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Sonntag, 06. Mai 2012, 19:49 Uhr

Menschen machen Stimmen

Er ist illoyal, frech, unbequem, ein bekennender Lebemann. Aber er ist auch einzigartig, selbstbewußt, meinungsstark und mutig.

Wolfgang Kubicki, der schleswig-holsteinische FDP-Spitzenkandidat hat bewiesen, dass  bei Wahlen Personen doch wichtiger sind als Parteien. Während die FDP bundesweit weiter unter fünf Prozent dümpelt, holte er in Schleswig-Holstein mehr als acht Prozent – ein Ergebnis, das noch vor wenigen Wochen kein Beobachter für möglich gehalten hat.

Menschen machen Stimmen, nicht Parteien, zumindest mehr als Parteien. Das beweist auch der Erfolg der Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Robert Habeck, ebenfalls ein unangepasster, selbstständiger Kopf.

Und auch “Die Linke” beweist. dass Menschen Stimmen machen – allerdings im negativen Sinn. In Kiel haben der Lavierer Oskar Lafonataine und die trostlose Parteispitze Lötzsch/Ernst mit ihrer nervtötenden Selbstbeschäftigung zur Wahlniederlage der Linkspartei massiv beigetragen.

Für die Rösler-FDP ist das Wahlergebnis ein Menetekel. Erfolg für die FDP heißt offenbar, gegen Philipp Rösler und den Kurs der Bundes-FDP zu sein. Kubicki hatte unverblümt gesagt, die FDP habe auf Bundesebene “verschissen” und hatte einen programmatischen FDP-Eckpfeiler eingerissen, indem er sich einen höheren Spitzensteuersatz vorstellen konnte.

Auch Christian Lindner in Nordrhein-Westfalen macht gegen die Bundes-FDP Wahlkampf – mit seinem Paradigmenwechsel von Steuersenkungen zum Schuldenabbau, mit seiner scharfen Kritik am Kurs der Bundes-FDP in den vergangen zwei Jahren. Der Mann, der wegen Rösler zurücktrat, könnte das nächste Wunder schaffen. Aber mit Kubicki und Lindner ist die Liste einigermaßen charismatischer FDP-Politiker schon zu Ende.

Für Angela Merkel ist das Ergebnis neutral, selbst dann, wenn es in Kiel für Rot-Grün plus SSW am Ende reichen sollte. Menschen machen Stimmen. Das gilt auch weiterhin für die populäre Kanzlerin. Ihr droht keine Gefahr aus den Bundesländern. Sie schwebt präsidial über den Parteiniederungen.

Für Merkel sind die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland weitaus gefährlicher. Wenn ihr Europa-Kurs an Frankreichs neuem Präsidenten Francois Hollande und  instabilen Verhältnissen in Griechenland scheitern sollte, dann droht auch ihr 2013 eine Niederlage. Aber nur dann. Rot-Grün ist 2013  keine Gefahr für Merkel.

Und die Piraten? Sie sind da, aber das politische Leben geht weiter. So wichtig sind sie auch nicht. Auch die SPD ist nur noch Zuschauer der Wahlentwicklungen. Für sie gilt: der anhaltende Wählerverdruss ist stärker als ihre Spitzenkandidaten. Hannelore Kraft wird es möglicherweise als nächste erfahren, wenn es für Rot-Grün in NRW nicht reichen sollte.

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89 Kommentare

1) Frank Reichelt, Sonntag, 06. Mai 2012, 20:16 Uhr

Das Ergebnis der FDP ist der persönliche Erfolg von Wolfgang Kubicki und eine schallende Ohrfeige für Rösler, Brüderle und Niebel. (Westerwelle ist bei mir kein Machtfaktor mehr und nicht erwähnenswert)

Natürlich haben nach Meinung der versammelten Linken die bürgerlich neoliberalen Leitmedien die FDP in den letzten Wochen hochgeschrieben, Verschwörer überall!

Selbst wenn Christian Lindner nächsten Sonntag ein ähnliches Resultat einfahren sollte, bedeutet das nicht die Wiederbelebung der FDP, im Gegenteil wäre dann klar, das mit Rösler als Parteivorsitzendem die 5% bei der Bundestagswahl eine unüberwindliche Hürde darstellt.

In NRW wird es meiner Meinung nach für Rot-Grün reichen, Hannelore Kraft gibt die fürsorgliche Landesmutter, quasi Merkel-light.

Besonders ärgerlich waren heute Abend wie immer die abenteuerlichen Deutungen der Wahlergebnisse durch die Berliner Spitzenpolitiker, die Berliner Runde der Generalsekretäre ist für mich ein unerträgliches Schauspiel, ich musste nach ein paar Minuten entnervt ausschalten!

2) Meyer, Sonntag, 06. Mai 2012, 21:02 Uhr

Die Medien machen gerne solche Meldungen, aber Hollande kann nicht auf einmal alles anders machen. Die Achse Paris – Berlin wird weiter arbeiten, so wie immer. Und ohne den Zahlmeister Deutschland, man muss nur unsere schei… Vergagenheit erwähnen schon geben CDU, SPD und Grüne das Geld der Bürger gegen unseren Willen weg, ist der Euro nichts. Und Griechenland soll Merkel gefährlich werden? Jeder rechnet mit dem Austritt des Landes, jeder. Und das wäre auch gut so, das ultimative Druckmittel eines Austritts ist dann nicht mehr unmöglich und jeder weiß, halte ich die Gesetze nicht ein, bin ich der nächste. Der Druck steigt im positiven Sinne. Und was NRW an geht. Gott, ich hoffe ich kann Rot-Grün als Ex-Grünen Wähler verhindern durch die Piraten. Die Zeit wo ist still sitze ist vorbei, nieder mit den Grünen Europhantasien. Ich hasse die CDU, aber lieber die beim Euro als die Grünen, was für eine verkehrte Welt. PS: Das Chaos in Griechenland ist der Elite im Reichstag hoffentlich eine Warnung und ein Weckruf zugleich (jede Wette das die im Bundestag immer nich nix nach über 2 Jahren kapiert haben, lieber auf die Bänker weiter hören).

3) Michael A. Nueckel, Sonntag, 06. Mai 2012, 22:03 Uhr

Die eigentliche Bedeutung dieser Wahl liegt doch in dem Umstand begründet, das SW als sog. kleines Bundesland vergleichsweise unbedeutend ist. Der heutige Blick in die Zukunft mit all seinen Interpretationen hat daher nur bis zum nächsten Sonntag, dem Tag der NRW-Wahl, seine Berechtigung. Dann gibt es neue Fakten und folglich neue Deutungen, Spekulationen … für den Bund. Auch sollten Sie nicht alles zerreden. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, wenn Kubicki, Lindner & Co. auch und gerade mit einem schwachen FDP-Bundesvorsitzenden leben können. Rösler in “Bestform” ist vermutlich die Steigerung einer sog. lame duck. Die beiden FDP-ler hätten auch ungekrönt als Retter in höchster Not so ihre Narrenfreiheit, und das ohne die Fesseln im Amt als Parteivorsitzender. Beide zusammen haben das Potenzial einer ungekrönten Doppelspitze, die jeden Gegner bequem ins Sandwich nimmt und/oder ihn charamant via Kiel-Düsseldorf keck über die Bande ausspielt. Ich erachte es daher auch für verfrüht, sich über das angebliche Ende der Liste der charismatischen Köpfe bereits heute Gedanken zu machen, Ihre Bedenken können insbesondere nicht für NRW zutreffen.

4) FF, Sonntag, 06. Mai 2012, 22:34 Uhr

Och, das ist doch ein alter Hut. Politik bestehe zu 5 Prozent aus Programmen und zu 95 Prozent aus Personen – das hat ein gewisser Willy Brandt (kennt den in der sPD noch jemand?) schon vor vierzig Jahren gewußt…

Ansonsten: Wahl in Hedwig-Holzbein – wenn nur diese entsetzlichen Müdigkeitsattacken das Fernsehgucken nicht so fatal erschweren würden… Jetzt lallt Frau Nahles irgendwas in die Kamera… sie habe nochmal kräftig zugelegt, sagt sie.. achso, die sPD hat zugelegt… Gähn, schnarch, Koma.

PS.: Kann eigentlich jemand die beiden Spitzenkandidaten von der sPDCDU auseinanderhalten? Der kriegt von mir einen Preis.

5) Benjamin, Sonntag, 06. Mai 2012, 22:43 Uhr

Nun redet sich Schwarz-Gelb medial vieles schön und übersieht die nüchternen Zahlen: in S-H wurde die schwarz-gelbe Regierung klar abgewählt, mit einem schlechten CDU-Ergebnis und einer FDP, die um über ein Drittel reduziert ist, während im “linken Spektrum” trotz höherer Konkurrenz die Grünen sich gesteigert haben.

Vollkommen richtig, Herr Spreng, es war der Kubicki-Effekt (und nur der), der die FDP in S-H gerettet hat – und das überproportional hoch. So zeigen die Wahlforschungen, dass mehr als die Hälfte die FDP nur wegen ihm, nicht wegen der Berliner Politik gerettet haben. Die FDP wird wohl auch in NRW das Glück haben, einen Spitzenkandidaten zu haben, der die Partei über die 5 % hievt. Für Rot-Grün wird es dort vermutlich dennoch reichen, da die Lage in NRW eine andere ist als im hohen Norden. In Berlin sollte man sich ohnehin keine Illusionen machen: für die Bundes-FDP ist das eine Pause, die Bundesumfragen sehen aber immer noch eher mäßig aus.

Ich bin sehr gespannt, wie es mit den Piraten (wo es vieles zu kritisieren und zu optimieren gibt), sich machen. Ich finde es nämlich grundsätzlich nicht so schlecht, die Stimmabgabe von Themen abhängig zu machen und denn je nach Lage CDU oder SPD zu unterstützen; das bricht das starre Lagerdenken auf.

Unappetitlich ist das Ergebnis in Griechenland – gerade an den Rändern, besonders rechts. Das lässt nichts Gutes für die Zukunft ahnen. Hollande hingegen wird wohl dafür sorgen, dass europäische Politik wieder mehr diskutiert wird, was nicht schlecht ist. Warten wir es ab.

6) Olli, Sonntag, 06. Mai 2012, 23:04 Uhr

Ich sehe den Erfolg der FPD viel weniger dur Kubicki erarbeitet als durch Springer und co herbeigeschrieben.

Nicht Menschen machen Stimmen, Medien machen Stimmen ist die Lehre die ich aus dieser Wahl ziehe.

7) Sören, Sonntag, 06. Mai 2012, 23:20 Uhr

Gerade habe ich die Nachrichten über die Landtagswahlen in SH gelesen und mir gedacht, ich müsste doch mal schauen, ob der Herr Spreng den Einzug der Piraten in den nächsten Landtag auch wieder relativiert. Und siehe da … er tut’s.

8) Christian Himberger, Montag, 07. Mai 2012, 00:48 Uhr

So schnell werdet Ihr die FDP nicht los.

9) Fassmann, Montag, 07. Mai 2012, 00:54 Uhr

die Piraten doch nicht so wichtig…naja, doch immerhin so wichtig als Sie sich in einem Artikel doch tüchtig an ihnen rieben….

Und sonst, war nichts wichtiges vorgefallen was Ihres Urteiles würdig und vielleicht bedeutsamer? Hmm? In Bonn, Solingen, Remscheid oder so?

Ach so, das Leben geht ja weiter……

10) BruceMangee, Montag, 07. Mai 2012, 01:55 Uhr

Noch im März hätte ich der FDP keine 5% im NRW Landtag zugetraut. Alle Umfragen lagen bei 2%.

Hier in NRW wird seid Wochen richtig Werbung gemacht; Beiträge in Zeitungen, Beiträge im Fernsehen, an gefühlt jeden 5. Baum steht ein Wahlplakat und die FORSA prognostiziert 5%.

Ich glaube die Kampagne der FDP wird funktionieren und beweisen wie manipulierbar Wähler sind …

11) Thomas Hillebrand, Montag, 07. Mai 2012, 03:37 Uhr

“Menschen machen Stimmen”, schreiben Sie, sehr geehrter Herr Spreng.

Wie unfreiwillig Recht Sie doch haben! Die Wahrheit ist aber leider weit billiger, wenig charismatisch, wiewohl aber durchaus von Menschen gemacht: Die Wahrheit ist, dass fast die gesamte deutsche Medienlandschaft aus Print, Funk und Fernsehen ganz klar erkennbar die FDP in die Landtage von Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hineinschreiben- und senden wollte und will und ihr eine Aufmerksamkeit entgegen gebracht hat, die in keinerlei Verhältnis zu ihrer (prozentualen) Bedeutung stand und steht. Im Vergleich zu DIE LINKE. geht es um eine Berichterstattungsdichte im Verhältnis von 1:10, wie die “NachDenkSeiten” z.B. ausgerechnet haben! Man möge es sich auf der Zunge zergehen lassen! Ihre These von der alleinigen Wirkung charismatischer Köpfe ist deshalb natürlich nichts weiter als eine bewusste oder unbewusste Ausblendung dieser Tatsache. Doch angesichts Ihrer journalistischen Biografie ist kaum davon auszugehen, dass Sie nicht wüssten, welche einseitige Wahlhilfe der FDP hier durch die Medien zuteil wurde.
Die amorphe, irrationale Suggestion, dass es die FDP in diesem Land/Bundesland irgendwie brauche wirkt einfach, wenn sie aus allen Kanälen schallt.

Ich selbst hatte nicht eine Sekunde lang geglaubt, dass die FDP endgültig am Boden sei. Wer die irrationale Wahl der monothematischen Westerwelle-FDP in den gegenwärtigen Bundestag verinnerlicht hat, der weiß natürlich, dass selbstverständlich auch 2013 wieder mit der FDP zu rechnen ist. Gleichauf mit den Piraten etwa, so wie in Schleswig-Holstein.

Das alles negiert natürlich nicht, dass Kubicki und Lindner selbstverständlich charismatische Figuren sind und Kubicki vielleicht ein persönliches Kubicki-Prozent geholt hat. Und es negiert noch weniger, dass DIE LINKE. einen richtig traurigen Haufen abgegeben haben. Die simple Wahrheit aber bleibt, dass die FDP einfach von den Medien huckepack genommen und in den Landtag hineingetragen wurde. Und in NRW wird es genauso sein.

