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Mittwoch, 11. Juli 2012, 20:08 Uhr

Machtversessenheit

Es gibt immer wieder Politiker, neben vielen ehrenwerten und fähigen natürlich, die ihrem Amt und dessen Anforderungren nicht gewachsen sind. Die einen steigen nach dem Peter-Prinzip bis zur Stufe der Inkompetenz auf, die anderen sind Spitzenämtern charakterlich nicht gewachsen.

Einer von der letzeren Gruppe war Christian Wulff, ein zweiter der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus.

Mappus ist eine Musterbeispiel der unheilvollen Mischung Machtversessenheit und Größenwahn. In seinem unbedingten Willen, die Landtagswahl zu gewinnen, ließ er sich von einem französischen Energiekonzern und skrupellosen Bankmanagern über den Tisch ziehen. Das war die Machtversssenheit.

Und in seinem Größenwahn überging er das Kabinett und das Parlament und glaubte, er als studierter Diplom-Ökonom könne wie Superman im Alleingang einen Milliardendeal durchziehen. Er wollte sich ein Denkmal als der Mann setzen, der Baden-Württembergs Energieversorgung gesichert und vor bösen Investoren gerettet hat.

Die Einzelheiten dieses Skandals sind bizarr (“Truppen gegen Mutti” Merkel in Marsch setzen) und passen eigentlich gar nicht zu einem schwäbischen Konservativen. Aber so wie Wulff jede Vorsicht im Umgang mit den Berühmten und Reichen des Landes außer acht ließ, so überging Mappus alle Regeln des Haushaltsrechts und der normalen menschlichen und finanziellen Umsicht – zum Millionenschaden des Landes, dessen Nutzen zu mehren, er geschworen hatte.

Mappus glaubte, eine Treibender und Macher zu sein und merkte gar nicht, dass er getrieben und gemacht wurde. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen waren wie bei Wulff überfällig, letzlich ausgelöst durch einen niederschmetternden Bericht des Rechnungshofes. Mappus ist tief gefallen, tiefer geht es kaum, aber er selbst ist der Urheber seines Abstiegs. Machtgier hatte ihm Verstand und Sinne umnebelt.

Die baden-württembergische CDU wird jetzt Jahre damit zu tun haben, den Wählern zu vermitteln, das Mappus kein Systemfehler war. Wenn das überhaupt geht. Denn das System steht auch einem neuen Wulff oder Mappus offen.

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61 Kommentare

1) Doktor Hong, Mittwoch, 11. Juli 2012, 21:21 Uhr

Und in seinem Größenwahn überging er das Kabinett und das Parlament und glaubte, er als studierter Diplom-Ökonom könne wie Superman im Alleingang einen Milliardendeal durchziehen.

Er wäre nicht der einzige Diplom-Ökonom mit Größenwahn.

2) rudow1, Mittwoch, 11. Juli 2012, 21:52 Uhr

Wenn sich die Macht zu lange auf bestimmte Gruppen, Kreise oder auch Parteien beschränkt, fehlt irgendwann das “frische Blut” und weil die Nachfolger immer nur eigene “Nachkommen” sind, ohne das sie sich hätten durchbeißen müssen, werden es dann ganz schwache Nachfolger, leider.

Dieser Machtverlust tut der CDU in BW ganz gut, jetzt dauert es noch ca. 4 Jahre dann sind die alten Männer weg, dann nochmal 2 – 4 Jahre in denen sich die schwachen, ehemaligen Nachfolger untereinander bis aufs Blut bekämpfen werden und dann gibts es schon die nächste “gesunde, neue, Generation”. In den folgenden 10 Jahren sind die jetzigen Mandatsträger so faul, so korupt und so “Macht-Besoffen”(wie zuletzt die BW-CDU), dass es nur eines kleinen Fehlers bedarf und sich die Wählergunst dreht.

3) tanne, Mittwoch, 11. Juli 2012, 22:44 Uhr

Was für ein Tag! Ermittlungen gegen Mappus an erster Stelle bei heute, -journal, tagesthemen und google.news. Bin ich froh, dass wir ihn und seine CDU, die sich jetzt hurtig von ihm abwendet, abgewählt haben! Und damit ist es in BaWü für die CDU ja auch noch nicht fertig. – Wenn bei S21 noch das eine oder andere rauskommt.., da ticken noch mehrere symptomatische Klüngel-Selbstüberschätzungs-Machtwahn-Zeitbomben. [Und manche Kenner meinen ja auch, dass eine ordentliche Prise Mafia im Raum Stuttgart auch nicht vergessen werden darf - Stichwort Oettinger und sein italienischer Wirt in Stuttgart-Weilimdorf...]
Kurz gesagt: Ich hoffe, dass künftig noch mehr ans Licht kommt von alten und neuen CDU-Altlasten. Auch auf die Gefahr hin, dass der Würgereiz weiter zunimmt.

4) symm, Donnerstag, 12. Juli 2012, 01:14 Uhr

Zunächst: Die von Ihnen unternommene Trennung zwischen dem Peter Prinzip und einer charakterlichen Schwäche zum Ausführen eines öffentlichen Amtes erschließt sich mir nicht.
Anders formuliert: Eigentlich trifft das Peter Prinzip doch gerade mustergültig auf Mappus (als Ministerpräsident) und erst Recht auf Wulff (als Bundespräsident) zu, weil sie durch ihre individuell-charakterlichen Eigenschaften ex post als inkompetent in ihrer Amtsaufführung wahrgenommen wurden. Dem Peter Prinzip sind doch gerade bestimmte disqualifizierende Charaktereigenschaften immanent.

Aber davon abgesehen: Sie haben zwar versucht, den Begriff “Machtversessenheit” “sinnadäquat” (Max Weber) anzuwenden,* treffen damit aber nicht des Pudels Kern. Es greift schlicht zu kurz und wirft den Blick nur auf die Spitze des Eisberges (vgl. http://www.nachdenkseiten.de/?p=13833 )

Ich finde nicht, das “machtversessen” die Äffäre um EnBW-Mappus sinnadäquat beschreibt. Es bedeutet, dass man von etwas nicht genug haben will, in diesem Fall von der Fähigkeit, etwas durchzusetzen, ggf. gegen den Wille anderer. Diese Fähigkeit drückt sich hierbei in Form von Mandaten aus, d.h. man will bei einer Landtagswahl ein möglichst hohes Ergebnis erzielen.
Aber bei dieser Affäre hat sich Mappus doch von der eigenen Wichtigkeit und Machtposition verblenden lassen und diese Bestätigung sicherlich genossen, weil zugelassen (man gebe sich nur mal den anbiedernden Emailverkehr; ich wurde schon von einem CDU-nahen Dozenten zusammengestaucht, weil ich statt Merkel “Mutti” sagte). Mappus war schlicht machttrunken und dadurch kam es zum Machtmissbrauch. Er hat sich von der Macht korrumpieren lassen und hat seine Machtmittel wissentlich missbraucht. Immerhin wird ihm juristisch bzw. strafrechtlich Untreue vorgeworfen. Ob er dafür charakterlich anfällig ist, sei dahingestellt. Als Politiker ist man tendenziell eher Narzißt als Altruist, daher auch oft der Hang zur Größenwahnsinnigkeit, wie sie selber anmerkten (vgl. zu dieser These: Kets de Vries/Miller, Narzissmus und Führung, in: Kieser/Reber/Wunderer, Handwörterbuch der Führung. Stuttgart 1995.).

Schlussendlich bleibt aber stets die Frage (ein Dank an die NachDenkSeiten): Cui bono? Wem nutzt/e so ein Deal? Klar, Notheis wird sich davon ne weitere affengeile Finca in Spanien kaufen können (Hagen Rether). Aber was versprach sich Mappus davon? Die Landtagswahlen waren durch S21 sowieso nur zu verlieren. Daher passt Machtversessenheit nicht. Wollte sich Mappus etwa in die Wirtschaft retten oder gar in die Bundespolitik katapultieren, mit einem Image des durchsetzungsfähigen und verantwortungsvollen (Energie)Politikers (“Denkmal setzen”)? Schlimmer aber: Das er höchstwahrscheinlich glaubte, dass so ein ekelhaftes Geklüngel nicht auffliegt, bekräftigt o.g. Größenwahn.

Mappus hat schlicht seinen “wahren” Charakter bei der Aktion gezeigt. Und das kostete das Land mindestens 840 Mio. (!) €uro _zuviel_. Dafür reichen Worte wie Hohn, Zynismus und Größenwahn gar nicht mehr, das ist völlig geisteskrank und verbrecherisch. Aber wollen wir nicht auf Bild-Nivea-Creme hinuntergleiten. Wäre aber – wenn ich dort als Zombieredakteur im Büro säße – angebracht (vgl. den Poppanz um Dieter Dehm). Wobei: Der Gehirntod ermöglicht solch ein Denken gar nicht.

Und die Larmoyanz, die jetzt von der CDU (Landesverband wie im Bund) gefahren wird mit “Sowas hätten wir doch NIE gedacht” erinnert son bisschen an Amokläufer-Kinderschänder-Rhetorik der völlig überraschten unmittelbaren Umgebung. Wer hat denn da in der Partei und in der Landesregierung schlicht weggeschaut? Peter Prinzip? Ist sowas stellvertretend für “schwäbischen” Konservatismus? Aber wenn ich da so an die schwäbische Hausfrau denke, die hoffentlich bald den Erstickungstod an ihrem eigenem Erbrochenem findet, ist “schwäbisch” wohl zu einer Pejoration geworden. Dabei mag ich den Dialekt.

