Samstag, 02. Juni 2012, 23:31 Uhr

„Die Linke“ wickelt sich ab

Diese „Linke“ muss keiner mehr fürchten. Kein Spekulant, kein Banker – auch nicht die demokratischen Mitbewerber. „Die Linke“ muss nur noch „Die Linke“ fürchten. Sie muss nach den hasserfüllten Auseinandersetzungen der vergangenen Wochen und nach diesem Parteitag Angst vor sich selber haben.

Als Faktor der deutschen Politik scheidet „Die Linke“ aus. Ihre Rolle als Protestpartei hat sie an die Piraten abgegeben, Inhalte wie Mindestlohn oder Finanztransaktionssteuer sind inzwischen Gemeingut bis hin zur CDU.

Im Osten wird sie als DDR-Nostalgiepartei noch eine Zeit lang Stimmen holen, wenn auch weniger als bisher. Ob sie aber wieder in den Bundestag kommt, das ist jetzt mehr als fraglich.

An der Stirnwand des Parteitages stand das verlogenendste Motto, das seit langem auf einer solchen Veranstaltung zu lesen war: „Solidarisch, gerecht, demokratisch, friedlich“.

Die Linkspartei ist weder solidarisch noch friedlich und mit demokratischem Wettbewerb haben einige, allen voran Oskar Lafontaine, auch ihre Probleme. Dass sich Delegierten nicht geschämt haben, unter einem solchen Motto zu tagen. Ihre Wähler müssen sich verhöhnt fühlen.

Ausgerechnet die Partei, die den Menschen eine solidarische, friedliche und gerechte Welt verheißt, ist so intrigant, unsoldarisch, unfriedlich, und so voller Hass wie keine andere Partei. Dagegen war die Röttgen-Entlassung wirklich Kindergeburtstag.

So ist das eben mit den vermeintlich besseren Menschen.  So hassen können nur Linke untereinander. Seit dem Revisionismus-Streit vor mehr als 100 Jahren ist die Geschichte der Linken eine Geschichte der Unversöhnlichkeit, der Spaltung, der erbitterten Auseinandersetzung. An diese unselige Tradition hat auch „Die Linke“ angeknüpft.

„Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten“. Dieser Kampfruf der KPD in der Weimarer Zeit prägt auch heute noch das Welt- und Feindbild vieler in der Linkspartei. Die Kampf gegen die Reformer in den eigenen Reihen und gegen potenzielle Verbündete für eine gerechtere Welt war und ist vielen wichtiger als der Kampf gegen den eigentlichen politischen Gegner.

Deshalb ist es jetzt auch schon fast egal, wie die beiden Vorsitzenden heißen. Katja Kipping und Bernd Riexinger sind nur noch die Abwickler.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

93 Kommentare

1) Peter Christian Nowak, Montag, 04. Juni 2012, 21:37 Uhr

32) Thomas Hillebrand,
Ich glaube, dass man nicht nur in Deutschland, sondern auch mittlerweile in ganz Europa (und USA) den Kapitalismus infrage stellt. Dies zu Recht. Wenn hunderte Milliarden in bankrotte Banken fliessen, gefährliche Spekulationen der Schattenbanken die globale Wirtschaft gefährden, Staaten im Gegensatz dazu lediglich mit Peanuts ähnlichen Summmen in ihrem Haushalt rechnen müssen, weil Kapital (47 Billionen) in fragwürdigen Schattenbanken gebunden sind, die Verursacher der Krise nicht bestraft werden, sondern ihnen hofiert, dann sollte man sich folgende Frage stellen: Was können wir als Bürger tun? Sind Politiker noch in der Lage, oder willens gemäß ihres Auftrages zu handeln? Sind sie noch handlungsfähig im Sinne des Gemeinwohls?
Die Finanzkrise frißt Demokratie auf. Nicht nur die. Sie lockert die Ecksteine einer Gesellschaft, die Sozialsysteme, demontiert sie, überantwortet die Bürger dem Moloch derjenigen, die die obersten 2 % ausmachen. Zunehmende Privatisierungsorgien in den Produkten der Daseinsvorsorge und Sozialsystemen sind eine der unangenehmen Folgen. Ja, Herr Hillebrand, längst ist die Demokratie zu einer Scheindemokratie verkommen, haben wir als Bürger längst vor der Gier der obersten 2% kapituliert und richten uns in dieser Kapitulation ein.
Wir richten uns ein, weil uns glauben gemacht wird, in einer Demokratie sei alles lösbar. Friktionen werden entweder nicht zur Kenntnis genommen, oder gleich ganz ausgeblendet. Wir wollen es auch glauben, weil es uns das ohnehin komplizierte Leben einfacher, bequemer macht. Und wir bilden uns ein, dass das hier alles noch mit rechten Dingen zugeht, dass wir bei allem Ungemach immer noch, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, die freie Wahl haben. Nur, wir übersehen dabei, dass uns diese freie Wahl nicht viel weitergebracht hat, so wie man uns das mittels Medien wie eine Frohe Botschaft verkündet wird. Und das tagtäglich.
Frei wählen zu dürfen heisst frei sein in seiner Entscheidungsfindung. Erfahrungsgemäß bezweifle ich aber diese Befähigung. Ja, und ist da nicht auch irgendwie Resignation mit im Spiel? Lassen wir uns „resignieren“, ins Bockshorn jagen sozusagen? Resignation macht unbeweglich. Das wissen auch die Strategen der öffentlichen Meinungsbildung. Sind wir daher nicht teilweise auch indirekt Handlanger neoliberaler Interessen, die unter dem Einfluss von PR-Strategen und deren Manipulationen stehen? Manipulation macht unfrei. Gedanken liegen dann unter einer Schicht Mehltau. In dieser Beziehung sind die Medien in der Tat allesamt gleichgeschaltet, als jemand, der Mehltau verbreitet einerseits und andererseits mit ihm infiziert ist. Vielleicht auch manchmal contra ihres eigenen Berufsethos; ´ Aus „übergeordnetem Interesse“, als handele es sich um einen Notstand. (Journalisten kennen so manche „Interessenkollisionen“, die ich mit dieser Bemerkung ansprechen will)

Wir leben in einem Low-Budget-Staat, in einem Staat, der mangels Willen, nämlich an richtiger Stelle zu besteuern, völlig mit seinen Aufgaben überfordert ist. Die Politik verweigert sich hier der Wahrheit. An ihre Stelle setzt die Politik die Schuldenbremse ins Grundgesetz. Sie führt dazu, dass die Handlungsfähigkeit des Staates noch weiter verkürzt wird als sie eh schon ist. Aufgaben der Daseinsvorsorge können nicht mehr geleistet werden. Dafür ist der Staat völlig unterfinanziert. Man gucke sich mal das Steueraufkommen in Bund, Ländern und Gemeinden an. Und die dazugehörigen Auswirkungen. Da lachen ja die Hühner.