12) Mark, Montag, 07. Mai 2012, 07:00 Uhr

> Menschen machen Stimmen

Ja, das stimmt wohl.

Sie vergessen aber die stille Allianz mit den “Qualitätsmedien”, die inzwischen nur mehr die Funktion zu haben scheinen, die gewünschte Propaganda ins Land zu posaunen. DIE machen vor allem Stimmen.

Beispiele:

1. FDP — Seit Monaten wird weit mehr über diese Partei berichtet als ihr nach aktuellem Meinungsbild zustünde. Über jedes Reiskorn, das dort umfiel, wurde mit fetten Schlagzeilen wohlwollend berichtet. Dieser Trend verstärkte sich noch, seit klar war, daß Lindner in NRW antreten würde.

2. Linke — Ebenso, wie über die FDP regelmäßig wohlwollend und ausführlich berichtet wird, wird über die Linke spärlich, und wenn dann negativ, berichtet. Über die Positionen wird schon gar nicht berichtet, sondern nur über die Menschen. Mir ist es aber sowas von egal, ob der Oskar mit der Sahra, oder der Gregor mit der… Mir geht es allein um die Positionen, und die sind deutlich verschieden vom Rest der neoliberalen Euro-Retter-Bande.

3. Sarkozy — In einem frechen Anfall von Übermut hat zumindest das ZDF gestern schon zwischen 18 und 19 Uhr von einem “sich abzeichnenden Sieg von Hollande” berichtet. Man erwähnte sogar, dass die Wahllokale ja erst um 20 Uhr schlössen, aber einige (nicht französische) Medien bereits erste Ergebnisse veröffentlicht hätten. Dies aber ist in Frankreich verboten. Das stört das ZDF aber keineswegs, ins gleiche Horn zu stoßen und so -zumindest im Grenzgebiet- zu versuchen, noch Sarkozy-Wähler zu mobilisieren. Warum? Was soll diese Einflußnahme?

4. Große Koalition — Ebenfalls das ZDF brachte lange Interviews mit den beiden “Spitzenkandidaten” für Schleswig-Holstein, und man wollte die beiden -speziell den SPD-Mann- immer wieder auf eine große Koalition einschwören, die ja doch so viel stabiler und zuverlässiger sei als die “Dänen-Ampel” aus SPD, Grünen, und SSW. Abgesehen davon, dass es ohnehin kaum einen Unterschied zwischen SPD und CDU gibt (und daher eine große Koalition eigentlich Sinn macht), ist allein die stete Wiederholung der vermeintlichen Vorteile eines solchen Bündnisses beeinflussend.

5. Piraten — Ich mag sie nicht besonders, vor allem wegen der Position in Urheberrechtsfragen, aber dennoch ist mir das Piraten-Bashing der letzten Zeit negativ aufgefallen. Der billige Versuch, die Piraten in die rechte Ecke zu drängen, kann nur schamlos und verzweifelt genannt werden. Schon allein deshalb sollte man ernsthaft erwägen, diese Partei zu wählen.

6. Griechenland — Es ist schon beinahe lustig, wie der deutsche Staatsrundfunk bemüht ist, ND und Pasok als gemäßigte Vorzeigeparteien und den Rest als “extremistische Parteien des linken oder rechten Lagers” abzustempeln. Ist man jetzt also rechtsextremistisch, weil man die Euro-Rettung als “falsch” ansieht? (Speziell aus der Sicht der Griechen ist das nochmals fragwürdiger, denn es geht ja um deren Land.) Die deutschen Medien wollen ganz klar diesen Eindruck erwecken.

Und so weiter, und so fort. Ich könnte stundenlang so weiter machen. Fakt ist: Die Medien -allen voran das Staatsfernsehen- versuchen mit aller Kraft, die Aufklärung der Wähler über die wahren Probleme zu verhindern und somit einen Wandel zu blockieren.

Letztlich werden auch die Jahre von 2013 bis 2017 für unser Land verloren sein, weil wir wohl von einer großen Koalition regiert werden, die es de facto heute schon gibt. Damit wird der heutige Regierungskurs nahtlos weitergeführt; nur die Personen werden ausgetauscht. Und das farbige Mäntelchen, dass sich diese Personen umhängen. Der Bürger stört da nur. Traurig, das alles.

13) Gerrit, Montag, 07. Mai 2012, 07:11 Uhr

Bei allem Respekt Herr Spreng:

“Und die Piraten? Sie sind da, aber das politische Leben geht weiter. So wichtig sind sie auch nicht. ”

Ihre Angst vor den Piraten wird ja übermächtig und ein Selbstläufer. Manche Menschen nehmen was bevor das phatologisch wird. Gibt es bestimmt auch was von Ratiopharm :-)

Im Ernst: Sie können den großen Erfolg der Piraten doch durch Ihre offene Aversion nicht wegwischen, wegschreiben.

Nix für ungut, vielleicht ist es ja auch nur ein Generationenproblem.

Freundlich grüßt Gerrit

14) Alexander, Montag, 07. Mai 2012, 08:37 Uhr

Ich stimme Ihrer Argumentation zu. Es sind Menschen, die Stimmung machen. Und es sind Menschen, die Politik machen!

Den letzten Abschnitt Ihres Beitrages kann ich voll und ganz unterstreichen. Die Piraten sind nicht so wichtig. Sie stehen eher für ein diffuses Enttäuschtsein der Generation Praktikum und haben keine Perspektive. Ja und die SPD: DIe SPD ist ein jämmerlicher Laden geworden. Als Opposition ist sie kaum zu spüren. Der große Peer Steinbrück hat auch keinen großen Entwurf für einen Europa-fähigen Masterplan. Steinmeier ist als Oppositionsführer sehr langweilig. Und Gabriel: Keine Ahnung! Auch bei Gabriel ist es sehr ruhig und langweilig.

Programmatisch hat sich die SPD nicht weiter entwickelt. Die letzten Wahlsiege sind einzig der Malaise der CDU-FDP-Bundesregierung zu verdanken. Die SPD ist immer noch in den 70er Jahren stecken geblieben. Leider hat die SPD die Agenda 2010 nicht ausbauen und umsetzen können, also eine Reform des fetten Sozialstaats-Apparates.

Die von Herrn Spreng kritisierte pathologische Tendenz der “Verzwergung” kann nur durch starke Persönlichkeiten a la Kubicki durchbrochen werden. Die pickeligen, puberären Polit-Taktiker wie Döring, Nahles, Pofahl, Rösler, Bahr etc. beschleunigen nur noch den politischen Niedergang!

15) StefanP, Montag, 07. Mai 2012, 08:53 Uhr

Es ist leider zu sehr in Vergessenheit geraten, dass Wahlen noch zumeist durch Personen entschieden werden. Die ausgeprägte Parteibindung in Kontinentaleuropa hat den Blick hierauf oft verstellt. Das war schon im Alten Rom so, es ist nicht durch die wachsende Komplexität politischer Entscheidungen entstanden. Auch in Frankreich war die Präsidentenwahl personenbedingt, bis zum skandalumwitterten Rücktritt des IWF-Chefs war Dominik Strauss-Kahn der haushohe Favorit auf den Einzug in den Elysee-Palast. Die Franzosen hätten wohl sogar für Mickey Mouse gestimmt um Sargozy loszuwerden.

Die Personaldecke ist in allen Parteien äußerst dünn, Ergebnis schlechter Nachwuchspolitik. Die Liberalen haben personell allerdings schon noch etwas in der Hinterhand, so ist der Hesse Jörg-Uwe Hahn in seinem Bundesland eine weithin respektierte Persönlichkeit. Und wie heißt dort der SPD-Chef? Schäfer-Gümbel oder so ähnlich. Früher konnte ich die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer im Schlaf aufsagen, heute komme ich ohne Stocken vielleicht auf 7-8.

Mit frustrierten Nicht-Wählern saugen die Piraten einen Teil jener Klientel auf, die in den letzten Jahren treu bei der Linkspartei ihr Kreuz gemacht hat. Wettbewerb mögen die Gralshüter des wahren Sozialismus nunmal nicht, da hat sich nichts geändert. In linken Foren schäumt man daob, die Wähler seien zu dumm die Vorteile des linken Programms zu verstehen. Bisher waren die Wähler der Linken jedoch nicht dafür bekannt, besonders gebildet zu sein.

16) Erwin Gabriel, Montag, 07. Mai 2012, 09:05 Uhr

4) FF, Sonntag, 06. Mai 2012, 22:34 Uhr

>>PS.: Kann eigentlich jemand die beiden Spitzenkandidaten von der sPDCDU auseinanderhalten? Der kriegt von mir einen Preis.<<

Der vonne SPD ist der mit ohne Haare, der dafür aber auch mal Lachen kann. Der andere ist der andere.

17) Kubicki-Wähler, Montag, 07. Mai 2012, 09:14 Uhr

@ 6) Olli, Sonntag, 06. Mai 2012, 23:04 Uhr

Ich sehe den Erfolg der FPD viel weniger dur Kubicki erarbeitet als durch Springer und co herbeigeschrieben.

Nicht Menschen machen Stimmen, Medien machen Stimmen ist die Lehre die ich aus dieser Wahl ziehe.
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Hallo Oli,

Sie wohnen nicht in Schleswig-Holstein, oder? Ich lese die Springer-Presse nicht, und habe Herrn Kubicki trotzdem gewählt. Hätte hier einer der unsäglichen Herren Brüderle oder Niebel zur Wahl gestanden, hätte man das Ergebnis der Linken nicht erreicht.

analphabetische Grüße von der Wiese hinter Hamburg

18) Nobby, Montag, 07. Mai 2012, 09:28 Uhr

Wer klebt in NRW die meisten Plakate? Die FDP. Wer hatte vorher die meisten Finanzprobleme wegen Millionenstrafen? Die FDP. Wie kann sich diese dann den teuersten Wahlkampf von allen Parteien in NRW leisten? Die FDP. Woher kommt das Geld? Die Frage möge sich jeder selbst beantworten. Haben die Schulden gemacht? Ha ha! Oder werden die gesponsert? Die Wahlkampfkostenerstattung reicht doch wohl nicht. Wer lässt sich Teile seiner Wahlkampf-Kampagne unlauter vom Steuerzahler finanzieren? Die FDP.

Offensichtlich können es sich gewisse exklusive Kreise nicht leisten, ihren Einfluss auf die Gesetzgebung zu verlieren (Verhinderung von Steuererhöhungen für Reiche, Hotellierssteuer, etc.). Da diese Kreise auch die Medien im Sack haben, gelingt es ihnen, die Polit-Zombies von der FDP immer irgendwie am Leben zu halten. Wenn dann die FDP irgendwo eine Koalitionsregierung bildet, sahnt das obere 1 Prozent für den Einsatz von ein bisschen Taschengeld auf Kosten der restlichen 99 Prozent meistens so richtig ab.

Sie, Herr Spreng, haben wohl nichts dazu gelernt. Bei Guttenberg haben sie ja nachher zugegeben, dass Sie sich getäuscht haben. Kubicki und Lindner sollen aber wieder echte Persönlichkeiten sein, wie damals dieser Hecht Guttenberg? Sorry. Mein Eindruck ist eher, dass es sich bei beiden um heruntergewirtschaftete Typen handelt, die genauso wie Guttenberg ausschließlich von den Medien in den Himmel gehoben werden. Ihre Menschenkenntnis ist nicht besonders gut ausgeprägt, Herr Spreng.

19) Thomas R. Diehl, Montag, 07. Mai 2012, 09:32 Uhr

Überaus… interessante Interpretationen. Die 8% der FDP sind also ein großer Erfolg, die 8% der Piraten gehen als “joa, gibt’s also auch noch” durch.
Wenn ich jetzt noch die übrigen Zahlen hernehme fällt mir nach kurzer Durchsicht einiger Wahlkreise schnell etwas auf. Fast überall wo ich nachschaute war die Zahl der ungültigen Stimmen höher als diese 8%. Nimmt man jetzt noch die katastrophale Wahlbeteiligung dazu sehen die Zahlen bei weitem nicht mehr so rosig aus. Erneut hat die FDP weniger Stimmen als auch nur der Anteil der ungültigen Kreuze.

20) Gregor Keuschnig, Montag, 07. Mai 2012, 09:38 Uhr

Sie müssen aufpassen Herr Spreng, dass Sie nicht zum Opfer Ihrer eigenen Argumentation werden. Man kann nicht Umfragen verteufeln und deren Wert niedrig halten und dann gleichzeitig diese Umfragen zur Basis zur Bewertung eines Wahlergebnisses machen. Dass die FDP vor einigen Wochen noch bei 2% oder 4% lag, ist vollkommen uninteressant. Aber erst hierdurch bekommt Kubickis Ergebnis den Kick. Die ARD entblödete sich gestern nicht vom “Wunder aus Kiel” zu faseln.

Tatsächlich hat die FDP mehr als ein Drittel ihrer Stimmen von vor zwei Jahren verloren. In Wirklichkeit hat die FDP in SH ihre Stimmen glatt halbiert (von 239.000 auf 108.000 – http://landtagswahl-sh.de/wahlen.php?site=left/gebiete&wahl=23#index.php?site=right/ergebnis&wahl=23&anzeige=4&gebiet=1&idx=0&typ=1&stimme=2&hoch=0&partei=&untertyp=0&flip=1&sitz=0&sitzHoch=0&mode=liste“>s. hier). Das ist zwar mit der Zusammenlegung der letzten LTW mit der BTW zu erklären. Aber Anlass zum Triumph gibt es wirklich nicht, auch wenn es immer noch das zweitbeste Ergebnis in SH ist. Wieviel davon jedoch Mitleid und wieviel dem mangelnden Charisma des CDU-Kandidaten geschuldet ist, muss man erst noch analysieren. Nur eines darf man nicht: Halbseidene Umfragen als Basis zur Bewertung eines Wahlergebnisses machen.

21) Kubicki-Wähler, Montag, 07. Mai 2012, 10:10 Uhr

@ 11) Thomas Hillebrand, Montag, 07. Mai 2012, 03:37 Uhr, und andere

Die Wahrheit ist, dass fast die gesamte deutsche Medienlandschaft aus Print, Funk und Fernsehen ganz klar erkennbar die FDP in die Landtage von Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hineinschreiben…
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Hallo Herr Hildebrand,

wenn alle “Medien” Deutschlands positiv über Herrn Kubicki und über Herrn Lindner berichten, während sie Philip Röslner als harm- und machtlose Witzfigur darstellen, so mag das natürlich das Ergebnis einer finsteren Verschwörung aller Medien-Manager sein, die anschließend ihren Schreibknechten unter Androhung von Gewalt die gewünschten Äußerungen abpressen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Kubicki und Lindner starke Typen sind, während Rösler eine harm- und machtlose Witzfigr ist.