Der wirklich große Makel an Ihrem Beitrag ist aber: Sie erwecken den Eindruck, Mappus sei ein Getriebener gewesen. Doch das war er meiner Ansicht nach nie. Außer er war shizophren (würde zur o.g. Geisteskrankheit passen). Er war der Katalysator, er hat es erst ermöglicht und dann auch beschleunigt. Inwiefern er jetzt unverbraucht vorliegt (Chemie kann lebensnah sein), entscheidet das Strafverfahren. Aber: Hätte er nicht “ja” zu dem Ganzen gesagt, wäre es nie passiert. Mappus tat dies wissentlich. Vom Gegenteil auszugehen oder gar den Eindruck überhaupt erwecken zu wollen, er sei ein Getriebener gewesen, scheint mir naiv, apologetisch oder schlicht Realitätsverlust zu sein. Er war wenn dann von der eigenen (landespolitischen) Unfähigkeit getrieben.

Sie haben richtige analytische Grundarbeit geleistet, die man als Leser von Ihnen gewohnt ist (auch könnte ich mich ja sonst nicht auf Sie stichpunktartig berufen). Aber meiner Meinung nach haben Sie die falsche Schlussfolgerung gezogen. Schade.

* Der Begriff “Machtversessenheit” (und “Machtvergessenheit”) geht auf Hans-Peter Schwarz zurück (vgl. Die gezähmten Deutschen. Von der Machtversessenheit zur Machtvergessenheit, Stuttgart 1985) und bezieht sich dabei auf die bundesdeutsche Außenpolitik nach 1945. Richard von Weizsäcker übernahm diese Begrifflichkeit in seinem Zeit-Interview 1992 (vgl. Richard von Weizsäcker im Gespräch mit Gunter Hofmann und Werner A. Perger, Frankfurt am Main 1992, S. 164f.) und beschrieb damit den gegenwärtigen deutschen Parteienstaat: “Nach meiner Überzeugung ist unser Parteienstaat von beidem zugleich geprägt, nämlich machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen politischen Führungsaufgaben”. (Ebd.)

5) JG, Donnerstag, 12. Juli 2012, 01:18 Uhr

Zur Perspektive der baden-württembergischen CDU: Ich erinnere mich noch gut, wie 1999 viele Kommentatoren meinten, nach der Aufdeckung der Schwarzen Kassen und anderer Ungeheuerlichkeiten bei der Union werde diese wohl frühestens in zehn, zwölf Jahren wieder eine Chance haben, im Bund an die Macht zu kommen. Wie das dann 2002 wirklich war, haben Sie, Herr Spreng, selbst hautnah erlebt.

Aber hübsch ist es, wie die CDU im Ländle ihre einstige Nummer 1 jetzt “vor den Bus schubst”, wie das im Englischen so treffend heißt: Man distanziert sich rasch und lautstark von dem schwer Angeschlagenen, in der Hoffnung, auf diese Weise von dem Donnerwetter, das über ihn niedergeht, möglichst wenig abzubekommen. Wie lautete doch gleich die Steigerung von “Feind”?

6) M.M., Donnerstag, 12. Juli 2012, 02:23 Uhr

Dass der sogenannte Katholische ZDK-Kretsche von den Kapriolen des Herrn Mappus profitiert ist der Treppenwitz der Geschichte. Aber Demokratie.
Was erlaube Mappus??? Schlimmer geht’s nicht. Die CDU im Nirvanaaaa. Armes treues CDU Mitglied, dass noch an das Gute glaubt und artig seinen monatlichen Obolus entrichtet.
Frau Dr. Merkel hat erwartungsgemäss damit Nichts zu TUN!!!!

7) Heiko G., Donnerstag, 12. Juli 2012, 04:41 Uhr

Auch unsere Murksel ist ein Musterbeispiel der unheilvollen Mischung Machtversessenheit und Größenwahn. Intrigieren tut die auch gerne. Und ne Marionette der Bankster ist se auch. Scheint sich bei der ganzen Sache um ein klassisches konservatives Problem zu handeln.

8) Maren P., Donnerstag, 12. Juli 2012, 07:15 Uhr

Die Spätzle-Bande …
Besonders lachhaft ist, wie CDU-Politiker im Ländle, etwa der Fraktionsvorsitzende Peter Hauk oder der Landesvorsitzende Thomas Strobl (Wolfgang Schäubles Schwiegersohn), versuchen, sich wieselflink von Stefan Mappus zu distanzieren! Der schwarze Sumpf in Baden-Württemberg ist mit Mappus allein noch lange nicht trockengelegt!

9) Minassian, Donnerstag, 12. Juli 2012, 07:22 Uhr

Machtgier : war und ist da nicht was ? zu Guttenberg war und Seehofer ist, Mappus, Wulff, Berlusconi, Sarkozy schon fast wieder vergessen ….. Macht haben zu wollen, ist nicht verwerflich, die Gier danach schon. Geld haben zu wollen – warum nicht, wenn es legal ist, die Gier (z.B. Schlecker) danach nicht, weil es mit legalen Mitteln nicht geht. Der Mensch ist aber nicht an dem Wollen gestrickt, sondern an der Gier, das steckt in ihm drin. Nicht die CDU allein wird damit zu tun haben, die Welt insgesamt. Der ägyptische Militärrat ist ein aktuelles Beispiel der Machtgier. Und so ist es ein globales Problem, nicht nur das einer kleinen deutschen Provinz mit einem Gernegroß. An dieser Gier, ob nach Macht, Geld oder Ressourcen, wird sich die Menschheit eines nicht allzu fernen Tages selbst zugrunde richten. Immer mehr, mehr, mehr … Ach, wie schön könnte die Welt sein – ich (66 Jahre) weiss, ich bin immer noch ein Träumer. Die sind aber nicht gefragt, sondern die ‘Realisten’, die ‘YES, we can’-Generation.

10) Frank Reichelt, Donnerstag, 12. Juli 2012, 08:21 Uhr

Da es aber, wie sie ja in ihrem letzten Beitrag dargelegt haben, kein besseres System gibt, müssen wir uns wohl mit solchen systembedingten Auswüchsen abfinden!

11) Erwin Gabriel, Donnerstag, 12. Juli 2012, 11:00 Uhr

@ m.spreng

>> Denn das System steht auch einem neuen … Mappus offen.

Christian Wulff (der scheint es Ihnen ja richtig angetan zu haben, dass Sie da immer noch so heftig drauf rumreiten) hat hier eigentlich nichts zu suchen. Dass ein Politiker sich von anderen zum Urlaub einladen lässt, zeugt sicherlich von einem schwachen Charakter, aber viel mehr ist da nicht hinter.

Wenn jemand wie Stefan Mappus allerdings (ob aus Machtgier, aus Eitelkeit oder sonstigen Gründen) gegen besseren Rat bewußt und gewollt das Parlament umgeht, verhält er sich undemokratisch und somit verfassungsfeindlich. Von solchen Egomanen droht Gefahr für uns alle.

Ihren letzten, mahnenden Satz sollten sich alle Parlamentarier daher gut einprägen.

12) Dr. Karin Gerstel, Donnerstag, 12. Juli 2012, 11:25 Uhr

Ihrem Kommentar ist nur zuzustimmen. Eine kleine Ergänzung: Mappus macht intellektuell doch eher einen sehr schlichten Eindruck. Ich bin erstaunt zu lesen, er ist studierter Diplom-Ökonom. Die Erringung dieses akademischen Abschlusses muß einer seiner seltenen intellektuellen Highlights gewesen sein. Allerdings muß ihm von seinen Studien nichts Wesentliches mehr erinnerlich gewesen sein, als er diesen Mega-Deal abschloß. Wenn der Bettelmann aufs Roß kommt! Wie bei Wulff überkommt mich beim Anblick dieses kleinen Mannes, der gern größer gewesen wäre, ehr Mitleid als Wut. Denn der Sturz ist tief und wer über so wenig Persönlichkeit verfügt, wie diese beiden, fällt hart, weil nichts da ist, was abfedernd wirken könnte.
Allerdings kann unsere Demokratie damit fertigwerden! An Mappus und Konsorten scheitert sie jedenfalls nicht!

13) wschira, Donnerstag, 12. Juli 2012, 12:29 Uhr

@12) Dr. Karin Gerstel

Frau Dr. Gerstel, Sie sollten sich den running gag zu Gemüte führen, den ich kürzlich so oder so ähnlich irgendwo gelesen habe: “Ökonomen und Betriebswirtschaftler denken, dass sie Wissenschaftler wären”:-)

14) rainer, Donnerstag, 12. Juli 2012, 12:56 Uhr

……lach……”Allerdings kann unsere Demokratie damit fertigwerden! An Mappus und Konsorten scheitert sie jedenfalls nicht!”………

….so ein paar “Mapusse” verkraften wir doch leicht….

15) CitizenK, Donnerstag, 12. Juli 2012, 13:11 Uhr

Ohne Fukushima wäre Mappus heute immer noch MP in BW, und Hauk und Strobl würden hinter allem eine Verschwörung, mindestens aber eine Kampagne wittern.

Na ja, vielleicht wäre er ja nach Bekanntwerden der Mails und des Rechnungshofs-Urteils zurückgetreten worden.

16) Dieter Carstensen, Donnerstag, 12. Juli 2012, 13:48 Uhr

Lieber Michael Spreng,

ein Mappus steht nur stellvertretend für eine menschen- und demokratieverachtende Politikernomenklatura in diesem Staat, die weder Ansatnd, noch Moral, noch Skrupel kennt.

Nur der eigene Vorteil zählt für diese Leute, sonst nichts. Aber sie bezeichnen sich als “Volksvertreter”, dabei treten sie auf den Interessen des Volkes nur herum.

So kann man eine Demokratie auch zerstören, indem man sie als Selbstbedienungsladen zum eigenen Nutzen ansieht und dann sogar noch so doof ist, zu glauben, die amderen Menschen würden es nicht merken!

M.f.G.

