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Sonntag, 07. Oktober 2012, 12:45 Uhr

Lady Cool

Die Kanzlerkandidatur Peer Steinbrücks hat die politische Landschaft in einem Punkt verändert: die Zeit der Amateure ist vorbei. Heißen sie nun Philipp Rösler oder Piraten. Beide Parteien, die FDP und die Piratenpartei, notieren im neuesten Deutschlandtrend der ARD unter fünf Prozent.

Das Personenduell führt zur Konzentration auf die großen Parteien, auch die Grünen mussten Federn lassen. Die Mobilisierung der eigenen Anhänger hat bei CDU/CSU und SPD schon ein Jahr vor der Bundestagswahl begonnen. Am meisten davon profitiert die Union. Sie marschiert in Richtung 40 Prozent.

Angela Merkel zieht ruhig und unbeirrt ihre Bahn, so als sei nichts passiert. Lady Cool. Die Attacken gegen Steinbrück überlässt sie den Wadenbeißern. Selbst die zweite Reihe der CDU geht kaum auf den Gegenkandidaten ein.

Nur keine Aufregung, cool bleiben, wir machen einfach so weiter wie bisher. Das ist Merkels Linie für den Wahlkampf – getreu dem Motto Helmut Kohls: die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter. Merkel regiert, Steinbrück kämpft in eigener Sache. Das ist derzeit die Gefechtslage.

Für den eigentlichen Wahlkampf der CDU gilt eine Mischung aus “Auf die Kanzlerin kommt es an” und “Keine Experimente”. Der eine redet, Merkel handelt. Der eine inszeniert sich, die andere regiert.

Merkel steht für “Sicherheit” (einer der ältesten und erfolgreichsten Wahlkampfbegriffe) in unsicheren Zeiten. Sicher durch die Krise. Mutti regelt`s schon, macht euch keine Sorgen.

Das mag intellektuell nicht besonders anspruchsvoll sein, ist aber zugkräftig. Solange Merkel die Europakrise nicht entgleitet, solange die Wirtschaft nicht dramatisch einbricht, solange die Inflation in Grenzen bleibt, solange ist ein solcher Kurs erfolgreich.

Das – hochgesteckte – strategische Ziel der CDU ist ein Wahlergebnis, das auch eine Ampekoalition auschließt – dass also die FDP gar nicht mehr in den Bundestag kommt, oder, dass es für die SPD. Grüne und FDP zusammen nicht reicht.

Merkel wird alle Vorwürfe und Angriffe Steinbrücks an sich abperlen lassen und weiter versuchen, präsidial über den Parteien zu schweben, nicht zuständig für Parteihändel aller Art. Die Kanzlerpräsidentin. Für den Rest hat sie ihre Leute. Wenn es nach Merkel ginge, könnte sie auf das TV-Duell gut verzichten – die einzige direkte Konfrontation mit Steinbrück.

Wenn es Steinbrück und der SPD nicht gelingt, diesen Panzer zu durchbrechen, steht es schlecht für sie. Sie müssen mit allen Mitteln  versuchen, Merkel aus der Reserve zu locken. Persönlich ist sie nicht angreifbar (Geld zum Beispiel interessiert sie nicht), politisch ist die SPD wegen ihrer großen Europakoalition gehandicapt. Merkel kann vorerst cool bleiben.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

45 Kommentare

1) Frank Reichelt, Sonntag, 07. Oktober 2012, 12:53 Uhr

@ m.spreng

Mußten sie ausgerechnet diese Überschrift wählen?
Diese wird mit Sicherheit einige der hochgeschätzten und geistreichen Kommentatoren zu der Aussage inspirieren, dass Frau Merkel nicht eine “Lady Cool”, sondern eher eine”Lady Gaga” ist!

