Mittwoch, 16. Mai 2012, 21:24 Uhr

Röttgen vom Schlitten

Im alten Russland galt die Regel: Wenn die Wölfe näher kommen, muss einer  vom Schlitten. So hat sich Angela Merkel heute verhalten.

Der schwarz-gelbe Schlitten musste nach dem NRW-Debakel wieder an Fahrt gewinnen. Deshalb musste Norbert Röttgen den Wölfen zum Fraß vorgeworfen werden.. Wenn es sein muss, kann die zögernde und zauderne Kanzlerin eiskalt sein.

Der Wolf, der näher kam, war Horst Seehofer, die anderen Wölfe, die sich noch als Schafe tarnten, warteten in der CDU, um ihre Zähne in Merkels Schlitten zu schlagen. So war das Schicksal des Ex-CDU-Hoffnungsträgers besiegelt. Der Ballast musste weg.

Für Angela Merkel ist der Rauswurf Röttgens ein Befreiungsschlag. Sie hofft, mit Peter Altmeier gewinnt der Schlitten wieder an Fahrt. Da ist keine Zeit für Sentimentalitäten. Röttgens Sturz ging schneller als gedacht. Alle Demutsgesten nützten ihm nichts. Die Energiewende ist zu wichtig, um sie Losers zu überlassen.

Mit Altmeier hat Merkel ihren stärksten Mann aus der Fraktion ins Kabinett geholt. Das zeigt, wie ernst die Lage ist. Jetzt müssen die letzten Reserven an die Front. Die Personaldecke ist ganz dünn geworden. Nach Altmeier kommt nicht mehr viel.

Norbert Röttgen ist am Ende seiner Karriere. Er kann sich nur noch einen Job außerhalb der Politik suchen. Der Weg vom potenziellen Merkel-Nachfolger zum Ex-Politiker ist ganz kurz geworden.

Der heutige Tag zeigt: Der Endkampf Merkels für die Bundestagswahl 2013 hat begonnen. Aber noch hat sie nicht verloren.

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73 Kommentare

1) Erika, Donnerstag, 17. Mai 2012, 20:42 Uhr

Ach, sieh mal da, da ist ja die passende Umfrage zum Meinungsbild

Am 16.5.2012 veröffentlicht das Politbarometer eine neue Umfrage.

Eine Frage lautet:

Wer sollte Kandidat der SPD werden?

Kraft / Steinbrück / Steinmeier / Gabriel / weiß nicht

dann wird das Ganze aufgeschlüsselt in SPD-Anhänger

Frau Kraft hat sich klar und deutlich dafür ausgesprochen, dass sie in NRW bleibt, steht also defacto nicht zur Auswahl.

Was ist der Sinn dieser Umfrage?????

Da kann die SPD ja richtig froh sein, dass sie noch keinen designierten Kandidaten hat.
Was für ein Ergebnis hätte dieser kurz nach der Wahl im Vergleich zu Frau Kraft erhalten?

2) Erika, Donnerstag, 17. Mai 2012, 21:17 Uhr

und nicht zu vergessen, die wöchentliche Meinung von Herrn Güllner:

„2012 wird Angela Merkel jedoch viel mehr Anerkennung entgegengebracht als Kohl 1986/1987. Viele, die 2012 in NRW Hannelore Kraft sympathischer fanden als Norbert Röttgen, wollen Angela Merkel 2013 als Kanzlerin behalten und keinen Politikwechsel in der Republik.

NRW kann insofern nicht als kleine Bundestagswahl oder ein Signal für den Ausgang der Wahl 2013 interpretiert werden. Es war eine Landtagswahl, bei der die Wähler die Parteien an Rhein und Ruhr und nicht die Parteien auf Bundesebene bewertet haben.“

Wie bereits geschrieben, Angela Merkel war zwar viele Male im Wahlkampf unterwegs, aber man muss wissen Angela Merkel brachte bisher nur „Glanz“. Wir werden sehen, ob sich dies ändert.