Richtig ist aber auch die Erkenntnis, dass es Geld wie Dreck gibt. Die Mlliarden, die zur Rettung der Banken geflossen sind und noch fliessen werden, haben den Reichtum der obersten 2% in gigantische Höhen getrieben. Wenn sich dieses (Machtinstrument) Geld in Händen weniger befindet, wird dieses Geld gefährlich. Korruption ist eine der gefährlichen Folgen. Und nicht nur die:
Disparitäten in der gerechten Verteilung von Ressourcen aller Art beschleunigen Abbau von Demokratie, machen Staaten abhängig.
Auf diesem Weg befinden wir uns zur Zeit. Zu beobachten auch in den Transatlantikstaaten über Europa bis nach Ostasien.
Von der Partei DIE LINKE wird es nicht abhängen, ob und wann und wie dieser Weg unterbrochen wird. Es wird die Erkenntnis sein und das kollektive Unbehagen weltweit darüber. Und die Entrüstung über diese unsägliche Form der Versklavung der Hirne wie Physis werden es sein. Wir sind mittendrin in diesem Prozess. Licht am Ende des Tunnels? Nicht gleich heute und morgen.

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2) Thomas Hillebrand, Dienstag, 05. Juni 2012, 07:43 Uhr

@ 36) Erwin Gabriel

Sie schreiben:
„Das allein sorgt nicht für Gerechtigkeit, wenn sich viele zusammentun, um wenigen etwas wegzunehmen.“

Warum denn nicht? Zu einer gerechten Gesellschaft gehört zwar noch einiges mehr, aber eine beispielsweise gerechtere Besteuerung wäre doch schon ein guter Anfang. Ohne eine Umverteilung von oben nach unten kann es keine Gerechtigkeit geben. So gesehen ist Ihre Aussage schlicht falsch. Die Art Ihrer Formulierung „zusammentun“, „wegnehmen“ führt sowieso auf die falsche Fährte: Solidarität ist kein Akt des bloßen Sich-Zusammentuns, um anderen etwas wegzunehmen! Solcherart Bilder entstehen zu lassen spielt nur in die Hände derer, denen gesellschaftliche Solidarität sch…egal ist.

3) StefanP, Dienstag, 05. Juni 2012, 08:42 Uhr

@44) miwalla

Für Sie ist Dietmar Bartsch kein guter Politiker, weil er aus ihrer Sicht die falschen Konzepte verfolgt und die Ergebnisse unbefriedigend seien. Das ist aber eindeutig der falsche Maßstab. In Ihren Augen würde der Finanzchef eines Unternehmens schlechte Arbeit leisten, wenn kein (befriedigender) Gewinn erzielt würde.

Ich hatte schon unter Kommentar 10) geschrieben:
Es ist nur eine Aufgabe von Parteien, die nach dem Grundgesetz an der politischen Willensbildung mitwirken, den Bürgern politische Zwänge zu erklären. Genauso wichtig ist, Einstellungen der Gesellschaft aufzunehmen und ihnen eine Stimme zu verleihen.

Bartsch steht nur für eine strategische Ausrichtung der Linkspartei, Oskar Lafontaine für eine andere. Das macht den einen weder zu einem guten, noch den anderen zu einem schlechten Politiker. Aufgabe eines Politikers in einer Demokratie ist es, Mehrheiten organisieren zu können und ein gewisses strategisches Können im Sinne einer langfristigen Positionierung zu haben. Organisationstalent und den langfristigen Blick besitzt Bartsch zweifellos. Am Wochenende gelang es Lafontaine besser, Mehrheiten für einen Gegenkandidaten zu organisieren. Das lag aber auch daran, weil der ehemalige Geschäftsführer in Teilen der Partei wegen seiner politischen Position umstritten ist. In solchen Situationen haben oft No-Name-Kandidaten gute Chancen. Sie sind wie leere Flaschen, wo jeder erst mal drin sieht, was er sehen möchte. Ist Lafontaine also der bessere Machtpolitiker? Am Wochenende: ja. Aber der Saarländer stand nicht zur Wahl und die Bewerbungsrede von Bartsch war gegenüber Riexinger unter rhetorischen Aspekte die eindeutig bessere.

Seine Lebensgefährtin hat bisher nur unter Beweis gestellt, dass sie eine sehr intelligente Frau ist und dazu noch telegen. Dass sie eine äußerst heterogene Partei auch organisieren und damit vertreten kann, dieser Beweis steht jedoch aus.

Es ist eine demokratische Normalität, dass, je idealistischer eine Partei in der Opposition auftritt, sie anschließend in Regierungsverantwortung verliert. Aktuell gilt das für die FDP in Deutschland. Gleiches lässt sich aber auch über Haiders FPÖ in Österreich, die sozialistische PASOK in Griechenland oder die Schill-Partei in Hamburg sagen. Tony Blair konnte nur deswegen so lange regieren, weil er zuvor seine ihn tragende Partei Labour auf einen realpolitischen Kurs eingeschworen hatte, die Enttäuschung bei den Wählern sich somit in Grenzen hielt.

Politiker können nicht so wie normale Arbeitnehmer oder Manager den Arbeitgeber wechseln, wenn sie gescheitert sind. Das macht es für Menschen in der Politik ja gerade nicht einfach und zwingt zu Loyalitäten und Kungeleien, die Sie sicher ebenso verachten. Aber eine solche Sichtweise kann man dann wiederum nicht gerade als fair ansehen.

4) Frank Reichelt, Dienstag, 05. Juni 2012, 08:56 Uhr

Man muss der Partei DIE LINKE. ein Kompliment machen, sie hat das gängige Vorurteil, Parteitage dienen nur der Selbstbeweihräucherung und autosuggestivem starkreden, komplett widerlegt.