17) Horst Klohocker, Donnerstag, 12. Juli 2012, 15:21 Uhr

Macht macht sexy und ein paar andere Dinge macht die Macht auch noch mit uns Menschen. Manch ein Machthaber hebt ab, vor allem dann wenn die Bodenhaftung fehlt und man ihn lässt. Beides ist und war in Baden-Württemberg, meinem Heimatland gegeben. Die CDU in Baden-Württemberg, ähnlich wie die CSU in Bayern, war durch das Jahrzehntelanges regieren zu selbstherrlich geworden und das Endergebnis war dann ein „Mappus“.

Jetzt regiert in Baden-Württemberg bekanntlich Grün-Rot und ein Winfried Kretschmann entwickelt sich mehr und mehr zum Landesvater, genau das was nach dem auf mich immer distanziert und arrogant wirkenden „Mappus“ die Baden-Württemberger am aller nötigsten haben, denn er kommt Echt oder auch echt Schwäbisch rüber.

Und bei der CDU? Für mich herrscht dort weiter „Mappus“ auch ohne „Mappus“. Es wird wohl geglaubt, dass die Wahl von Grün-Rot nur ein Versehen war und das nächste Mal schon wieder……
Kann ich nur sagen: Hausaufgaben machen – Personal komplett auswechseln – der Bürger ist im Zeitalter des Internets mündig geworden und ohne deutlich veränderte CDU wollen die Baden-Württemberg ihren Herrn Kretschmann behalten. Und dann könnte es ines schönen Tages passieren, dass der neue Stuttgarter Hauptbahnhof von einem Grünen mit Vornamen Winfried eingeweiht wir.

18) W.Zimmer, Donnerstag, 12. Juli 2012, 15:27 Uhr

>>”Mappus ist eine Musterbeispiel der unheilvollen Mischung Machtversessenheit und Größenwahn. In seinem unbedingten Willen, die Landtagswahl zu gewinnen, ließ er sich von einem französischen Energiekonzern und skrupellosen Bankmanagern über den Tisch ziehen. Das war die Machtversssenheit.”<>”Die Einzelheiten dieses Skandals sind bizarr (“Truppen gegen Mutti” Merkel in Marsch setzen) und passen eigentlich gar nicht zu einem schwäbischen Konservativen. Aber so wie Wulff jede Vorsicht im Umgang mit den Berühmten und Reichen des Landes außer acht ließ, so überging Mappus alle Regeln des Haushaltsrechts und der normalen menschlichen und finanziellen Umsicht – zum Millionenschaden des Landes, dessen Nutzen zu mehren, er geschworen hatte.”<<

Die Einzelheiten dieses Skandals sind bizarr (“Schäubles versuchte Beeinflussung der Richter des BVerfG) und passen eigentlich gar nicht zu einem schwäbischen Konservativen. Aber so wie Wulff jede Vorsicht im Umgang mit den Berühmten und Reichen des Landes außer acht ließ, so übergingen Merkel und Schäuble alle Regeln des Haushaltsrechts und der normalen menschlichen und finanziellen Umsicht – zum Millionenschaden des Landes, dessen Nutzen zu mehren, sie geschworen hatten.

Wie man sieht, alltägliches Umgehen der CDU mit Macht. Leider haben sich die Parteien CSU, FDP, SPD und Grüne diesem Treiben angeschlossen.

19) W.Zimmer, Donnerstag, 12. Juli 2012, 15:31 Uhr

hmmm, gibt es hier eine Zeichenbegrenzung?

>>”Mappus ist eine Musterbeispiel der unheilvollen Mischung Machtversessenheit und Größenwahn. In seinem unbedingten Willen, die Landtagswahl zu gewinnen, ließ er sich von einem französischen Energiekonzern und skrupellosen Bankmanagern über den Tisch ziehen. Das war die Machtversssenheit.”<<

Merkel und Schäuble sind ein Musterbeispiel der unheilvollen Mischung Machtversessenheit und Größenwahn. In seinem unbedingten Willen, die Währung "EURO" zu retten, lassen sie sich von einem französischen (spanischen, italienischen) Präsidenten und skrupellosen Bankmanagern über den Tisch ziehen. Das ist die Machtversssenheit.”

Diese Replik fehlt leider in meinem vorherigen Posting.

20) NothMappus, Donnerstag, 12. Juli 2012, 17:23 Uhr

Follow the Money ! 12,8 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer rief Notheis für Morgan Stanley als Provision für den Milliardendeal auf, berichtete der SPIEGEL Es wäre schon sehr verwunderlich, wenn Mappus seinem Notheis den Weg zu den 12,8 Mio. € völlig selbstlos frei gemacht hätte, um den Volksbank-Slogan zu bemühen, sich so angreifbar machte, sich dem möglichen Verfahren wg. Untreue aussetzte, die üblichen Verfahren beiseite schob, den Zahler der Milliarden bei diesem Deals einfach überging. Selbstlosigkeit ist das Letzte, was man Mappus nachsagen könnte.

Also, wie hoch ist der Provisionsanteil von Mappus am Provsionserlös von 12,8 Mio. € (= 100%). Und wann sollte sein Provisionsanteil fließen ? Und auf welches Konto bei welcher Bank ? Etwa in Südamerika ?

Fragen über Fragen ….

21) Wolfgang Wabersky, Donnerstag, 12. Juli 2012, 17:56 Uhr

Ob und wann gegen Mappus ernsthaft ermittelt wird, wird sich noch zeigen. Politiker seines Schlages konnten sich meistenteils aus der Affäre ziehen. Schadensersatz müssen diese korrupten Volksvertreter ohenhin nicht zahlen. Ekelhaft und widerlich das Gezeter der CDU-Gazetten, speziell des Obmannes Thomas Strobl, die sich im Distanzieren von Mappus geradezu überschlagen. Dennoch: Nur im Dunstkreis der Baden-Württembergischen CDU konnte solch ein umtriebiger Typ hochkommen und mit seiner Machtversessenheit dem Land einen hohen Schaden zufügen. Es wäre demnach völlig konsequent, dass auch die Landes-CDU für die Folgen des Herrn Mappus in Mithaftung genommen würde. Solange krankhafte Narzisten ohne persönliche Konsequenzen aus Gerichtsverfahren entkommen, werden die anderen Claqueure keinen Grund haben, ihr Verhalten zu ändern.

22) Erwin Gabriel, Donnerstag, 12. Juli 2012, 18:38 Uhr

19) W.Zimmer, Donnerstag, 12. Juli 2012, 15:31 Uhr

>> Merkel und Schäuble sind ein Musterbeispiel der
>> unheilvollen Mischung Machtversessenheit und
>> Größenwahn. In seinem unbedingten Willen, die
>> Währung “EURO” zu retten, lassen sie sich von
>> einem französischen (spanischen, italienischen)
>> Präsidenten und skrupellosen Bankmanagern über
>> den Tisch ziehen. Das ist die Machtversssenheit.”

Ja, aber …

Frau Merkel hat sich mit nur zaghaftem Widerstand über den Tisch ziehen lassen… Eine Katastrophe für Deutschland, was da gerade passiert, vollkommen richtig. Ein großes Übel, aber eher Schwäche als Machtversessenheit und Größenwahn.

Aber ein Sigmar Gabriel und ein Jürgen Trittin hätten unser Geld mit Lasteseln, Schubkarren und LKWs oder gar auf dem Buckel weggeschafft, so schnell hätten wir garnicht gucken können. Ein noch größeres Übel, aber eher Blödheit und Gefallsucht als Machtversessenheit und Größenwahn.

Als (einfacher) Ministerpräsident einen Milliarden Euro teuren Energiekonzern mit AKWs im Programm ohne Rücksicht auf Gesetze, unter gewollter Umgehung des Parlaments durchziehen, einer Bank einen Auftrag ohne Preisfestlegung zu erteilen etc, das zeugt schon von Allmachts-Fantasien. Die 60er Jahre sind vorbei, Franz-Josef Strauß ist schon lange tot, und Baden-Württemberg ist nicht Bayern.

Zumindest hat unsere Demokratie hier funktionert….

23) Christian Himberger, Donnerstag, 12. Juli 2012, 19:20 Uhr

Die entscheidene Frage ist für mich, ob Herr Mappus sich persönlich bereichert hat.

24) Dieter Carstensen, Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:05 Uhr

Lieber Michael Spreng,

ich bin es so leid mit unserer Politikerkaste! Wohin man schaut, nur Lug und Betrug.

Viele Jahre meines Lebens war ich in der Jugendsozialarbeit tätig, u.a. bei den Städten Düsseldorf und Velbert. Meine Aufgabe war es, jungen Menschen Anstand und Resepkt beizubringen, die Achtung anderer Menschen und Ehrlichkeit!

Leute, wie die Herren Mappus und Wulff hätte ich gerne mal zur Nachschulung bei mir gehabt!

Danach hätten sie sicherlich gewusst, was Anstand und Moral sind. Auch in der Politik. Wie will man denn junge Menschen heute für die Demokratie und Politik gewinnen, wenn zu einem, mit Verlaub, korrupten und egoistischen Sauhaufen verkommen ist?

Mappus ist für mich nur die Spitze des Eisbergs! Ich habe meinen Jugendlichen immer gesagt:

“Hütet Euch vor Menschen in schicken Anzügen und mit hässlichen Krawatten, die wollen Euch nichts Gutes.”

Ich habe recht behalten, fast alle Banker, Politiker und Versicherungsvertreter rennen genau so gekleidet rum und haben unser Volk nur belogen, betrogen und ausgeplündert wie eine Wiehnachtsgans.

Es ist mir übrigens nicht entgangen, lieber Michael Spreng, dass sie in Talkshows nie Krawatte tragen, was für Sie spricht. Ich besitze aus vorgenannten Gründen noch nicht mal eine Krawatte, habe ich auch nie gebraucht, da ich weder Banker noch Poliiker bin und mich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern möchte, mit einem nur äusserlich seriösen Outfit.

Die inneren Werte eines Menschen zählen für mich. Der äussere Schein nicht.

M.f.G.