22) Marc Almond, Montag, 07. Mai 2012, 10:43 Uhr

Medien machen Stimmen. So würde ein Schuh draus.

23) Didier, Montag, 07. Mai 2012, 10:56 Uhr

Ein Blick zurück zu Lindners seinerzeitigem Rücktritt. Ist man Verschwörungstheoretiker, wenn man mal ein anderes Szenario entwickelt:

Lindner weg, spontan und ohne jedwede Begründung. Dann plötzlich (warum?) kippt die NRW-FDP die Regierung, es kommt zu zeitnahen Wahlen NRW und Schleswig-Holstein / respektive Kubicki. Plötzlich taucht Lindner wieder aus der Versenkung auf und wird NRW-Spitzenkandidat. Und dann die FDP-Propaganda in NRW: “Das ist meine FDP”. Als nächstes tritt Bahr zurück als FDP-Landesvorsitzender in NRW zugunsten von Lindner (eine Woche vor der Wahl). Was klar war: Kubicki kommt über die 5 Prozent. Lindner schließt sich dem Trend gerne an bzw kann gut davon profitieren. Insgesamt – und übergeordnet: So kann man auch die eigene Parteiführung im Bund aushebeln. Und sich selbst wieder ins rechte Licht rücken.

24) Dieter Carstensen, Montag, 07. Mai 2012, 11:20 Uhr

Lieber Michael Spreng,

wenn “Menschen Stimmen machen und nicht Parteien” und “dass bei Wahlen Personen doch wichtiger sind als Parteien”, so hat das gewisse Risiken in sich:

Dann könnten wir Wahlkämpfe à la USA durchführen, nicht Inhalte, sondern das Charisma und die Telegenität der Akteure. Wen würden dann noch die Progeamme der Parteien interessieren, auf deren Grundlage aber auch deren Spitzenpersonal zur Wahl antritt.

Ich nenne Ihnen mal ein aktuelles Gegenbeispiel zu Ihrer These:

In Frankreich wurde gestern der wenig telegene, etwas farblose und nicht sonderlich redebegabte Hollande vom Volk mehrheitlich gegen Sarkozy, einem redegewandten Selbstdarsteller in den Medien, zum Staatspräsidenten gewählt.

Ausserdem: Die FDP Schleswig-Holstein hat ca. 50 Prozent ihrer Wählerschaft verloren.

Dass soll wirklich ein Erfolg sein? Die Logik erschliesst sich mir nicht.

M.f.G.

25) StefanP, Montag, 07. Mai 2012, 12:35 Uhr

Nun beklagen sie wieder die Meinungsmache, die Schuld am schlechten Abschneiden der Linkspartei und an der Erholung der FDP sei. Viele sind einfach nicht neutral und einsichtig genug, dass auch Parteien Konjunkturzyklen unterliegen und Kubicki’s Erfolg zu rund der Hälfte der Person des Kandidaten zuzurechnen ist.

In einer Zeit, wo die Auflagen von Zeitungen stark gesunken sind und der mündige Bürger sich zu einem wesentlichen Teil im Internet Informationen beschafft, soll der Einfluss der “Mainstream-Medien” auf die politische Willensbildung der Menschen gewachsen sein. Solche Leute, wie auch hier schon in Kommentaren durchschien, kommen gar nicht auf den Gedanken, dass Medien heute nur verschwindend über politische Ansichten bestimmen. Das Buch von Thilo Sarrazin wurde ein großer Verkaufserfolg, obwohl die sogenannten Mainstreammedien dagegen anschrieben, in Talksendungen mehrheitlich die Ansicht vorherrschte, der damalige Bundesbanker habe Unrecht. Der abgewählte französische Präsident Sargozy hatte sicherlich nicht weniger Medienmacht hinter sich als der Sozialist Hollande. Die Piraten führen ihren Siegeszug mit geringsten finanziellen Mitteln und wachsender Kritik an ihrer Positionslosigkeit. Die Linkspartei selber verzeichnete vor 6, 7 Jahren einen rasanten Aufstieg, obwohl die veröffentlichte Meinung ihnen da nicht wohlgesonnener war. Und, und, und.

Linksextreme haben sich darauf eingeschossen, benachteiligt zu sein. Dabei beschwert sich niemand hierzulande, dass Rechtsextreme in der veröffentlichten Meinung totgeschwiegen werden, obwohl sie in mehreren Landesparlamenten sitzen. Ganz anders in den europäischen Partnerländern. Und es ist normal, dass eine Regierungspartei wie die FDP öffentlich präsenter ist als eine kleine Oppositionsfraktion. Schließlich gilt es nicht nur über die Parteipolitik zu berichten, sondern auch über Regierungspolitik. Während der Großen Koalition hatten die Liberalen das gleiche Problem.

Die Linkspartei muss bei sich selber anfangen, und damit ist nicht allein der Dauerstreit des ungeeigneten Führungspersonals gemeint. Am Sonntag stelle sich die Geschäftsführerin der Partei doch allen Ernstes vor die Kameras und erklärte die Notwendigkeit ihrer Partei mit dem Streit über den Mindestlohn. Spätestens wenn eine Partei ihre Existenz allein mit der Durchsetzung einer Sachfrage begründet, ist sie überflüssig geworden. Kein Liberaler, kein Sozialdemokrat, erst recht kein Grüner und auch kein Konservativer würde so albern argumentieren.

Personal bestimmt die Politik. Politik ist aus einigen Gründen für ambitionierte Bürger so unattraktiv geworden, dass die intellektuellen, wirtschaftlichen und Bildungseliten in Unternehmen engagieren als sich den demokratischen Tort anzutun. Die Kubickis sind leider nicht mehr überall, wir haben selber den gesichtslosen Politikertypus geschaffen, mit unserer Verachtung gegenüber der Politik, der Interessenlosigkeit. Die Nachdenkseiten beklagen die negative Berichterstattung über die “Linke” während eines beobachteten Zeitraums, beklagen jedoch nicht, dass generell die meisten Berichte über Parteien negativ waren. Siehe den Balken in Deinem eigenen Auge.

26) Peter Christian Nowak, Montag, 07. Mai 2012, 15:01 Uhr

11) Thomas Hillebrand

Ich stimme Ihnen ausdrücklich zu. Die FDP ist hoch geschrieben wie hoch gesendet worden. Man hat es bewusst “versäumt”, immer wieder auf die “Fehlleistungen” dieser Lobbypartei hinzuweisen. All jene will ich gar nicht noch mal durchkauen. Erinnert sei an die Steuersenkungsversprechen. Jetzt geben sie, die FDPler, sich als Haushaltsdisziplinierer usw. usw. Alles nachzulesen bei Nachdenkseiten.de und in Recherche im Netz.
Für die FDPler reicht es deswegen immer wieder, weil sie von Leuten des oberen Mittelstandes gewählt werden. Das sind in etwa die 5% der höheren Einkommen. Die Profiteure von Lohndumping, prekärer Beschäftigung und Spekulationen
Die Partei Die Linke hat man demonstrativ negativ dargestellt. War wieder gestern bei Jauchs Bemerkung gegenüber Herrn Gysi zu beobachten: Jauch: “Wenigstens haben Sie nicht wieder von den Rentnerinnen und Rentnern gesprochen” (Zitat Ende).
Aber ich bin trotz alledem der Meinung, dass Frau Merkel gar nichts anderes übrig bleiben wird, als nach links zu rutschen. Der Neoliberalismus ist am Ende. Das, was wir jetzt sehen, nicht nur in Griechenland, ist sein beginnender Abstieg. Also, rauf mit den Spitzensteuersätzen usw. und rauf mit all den Schlechtigkeiten, die der Lobbypartei FDP so verhasst sind. Das volle Programm also. Wenigstens im Ansatz alles, wofür die Linkspartei steht.
Merkel wird all das tun, weil ihr nichts anderes übrig bleibt Sonst fliegt Berlin Europa um die Ohren. Das würde noch teurer, noch unangenehmer.

27) Peter Christian Nowak, Montag, 07. Mai 2012, 15:12 Uhr

25) StefanP,

Sarrazins Buch wurde deswegen gekauft, weil die Medien so dämlich waren, Sarrazin eine Bühne zu geben und somit direkt und indirekt erst das Marketing beflügelt haben. Und all das kostenlos!

28) Hook, Montag, 07. Mai 2012, 16:03 Uhr

Ob Kubicki nun 3 oder 8 Prozent eingefahren hat, ist völlig wurscht. Er und seine Partei spielen keine Rolle in SH. Das tun die Piraten im Moment zwar auch nicht, aber es macht die Etablierten hochgradig nervös – und es verscheibt die Politachse.

Ahoi

29) Thomas Hillebrand, Montag, 07. Mai 2012, 16:07 Uhr

@ 21) Kubicki-Wähler

Hallo, lieber Kubicki-Wähler,

Sie verstehen leider nicht, dass es in meinem Beitrag und den anderen hier, die dieselbe Erklärungsebene vertreten nicht um irgendwelche Verschwörungstheorien geht, ja, nicht einmal um eine Meinung, sondern um nackte, nachprüfbare Fakten. Mehr noch: Diejenigen, die wie Sie diese Fakten ignorieren, begeben sich auf spekulativen Boden. Das taktische Rösler-Bashing spielt dabei eine völlig untergeordnete Rolle. Die FDP wurde jenseits irgendwelcher Interpretations- und Meinungsspielräume schlicht und einfach hochgeschrieben und hochgesendet. Punkt. Und DIE LINKE. z.B. völlig ignoriert. Punkt. Wer diese nüchternen Fakten leugnet oder relativiert, ist schlicht unredlich. Ich würde Ihnen empfehlen, sich einmal näher mit dem Thema Meinungsmache in Deutschland zu beschäftigen. In unserer Medienlandschaft herrscht selbstverständlich ein neoliberaler Mainstream. Auch wer dies leugnet, ist unredlich. Dazu braucht es keine verrauchten, konspirativen Hinterzimmer, in denen sich die Chefredakteure, Herausgeber und Verleger zu irgendwelchen dunklen Verschwörungen verabreden müssten. So ein Quatsch!
Dass das Charisma von Herrn Kubicki selbstverständlich auch eine – wenn auch untergeordnete – Rolle gespielt haben wird, das leugne wiederum ich nicht.

30) Maren P., Montag, 07. Mai 2012, 16:09 Uhr

Menschen machen Stimmen – Medien machen Meinung …

Natürlich wurden und werden die FDP wie auch die Piraten von den Medien gehypt. Für Schleswig-Holstein ließ sich das gut bei SPON, beim NDR oder auch beim Hamburger Abendblatt mit seiner Alleinstellung im schleswig-holsteinischen “Speckgürtel” rund um Hamburg gut verfolgen. Immerhin lebt dort mehr als ein Drittel aller Wahlberechtigten. Wahlen werden dort entschieden – nicht auf dem platten Land.

Nennen Sie mir eine einzige Partei, die nur in zwei von 16 Landtagen saß und nahe zu täglich Geschichten, Schlagzeilen und Homestorys sowie Einladungen in Talkshows bekam wie die Piraten. Das Gleiche wie bei dem “Aufsteiger” ist bei dem vermeintlichen “Absteiger” FDP zu beobachten. Wobei sowohl Kubicki wie auch Lindner gelehrige Schüler Möllemanns sind. Auch eine negative Schlagzeile ist eine Schlagzeile … Guerilla-Marketing nannte man das zu Möllemanns Hochzeiten. Das setzt bei Wahlberechtigten Mitleids- und Trotzreaktionen frei. Damit kann man kalkulieren.

Jetzt geht das Geraune der Journaille über “stabile Verhältnisse” in Schleswig-Holstein ja schon wieder los – völlig ungeachtet der Tatsache, dass Carstensen fast drei Jahre mit Ein-Stimmen-Mehrheit, die überdies noch verfassungswidrig war, regierte. Das wird auch mit anderen Farben klappen. Ich würde mir an der Medienfront etwas mehr Ruhe wünschen, obwohl ich wirklich niemanden arbeitslos machen möchte. Es lebt sich nämlich ganz hyggelig auf der Wiese hinter Hamburg. (heute-show) ;-)

In diesem Zusammenhang bin ich auf eine interessante Reihe der Süddeutschen Zeitung über den Journalismus und seine Bedeutung für unsere Demokratie gestoßen. Ist von 2010, aber meiner Meinung nach zeitlos. Hier der Beitrag von Jakob Augstein: http://www.sueddeutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-das-ist-nicht-ihr-kanzleramt-1.63398

31) Horst Klohocker, Montag, 07. Mai 2012, 16:44 Uhr

Menschen machen Stimmung und werden gewählt – oft wird nicht geschaut, welches Programm und welche Ideen dahinter stecken. Wie Richtig dieser Satz ist und welche fatale Folgen das haben kann, das haben wir in Deutschland schon einmal bitter erleben müssen.

Die FDP jetzt wieder bei 8,5 % nur wegen eine ergrauten Frauentyps meist mit Dreitagesbart? Haben die Menschen schon vergessen, welche Ideen die „moderne FDP“ vertritt – den marktorientierten Neoliberalismus in seiner unmenschlichsten Form? Noch ist der Trend im Bund anders, denn noch hat die FDP im Bund keinen wirklichen Führer, sondern nur ihr Programm und die Hoffnung in die Menschheit, selbst in die (Gesamt-) Deutschen, stirbt bekanntlich zuletzt.

32) Martin Dauser, Montag, 07. Mai 2012, 18:04 Uhr

Mich erinnert das Abschneiden der FDP in Schleswig-Holstein ein bisschen an die SPD 2005.
Damals konnte ein guter Wahlkampfendspurt und ein Spitzenkandidat mit viel Charisma (Schröder) die SPD bei der Bundestagswahl doch noch einmal auf unerwartete 35% pushen, nachdem sie wenige Monate zuvor in den Umfragen nur bei knapp über 25% lag. Wer allerdings geglaubt hatte, die SPD wäre über den Berg und der zuvor in den Umfragen vermutete Niedergang bleibt aus, wurde spätestens 2009 eines besseren belehrt.

