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Donnerstag, 09. August 2012, 12:26 Uhr

Ein wahrhaft christlicher Politiker

Es lohnt sich, sich noch einmal mit dem denkwürdigen Interview des bayrischen Finanzministers Markus Söder in “Bild am Sonntag” zu beschäftigen. Unabhängig von seinen politischen Aussagen. Denn man erfährt einiges über das christliche Menschenbild des christlich-sozialen Politikers, dessen Lebensziel das Ministerpräsidentenamt in Bayern ist. Die Auswahl seiner Metaphern ist entlarvend.

Der christliche Söder will Menschen (in diesem Fall den Griechen) “die Zähne zeigen”, an ihnen “ein Exempel statuieren” und ihnen “das Rettungsseil kappen”. So sei das in den Bergen üblich, um das eigene Leben zu retten.

Die Menschenverachtung, die aus diesen Bildern spricht, entlarvt Söder als wenig christlichen Menschen. Denn derjenige, der vom Seil abgeschnitten wird, stürzt in den Tod. Bei politischen Seilschaften in der CSU mag das so üblich sein. Übertragen aufs wahre Leben heißt das aber, das eigene Leben geht immer vor. Darwinismus á la CSU?

Die Kindererzieherin, die dem Jungen in den 25 Meter tiefen Schacht hinterhersprang und dadurch rettete, war in den Augen Söders wahrscheinlich ein Volltrottel. Und der Schriftsteller, der in den reißenden Fluss sprang, um seinen Hund zu retten und dabei selber ertrank, ein Obervolltrottel. Das will Söder natürlich nicht sein. Deshalb statuiert er Exempel und schneidet Menschen vom Seil ab.

Danke für diesen Ausflug in das christliche Welbild eines christlich-sozialen Karrieristen.

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73 Kommentare

1) rainer, Donnerstag, 09. August 2012, 12:33 Uhr

…..und die, die solche Typen wählen…das sind die Obervolltrottel…..

2) Reizzentrum, Donnerstag, 09. August 2012, 12:42 Uhr

Autsch. Das würde ich als “Treffer und versenkt” bezeichnen.

Allerdings scheint das Verhalten Söders in unserer Gesellschaft als legitim durchgesetzt zu haben. Soziale Verantwortung ist meistens der Klotz am Bein, der bei der Verwirklichung der Eigeninteressen nur stört :(

3) Gregor Keuschnig, Donnerstag, 09. August 2012, 12:47 Uhr

Die christliche Soziallehre hatte in der CSU noch nie etwas verloren. Strauß gilt heute als Ikone; Söder ist sein legitimer politischer Enkel. Er camoufliert nur seine Karriereabsichten nicht mehr so. Die Zeiten erlauben ihm das.

4) Michael H., Donnerstag, 09. August 2012, 12:49 Uhr

Ihr Beitrag ist natürlich etwas überspitzt, trifft aber ins Schwarze (im wahrsten Sinne des Wortes). Was Söder, aber auch Dobrindt und andere CSU-”Größen” seit Wochen in Bezug auf Griechenland und die Eurokrise verbal absondern, ist unterstes Stammtischniveau und billigste Polemik. Hier werden radikale und scheinbar einfache Lösungen hinausposaunt, die dem Wahlvolk 2013 in Bayern das Kreuz bei der CSU schmackhaft machen sollen. Im realen leben wird aber natürlich alles abgenickt, was Frau Merkel & Co. an Rettungsschirmen und Aufstockungen so beschließen (müssen). Wahrscheinlich weiß im Moment niemand wirklich, was die beste Lösung für das aktuelle Euroland-Dilemma ist – umso ärgerlicher sind die scheinheiligen (und in der Tat unchristlichen) Scharfmacher und Populisten von der CSU, die so tun, als wüssten sie alles ganz genau. Wie meinte Helmut Schmidt neulich bei Sandra Maischberger in seiner lakonisch-ironischen Art: “Der Herr Söder muss ja ein ganz besonders großer Experte sein…”
Dem ist nichs mehr hinzuzufügen.

5) Dieter Carstensen, Donnerstag, 09. August 2012, 12:52 Uhr

Lieber Michael Spreng,

bekanntlich ist Markus Söder kein BAYER sondern FRANKE. Meine Partnerin ist waschechte Bayerin aus Cham bei Regensburg. Freunde von uns wohnen in Nürnberg, also mitten in Franken.

Das sind die Feinheiten, die in Bayern und Franken aber eine wichtige Rolle spielen.

Hier in Griechenland ging das blödsinnige Interview von Markus Söder quer durch sämtliche Medien, mit sehr deftigen Kommentaren. Hier sind auch einige bayrische Touristen, mit teuren Wohnmobilen und die haben wörtlich gesagt, wir gucken immer abends zusammen Nachrichten: “So oa hinterfotzig Lumperl”, da wir alle hier ja alle genau in dem Land sind, nämlich Griechenland, was wir alle mögen, sonst wären wir ja nicht hier, was Markus Söder so böse beschimpft hat.

Aber was ist eigentlich “christlich”? Fragen Sie zehn Christen und sie bekommen zehn unterschiedliche Antworten. Und ich bin kein Antichrist, obwohl ich selber Atheist bin, ist einer meiner besten Freunde evangelischer Pastor.

CDU und CSU, mit Verlaub, haben das “C” in ihrem Namen nicht mehr für “christlich”, sondern nur noch für “Chaos” stehen.

Der Franke Söder beweist es einmal mehr.

M.f.G.

6) Klaus Jarchow, Donnerstag, 09. August 2012, 12:54 Uhr

Nichts reimt sich auf Söder …

7) StefanP, Donnerstag, 09. August 2012, 12:56 Uhr

Es lässt sich sicher viel Negatives über Söder sagen – ihn persönlich herabzuwürdigen ist kaum ein angemessener Weg der politischen Auseinandersetzung. Das ist ziemlich tiefes Niveau.

Die Menschenverachtung, die aus diesen Bildern spricht, entlarvt Söder als wenig christlichen Menschen. Denn derjenige, der vom Seil abgeschnitten wird, stürzt in den Tod. Bei politischen Seilschaften in der CSU mag das so üblich sein. Übertragen aufs wahre Leben heißt das aber, das eigene Leben geht immer vor. Darwinismus á la CSU?

Hallo? Die Polizei rät Bürgern, die Zeugen eines Gewaltverbrechens werden, zuerst die eigene Sicherheit im Auge zu haben. Selbst Rettungsschwimmer versuchen nicht um jeden Preis, einen Ertrinkenden vor dem Untergang zu bewahren. Die Griechen mit Kleinkindern zu vergleichen, zeigt dann eher, wie Sie die Menschen an der Ägäis sehen: unmündig, noch in der Entwicklung, geistig nicht auf dem Stand eines erwachsenen, ebenbürtigen Partners.

Auch nicht gerade ein sympathisches Bild.

8) nona, Donnerstag, 09. August 2012, 13:01 Uhr

Das ist nun allerdings kein neues Phänomen, auch wenn Söder hier natürlich ein Paradebeispiel abgibt. Derlei Unchristlichkeiten gibt es unter CDU/CSU-Vertretern schon seit geraumer Zeit. “Christlich” sind die meisten davon wahrlich nur dem Begriff nach, oder vielleicht noch aufgrund einiger Nähe zu offiziellen Vertretern christlicher Kirchen. Sowas wie z.B. die Bergpredigt haben die allerwenigsten jemals gelesen, oder verinnerlicht, geschweige denn verstanden. Es muss noch nichtmal die vielfach vorkommende Menschenverachtung sein, auch simple Ausgrenzung und Intoleranz zeigen sie oft genug. Alttestamentarisch – mit den Zehn Geboten braucht man Politikern sowieso nicht kommen, die meisten davon würden sie gravierend in der Berufsausübung behindern. Neutestamentarisch – wann hat die CDU/CSU letztmals Christus oder seine Ideale praktisch als Vorbild gehabt?

9) thanny, Donnerstag, 09. August 2012, 13:25 Uhr

Maruks Söder ist doch nur ein Vertreter des NEUEN christlichen Menschenbildes. In die selbe Reihe gehören auch Merkel, Kauder und selbst Gauk würde ich da einsortieren.
Eine Politik, die sich nur dadurch “auszeichnet” dass deren Akzeptanz sich an die niederen Instinke der Wähler wenden muss, ist ohnehin abzulehnen.
Ob das die üble Hetzte gegen sozial Schwache oder DIE “faulen Griechen” betrifft – das Muster ist das gleiche.

Das christliche Menschenbild hat schon so gelitten, dass es eh nur noch als Satire herhalten kann.

10) rainer, Donnerstag, 09. August 2012, 13:41 Uhr

…..geht´s noch blöder…

…frag den Söder…..