2) der Herr Karl, Sonntag, 07. Oktober 2012, 13:35 Uhr

Die Diva Steinbrück contra Lady Cool.
In einer Grossen Koalition sodann eine beachtliche Frauenquote.
http://www.wiesaussieht.de/2012/10/06/mistrauenskultur-im-marktradikalismus/#comment-42412

3) StefanP, Sonntag, 07. Oktober 2012, 14:13 Uhr

Die Frage ist doch, welche Koalitionsoption hat Merkel nach 2013? Ein Bündnis mit den Grünen ist heute ferner denn je, zwischen Konservativen und Alternativen herrscht regelrecht eine Eiszeit wie Anfang der 1990er Jahre. Die Grünen-Führung hat begonnen, sich einzuigeln aus Angst vor der Basis. Wenn die Union jetzt noch hofft, dass den langjährige, treue Koalitionspartner FDP das parlamentarische Aus ereilt, dann wäre das eine äußerst kurzsichtige Sichtweise. In diesem Fall bliebe der führenden bürgerlichen Partei der Nachkriegsgeschichte nur die Große Koalition. Die Erfahrung in Europa lehrt, dass dies auf Dauer zu keiner Win-Win-Situation führt.

Man stelle sich die Sitiuation vor, durch die Zuspitzung würde Peer Steinbrück ein Ergebnis oberhalb der 30% für die SPD erzielen. Wäre es glaubwürdig, dass die Sozialdemokraten sich danach in eine Große Koalition unter Merkel zwingen ließen, die ihnen 2009 keine Dividende eingebracht hat? Das, mit Verlaub, ist kein glaubwürdiges Szenario. Will die Kanzlerin ihr Amt behalten, wird sie nicht nur die Ampel verhindern müssen, sie wird auch eine sichtbare Erholung der Sozialdemokratie bekämpfen müssen. Ansonsten wird der erste Preis, den die Union für das Kanzleramt zahlen muss, sein, auf ihre populäre Anführerin zu verzichten.

Angela Merkel gilt als Physikerin der Macht, die mehrere Züge vorausdenkt. Außerdem hält sie sich Optionen offen. Ich glaube eher, im Konrad-Adenauer-Haus ist noch keine Entscheidung über den Wahlkampf gegen Steinbrück gefallen, zu überraschend kam der Zug der SPD. Momentan versucht man es einstweilen mit Angriffen auf die persönliche Integrität des Kandidaten. Erfahrungsgemäß verfängt das selten bei den Deutschen.

4) Enrico Lefass, Sonntag, 07. Oktober 2012, 14:29 Uhr

Wer Merkel für eine Lady hält ist für mich schon grenzwertig. Meine Meinung. Ich wollte sie damals nicht als Kanzlerin und würde mir wünschen eine Mehrheit wollte dies zur nächsten Wahl auch nicht. Sicher, bis jetzt hat Fr. Merkel nichts wirklich falsch gemacht, aber der Erfolg gründet sich massiv auf den unpopulären Entscheidungen der Rot-Grünen-Vorregierung.

Was hat dem dt. Michel Fr. Merkel aktuell eingebrockt? Deutschland ist in “toxischen” Unternehmungen investiert (ESM, EFSF etc.). Sie hat damit die Bonität Deutschlands verspielt. Deutschland kann und darf nicht immer der Ritter in der weißen Rüstung sein und Fehlverhalten fremder Regierungen auf Kosten der Bürger deckeln! Dies gilt ebenso für andere dem Euroraum angehörigen Länder und deren Bevölkerung!

Das, was Sie Hr. Spreng als “cool” definieren, finde ich überhaupt nicht “cool”. Ich sehe es so, dass aus Mangel an Kampfgeist und zugkräftigen Themen Zurückhaltung angesagt ist. Ganz ehrlich, dem Staatshaushalt ging es noch nie besser, als nach jeder SPD-Regierung und deren Kanzler. Dann kann man, wenn man aus der Opposition an die Macht kommt, auch immer fein Geschenke streuen und den Weihnachtsmann spielen.

Die derzeitige Regierung – verzeihen Sie mir die Wortwahl – hat keinen Arsch in der Hose!

Ansonsten noch einen schönen Sonntag!

5) Tiedgen, Sonntag, 07. Oktober 2012, 15:26 Uhr

Lieber Herr Spreng,

da spricht doch der strategische Wahlkämpfer in Ihnen, der die “coole Strategie” bevorzugt.
Es stimmt, in unsicheren Zeiten schauen alle auf den Führer (Leitwolf, “Mutti”) und delegieren die Krisenbewältigung an die mächtigste Person. (Damit haben wir in Deutschland ja Erfahrungen.