Nach meiner Ansicht wird sie über mindestens drei Direktmandate im Osten in den nächsten Bundestag einziehen und somit in der Öffentlichkeit wahrnehmbar bleiben. Herr Spreng läutet das Totenglöcklein etwas zu früh, so schnell stirbt es sich als Partei nicht. (siehe Piraten und FDP)

5) riskro, Dienstag, 05. Juni 2012, 11:01 Uhr

49) Don Corleone

Zitat Anfang. Nicht anders als Sie lehne ich die unnötigen Subventionen ab, die das Dilemma verstärken; aber die werden wir dank starker Lobbies und gewachsener Klientelpolitik aller Parteien wohl nie loswerden. (Von den Linken war kein Wort dagegen zu vernehmen.)Ende

Ach, Don, die Forderungen der Linken würden diese von mir gemeinten Lobbyisten im Falle der Umsetzung dieser Forderungen direkt treffen. Es ist konkludent zu sehen und bedarf daher keiner ausdrücklichen Ansprache.
Bei der vorhandenen Verfilzung zwischen den regierenden Politikern und den Lobbyistenverbänden würde sich in der Tat nichts ändern. Anders sieht es aus, wenn wir mehr direkte Demokratie hätten. Das müssten wir –das Volk- durchsetzen. Dies aber wiederum setzt Einigkeit voraus und daran mangelt es leider, uns geht es in der Mehrzahl zu gut.

Wenn die Politik den Forderungen der Linken mit Unfinanzierbarkeit –wie es regelmäßig erfolgt ist- begegnet, dient dies ausschließlich dazu, einzelne Schichten gegeneinander aus zu spielen und darauf fällt der dumme deutsche Michel regelmäßig herein.
Zitat Auch Die Linke weiß, dass mittelfristig Hunderte von Milliarden für Beamtenpensionen fällig werden,..Ende
Die werden auch fällig mit oder ohne den Linken. Die Beamtenbesoldung ist so aufgebaut, dass ein Teil zurück gehalten wird, der für die spätere Versorgung vorgesehen ist. Diese Rücklagen wurden und werden zweckentfremdet verwendet, unter anderen für die Befriedigung von Lobbyisten.
Genau wie die Kraftfahrzeugsteuer laut Haushaltsrecht zu 100% in den Straßenbau gehen müsste, passiert nicht. Sehen Sie sich den maroden Zustand unseres Straßennetzes an.
Um uns Einigkeit vorzugaukeln wurde gestern ein Deal geschlossen. Der Alpenrambo bekommt sein, nur noch von ihm aus Prestige-Gründen, gefordertes Betreuungsgeld (BTG). Der Clown Rössler um dem zu zustimmen den Pflegerister. Kosten egal. Machterhaltung ist wichtig. Erstmal bis Ende der Legislaturperiode, danach, kommt Zeit kommt Rat.

Wenn man den Medien Glauben schenken kann will die Mehrheit der Bevölkerung das BTG gar nicht. Das interessiert die Regierung nicht. Mehr direkte Demokratie ist zwingend erforderlich.

Zusätzlich der Rechtsanspruch auf einen KITA-Platz. Die Gemeinden, die in der Mehrzahl hoffnungslos verschuldet sind, sollen von den Ländern verbilligte Kredite bekommen, um die „Plätze“ bereitstellen zu können. Aber auch verbilligte Kredite müssen zurückgezahlt werden. Die Regierenden reden von sparen, gleichzeitig fordern sie dazu auf weitere Schulden zu machen. Das sollten Mal nicht genehme Parteien –wie
Die Linke fordern.

Da es mit den Plätzen alleine ohne dem erforderlichem Personal nicht getan ist, fordert zur Krönung von der Leyen, 5000 Hartz IV – Empfänger „kurzfristig“ auszubilden um die Betreuung zu übernehmen.
Die Schwachsinnigkeit unserer Regierung ist nicht mehr zu überbieten. Jeder meint zu Allem seinen Senf dazu geben zu müssen, und man verzettelt sich immer mehr und weiß nicht mehr aus diesem Dilemma raus zu kommen.
Ob die anderen es besser können weiß ich nicht. Aber so weiter gehen kann es auf Dauer auch nicht. Schlechter können Andere es gar nicht machen, deshalb ist es einen Versuch wert. Nur WER!!! Soll es richten

In diesem Sinne, lasst uns nicht nur schreiben sondern versuchen, Änderungen herbeizuführen

6) Dieter Carstensen, Dienstag, 05. Juni 2012, 11:48 Uhr

Lieber Michael Spreng,

mir fiel gestern und heute in den Internet Medien, z.B. Rheinische Post, Westdeutsche Allgemieine Zeitung, Süddeutsche in den Leserkommentarspalten auf, dass die geringe, noch real existierende Anhängerschaft der Die Linke, überproportional zu ihrem wirklichen Anteil an der Wählerschaft, mit zahlreichen Kommentaren zu den zu dieser Partei kritisch gegenüber stehenden Artikeln und Kommentaren der Zeitungen auftauchte und Stimmung für Die Linke erzeugen wollte.

Den Reim darauf mag sich jeder selber machen. Zumindest scheinen die Anhänger der Die Linke das Web 2.0 zu kennen …

Ich kenne aber auch die neuesten Wählerumfragen zu dieser Partei. Keine einzige Umfrage sieht Die Linke derzeit bei mehr als sechs Prozent, eine Umfrage sieht sie sogar nur noch bei vier Prozent, wie das Handelsblatt berichtet.

Siehe hier: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahl-umfrage-linkspartei-schlittert-unter-die-fuenf-prozent-marke/6710900.html

Die Franfurter Rundschau titelte gestern „Linkes Team sorgt für neuen Streit“, siehe hier:

http://www.fr-online.de/linke-lafontaine-bartsch/fuehrungsduo-kipping-riexinger-linkes-team-fuer-neuen-streit,16104822,16292326.html

Den einleitenden Absatz des FR Artikels, Zitat:

„Katja Kipping und Bernd Riexinger von den Linken sind das letzte Aufgebot einer neurotischen Partei. Die Begleitumstände der Wahl haben neue Gräben aufgerissen, statt bestehende einzuebnen.“

bringt es für mich auf den Punkt, was wirklich los ist, mit den Linken, entgegen aller Jubelkommentare ihrer Anhängerschaft, welche scheinbar jeden Realitätssinn verloren hat.