25) Anita Künstle, Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:38 Uhr

schade, dass ich mir die Zeitung nicht gemerkt habe, in der es hieß, dass er angeblich 0,275 Prozent erhalten habe. Ein ordentliches Sümmchen für…………Sorry, mir wird gerade übel dabei !!!!

26) Marc, Donnerstag, 12. Juli 2012, 21:07 Uhr

“Die baden-württembergische CDU wird jetzt Jahre damit zu tun haben, den Wählern zu vermitteln, das Mappus kein Systemfehler war”

So schwarz würde ich das nicht sehen. Die Wähler sind heutzutage schneller weg als man Hochrechnung sagen kann. Ich weiß noch wie es 1998 hieß, dass die CDU ihre strukturelle Mehrheit verloren haben und nun auf Jahre abgeschireben sei. Und? Hessen fiel 1999 an die CDU und 2002 hatte Stoiber fast gegen Schröder gewonnen.
2009 war die SPD ins Grab geschrieben worden und bis vor kurzem hätte doch keiner auf die FDP gesetzt.

Ich warte inzwischen einfach bis zum Wahlsonntag, 18 Uhr. :-)

27) W.Zimmer, Freitag, 13. Juli 2012, 09:34 Uhr

#22 Herr Erwin Gabriel

Was ich mit meinem Posting andeuten wollte….Namen und Gegebenheiten sind austauschbar. Das Gebaren der Handelnden bleibt aber nahezu identisch. Mit Ihren Bemerkungen zur SPD und zu den Grünen haben Sie natürlich recht, ichhatte ja am Schluss meines Postings in die gleiche Richtung geschielt. ;-)

Sie haben auch herausgearbeitet, wo gerade die Besonderheit im Fall Mappus liegt….hier hat jemand versucht “Gott” zu spielen unter Anleitung seines Bankenkumpels. Aber wie heute in der Presse zu lesen ist, ist sich Herr Mappus keiner Schuld bewusst. Und genau dieser Umstand zeigt den Größenwahn dieses Möchtegerns.

28) Frank Reichelt, Freitag, 13. Juli 2012, 10:35 Uhr

@ 22, Erwin Gabriel

Sie müssen das mal so sehen:

Nachdem Deutschland mit dem 2. Weltkrieg sich selbst und ganz Europa ins Unglück gestürzt hat, bekam es trotzdem die Chance, als demokratischer Musterstaat einen Neuanfang zu beginnen und wieder in die Staatengemeinschaft aufgenommen zu werden. Mit viel amerikanischem Geld und auch dem Fleiß seiner Bewohner, schaffte Deutschland das “Wirtschaftswunder” und stand bald mit neuer Infrastruktur und Vollbeschäftigung glänzend da, viel besser als seine Nachbarn.

Wer hat eigentlich den Krieg verloren?

1989 wurde sogar die deutsche Teilung, die von vielen im Ausland als gerechte Strafe für die Verbrechen Deutschlands angesehen wurde, überwunden.

Wer hat eigentlich den Krieg verloren?

Deutschland mußte die geliebte D-Mark für das Projekt der Gemeinschaftswährung EURO aufgeben. Deutschland muss nun für die Misswirtschaft in den südlichen Ländern der EU haften, Deutschland muss zahlen, nennen sie es verspätete Reparationen.

Denn, Deutschland hat den Krieg verloren!

29) Albanese, Freitag, 13. Juli 2012, 11:18 Uhr

Stefan Mappus hat nur unglücklich agiert. Mehr wird ihm nicht anzulasten sein. Macht streben alle Politiker an, sonst gingen Sie nicht in die Politik. Dass sie Rat von externen Unternehmen suchen ist so gewöhnlich, wie das sie manchmal falsch beraten werden. Mappus’ Fehler ist dass er zu schnell entscheiden wollte und dafür, auf Rechnung des Landes Baden-Württemberg zu viel für die EnBW-Anteile gezahlt hat. Über Charakter und Eloquenz einer Person kann man rechtlich nicht urteilen.

PS: Auf Bundesebene soll in das Grundgesetz, im Schnelldurchgang wesentlich eingegriffen werden um mit Billionensummen zu haften. Die schwäbische Hausfrau, die schon immer wusste, dass es nicht ratsam ist Geschäfte schnell und unter Druck abzuschließen, hat gar kein gutes, ja gar ein ‘oagnähms Gfiähl’.

30) Frank Reichelt, Freitag, 13. Juli 2012, 11:31 Uhr

@ Dieter Carstensen

Sie scheinen an massiven Wahrnehmungsstörungen zu leiden! Natürlich trägt Herr Spreng bei Fernsehauftritten überwiegend Krawatte.

Interessant, dass sie den Wert eines Menschen offenbar an seinen Kleidungsstücken festmachen, damit haben sie mehr über sich verraten, als sie wahrscheinlich beabsichtigt haben.

31) Politikverdruss, Freitag, 13. Juli 2012, 12:17 Uhr

@Frank Reichelt (28.),

„Es ist undenkbar, dass die Mehrheit aller Deutschen verdammt werden soll mit der Begründung, dass sie Verbrechen gegen den Frieden begangen hätten. Das würde der Billigung des Begriffes der Kollektivschuld gleichkommen, und daraus würde logischerweise Massenbestrafung folgen, für die es keinen Präzedenzfall im Völkerrecht und keine Rechtfertigung in den Beziehungen zwischen den Menschen gibt.“ (aus dem Urteil der Alliierten in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen).

Da waren die Alliierten Richter in Nürnberg schon vor Jahrzehnten weiter. Und Sie wollen mir allen Ernstes eine „Schuld“ einreden, die ich durch Alimentierung Südeuropas abzutragen hätte. Sind Sie noch ganz bei Trost?

32) Maren P., Freitag, 13. Juli 2012, 12:19 Uhr

25) Anita Künstle schrieb:
>>schade, dass ich mir die Zeitung nicht gemerkt habe, in der es hieß, dass er angeblich 0,275 Prozent erhalten habe. [...]<<

Sie können sich keine Quelle merken, aber eine so krumme Prozentzahl? Sorry, das ist völlig unglaubwürdig! Obwohl ich Mappus wirklich eklig finde, sieht das doch eher nach übler Nachrede aus …

33) Nashwin Fuller, Freitag, 13. Juli 2012, 12:25 Uhr

Das Peter Prinzip gilt in der Politik NICHT.
Man kann nicht nur – wie in der Privatwirtschaft – bis zur Stufe der Inkompetenz aufsteigen, sondern auch noch ein paar Stufen darüber hinaus, wie viele Beispiele zeigen.
Das liegt daran, dass politische Personalentscheidungen nur ganz am Rande mit Qualifikation und Kompetenz zu tun haben.
Mappus ist so ein Beispiel (er wäre schon als Bürgermeister überfordert gewesen), Merkel leider auch.

34) Dieter Carstensen, Freitag, 13. Juli 2012, 13:34 Uhr

@30 Frank Reichelt

Lieber Herr Reichelt,

nach einer misslungenen Laseroperation an meinen Augen im Oktober 2010 sehe ich sehr schlecht. Daher auch meine häufigen Tippfehler in meinen Texten hier. Ich meine, dass Herr Spreng in Talkshows keine Krawatten trägt.

Das ändert aber nichts an meiner Meinung, denn schon Gottfried Keller schrieb die Novelle “Kleider machen Leute” , siehe hier,

Quelle: http://www.inhaltsangabe.de/keller/kleider-machen-leute/

Gottfried Keller bezog sich in seiner Novelle darauf, ironisch und sarkastisch zum Audruck gebracht, dass Kleider alleine eben nicht Leute machen, sondern nur das, was unter der Kleidung steckt.

Herr Mappus und Herr Wulff waren immer “perfekt” gekleidet und was steckte drunter? Wölfe im Schafspelz, mehr nicht. Ja, ich beurteile Menschen, neben vielen anderen Dingen, auch daran, wie sie sich kleiden und Menschen in Anzügen und mit Krawattenn um den Hals sind mir eben suspekt, genau wie Menschen in Uniformen.

Das sind für mich allesamt Blender, die dem Volk mehr vorspielen wollen, als wie sie in Wahrheit sind.

Wenn man sich auf dieser Welt umschaut, wer will mir da in meiner Meinung ERNSTHAFT widersprechen?

M.f.G.

35) Hans W., Freitag, 13. Juli 2012, 13:34 Uhr

Ich will S. Mappus jetzt nicht verteidigen, der in dieser “Affäre” sicher in gewisser Selbstherrlichkeit und in bestimmten Absichten gehandelt hat. Aber das er dem Land BaWü geschadet hat ist doch sehr zweifelhaft. Warum? Alle im Land waren und sind sich einig, dass es richtig war und immer noch ist, die Anteile der EnBW von der EdF (45 %) wieder zurück zu kaufen, um z.B. (böse) Hedgefonds oder aber der Gazprom, die verstärkt in Deutschland expandieren will, den Zugriff auf den wichtigsten Energieversorger in BaWü zu verwehren. Alle im Land haben anfangs (zumindest 4 Tage) gejubelt.

Mit welchem Aufschrei hätten genau diejenigen aber reagiert, die den Deal heute brandmarken, wenn das Aktienpaket der EdF damals tatsächlich an Gazprom gegangen wäre? Man hätte vom Ausverkauf der Interessen und vom dilettantischen Unterlasser Mappus gesprochen. Die EdF wollte definitiv verkaufen, da ihr die angestrebte Mehrheit an der EnBW aufgrund der Aktionärsstruktur perspektivisch verwehrt gewesen ist. Nur leichte Übernahmegerüchte reichen heute an der Börse aus, um Aktienkurse massiv zu beflügeln. Glaubt man denn ernsthaft, dass eine öffentliche Einschaltung des Parlaments und Diskussionen in epischer Breite in den Gremien damals nicht zu einer Verteuerung des Aktienkurses geführt hätte? Wie teuer wäre die (von allen gewollte) Übernahme mit den damals noch geltenden Atomlaufzeiten dann gekommen?