33) Frank Reichelt, Montag, 07. Mai 2012, 18:52 Uhr

@ 20) Gregor Keuschnig

Es kommt immer darauf an, welche Bezugsgröße man heranzieht.

Sie haben Recht, normalerweise sollte das Ergebnis der letzten Wahl zum Maßstab der Bewertung des aktuellen Resultats gemacht werden. Danach hat die FDP natürlich krachend verloren. Aber so einfach machen es uns die Politiker nicht. Sie beziehen sich je nach Bedarf auf Wahlergebnisse oder auf die letzten Umfragen, wie es gerade passt. Klar, das Kubicki seine 8,2 Prozent nun als großen Erfolg verkauft, alles andere wäre unprofessionell.

Beim Fußball hätte Kubickis Mannschaft zur Halbzeit 1:5 zurückgelegen und dann trotz einer fulminanten zweiten Halbzeit 4:5 verloren! Kein Trainer könnte das als Sieg verkaufen, er müßte eingestehen, das er das Spiel in der ersten Halbzeit verloren hat!

Die Pressekonfernz der FDP im Thomas-Dehler-Haus war übrigens so ungefähr die skurrilste Veranstaltung, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Kubicki ist als Spitzenkandidat nicht wie üblich in Berlin, weil er seinen Rausch ausschlafen muss, denen ist wirklich nicht mehr zu helfen!

34) Erwin Gabriel, Montag, 07. Mai 2012, 19:05 Uhr

@ 24) Dieter Carstensen, Montag, 07. Mai 2012, 11:20 Uhr

Ausserdem: Die FDP Schleswig-Holstein hat ca. 50 Prozent ihrer Wählerschaft verloren.

Dass soll wirklich ein Erfolg sein? Die Logik erschliesst sich mir nicht.
_______________________________

Als die FDP 2009 ihr Super-Ergebnis einfuhr, regierten in Berlin und in Schleswig-Holstein große Koaltitionen. In Schleswig-Holstein deshalb, weil bei der Wahl davor (2005) Heide Simonis sich in mehreren Wahlgängen nicht durchsetzen konnte. Regierungschef war Harry Peter Carstensen (CDU), sein Vize und Innenminister war Ralf Stegner. Das waren zwei Alpha-Tiere, die sich permanent auf die Nase gaben, so dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr zustande kam. Es wurden Neuwahlen ausgeschrieben, die am gleichen Tag stattfanden wie die Bundestagswahl; bei beiden Wahlen erzielte die FDP Top-Ergebnisse wg. Unzufriedenheit der Wähler mit CDU und SPD. Beide Ergebnisse waren aussergewöhnlichen Umständen geschuldet und spiegelten nicht die wahren Mehrheitsverhältnisse wieder.

Das diesmal erzielte Wahlergebnis ist das zweitbeste FDP-Ergebnis in Schleswig-Holstein aller Zeiten. Schon unter normalen Umständen wäre das Ergebnis bemerkenswert gut. In Anbetracht der bösen Medien, die lange Zeit mit wohligem Endzeit-Gruseln der FDP das Ausscheiden aus dem Parlament vorhersagten, ist es eine Sensation.

35) ria, Montag, 07. Mai 2012, 19:19 Uhr

immer und immer wieder diese gegenbeiträge vereinzelter user, sind kaum mehr zu ertragen.

wenn man anderer meinung ist, kann man das kurz begründen, aber was hier abgeht, ist ja nur noch die suche nach womöglichen gegenbeiträgen, die nicht selten länger sind, als die ausgangspostings des hausherrn. wer ist der schönste, klügste im internet, oder wie?

ihr stefan p’s und hildebrands -> macht bitte eure eigenen blogs und kritzelt die mit beiträgen voll. es gäbe einen großen qualitätssprung, wenn ihr euch in den grenzen normaler kommentare zum jeweiligen sprengbeitrag bewegt, was ihr aus gründen einfach nicht hinbekommt. furchtbar nervend euer gesabber.

herr spreng -> kann man die kommentare nicht wenigstens mal zwischenzeitlich zeichenbegrenzen? oder finden sie das hier selbst so toll? normale diskussionen zu ihrem thema kann man sich doch hier inzwischen an die backe heften.

36) Politikverdruss, Montag, 07. Mai 2012, 19:57 Uhr

Da haben wohl einige Mit-Kommentatoren wieder etwas viel auf den nachdenkseiten geblättert. Dort behauptet Herr Müller:“FDP haushoch drin und Linke dezimiert draußen – und keiner kommt auf die nahe liegende Erklärung: Meinungsmache.“ http://www.nachdenkseiten.de/?p=13127

Jetzt wissen wir’s: Dank der deutschen Presse hat es die FDP in den schleswig-holsteinischen Landtag geschafft. Es war „Meinungsmache“ zugunsten der FDP. Dass wir nicht gleich drauf gekommen sind.

37) Erika, Montag, 07. Mai 2012, 23:43 Uhr

Die Dinge ändern sich –

wie man hört, sind die Piraten gründsätzlich bereit Herrn Albig mitzuwählen. Also sollten sich SPD, Grüne und SSW einigen, kann die SPD doch ganz gelassen den “Wahlentwicklungen zuschauen” sei es in SH oder NRW. Nur Frau Merkel, die wird dann nicht mehr so gelassen sein.

38) Sigmund, Montag, 07. Mai 2012, 23:58 Uhr

Nun, wenn Lindner in der Linkspartei wäre, dann würde bei jeder, aber wirklich jeder Erwähnung in den Medien darauf herumgehackt werden, das er früher mal über eine Mio Steuerknete in den Sand gesetzt werden. Man würde genüsslich seine Forderungen nach “soliden Finanzen” seiner eigenen unternehmerischen Geschichte gegenüberstellen.
In jedem Interview würde man ihn nichts anderes mehr fragen, bis auch der letzte Deutsche kapiert hat, das der Mann nicht mit Geld umgehen kann und schon als Student ein arroganter Wohlstands-Schnösel mit Porsche aus dem Klischee-Lehrbuch war.(Gerne auch mit der Suggestion, das der Porsche und die Steuersubvention irgendwie zusammenhängen.)

Aber der Mann hat Glück. Er ist in der FDP.

P.S.: Kann mir mal irgendeiner erklären, wieso das Wulff’sche Haus für €500.000 “kleinbürgerlich” ist, die Hütte von Klaus Ernst ohne Strom im vermutlich viel geringeren Wert hingegen “Luxus” ist?

39) Dieter Carstensen, Dienstag, 08. Mai 2012, 09:16 Uhr

Liebe Mitkommentarinnen und Mitkommentaoren, lieber Michael Spreng,

unser lieber Michael Spreng hatte ja kürzlich darum gebeten, dass wir doch bitte themenorientiert und ohne persönliche Angriffe auf SEINEM Blog diskutieren sollten.

Daran möchte ich mich halten.

Den Satz von @31 Horst Klohocker

“Menschen machen Stimmung und werden gewählt – oft wird nicht geschaut, welches Programm und welche Ideen dahinter stecken. Wie Richtig dieser Satz ist und welche fatale Folgen das haben kann, das haben wir in Deutschland schon einmal bitter erleben müssen.”

fand ich bedenkenswert, passend zum Thema.

Wer sich mit Medien auskennt, wird immer wieder bei der Frage landen: Wem gehören diese Medien eigentlich, wer sind die Herausgeber, Verleger oder Eigentümer?

Und dann beantwortet sich die Frage von selbst, warum manche Medien nun die FDP wieder grösser machen, als wie sie wirklich ist, denn auch für die meisten Journalisten in der “freien Presse” gilt: “Wes Brot ich fress, des Lied ich sing.”

Jetzt geht es um die Wahl in NRW und da wird eben im Vorfeld die FDP von einigen Medien hochgejubelt, um ein entsprechendes “Klima” in der Bevölkerung zu erzeugen.

Viel wichtiger als das Thema “FDP” fände ich das Thema “Nichtwähler”!

Die nehmen immer mehr zu und das sollte zu denken geben, wenn man nämlich die Wahlergebnisse der Parteien auf die wahlberechtigte Wählerschaft insgesamt umrechnet, haben z.B. SPD und CDU in S/H gerade einmal jeweils ca. 18% der Bevölkerung hinter sich.

M.f.G.

40) mkveits, Dienstag, 08. Mai 2012, 10:37 Uhr

Folgt man den schlüssig erscheinenden Thesen von Thomas Hillebrand (11), dann fragt sich der Leser: Warum schreibt der Mainstream die FDP (die H. Prantl schon Mitte der 90er Jahre für “tot” und nunmehr für “aufgepumpt” aber weiterhin “tot” beschreibt) in die Parlamente?

Oder anders gefragt: CUI BONO?

41) Gregor Keuschnig, Dienstag, 08. Mai 2012, 11:15 Uhr

@33/Frank Reichelt
Wir sind ja einer Meinung. Ihr Beispiel mit dem 1:5 Halbzeit-Rückstand ist sehr gut. Wenn das Spiel dann 4:5 endet hört man nur noch, dass man dem drohenden 1:10 etwas Heroisches entgegengesetzt habe.

42) Erika, Dienstag, 08. Mai 2012, 11:30 Uhr

@ 39) Dieter Carstensen, Dienstag, 08. Mai 2012, 09:16 Uhr

Nichtwähler

Lieber Herr Carstensen,

wir haben da einen Verwandten, der wird von allen immer eingeladen, aber er geht nirgendwo hin (er lädt auch niemand ein, aber das spielt eigentich keine Rolle). Ich denke nicht nur wir, sondern viele Menschen haben solche Verwandten. Man überlässt Ihm die Wahl ob Mittag oder Abend, man überlässt ihm die Wahl ob daheim gekocht, beim netten Italiener oder gar ausnahmsweise mal “nobel”. Trotzdem kommt er nicht.

So ähnlich sehe ich das auch mit den Nichtwählern, Deutschland hat inzwischen ein vielfälltiges Angebot an Parteien, jeder darf unter bestimmten Bedingungen eine Partei gründen und wenn man dann trotzdem nicht zur Wahl geht, dann ist das eben so. Dazu kommen Menschen, die an dem Wahltag keine Zeit oder auch keine Lust haben. Dazu kommen Menschen, die sich überhaupt nicht für Politik interessieren oder die zum Wahlzeitpunkt mit vermeintlich wichtigerem beschäfftigt sind.

Eine Alternative wäre die Wahlpflicht.

Wahlpflicht oder Wahlfreiheit? Im Zweifel für die Freiheit auch die Freiheit sich nicht zu beteiligen

43) Erika, Dienstag, 08. Mai 2012, 12:05 Uhr

Menschen machen Stimmen

Sehr geehrter Herr Spreng,

meiner Meinung nach kommt bei Ihrer Argumentation die Rolle der Medien zu kurz.

Nehmen wir die Wahlgegner Roland Koch und Andrea Ypsilanti

Frau Ypsilanti macht u.a. mit Wahlkampf mit dem Plakat “Roland Koch muss weg.” Gutmeinende “Journalisten haben Frau Ypsilanti dann permanent befragt: “Wie halten Sie es mit der Linken?” und Frau Ypsilanti sprach in viele Kameras: “Nicht mit der Linken!”

Und jetzt war Wahltag: Es kam wie es kommen musste. Roland Koch war abgewählt, er konnte keine Regierung bilden, es war bekannt, dass er beim Nachtflugverbot “WORTBRUCH” begangen hatte.
Und die Presse, schaute zu, wie Roland Koch gemütlich sitzenblieb und startete eine unglaubliche Kampagne gegen Frau Ypsilanti (sicher hat die eigene Partei sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber das ist ein anderes Thema).

Bevor Frau Ypsilanti überhaupt irgendetwas gemacht hatte, war sie schon überall “Lügilanti” Dann hat sie ein Wahlverspechen zusammen mit der Linken und den Grünen eingelöst: Die Abschaffung der Studiengebühren. Herr Koch durfte seelenruhig dem Treiben zusehen. Dann sagte Frau Ypsilanti: “Sie werde wohl eines ihrer beiden Wahlversprechen “Nicht mit der Linken” brechen müssen.

Was war das Ergebnis;
1. Es kam zu Neuwahlen (ich kenne die Rolle der SPD dabei) Roland Koch, der “Wortbrecher” beim Nachtflugverbot wurde wieder Ministerpräsident. Nach einem Jahr schmiss er hin, weil ihm offenbar der VV-Posten bei Bilfinger und Berger (Baufirma- für “Wortbruch”-Landebahn) angenehmer, besser bezahlt oder wichtiger ist. Und der ehrenwerte Herr Koch (auch Erfinder der jüdischen Vermächtnisse) wurde mit einem großen Zapfenstreich verabschiedet.

2. Der “Wortbruch” beim Nachtflugverbot wurde inzwischen von einem Gericht kassiert. Seit Monaten demonstrieren jeden Montag Menschen auf dem Frankfurter Flughafen.

3. Frau Ypsilanti, die durchaus gute Ideen (Atomausstieg, Nachtflugverbot, bessere Bildung, Abschaffung der Studiengebühren, neue Energien) wurde zur “Unperson”, nur weil sie Herrn Koch, der damals den Posten bei Bilfinger und Berger noch nicht hatte) nicht zum MP einer großen Koalition (auch ein Wahlversprechen) wählen wollte. Ich kann mich an ein Foto von Frau Ypsilanit bei zeit-online erinnern, da stand darunter “Fratze der Macht”. Frau Ypsilanti, da bin ich mir sicher hätte einen anderen CDU-Politiker zum MP gewählt. Ach und wie schrieb Di Lorenzo kurz vor der Wahl: “Putsch von Links”

Die Stimmen machen nicht die Menschen, eher die unterstützende Presse.

44) m.spreng, Dienstag, 08. Mai 2012, 12:53 Uhr

Die Überschätzung der Medien bzw. deren Dämonisierung geht an der Sache vorbei. Der Einfluss der Medien, insbesondere der Printmedien, auf das Wahlverhalten ist gering – auf jeden Fall geringer als viele glauben. Als BamS-Chef habe ich zwecks Arbeitserleichterung die Politiker natürlich in diesem Glauben gelassen. Die Medien können lediglich Themen auf die Agenda setzen und vorhandene Trends befördern. Mehr nicht.