3) Don Corleone, Donnerstag, 17. Mai 2012, 21:27 Uhr

Die Kanzlerin ist klug genug, um zu wissen, dass die aus missglückter Wahltaktik (denn Ba-Wü ging postwendend verloren) ausgerufene Energiewende gescheitert ist: Zu exorbitant sind die Kosten für Bürger, Industrie, Arbeitplätze — aber auch für die Verschandelung der Umwelt, die zu schonen ja der ganze Hype aufs Podest gehoben wurde. Vorgeblich.

Röttgens Abschaltung wird das Dilemma nicht beheben, seiner Chefin aber ein wenig Luft zum Atmen verschaffen. Sein Nachfolger kann nur die Trümmer dieser fehlgeleiteten, populistischen Ausbeutung der japanischen Naturkatastrophe, behutsam entsorgen. Mehr, aber auch nicht weniger, ist zur Zeit nicht drin. (Wir wollen auch nicht vergessen, dass die CO2-Lüge, die Grundlage all der sinnlosen Geldverschwendung, durch Publikationen glaubwürdiger Wissenschaftler, die den IPCC-Lobbyisten weit überlegen sind, prakisch täglich entlarvt wird.

All dies ist auch an Frau Merkel nicht vorübergegangen. Sie mag langweilig sein, ihre Sprechblasen zum unaufhaltsamen Scheitern der Gemeinschaftswährung bräsig — aber dumm ist diese Kanzlerin mit Sicherheit nicht. Sobald sie sich auf das Wohl der ihr anvertrauten Schäfchen, der Bürger Deutschlands, besinnt und ihre politische Karriere dafür aufs Spiel setzt wie einst Margaret Thatcher für die Briten, kann sie eine große Kanzlerin werden. Aber der letzte Kick fehlt ihr noch. (Was großtelis an der EU-Morbidität liegt, die jeden Leichernbestatter überfordern würde.)

P.S.; Ich finde das Posting von
37) Erika, Donnerstag, 17. Mai 2012, 13:43 Uhr
entspannt, klug und bemerkenswert.
Herzliche Grüße!

4) Bernhard Paul, Donnerstag, 17. Mai 2012, 22:25 Uhr

@32) Erika

Sie heben in einem langen Beitrag auf die angebliche Beliebtheit Angela Merkels ab. Dieses positive Stimmungsbild werde in den Medien so verbreitet.

Dazu habe ich ein andere Wahrnehmung. Als beliebt oder populär oder hin und wieder als die mächtigste Frau der Welt wird Angela Merkel vom Ausland aus gesehen. Dieses Bild wird in der Tat in den Medien verbreitet, aber eben als Auslandssicht.

Inländisch gilt Angela Merkel allenfalls als respektiert oder auch mal als kompetente Sachwalterin in heiklen politischen Zusammenhängen. Im übrigen hat sich Angela Merkel den Status des Repekts erst als Krisenmanagerin der diversen Finanz-, Euro-, Griechenland- und sonstigen Krisen erworben. Bis dahin galt sie als Kanzlerin, die nicht Fisch und nicht Fleisch ist, sondern den Weg des geringsten Widerstands geht. Die Männermordende, wie immer wieder klischeehaft wiederholt wird, war sie allenfalls zu Anfang, als sie den Friedrich Merz zur Seite räumte. Die vielen anderen, die ihr angehängt werden, haben sich doch selbst erledigt, sicher vielleicht aus deshalb, weil sie an dem Alphablock Merkel zerschellten.

5) Bernhard Paul, Donnerstag, 17. Mai 2012, 22:44 Uhr

@37) Erika

Das Duell von 2005, Schröder-Merkel, das Sie ansprechen, hat exorbitant gezeigt, dass es nicht darauf ankommt, was man sagt, sondern wie man sich darstellt. Das kann Ihnen jeder Kommunikationstrainer erklären. Das kann jeder im Selbstversuch feststellen, wenn er hin und wieder vor Publikum aufzutreten hat.

Einer, der völlig inhaltsleer ist, aber mit Witz und Charme parliert, hat 90 Prozent der Zustimmung im Vergleich zu jenem, der zwar Bedeutendes zu sagen weiß, aber es sachlich und spröde tut. Damit wissen Sie, warum im Fernsehduell das überlegene, aber leere Haifischgrinsen haushoch gegen die ehrliche, aber langweilige Hausfrauenart gewinnt. Wenn sich also die Bürger ohne die Ziwschenschaltung seriöser Erklärer ihre Meinung bilden, sitzen sie leicht den Scharlatanen auf.