11) Jonas Maurer, Donnerstag, 09. August 2012, 13:41 Uhr

Ich teile die hier dargestellte negative Ansicht nicht. Ich bin selber politisch aktiv, jeodch in einer (hoffentlich noch) Volkspartei, die nicht das C im Namen trägt. Ich habe an vielen Veranstaltungen teilgenommen, bei denen Bürger Fragen und Anmerkungen zur aktuellen Rettungspolitik machen konnten. Sehr viele wünschen sich – und verwenden selber solche Worte, wie sie hier Söder benutzt hat. Natürlich ist dies nicht meine Ansicht und ich finde es schade, dass die Meinungen so sind. Aber ich mache mir große Sorgen, das auch bei uns radikale Parteien an Einfluss gewinnen könnten, wenn es nicht gelingt diese Ansicht innerhalb des demokratischen Spektrums zu artikulieren. Wir können das gut in anderen Ländern beobachten. Ich glaube es ist die Aufgabe von Volksparteien, auch die jeweiligen demokratischen Ränder zu integrieren. Dazu muss auch mal eine etwas drastischere Sprache benutzt werden. Flankiert werden sollte dies jedoch durch eine moderate Einordung der Politik durch die erste Reihe der Politik. Da wünchte ich mir etwas mehr von Horst Seehofer, Angela Merkel und dem Parteivorsitzenden meiner Partei.

12) Dierke, Donnerstag, 09. August 2012, 14:53 Uhr

Was heißt in der Poilitik schon “christlich” ? Die meisten Politiker aller couleur tun nur so, als seien sie die geborenen “Gut-Menschen” !!

Was Griechenland anbetrifft, da können auch die dicksten Rettungsseile oder der größten Rettungsschirme nicht helfen. Seit 2000 Jahren hat man sich so durchgewurschtelt und betrogen, in den letzten 150 Jahren allein 5 – in Worten fünf – Staatspleiten – und nun bitte schön die sechste!! – hingelegt. Da helfen kein Mitleid, kein christliches Ideal, keine Bergpredikt, auch keine Milliarden mehr. Diese Milliarden kann man gleich im Mittelmehr versenken. Insofern hat Herr Söder recht. Hoffentlich geht Griechenland bald von allein, denn rauschmeißen kann man sie l e i d e r nicht !!!!

13) Christian Himberger, Donnerstag, 09. August 2012, 15:14 Uhr

Sind Sie Christ, Herr Spreng?

14) Guido Hartmann, Donnerstag, 09. August 2012, 15:59 Uhr

Ich zitiere Kommentar 2): “Treffer und versenkt!”

Ich bin Christ, genau wie die meisten Franken Lutheraner und schlage zur ethischen Klärung Matthäus 19, 16-26 vor. Hier eine sehr interessante und aufschlussreiche Interpretation dazu: http://glaubereal.wordpress.com/2011/01/29/der-reiche-jungling/

Beste Grüße
Guido Hartmann

15) Dieter Carstensen, Donnerstag, 09. August 2012, 16:29 Uhr

Lieber Michael Spreng,

was die selbersnannten Christen angeht, sagt man in Köln, wo icht studieret habe, im Volksnund übrigens:

“Noh ovve bidde noh unge tridde”,Nach oben beten, nach unten treten) wenn meine Kölsch Kenntnisse noch richtig sind.

Passt bestens zum Franken und “Christen” Söder der Sproch und unserem Thema, finde ich.:)

M.f.G.

16) Florian Huber, Donnerstag, 09. August 2012, 16:58 Uhr

Die Aussagen Söders über Griechenland erinnern mich an zwei Dinge:
a) Eine Mitstudentin – findet alles, was einer aus der CSU sagt, heilig – meinte zu Griechenland:
“Die Griechen sind alle so faul”.
Als ich sie fragte, warum sie dann 4 (!) Wochen in Griechenland Urlaub machte, meinte sie: “Da treffe ich ja hoffentlich keine Griechen.”

b) Einen Mitstudenten – der mir in weiser Voraussicht eine “subprime”-Krise und damit die spätere Weltwirtschaftskrise voraussagte – meinte über Söder:
Wenn “der Söder Ministerpräsident wird, wandere ich aus Bayern aus!”

Zusammenfassend kann ich also nur sagen: Wer Söder unterstützt, will einen Untergang Bayerns (und Deutschlands).

Ein Mitarbeiter Söders (der seinen Namen nicht lesen will) hat mir mal verraten, dass “Leute” dem Söder Informationen liefern, “wo er bei den Leuten punkten kann”.
Auf Staatskosten!
Ein Demagoge auf Staatskosten also.

Kann man etwas dagegen tun?

Florian Huber

17) Mark, Donnerstag, 09. August 2012, 17:00 Uhr

Ach, Herr Spreng.

Natürlich ist Herr Söder schlimm. Was der schon so alles abgesödert hat in seinem Politikerleben… Da steht er doch dem Herrn Seehofer in nichts nach. Der hat auch so eine Gabe, dem normalen bayerischen Volk nach dem Mund zu reden. Das Problem bei Söder und Seehofer bleibt die magere Umsetzung. Wie kann man denn, bitteschön, vorgeben, gegen weitere “Hilfen” für die maroden Länder der Eurozone zu sein, und GLEICHZEITIG alle Vorlagen der Regierung durchwinken? Was soll das? Das erkennt doch jeder Volltrottel, dass die populistischen Södereien keine Substanz haben.

Und überhaupt… Sie schreiben:

> Der christliche Söder will Menschen [...]“das Rettungsseil kappen”.
> So sei das in den Bergen üblich, um das eigene Leben zu retten.

Tja. So IST das nunmal. In den Bergen. Und nicht nur da, sondern überall, wo es noch einen Funken gesunden Menschenverstand gibt, der noch nicht vernebelt ist von der Rettungssemantik der übergroßen Koalition aus CDU, CSU, FDP, SPD, Grünen, Banken, Versicherungen, und Superreichen. Die wollen nämlich ALLE, dass der Euro “gerettet” wird, wenngleich auch aus sehr unterschiedlichen Motiven. Die einen, weil sie dann unbehelligt an den fetten Trögen der Macht bleiben können; die anderen, weil sie handfeste finanzielle Vorteile aus der Rettung erlangen.

Dabei wird stets vergessen, dass der Euro aktuell das größte Subventionsprogramm Deutschlands ist. Profiteure sind die deutschen Exportunternehmen. Das Nachsehen hat der Steuerzahler, der 1. weder aufgeklärt noch gefragt wurde und 2. auch noch für den Unsinn zahlen soll.

Bitte, beschäftigen Sie sich doch endlich mal mit den irren Beträgen der Target2-Salden der Bundesbank! Versuchen Sie, nüchtern die Fakten von der Semantik zu trennen. Dann werden Sie erkennen, wie tief Deutschland im Euro-Schlamassel steckt. Da gibt es keinen einfachen Weg heraus!

Und da hat der Herr Söder (auch wenn ich ihn sonst nicht besonders mag) nun einmal unzweifelhaft Recht: Deutschland wird die Eurozone nicht retten können. Und wenn man das akzeptiert, dann muss irgendwann mal gesagt werden: “Genug jetzt! Das schaffen wir nicht!” Und dann muss der Geldhahn zugedreht werden. So ist das nunmal. Lsst man den Geldhahn weiter offen, ja, dann geht es eben so weiter wie bisher. Die “Troika” ist ja heute schon an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Reist regelmäßig nach Athen, findet ein absurdes Panoptikum nach dem anderen, und das Geld fließt trotzdem.

Herr Spreng, bekennen Sie doch mal Farbe: Wenn Sie der Meinung sind, das “Rettungsseil” gehöre nicht abgeschnitten. WELCHE ALTERNATIVEN haben Sie denn? Würde mich echt interessieren.

18) der Herr Karl, Donnerstag, 09. August 2012, 17:05 Uhr

@ Christian Himberger 13)

“Sind Sie Christ, Herr Spreng?”

Ich bitte Sie, wenn Sie die Anekdote der Woche “Wie Blüm grüsst” gelesen hätten…:
M. Spreng war bis zu seinem 17. bei der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft.

Ich frage mich nur noch, ob M. Spreng inzwischen ein katholischer Linker geworden ist.

19) Kai-Uwe Hellström, Donnerstag, 09. August 2012, 17:53 Uhr

Sehr guter Beitrag!
Dass das christliche Menschenbild – auch – in der CSU kaum noch etwas Wert ist, habe ich leider auch schon in der Jungen Union erfahren dürfen!
Danke für diesen super Blog :)

20) Claus Drullmann, Donnerstag, 09. August 2012, 18:13 Uhr

Wir sind alle nur Zwerge auf den Schultern von Riesen. Insofern spricht da nicht ein Vertreter, sondern die gesamte sogenannte “christlich/soziale” Partei. Aus Kreisen der CDU kommen fast exakt gleich lautende Worte. Ich darf jetzt nicht “ausfallend” werden und mit dem Bauch schreiben, sonst werd’ ich “entmoderiert” ( ;-) ) aber dies ist genau der Grund, warum ich das Christentum verlassen habe, nicht nur seine Organisation. Ich mag es, humanistisch und mitfühlend zu sein. Und genau so wähle ich an den Urnen und den Kassen.
Danke einmal mehr, Herr Spreng, für diesen vielsagenden Einblick. War mir so garnicht bewusst geworden, u.a. weil mich ein Herr Söder überhaupt nicht mehr interessiert.

21) FF, Donnerstag, 09. August 2012, 18:38 Uhr

Weiß gar nicht, was Sie haben, Herr Spreng. Mich begeistert dieser Söder. Stellen Sie sich – nur für einen Moment – einen blitzgescheiten, eloquenten, kompetenten, obendrein einfühlsam-sympathischen CSU-Nachwuchsstar an seiner Stelle vor – und das kurz vor der Landtagswahl im kommenden Jahr!