Journalisten stürzen sich immer auf die spannendsten Themen, bei denen sie das größte Leserinteresse vermuten. Die Frage, ob eine Partei, die zur Geschichte der Bundesrepublik gehört, stirbt oder überlebt, ist zweifellos spannend. Genauso wie der rasante Aufstieg der Piraten von besonderem öffentlichen Interesse ist. Beides ist allemal spannender als die Mindestlohnforderungen der schleswig-holsteinischen Linkspartei. Und Personen sind interessanter als Programme. Diesen Überlegungen folgen Journalisten bei ihrer Arbeit.

Und dass sich Journalisten von Medien höchst unterschiedlicher Couleur kampagnenartig absprechen, ist eine Mär, durch nichts in der Realität gedeckt. Wenn, dann gibt höchstens einen Herdentrieb.

45) StefanP, Dienstag, 08. Mai 2012, 13:02 Uhr

@43) Erika

Ihre Darstellung über die Situation in Hessen 2007/2008 kann man so nicht stehen lassen. Michael Spreng hat ja die überzeugende – nicht neue – These aufgestellt, die Persönlichkeit eines Kandidaten ginge über die Anziehungskraft von Partei und Programm. Die Menschen wollen wissen, von wem sie regiert werden, das betrifft auch Koalitionsregierungen unter den Bedingungen des Mehrheitswahlrechts.

Ypsilanti hatte vor der Wahl mehrere theoretische Koalitionsoptionen, sie spielte dabei offen mit der Möglichkeit einer Ampel – in der sie allerdings nicht hätte ihre Programmatik durchsetzen könnte. Überzeugender war daher die Theorie, sie würde nach der Wahl mit der Linkspartei regieren wollen. Das hat Ypsilanti vehement bestritten und damit zweifelnde Bürger der Mitte als sympathischere Kandidatin angezogen, die zuvor die sehr konservative Union gewählt hatten. Man darf allerdings nicht vergessen, dass Roland Kochs CDU die Wahl knapp gewann (relativ).

Westerwelles FDP handelte 2005 anders wie auch die hessische FDP unter Jörg-Uwe Hahn. Beide wurden bei weiteren Wahlen für ihre Glaubwürdigkeit mit einem Stimmengewinn belohnt, während Ypsilanti ihren ursprünglichen Bonus verspielte.

Menschen machen Stimmen, daher wollen die Bürger wissen, wer sie regiert. Sie wollen das wissen, nicht weil sie in erster Linie an dem Programm, sondern der Integrität des Politikers interessiert sind. Daher haben Politiker, die einmal unglaubwürdig geworden sind, es so schwer wiederzukommen. Die Liste ist mit Wulff, Westerwelle, Lafontaine, Guttenberg, Engholm nur als Anfang gesetzt.

46) Erika, Dienstag, 08. Mai 2012, 14:10 Uhr

“Die Medien können lediglich Themen auf die Agenda setzen und vorhandene Trends befördern.”

Ich finde das ist schon ziemlich viel.

Bundestagswahlkampf 2009:

Ulla Schmidt wird der Dienstwagen an ihrem Urlaubsort in Spanien gestohlen. Bekannt wird dies durch die Mitteilung eines Ärzteverbandes. Frau Schmitt musste sich rechtfertigen und als man ihr in der Sache nichts vorwerfen konnte, wurde ihr vorgeworfen: “Sie sei nicht angemessen mit ihrem Dienstwagen und ihrer Kommunikation umgegangen.” Das begann gut 6 Wochen vor der Wahl. Das Auto wurde auf wunderbare Weise nach 3 Tagen unbeschädigt wieder gefunden. Ulla Schmdt hat ihr Direktmandat an einen Arzt verloren, der zum 1. Mal angetreten war.

Gleiche Zeit: Angela Merkel verbringt ihren Urlaub in Südtirol. Jetzt hat sie neu ihr persönliches “Portrait-Buch” (nicht als Kanzerlin der BRD) herausgebracht. Zur Werbung für dieses Buch hält sie eine Autogrammstunde in Sylt ab und trifft sich hinterher mit ihren Verleugerfreundinnen Springer und Mohn zum Kaffekränzchen. Wie kommt Angela Merkel aus ihrem Urlaub dahin? Sie fordert die Flugbereitschaft an und steigt dann, wegen Sylt um in einen Hubschrauber. Einige wenige Zeitungen berichten über den Vorgang (vorhandene Themen befördern). Diese wenigen Artikel sind innerhalb kürzester Zeit nicht mehr auffindbar. Wenn Sie heute als Normal-user diese recherchieren wollen, erscheinen nur noch Kommentare auf Blockeinträgen. Das Fernsehen berichtet meines Wissens gar nicht über den Vorgang.

Kein Einfluss der Medien?

Ich gehe davon, dass beide Vorgänge rechtlich in Ordnung sind, also dass Ulla Schmidt ihren Dienstwagen benutzen durfte und Angela Merkel die Flugbereitschaft und den Hubschrauber. Mir persönlich ist es auch ziemlich egal was für ein Dienstfahrzeug wer wann wie benutzt.

Was allerdings in einer gut funktionierenden Demokratie nicht sein sollte, ist dass die Ministerin der einen Partei jeden Abend über Tage zur besten Sendezeit als 1. Meldung wie eine “Sau” (mir fällt kein anderer Ausdruck ein) über Bildschirm gejagt wird, während über die “Unternehmung” der Kanzlerin noch nicht einmal sachlich berichtet wird.

Das Ergebnis war auch klar. Ulla Schmidt hat ihr Direktmandat verloren, die SPD-Wählerschaft verzeiht so etwas nicht so leicht. Und Angela Merkel, über die derartige Vorfälle nicht berichtet werden. erscheint uns als besonders solide, seriöse, korrekte Kanzlerin, von der alle regiert werden wollen, auch die, die Ulla Schmidt wegen ihrem Dienstwagen nicht mehr gewählt haben.

Ach, Herr Spreng, Sie sind ja sehr erfahren und lange in der Medienbranche. Sie dürfen mir gerne ein Beispiel nennen, wo etwas derartiges mit einem CDU-Politiker passiert wäre.

Also ganz so machtlos sind die Medien wohl nicht.

Den Wortbruch von Roland Koch zum, Nachtlugverbot, wollten die Medien wohl auch nicht auf die Agenda setzen. Als Wortbruch hätte auch nicht gegolten “Roland Koch muss weg”, wenn Frau Ypsilanti ihn mit zum MP gewählt hätte. Wortbruch war nur “Nicht mit der Linken” mit denen Frau Ypsilanti andere Wahlversprechen gut hätte umsetzen können und es den Machtverlust der “natürlichen” Regierungspartei CDU gegeben hätte.

Es ist niemand gedient, wenn wir die Rolle der Medien klein reden. Warum sollte man sich sonst die Mühe machen, Dinge zu recherchieren um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Erika

47) der Herr Karl, Dienstag, 08. Mai 2012, 14:28 Uhr

“Wenn, dann gibt es höchstens einen Herdentrieb.”

Schon interessant, wenn ein ehemaliger BamS-Chefredakteur den Ball bezüglich Einfluss der Medien flach halten will.
Mir ist schon klar, dass ein regionales Käseblatt kein Agenda-Setting betreiben kann. Wenn jedoch, im globalen Rahmen, mediale Einstimmung auf einen Krieg gegen den Irak betrieben und nun die islamische Welt nach dem Wegfall der kommunistischen Bedrohung als neues Feindbild aufgebaut wird, würde ich schon von einer übergeordneten Absprache reden. Das hat dann nichts mehr mit dem von M. Spreng beschriebenen Herdentrieb zu tun.
Kampagnenjournalismus der besondern Art war am Fall Timoschenko zu beobachten. Verlogener geht’s nicht mehr.
Gemäss der Logik von M. Spreng hat ein Politiker einfach Glück, wenn er vom zufällig eintretenden Herdentrieb der Medien profitiert und hochgespült wird – oder eben Pech, wenn nicht.

48) Dieter Carstensen, Dienstag, 08. Mai 2012, 14:30 Uhr

@39 Erika

Liebe Erika,

danke für Ihren Hinweis. Leider habe ich vergessen, dass ich für die Wahlpflicht bin, wie sie z.B. in unseren demokratischen Nachbarländern Belgien und Griechenland völlig selbstverständlich und unumstritten ist.

Jeder Mensch hat eine Meinung zur Politik und ich finde, eine der grossen Errungenschaften der Demokratie sind das Recht auf freie Wahlen und freie Meinungsäusserung. Wenn man aber in einer Demokratie lebt, dann finde ich es nicht zu viel verlangt, wenn mann wenigstens bei den Wahlen seinen Allerwertesten ab und zu mal in ein Wahllokal bewegr, bzw. Briefwahl macht.

Ich meine, man kann in einer Demokratie nicht immer nur fordern, sondern ist verpflichtet, auch eine Gegenleistung zu erbringen. Und dazu gehört für mich, das Wählen gehen. Man kann ja bei Bedarf den Stimmzettel durchstreichen, Kommentare drauf schreiben, wie z.B. “Die spinnen alle, die …” frei nach Asterix und Obelix, aber zumindest können sich unsere Politikerkaste bei Wahlpflicht dann nicht mehr raus reden, nach Wahlen.

Da gibt es dann seitnes der Parteien keine Ausreden wie “das Wetter war schuld” etc., was wir alle ja zur Genüge kennen, nicht mehr.

Was mich wundert ist, dass KEINE einzige Partei bei uns die Wahlpflicht fordert. Warum wohl nicht?

M.f.G.

49) Michael A. Nuckel, Dienstag, 08. Mai 2012, 14:54 Uhr

@ 38) Sigmund, Montag, 07. Mai 2012, 23:58 Uhr… P.S.: Kann mir mal irgendeiner erklären, wieso das Wulff’sche Haus für €500.000 “kleinbürgerlich” ist, die Hütte von Klaus Ernst ohne Strom im vermutlich viel geringeren Wert hingegen “Luxus” ist?

Sehr gerne: Ein CDU-ler ist kraft der Nähe seiner Partei am Kapital mit mickrigen 500.000 EUR für ein Haus nahezu ein Underperformer, während sich ein -porschefahrender- Linker mit seiner Hütte, mag diese auch relativ gesehen, weniger werthaltig sein, im materiell verbotenen Raum bewegt, weshalb er das Verdikt Luxus kassiert, um seine politische Glaubwürdigkeit, sodenn diese noch vorhanden ist, zu diskreditieren, m.a.W., was ein CDU-ler längst darf, darf ein Linker noch lange nicht.

Soviel als Erklärung, ohne mich dieser Meinung anschließen zu wollen ;-) ))

50) Peter Christian Nowak, Dienstag, 08. Mai 2012, 15:14 Uhr

@)44) m.spreng,
^^Und Personen sind interessanter als Programme. Diesen Überlegungen folgen Journalisten bei ihrer Arbeit.^^

Sie haben Recht. Das IST eben das Dilemma. Wenn Programme defacto lediglich schmückendes Beiwerk ist, sozusagen ohne “bindende Wirkung” für die politische Klasse, kommt der Wähler auf den Gedanken NICHT zur Wahl mehr gehen zu müssen. Menschen wollen verantwortliche Politik nicht auf dem Laufsteg sehen, sonst reichte ihnen auch eine Modenschau. Nein, sie wollen sicher sein, daß das, was versprochen, was vorher gesagt wurde, hinterher auch wirklich in den politischen Politikbetrieb eingeht. Und weil das nicht der Fall ist (als Beispiel FDP), sehnt man sich nach dem Erlöser. Und wenn´s die Piraten sind, denen man offensichtlich in dieser Hinsicht mehr zutraut, als den Etablierten.

^^Und dass sich Journalisten von Medien höchst unterschiedlicher Couleur kampagnenartig absprechen, ist eine Mär, durch nichts in der Realität gedeckt. Wenn, dann gibt höchstens einen Herdentrieb.^^

Ja “Herdentrieb”, wenn man es wohlwollend ausdrückt. Dann trifft meiner Meinung nach aber das zu, was Augstein in seiner Kritik zu bedenken gab. (siehe SD-link von 30) Maren P. und Beitrag von 29) ThomasHillebrand und 43) und 46) Erika und Herr Karl

51) Thomas Hillebrand, Dienstag, 08. Mai 2012, 15:14 Uhr

@ 44) m.spreng

Sie werden es bestimmt den Vielen nicht übel nehmen, die auf genau so eine Argumentation von Ihnen schon gewartet haben, da sie aus Ihrer Position heraus natürlich nur zu verständlich ist. Ordentlich Chuzpe haben Ihre Bemerkungen freilich angesichts des Konzerns, dem Sie journalistisch angehörten! In mir breitet sich einfach Heiterkeit aus, wenn ausgerechnet Sie (im gedanklichen Verbund mit den anderen Blättern Ihres ehemaligen Arbeitgebers) diese Kreide fressenden, abwiegelnden Töne des unschuldigen Häschens anschlagen. Da lachen ja wirklich nicht nur alle deutschen Hühner! Doch sollte Ihr Kommentar als auflockernde, humoristische Einlage gedacht gewesen sein, dann allerdings: Volltreffer! Bravo!
Leider bleiben die Fakten, wie Sie sind, da ändern auch Ihre Nebelkerzen nichts dran.

52) mkveits, Dienstag, 08. Mai 2012, 15:21 Uhr

“Und dass sich Journalisten von Medien höchst unterschiedlicher Couleur kampagnenartig absprechen, ist eine Mär, durch nichts in der Realität gedeckt. Wenn, dann gibt höchstens einen Herdentrieb.”

Ihre Aussage, Herr Spreng, wie schätzen sie den vormaligen Einfluss der HH-Medien in der Causa Richter “Gnadenlos” ein?

53) Erika, Dienstag, 08. Mai 2012, 17:04 Uhr

@45) StefanP, Dienstag, 08. Mai 2012, 13:02 Uhr

Eine der wenigen Handlungen – Erfüllung von Wahlversprechen – von Frau Ypsilanti als Fraktionsvorsitzender der SPD im Hessischen Landtag war:

Die Abschaffung der Studiengebühren. Dieses Wahlversprechen konnte sie nur einhalten, weil die Linke im Landtag zusammen mit den Grünen ebenfalls zugestimmt hat. War es nach ihrer Auslegung gut das Wahlversprechen Abschaffung der Studiengebühren (übrigens das Gesetz gilt bis heute) durchzusetzen oder hätte Frau Ypsilanti wegen ihrer “Glaubwürdigkeit” auf die Umsetzung des Wahlversprechens verzichten sollen, weil sie auf Jounalistenfragen geantwortet hat: “Nein, nicht mit der Linken” ?