Nun denn, sollen sie träumen, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt …

M.f.G.

7) hjsbi-nrw, Dienstag, 05. Juni 2012, 11:59 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,
daß ausgerechnet Sie auch in diesen Chor der etablierten Parteien einstimmen, der doch nichts anderes anzubieten hat als das eigene Wunschdenken, das verwundert mich schon sehr! Wenn
Sie Ihre Meßlatte überall gleich anlegen würden, dann gäbe es doch schon längst keine Parteien mehr!
Sie können sich bestimmt auch noch an die gravierenden Probleme anderer Parteien erinnern, die
letztlich an ihren Querelen ebenfalls nicht untergegangen sind. Das wird die Partei „Die Linke“ jetzt einfach durchleben und natürlich dieses unsägliche „Theater“ einstellen müssen, jedenfalls dann wenn sie auch auf der Bundesebene eine einflußreiche Partei bleiben will!
Zum Schluß nur noch soviel: Als ich in der letzten Woche zum ersten Mal von den widerlichen Kungeleien eines Herrn Gabriel mit Dietmar Bartsch hörte, da war ich schon sehr erstaunt. Sollte
mir da tatsächlich etwas entgangen sein? Mit einem Schlag war mir dann aber schon klar wohin
„die Reise gehen sollte“! Gott sei Dank ist dieser durchtriebene Plan schon im Vorfeld gescheitert und mit ihm dieser Herr Bartsch! Wäre dieser „feine Herr“ am Wochenende tatsächlich zum Partei-vorsitzenden gewählt worden, würde ich die Partei „Die Linke“ niemals mehr gewählt haben, jeden-
falls solange der und andere Leute seines Schlages in der Partei eine Führungsrolle innehätten.

PS.: Die SPD muß schon selbst sehen, wie sie mit seriöser Politik wieder Wahlen gewinnt, nicht
aber indem man in das andere Lager mit Intrigen infiltriert! Aber außer „heiße Luft“ hat sie doch
nichts mehr zu bieten-und der Generationswecchsel steht dort auch noch an! Nah, dann man zu,
ich sage nur noch „Gute Nacht“ für diese ehemalige Volkspartei, inzwischen degeneriert zu einer
Wahlbetrüger- SPD!
hjsbi-nrw

8) StefanP, Dienstag, 05. Juni 2012, 12:15 Uhr

@52) Thomas Hillebrand

Auch wenn es hier nicht ganz zum Thema gehört:

Können Sie mir bitte erklären, warum unser Steuertarif, der zwischen den Einkommensschwächsten mit 14% Eingangssteuersatz und den Einkommensstärksten mit 47,5% um 33,5%-Punkte Unterschiede macht, nicht sozial gerecht ist? In keinem anderen wichtigen Land wird so gravierend unterschiedlich besteuert, einschließlich Skandinavien.

Sie scheinen bei der Besteuerung eine Vorstellung zu pflegen, die völlig weltfremd ist, da sie so nicht vorkommt.

9) Alex, Dienstag, 05. Juni 2012, 12:20 Uhr

Ich finde die Selbstmontage der Linken einfach nur gut! Und auch die inhaltliche, programmatische Schwächen der SPD und der Grünen, was Sozial-, Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik lässt doch hoffen.

DENN:

Der Sozialstaat ist angesichts der Staatsverschuldung, den Auswirkungen des Pillenknicks und den permanten Kostenexplosionen im Gesundheitssektor sowieso nur noch eine überbürokratisierteFehlkonstruktion.

Unsere Rentenbeiträge gehen im wesentlich für Bürokratiekosten und für die aktuellen Renten drauf. Für unsere Generation wird nichts vorgesorgt.

Deshalb machen Rentenbeiträge keinerlei Sinn, man könnte die Beiträge genauso gut in die Toilette donnern. Das hat den gleichen Effekt.

Wer schlau ist, sucht sich eine Steueroase und schaut zu, wie die dummen Linken, Volksparteien und Chaoten unser Land weiter in den Abgrund wirtschaften.

Warum auch die Unterschicht mit durchfüttern?

10) Maren P., Dienstag, 05. Juni 2012, 12:48 Uhr

Noch einmal zur Länge einzelner Kommentare. Falls Sie mir nicht folgen mögen, vllt. Goethe?
„Getret’ner Quark wird breit, nicht stark.“

11) Ste, Dienstag, 05. Juni 2012, 13:42 Uhr

@54, Frank Reichelt: Richtig, nur glaube ich aber auch dass die irrationalen Umtriebe hinter den Kulissen seitens der FDP zur Sicherung von Stimmen insbesondere bei der Lobby viel gewaltiger sind, als bei den Linken. Es werden dann stets mit zittriger Hand Mails, Newsletter und Kommentare querbeet im Netz mit neoliberalen Geschwätz gestreut wie noch nie. Aber das ist nur meine empirische Vermutung.

12) Alexis, Dienstag, 05. Juni 2012, 13:45 Uhr

Ob die PDS-Nachfolger noch einmal in den Bundestag kommen, interessiert mich so viel, wie, ob man den berühmten Sack Reis, der gerade in China umfällt, wieder aufrichten kann. Diese Leute sind völlig überflüssig und machen sich jetzt auch selbst überflüssig.

13) m.spreng, Dienstag, 05. Juni 2012, 15:37 Uhr

@ 60) Maren P

Stimmt, Außerdem ist es ein Diskussionsforum zu einem von mir vorgebenen Thema, kein Chat.

14) wschira, Dienstag, 05. Juni 2012, 16:13 Uhr

Herr Spreng, Sie achten, nach eigenen Angaben, auf den Umgangston und die Sachbezogenheit der Forenbeiträge, was ich ja schon erfahren habe, insbesondere im Clinch mit Herrn Pietsch. Wieso können Sie dann ein so bösartiges PI-Geschwätz wie Nr. 59 Alex stehen lassen?

15) Erwin Gabriel, Dienstag, 05. Juni 2012, 18:04 Uhr

@ 52) Thomas Hillebrand, Dienstag, 05. Juni 2012, 07:43 Uhr
Aufgrund des Kommentars 63) von Herrn Spreng erspare ich mir die Antwort.