Auch wenn das Verfassungsgericht etwas anderes sagt, war es vor diesem Hintergrund verständlich, den Deal verdeckt einzufädeln. Selbst der gezahlte Preis von 41 € pro Aktie war zum damaligen Zeitpunkt gerechtfertigt, wie Analysen und Bewertungen der Landesbank BaWü und des anderen Hauptaktionärs der OEW (45 %) belegen. Wirtschaftlicher Dilettantismus ist es aber, wenn die Grün-Rote Landesregierung nun in einer Klageschrift 2 Mrd. € von der EdF als Entschädigung zurückfordert, was einem rechnerischen Aktienkurs von 25 € pro Aktie entspricht. Legen Regierungen jetzt in politischer Opportunität schon willkürlich Aktienkurse fest und wie kommt ein Eigner dazu, den Wert seines eigenen Unternehmens schlecht zu rechnen? Eigentümer – und sicher auch staatliche – sind verpflichtet, Werte zu mehren und nicht zu vernichten. Und nichts anders ist es, was Grün-Rot derzeit in BaWü mit der EnBW abzieht. Anstatt sich im Rahmen der Energiewende um ein vernünftiges Zukunftskonzept für die EnBW zu kümmern, werden politische (Schein-) Gefechte auf dem Rücken des Unternehmens und der Mitarbeiter geführt, die den Wert dieses Versorgers bestimmt nicht steigern. Was gleichzeitig zeigt, wohin es führt, wenn der Staat bzw. Politiker sich als Unternehmer aufspielen. Werte werden hier der politischen Scheinheiligkeit geopfert.

Mittlerweile schwenkt der “Superminister” Schmid ja schon auf die 840 Mio € angeblichen Verlust ein, die der Rechnungshofes des Landes kürzlich in seinem Bericht genannt hat. Was gilt denn nun, die 2 Mrd € der Landesregierung, die 840 Mio € des Rechnungshofes, oder die von dem anderen Hauptaktionär OEW sowie der Landesbank und von Morgan Stanley (skrupellos) ermittelte Bewertung, die letztlich für das Aktienpaket bezahlt wurde?

Das aktuell natürlich Wertberichtigungsbedarf besteht ist klar, dies ist aber den Entwicklungen nach Fukushima geschuldet. Hätte Mappus eine Vorahnung haben müssen, dass 4 Monate später in Japan ein Erdbeben und ein Tsunami stattfindet?

SgH Spreng, Ihr einseitig auf die Machtversessenheit und Größenwahn von Mappus abzielender moralisierender Kommentar blendet leider völlig aus, wie die Situation im Dezember 2010 tatsächlich war. Deshalb prognostiziere ich, dass die ganze Geschichte, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Mappus und Klage von Grün-Rot über die 2 Mrd. € Schadenersatz vor einem Schiedsgericht, in ein paar Monaten wie das Hornberger Schießen ausgehen wird. Grün-Rot wird dabei keinen Cent zurück erstattet bekommen sich aber eine blutige Nase abholen. Hoffentlich ist dies Ihnen später dann auch einen weiteren Kommentar wert.

36) Alexander Kouril, Freitag, 13. Juli 2012, 13:41 Uhr

@ Dieter Carstensen,

hui! Ihrem Krawatten-Statements muss ich als überzeugter Krawattenträger widersprechen. Dabei schätze ich als Konservativer durchaus Ihre Kommentare, auch wenn diese aus einer ganz anderen “politischen” Ecke kommen, als aus der ich komme. ich glaube kaum, dass man anhand der Krawatte Rückschlüsse ziehen kann über charakterliche Defizite eines Menschen.

Heutzutage ist es populär in bestimmten Kreisen auch fashionable, ohne Krawatte, betont schlampig-cool sich zu kleiden. Dies ist auch eine reichlich alberne, unreife Form der Selbstdarstellung. Was wollen uns die 50-60 Jährigen mit ihrer Teenager-Kleidung denn sagen? Wie unreif sie sind?

@Symm
Ich finde Ihren Kommentar beachtenswert, sehr gut geschrieben und findiert! Ich stimme Ihrer Schlußfolgerung zu. Bitte weitere Kommentare hier schreiben!

37) Erwin Gabriel, Freitag, 13. Juli 2012, 15:02 Uhr

@ 24) Dieter Carstensen, Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:05 Uhr

Sorry, das muss jetzt mal sein: Haben Sie keinen Friseur, dem Sie das erzählen können?

Jetzt weiß ich, dass Sie Jugendliche vor Krawattenträgern warnen (aber nur, wenn die Krawatten hässlich ist), und dass Sie selber keine haben. Toller Beitrag zum Fall Mappus.

38) Erwin Gabriel, Freitag, 13. Juli 2012, 15:09 Uhr

23) Christian Himberger, Donnerstag, 12. Juli 2012, 19:20 Uhr

>> Die entscheidene Frage ist für mich, ob Herr Mappus
>> sich persönlich bereichert hat.

Ich finde es auch entscheidend, ob er seinem (Bundes-)Land geschadet hat, weil er sich über gesetzlich vorgeschriebene, demokratische Verfahren bewußt hinweg setzte. Ein Helmut Kohl hat sicherlich nichts von den Spenden in die eigene Tasche gepackt (das traue ich ihm nicht zu). Aber sein Nutzen bestand darin, seine steten Wiederwahlen zu sichern. Mappus hatte wohl ähnliche Hintergedanken.
_____________________________________________________
@ 27) W.Zimmer, Freitag, 13. Juli 2012, 09:34 Uhr

>> Aber wie heute in der Presse zu lesen ist, ist sich
>> Herr Mappus keiner Schuld bewusst. Und genau
>> dieser Umstand zeigt den Größenwahn dieses Möchtegerns.

Das sehe ich genauso.

39) Erwin Gabriel, Freitag, 13. Juli 2012, 15:26 Uhr

@ 28) Frank Reichelt, Freitag, 13. Juli 2012, 10:35 Uhr

Ein heikles Thema und auch off topic. Auf der einen Seite halte ich die Bombadierung der Zivilbevölkerung durch die Alliierten auch für Kriegsverbrechen. Auf der anderen Seite bin ich sehr, sehr froh, dass Deutschland den Krieg verloren hat. Deutschland hat sehr viel bezahlen müssen und zahlt noch immer. Aber unser Land hat Schuld auf sich geladen, die sich nicht in Geld und Gold aufwiegen lässt.

Das wir heute für Griechenland / Italien / Spanien die Schulden bezahlen, lässt sich sicherlich nicht sehr erfolgreich aus dem verlorenen Krieg ableiten.

40) Erwin Gabriel, Freitag, 13. Juli 2012, 18:52 Uhr

@ 35) Hans W., Freitag, 13. Juli 2012, 13:34 Uhr

Genau das darf nicht sein, dass Politiker selbst entscheiden, wann sich sich an demokratische Gepflogenheiten halten und wann nicht.

41) Frank Reichelt, Freitag, 13. Juli 2012, 19:07 Uhr

@ 34, Dieter Carstensen

Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein, ich gebe es auf. In Zukunft haben sie vor mir jedenfalls Ruhe , ich gehe auf ihre “Beiträge” nicht mehr ein.

42) Frank Reichelt, Freitag, 13. Juli 2012, 19:13 Uhr

@ 31, Politikverdruss

Sie fahren aber gleich die ganz großen Geschütze auf! Ich stimme ihnen zu, es gibt keine Kollektivschuld, das habe ich auch mit keiner Silbe behauptet, insofern bauen sie hier einen Popanz auf. Es gibt aber eine besondere Verantwortung Deutschlands für Europa, die sich aus seiner Geschichte und seiner Wirtschaftskraft ableitet.
Im übrigen darf ich ihnen versichern, dass ich bei Trost bin!

43) Frank Reichelt, Freitag, 13. Juli 2012, 19:35 Uhr

@ 39, Erwin Gabriel

Stimmt, das gehörte nicht ganz hierher, also zurück zu Mappus. Der Beitrag von Hans W. 35 ist doch interessant! Immer wenn man sich gerade ein schönes (Vor-) Urteil gebildet hat, kommt jemand daher und nervt mit Fakten. Ich weiß nach der Lektüre nun nicht, was ich denken soll. Hat Mappus nun dem Land geschadet oder nicht?

44) Dieter Carstensen, Freitag, 13. Juli 2012, 20:26 Uhr

@37 Frank Reichelt

Lieber Herr Reichelt,

mein Waldbröler Frisör hat sich leider bei der Jagd selber erschossen und das ist kein Witz, siehe hier:

http://anti-jagd.blog.de/2011/10/16/waldbroel-waldbroeler-friseur-kugel-getroffen-toedlich-verletzt-12023744/

Was soll ich ihm also noch erzählen?

Was soll das eigentlich? Ich greife Sie doch auch nicht persönlich an. Ich halte Leute wie Mappus, Wulff und viele andere eben für die Totengräber unserer Demokratie, mit ihrer unglaublichen unmoralischen Raffgier auf Kosten von uns allen und das sage ich als überzeugter Demokrat eben öffentlich.

Wo sitzzen Ex-Kanzler Schröder und sein EX-Wirtschaftsminister denn heute, oder der rundliche Joschka Fischer? Sie alle haben SICH versorgt, Deutschland in Kriege geführt, die sinnlos waren, Menschen durch ihre unsozialen Gesetze in Armut getrieben, aber sie selber sitzen in satt bezahlten Posten bei der Wirtschaft.

Wer da nicht an Korrumption bei der Anzug- und Krawattenträgerpolitnomenklatura denkt, muss sehr naiv sein. Mappus und Wulff hatten immer nur die neusten und schicksten Anzüge am Leib, natürlich massgeschneidert und wir alle haben das bezahlt, inclusie ihrer hässlichen Krawatten.