Na also. Nein, Herr Söder macht das genau richtig. Wenn er sich inhaltlich und stilistisch noch etwas mehr an Herrn Dobrindt orientierte, könnte er durchaus eine Art Mappus der CSU werden.

Dafür sollten wir ihm doch alle die Daumen drücken.

22) Stefan Kunz, Donnerstag, 09. August 2012, 18:49 Uhr

In dem überaus interessanten und lesenswerten Buch von Professor Dr. Dr. Dr. Demosthenes Savramis “Das Christliche in der SPD” zeigt der Autor wird klar aufgezeigt, dass die Werte der christlichen Ethik, meiner Erinnerung nach aufgezeigt am Beispiel der Bergpredigt, am ehesten durch die sozialen und humanitären Grundlagen der SPD verwirklicht werden können. Willy Brandts Ziel “Wir wollen mehr Demokratie wagen” hat mich vor 40 Jahren bewogen, in die SPD einzutreten, Savramis Analyse hat mich in dieser Entscheidung bestätigt. Wie schön wäre es, wenn das “C” im Namen der CDU und CSU aber auch des CGB sowohl Anspruch als auch kategorischer Imperativ des politischen, sozialen und zwischenmenschlichen Handelns aller politisch Verantwortlichen in allen Parteien wäre!

23) Christian Jochmann, Donnerstag, 09. August 2012, 19:15 Uhr

Ich erschrecke vor der tiefen Menschenverachtung unserer politischen “Elite”. Wenn das daß Europa ist das Sie für uns bauen wollen dann Gnade uns Gott. Übrigens nicht nur soziale, auch jede andere Form von Kompetenz lässt diese Räuberbande die man Regierung nennt vermissen. Und zwar auch ganz im besonderen Frau Merkel. Schließlich ist sie die Chefin dieses Zivilversagerzirkels, der uns jeden Tag zeigt, wäre der Markt so frei wie sie es sich wünschen, würden sie verhungern. Denn sie können nichts, sie lernen nichts, und sie gestalten: Nichts. Zu Gunsten des Bürgers? Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann man sich das letzte mal um seine Belange ernsthaft gekümmert hätte.

Auf diese Politische Klasse würde ich, man verzeihe mir den saloppen Ton: …noch nicht mal p*****, wenn sie brennt.

Guten Abend

CJ

24) Christian Jochmann, Donnerstag, 09. August 2012, 19:22 Uhr

Gerade, redet Frau von der Leyen über die Rente. Habe bereits nach 2 Sekunden das Gefühl belogen zu werden.

CJ

25) Der Doctor, Donnerstag, 09. August 2012, 19:49 Uhr

Treffender Artikel.Die Beweggründe sind auch klar:In der CSU geht die Angst um,da 2013 seit über 60Jahren erstmals ein Regierungswechsel in Bayern möglich ist.Da ist jedes Mittel recht zum Stimmenfang und darum geniert sich Söder auch nicht, wie im BAMS-Interview, auch noch den Bodensatz der untersten Schublade auszukratzen.Die weitere Beschädigung des deutschen Rufes im Ausland und die weitere Isolierung Deutschlands in Europa wird dabei billigend in Kauf genommen,um nur ja nicht in Bayern in die Opposition gehen zu müssen.Für die “christlichen ” Parteien CDU und CSU hier noch sinngemäß ein Zitat aus der Bibel,welches das Dilemma ihrer Politik klar zum Ausdruck bringt:”Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!”

26) Horst Klohocker, Donnerstag, 09. August 2012, 19:52 Uhr

Der Stammtisch ist ein wichtiger Bestandteil bajuwarischer Lebensart und wer die Hoheit über die Stammtische hat, der kann in Bayern Wahlen gewinnen. Dass nach dem Genuss nicht geringer Mengen an Gerstensaft nicht immer nur hoch-geistige Ergüsse kreiert werden, möchte ich nicht bestreiten. Ähnlich dürfte es sich mit Sprüchen handeln, welche der Stimme der Stammtische nachempfunden sind. Da nächstes Jahr in Bayern Wahlen sind und die CSU erstmals seit mindestens empfundenen 1200 Jahren die Macht verlieren könnte, werden wir wohl mit hoch geistigen Ergüssen dieser Art rechnen müssen.

Löwen brüllen gerne und die bajuwarischen Löwen sind für lautes Brüllen bekannt. Doch nicht wer am lautesten brüllt hat immer Recht und im Fall der weiß-blauen Löwen konvergiert diese Häufigkeit gegen Null! Eher ein leichtes Schmunzeln bei den ca. 70 Millionen nicht bajuwarischer Restbevölkerung von Deutschland hat ihr Brüllen zur Folge, denn dort weiß man, dass mancher Löwe in Wahrheit eine Miezekatze ist, die nur schmusen möchte! MIAU MIAU

27) Politikverdruss, Donnerstag, 09. August 2012, 20:45 Uhr

„Jeder“ kann inzwischen behaupten, Griechenlands Tage in der Euro-Zone seien gezählt. Selbst der Euro-Zonen-Chef, Herr Junker, hält das inzwischen (Verluste sind ja bereits sozialisiert) für „beherrschbar“. Aber Gnade Gott Herr Rösler oder Herr Söder behaupten so etwas. Sofort bricht ein medialer Shitstorm biblischen Ausmaßes über sie herein.

Wenn man sich einmal die finanzpolitischen Risiken in Europa anschaut, die Griechenland mit einer verhängnisvollen Politik herauf beschworen hat, dann stellt sich schon die Frage, ob die Solidarität so weit zu gehen hat, bis in Europa und darüber hinaus alles in „finanzpolitischen Scherben“ liegt.

Insofern ist die „Attacke“, die hier gegen Söder gefahren wird, ein wenig heuchlerisch. Da ist von „Menschenverachtung“ und „Darwinismus“ die Rede. Söder statuiere ein Exempel und schneide Menschen vom Seil ab. Ein wenig gewinnt man bei diesen Zeilen den Eindruck, dass die zuweilen beklagenswerte Diskussionskultur in diesem Blog ein wenig zu stark auf den Autor abgefärbt hat. Dazu passt dann auch, dass der SPIEGEL vor ein paar Tagen die „gefährlichsten Politiker“ Europas identifiziert. Wozu auch Söder zählt, als Häretiker der Neuzeit. Also rauf mit ihm auf den medialen Scheiterhaufen.

28) Ekkehard von Weiher, Donnerstag, 09. August 2012, 21:19 Uhr

Das Ideal des Bayern
ist nicht ein Mensch zu sein :
A Hund isa – kein Christ-Sozialer !
Hätten solche Bayern echte christliche Werte
hiesse ihr Flughafen München – Albert Schweitzer

29) Anonym, Donnerstag, 09. August 2012, 21:23 Uhr

Man darf ja nicht vergessen, dass aus der CSU gerne mal laut gebrüllt wird. Das sind wir gewohnt. Aber es war und ist nicht glaubwürdig. Nichts also als Populismus.

Natürlich könnte die CSU theoretisch irgendwann einmal gegen die Kanzlerin stimmen. Natürlich könnte die Regierung, die ohnehin ihre Mehrheit in zentralen, finanzpolitischen Fragen verloren hat, gestützt werden. Und dann? Dann droht eine neue schwarz-rote, eventuell sogar rot-grüne Regierung. Auf jeden Fall hätte man dann zwar die nervige FDP nicht mehr mit am Kabinettstisch, müsste sich dann aber mit der SPD herumschlagen und deren Vorstellungen von noch weitgehender Vergemeinschaftung der Schulden samt Zinssatz und Haftungen (z.B. durch Eurobonds). Da hat die CSU also nichts mit gewonnen. Selbst als eigenständige Kleinpartei sollte sie sich also darüber Gedanken machen, dass die jetzige Regierung und ihr Kurs selbst für Euro-Kritiker das kleinere Übel darstellen sollte.

Es wird also voraussichtlich doch alles beim alten bleiben. Da nützt auch populistisches Gebrüll nicht. Die CSU war und ist keine glaubwürdige Alternative zur Regierung, sondern ein Teil von dieser. Egal, was und Markus Söder erzählen will: Wer gegen die weitere Pseudo-Rettung von Griechenland ist, dem seien die freien Wähler, auch und gerade in Bayern, wärmstens anempfohlen, aber sicher keine der aktuellen Regierungsparteien, die dieses Desaster voll und ganz mit zu verantworten haben.

30) Dieter Carstensen, Donnerstag, 09. August 2012, 23:08 Uhr

Lieber Michael Spreng,

Sie waren doch mal Politikberater von Edmund Stoiber. Ich bon mir sicher, Sie wissen genau, wie empfindlich Franken reagieren, wenn man sie als Bayern bezeichnet. Günther Beckstein war der erste Ministerpräsident Bayerns der aus Franken kam.

Ich bin mir sicher, er war auch der letzte bayrische Ministerpräsident, der aus Franken kam.

Sagen Sie in Franken einem Kellner mal, “schön hier bei Euch in Bayern”, dann können Sie aber lange auf das Essen warten. Die Bayern sagen: “Ich mchte bitte einen Pott Kaffee.”. Machen Sie das mal in Franken in einem Cafe, dann sagt der Franke sofort: “Bei uns heisst das ein Haferl Kaffee, wir sind hier nicht in Bayern.”