@ 63) m.spreng, Dienstag, 05. Juni 2012, 15:37 Uhr
Sie sind doch derjenige, der die Beiträge zur Veröffentlichung freigibt. Sperren Sie die Beiträge, oder lassen Sie sie durch. Aber wenn Sie die Beiträge durchlassen, sollten Sie nicht.maulen.

16) Thomas Hillebrand, Dienstag, 05. Juni 2012, 19:10 Uhr

@ 51) Peter Christian Nowak

In diesem Kommentar haben Sie sich aber ganz schön auf Betriebstemperatur geschrieben! Chapeau! Ein sehr engagiertes, detailliertes Statement mit Weitsicht, das ich bis auf Nuancen teile, vor allem Ihre Aussichten.
Aber, aber…, Herr Nowak, Sie sind des Plagiierens überführt: Das Bild vom „Geld wie Dreck“ ist eindeutig dem geschätzten Heiner Geißler zuzuordnen! Das war natürlich nur spaßig.

17) Doktor Hong, Dienstag, 05. Juni 2012, 19:50 Uhr

@33) StefenP

Gleiches gilt für Hannelore Kraft anno 2010.

Das ist natürlich völliger Unsinn. Mal eine kurze Nachhilfestunde in Wahlrecht: Entscheidend sind die Parlamentssitze, nicht die prozentualen Stimmenanteile, obwohl sich erstere aus letzteren ableiten.

2010 bestand der NRW-Landtag aus dem theoretischen Minimum von 181 Sitzen. Schwarz-Gelb hatte 67+13 = 80 Sitze, Rot-Grün 67+23=90 Sitze. Die Linke hatte 11 Sitze.

Die Mehrheit lag bei 91 Sitzen. Wenn nun die Linke den Einzug in den Landtag verpasst hätte, wären alle ihre Stimmen unter den Tisch gefallen. D.h. die restlichen 11 Sitze wären auf CDU, SPD, FDP, Grüne verteilt worden. Selbst wenn Rot-Grün nur einen dieser 11 Sitze bekommen hätte, wäre das genug für eine eigene Mehrheit gewesen – was natürlich Quatsch ist. Eher hätte das Verhältnis bei 4:4:1:2 gelegen, also 6 zusätzliche Sitze für Rot-Grün.

In Hessen war die Konstellation natürlich etwas anders. Wenn man spekuliert, dass 5000 von 140,000 Wähler statt der Linken der SPD die Stimme gegeben hätte, wären die Linken aus dem Parlament gewesen, und Koch wäre in jeder Konstellation abgewählt worden.

Es ist also ziemlicher Quatsch, was Sie da behaupten, insbesondere was NRW angeht.

18) Dieter Carstensen, Dienstag, 05. Juni 2012, 20:17 Uhr

@63 m.spreng

Gut gesagt, lieber Michael Spreng 🙂

Chatten kann ich bei diversen Anbietern, auf Ihrem Blog geht es mir auch immer um das Thema, welches Sie gerade aktuell haben. Deswegen lässt es mich meist auch relativ kalt, wenn manche hier mich wiederholt unsachlich angreifen, mit an den Haaren hetbei gezogenen Argumentnen, auf die ich hier nicht näher eingehen mag.

Ich habe mir gestern die Sendung „Hart aber fair angesehne“, in der Sie ja auch waren und von Herzen geschmunzelt, wie Sie in Ihrer, der Ihnen eigenen Art mit Charmance und Süffisanz den Kieler FDP Mann Wolfgang Kubicki an seine eigenen Ränkespielchen erinnert haben.

Gut gemacht, ich hatte viel Spass an Ihren Äusserungen.

Es ist einfach nur absurd, wenn sich manche hier über die Länge anderer Beiträge beschweren. Wer zwingt diese Leute denn, diese zu lesen?

Beim Parteitag der Die Linke durften alle Bewerberinnen und Bewerber jeweils nur 7 Minuten reden.

Bei der neuen Vorsitzenden Katja Kipping klingelte das „Redeendeglöckchen“, wenn ich bei Phoenix richtig mitgezählt habe, dreimal, aber sie redete munter weiter.

Katja Kipping war eben mehr als „gleich unter Gleichen“, aber so ist Die Linke halt:

Klappe groß aufreissen, Motto, bei uns sind alle gleich, aber Leute wie Lafontaine, Wagenknecht, Gysi sind eben noch ein bisschen mehr als gleich unter Gleichen, für sie gelten scheinbar die von allen selbst beschlossenen demokratischen Gepflogenheiten nicht, im Gegensatz zum allgemeinen Parteivolk dieser Partei.

Der Linke Parteitag war ein Musterbeispiel dafür, wie Demokratie nicht funktioniert, mehr nicht.

M.f.G.

19) Leo Alexander, Dienstag, 05. Juni 2012, 20:46 Uhr

@ 61) Lieber Kommentator Ste:

Ja, wo leben Sie eigentlich?? Ihr Kommentar „Neoliberale Geschwätz wird gestreut wie noch nie“ ist bemerkenswert dumm. Gerade die FDP bekommt von allen Seiten Druck und Feuer. Und Lobby? Naja. Die FDP ist nicht gerade clever, wenn es um Deals für irgendwelche Industrien geht. Das fällt den Rösler-Bahr-Döring-Westerwelle-Quarttet ganz schnell auf die Füße.

Momentan haben wir es eher mit einem unerträglich dummen linken Geschwätz zu tun. Die Linken, Unterschichtler, Pfarrer, Biologen und Taxifahrer meckern völlig unqualifiziert über die aktuelle Finanzkrise, die Eurokrise und die Schleckerkrise.

Volkswirtschaftliche Zusammenhänge, historische Hintergründe und komplexe globale Abhängigkeiten einer vernetzten Industrie werden wie immer von den dummen, ignoranten Linken nicht zur Kenntnis genommen.

Achja, sind Sie jetzt Biologe oder Taxifahrer? Das würde alles erklären!