Das führt jetzt etwas weg von Sprengs Thema, aber ohne seriöse Medien kann sich ein Bürger definitiv keine seriöse eigene und tragende Meinung bilden.

6) JG, Freitag, 18. Mai 2012, 01:33 Uhr

@ 4) Peter Christian Nowak

Haben Sie das jetzt dem Kaffeesatz oder Ihren Hühnerknochen entnommen oder beruht es auf Überlegungen, die auch in Rechnung stellen, daß sich (nicht nur in Südeuropa) immer deutlicher die unvermeidlichen Folgen Brüningscher Politik zeigen und Griechenland, sollte die Neuwahl wieder nicht so ausgehen, wie es sich das Großkapital wünscht, demnächst mal eben unter EU-Zwangsverwaltung (am besten angeführt von einem deutschen Reichsverweser, denn wir kennen uns ja am besten mit Geld aus) gestellt wird? Oder was passiert, wenn aus Versehen selbst für den naivsten Konsumenten unserer unabhängigen Medien deutlich werden sollte, daß die ganzen Bemühungen um die „Rettung“ Griechenlands (und anderer Länder) in erster Linie der Rettung bestimmter Gläubiger dienten, in zweiter Linie dem verbissenen Festhalten an der Zwangsvorstellung „Euro für jedes Land“ und nebenher diverse der Schecks, die Deutschland ausgestellt hat, entgegen vieler Versprechungen eingelöst werden?

7) m.spreng, Freitag, 18. Mai 2012, 08:44 Uhr

@49 jens

Das ist mir später auch aufgefallen, leider zu spät. Mit diesem Vokabular habe ich mich sprachlich verirrt. Es ist normalerweise nicht meine Sprache.

8) Frank Reichelt, Freitag, 18. Mai 2012, 09:04 Uhr

@ 49) jens

Also „Befreiungsschlag“ ist ja wohl politisch korrekt und nicht zu beanstanden.

9) Erika, Freitag, 18. Mai 2012, 09:31 Uhr

@ 52) Don Corleone

Vielen Dank für die Grüße

Um nicht in den Ruch zu kommen mich mit fremden Federn zu schmücken.
Dies ist nachzulesen unter:

http://medienpolitik.eu/cms/index.php?idcatside=91

Viele Grüße

Erika

10) Frank Reichelt, Freitag, 18. Mai 2012, 09:50 Uhr

In den vielen Kommentaren nach der Röttgen-Entlassung wird Frau Merkel jetzt als eiskalt, Kanzlerin Gnadenlos, Schwarze Witwe u.ä. beschrieben.

Aber, was hätte sie denn machen sollen?

Sie hat erkannt, dass Röttgen eine „lame Duck“ ist, mit der die Energiewenden nicht umzusetzen ist. Wie in solchen Fällen üblich, wird dem Delinquenten der Rücktritt nahe gelegt, beide treten vor die Presse, danken sich gegenseitig für die geleistete Arbeit und das Vertrauen und wünschen sich weiterhin alles Gute!

Röttgen zeigte sich aber bockig und uneinsichtig, wollte partout nicht freiwillig zurücktreten. Hätte Frau Merkel dann sagen sollen: “ Na gut Norbert, wenn du nicht zurücktreten willst, dann bleibste eben Umweltminister, ich habs wenigstens mal versucht“.
Zur Wahrung ihrer Autorität musste sie zum Bundespräsidenten gehen und ihm die Entlassung Röttgens vorschlagen. So stehts im Grundgesetz, auf das wir ja, zu Recht, so stolz sind.

Endlich mal eine „ehrliche“ ungeschönte Entlassung ohne dieses sonstige Schmierentheater!