Söder hat überhaupt keine Chance bayrischer Ministerpräsident zu werden, als Franke, die Sorge habe ich überhaupt nicht, dazu kenn ich die Bayern zu gut. Beckstein hat den Bayern gereicht, die CSU wird nie wieder einen Franken als Ministerpräsidentschaftskandidaten aufstellen, da bin ich absolut sicher.

Markus Söder würde ich als “Dampfplauderer” bezeichen, viel heisse Luft aber nichts dahinter.

Ihm fehlt als Fanken die bayrische Hausmacht in der CSU, das ist sein Problem. Nun versucht er, sich zum Thema Griechenland über die Medien wichtig zu machen. Das ist in Bayern ein nahezu tödlicher Fehler.

Der erste König von Griechenland, “Otto der Erste”, er regierte dort von 1832 bis 1862,. war übrigens ein Bayer. Hintergründe siehe hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Griechenland

Die Bayern, die hier Urlaub machen, wissen das alle und sie sagen auch: “Wir haben Euch Griechen das Bier brauen beigebracht”, was historisch sogar richtig ist, die erste griechische griechische Bierbrauarei hiess “Fix” und wurde von einem Bayern gegründet, siehe hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fix_(Brauerei)

Markus Söder als Franke ist ein bayrisches Fettnäpfchen getreten, was grösser nicht sein könnte. Es gibt eine ganz tiefe Verbundenheit zwischen den Bayern und den Griechen, einem Edmund Stoiber als waschechtem Bayern wäre nie ein solcher politischer Fehler wie dem Franken Markus Söder passiert.

Lustig ist, hier mit zu bekommen, wie die Griechen und die Urlauber aus Bayern gemeinsam über Markus Söder schimpfen, wenn was über ihn in den Fernsehnachrichten kommt . Da bleibt kein Auge trocken!

M.f.G.

31) Werner, Freitag, 10. August 2012, 08:37 Uhr

Söders Meinung ist doch die Vorherrschende beim deutschen Michel. Seit Jahren macht die Kaputtsparpolitik für die Krisenstaaten durch Merkel und der Trojka alles schlimmer dort (auch für Deutschland wegen den unweigerlichen Exporteinbußen und steigenden Haftungsrisiken), trotzdem wird Merkel “gute Arbeit” bescheinigt. Der Söder ist da nur ein kleines Licht.

32) Ekkehard von Weiher, Freitag, 10. August 2012, 09:52 Uhr

Wer auf dem Weg
in den Himmel der Bayern
nicht ohne Hilfe nach oben kommt
wird eben von Söder vom Seil geschnitten …

Guckst Du besser 3D Foto vom Himmel der Bayern :-)
( Bilder zusammenschielen )

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/28572279

33) JG, Freitag, 10. August 2012, 10:24 Uhr

Christliche Politiker in Deutschland sind ja auch der Meinung, Asylbewerber bräuchten nicht so viel zu essen wie Menschen mit anderem Paß. Bei denen man freilich auch schon auf den Cent genau herumrechnet, wie wenig sie benötigen, um zwar nicht wirklich als Arbeitskraft zur Verfügung zu stehen (mit fünfzig ist man schließlich zu alt, um anderes zu tun, als auf die Rente mit demnächst siebzig zu warten), aber doch als äußerst wirkungsvolle Drohkulisse für all jene, die für ihre Leistung immer noch angemessen bezahlt oder an ihrem Arbeitsplatz anständig behandelt werden möchten.

Und was machen übrigens unsere professionellen Verwalter des christlichen Glaubens diesbezüglich? Ach ja: Sich hin und wieder entschuldigen, daß sie leider, leider gar nichts dagegen unternehmen könnten, wenn bei der Caritas oder dem Diakonischen Werk schlimmer mit den Mitarbeitern umgesprungen wird als bei manchem Unternehmen, wo man nicht dauernd Wasser predigt und Wein säuft.

34) Oliver, Freitag, 10. August 2012, 10:25 Uhr

Natürlich ist es schöner und edler, die Nächstenliebe zu predigen. Aber vernünftiger ist, zu erkennen, dass ein Plan gescheitert ist, wenn er gescheitert ist.

35) Dr. Karin Gerstel, Freitag, 10. August 2012, 11:14 Uhr

Die menschenverachtende Sprache entlarvt Söder als Söder. So ist er, so kennen wir ihn und wahrscheinlich entspricht diese Sprache der Vorstellung der Mehrheit der CSU.Mitglieder und er empfiehlt sich damit für höhere Aufgaben, z.B. als Nachfolger für Horst Seehofer. In Bayern hat solch ein Politikstil leider Tradition. Der große Lehrmeister Söders heißt Franz Josef Strauß, der von Gegnern auch gern als Ratten und Schmeißfliegen sprach.
Ich hoffe, daß die Mehrheit der Wähler diese unerträgliche Art der Politik”gestaltung” nicht länger gouttiert und die CSU im kommenden Jahr abstrafen wird. Es kann BAyern und Deutschland nur gut tun, wenn die CSU endlich die Zeit bekommt, über sich und ihre Selbstherrlichkeit nachzudenken.
Das gilt übrigens auch für Merkel und Co. in Berlin, deren konfuser Regierungsstil endlich abgewählt werden muss.

36) riskro, Freitag, 10. August 2012, 11:57 Uhr

Unser atheistischer Tausendsassa hier im Blog, Dieter Carstensen, der einen evangelischen Pastor zum Freund hat. Der auf den Südostpeleponnes, nahe der Stadt Neapolis, iin einem kleinen Dorf, viele griechische Freunde hat, von denen er Demokratie gelernt hat, weil dies griechischen Freunde schon Demokratie kannten, als die Deutschen noch als Barbaren in Urwälder lebten und Kultur für die ein Fremdwort war.
Dessen Partnerin aus Cham kommt, der aber auch Freunde in Nürnberg, hat. Dessen Taufpatenonke,l Dr. Hans Horn aus Waldbröl Geschichtslehrer (ein Schelm, der hier einen Zusammenhang sieht) und Landtagsabgeordneter war. Der es zu schätzen weiß, dass Michael Spreng als Wertkonservativer zu seinen Fehlern steht. Der leider viel zu viele Politiker persönlich kennt und nicht mehr wählen gehen will, weil er sein Gehirn gleich bei der Deutschen Bank oder Moodys deponieren könnte.
Der Herrn Karl hier im Blog kein Wort glaubt, weil er allein die Wahrheit kennt. Der hinter anonymen Schreibern hier im Blog eine gezielte Kampagne gegen seine Person vermutet und zur Vorsicht aufruft, da sich schon manche an ihm die Finger verbrannt haben. Zumal er zig Jahre mit ganz harten Jugendlichen gearbeitet hat, Jungs die abends in der Düsseldorfer Altstadt nur zum Spaß wildfremde Leute verdreschen gingen. Jemand, der nicht so hartgesotten ist wie er, hätte das nie gesund überstanden. Diese harten Jungs hätten nie gewagt ihm zu drohen, obwohl die meisten ihm körperlich weit überlegen waren.
Liebe Kommentatoren, wenn sie sich die Finger nicht verbrennen oder keinen Besuch von harten Jungs bekommen möchten, drohen sie D.C. nicht und beteiligen sie sich auf keinem Fall an die gegen D.C. gerichtete Kampagne hier im Blog.
Mich interessiert nur, sprechen die harten Jungs auch griechisch, so wie unser Tausendsassa. Ach ich hab ganz vergessen bayerisch kann er auch noch.
D.C. kann es sein, dass Sie ein Problem haben?

37) riskro, Freitag, 10. August 2012, 11:59 Uhr

Mist ich hab nicht weiter gelesen. Kölsch kann er auch noch. Hat er an der Kölner-Uni gelernt

38) Erika, Freitag, 10. August 2012, 12:01 Uhr

@30) Dieter Carstensen, Donnerstag, 09. August 2012, 23:08 Uhr

Sehr geehrter Herr Carstensen,

“Söder hat überhaupt keine Chance bayrischer Ministerpräsident zu werden, als Franke, die Sorge habe ich überhaupt nicht, dazu kenn ich die Bayern zu gut. Beckstein hat den Bayern gereicht, die CSU wird nie wieder einen Franken als Ministerpräsidentschaftskandidaten aufstellen, da bin ich absolut sicher.”

Da ich ja auch Fränkin bin (aber mein Herz dem Rhein-Main-Gebiet gehört) sehe ich die Sache etwas anders.

Die CSU mit dem Spitzenkandidaten Günther Beckstein (besser gesagt im Tandem mit Huber) wurden für die Kapriolen von Edmund Stoiber abgestraft. Erst wollte Stoiber ein Superministerium in Berlin, dann ging er doch lieber zurück nach Bayern und ein Franke Glos bekam das Wirtschaftsministerium. Zurück in Bayern wollte Stoiber der bessere Schröder sein und setzte viele Kürzungen in kürzester Zeit durch. Eine davon war die rückwirkende Umstellung des G 9 auf das G 8, die Einführung der Studiengebühren und eines Büchergeldes für Schüler. Stoiber kündigte dann seinen Rückzug als Ministerpräsident an und Beckstein wurde dann vom Landtag gewählt.
In dieser Zeit hat Beckstein diese Problematik klar erkannt und wie er später selbst sagte zu halbherzig darauf reagiert. Vor der Landtagswahl hat er immerhin das Büchergeld wieder abgeschafft.