Wofür? Damit wir durch solche Leute belogen und betrogen werden?

M.f.G.

45) Politikverdruss, Freitag, 13. Juli 2012, 22:03 Uhr

Ich kann die ganze Aufregung um den ENBW-Rückkauf nicht ganz verstehen. Auch der Kauf-Preis scheint in Ordnung. Immerhin wurde der Kaufpreis von drei unterschiedlichen Banken und durch Gutachten der LBBW bestätigt. Auch der Rechnungshof beanstandete den Kaufpreis nicht. Lediglich in dem von Rot/Grün vorgelegten Gutachten wird von einem überhöhten Kaufpreis gesprochen. „Unglücklicherweise“ traf dies alles mit dem Tzunami in Japan zusammen. Eine durch die Medien hysterisierte Republik verlor sich in ihren Ängsten und die Kanzlerin leitete daraufhin die „Energie-Wende“ ein. Die AKW wurden abgeschaltet und der Kurs von ENBW brach ein. Und deshalb jetzt der Vorwurf der Untreue gegenüber Mappus? Da warten wir mal in Ruhe die Entscheidung des Gerichts ab. Apropos Untreue, da fielen mir aber sofort Politiker ein, die dringend wegen Untreue vor Gericht gehörten( z.B. http://eurodemostuttgart.files.wordpress.com/2012/07/strafanzeige_esm_06jul2012open1.pdf

46) Alexis, Samstag, 14. Juli 2012, 09:35 Uhr

@ 45) Politikverdruss

Volltreffer!

47) Dieter Carstensen, Samstag, 14. Juli 2012, 10:03 Uhr

Liebe Mitkommentarinnen und Mitkommentatoren, lieber Michael Speng,

ich gehe mal davon aus, dass wir alle hier an der Sache orientiert diskutieren, um unsere Meinungen als Demokraten untereinander auszutauschen.

Mich regen “Fälle” wie Herr Mappus und Herr Wulff eben auf, ich ärgere mich darüber. Man muss sich das mal vorstellen: Staatsanwaltliche Durchsuchungen in den Privathäusern eines ehemalligen Bundespräsidenten und eines ehemaligen Ministerpräsidenten des Bundeslandes Baden-Württemberg! So etwas hat es in der Geschichte unseres Staates in dieser Form noch nie gegeben und die zuständigen Staatsanwaltschaften werden sich ihr Handeln gründlich überlegt haben, denn jeder Staatsanwalt wäre bis an sein Lebensende “kalt gestellt”, wenn an den erhobenen Vorwürfen nichts dran war.

Wie das läuft weiss ich genau:

Ein Grossonkel von mir war Landgerichtspräsident am Landgericht Rendsburg in Schleswig-Holstein, damals war ein kleines Mädchen von einer abspringenden Gleiskette eines unter Verteidigungsminister Franz-Josef Strauss angeschafften Schützenpanzers des Typs HS 30 erschlagen worden.

Dieser Panzer war, wie das Starfighter Flugzeug, eine vollkommene Fehlplanung, aber an die Verantwortlichen dafür wollte niemand heran. Also wurde meinem Grossonkel, der mit Sicherheit zu gunsten des getöteten Mädchens entschieden hätte, der Fall über die politische Ebene entzogen und an das Oberlandesgericht Kiel übergeben, damit es kein Ureil gegen Strauss und seine Verantwortung gab.

Mein Grossonkel hat sich damals aus Verbitterung über soviel Unrecht in den Vorruhestand versetzen lassen. Er hat bis zu seinem Lebensende nie wieder einem Politiker vertraut und er war wahrlich kein Linker, er war CDU Mitglied.

Dieser Staat droht zu zerbrechen!

“Die da oben. wird da unten”? Wie soll das gut gehen?

Auf meinem eigenen Blog schrieb ich heute:

Martin Behrsing vom Erwerbslosenforum Deutschland, den ich als Mensch und engagierten Sozialarbeiterkollegen sehr schätze, hat es exakt auf den Punkt gebracht:

“Anders als das Bundessozialgericht sind wir davon überzeugt, dass die verfassungsrechtlichen Bedenken des Berliner Sozialgericht beim Bundesverfassungsgericht Gehör finden werden.”

Quelle: http://www.scharf-links.de/41.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=26576&cHash...

So sehe ich das auch!

Die Hartz IV Verarmung grosser Teile der Bevölkerung steht in krassem Gegensatz zum Sozialstaatsgebot unseres Grundgesetzes.

Die meisten Betroffenen können sich nicht einmal dagegen wehren, wie denn auch, die meisten können sich noch nicht einmal Internet leisten, sind z.B. schon froh, wenn sie überhaupt noch ihre Stromrechnung bezahlen können.

800.000 Haushalte in Deutschland sind so verarmt, dass ihnen sogar der Strom abgestellt wurde! Man muss sich das mal vorstellen:

Wir leben in einem der reichsten Länder dieser Welt und 800.000 Haushalte haben nicht mal mehr Strom!

Ohne Strom kein Telefon, kein Internet, keine Waschmaschine, kein heisses Wasser, kein nichts, sondern zurück in’s Mittelalter.

Menschen leben mitten in Deutschland, die nicht einmal mit Strom kochen können, nicht einmal elektrisches Licht haben und das merkwürdige Bundessozialgericht sieht in dem offenkundigen Verstoss gegen elementare Menschenrechte durch Hartz IV keinen Rechtsbruch?

Manche Richter scheinen Akten nur durch dunkelschwarz gefärbte Sonnenbrillen zu lesen, anders kann ich mir solche aberwitzigen Urteile nicht erklären!

Ich kenne Menschen, in meiner Heimatstadt, die so verarmt sind, dass sie nicht einmal mehr den Strom bezahlen können!

Die haben nicht einmal mehr sog. Prepaid Handys, wie sollten sie denn auch den Akku aufladen? Kein Fernsehen, waschen sich und ihre Wäsche mit kaltem Wasser usw.! Was ist das denn noch für ein Leben?

Wir pumpen aus Deutschland Milliarden Euro in Banken, die sich in ihrer Gier nach mehr Geld selbstverschuldet verpleitet haben, aber haben kein Geld für die Ärmsten der Armen?

Ich denke, es reicht, der Widerstandsparagraph unseres Grundgesetzes ist erfüllt, bei derart massiven Verstössen gegen das Sozialstaatgebot unseres Grundgesetzes und die Missachtung der Rechte von Millionen verarmter Menschen in unserem Staat namens “Absurdistan”, früher Bundesrepublik Deutschland genannt. In unserem Grundgesetz steht:

“In Deutschland garantiert Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz (GG) das Recht eines jeden Deutschen, gegen jeden Widerstand zu leisten, der es unternimmt, die dort in Abs. 1 bis 3 niedergelegte Verfassungsordnung zu beseitigen, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.”

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsrecht

Ich finde, zumindest für mich, ab jetzt gilt dieser Passus des Grundgesetzes für jeden ehrlichen Menschen im Lande, denn dieser Staat hat sich in einen Unrechtsstaat verwandelt, einen Selbstbedienungsladen für Politiker und Banker und einen reinen Ausbeutungsstaat der Reichen auf Kosten der Armen.

Unsere Verfassung und die Menschenrechte werden von der Mehrzahl der Politikernomenklatura mit Füssen in den Dreck getreten, wir leben nur noch in einer Scheindemokratie, alles nur Fassade und schöner Schein, Lug und Betrug, mehr nicht.

Ich fordere hiermit öffentlich zum Umsturz unserer Regierung im Sinne des Grundgesetzes auf und ich meine das vollkommen ernst! Natürlich ohne Gewaltanwendung, aber schnell und effektiv.

Mein Leben lang habe ich mich als Sozialarbeiter für die Rechte armer und benachteiligter Menschen eingesetzt, das war meine Pflicht, aber ich mache es nicht länger mit, dass dieser Staat sich immer weiter in einen Unrechtsstaat verwandelt.

Das sogenannte Bundes”sozial”gericht weiss wahrscheinlich nicht einmal, wie man das Wort “sozial” überhaupt richtig schreibt, aber das können die meisten aus den selbsternannten “Eliten” unseres Staates ja auch nicht …

48) Kritiker, Samstag, 14. Juli 2012, 10:31 Uhr

@Herrn Carstensen: Haben Sie nicht auf Ihrer eigenen, -hoch polemischen- Website mehrfach angekündigt, aufgrund Ihrer angeschlagenen Gesundheit Anfang Juli nach Griechenland auszuwandern? Mit u.a. der Begründung, dass sie die Nase voll hätten von Deutschland und seinen Politikern, usw.? Nun sind Sie immer noch hier und lamentieren sinnlos über Männer, welche Krawatten tragen oder auch nicht. Da Sie auf Ihrer Seite stets Menschen angreifen und beleidigen, sollten Sie mal ein wenig mehr in sich gehen -ob mit Krawatte oder ohne- oder endlich den Flug gen GR antreten. Bon voyage! Ach ja, hier findet der geneigte Leser Ihre vielen Ankündigungen…..:
http://www.dieter-carstensen-waldbroel-nrw.homepage.t-online.de/598201.html

49) StefanP, Samstag, 14. Juli 2012, 10:39 Uhr

@44) Dieter Carstensen

Sie betreiben schon ziemlichen Slapstick, wäre es Absicht, wäre es gute Comedy. Doch dazu dürften Sie nicht das Pferd von hinten aufzäumen, die Pointe gehört nämlich ans Ende. Am Schluss behaupten Sie, entscheidend sei, was derjenige Mensch drauf habe, nachdem Sie sich vorher darüber ausgelassen haben, dass Sie von Anzug- und Schlipsträgern generell nichts halten. Umgekehrte Assozisationen sind ein Bestandteil von Humor.