11) Erika, Freitag, 18. Mai 2012, 10:08 Uhr

@54)Bernhard Paul

“ Damit wissen Sie, warum im Fernsehduell das überlegene, aber leere Haifischgrinsen haushoch gegen die ehrliche, aber langweilige Hausfrauenart gewinnt. Wenn sich also die Bürger ohne die Ziwschenschaltung seriöser Erklärer ihre Meinung bilden, sitzen sie leicht den Scharlatanen auf.“

Deutschland ist ein freies Land und jeder darf seine Meinung haben und äußern.

Wir wissen inzwischen alle, dass Frau Merkel perfekte Rouladen macht und leckeren Pflaumenkuchen backt (übrigens sehr geschickte Imagepflege) aber bitte lassen Sie die Hausfrauen da raus.

Ich hoffe, dass die „ehrlichen aber langweiligen Hausfrauen“ mehr Verständnis von einem Rechtsstaat haben, als jemand, der aus dem Kanzleramt heraus und Vorsitzende einer C-Partei in die Kameras verkündet: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Osama Bin Laden zu töten.“ Übrigens, auch diesen Satz durfte Angela Merkel so gut wie unwidersprochen sagen.

Schönen Tag noch und weiterhin viel Freude mit den “ seriösen Erklärern“.

12) Michael H., Freitag, 18. Mai 2012, 12:50 Uhr

Mittlerweile wird klar, inwiefern Merkel und Seehofer auf Röttgen eingewirkt haben, er solle doch klar und deutlich sagen, dass er IN NRW bleibt – auch im Falle einer Niederlage. Das Ganze sollte ein Trick sein. Merkel wollte ihn dann, wenn er erwartungsgemäß die Wahl in NRW versemmelt hat, nicht gehen lassen, wollte dann erklären, er sei zu wichtig für die Energiewende, um ihn als Oppositionsführer in NRW zu „verschwenden“. Röttgen wollte diesen kalkulierten Wählerbetrug nicht mitmachen und hat sich für die (etwas!) ehrlichere Variante entschieden: sich gar nicht festlegen. Wenn das so stimmt, was ich für durchaus wahrscheinlich halte, dann ist das massiver Betrug. Merkel hatte vor, das Wahlvolk zu belügen. Ein noch viel krasserer Betrug als damals der von Frau Ypsilanti, denn die war vor der Wahl wahrscheinlich wirklich überzeugt, dass sie nicht mit den Linken zusammenarbeiten würde. Frau Merkel dagegen hat den Wählerbetrug als Trick bewusst VOR der Wahl abgesprochen.
Das zeigt einmal mehr, welch Geistes Kind diese Frau ist. Die Wahrheit zu verschweigen ist eine weitverbreitete Unsitte in der deutschen Politik. Aber bewusster, geplanter Wählerbetrug, eiskalt eingesetzt zur Stärkung der eigenen Position – wer sowas macht, ist für ein hohes Staatsamt untragbar. Nachträglich meinen Respekt für Herr Röttgen, der sich auf dieses schmierige Spielchen nicht einlassen wollte.

13) Peter Christian Nowak, Freitag, 18. Mai 2012, 13:28 Uhr

55) JG,

Entschuldigung, aber Sie rennen bei mir offene Türen ein. Ich habe niemals behauptet, dass die ausschließliche Austeritätspolitik der Regierung Merkel der Stein der Weisen ist. Im Gegenteil, ich streite für eine in wesentlichen Teilen gänzlich andere Politik. Dazu gehört auch eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die nicht von den internationalen Finanzmärkten bestimmt wird. Was damit gemeint ist, kann man bei denkenden Wirtschaftsfachleuten nachlesen, denen ich mehr Zutrauen habe, als in die Entscheidungen der Regierungsnomenklatura, die den Karren an die Wand fährt. Brüning ist und bleibt für mich ein Graus! Kann es sein, dass Sie jemanden anderes verhauen wollten?
Ich bin unschuldig (grins).