20) Maren P., Mittwoch, 06. Juni 2012, 09:06 Uhr

@ 49) Thomas B. schrieb:
>>Die Rede von Gregor Gysi hat mich berührt. Keine Ahnung ob das der richtige Begriff ist. Die Rede vom kleinen Napoleon eher nicht.
Lafontaine sprach davon, die Idee nicht scheitern zu lassen. Leider tut er aus meiner Sicht nicht genug dafür.<<

Mir ging es bei den Reden ebenso. Gysis Rede, seine schonunglose Offenheit, hat mich sehr berührt. Ich habe mich gefragt, weshalb sich erwachsene Menschen (in der Fraktion) so wenig selbst disziplinieren können. In der Schulzeit meiner Tochter habe ich ihr bei Genöle über einzelne Lehrer immer erklärt: "Du triffst Dein ganzes Leben lang Menschen, die Du nicht leiden kannst und denen Du nicht ausweichen kannst. Man muss sich nicht lieben, aber dennoch zumindest miteinander arbeiten können."

Lafontaine Rede hingegen hat mich erschreckt und zornig gemacht. Mir wurde deutlich, dass ihn wirklich nur SEINE Idee einer Politik, einer Partei, interessiert. Und wenn er das nicht haben kann, zerstört er "sein" Werk eher, als dass er es anderen überlässt. Das ist wirklich krankhaft und abstoßend. Wenn DIE LINKE sich von ihm nicht emanzipiert, wird er die Partei spalten und damit zerstören. Mir hat auf dem Parteitag Lothar Bisky gefehlt, dem ich eine hohe Kompetenz in der Menschenführung zuschreibe.

21) Dieter Carstensen, Mittwoch, 06. Juni 2012, 09:11 Uhr

@Leo Alexander

Kurzkommentar: Nannana, nix gegen Taxifahrer, wir alle brauchen sie … 🙂

22) Thomas Hillebrand, Mittwoch, 06. Juni 2012, 09:46 Uhr

@ 58) StephanP.

Lieber StephanP.,

ich war ganz erschrocken, dass ausgerechnet Sie mir eine Frage gestellt haben. Nachdem Sie sich ja gern mit vielen anderen hier – bisher außer mir – balgen oder diese sich mit Ihnen, also den demokratischen Streit pflegen, um genau zu sein, nahm ich an, ich würde verschont bleiben und Sie wären der klugen Ansicht, bei mir sei eh nichts mehr zu retten. Andersherum ist das nämlich so. Ich lese Ihre Beiträge seit geraumer Zeit nicht mehr. Ich mag sie in Form und Inhalt nicht. Wären sie wenigstens ein bisschen polemisch! Wir sind politisch einfach komplett unterschiedlicher Auffassung. Und das ist sicher legitim. Dass Ihnen bisher nicht aufgefallen war, dass ich mich hier ab und an gerne mit jemandem auseinandersetze, aber nie mit Ihnen, das wundert mich nun schon. Denn das hatte und hat natürlich Gründe: die eben beschriebenen. Konstruktive Ergebnisse eines Disputes zwischen Ihnen und mir – und seien sie noch so angestrichen sachlich – sind einfach nicht zu erwarten. Zudem habe ich auch keine Lust, mich Ihrer unangenehmen narzisstischen „Diskussions“-Strategie zu unterwerfen, die den Mit-Kommentator in der Regel nur als Sidekick oder bloßen Stichwortgeber für die eigenen brillanten Thesen missbraucht. Deshalb lasse ich in unendlicher Weisheit einfach davon.

23) Thomas Hillebrand, Mittwoch, 06. Juni 2012, 15:55 Uhr

@ 31) u. 70) Maren P.

Ihr offenkundiger Zorn auf Herrn Lafontaine macht mich etwas ratlos. Ihr Zorn als solcher natürlich nicht; Lafontaine-Bashing ist ein Evergreen und seit 13 Jahren Mainstream. Da liegen Sie voll im Trend. Nein, Ihre gegenwärtige Wut, die Lafontaine einen „Spalter“ zeiht, ihn als „krankhaft“ und „abstoßend“ beschreibt und sich dabei auf seine Rede auf diesem Parteitag bezieht. Sie finden zwar viele nicht sehr nette Adjektive für Herrn Lafontaine, wünschen ihn zur „Trauma-Therapie“ in die Südsee, aber belegen Ihren ganzen Zorn mit – nichts! Geben Sie doch bitte ein, zwei, drei Beispiele aus der Rede Lafontaines, die Ihr Gemüt derart erregt haben! Nur um Sie zu verstehen!

Mir erging es nämlich anders als Ihnen und ich fand beide Reden, die von Gysi UND die von Lafontaine wichtig. Schon von den Inhalten der – erstaunlicherweise komplett abgelesenen – Rede des genialen Rhetorikers Gysi war dies zweifelsohne die wesentlich berührendere Rede, mit der er meiner Meinung nach aber der Partei keinen Gefallen getan hat. Dessen ungeachtet war es ganz klar eine in der Tat wirklich anrührende, sehr persönliche Rede, die erschrocken machte! Lafontaines Rede auf diesem Parteitag war eine seiner wirklich schlechteren Reden, auch das muss man sagen. Aber ich kann in keiner Weise erkennen, was Sie an dieser Rede nun so derart aufgebracht hat?

Sie schreiben: „Mir wurde deutlich, dass ihn wirklich nur SEINE Idee einer Politik, einer Partei, interessiert. Und wenn er das nicht haben kann, zerstört er „sein“ Werk eher, als dass er es anderen überlässt.“

WORAUS – aus dieser Rede – destillieren Sie bitte genau diese Erkenntnisse?

24) Peter Christian Nowak, Mittwoch, 06. Juni 2012, 18:55 Uhr

66) Thomas Hillebrand,
„Ab und an brauch´ ich das mal“: Dampf ablassen… Ja, Sie haben Recht. Stammt von CDU-Alt-Generalsekretär und jetzt Fachmann für Ethik in der Politik (wenn man der Meinung ist.) Seitdem geistert (geisslert) der Spruch so in manchen Talk-Shows rum, an denen Herr Dr.Geißler seine Statements abgibt.

25) U-P, Mittwoch, 06. Juni 2012, 19:28 Uhr

@ 7….Herr D. Carstensen!

Sie sollten sich dann doch mal entscheiden, wo Sie stehen. Schreiben ellenlange Kommentare auf „scharf-links“ und „demokratisch-links“–beides linke Webseiten–und hier nun das?!?! Wie darf ich das verstehen, mein Bester? 😉 Oder doch noch immer nicht entschieden, welche Seite die für Sie adäquate ist? Tja, mein Freund, das politische Leben ist schwer…..