Mich würde nur noch interessieren, wo Sie die Glaubwürdigkeit von Herrn Koch einordnen, in ihrer Anfangsliste ist er ja nicht vertreten und der Mann musste immerhin mal zugeben, dass er jüdische Vermächtnisse erfunden hat und wenn ich mich richtig, erinnere Darlehensbriefe gefälscht und einen Wortbruch beim Nachtflugverbot begangen. Als sich Roland Koch erneut der Wahl stellte, versprach er, dass er eine ganze Legislaturperiode bleiben würde. Wie wir alle wissen, nach einem Jahr wurde er Vorstandsvorsitzender bei Bilfinger und Berger.

Aber Frau Ypsilanti hat ihren Bonus der Glaubwürdigkeit verspielt und die FDP hat an Glaubwürdigkeit gewonnen, weil sie sich vollkommen undemokratisch einem Gespräch verweigert hat.

Frau Ypsilaniti kann man vorwerfen, dass sie dumm und naiv gehandelt hat. Bei diesem Wahlergebnis und dem Sitzenbleiben von Herrn Koch musste sie irgend ein “Wahlversprechen” brechen. Entweder “Roland Koch muss weg.” oder “Nicht mit der Linken. Hätte Roland Koch nicht eine solche Clevernis und ein Machtbewusstein und die nötige Untersützung durch die Medien, hätte Frau Ypsilanit keinen Wortbruch begehen müssen, Aber darum geht es nicht, Frau Ypsilanti war an vielen Dingen einfach selber schuld. Aber sie war sicher keine “Fratze der Macht”.

54) m.spreng, Dienstag, 08. Mai 2012, 17:10 Uhr

@ 53 Erika

Darf ich daran erinnern, dass Frau Ypsilanti an vier SPD-Abgeordneten gescheitert ist, die das Versprechen “Nie mit der Linkspartei” ernst genommen hatten?

55) StefanP, Dienstag, 08. Mai 2012, 18:03 Uhr

@53) Erika

Ich will die Ypsilanti-Affäre hier nicht vertiefen, nur soweit es die Glaubwürdigkeit der Person betrifft:

In meiner Liste sind nur Personen aufgeführt, denen ein die Integrität berührendes Verhalten nachgewiesen wurde oder die dies eingestehen mussten. Lafontaine hat als verantwortlicher Parteichef und gewählter Abgeordneter sowie führender Minister alle Ämter auf einen Schlag hingeworfen. Das verzeiht keine demokratische Gesellschaft.

Regierungschef wird man nicht wegen einer Sachfrage. Um die Studiengebühren abzuschaffen, brauchte Ypsilanti nicht das Amt. Solche Posten verlangen jedoch Integrität der Person und die richtet sich eben auch danach, wer einen unterstützt. Die Bürger verstehen, dass Politiker sich in einer Sachfrage während des Regierens anders positionieren müssen, sie akzeptieren jedoch nicht, dass man aus augenscheinlich opportunistischen Gründen gegen Grundsatzüberzeugungen handelt. Die meisten Hessen wollten keine Regierung unter Beteiligung der Linken, das wusste Ypsilanti. Da war den Hessen der als wirtschaftskompetent geltende Roland Koch lieber. Es gibt keinen Anhaltspunkt, dass die Darmstädterin ihren Erfolg bei einer Koalitionsaussage zugunsten der Linken erreicht hätte.

Das soll’s gewesen sein. Genug des Sidekicks.

56) Sigmund, Dienstag, 08. Mai 2012, 18:48 Uhr

Lieber Herr Spreng, darf ich sie daran erinnern, das esmindestens 50 % der “Abweichler” weniger ums Gewissen als um eine handfeste Intrige gegen den linken Parteiflügel ging, wie sogar Volker Zastrow von der doch eher unlinken FAZ festgestellt hat?
Spezielle der Kavalier unter den Vier hat als Verhandlungsführer für die SPD das halbe Jahr 2008 die Tolerierungsvereinbarung mit der Linkspartei ausgehandelt, und erst ein paar Tage vor der MP-Wahl, als klar wurde, das er das erhoffte Ministerium nicht bekommt, ist ihm eingefallen, das die Leute, mit denen er vorher verhandelt hatte, “Neokommunisten” (in Hessen, klar” seien.
Und hier kommen wir wieder zur medialen Stimmungsmache: Trotzdem sind die 4 zu Märtyrern stilisiert worden, die sie nicht waren.

57) Mark, Dienstag, 08. Mai 2012, 19:20 Uhr

@ m.spreng

> Und dass sich Journalisten von Medien höchst
> unterschiedlicher Couleur kampagnenartig
> absprechen, ist eine Mär, durch nichts in der
> Realität gedeckt. Wenn, dann gibt höchstens
> einen Herdentrieb.

Also, ich erinnere mich an einen Bericht in der ZEIT, dass 2008 kurz nach dem Lehmann-Zusammenbruchdie Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister (Steinbrück) die Chefredakteure der wichtigsten deutschen Medien ins Kanzleramt einluden, um höflich darum zu bitten, doch bitte nicht zu negativ zu berichten. Man brauchte schließlich Zuversicht und wollte auf jeden Fall einen sog. “Bankrun” vermeiden.

Wie durch ein Wunder berichtete man eher vorsichtig, und der Bankrun blieb aus.

http://www.zeit.de/2009/06/Ratlosigkeit
(Auch erschienen in der Print-Ausgabe Nr. 6/2009)

Ja, das mag Herdentrieb gewesen sein. Bloß kennen wir nun auch die Schäferhunde, die die Herde getrieben haben. ;-)

P.S.: Natürlich wurde *nicht* in großem Umfang über das Treffen im Kanzleramt berichtet. Die Zeit und einige (wenige!) Blogger berichteten. Das war’s.

58) Baden-Baden, Dienstag, 08. Mai 2012, 19:41 Uhr

… Nein – nicht Menschen machen Stimmen, sondern Probleme suchen sich ihre eigenen Mehrheiten für Lösungen.

Es bilden sich informelle oder formelle Koalitionen für vernünftige Problem-Lösungen.

Schaumschläger, die die Medien für ihre Zwecke benutzen, können zwar kurzfrsitig punkten.

Letzlich zählt aber nur die politische Substanz.

Wo ist die “politische” Substanz von Lindner und seiner FDP ?

59) Bernhard Paul, Dienstag, 08. Mai 2012, 21:26 Uhr

Lieber @51 Thomas Hillebrand,

da Sie offenbar vom journalistischen Fach sind, so wie Sie @44 M. Spreng “zerlegen”, würde mich/uns natürlich Ihre sach- und fachkundige Replik auf Sprengs Exkurs interessieren. Also: Butter bei die Fische. Sie haben es leider bei einem Heiterkeitsanfall belassen. Wir lachen gerne mit, werden dadurch entspannter, aber leider nicht klüger.

60) Erika, Dienstag, 08. Mai 2012, 22:35 Uhr

@ 54 m. spreng

Sie dürfen, daran erinnern, das ändert aber nichts an der Medienhetze, die gegen Frau Ypsilanti stattgefunden hat. Wie gesagt auch, auch das Verhalten Teile der SPD ist unentschuldlbar. Dazu gehört sicher das Verhalten es parteiinternen Gegners Herrn Walter, der mit einer persönlichen Referentin von Roland Koch verheiratet ist und einer der 4 “SPD”-Abgeordneten war. Es ist schon komisch, wenn man unter einem Wahlplakat für die SPD Wahlkampf macht auf dem steht. “Roland Koch muss weg.” und dann organisiert man heimlich einen Putsch gegen die eigene Kanditatin, damit genau dieser Roland Koch – entgegen dem Wahlplakat . Ministerpräsident bleibt. Und offenbar hatten diese 4 Abgeordnete auch keine Probleme entgegen “der Ernstnahme ihres Versprechens “Nie mit der Linkspartei” die Studiengebühren abzuschaffen. Galt das Versprechen “Nicht mit der Linkspartei” nür für die Wahl des Ministerpräsidenten?
Nur Frau Metzger hatte mit offenem Visier gekämpft. Gleichzeitig wurden diese 4 Abgeordneten in den deutschen Medien als HELDEN gefeiert. Wobei wir wieder bei den Medien wären.

61) Gregor Keuschnig, Mittwoch, 09. Mai 2012, 07:40 Uhr

@44/m.spreng
Die Argumentation, die Journalisten machen nur das, was ihre Leser interessiert, ist natürlich eine Koketterie. Das erinnert stark an die Frage was zuerst da war: die Henne oder das Ei. Wäre es nicht eine Aufgabe von Journalisten Politik ein bisschen mehr zu entpersonalisieren? Ich sehe natürlich ein, dass es einfacher ist im Mülleimer des Politikers X zu wühlen als sich durch programmatische Bleiwüsten zu robben. Damit betreibt man aber letztendlich nur das Geschäft des Boulevards. Politische Berichterstattung sollte anders aussehen.

Wie Kampagnenjournalismus funktioniert und das es ihn gibt, konnte man zuletzt sehr schön am Fall Wulff beobachten. Um das klarzustellen: Auch ich hielt Wulff für nicht mehr tragbar. Aber wie sich der seriöse Journalismus von der Bild-Zeitung vor den Karren hat spannen lassen, weil man bei der Demontage unbedingt dabei sein wollte (ich denke da besonders an die berühmt-berüchtigte Mailbox-Nachricht) – das war schon ziemlich erbärmlich.

Und wie geht es zusammen, wenn Sie einerseits die medialen Beeinflussungen so klein halten, andererseits dann aber den Umfragewahnsinn geißeln?

62) Alexis, Mittwoch, 09. Mai 2012, 08:50 Uhr

@) 39) Dieter Carstensen

“Viel wichtiger als das Thema “FDP” fände ich das Thema “Nichtwähler”!
Die nehmen immer mehr zu und das sollte zu denken geben, wenn man nämlich die Wahlergebnisse der Parteien auf die wahlberechtigte Wählerschaft insgesamt umrechnet, haben z.B. SPD und CDU in S/H gerade einmal jeweils ca. 18% der Bevölkerung hinter sich.”

Das Thema bewegt mich auch viel mehr als alles andere. Hinzu kommen noch die (bewusst abgegebenen ?) ungültigen Simmen!

Warum ist das so ? Und warum finden die NW bei den vorhandenen Partei-Angeboten keine Heimat mehr ?

63) Erwin Gabriel, Mittwoch, 09. Mai 2012, 08:56 Uhr

Dass “Medien” beispielsweise die FDP in den Landtag getragen haben, ist aber dummes Zeug. Niemand, der eigentlich die CDU, die SPD, die LINKE, die PIRATEN oder die GRÜNEN wählen will, wählt aufgrund eines Zeitungsberichts die FDP.

Von wirklich wenigen Ausnahmen abgesehen geht es auch im Medienbetrieb ums Geld. Womit mache ich die höchste Auflage, mit welchen Themen verkaufe ich meinen Titel am besten. Und da gehen Menschen halt vor Sachthemen.

Was man vielen Journalisten sicherlich vorwerfen kann, ist, dass sie ihre eigene Meinung in Berichte einfließen lassen. Das sollte nicht geschehen bzw. wenn doch, als Kommentar gekennzeichnet sein.

64) Frank Reichelt, Mittwoch, 09. Mai 2012, 09:22 Uhr

@ 48) Dieter Carstensen

Lieber Herr Carstensen,

sicherlich haben sie nur versehentlich vergessen zu erwähnen, dass es in den großen europäischen Demokratien Großbritannien und Frankreich keine Wahlpflicht gibt. Von den USA mal ganz abgesehen.

Ihr Beispiel Griechenland ist auch nur bedingt tauglich ihre Pro-Wahlpflicht Argumentation zu untermauern. Zwar ist die Pflicht zur Wahl in der griechischen Verfassung festgeschrieben, wird aber faktisch nicht ausgeübt, d.h. wer nicht zur Wahl geht muss nicht mit Strafe rechnen.

Es gibt Argumente für die Wahlpflicht, nach meiner Meinung aber noch bessere dagegen, für eine vertiefte Diskussion ist aber hier nicht der Platz.

mit freundlichsten Grüßen

Frank Reichelt

65) Erika, Mittwoch, 09. Mai 2012, 09:33 Uhr

@55) StefanP, Dienstag, 08. Mai 2012, 18:03 Uhr

“Regierungschef wird man nicht wegen einer Sachfrage. Um die Studiengebühren abzuschaffen, brauchte Ypsilanti nicht das Amt. ”

Habe ich es doch gewusst. Es ging nicht darum, ob Studiengebühren abgeschafft werden. Es ging um das AMT. Mehrheiten mit der Linken für Änderungen in der Sache kein Problem, dafür darf sie selbstverständlich die Mehrheit im Landtag nutzen. Wenn es aber darum geht, ob Herr Hahn einen Ministerposten erhält, als Dank für die Unterstützung des Herrn Koch, sieht die Angelegenheit vollkommen anders aus.

Vielen Dank für die interessante Diskussion!

Erika

66) Thomas Hillebrand, Mittwoch, 09. Mai 2012, 09:47 Uhr

@ 59) Lieber Herr Bernhard Paul,

Sie haben schon einmal treffsicher erkannt, dass ich in der Tat vom journalistischen Fach bin: Ich war vor bald vierzig Jahren Herausgeber einer Schülerzeitung. Ihrer Interpretation indes, dass es sich bei mir um einen “Heiterkeitsanfall” gehandelt habe, muss ich aber widersprechen: Es war, wie ich geschrieben hatte, nur Heiterkeit, die sich in mir “breit machte”. Da möchte ich schon um Genauigkeit bitten dürfen.

Ich verstehe aber leider nicht ganz, was Sie vermissen. Ich hatte in @ 11) und als Antwort-Kommentar in @ 29) das geschrieben, was mir als Replik auf den Exkurs von Herrn Spreng wichtig erschien. Ob Sie persönlich dies als Replik gelten lassen und das goutieren (wohl kaum), ist ja eine ganz andere Frage. Wahrscheinlich haben Sie es einfach überlesen. Das passiert schon mal.