Aber ich bin sicher, dass es quer durch alle Parteien eine Menge Menschen gibt, die sturzwütend darüber sind, dass sie mit ihren (hart erarbeiteten) Steuern zuerst die “Zocker-Banker” und danach die “Hedonisten des Mittelmeers” retten mußten. Und dazu gehören sicher auch eine Menge mittelständische Unternehmer, die generationsübergreifend solide wirtschaften. (Nicht umsonst kommen gerade aus dem Freistaat Bayern so “separatistische” Anwandlungen.)

Wenn Herr Steinbrück für diese wirtschaftsaffine Gruppe (und Lobbygruppen) glaubwürdige alternative Konzepte zur Krisenbewältigung anbietet, könnte da eine neue “Graswurzelbewegung” entstehen. Vielleicht ergeben sich da auch europäische Sympathien in den Benelux- Ländern oder der Schweiz.

Dann gäbe es eine inhaltliche Diskussionen über den zukünftigen Weg und Frau Merkel müßte mit Argumenten für ihren Weg werben, anstatt sich auf die Gefolgschaft der Wähler zu verlassen. Und dann würde mich auch die Position der wirtschaftsliberalen FDP interessieren.

Egal wie die Wahl dann konkret ausgehen würde, zumindest würden dann eine Menge Wähler und Politiker eine Menge Wirtschaftswissen dazugewonnen haben.

Das wäre dann auch ein basisdemokratisches Element, dass etliche Wahlverweigerer mobilisieren könnte. Insofern bleibt es spannend.

6) Aelpele, Sonntag, 07. Oktober 2012, 15:45 Uhr

Man muß sich nur mal vorstellen, daß Frau Merkel in ihrem täglichen Stundenplan noch Zeit bräuchte, um sich auf Vorträge vorzubereiten und diese dann auch noch zu halten. Ihr Konkurrent merkt gar nicht, daß es gar nicht nur um das Geld geht, sondern viel mehr um den Faktor Zeit. Er macht seine Vorträge doch nur aus Gier nach Scheinwerferlicht und Anerkennung, denkt also primär an sich selbst. In meinen Augen hat er überhaupt keine Chancen gegen Merkel. Frau Merkel braucht daher nichts zu befürchten und keine neue Strategie für’s Wahljahr

7) H.F., Sonntag, 07. Oktober 2012, 17:34 Uhr

#die Zeit der Amateure ist vorbei.#

ich denke, so ist es. Wenn es ernst wird, dann ist es nie die Zeit der Amateure. Ob allerdings Frau Merkel für “Sicherheit” steht, darf stark bezweifelt werden. Seit 2008 hat sich die Gefahrenlage durch die Finanzwirtschaft nicht verringert. Bloß die Rettungsschirme sind größer geworden.

8) Günter Springer, Sonntag, 07. Oktober 2012, 17:41 Uhr

> Merkel steht für “Sicherheit” ( einer der ältesten und erfolgreichsten Wahlkampfbegriffe ) in unsicheren Zeiten. Sicher durch die Krise. Mutti regelt`s schon, macht euch keine Sorgen. <
Da ist es wieder: s i e m a c h t e s j a s o g u t. Was um alles in der Welt macht sie den so gut? Was regelt sie denn für die Bürger wirklich? Ständig wegducken, ständig wage Aussagen, Geld LKW-weise zu den Banken tragen, ständig steigende Preise, bei Debatten im Bundestag rumlaufen und damit die Reden der Opposition, insbesondere der Linken stören und und und.

9) Wolfgang Wabersky, Sonntag, 07. Oktober 2012, 17:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng!