26) Bernhard Paul, Mittwoch, 06. Juni 2012, 20:02 Uhr

@72) Thomas Hillebrand

Ein typischer Hillebrand, nach dem Motto: Kommen Sie mir nicht mit Fakten, ich habe eine Meinung! Wie Sie überheblich die Argumente anderer wegbügeln, das hat was. Chapeau! Sie stehen hier ziemlich nackt da, wie so oft, das können Sie auch mit arroganter Lässigkeit nicht überspielen.
Interessant übrigens, dass Sie Stefan P. den Spiegel Ihres eigenen Stils vorhalten.
Ich erwarte ergebenst Ihre Suada.

Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung
Ihr Bernhard Paul

27) Ste, Mittwoch, 06. Juni 2012, 20:53 Uhr

@69, Leo Alexander: Das ist IHRE Meinung und IHRE politische EInstellung, also was soll ich dazu noch sagen, außer, dass ich Ihre Beleidigungen mit einem Kamillentee runterschlucken werde.

28) Thomas Hillebrand, Mittwoch, 06. Juni 2012, 20:59 Uhr

Ach, lieber Herr Paul, wie Sie es nur immer wieder schaffen, sich selbst ins Knie zu schießen!?! Und hier sogar als selbsternannter Bauchredner von Herrn StephanP. Ich finde inzwischen wirklich, das hat fast etwas Tragisches. Na ja, sagen wir Tragikomisches, denn es fehlen in Ihren Abarbeitungen an mir ja auch nie die komischen Elemente. Lesen Sie Ihren Kommentar vielleicht nochmal durch, wenn Sie wieder etwas abgekühlt sind, die Röte aus Ihrem Gesicht gewichen und der Schaum vor Ihrem Mund getrocknet ist. Wenn er Ihnen spätestens dann in seiner grotesken Überzeichnung, geifernden Häme und ungelenker, weil völlig überemotionalisierter Sprache nicht ziemlich peinlich ist, dann… Ach, das behalte ich jetzt doch lieber für mich.
Dass es indes in Ihren Augen einen „typischen Hillebrand“ gibt, das darf ich sicher als Kompliment, wenn nicht gar als Schmeichelei verstehen.

29) Ramin Peymani, Mittwoch, 06. Juni 2012, 22:57 Uhr

Wunderbarer Artikel. Ich habe in meinem Blog ins gleiche Horn gestoßen: Der sterbende Patient zuckt nochmal. Nachzulesen im „Klodeckel des Tages“ unter: http://meinungsfreiheit24.wordpress.com/

30) wschira, Donnerstag, 07. Juni 2012, 03:47 Uhr

@Herr Spreng,
Sie haben mich einmal abgemahnt, als ich einen Mitdiskutanten als „Dummschwätzer“ bezeichnet habe. Ich akzeptierte das (es ist ja Ihr Blog). Haben sich Ihre Massstäbe verändert? Zu dieser Meinung könnte man kommen, wenn man die Beiträge nr. 59 und nr. 69 liest. Nichts für ungut, aber daran gemessen ist der Ausdruck „Dummschwätzer“ geradezu eine Schmeichelei.

31) Dieter Carstensen, Donnerstag, 07. Juni 2012, 04:19 Uhr

@75 U-P. Werter Udo Pahl,

wo ich stehe, lassen Sie bitte mal meine Sorge sein. Bekanntlich gehöre ich keiner Partei an und bin mit jedermann für jede offene demokratische Diskussion zu allen politischen Fragen offen. Mich interessieren Inhalte und diese diskutiere ich mit Menschen der unterschiedlichsten politischen Herkunft in diversen Blogs, aber auch in den Leserkommentarspalten z.B, der Süddeutschen Zeitung, der WAZ, der Rheinischen Post oder der TAZ.

Oder eben auch gerne hier, bei dem von mir sehr geschätzten Michael Spreng.

Bei twitter z.B. habe ich seit Jahren Kontakt mit Bodo Ramelow, Vorsitzender der Die Linke Fraktion i. Thüringer Landtag und Michael Panse, CDU, ehemaliger MdL und jüngst Oberbürgermeisterkandidat in Erfurt. Kann man alles im Web 2.0 nachlesen.

Wir drei verstehen uns prächtig, da wir uns alle drei die Offenheit zur Diskussion mit Andersdenkenden bewahrt haben. Genau das zeichnet ja auch den Blog von Herrn Spreng aus, dass auch Herr Spreng sich diese Offenheit ebenfalls bewahrt hat, auch völlig andere Meinungen als seine eigene, auf seinem Blog zuzulassen.

Einseitigkeit finde ich immer langweilig, deswegen habe ich auch weder den Bayernkurier der CSU, noch Das Neue Deutschland der Die Linke abonniert …

Warum sollte ich mich entscheiden, Herr Pahl? Ich bewahre mir meine Freiheit und meine Offenheit, so einfach ist das und, mit Verlaub, das geht Sie ja wohl nichts an, oder?

32) Michael A. Nueckel, Donnerstag, 07. Juni 2012, 05:26 Uhr

Aus dem ehemalst knackigen Sprengsatz ist ein müder Blindgänger geworden. Ein Relaunch ist überfällig. Alle ICD-10 F60.8-Kandidaten u.a. sollten hierbei ausgemistet werden. Viel Glück Herr Spreng!

33) Günter Springer, Donnerstag, 07. Juni 2012, 10:07 Uhr

@30 und @51) Peter Christian Nowak
Ihre Beiträge sind in Form und Inhalt für mich tröstlich.
Tröstlich deshalb weil man Dinge sachlich und überzeugend darstellen kann, statt sich wie in vielen Beiträgen Meinungen um die Ohren zu hauen.
Das sagt einer , der sein Leben überwiegend in der DDR verbracht hat, dort nicht angepasst war, und nun seit gut 20 Jahren die Bundesrepublik Deutschland erlebt !

34) m.spreng, Donnerstag, 07. Juni 2012, 12:05 Uhr

Ankündigung: Persönliche Angriffe auf und persönliche Auseinandersetzungen unter Kommentatoren werden ich künftig nicht mehr zulassen. Auch werde ich Kommentare sorgfältig daraufhin überprüfen, ob sie sich mit dem gestellten Thema beschäftigen.