Dass ich, wie Sie schreiben, zur allgemeinen (“wir”) Entspannung und Heiterkeit beigetragen habe, das darf ich sicher als Kompliment auffassen.

67) Thomas Hillebrand, Mittwoch, 09. Mai 2012, 10:20 Uhr

@ 60) Erika

Ich stimme Ihnen ausdrücklich zu! Diese “Helden”-Kampagne der Medien damals war schier unerträglich! Und das Ypsilanti-Bashing hatte knapp die Qualität, mit der jetzt Grass medial fertig gemacht wurde.

In Herrn Sprengs Wahrnehmungsfilter, nehme ich an, waren aber diese Kampagnen bestimmt keine Kampagnen, sondern die gesunde, mediale Empörung aller aufrechten Demokraten. Ach ja, seufz, wie eigentlich schrecklich langweilig diese ewigen vorhersagbaren Rezeptionen zwischen linkem und konservativ-neoliberalen Lager sind. Bevor’s aber Dresche gibt: Ja, natürlich auch linkem Lager!

Übrigens, beim Aktenzeichen Ypsilanti fällt mir gerade irgendwie auch noch der Ex-Genosse Wolfgang Clement und seine damalige Rolle ein…

68) Bernhard Paul, Mittwoch, 09. Mai 2012, 12:25 Uhr

Lieber @61 Gregor Keuschnig (und andere),

dass es Medienkampagnen gibt, bezweifelt wohl kaum jemand. Spreng dementiert ja nur, dass es Absprachen zu Kampagnen gibt: “… dass sich Journalisten … kampagnenartig absprechen, ist eine Mär”. Das ist etwas anderes. Und da hat er wohl recht. Wie sollten sich denn auch Medienhäuser, die im scharfen Wettbewerb stehen, zurm trauten Miteinander zusammenfinden?

Es ist schon so: Einer, oft genug BILD, wirft den Ball und andere hecheln hinterher.

Als ehemaliger BamS-Chefredakteur konnte es sich Spreng leisten bzw. musste er es sich sogar leisten, nur das zu drucken, was Leser neugierig oder scharf macht. Bei der FAZ oder der ZEIT ist das wohl ein bisschen anders. Da solles schon vorkommen, dass sich Redakteure, um Ihr BIld aufzunehmen, “durch programmatische Bleiwüsten … robben”

69) Dierke, Mittwoch, 09. Mai 2012, 12:41 Uhr

Mit jedem weiteren Kommentar hat man sich hier vom eigentlichen Thema “FDP” ein beträchtliches Stück entfernt. Zuerst staunt man nicht schlecht, dass die totgesagte FDP wieder im Landtag ist, und dann gleich mit 8 %. Wem hat sie es nur zu verdanken ? Kubiki oder den Medien? Vielleicht auch den bürgerlich liberalen Wählern, die sich von dem unsäglichen Begriff “Neoliberalismuns” nicht irritieren lassen.
Mit den “Piraten” gibt es neben SPD; Kommunisten, Grünen und – leider auch – CDU gibt es nun eine weitere “linke” Partei. Wie kann man einem bürgerlich liberalen Wähler zumuten, eine solche “linke” Partei zu wählen.
Leider schaftt es keine Wahl, endlich die “Nichtwähler” als stärkste Partei zu “loben”. Wann endlich wird der Bundestag, werden die Landtage entsprechend dem “korrekten” Wahlergebnis “verkleinert”.
40 % Nichtwähler zeigt eine ganz andere Zusammensetzung der Parlamente.

70) Dieter Carstensen, Mittwoch, 09. Mai 2012, 14:06 Uhr

Liebe Diskussionsrunde, lieber Michael Spreng,

ich bin hier ja z.B. von @62 Alexis auf das Thema “Nichtwähler” angesprochen worden.

Meine Meinung dazu ist diese:

In der Diskussion um Wahltrends, Wahlergebnisse und in den Wahlauswertungen der Parteien geht mir immer ein Aspekt nahezu völlig unter: Die Nichtwählerzahlen. Die Wahlbeteiligung nimmt überall immer mehr ab, aber alle tun so, als wäre das ohne jegliche Bedeutung.

Wenn man sich anschaut, wie sehr die Anzahl der Nichtwählerschaft immer mehr zu nimmt, müsste das eigentlich ein Alarmsignal sondergleichen für alle sein, welche es mit unserer Demokratie wirklich ernst nehmen.

Offensichtlich fühlen sich immer mehr Menschen in ihrem persönlichen Alltag, in ihren persönlichen Bedürfnissen durch die Parteien nicht mehr vertreten – damit meine ich alle Parteien – und bleiben Wahlen eben einfach fern.

Es scheint eine zunehmende Entfremdung statt zu finden, zwischen den Menschen, welche die Parteien vorgeben zu vertreten und den Ansprüchen, welche diese an ihre “Volksvertreter” haben.

Ich stelle mir die Frage:

Wie lange kann unsere Demokratie das noch aushalten, ohne tiefen Schaden zu erleiden.

In Schleswig-Holstein gab es 39,6 % Nichtwähler!

So hoch war die Zahl der Nichtwählerschaft dort noch nie. Und nirgends sieht es besser aus. Ich bin mir sicher, auch in NRW werden wir einen neuen Rekord der Nichtwählerzahlen bei der Landtagswahl erreichen.

All diese schönen Reden der Parteien vergessen gerne EINES:

Von wieviel Prozent der Gesamtwahlberechtigen wurden sie wirklich gewählt?

Für Schleswig-Holstein z.B. sehen sie Zahlen erschreckend aus:
CDU und SPD haben jeweils nur ca. 18 % der Gesamtwahlberechtigten hinter sich, FDP 4,8 %, Grüne 7,9 %, Linke 1,3 % und Piraten 5 %.

Näheres siehe hier:

http://tautenhahn.blog.de/2012/05/07/nichtwaehler-endlich-ard-angekommen...

Unsere Parteien legitimieren sich durch Wahlergebnisse, bei denen klar wird, dass sie weit an der Realität vorbei gehen. Die Politikverdrossenheit von immer mehr Menschen in unserem Land wird einfach nicht ernst genommen und in keinster Weise darauf reagiert.

Ergebnis: Noch weniger Menschen werden wählen gehen.

Die Parteien kommen mir mittlerweile so vor, als würden sie nur noch nach dem Kölner Spruch handeln:
“Ett hätt scho immer jot jejange”

Die Frage ist, wielange geht dieses “Spiel” noch gut? Wann begreifen die Parteien endlich, dass sie das “Volk”, also uns, nicht “vertreten”, sondern unsere Bedürfnisse und Interessen ernst nehmen sollen?

Wer engagiert sich denn noch in unseren Parteien? Wenn ich alle Parteien zusammenrechne, komme ich auf ca. eine Million Menschen, welche sich in Parteien überhaupt noch engagieren.

Die grossen Parteien CDU und SPD haben nahezu seit 1980 die Hälfte ihrer Mitgliedschaft verloren, aber wurden Konsequenzen daraus gezogen?

Nein!

Wenn die Politik die Menschen nicht dort abholt, wo sie leben, in ihrem Alltag und ihren Bedürfnissen, wenn sie nicht kurz-, mittel- und langfristige politische Alternativen für die Zukunft unserer Gesellschaft anbietet, sondern immer nur noch tagespolitisch REAGIERT, muss sie sich nicht wundern.

Willy Brandt hat seinerzeit die Wahl gewonnen mit dem Satz:

“Mehr Demokratie wagen” und er hat vieles davon umgesetzt. Er hatte der Gesellschaft gesellschaftliche Persepektiven, kurz- mittel- und langfristig geboten und z.B. seine Friedesnpolitik erwies sich langfristig als mehr als richtig.

Scheinbar weiß das heute kaum noch jemand.

Aber auch wenn Staaten, wie @64 Frank Recihelt zu recht festestellt, wie Grossbritanien und Frankreich keine Wahlpflicht haben, so kann ich darin kein Gegenargument zu einer Wahlpflicht bei uns sehen.

M.f.G.

71) Erika, Mittwoch, 09. Mai 2012, 14:24 Uhr

“Wenn ihr Europa-Kurs an Frankreichs neuem Präsidenten Francois Hollande und instabilen Verhältnissen in Griechenland scheitern sollte, dann droht auch ihr 2013 eine Niederlage”

Auch eine wunderbare These, zu der ich einige Fragen hätte:

Wieviele Staaten haben den “Europa-Kurs” von Frau Merkel eigentlich ratifiziert?
Ist überhaupt in einem Staat der “Fiskalpakt” von Frau Merkel schon Gesetz?
Wie sieht dies denn in Deutschland aus?
Braucht Frau Merkel für dieses Gesetz die Opposition und stimmt diese zu?

Was ist eigentlich wirklich neu an diesem Fiskalpakt oder ist er nur eine Modifizierung des Maastrichtvertrages?
Was passiert konkret, wenn ein Partner diesen Pakt nicht einhält?
um nur einige Fragen zu stellen. Ich hätte mehr!

Liest man den Satz von Herrn Spreng entsteht der Eindruck außer in Frankreich und in Griechenland hätte Angela Merkel alles im Griff. Diesen Eindruck bekommt man allerdings nicht nur bei Herr Spreng, sondern in weiten Teilen der Medien.

Frau Merkel hat so wie ich sehe, die Unterschrift von 25 Regierungschefs einschließlich ihrer eigenen. Einige dieser Regierungschefs sind bereits abgewählt und/oder einigen droht demnächst zumindest eine Wahl. Frau Merkel hat wohl eine Kabinettsvorlage, deren Abstimmung im Parlament aber erstmal verschoben wurde. Weiß nicht genau ob die Sachlage genau so stimmt, dies ist aber mein Eindruck.

Die Medien vermitteln ein ganz anderes Bild, Ich würde mir wirklich wünschen, wenn die Medien mehr berichten und weniger Frau Merkel bejubeln würden.

Es tut mir wirklich leid, aber wäre es nicht die Aufgabe der Medien die Bürger zu informieren?

72) Erwin Gabriel, Mittwoch, 09. Mai 2012, 17:15 Uhr

@ 70) Dieter Carstensen, Mittwoch, 09. Mai 2012, 14:06 Uhr

Wieder so ermüdend viele Wörter…

Wenn Sie schon feststellen, dass sich viele Bürger/innen nicht mehr von Parteien vertreten fühlen, welchen Sinn macht es dann, diese Bürger per Wahlpflicht zu zwingen, bei einer der Parteien ein Kreuz zu machen?

73) Frank Reichelt, Mittwoch, 09. Mai 2012, 18:02 Uhr

@ 72) Dieter Carstensen

Als Kölner kann ich ihr Zitat:“Ett hätt scho immer jot jejange” leider so nicht stehen lassen, es muss nämlich richtig heißen: “Et hätt noch immer jot jejange”!

74) Michael A. Nueckel, Mittwoch, 09. Mai 2012, 18:58 Uhr

@ Dierke, 69: “40 % Nichtwähler zeigt eine ganz andere Zusammensetzung der Parlamente.”

Sie bringen mich auf eine Idee: Wie sähe das aus, wenn der Nichtwähler mit im Parlament säße, und sei es nur fiktiv, indem für diesen %-Anteil eine proportional entsprechend graue Fläche frei bliebe? … so als eine Art symbolischer Warnung, Mahnung oder sonst was.

75) Sternedeuter, Freitag, 11. Mai 2012, 07:17 Uhr

@70/D. Carstensen…..Es ist ermüdend, dass Sie immer meinen müssen, Ihren Senf inform eines Artikels hier in die Kommentarthreads eintragen zu müssen und diese dann per Link auf die Spreng-Seite auch noch im WWW zu verteilen. Und wieder mal haben Sie eine spannende Diskussion, wie diese hier, abgewürgt. Aber das kennt man ja schon aus zahlreichen anderen Blogs. Wenn Sie wenigstens inhaltlich sinnvolles schreiben würden. Aber stets das gleiche opportune Zeugs. Sorry, aber das musste ich als Dauer-Leser dieses Blogs mal loswerden!

76) Dieter Carstensen, Freitag, 11. Mai 2012, 10:30 Uhr

@75 Sterndeuter

Werter “Sterndeuter”,

was Sie aus “zahlreichen anderen Blogs” zu kennen meinen, weiss ich nicht. Hier habe ich jedenfalls aus meiner Sicht keine Diskussion “abgewürgt”, sondern das Thema hatte sich erschöpft, unser lieber Michael Spreng hat ja ein neues Thema eröffnet.

Niemand wird gezwungen, dass zu lesen, was ich schreibe und niemand muss meiner Meinung sein.

Aber zu schreiben, wie Sie es tun, bezogen auf mich:

“Wenn Sie wenigstens inhaltlich sinnvolles schreiben würden.”

dann zeugt das nicht gerade von Diskussionskulur, wenn Sie jnhaltlich in Ihrem Beitrag mit keinem einzigen Wort auf die Argumente meines Beitrages eingehen.

Und SIE sind kein “DAUERLESER” dieses Blogs, da bin ich mir sicher, sondern Ihnen geht es nur darum, mich persönlich anzugreifen.

Sie haben nur den Nicknamen gewechselt, das ist alles. Sie sollten sich schämen!

M.f.G.

77) OttoKrüja, Freitag, 11. Mai 2012, 14:28 Uhr

@63 (Erwin Gabriel):
»Dass “Medien” beispielsweise die FDP in den Landtag getragen haben, ist aber dummes Zeug. Niemand, der eigentlich die CDU, die SPD, die LINKE, die PIRATEN oder die GRÜNEN wählen will, wählt aufgrund eines Zeitungsberichts die FDP.«

Das setzt aber voraus, daß jeder, der beabsichtigt, wählen zu gehen, eine gefestigte/festgefahrene politische Heimat hat. Glaube nicht, daß das bei allen Wählern zutrifft.
Im Bereich der (Produkt-) Werbung kann man doch sehr gut sehen, wie mediale monothematische Dauerberieselung funktioniert – ich erinnere mich noch gut an die Megatonnen verkaufter Activia-Joghurts, als die Werbeoffensive in Dauerschleife lief.