Entgegen Ihren sonstigen Beiträgen ist der vorliegende m. M. nach sehr schwach ausgefallen. Die Überschrift suggeriert eine gewisse Überlegenheit der Kanzlerin, gegen die der selbstdarstellerische Besserwisser Steinbrück keine Chance hat. Stimmt! Aber Frau Merkels Politik ist alles andere als „cool“, sie ist verheerend und vernichtet Volksvermögen, das in die Gemeinschaftsverschuldung eingespeist wird. Frau Merkels scheinbare Beliebtheit beim Volk basiert darauf, dass ihre unsägliche „Rettungspolitik“ von vielen Bürgern nicht durchschaut wird. Wenn ein Fehler sich an den anderen reiht und jede Fehlentscheidung als „alternativlos“ erklärt wird, entsteht beim Michel die Vorstellung, dass hier wohl ein geschlossenes Konzept vorliegen muss. Frau Merkel wirkt nur so überlegen und „cool“, weil ihr Gegenkandidat Steinbrück an seinem überzogenenen Selbstbild schwitert und sich gerade selbst demontiert. Tatsache aber ist: beide betreiben keine Politik im Dienste des Volkswohls.

10) Stone Bridge, Sonntag, 07. Oktober 2012, 18:21 Uhr

Merkel = Lady Cool?

STEINBRÜCK IST COOLER.

11) Christian Himberger, Sonntag, 07. Oktober 2012, 19:58 Uhr

Man stelle sich vor, die CDU würde einen Kanzlerkandidaten aufstellen, der exakt das gleiche getan hätte wie Steinbrück und so ungeschickt darauf reagieren würde. Dann wäre das Medienecho noch viel verheerender und die Opposition würde den Rücktritt des Kandidaten forden.

12) Erika, Sonntag, 07. Oktober 2012, 21:33 Uhr

Merkel kann leicht “cool” bleiben, weil die Presse sie nicht angreift.

Egal was im Zusammenhang mit Merkel passiert. Es wird kurz sachlich, oft mit nichts sagenden Überschriften über das Ereignis berichtet und dann ist der Fall wieder erledigt,

Man muss sich nur mal ansehen, womit Merkel all die Jahre durchgekommen ist:

Zu ihrer Vergangenheit in der SED-Nachwuchsorganisation Freie Deutsche Jugend (FDJ) sagte Merkel: “Ich habe dazu oft genug Stellung genommen. Ich war selbstverständlich und viele Jahre in der FDJ.” Solche Vorhaltungen seien “nicht der deutschen Einheit dienlich”.

im Untersuchungsausschuß Gorleben: ” damals war ich noch nicht so perfekt wie heute”

bei zu Guttenberg: “Ich habe keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt”

bei Verlängerung und Abschaltung von Kernkraftwerken: “„Wenn, wie in Japan, das scheinbar Unmögliche möglich, das absolut Unwahrscheinliche Realität wurde, dann verändert das die Lage“, sagte Merkel. Tsunamigefahr in Deutschland?

Nur ein paar Beispiele an denen man sieht, dass sich Angela Merkel eigentlich alles erlauben kann ohne dass massiv gegen sie geschrieben wird.

Aber dem nicht genug. Ihre Propagandabilder von Messen, Tierparks, Fussballspielen, Opernhäusern werden ausführlich verbreitet, als wäre sie die Präsidentin von Deutschland.

Merkel war doch mal Oppositionsführerin, hat sie da keine Vorträge gehalten? Kennt jemand die Steuererklärung von Frau Merkel von damals und heute? Wie ist das eigentlich mit den Karten für Bayreuth? Wie hoch wird dieses Ereignis bezuschusst? Warum sitzt sie eigentlich permanent auf der Tribüne bei Fussballspielen, wäre dies nicht eher die Aufgabe des Sportministers oder des Präsidenten? Merkel hat oder hatte doch eine Visagistin als Assistentin des Kanzleramtes, wer bezahtl diese eigentlich und ist es Staatsaufgabe für das Make up der Kanzlerin so sorgen? Aber bei Angela Merkel stellt man keine Fragen, man schreibt “Jubelartikel” und berichtet wie ihre Kindheit riecht.

13) H.F., Sonntag, 07. Oktober 2012, 22:36 Uhr

Bei Günther Jauch schlägt Steinbrück sich nicht schlecht.