35) StefanP, Donnerstag, 07. Juni 2012, 12:38 Uhr

84) m.spreng

Lieber Herr Spreng,

in der politischen Arena darf man nicht allzu empfindlich sein und gerade wenn man ein Pseudonym benutzt, kann man so einiges an sich abtropfen lassen. Es gehört eben auch zur Persönlichkeitsbildung dazu, einen persönlichen Anwurf nicht mit einem solchen zu kontern.

Laut Eigenlogo will der Sprengsatz ein Politik-Blog sein. Ein Politikblog läßt erwarten, sich zu tagesaktuellen Themen kommentierend austauschen zu können. Sie werden zu verschiedenen politischen Themen in Talkshows eingeladen, seit Monaten kreisen ihre Threads jedoch ausschließlich um Positionierungen der CDU, SPD, FDP, Piraten und LINKE. Politik ist jedoch mehr als Hahnenkämpfe in Parteien. Das seit zwei Jahren dominierende Thema der Berliner Agenda taucht jedoch seit Monaten nicht auf. Ist dazu alles gesagt? Kaum.

Es ist natürlich jedem selber überlassen, ob er zum Parteitag der LINKEN etwas zu sagen hat und niemand ist gezwungen, hier zu schreiben. Doch Medien geben ihrem Stammpublikum auch die Gelegenheit und ein Ventil, sowohl zu tagesaktuellen Problemen als auch zu grundsätzlichen Fragen von Zeit zu Zeit Dampf abzulassen.

Stefan Pietsch

36) Leo Alexander, Donnerstag, 07. Juni 2012, 17:29 Uhr

@ ste:

Beim nochmaligen Lesen meines Kommentares ist mir mein reichlich gehässiger Stil aufgefallen, für den ich mich entschuldige. Sorry!

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Entschuldigung annehmen!

Gruß,

Leo Alexander

37) Bernhard Paul, Donnerstag, 07. Juni 2012, 17:45 Uhr

@ 84) m.spreng

Bestens. Vielen Dank, Herr Spreng. Ich habe Sie ja kürzlich gerne erinnert, dass Sie schon einmal strengere Spielregeln erlassen hatten, dann aber doch wieder Gnade vor Recht ergehen ließen.

Ich habe mit meinem Beitrag #76 sicherlich zu Ihrer neuen Linie beigetragen. Er war nicht ohne Hintersinn geschrieben, wusste ich doch, dass Thomas Hillebrand (#78) wie erwartet reagieren würde.

Auf ein Neues also. Und viel Glück dabei!

38) Dieter Carstensen, Freitag, 08. Juni 2012, 09:12 Uhr

Lieber Michael Spreng,

es gehört sowohl zur juristischen, als auch zur moralischen Pflicht, eines jeden Blogbetreibers persnliche Angriffe gegen andere zu unterbinden. Bloggen soll ja Spass machen, Diskussionen anregen, wenn es am Thema orientiert ist und somit zu einem sinnvollen demokratischen Miteinander beitragen.

So she ich das,

m.f.G,

39) Thomas Hillebrand, Freitag, 08. Juni 2012, 09:39 Uhr

Das stimmt sicher: Ohne Sie und Ihren klug eingefädelten Schachzug hätte Herr Spreng sicher nicht auf den rechten Weg zurückgefunden! Merken Sie eigentlich immer noch nichts?

40) der Herr Karl, Freitag, 08. Juni 2012, 13:05 Uhr

Ein wenig Polemik und Überspitzung ist die Würze einer doch recht anonymen Runde mit zeitverzögerten Antwortmöglichkeiten.
Die Sprengsatzartikel sind ja auch nicht gerade ein Beispiel von Objektivität und Bisslosigkeit…

41) Art Vanderley, Freitag, 08. Juni 2012, 15:20 Uhr

Die übliche linke Selbstzerfleischung , so alt wie die politische Linke selber.

Ob die Partei wirklich am Ende ist- ich weiß nicht so recht…
Gerade die Wahl könnte auf mehr Substanz hindeuten , als es den Anschein hat.

Zunächst , völlig unterschätzt , hat die Partei den selbstherrlichen Einmarsch Lafontaines verhindert .

Dann wurden schwierige Personalien geschickt vermieden , Schwabedissen hat sich öffentlich als Spalterin profiliert , Bartsch war zu umstritten , Wagenknecht wäre geeignet , aber sie wäre als verlängerter Arm Lafos betrachtet worden und ist an anderer Stelle auch effektiver eingesetzt.

Und Kipping ist intelligent und progressiv , alles in allem eine durchaus kluge Wahl.
Obs reicht , wird man sehen , aber Totgesagte leben länger.

42) schwarzkopf, Samstag, 23. Juni 2012, 00:08 Uhr

Ich glaube mehr, dass die linke so oder so abgewickelt wird. die wähler sind wacher und vernünftiger geworden. Sie haben erkannt, dass eine politische ideologie, welche sich in der historie immer nur als irrtum herausgestellt hat und naiven forderungen wie die „Reichenteuer“ nicht fruchtbar sind . Und aufassungen wie, „alle sind gleich“, keinen bezug zur realität haben. wir sind nicht gleich, ob wir wollen oder nicht. die linke wickelt sich ab, da sie überflüssig ist.

43) seyinphyin, Sonntag, 12. August 2012, 13:27 Uhr

Zusätzlich:
Habe nun hier einmal ein paar der Kommentare gelesen und es ist traurig, wie uninformiert die Leute sind.

Sie glauben dem Propagandadreck einer gleichgeschalteten Presse, statt selbst zuzuhören, denn sicherlich gibt es in jeder Partei Diskussionen, sicherlich kann man manche davon Streit nennen, aber was die Spiegel, Zeit, Springer und Co daraus machen – warum glauben Sie den Dreck?

Da bekommt man wirklich Angst, weil es zeigt, wie leicht der Deutsche immer noch zu manipulieren ist.

Einfach mal ansehen, wirken lassen und darüber nachdenken:
http://www.youtube.com/watch?v=LF__pl5Sl5g

Und dann: Legen Sie sich bitte Medienkompetenz zu und vertrauen Sie niemals einfach so dem, was man Ihnen sagt. Wir sind nämlich kein Stück besser als China, was Zensur betrifft. Wir zensieren nur etwas anders.

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