März 2012, 08:54 Uhr

@ 66) Doktor Hong, Montag, 19. März 2012, 19:21 Uhr

> Wie wäre es denn mit der FDP als Lifestyle-Partei?

Höhö, das ist gewiß eine Lücke im Parteien-Spektrum für eine „Lifestyle-Partei“. Dann hätte unser dröger Bundestag wenigstens mal ein bischen Glanz und Glamour. Da dürfte dann auch bedenkenlos abgeschrieben und „gewulfft“ werden, ohne dass die miesepetrigen Parteikollegen gleich „Skandal!“ schreien.

Nur: Die FDP hat ja nicht das erforderliche Personal dafür. Da sehe ich zwar viel „Life“ aber wenig „Style“. Herr Westerwelle als Ikone der Mitt-Dreißiger? Ha! Rösler als Magnet für Leute mit Migrationshintergrund? Ha! Brüderle als – nein, lassen wir das.

Die FDP ist doch froh, wenn sie politisch überlebt. Wie, das ist denen grad völlig egal. Bloß nicht abgeschnitten werden von den prall gefüllten Futtertrögen der Politik.

32) Frank Reichelt, Dienstag, 20. März 2012, 09:38 Uhr

@ 57) Mark

Aus Erfahrung weiß ich, dass man mit Leuten die ihre Ausführungen mit einem selbstbestätigenden „So sieht`s aus“ beenden, eine inhaltliche Debatte ausgeschlossen ist.

Ich fürchte, sie leiden wie so viele Linke an politischem Verfolgungswahn und sind wahrscheinlich auch ein Anhänger von Verschwörungstheorien jeder Art. Ich weiß, die Bush-Regierung hat die Anschläge vom 11.09.2001 selbst inszeniert um einen Kriegsgrund gegen Afghanistan zu haben.

Na ja, auch Scheinwelten sind Welten.

33) romeias47, Dienstag, 20. März 2012, 09:47 Uhr

zu 78) “Schafft er es doch, ist nur Rösler am Ende und Lindner der große Hoffnungsträger der Rösler durch die Hintertür überholt hat. Der große Verlierer ist in jedem Fall Rösler.”

Pardon, Rösler IST schon am Ende, wer sich derart dämlich von einem Non-Polit-Moderator im TV vorführen lässt, ist nicht mehr zu retten. Wenn man aus der unsäglichen Wulff-Causa etwas lernen konnte, war es, dass die Bürger Ernsthaftigkeit und Redlichkeit wollen. Sich aufzuführen wie eine Kombination aus Kobold und Rumpelstilz (Ach wie gut, dass jeder weiß, wie dem Frosch im Topf wird heiß) ist das letzte, womit man derzeit – bei aller Verzweiflung – punkten wollen sollte.

Lindner kann punkten, wenn er das durch die Bundespräsidenten-Wahl leicht veränderte Klima nutzt und sich öffentlich Gedanken darüber macht, wie wirtschaftliche Großstrukturen in demokratische eingebunden werden können. Einstweilen stellen sich bei mir – redet ein FDP-ler von Freiheit – folgende Begriffe ein: Übergriffigkeit, Skrupellosigkeit, rücksichtsloses Handeln gegen Umwelt und Finanzschwache, die sich keinen Staranwalt leisten können.

Für Einzel-Unternehmen gibt es das Prinzip des redlichen, ehrbaren Kaufmanns – etwas Ähnliches sollte auf Chef-, Vorstands- und Aufsichtsrats-Etagen installiert werden können, eine Art Ehrencodex. Und dann würde ich von Lindner auch gerne etwas zum Thema “Mensch vor Geld” hören. Das heißt für mich, dass Bildungsausgaben als Investition in die Zukunft gewertet und so bei der Haushaltbeurteilung beurteilt werden. (sollte auch Teil des europäischen Harmonisierungsprogamms sein). Dazu gehört auch, dass unterschieden wird zwischen Initiativphase und Fortführungsphase für ein Projekt. Erstere ist naturgemäß teurer.

34) Maren P., Dienstag, 20. März 2012, 09:56 Uhr

@ Nr. 65) Michael A. Nueckel
Zitat: >>Bitte nicht mißverstehen: Die Voraussage, die Partei könnte (vor dem Untergang durch Abwahl) “gerettet” werden, ist nicht gleichbedeutend mit der Einschätzung, die Partei sei es wert, gerettet zu werden.<<

Das hatte ich schon verstanden. 😉 Aber mich interessiert immer noch, WESHALB. Irgendein unverzichtbares Alleinstellungsmerkmal der FDP? Ich sehe keines. Und hier hat auch niemand eines genannt. Also: Raus mit den "Bambis" aus den Landtagen, in fünf Jahren sind es dann vielleicht ausgewachsene Hirsche! *gniggel*

Deshalb ist es absolut verzichtbar,
@ Nr. 77) Thomas Hillebrand,
dass Sie nach einem geschenkten TV-Auftritt der FDP hier noch seitenlang Lindners Popularität verstärken. Erhielten wir vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen Schmerzensgeld für die ausgestrahlte Parteilichkeit, zahlten wir letztlich wohl nur noch 50% der Gebühren!