Der jetzige Ministerpräsident Seehofer regiert jetzt mit den Stimmem, die der “Spitzenkandidat” Beckstein erkämpft hat. Ein Kaliber wie Roland Koch, wäre noch Ministerpräsident.

Und der gefeierte wahrscheinliche Nachfolger Herr von und zu Guttenberg war auch Franke, also ausschließen, dass es mal wieder ein Franke wird, würde ich es nicht.

Ein Ministerpräsident in Bayern war Dr. h.c. Alfons Goppel (1962 – 1978) der war zwar in Regensburg geboren aber hatte seine politische Heimat in Unterfranken und ist 1991 in der Nähe von Aschaffenburg verstorben.
http://www.bayern.de/Alfons-Goppel-.267.htm

Hans Seidel (1957-1960) war in Aschaffenburg geboren, also aus Unterfranken

Viele Grüße

Erika

39) cosmopolitan, Freitag, 10. August 2012, 14:39 Uhr

Die Aussage von Söder ist zwar heftig aber zutreffend.
War beruflich einige Zeit in Griechenland, ja die sind faul, ja die haben 10 Jahre lang im Paradies auf kosten den Anderen gelebt,die haben sich selbst bestraft.
Den Söder mag ich aber nicht.

40) Erwin Gabriel, Freitag, 10. August 2012, 17:29 Uhr

“Christlich” sind diese Ansagen bestimmt nicht. Aber Herr Söder ist nicht nur Politiker, sondern Politiker der CSU. Da wird oft deftiger auf den Tisch gehauen als im Rest der Welt, ist somit eine eher landestypische Eigenart und entsprechend zu bewerten (bzw. niedrig zu hängen). Adressat sind die Bayern, nicht die Griechen. Und auch die Bayern, von manch vergeblich grobem Ton enttäuscht, werden erst mal schauen, was als Ergebnis rumkommt. Das gilt für offizielle Ansagen der CSU im Allgemeinen und für Herrn Söder im Besonderen. Aber wenn sich alle aufregen, hat er was richtig gemacht.

Ansonsten sind solche Aufreger nur deswegen möglich, weil die Situation um den Euro nicht ehrlich beschrieben, Konsequenzen der angestrebten “Rettung” nicht offen benannt, die Folgen für uns verschwiegen werden.

Ähnlich wie im Falle Sarrazin wird ein wichtiges Thema von der offiziellen Politik verdrängt und vertuscht. Lieber munkelt man im Dunkeln und regt sich (meist argumentfrei) über diejenigen auf, die ein wichtiges Thema mit (vielleicht) falschen Worten antreiben.

41) Dieter Carstensen, Freitag, 10. August 2012, 19:17 Uhr

@ 38 ridkso

Sie bestitätigen nur das, was ich über die “anonymen” Nicknamenschreiber gesagt habe und glauben Sie ja nicht, dass ich mich über den von Ihnen geäusserten offenkundigen Unsinn ärgere.

@ 38 Erika

Liebe Erike,

danke für Ihren ausführlichen und ausgewogenen Kommentar. Ich gebe offen zu, dass der Ex-Ministerpräsident von Bayern, Alfons Goppel, aus Unterfranken kam, das wusste ich nicht,

Ich habe heute dank Ihrer Hilfe was dazu lernen dürfen.

Herzlichen Dank und liebe Grüsse :)

42) Satzzeichenfehler, Freitag, 10. August 2012, 19:43 Uhr

@ 5) Dieter Carstensen

Als Bewohner des Bundeslands Bayern ( und jetzt komm’ mir keiner mit “Freistaat” !) ist der Franke Söder genauso Bayer wie jeder Ostfriese Niedersachse ist.
Das wäre keine Zeile wert, zeigte das nicht etwas auf, dass uns wieder zum Ausgangspunkt führt. Der Eurokrise. Oder besser gesagt der Krise Europas. Die kann naturgemäß nur von Europäern gelöst werden. Das muss man so sehen, solange man das Auseinanderfallen Europas nicht als Lösungsoption sieht. Deutsche, Griechen, Franzosen müssen zwangsläufig daran scheitern, Franken, Bayern und Ostfriesen erst recht. Weil aber die Zahl der Europäer momentan rapide abnimmt, wird das schwierig werden.

Belgien wird es in dem Moment auch nicht mehr geben in dem es nur noch Flamen und Walonen gibt.

Söder ist (oder war) ein Schönwettter-Europäer, vermutlich ist er auch ein Schönwetter-Christ.

43) Dieter Carstensen, Freitag, 10. August 2012, 19:48 Uhr

Lieber Michael Spreng,

Sie hatten doch eigentlich versprochen, keine persönlich beleidigenden und verletzende Kommentare auf Ihrem Blog mehr zuzulassen.

Und für @36) riskro gilt das nicht?

Der Kommentar hat doch überhaupt nichts mit unserem Thema zu tun, er ist nur eine einzige Diffamierung und Beleidigung meiner Person! So geht das nicht, ich kritisiere sie scharf dain, dass Sie als Blogbetrreiber solche hinterhältigen und widerwärtigen Kommentare gegen mich veröffenntlichen.

Das Ziel dieser Leute, ist einzig mich mundtot zu machen. Wollen Sie da mitspielen?

Wenn ja, hätten sie jeglichen Respekt von mir verloren.

M.f.G.

44) Bernhard Paul, Freitag, 10. August 2012, 22:12 Uhr

@40) Erwin Gabriel hat natürlich recht, dass Söders Kraftmeierei innenpolitisch, insbesondere an Bayern gerichtet, zu bewerten ist. Er brauchte für sein Ego zudem wieder einmal seinen großen Auftritt, das ist im Kern alles. In Bayern weiß man das und kennt man das und nimmt es durchaus heiter, wenn der Markus wieder einmal zum Alleingang antritt.Wie gesagt, nur fürs Ego.

Auch @38) Erika ist zuzustimmen. Dass Franken nicht viel werden könnten in der bayerischen Politik, wie @30) Dieter Carstensen meint, ist hundertfach widerlegt. Im Übrigen war Günther Beckstein bereits der dritte Franke als bayerischer Ministerpräsident, auch Hanns Seidel und Hans Ehard waren Franken.

Noch eins, Herr Carstensen, in Altbayern sagt niemand “ein Pott Kaffee”, höchstens ein Zugereister aus dem Norden, sondern “Haferl Kaffee”. Sie meinten wohl “Pottkaffee”, dieses Gebräu. Mein Gott, Dieter …!

45) Tyler Durden Volland, Freitag, 10. August 2012, 23:23 Uhr

Wohin man auch blickt, überall dasselbe Geschwafel, immer brav am Wesentlichen vorbei….

Das Problem sind nicht die diversen Söders in ALLEN Parteien, die sind nur das Symptom.

Die sind das Sympton einer Krankheit. Die Krankheit aber, das ist die unsägliche Blödheit des “Urnenpöbel” der seit 30 Jahren solche Leute wählt!

Wer also meint in Deutschland liefe etwas falsch, der soll uns einfach nur vorschlagen, wie man das eigentliche Problem ändert….

Aha… wie üblich… Schweigen im Walde….

Nun, denn zahlt mal alle brav für die Konsequenzen.

46) Dieter Carstensen, Samstag, 11. August 2012, 06:19 Uhr

36) riskro,

Kann es sein, dass Sie nur aus Neid und Eifersucht bestehen? Meine einzigen Probleme sind, ob ich heute beim Tavli (griechisches Backgammon) wieder gegen meine griechischen Freunde gewinne, oder ob ich heute meinen Freund Jiogos bei der Tintenfischjagd mal übertrumpfe, was mir seit 1987 aber noch nie gelungen ist.

Für Ihren mich diffamierenden Beitrag sollten Sie sich schämen :(

Das ist dieselbe Ebene, auf der Markus Söder, und das ist ja eigentlich Thema hier, gegen die Griechen gewettert hat.

Sie sind ja nur sauer, dass ich gegen Ihren Blog am 25.11.11 vor dem Landgericht Bonn recht bekommen habe und Sie alle mich beleidigenden Beiträge Ihrerseits binnen zweier Tage aus dem Internet löschen mussten.

Ich habe hier bei Michael Spreng noch nie von Ihnen einen Beitrag gelesen, der sich wirklich mit dem Thema, welches Herr Spreng zur Diskussion stellte, wirklich beschäftigte. Von “Der Herr Karl” kam auch nie etwas zum Inhalt des jeweiligen Themas, sondern es kommen von Ihnen “anonym” schreibenden Nicknamenfetischisten meist Angriffe gegen mich als Person und Mensch, sonst nichts.

Sie wollen hier nicht mitdiskutieren, sondern nur rumstänkern. Waren Sie bei Markus Söder im Unterricht? Der kann aus meiner Sicht auch nicht sachlich argumentieren und diskutieren, seine Angriffe gegen Griechenland widersprachen allen Fakten und jeder Logik, genau wie Ihre haltlosen Anwürfe gegen mich.