Leider rechtfertigen zuviele Deutsche mit Ihrem Argument Geschmacklosigkeiten, nachlässiges Äußeres ist eine Beleidigung unserer Mitmenschen. Und auch, wenn jemand Anzug und Krawatte trägt, ist er damit lange noch nicht gut angezogen. Stilikonen sind hier eher selten. So urteilen Sie nach Äußerlichkeiten, um zum gewünschten Urteil zu gelangen. Ein Sozialarbeiter ist kein besserer Mensch, nur weil er das Wort “sozial” in der Berufsbezeichnung führt.

Stefan Mappus hat viele Fehler gemacht und ist Opfer seiner Hybris geworden. Den Vorwurf, zu gut gekleidet gewesen zu sein, darauf haben Sie das Patent. Sie wollen Politiker auf Zeit, die der res publica nachgehen. Und Sie wollen keine Daueralimentierung. Dann sollten Zeitpolitiker auch ein Leben nach der Politik haben dürfen. Sowohl Joschka Fischer als auch Gerhard Schröder sind seit 7 Jahren aus dem Geschäft, sie nutzen heute ihre in vielen Jahren aufgebaute Kontakte zum beruflichen Erfolg. Das tut jeder Besserverdienende, tun Sie sich dazu mal auf dem Netzwerk Xing um. Arbeitsgerichte billigen eine maximale Karenzzeit von 2 Jahren zu, meist wird ein halbes Jahr als ausreichend angesehen, um dem alten Arbeitgeber nicht mehr entscheidend schaden zu können. Während dieser Warteschleife hat der betriebliche Geheimnisträger Anspruch auf üppige Alimentation. Doch bei Politikern sehen Sie andere Regeln als angemessen. Ihre.

Michael Spreng weist zu Recht darauf hin, dass Stefan Mappus ja ein autokratischer Herrscher war. In der Demokratie benötigt man die Mehrheit der im Parlament vertretenen Fraktionen zum Regieren. Und die Volksvertreter tragen eine große Mitverantwortung, wenn sie abgehobenen Amtsträgern nicht rechtzeitig in den Arm fallen. Konservative Parteien stehen im Ruf, dies eher zu spät zu tun, linke Parteien beginnen damit oft bereits schon mit der Regierungsübernahme. Optimal ist keins von beiden. Daher wird gerade die CDU im Ländle sehr zu kämpfen haben, dem Wähler zu erklären, wie der Fall Stefan Mappus passieren konnte. Ehrgeizig aufgestiegen, hatte die Union ausgerechnet im Stammland nicht mehr viel geeignetes Führungskräftepotential.

50) der Herr Karl, Samstag, 14. Juli 2012, 11:38 Uhr

“Ich fordere hiermit öffentlich zum Umsturz unserer Regierung im Sinne des Grundgesetzes auf und ich meine das vollkommen ernst! Natürlich ohne Gewaltanwendung, aber schnell und effektiv.”
(Dieter Carstensen, überzeugter Demokrat, 13. Juli 2012)

http://www.myspace.com/dietercarstensen/blog

51) Politikverdruss, Samstag, 14. Juli 2012, 12:57 Uhr

@Frank Reichelt (42.),

Deutschland nimmt doch seine Verantwortung wahr! Es gibt kein Land, das Pro-Europäischer ist, zumindest im Kreis seiner Polit-Eliten. Es gibt kein Land, das finanziell mehr zur europäischen Idee beiträgt. Und es gibt kein Land, das sich dabei selbst so zurücknimmt.

Und nun sollen wir Spanien, Italien und Griechenland dauerhaft alimentieren, weil wir „den Krieg verloren haben.“ Wie begründen Sie das denn? Spanien war während des Krieges neutral.(Hat aber mit einer Division auf Seiten der Wehrmacht an der Ostfront gekämpft) Italien gehörte zu den Achsenmächten. Lediglich Griechenland käme in Betracht. Griechenland aber hat mehr Geld aus der vornehmlich von Deutschland befüllten EU-Kasse erhalten, „als jeder andere EU-Staat“. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-verschwendung-in-der-schuldenkrise-11638119.html

Wenn hier einer einen „Popanz“ aufbaut, dann Sie, verehrter Herr Reichelt.

52) Dieter Carstensen, Samstag, 14. Juli 2012, 15:58 Uhr

@48Kriker @49StefanP. @50 der Herr Karl

Danke liebe Mitleser, des von mir geschätzten Blogs von unserem sympathischen Michael Spreng, dass Sie sich auch um mich so viele Gedanken machen. Belebt ja unsere Diskussion, die aber eigentlich um Herrn Mappus und seine komischen Geschäfte geht, welche die CDU in Baden-Württenberg bis in das Mark erschüttern, alle CDU Granden dort versuchen öffentlich, sich schnellstens von Herrn Mappus zu distanzieren, die wollen ja nicht mit im Sumpf versinken.

Was mein Privatleben angeht, wen hier geht das eigentlich was an? Kann ja sein, dass ich zur Zeit aus Griechenland oder aus Timbuktu schreibe, wer will das wissen?

Das Internet ist mobil und ich bin nicht so feige und schreibe da mit Nicknamen rum, da ich zu meiner Meinung stehe. Ausserdem habe ich nicht nur eine eigene Homepage, sondern auch 2 eigene Blogs, ist ja alles kein Geheimnis.

Von wo ich schreibe, an welchem Ort ich bin, das allerdings geht nur mein engstes privates Umfeld etwas an.

Es gibt keinen Grund, mich persönlich anzugreifen und zu diffamieren, dass mache ich umgekehrt auch nicht.

Aber wie will man z.B. einem Griechen erklären, dass Deutschland das Recht hat, sich als Hüter der EU und des Euro aufzuspielen, wenn z.B. Leute wie Mappus, Wulff und Schröder sich nicht weentlich anders verhalten, als die dortigen Politiker?

Soll wieder, wie zu Kaiser Wilhems, Zeiten “am deutschen Wesen die Welt genesen”?

Hat uns ja nur ein paar Millionen Tote in den Weltkriegen gekostet und Deutschland war nach jedem Krieg absolut PLEITE.

Unsere skrupellosen und machtversessenen Politiker sind gerade dabei, wie auch in Weimar unsere Demokratie zu verspielen und dagegen schreibe ich öffentlich an!

M.f.G.

53) Kritiker, Samstag, 14. Juli 2012, 21:05 Uhr

@52, D. Carstensen: Was zu Königs/Fürsten-und Kaiserzeiten der Hofnarr, ist zu Sprengs Internetzeit der Herr Carstensen. You make my day!

Besonders mit so Sätzen wie: “Unsere skrupellosen und machtversessenen Politiker sind gerade dabei, wie auch in Weimar unsere Demokratie zu verspielen und dagegen schreibe ich öffentlich an!”…unglaublich polemisch! Aber irgendwie auch witzig. Belesen Sie sich doch noch einmal vorsichtshalber über Ursachen und Auswirkungen der Weimarer Republik. Dann nachdenken, nochmals lesen, wieder kurz nachdenken UND DANN VIELLEICHT SCHREIBEN! ;)

Und vielleicht klappts ja dann auch mit Ihrer Forderung ans deutsche Volk, welches sie im obigen Kommentarverlauf schrieben: “Ich fordere hiermit öffentlich zum Umsturz unserer Regierung im Sinne des Grundgesetzes auf und ich meine das vollkommen ernst! Natürlich ohne Gewaltanwendung, aber schnell und effektiv.” Mann, mann……

54) Dieter Carstensen, Sonntag, 15. Juli 2012, 06:19 Uhr

@48 Kritiker

Nachtrag:

Was an meiner Homepage “hochpolemisch” sein soll erschliesst sich mir nicht. Gerade die Überspitzung der tatsächlichen Zustände rüttelt doch erst Menschen wach.

Ich lese den Blog von Michael Spreng so gerne, weil er es auch versteht, mit polemischen Zuspitzungen seine Leserschaft wach zu rütteln. Herr Spreng ist eben Profi als Journalist.

Über Leute wie Mappus oder Wulff kann man doch nur noch polemisieren, Was will man mit Worten denn sonst noch tun, gegen diesen offenkundigen Wahnsinn vieler unserer Politiker?

Und was kam heute wieder in den Medien? NRW hat wohl wieder eine neue CD mit Daten von zig Steuerbetrügern eingekauft.

Ob Mappus sich persönlich bereichert hat, das weiss ich nicht, das muss ein Gericht klären, bis dahin gilt die Unschuldsvermutung, aber es ist schon merkwürdig, wie schnell sich jetzt alle führenden CDU Landespolitiker in Baden-Württemberg ÖFFENTLICH von ihm distanziert haben.

Kennen wir doch noch von Herrn Wulff: Der hatte auch viele “Freunde” und als dann raus kam, was er alles so getrieben hat, waren alle seine “Freunde” weg.

Michael Spreng legt in seinen Kommentaren, nach meiner Sicht den Finger immer genau in die richtige Wunde:

Wielange wollen wir uns als Deutsche eigentlich noch durch machtgeile, Geld geile und käufliche Politiker an der Nase herum führen lassen? Leute die Hartz IV beschliessen, aber Banken Milliarden schenken, müssen doch voll einen an der Klatsche haben, oder?

Den Armen nehmen, den Reichen geben.

Ich nenne so etwas ein VERBRECHEN am Gemeinwohl unseres Volkes und einen Gesetzbruch unseres Grundgesetzes, denn dort steht bewusst: “Eigentum verpflichtet.”

Es gab mal eine Umfrage unter Bundestagsabgeordneten: Nicht einmal 20% von ihnen konnte die wichtigsten Paragraphen unseres Grundgesetzes zitieren.

Noch Fragen?

M.f.G.

55) Dieter Carstensen, Sonntag, 15. Juli 2012, 17:57 Uhr

@53 Der Kritiker

Werter der Kritiker,

wer hier der “Hofnar”r ist, möchte ich nicht bewerten. Was ich weiss ist, dass meine Artikel und Kommentare zigtausendfach im Internet in den Social-Networks weitergegeben und gelesen werden.