14) Amarna, Montag, 08. Oktober 2012, 00:06 Uhr

Sie glauben doch nicht wirklich an DeutschlandtTrend und all den anderen Meinungsmacher- und -fälschungsinstitute, Herr Spreng? Schauen Sie sich doch die letzte Bundestagswahl an. Welches Meinungsforschungsinstitut hat damals so einen niedrigen Wert für die SPD vorhergesagt, wie sie es am Ende tatsächlich erreicht hatte? Keines! Es ist Manipulation! Und der Auftraggeber bestimmt, wie die Umfrageergebnisse aussehen. Sonst würde er nämlich nicht wiederkommen. Und da viele Auftraggeber bestimmten Parteien nahe stehen, wird das Ergebnis eben entsprechend frisiert. So einfach ist das.

…und selbst wenn sie einmal stimmen sollten, sind Meinungsumfragen nur Momentaufnahmen. Derzeit ist Steinbrück eben im Gespräch, erfährt dadurch Aufmerksamkeit, und erhöhte Aufmerksamkeit korrespondiert nun eben auch mit steigenden Umfragewerten. Wenn sich die Aufregung aber erst erst einmal gelegt hat, wird man sehen, wieviel vom Hans Dampf in allen Gassen übrig bleibt…..

15) Aelpele, Montag, 08. Oktober 2012, 07:36 Uhr

@ H.F.: Steinbrück hat bei Jauch viel Sprechblasen abgelassen; z.B. seine Antwort auf die Frage, ob bei den vielen Vorträgen sein Mandat nicht zur Nebensache wird. Steinbrück: Er könne das nicht erkennen, weil er x-mal in Altenheimen, etc. war. Seine Wähler werden das sehr wohl erkennen!

16) Günter Springer, Montag, 08. Oktober 2012, 08:24 Uhr

Wir brauchen keine Kanzlerin, die >präsidial über allen Parteien schwebt< sondern einen Kanzler, der zupackt, der seine Regierungsmannschaft im Griff hat, der wenn nötig auch mal mit der Faust auf den Tisch haut, der sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt, der eben auf allen Gebieten Flagge zeigt.
Einen ständig grinsenden,Verzeihung, lächelden Kanzler, Kanzlerin, der,die jede Kamera sucht brauchen wir nicht einen,eine Kanzlerin, die und den Eindruck wird man nicht los, nur für das Kapital da ist, auch nicht. Und wenn sich hierbei nichts ändert, wird es den Bach runter gehen, da werden auch die vielen Beschwörungsformeln und langatmigen Artikel nichts ändern.

17) Erika, Montag, 08. Oktober 2012, 08:57 Uhr

11) Christian Himberger, Sonntag, 07. Oktober 2012, 19:58 Uhr

Mit Verlaub, wofür sollte eine Opposition denn den Rücktritt fordern?

Herr Steinbrück ist einfacher Abgeordneter des Bundestages. Nach seinen eigenen Angaben erhält er noch nicht einmal Diäten, weil er bereits Pension aus früheren Ämtern erhält (Ministerpräsident, Finanzminister usw.). Als ehemaliger Finanzminister wurde er wohl von Banken und anderen darum gebeten Vorträge über seine Themen zu halten. Für die Einnahmen aus diesen Vorträgen hat er denke ich Steuern bezahlt und gemaß den gesetzlichen Vorschriften seine Tätigkeit öffentlich gemacht. Wofür sollte Steinbrück von was zu zurücktreten?

Nehmen wir dagegen unsere “Lady-cool” Rein aus persönlichen, machttaktischen Erwägungen hat sie den Deutschen erst Herrn Köhler ( in Westerwelles Wohnzimmer) ausgesucht, der dann, warum (vielleicht wegen Angela Merkel)auch immer zurücktrat. Dann wurde Herr Wullf für das Wohlbefinden von Frau Merkel durch 3 Wahlgänge durchgepeitscht. Herr Wulff hat sich als äußerst unwürdig erwiesen und hat zur Freude noch eine sehr junge Ehepartnerin für die wir Deutschen gerne lange einen Ehrensold zahlen.

Dank dem “massiven” Medienecho, ist Angela Merkel immer noch die Unbefleckte, Wenn Angela Merkel falsche Personalentscheidungen trifft, hat dies komischerweise selbstverständlich nichts mit Angela Merkel zu tun.Irgendwie, selbst, wenn mal kleine Kritik kommt, steht am Ende der Artikel nahezu immer, Angela Merkel sei trotzallem “die Siegerin” oder wie es Spreng formuliert “Merkel kann cool bleiben”.