Auf Grüße verzichte ich in Ihrem Fall!

47) der Herr Karl, Samstag, 11. August 2012, 09:04 Uhr

@Dieter Carstensen

Ich habe Sie in diesem neusten Söder-Artikel nigends angegriffen. Sie unterstellen mir, ich würde nichts zum Thema beitragen, was so nicht stimmt. Unter Punkt 18 deute ich ganz sachte an, dass Ihr hochgeschätzter, konservativer und lieber M. Spreng in die Nähe von mitfühlenden linken Forderungen gerückt sein könnte.
Wie ich kürzlich hier schrieb, freue ich mich jedesmal, Ihre Kommentare zu lesen. Niemand versteht es so gut, Widersprüche, Peinlichkeiten und erfundene Geschichten zu schreiben, wie Sie.
Auch Ihre Homepage lässt tief blicken:

“Liebe Leserinnen und Leser, Ladies and Gentlemen, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Rockies, Punkys, Inet-Freaks, Sisters and Brothers, liebe Fangemeinde,
prima, Ihr habt meine versteckte Botschaft zu dem Heipelteipel Schwuchti aus Ennigerloh im Münsterland, mit dem Video “Feuer frei”, genau richtig verstanden. “Einer für alle, alle für Einen”, so lautet unser Wahlspruch, den wir uns gegenseitig geschworen haben, liebe Rockiefreunde.

Gott verzeiht vielleicht, Dieter aber nicht, bei bösartigen, hinterhältigen Angriffen gegen sich.

Eine Rechnung ist offen, mit dem Heipelteipel Schwuchti, der mich so tödlich beleidigt und verleumdet hat. Löst die Rechnung jetzt ein, liebe Freunde, liebe Rockies, die Zeit des Wartens ist vorbei. Die Schonfrist ist abgelaufen.

Rockige ♫ ♫ ♫ und ♥ ♥ ♥ liche Grüße,

Euer / Ihr Dieter C. alias MeisterderO”
(Homepage Dieter Carstensen, 8.7.2012)

48) Frank Reichelt, Samstag, 11. August 2012, 09:05 Uhr

@ m.spreng

Sehen sie nicht langsam auch die Notwendigkeit, im “Fall” Dieter Carstensen etwas zu unternehmen?

Ich halte ihren Blog für den besten Politblog im Netz, die Diskussionen über ihre Beiträge empfinde ich als sehr anregend und sind mir zur lieben Gewohnheit geworden, aber die ständigen Streitigkeiten mit und über Herrn Carstensen sind mittlerweile unerträglich geworden.

Ich muss ihm in einem Punkt sogar Recht geben, warum haben sie den Beitrag von “riskro” veröffentlicht, das widerspricht doch dem, was sie jetzt schon mehrmals im Bezug auf die Nettiquette angekündigt haben.

Tun sie irgendwas, meinetwegen sperren sie zuerst meine Beiträge, aber kündigen sie nicht immer nur an, handeln sie bitte auch!

49) Dieter Carstensen, Samstag, 11. August 2012, 10:01 Uhr

@ 44 Bernhard Paul

Lieber Bernhard Paul,

Sie haben vollkommen recht, in Bayern sagt man “ein Haferl Kaffee” und in Franken “ein Pott Kaffee”. Ich hatte, da ich sclecht sehe, da einen Wortdreher dirn. Tut mir leid.

Ich habe keine Probleme damit, eigene Fehler einzugestehen, ich bin ja kein Politiker.

Aber ich bleibe, das hat nichts mit Ihnen zu tun, dabei, dass sich kein Franke als BAYER bezeichnen würde.

38) Erika

Liebe Erika :)

Hatte ich leider überlesen, der frühere bayrische Ministerpräsident Alfons Goppel war kein richtiger Franke, sonden Bayer, da er ja in Regensburg zur Welt kam.

Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_Goppel

42) Satzzeichenfehler Ich war oft genug in Franken. Die meisten Franken mögen die Bayern nicht, für diese Tatsache kann ich aber nichts.Zu einem Franken zu sagen, “Du bist Bayer” das gernzt dort an Beleidigung und Sie als Bayer müssten das wissen.

Wenn es um Markus Söder, der Franke ist, geht und das ist ja unser Thema, dann spielen all diese Feinheiten eine Rolle.

M.f.G.

50) Ernst K., Samstag, 11. August 2012, 11:32 Uhr

Lieber Herr Spreng,

bitte versuchen Sie, die Dinge nicht einseitig zu betrachten.

Herr Söder hat (vielleicht nur aus Kalkül) auch das Wohl derer im Sinn, die “mit runtergezogen” würden.

Schauen Sie sich im Land um, hunderttausenden wird der Strom gesperrt, weil sie ihn nicht mehr bezahlen können. Suppenküchen haben Zulauf.

Es gibt reichlich prekäre Arbeitsverhältnisse.

Wer bitte kümmert sich um diese Menschen? Wo sind die Politiker, die sich um die _eigenen_ Leute _zuerst_ kümmern?

Diese fehlen fast vollständig und spielen den Rechtsextremen in die Karten.

Wenn Sie einen Autowaschjob für 5 Euro zu vergeben hätten, wen würden Sie zuerst fragen: den möglicherweise auch ärmeren Nachbarsjungen oder Ihren eigenen Sohn?

Mit freundlichen Grüßen

K.

51) Ernst K., Samstag, 11. August 2012, 11:35 Uhr

noch ein p in die Suppe

52) manni.baum, Samstag, 11. August 2012, 13:40 Uhr

der griechische Reeder, der noch nie Steuern gezahlt hat und der deutsche Steuerhinterzieher, der seine Millionen via UBS nach Asien transferiert sind jedenfalls BEIDE begeistert wenn Söder ausschließlich ein Nord-Süd-Problem aufbauscht,die Arbeitmehmer in DE und GR gegeneinander aufhetzt, man kann dann schön davon ablenken dass die Mittelschicht mit Steuergeldern die Vermögen schützen muss.

53) Kritiker, Samstag, 11. August 2012, 13:47 Uhr

@ 36) riskro : Herrlich! Hab mich köstlich amüsiert. In Ihrem Kommentar sehe ich keinerlei Beleidigungen. Sie schreiben lediglich das zusammen, was der Viel-Kommentator Dieter C. so alles von sich gibt. Allerdings haben Sie dabei noch den schleswig-holsteinischen Oberlandesgerichtspräsidenten vergessen, einen alten Onkel von ihm. Oder so….

Und siehe da: schon greift er in Kommentar Nr. 43 den Blogbetreiber selbst an. So kennt man ihn in der Welt der Blogs. Irgendwann ist er immer raus aus dem Spiel. Schuld?? Immer die andern!! ;-)

54) Don Corleone, Samstag, 11. August 2012, 17:39 Uhr

46) Dieter Carstensen, Samstag, 11. August 2012, 06:19 Uhr

Seien Sie beglückwünscht zu Ihren einzigen Problemen: “… ob ich heute beim Tavli (griechisches Backgammon) wieder gegen meine griechischen Freunde gewinne, oder ob ich heute meinen Freund Jiogos bei der Tintenfischjagd mal übertrumpfe, was mir seit 1987 aber noch nie gelungen ist.”

Niemand führt hier “eine Kampagne” gegen Sie, soweit ich das mit dem unbewaffneten Auge sehen kann. Und verzeihen Sie bitte: Tintenfische sind ein Thema, der Euro und sein (für uns alle, nicht nur für die Griechen!) sündteures Ableben ein anderes.

Ethik und Charakter von Politikern sind das Thema dieses Threads. Zumal Sie ja die Hellenen innig kennen und lieben — erforschen Sie doch einfach einmal diese menschlichen Wesensmerkmale griechischer Politiker. Und lassen Sie dieses Forum davon wissen!

Das könnte interessanter sein als jeder Kommentar von ARD- und ZDF-Korrespondenten, die ihre Sprechblasen an der Hotelbar ihrer gebührenbezahlten Fünfsternehotels (mangels Griechischkenntnissen) von CNN und BBC beziehen müssen — um sie uns dann als “eigene Recherche” zu verkaufen.

Herzliche Grüße!

55) DerBayer, Samstag, 11. August 2012, 18:12 Uhr

@Dieter Carstensen (unter mehreren Nummern Un-lesbar)
Verehrter Herr Carstensen, ich verfolge diesen Blog seit ungefähr 2 Jahren und mir fallen ca. 6-10 Dauerschreiber auf, die zu ziemlich jedem Thema ihren Senf dazu geben. Sie gehören bdauerlicher Weise dazu und Sie sind bei Gott nicht zimperlich dabei. Sich jetzt beleidigt an Herrn Spreng zu wenden um vermeintliche Beleidigungen fremdabwehren zu lassen, ist billig und passt zu Ihrem Character (abzulesen aus Ihren Kommentaren). Sie sind ein ganz schöner Feigling und der von Ihnen angegebene Name “Dieter Carstensen” ist ebenfalls falsch und nur ein Pseudonym (also regen Sie sich nicht über Andere auf!).