Kann jeder, der “googlen” kann leicht nachvollziehen. Natürlich habe ich nicht so eine grosse Leserschaft, wie unser lieber Michael Spreng, auf meiner ,Homepage habe ich monatlich im Schnitt nur ca, 250.000 Lese, die hat Michael Spreng sicher täglich, ich weiss es aber nicht genau.

Michael Spreng versteht es, auf seinem Blog sehr unterschiedliche Themen aufzugreifen, etwas zuzuspitzen und dann auf den Punkt zu kommen.

Obwohl Michael Spreng eher aus der konservativen Ecke kommt, im Gegensatz zu mir, sein Handwerk als Journalist beherrscht er, so meine Wahrnehmung.

Leute wie Mappus, Wulff oder Schröder gefährden unsere Demokratie als Gesamtheit und da kann konservative, oder eher links denkende Menschen wie mich eine Menge verbinden.

Ich habe da keine Berührungsängste mit jedem aufrechten Demokraten, egal ob links oder konservativ eingestellt. Ich finde es ist unsere Bürgerpflicht unsere Demokratie zu verteidigen, gegen Politiker, welche den Boden unter ihren Füssen verloren haben.

Ich bin mal gespannt, was passiert, wenn raus kommt, wie Mappus in den Irrsinnsplan zu Stuttgart 21 wirklich verstrickt war und was der Spass gekostet hat, oder wenn raus kommt warum Schröder Putin “einen lupenreinen Demokraten” genannt hat und nun sein Geld dank Putins Gnaden von der russischen Firma Gazprom bekommt.

Zum Glück haben wir in Deutschland Pressefreiheit und Meinungsfreiheit, zwei wichtige Eigenschaften unserer Demokratie, die viele Menschen garnicht wirklich zu schätzen wissen.

Spannend ist für mich, wer nach Mappus als Nächster entlarvt wird. Ich denke, die Staatsanwaltschaften werden noch viel Arbeit mit unserer Politikernomenklatura haben, mehr als wir uns derzeit vorzustellen vermögen.

M.f.G.

56) StefanP, Montag, 16. Juli 2012, 15:56 Uhr

@55) Dieter Carstensen

Vielleicht sollten Sie sich mit Ihrer typisch deutschen Sicht auf Mode dieses Interview des Modejournalisten Peter Baldle reinziehen:

Die Deutschen sind bequem. Sie können in Deutschland anziehen, was sie wollen, und werden damit in 90 Prozent der Fälle akzeptiert. Die meisten anderen Länder haben Kleidercodes. Vorbilder sind dort wichtig. Amerika hat das Kino und die Stars, Großbritannien die Royals und Frankreich die High Society. Deutschland hat keine Stilikonen, nirgendwo. Wir machen uns viele Gedanken, wohin wir in den Urlaub fahren und wie wir uns einrichten, aber wir denken, dass wir durchs Leben kommen mit einer ollen Jeans und einem T-Shirt.

57) Der Doctor, Montag, 16. Juli 2012, 19:35 Uhr

Leseempfehlung:
nachdenkseiten,Hinweise des Tages,16.07.12,Pkt.11
E-Mails von Dirk Notheis an Mappus zum ENBW-Deal
Dazu Wolfgang Lieb:Es lohnt sich, diese E-Mails zu überfliegen. Sie sind ein Dokument, das mehr Wert ist, als hunderte von Analysen, dokumentiert es doch, wie die Politik zum Handlungsgehilfen von Bankern degradiert wird. Wenn wir auf den NachDenkSeiten diesen Skandal immer wieder mit vielen Argumenten und Indizien belegt haben, haben uns viele als Verschwörungstheoretiker abgetan. Diese E-Mails belegen, dass die Wirklichkeit noch viel schlimmer ist, als man es sich ausmalen kann.
Wir haben hier nur den Auszug über die Instrumentalisierung von Professor Franz herausgestellt. Franz ist Vorsitzender des Sachverständigenrats, auf die Nähe dieses Wissenschaftlers zur Wirtschaft haben wir immer wieder hingewiesen. Aber nicht nur das wird hier belegt. Die Mail zeigt, dass Franz von der Politik abhängig ist, ihr „einen Gefallen schuldet“. Die Mail stammt vom 22. November 2010. Anfang Februar 2011 wurde Franz von Mappus für dens Aufsichtsrats der EnBW nominiert. In der Ausstiegsdiskussion aus der Atomenergie meldete sich dieser Vorsitzende des Sachverständigenrats wiederholt mit Ausstiegswarnungen öffentlich zu Wort (z.B. Wiso-Sendung vom 21.3.2011).
Am 27. März wurde sein Gönner Mappus abgewählt, am 19. April legte Franz seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat von EnBW nieder.
Ein Schelm der hier irgendwelche Zusammenhänge sieht!
Hätte Franz nur ein wenig „wissenschaftlichen“ Anstand müsste er als Vorsitzender des Sachverständigenrates zurücktreten. Gäbe es in diesem Land nur eine Spur von politischer Hygiene müsste die Politik Franz sofort als „Wirtschaftsweisen“ abberufen.
Als unabhängiger wissenschaftlicher Ratgeber müsste Franz „verbrannt“ sein.

58) Werner Berger, Montag, 16. Juli 2012, 23:08 Uhr

@46 Dieter Carstensen:
Nachdem Sie zum wiederholten Male Ihren Großonkel erwähnen:
In Rendsburg gibt es kein Landgericht, hat es auch nie ein Landgericht gegeben, also kann ihr Großonkel dort auch nicht Landgerichtspräsident gewesen sein. Zudem kann ein Fall niemals “von oben” einem Landgericht entzogen und statt dessen einem Oberlandesgericht zugewiesen werden. Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht befindet sich nicht in Kiel, wie Sie schreiben, sondern in Schleswig.

59) Dieter Carstensen, Dienstag, 17. Juli 2012, 10:26 Uhr

@58 Werner Berger

Lieber Werner Berger,

wie es heute ist, weiss ich nicht. Da haben sie sicher recht, dass es heute so ist. Ich schrieb über Erinnerungen aus meinen Kindheitstagen, mein Grosswater war Lehrer in Rendsburg, mein Nachname verrät ja meine norddeutschen Wurzeln und mein Grossonkel wohnte in Osterrönfeld, ist auf der anderen Seite des Nordostseekanals bei Rendsburg, wir haben ihn dort oft besucht.

Die aus meiner Erinnerung wahrheitsgemäss geschilderten Ereignisse fanden 1967 oder 1968 statt, da war ich elf, bzw. zwölf Jahre alt. Ich weiss, dass es so passiert ist, wenn ich aber da mit den Gerichten aus meiner Erinnerung heraus, nach so vielen Jahren, durcheinander gekommen bin, bitte ich um Entschuldigung, aber ich meine die damaligen Gerichtsorte korrekt angegeben zu haben.

Ansonsten ist es meinem Grossonkel wirklich so ergangen, wie beschrieben.

M.f.G.

60) der Herr Karl, Dienstag, 17. Juli 2012, 15:47 Uhr

@m.spreng
“Natürlich habe ich nicht so eine grosse Leserschaft, wie unser lieber Michael Spreng, auf meiner ,Homepage habe ich monatlich im Schnitt nur ca, 250.000 Leser, die hat Michael Spreng sicher täglich, ich weiss es aber nicht genau.” (Dieter Carstensen)

Haben Sie es nötig, sich dauernd von diesem Pausenclown instrumentalisieren und derart peinlich belobhudeln zu lassen?
Auf der anderen Seite möchte ich die Beiträge von Dieter Carstensen nicht mehr missen. Sie sind so erfrischen unfreiwillig komisch, dass ich mich inzwischen auf sie freue.

61) Dieter Carstensen, Dienstag, 17. Juli 2012, 18:29 Uhr

@ 60 der Herr Karl

Werter der Herr Karl,

warum beleidigen Sie mich wieder, was habe ich Ihnen eigentlich getan? Ich beleidige Sie doch auch nicht als Person. Haben Sie das wirklich nötig, so unsachlich zu werden?

Ich glaube nicht, dass unser Michael Spreng sich von irgend jemand “instrumentalisieren” lassen würde, dazu ist er zu sehr mit Herzblut Journalist.

Im Gegensatz zu Ihnen und manchen anderen schreibe ich hier mit richtigem Namen meine Meinung und mache mich damit natürlich angreifbarer, als andere, die zu feige sind, im Internet mit ihrem richtigen Namen zu dem zu stehen, was sie alles so schreiben.

Mich kann man im Internet finden, sogar mit richtiger Adresse, die getarnten Nicknamenfeiglinge nicht. Wenn Ihnen meine Meinung nicht passt, dann setzen Sie sich bitte sachlich damit auseiander, mit Argumenten, aber bitte nicht mit persönlichen Beleidigungen.

Es gehört keinerlei Mut dazu, mit einem “Nicknamen” und nicht mit seinem richtigen Namen andere Menschen im Internet anzugreifen und zu beleidigen. So etwas nenne ich FEIGHEIT!

Wir leben in einer Demokratie, hier darf jeder öffentlich frei und offen ohne Nachteil für seine Person seine Meinung eintreten. Wer dazu schon hier nicht in der Lage ist, wird es in einer Diktatur erst echt nicht sein.

Und darum geht es ja eigentlich beim Thema Mappus: Was sind wir als Demokraten bereit uns noch alles durch eine abgehobene Politikerkaste gefallen zu lassen?

Zum jeweiligen Thema tragen Sie in Ihren Beiträgen nie etwas bei, Ihnen scheint es immer nur darum zu gehen, mich als Person anzugreifen. Wenn Sie meinen, Sie könnten mich aus der Reserve locken, irren sie ganz gewaltig.

M.f.G.

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