35) Tobias Söchtig, Dienstag, 20. März 2012, 11:06 Uhr

@ 72) Politikverdruss

Wie differenziert die Medien berichteten ist natürlich subjektiv. Ihre Meinungsbildung ist davon abhänig, welche Medien Sie nutzen. Ich rate von Springer-Medien ab, um an eine differenzierte FDP-Auseinandersetzung zu gelangen. In den politisch wertvollen und relevanten Medien, auch zur „Meinungsmache“, finden Sie (wie gesagt, größtenteils) eine differenzierte Auseinandersetzung. Sei es im TV (Tagesschau (z.B. http://tagesschau.de/inland/fdpbasis100.html), ZDF-heute, Berlin-Direkt, Frontal21 usw.) Oder Print (Tagesspiegel, FAZ, SZ, Handelsblatt usw.) Oder Online (Spiegel z.T., WAZ, TAZ, SZ usw.).

Sie werden verstehen, dass es sich als schwierig darstellt hier nun vergangene Zeitungsartikel oder TV-Beiträge darzulegen (Soll ich die ausschneiden, scannen und hochladen?).

P.S. Die Schuld an desolaten Umfragewerten einer Partei auf die Medien abzuwälzen ist falsch. Die Medien tragen nunmal die Zustände der Parteien und deren Entscheidungen in die Öffentlichkeit. Das ist ihre Aufgabe und zudem Bestandteil unserer medialen Demokratie. Die Bewertung der medialen Berichterstattung sollte natürlich kritisch erfolgen, und muss immer vor dem Hintergrund des Verfassers betrachtet werden. Daher sage ich: wählen Sie ihre Informationsquellen sorgsam aus und nutzen sie viele verschiedene, zur differenzierten Betrachtung!

36) Benedikt, Dienstag, 20. März 2012, 11:41 Uhr

Bahr hätte in NRW auch keinen Wahlkampf gemacht. Von da an ist das schon verständlich, den Lindner als Chef zu wählen. Wenn das ganze Orga Programm abgearbeiet ist, verbleibt noch ein Monat Wahlkampf. Das bedeutet für Lindner 7. Tage der Woche Wahlkampf. Bahr hingegen kann höchstens 2 mal in der Woche Wahlkampf machen.

37) Tim Schäfer, Dienstag, 20. März 2012, 15:42 Uhr

Herr Spreng,

ich finde Ihren Blog exzellent. Wir brauchen in Deutschland einen Neuanfang. Nach Christian Wulff sollten wir alle Spenden und Geschenke abschaffen. Die Parteienfinanzierung muss dringend reformiert werden….

Die FDP leidet doch unter der dubiosen Mövenpick-Geld-Spende. Das Vertrauen ist weg. Die Bürger trauen doch kaum noch einem Politiker. Das sind alles selbstverschuldete Probleme.

Ich habe einen Blog zu dem Vertrauensschwund im Zusammenhang mit den Geldspenden geschrieben:
http://www.timschaefermedia.com/?Parteien_und_Politiker_Verzichtet_ab_sofort_auf_Spenden&id=1211&det=1

38) Politikverdruss, Dienstag, 20. März 2012, 16:08 Uhr

@Tobias Söchtig,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ob aber jemand, der „den politischen Zeitgeist“ (61) zum Maßstab für Parteien erhebt, auch als Ratgeber für die Auswahl von Informationsquellen taugt, dürfte doch sehr fraglich sein.

39) Alexis, Dienstag, 20. März 2012, 19:40 Uhr

@ 77) Thomas Hillebrand, Dienstag, 20. März 2012, 06:04 Uhr

Nur zur Ergänzung: Diese „Blass“-berg-Sendung wude von BILD geradezu überschwenglich gelobt.

40) mkveits, Mittwoch, 21. März 2012, 15:23 Uhr

Heribert Prantl hatte schon Mitte der 90er-Jahre das Ende der FDP in der SZ prognostiziert. Ende vergangenen Jahres hatte er in der SZ aus dieser Prognose „zitiert“ – und es klang ganz aktuell. Wie heute. Wunder dauern etwas länger …

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