Ich darf auf Ihren Kommentar unter Ziffer 5 (alle Weiteren versuchen nur Andere für blöd hinzustellen!) verweisen und feststellen, dass Sie von Bayern keine Ahnung haben.
1) Franken ist auch Bayern,
2) Cham liegt nicht bei Regensburg (65 km entfernt), da liegt Tschechien mit ca. 25 km viel näher),
3) “So oa hinterfotzig Lumperl” hat mit “bayrischer Sprache” überhaupt nicht zu tun; mit keinem der
bayerischen Dialekte!
4) Dass Sie nicht Antichrist sind, wissen wir alle, es gibt nämlich nur einen “Antichrist” und das ist
“der Teufel” persönlich und dafür hängt Ihnen der …. etwas zu weit unten
5) Dass Sie Söder nicht leiden könnenl, macht Sie ebenfalls nicht einzigartig, denn auch hier
schwimmen Sie mit in der Suppe der Mehrzahl der zu Befragenden.
6) Und abschließend, würden Sie hier in München wohnen, könnten Sie sich gar nicht retten vor
Bekannten und Freunden, die sich in der Politik tummeln und gerade deshalb würden Sie, falls
Sie Verantwortung tragen, regelmäßig wählen gehen, um den Einen oder Anderen zu fördern,
oder künftig zu verhindern.

Sie scheinen ein kleines Spießerlein zu sein, das immer und überall verbal seinen Senf dazu gibt, aber ja keine Verantwortung tragen möchte. Ihre arme oberpfälzer Freundin, sie tut mir leid!

56) m.spreng, Samstag, 11. August 2012, 18:38 Uhr

So, meine Geduld ist am Ende. Die Auseinandersetzung mit und um Herrn Carstensen ist jetzt beendet. Andernfalls droht endgültiger Platzverweis. Das gilt für ihn und seine Kritiker.

57) Kritiker, Samstag, 11. August 2012, 20:44 Uhr

Vielleicht brauchen wir uns ja bald nicht mehr mit den Bayern, Franken oder egal was immer, rumärgern, wenns nach Bayernkurier-Scharnagel geht!

Eigentlich keine ganz so irre Idee, oder? ;)

http://www.welt.de/politik/deutschland/article108574266/CSU-Politiker-fuer-Bayerns-Abspaltung-von-Deutschland.html

58) Jaheira, Sonntag, 12. August 2012, 15:15 Uhr

Das C in CDU und CSU steht nicht für Jesus, Nächstenliebe, Vergebung oder Respekt auch für Verlierer. Es steht für “Mitglied im überlegenen christlichen Abendland” und dient zur Abgrenzung von Muslimen, Ausländern, Unterschichtlern, Homosexuellen und Linken. Die Cs werden also nicht nur bleiben, sie werden eifrig herausgestellt.

59) Benjamin, Sonntag, 12. August 2012, 15:36 Uhr

Naja, ein C in einem Namen heißt nicht viel, ebenso wenig, wenn sich jemand Christ nennt und angeblich christliche Werte lebt (freilich oft nur, wenn es einem passt). Taten sprechen immer lauter als Worte. Und wenn jemand zum Wohle der Allgemeinheit handelt, Verantwortung, Courage und Mitgefühl zeigt, ist es mir egal, welchem politischen Schützenverein er angehört. Nebenbei: das Beispiel von Herrn Spreng mit der Betreuerin fand ich auch sehr bewundernswert. Man weiß nie, wie man sich selbst verhalten würde, bis es soweit ist. Hut ab.

60) gelegentlich, Montag, 13. August 2012, 18:15 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

in der Hektik des Alltags haben Sie etwas mißverstanden. Söder ist kein Christ, daher ist die Ansprache falsch adressiert. Er ist ein Neo-Christ. Ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.

61) mkveits, Montag, 13. August 2012, 18:16 Uhr

Flassbeck – eine Stimme der Vernunft

Ohne Söder u.a. beim Namen zu nennen, beklagt der Chef-Volkswirt der UNCTAD die unterirdische politische Kultur. Wie kein anderer erklärt er die Ursachen der Krise und beklagt, dass Griechenland als “Schießbudenfigur” herhalten muss.

Sehr lesenswert
http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=4831

62) Politikverdruss, Dienstag, 14. August 2012, 11:32 Uhr

@mkveits 61),

Hier mal ein paar Auszüge eines von Ihnen als „lesenswert“ eingestuften Interviews mit Heiner Flassbeck:

Heiner Flassbeck: „Und deswegen bin ich inzwischen fast der Meinung, dass man sagen muss: Hört auf damit, das ist der Euro nicht wert. Der Euro ist nicht wert, dass damit alle übrigen Werte, die man sich in Europa über die letzten 50 Jahre aufgebaut hat, zerstört werden.“

Frage Wirtschaft und Gesellschaft: „Von der extremen Rechten, über die SPD, bis hin zur Linken taucht jetzt die Forderung nach einem Volksentscheid, einem Plebiszit über die Übertragung von nationalen Souveränitätsrechten auf die Europäische Ebene auf. Ist das inmitten einer tiefen Krise mit millionenfacher Arbeitslosigkeit und großer sozialen Unsicherheit wie auch weit verbreiteter Uninformiertheit über die Ursachen und Folgen der Eurokrise verantwortbar?“

Antwort Heiner Falssbeck: „Nein, das ist unverantwortlich.“

Wenn er behauptet, dass es der Euro nicht wert sei, unsere „übrigen Werte“ zu zerstören, dann ist ihm deutlich zuzustimmen! Wenn er allerdings meint, ein Volksentscheid zur Frage der Übertragung von Souveränitätsrechten sei „unverantwortlich“, dann offenbart das bei ihm die „unterirdische politische Kultur“, die er anderen vorwirft.

63) Erika, Dienstag, 14. August 2012, 12:05 Uhr

@61) mkveits, Montag, 13. August 2012, 18:16 Uhr

Danke für den wirklich lesenswerten Link

Herrn Flassbeck kannte ich bis dato nicht. Aber gerade was Propaganda “faule” Griechen und Verhalten der Presse angeht, habe ich auch in diesem Forum bereits mehrfach versucht mit meinen einfachen Worten hinzuweisen.

Die Regierung nach Merkel, wenn es sie überhaupt gibt, wird es schwer haben dagegen anzuregieren.
Es freut mich wirklich sehr in den letzten Wochen Herr Spreng mit seinen Einschätzungen zu lesen, die doch eine klare Sprache sprechen. Herr Spreng sieht dies mit der Macht der Presse wohl etwas anders.

Daher gefällt mir die Passage von Herrn Flassbeck besonders gut:

“Vom ersten bis zum letzten Medium wird tagtäglich diese Hetze veranstaltet. Man muss ja nur Heute Journal oder Tagesthemen gucken. Es ist unglaublich, was dort geboten wird. Wenn mir jemand vor zehn Jahren gesagt hätte, dass es im deutschen öffentlichen Rundfunk und Fernsehen – von den Privaten ganz zu schweigen – möglich ist, dass man einen ganzen Beitrag über fünf, sechs, sieben Minuten im Heute Journal sendet, in dem nichts anderes stattfindet, als ein anderes Volk zu verunglimpfen, der Grieche zum Schimpfwort schlechthin gemacht wird; oder dass angesehene Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung eine vollkommen einseitige Weltsicht über drei Jahre durchhalten und nicht einmal auf die Idee kommen, zu sagen: Es gibt auch noch ganz andere Vorstellungen und es gibt noch ganz andere Ideen, die wir auch diskutieren müssen, wenn wir schon mit den alten Ideen überhaupt nicht weiter kommen. Das alles hätte ich nicht für möglich gehalten. Was aber heißt Pressefreiheit, was heißt Meinungsfreiheit, wenn die Medien offensichtlich von einer kleinen Schar von Verlegern dominiert werden, die alle in die gleiche Richtung marschieren und es der Bevölkerungsmehrheit vollkommen unmöglich machen, sich objektiv zu informieren.

64) dirk, Dienstag, 14. August 2012, 12:55 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

schade wenn sie sich so auf das oberflächliche stürzen anstatt mal mit argumenten zu argumentieren. Sie sind also für”den totalen euro”, retten bis der arzt kommt, und wenn jmd mal seinen eigenen verstand benutzt, dann stellt man ihn sofort als euro-gegner hin?
dann hoffe ich mal dass demnächst die einkommensteuer für selbstständige berater und spin-doktoren ordentlich angehoben wird, dann können sie beweisen wie lange sie bereit sind sich vom seil strangulieren zu lassen. aber ich bin sicher bevor dass passiert werden wir eher von ihnen aus singapore hören.
sie haben doch letztens treffend beschrieben wie die”hochfinanz” beim essen mit stoiber ihre interessen durchsetzt, und dafür wollen sie auchnoch fleißig steuern zahlen und glauben es kommt bei den”bedürftigen”an? schauen sie sich mal die geschichte der lateinischen münzunion an, und welches land diese zuerst verlassen hat, und dann sagen sie nochmal dass manche vorurteile falsch sind… vorurteile sind die abkürzungen des denkens(manche kommen halt lieber über einen umweg zum gleichen ziel?), und souverän ist, wer seinen verstand benutzt. frohes steuerzahlen

65) Peter Christian Nowak, Dienstag, 14. August 2012, 19:16 Uhr

50) Ernst K.,

Nein, Herr Söder hatte mit seinen Bemerkungen sicher nicht die im Auge, denen es verdammt dreckig in diesem Land geht – die am allerwenigsten. Herr Spreng wandte sich gegen schmutzigen Opportunismus der kommenden Wahl wegen. Mit Recht!
Ansonsten stimmen Ihre Beobachtungen.