78) der Herr Karl, Freitag, 11. Mai 2012, 15:47 Uhr

Dieter Carstensen schrieb am 15. Oktober 2011 at 00:39 – Permalink Antworten (als Antwort an “ola”):

“Oh, haben sie den Nick mal wieder gewechselt?
Wird Ihnen nicht helfen!
Jens Berger wird Ihnen auf die Schliche kommen, da bin ich sicher.
Im Übrigen, ich trinke Tee, bin topfit und lasse mich von Leuten wie Ihnen weder provozieren, noch aus der Reserve locken.
Scheinbar kennen Sie keine Software, die Schreibstile vergleichen kann.
Nennen Sie sich “ola”, oder “fdddf” oder wie auf dem Blog von Michael Spreng http://www.sprengsatz.de/?p=3741&cpage=1#comment-25007 von mir aus “Kritiker” unter Kommentar #151.
Ein guter Freund von mir ist Ceo einer Softwareentwicklungsfirma, ich habe von ihm zum Test ein sehr gutes Schreibstilanalisierungsprogramm bekommen.
Funktioniert prima, soll im Januar 2012 auf den Markt kommen, ist noch die Beta Version.
Ihnen bin ich jedenfalls damit in wenigen Minuten auf die Schliche gekommen.
Ich könnte Ihnen hier sogar Ihren richtigen Namen verraten, waren nur ein paar Mausklicks, um das rauszufinden.
Und nun lassen Sie mich bitte in Ruhe, so langsam reicht es!”

Dieter Carstensen schrieb am 15. Oktober 2011 at 10:51 – Permalink (als Antwort an “fdddf”):
“Hat Ihnen schon mal jemand gesagt dass Sie ein Irrer und kompletter Vollidiot sind?”

(der Herr Karl ist nicht Sterndeuter, aber Dieter Carstensen ist und bleibt Dieter Carstensen)

79) Dieter Carstensen, Samstag, 12. Mai 2012, 10:20 Uhr

@78 Werter “der Herr Karl”

Ich weiss nicht, warum Michael Spreng weiter auf SEINEM Blog, entgegen anderer Ankündigung, wieter persönlich beleidigende und diffamierende Kommentare zu lässt.

Aber wenn dem so ist, habe ich das Recht, mich gegen offenkundig blanken Unsinn zu wehren. Warum sollte ich unter anderen Namen, als meinem eigenen schreiben?

Macht doch keinerlei Sinn, jedenfalls für mich nicht. Scheinbar habe ich in das richtige Wespennest gestochen!

Wie kann man sich nur derart echauffieren, wie Sie “der Herr Karl”, ohne irgendwas zur Sache wirklich erhellendes beitragen zu können?

Das ist für mich genau so unsinnig, wie die Argumentation von @75 Sterndeuter:

Was spricht sachlich dagegen, dass ich Kommentare, welche ich SELBER geschrieben habe, wenn sie gerade zum Thema passen, , wie unter 70:) von meiner eigenen Homepage als Antwort auf Beiträge, welche mich ansprachen, auch hier einstelle?

Soll ich mir die Arbeit doppelt machen? Meine Gedanken noch einmal neu formulieren, nur weil es manchen hier nicht passt?

Und das ich auf meiner Homepage gerne auf den Blog von Michael Spreng hinweise, den ich auch verlinkt habe, weil ich diesen Blog schätze, wer will mir daraus einen Vorwurf machen?

Ich denke nicht in Lagern oder Kategorien von Parteien. Ich twitter seit Jahren z.B. mit Bodo Ramelow, Vorsitzender Die LINKE Fraktion Thüringen, Michael Panse, der jetzt für die CDU Oberbürgermeisterkandidat in Erfurt war und wir drei haben keinerlei Problem damit.

Kann man alles im Internet nachlesen.

Woher kommt eigentlich Ihr Neid, Ihre Agressivität gegen mich?

M.f.G.

80) Erwin Gabriel, Montag, 14. Mai 2012, 08:18 Uhr

@ 77) OttoKrüja, Freitag, 11. Mai 2012, 14:28 Uhr

Das setzt aber voraus, daß jeder, der beabsichtigt, wählen zu gehen, eine gefestigte/festgefahrene politische Heimat hat. Glaube nicht, daß das bei allen Wählern zutrifft.

Im Bereich der (Produkt-) Werbung kann man doch sehr gut sehen, wie mediale monothematische Dauerberieselung funktioniert – ich erinnere mich noch gut an die Megatonnen verkaufter Activia-Joghurts, als die Werbeoffensive in Dauerschleife lief.
_____________________________________________

Ich habe durchaus schon gehört, dass jemand eine Partei NICHT wählt, weil er Angst hat, dass sie nicht ins Parlament kommt. Aber andersrum?

Vor der Wahl wurde die FDP niedergeschrieben, Rösler als Hampelmann dargestellt, Westerwelle schlachtet kleine Kinder und verschenkt das Fleisch an Hoteliers, Brüderle schäkert besoffen mit Weinköniginnen und kann noch nicht mal vernünftig reden, Lindener ist ein Feigling, der von Bord ging, als es ernst wurde (um Rösler zu schaden), Niebel eh’ ein Dummkopf (hier stimmt es dann sogar). Und auch als Lindner in NRW auftauchte, wurde nur darüber berichtet, auf welche Art und Weise welches Ergebnis Rösler wie schaden werde.

Die Linken wurden ein wenig gebasht und flogen raus. Die Piraten wurden deutlich stärker verhauen und erzielten tolle Ergebnisse. In NRW wurde ein künstlicher CDU-Kandidat installiert und verlor gegen eine Ministerpräsidentin, der gerade die Regierung um die Ohren geflogen war. In Schleswig-Holstein verlor der CDU-Ministerpräsident ohne Skandal die Wahl, der SPD-Mann gewann aber auch nicht. In beiden Ländern wurde der FDP anfangs der Weltuntergang prophezeit, in beiden Ländern erzielte sie mit starken Köpfen gute Ergebnisse.

Ein Werk der Medien? Zu unterschiedlich sind inzwischen die Wege, über die Informationen aufgenommen werden. BILD und BILD am Sonntag haben Ihre Leserschaft in den letzten 15 Jahren etwa halbiert, Und statt nur ARD und ZDF schauen und hören die Leute die unterschiedlichsten Sender und/oder informieren sich im Internet. Solange es kein durchgängiges, massives mediales Dauerfeuer gibt wie bei zu Guttenberg oder Wulff, lassen sich die Wähler nicht mehr so einfach vor einen Karren spannen.

Ich für meinen Teil habe in Schleswig-Holstein das erste Mal FDP gewählt, weil mir Herr Kubicki mit seinem wachen, gesunden Menschenverstand imponiert. Er sagt zwar nicht immer, was ich denke, aber stets, was er denkt. Der sollte nicht untergehen. Und ich lese schon seit geraumer Zeit keine Springer-Presse mehr…

Wie auch immer – es war schon mal übersichtlicher

81) Brigitte Kaspereit-Ullmann, Montag, 14. Mai 2012, 19:18 Uhr

@79/Carstensen:

Wieso sollte Herr Spreng bei Ihnen, ausgerechnet, eine Auswahl an kritischen Kommentaren treffen?
Ist Ihnen Ihr Kommentar nicht selbst sehr peinlich?

Herr Karl und Sterndeuter haben dazu das passende geschrieben. Wie ich hörte, schreiben Sie auch für die fragwürdige “linke” Webseite “demokratisch-links”. Vergleichen Sie doch einfach mal, was Sie dort so geschrieben haben, mit dem, was Sie hier und anderswo verbreiten, werter Herr Carstensen.

Als Früh-Rentner haben Sie viel Zeit. Das sei Ihnen gegönnt. Aber man sollte sich schon treu bleiben. Vielleicht sollten Sie einmal eine kleine Lehre bei einem bekannten Journalisten in Ihrer Nähe nehmen! Ich glaube, Sie kennen und schätzen sich? Der in NRW sehr bekannte Journalist C. Stoffel würde sich sicherlich über Ihre Mitarbeit freuen.

Herzlichste Grüße!

http://www.demokratisch-links.de/?s=dieter+carstensen

82) Dieter Carstensen, Mittwoch, 16. Mai 2012, 12:10 Uhr

@81:) Brigitte Kaspereit-Ullmann,

Werte Frau Kaspereit-Ullmann,

Sie sind die Frau des Radevormwalder Die Linke Ratsherrn Fritz Ullmann, wenn Sie es denn wirklich sind, die hinter dem Eintrag steht, einem Mann, der wegen Polizistenbeleidigung rechtskräftig verurteilt wurde. Herr Carsten Stoffel, der ehemalige Vorsitzende der Die Linke bei uns hier im oberbergischen Kreis ist kein Journalist, und schon garkein bekannter, er betreibt lediglich einen kleinen Blog zu Solingen.

Ein Presseausweis, der ihm nicht zustand, da er kein hauptberuflicher Journalist ist, wurde ihm auf mein Betreiben hin zu recht wieder abgenommen, da er ihn mit falschen Angaben bekommen hatte.

Es ist belustigend, dass ausegerechnet Sie versuchen, mich hier anzugreifen.

Ich schreibe in diversen Blogs und Internetzeitungen, welche politisch sehr unterschiedlich ausgerichtet sind. Ich bin in keiner Partei, mir geht es um politische Inhalte und um eine sachliche Auseinandersetzung damit.

Es ist aber interessant, dass Leute wie Sie jeden meiner Schritte im Internet nachlesen. Übrigens schreibe ich bei “Demokratisch-Links.de” überhaupt nicht mehr, seit Oktober 2011, aber das ist Ihnen wohl entgangen Frau Ullmann, oder sollte ich Sie besser Herr Stoffel nennen.

Wenn Sie sonst nichts vorhaben, als zu versuchen, mich aus der Reserve zu locken …

M.f.G.

83) Brigitte Kaspereit-Ullmann, Montag, 21. Mai 2012, 19:25 Uhr

@82/D. Carstensen

Werter Herr Carstensen, ich weis nun wirklich nicht, wen Sie mit Ullmann meinen. Sicher aber liegen Sie falsch, mein bester!

Ich habe mir aber die Mühe gemacht, beim DJV-Dt. Journalistenverband- einmal nachzuhören. Man war erstaunt darüber, dass angeblich Sie, in Sachen Herrn Journalisten Stoffel und Presseausweis interveniert haben. Denn dort wurde mir zwar, in recht genervtem und auch lächerlichem Ton, vermittelt, dass Sie nun dort wirklich keine ernst zu nehmende Rolle spielen.. Wieso kommen Sie eigentlich dazu, ehrliche und ihre Arbeit machende Journalisten anzuschwärzen? Immerhin schreiben Sie hier auf dem Blog eines solchen. Oder ist Spreng kein Journalist?

Also hören Sie bitte damit auf, so etwas zu verbreiten. Ich kenne Sie nicht. Kenne lediglich Ihre vielen diffusen Einträge in diversen Foren und auch aus der Salus-Klinik. Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit, und damit sollten wir es belassen. Ich habe hier stets sehr gern mitgelesen und das möchte ich weiterhin. Dank an Herrn Karl,. der hier die richtigen Worte ( modus opernadi ) in Ihre Richtung gefunden hat. Und nun lassen Sie mich unbehelligt. Ich wäre Ihnen dankbar. Sie als Frührentner könnten Ihre Zeit wahrlich sinnvoller nutzen. Und damit: Guten Tag!

84) Dieter Carstensen, Dienstag, 22. Mai 2012, 10:48 Uhr

@83 Hahaha – sehr lustig, was Sie schreiben. Stimmt zwar so gut wie nichts von, beziehungsweise stellt alles in völlig falschen Zusammenhängen dar, aber wenn es Ihnen Spass macht …

Mich können Sie jedenfalls mit solchem sinnlosen Geschreibsel nicht provozieren.

85) der Herr Karl, Dienstag, 22. Mai 2012, 16:02 Uhr

@ 84) Dieter Carstensen

Da Sie anderen wieder falsche Aussagen und Zusammenhänge unterstellen, bitte ich Sie noch einmal, mir folgende beiden Fragen zu beantworten:
a) Haben Sie im Oktober 2011 einen Gastartikel im Spiegefechter veröffentlicht – ja oder nein?
b) Wurden Sie anschliessend vom Spieglfechter lebenslang gesperrt – ja oder nein?

Wenn Sie, nachdem Sie beides kürzlich hier im Sprengsatz wegen (noch) fehlender Links abgestritten hatten, wahrheitsgemäss antworten, werde ich Sie künftig in Ruhe lassen. Überlegen Sie sich bitte mein letztes Angebot. Auch ich lasse mich nicht gern als Lügner hinstellen.

86) Brigitte Kaspereit-Ullmann, Mittwoch, 23. Mai 2012, 19:28 Uhr

Werter Herr Carstensen)@84),

als Lügnerin lasse ich mich nicht darstellen.

Siehe Link: http://salus-forum.de/forum/showthread.php?557-Das-Forum-ist-sinnlos&highlight=dieter

Ich kann und muss, demzufolge, Herrn Karl (@85) zustimmen.

Bitte bleiben Sie, Herr Dieter Carstensen, bei der Wahrheit und versuchen hier nicht, andere zu denunzieren. Was den SPIEGELFECHTER angeht. Ja, das habe ich auch mitbekommen. Das war erschreckend und menschenverachtend! Wenn Herr Spreng möchte, erhält er dazu die entsprechenden Inofs.

87) Frank Reichelt, Mittwoch, 23. Mai 2012, 20:27 Uhr

@ der Herr Karl
@ Dieter Carstensen
@ Brigitte Kaspereit-Ullmann

So gut wie mit ihnen dreien habe ich mich schon lange nicht mehr amüsiert, mit der Nummer könnten sie in jedem Kabarett auftreten!

88) der Herr Karl, Donnerstag, 24. Mai 2012, 15:44 Uhr

@ 87) Frank Reichelt

Freut mich, wenn Ihnen die Vorstellung gefällt. (Beim Spiegelfechter duzen wir uns dann aber wieder!)

89) der Herr Karl, Mittwoch, 06. Juni 2012, 11:30 Uhr

@ Dieter Carstensen

Dieter Carstensen, Dienstag, 05. Juni 2012, 20:17 Uhr:
“Deswegen lässt es mich meist auch relativ kalt, wenn manche hier mich wiederholt unsachlich angreifen, mit an den Haaren hetbei gezogenen Argumentnen, auf die ich hier nicht näher eingehen mag.”

Aufschlussreiche indirekte Antwort auf meine beiden Fragen!

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