14) Peter Christian Nowak, Freitag, 18. Mai 2012, 14:31 Uhr

60) Erika, 53) Bernhard Paul,

Herr Paul, ich stimme Ihnen im Wesentlichen zu. In der Tat spielen Imagepflege und Image-Creating in der modernen Mediendemokratie eine wichtige Rolle. Heute werden Personen in der öffentlichen Meinung zur Kanzlerin gekürt (Frau Kraft in Meinungsumfragen) ohne sich die Kompetenzen näher zu betrachten. Ich beklage das auch. Das Thema war auch schon hier im Sprengsatz durch..
Aber auf die Dauer funktioniert das offenbar nicht. Ex-Schröder half es zum Schluss nichts bei Pils und Currywurst abgelichtet zu werden und hat so ziemlich alle Landtagswahlen verloren, die zu verlieren waren. Letztlich gilt nur das, was „hinten rauskommt“.

15) FF, Freitag, 18. Mai 2012, 17:21 Uhr

„Im alten Russland galt die Regel: Wenn die Wölfe näher kommen, muss einer vom Schlitten.“

Herr Spreng, woher haben Sie diese Weisheit? Ich vermute von Jules Verne, Der Kurier des Zaren. Hab‘ ich recht?

Trotzdem – natürlich ein sehr schönes Bild. Hoffentlich nützt dieser „Trick“ der (ach so „christlichen“!) Schlittenlenkerin nichts.

16) Rudolph Zeinhofer, Freitag, 18. Mai 2012, 18:42 Uhr

Herr Spreng, Ihre Analysefähigkeit flacht ab. Politik ist Management, Management ist u.a. auch Härte und kompromisslose Rigorosität. Eiertänzer Röttgen kann diesen Spagat nicht. Sein Fokus ist der persönliche Vorteil. Das widert die Menschen nachhaltig an. Diese grundlegende Thematik bleibt bei Ihnen völlig außen vor, obwohl sie ursächlich für diesen wahlseitigen Rohrkrepierer der CDU ist. Und für den politischen Exitus des Herrn Röttgen, der unbedingt glaubte, der Kanzlerin die Stirn bieten zu müssen? Die Selbstüberschätzung eines Uncharismatischen.
Röttgen nimmt Merkel für seinen „Erfolg“ in die Pflicht und demonstriert machtpolitische Unbedarftheit in Reinkultur. Abgesänge und Zorn an der Kanzlerin sind zwar verständlich, werden aber der Situation in keiner Form gerecht. Wie dummdreist muss jemand sein, zu glauben dass sich Frau Merkel von ihrem Minister vorführen lässt? Will eine politische Schwachbrust die studierte Physikerin Merkel darin belehren, wie diese Welt funktioniert? Ihre Liste politischer Kastraten zeigt, dass ihr im Ernstfall keiner gewachsen ist. Schließlich hat sie bei Kohl gelernt. Wenn Merkel geht, zerfleischt sich die CDU. Das ist das einzige, was ich hier mit Wölfen assoziieren kann. Aber das alleine würde wiederum dieser intelligenten Spezies nicht gerecht.

17) Winfried, Freitag, 18. Mai 2012, 20:57 Uhr

Bankenrun in Griechenland und wir reden über diese Pappnasen, die alle den Euro wollen, nun denn alles klar auf der Andrea Doria!

18) JG, Freitag, 18. Mai 2012, 21:38 Uhr

@ 56) Herr Spreng

Och nö, Herr Spreng, ich finde das schon ein sehr schönes, weil treffendes Bild: Mutti wirft die letzten Reserven an die Front, denn für sie ist es Sommer 1918 oder Herbst ’44. Wenn auch Niedersachsen wieder an Rot-Grün fallen sollte (und die FDP dort aus dem Landtag fliegt, weil sie keinen Zampano à la Lindner oder Kubicki aufbieten kann), ist es Februar. Februar 1945.

19) JG, Freitag, 18. Mai 2012, 22:04 Uhr

@ 62) Peter Christian Nowak

Ich zweifle nur, daß sich jetzt schon sagen läßt, ob Mutti Ende 2013 noch Kanzlerin sein wird. Bis dahin kann nicht nur, sondern wird wahrscheinlich noch viel geschehen.

Doch wer weiß: Vielleicht wird dann ja auch gar nicht mehr gewählt. Wieviel Wert gewisse Kreise der von ihnen in Sonntagsreden so gern beschworenen Demokratie mit all den schönen Bürgerrechten noch beimessen, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen, ist ja dieser Tage in Frankfurt am Main eindrucksvoll zu erleben.