66) JohannRoth, Dienstag, 14. August 2012, 20:09 Uhr

Im Sport merkt man es schneller. Wer verlor gegen die Südländer? Der FC Bayern (Champions Leage), die deutsche Nationalmannschaft (Europameisterschaft), Vettel in der Formel1 (Alonso/Spanien-Ferrari/Italien) und bei der Olympiade war die Zielsetzung völlig absurd.

Mit den örtlichen griechischen Gastwirten hier bin ich hoch zufrieden. Die sind richtig fleißig. Einer betreibt seit vielen Jahren den “Pleitegeier”. Alle Gastwirte vor ihm haben haben hier pleite gemacht. Nur der Grieche hats geschafft. Jetzt hat der Tüchtige auch noch das Glück, dass an dieser verkehrsreichen Ecke der Verkehr beruhigt wird.

Im übrigen gibts in Nürnberg noch die Ausdrücke “Unterste Schublade” und die “die Türken kommen nicht, die sind schon in Gostenhof”.

67) Der Doctor, Dienstag, 14. August 2012, 20:21 Uhr

@Politikverdruss

Wieso geben sie die Antworten nicht vollständig weiter?

Thorsten Hild: Herr Flassbeck, lassen Sie uns heute ganz auf die Eurokrise konzentrieren. Als wir Ende vergangenen Jahres miteinander sprachen, gaben Sie zu verstehen: „Die Überlebenschancen für die Eurozone sind extrem gering“ – und zwar aufgrund der weiter auseinander laufenden Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Euro-Ländern. Ich fürchte, Sie haben wenig Anlass, Ihre Aussage zu revidieren?

Heiner Flassbeck: Ja, das ist sicher richtig. Die Chancen werden von Tag zu Tag geringer. Und es ist ja nicht allein mehr das ökonomische Problem; hinzu gekommen ist eine weitere Dimension: Die politische Kultur ist ins Unterirdische abgeglitten. Dadurch haben wir jetzt auch eine politische Dimension des Problems bekommen.

Wenn es so weiter geht, dass deutsche Politiker in der Art und Weise, wie wir es in den letzten Tagen und Wochen gesehen haben, über andere Länder herziehen, dann gefährdet diese Debatte ja nicht nur den Euro, sondern gefährdet den gesamten Zusammenhalt, nicht nur in der Eurozone, sondern in Europa. Sie gefährdet das friedliche Zusammenleben in Europa, und sie gefährdet die Demokratie. Und deswegen bin ich inzwischen fast der Meinung, dass man sagen muss: Hört auf damit, das ist der Euro nicht wert. Der Euro ist nicht wert, dass damit alle übrigen Werte, die man sich in Europa über die letzten 50 Jahre aufgebaut hat, zerstört werden.

Flassbeck meint ,das man mit der Hetze gegen Länder ,wie Griechenland aufhören soll,weil sie den europäischen Zusammenhalt gefährdet.Man muss es schon im richtigen Kontext lesen.

on der extremen Rechten, über die SPD, bis hin zur Linken taucht jetzt die Forderung nach einem Volksentscheid, einem Plebiszit über die Übertragung von nationalen Souveränitätsrechten auf die Europäische Ebene auf. Ist das inmitten einer tiefen Krise mit millionenfacher Arbeitslosigkeit und großer sozialen Unsicherheit wie auch weit verbreiteter Uninformiertheit über die Ursachen und Folgen der Eurokrise verantwortbar?

Nein, das ist unverantwortlich. Vor allem nicht in einer Situation, in der die Hetze gegenüber anderen Völkern selbstverständlich geworden ist, wo Schuldzuweisungen primitivster Art an der Tagesordnung sind. In einer solchen Situation den Deutschen erklären zu wollen, dass sie jetzt ihre Souveränität abgeben sollen an „die Faulenzer im Süden“, damit die uns überstimmen bei jeder einzelnen Frage. Das ist vollkommen abwegig.

Flassbeck meint mit”das ist unverantwortlich” nicht die Volksabstimmung,sondern die Übertragung von Souverinitätsrechten nach Brüssel,das geht aus der kompletten Antwort auch hervor.Ach und bevor sie damit kommen:beachten sie das” die Faulenzer im Süden” in Anführungszeichen steht.
Mit Verlaub:Sie nehmen einzelne Sätze aus dem Interview,reißen sie aus ihren Zusammenhängen und konstruieren sich neue Zusammenhänge hieraus.DAS ist unterirdisch.

68) Carsten Sinß, Mittwoch, 15. August 2012, 02:07 Uhr

Meine Meinung dazu: Söder raus aus der EU http://carsten-sinss.blogspot.de/2012/08/soder-raus-aus-der-eu.html

69) Fassmann, Mittwoch, 15. August 2012, 10:40 Uhr

Was kuemmert mich was da ein Politclown der da recht gut auf Kosten der Allgemeinheit lebt salbadert?
Letztlich ist es unser Geld welches von diesen Schranzen zum Zwecke der Bonisicherung der Banken da verbraten wird. Hier so zu tun als ginge es um humanitaere Hilfe welcher sich in verbrecherischer Weise einige versagen wollen ist lediglich rotzfreche Propaganda!

70) Politikverdruss, Mittwoch, 15. August 2012, 12:29 Uhr

@Doctor 67),

ich verstehe Ihren „Vorwurf“ nicht. Der Artikel liegt doch allen vor. Auch die „Antworten“. Die „Weitergabe“ haben wir doch schon @mkveits zu verdanken. Ich habe wie geschrieben „Auszüge“ gebracht.

Weiterhin behaupten Sie: „Flassbeck meint mit”das ist unverantwortlich” nicht die Volksabstimmung,sondern die Übertragung von Souverinitätsrechten nach Brüssel,das geht aus der kompletten Antwort auch hervor.Ach und bevor sie damit kommen:beachten sie das” die Faulenzer im Süden” in Anführungszeichen steht.“

Da liegen sie falsch! Bitte nochmals lesen. Kern der Frage ist, ob die „Forderung nach einem Volksentscheid verantwortbar“ sei“. Darauf antwortet H. Flassbeck klar mit: „Nein, das ist unverantwortlich.“

Wie sehr einigen missfällt, dass es in Deutschland zu einem Volksentscheid in puncto Souveränitätsübertragung kommen könnte, zeigt ein Artikel aus dem Tagesspiegel. http://www.tagesspiegel.de/politik/euro-krise-kein-harakiri-mit-der-europa-idee-/6996102.html

Dort mischt sich der luxemburgische Außenminister in die deutsche Innenpolitik ein und „erklärt einen deutschen Volksentscheid für verfehlt“. Was meinen Sie, was los wäre, wenn dies umgekehrt geschehen wäre. Der deutsche Außenminister aber hat sich nicht einmal gegen diese Einmischung verwahrt. Vielleicht aber wollte Herr Asselborn die Karlsruher Verfassungsrichter auch „nur“ bei der Urteilsfindung „unterstützen“. Ein kleiner Vorgeschmack auf ein „Zentralisiertes Europa“.

Halten Sie mich nicht für unhöflich, wenn ich nicht auf Ihre Pöbeleien eingehe. Aber halte das für „unterirdisch“.

71) Erika, Mittwoch, 15. August 2012, 15:09 Uhr

@68) Carsten Sinß, Mittwoch, 15. August 2012, 02:07 Uhr

Vielleicht muss Söder einfach die Wähler in Bayern etwas ablenken:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/gutachten-deckt-unbekannte-zahlungen-auf-neues-milliardenrisiko-fuer-die-bayernlb-1.1441038

72) Erika, Mittwoch, 15. August 2012, 15:52 Uhr

Die Propaganda von Merkel geht jedenfalls weiter::

Vor gut zwei 2 Jahren sagte sie: “Kein Cent für Griechenland”

jetzt ist es halt: http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-krise-merkel-pocht-auf-einhaltung-der-absprachen-a-850200.html

Wer werden weiter zuschauen können, wie sie dem deutschen Volk erzählt, sie würde für die deutschen Steuergelder kämpfen und dann ??

Warten wir es einfach ab und beobachten die “Leitmedien”.

73) Steve, Samstag, 25. August 2012, 18:14 Uhr

Nun ja, ich teile zwar nicht Söders Wortwahl, aber ein bischen Druck in der Richtung kann nicht schade. Denn in der Tat wird durch die vermeintlichen Queschüsse aus der CSU und FDP in Wirklichkeit die Verhandlungsposition der Kanzlerin gegenüber den Griechen gestärkt. Das gilt genauso für die zurückhaltende Position des BVerfG zum ESM. Denn was muss das Ziel deutscher Politik sein? Es gilt die Finanz- und Währungspolitischen Vorstellungen der Geberländer durchzusetzen und sich einer Verschuldungs- und Politik des billigen Geldes entgegenzustämmen und mittelfristig die Finanzhoheit über die EU-Haushalte in die Hände einer unabhängigen Behörde zu übergeben. Nur so macht die Währungsunion überhaupt einen Sinn für Deutschland. Die alternative wäre der Austritt Deutschlands aus der Währungsunion, aber das ist ja politsch nicht gewünscht.

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