20) dr.friedrich schreyer, Montag, 21. Mai 2012, 08:50 Uhr

Es geht um die Energiewende! Es geht um die Rolle Rückwärts hinsichtlich des Atomausstiegs!

Röttgen ist stellv.CDU-Vorsitzender, war CDU-Vorsitzender NRW – er war der Vorzeigeminister – das kann doch von heute auf morgen nicht komplett anders sein!

Die CDU NRW hat auch, aber nicht nur wegen Röttgen verloren.

Am peinlichsten war die Situation, als Röttgen sagte, es ginge auch um eine Abstimmung über die Euro-Politik, um Merkel!

Warum war das schlecht – alle Medien posaunen doch seit Ewigkeiten, wie beliebt die Kanzlerin ist, wie beliebt die Bundespolitik ist, wie sagenhaft unser Land dasteht! Warum ein solcher Schock bei der Union – absolut nicht verständlich!!

In Wahrheit ist Merkels Politik nicht beliebt, in Wahrheit ist die CDU als Partei am Ende, weil sie keine Vorsitzende mehr hat, die demokratisch Entscheidungen vorbereitet, sondern nur nach dem Zufallsprinzip entscheidet und der Partei die Anweisung erteilt, sich durch Diskussionen ihrer Auffassung zu nähern.

Das ist ademokratische Politik! Und dafür bekommt die CDU seit 18 verlorenen Landtagswahlen die Quittung!!

21) der Herr Karl, Montag, 21. Mai 2012, 12:47 Uhr

Was macht eigentlich Frau Schavan?

22) 68er, Montag, 21. Mai 2012, 13:29 Uhr

Wenn Herr Röttgen in der Politik noch was werden will, muss er jetzt die Ochsentour machen und sein Landtagsmandat in NRW wahrnehmen. Von dort könnte er – wie dereinst Herr Rüttgers – seine Störfeuer in Richtung Kanzleramt schießen.

23) Robert Ping, Mittwoch, 23. Mai 2012, 19:19 Uhr

Für mein Dafürhalten ist Röttgen ein Bauernopfer. Er wurde entlassen, damit keiner auf die Idee kommt, die Merkel persönlich für die Wahlniederlage in NRW verantwortlich zu machen.
Der Vorwurf, er habe die Energiewende nicht entscheidend vorangebracht, ist in meinen Augen nicht stichhaltig. Es war die Merkel, die als Hauruck-Aktion die Energiewende in kürzester Zeit aus wahlpolitischen Gründen veranlaßte, gegen jedwede Vernunft. Daß das unvernünftig war, sieht man auch an den Schadensersatzklagen der großen dt. Stromversorger gegen den Staat, die völlig auf dem falschen Fuß erwischt worden sind und, wie sich im Nachhinein herausstellt, große Investitionen getätigt haben, die sich nun im Licht der ausgerufenen Energiewende als Fehlinvestitionen herausstellen. Eine so umfassende Energiewende ist in so kurzer Zeit einfach nicht zu realisieren, völlig egal, wie der Minister heißt.

Der nun entlassene Röttgen hätte sich sicher von seiner Chefin auch mehr Rückendeckung als Minister erhofft, der Merkel fehlt wirklich die Empathie und das Einfühlungsvermögen. Sowas von eiskalt!
Ich denke nicht, daß Röttgen in der Politik keine Chance mehr hat. In einer Nach-Merkel-CDU wird er durchaus wieder politische Ämter übernehmen können.

@35) Mark und Erika
Ich wurde einmal abends von einem Meinungsforschungsinstitut angerufen auf dem Festnetz.

Die Merkel ist sicher deshalb so „beliebt“, weil man sie von morgens bis abends in vielen TV-Sendern sehen kann. Das nennt sich dann „Amtsbonus“.

24) Wilhelm, Mittwoch, 14. November 2012, 14:29 Uhr

Na hoffentlich gehen die bei dem Schlitten auch mal auf http://www.schlittenoutlet.de/

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