18) Alex, Montag, 08. Oktober 2012, 09:07 Uhr

Wer Merkel unterschätzt, der hat schon verloren!

19) H.F., Montag, 08. Oktober 2012, 09:24 Uhr

@15) Aelpele

#Steinbrück hat bei Jauch viel Sprechblasen abgelassen;#

Aber er hat mehr Position und weniger Sprechblasen, als Frau Merkel.

20) W. Zimmer, Montag, 08. Oktober 2012, 09:41 Uhr

@Erika #12 + #17

Ich kann Ihrer Analyse nur uneingeschränkt zustimmen. Mir ist der Personenkult um Frau Merkel suspekt, über ihre Vergangenheit in der DDR wird der Mantel des Schweigens gedeckt. Ich weiss auch nicht, warum in den deutschen Print- und Onlinemedien über die Rolle der Kanzlerin in der aktuellen deutschen Politik so unkritisch berichtet wird. Nehmen wir mal als Beispiel die Aussage der Kanzlerin zu der NSU-Mordserie, dass sie (in Person) alles dafür tun werde, die Hintergründe lückenlos aufklären zu lassen. Entschuldigung, aber davon ist m.E. rein gar nichts zu sehen und zu hören. Einmal dieser öffentliche Auftritt mit einem Bekenntnis, dass in den Medien großes Echo gefunden hat…..und danach? Schweigen im Walde, wie eigentlich bei all den Dingen, die zur Chefsache erklärt wurden. Bildung, Umweltschutz…schöne Bilder und danach….das große Nichts. Das ist das Verwunderliche an dieser Frau, das (eigentlich) Versagen auf ganzer Linie, das so spurlos an ihr vorbeigeht. Die Wahldebakel der CDU in den Ländern (bis auf eine Ausnahme) haben komischerweise auch nichts mit ihrer Funktion als Parteichefin zu tun, immer sind andere, die die Verantwortung übernehmen (müssen). Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Frau Merkel nicht mag, liegt zum Teil auch daran, was sie aus der CDU gemacht hat.

21) Dr. Karin Gerstel, Montag, 08. Oktober 2012, 11:15 Uhr

Mich wundert, daß alle Welt davon auszugehen scheint, daß von Oktober 2012 bis zum Wahltag alles bleibt wie es ist. So kommod für die Kanzlerin, daß sie mit ihrer Nicht-Politik nur weitermachen muß und ihren Wahlkindern weiterhin die allwissende, treusorgende Bundesmutti vorspielen kann.
Nur: so wird es nicht kommen. Die Krise in Europa wird sich verschärfen, nicht verbessern. Und in allen anderen europäischen Ländern weiß man auch, wer dafür hauptsächlich die Schuld trägt: Merkel und ihre unpolitische, weil total handlungsarme, bloß abwartende Politik. Frau Merkel ist für Europa eine Katastrophe und damit auch für Deutschland.
Die Bewunderung, die viele für diese Frau empfinden, kann und konnte ich nie nachvollziehen. Sie ist ein Untalent, das es nach oben geschafft hat. Sie verfügt über einen unbedingten Machtwillen, weiß aber nicht, wofür sie ihre Macht einsetzen soll. Sie hat keine Idee, keine Vision, keine Philosophie. Sie hat nichts, nur sich selbst. Für ein großes Land wie das unsere, ein bißchen zu wenig.

22) Erwin Gabriel, Montag, 08. Oktober 2012, 11:20 Uhr

@ 11) Christian Himberger, Sonntag, 07. Oktober 2012, 19:58 Uhr

>> Man stelle sich vor, die CDU würde einen Kanzlerkandidaten
>> aufstellen, der exakt das gleiche getan hätte wie Steinbrück
>> und so ungeschickt darauf reagieren würde. Dann wäre das
>> Medienecho noch viel verheerender und die Opposition würde
>> den Rücktritt des Kandidaten forden.

… das Gleiche getan… … andersrum wird ein Schuh draus…

Man stelle sich vor, die SPD hätte einen Kanzler, der genau das Gleiche getan hätte wie Merkel:
* Betrüger als Mitarbeiter berufen und später trotz offengelegten Betrugs verteidigt und im Amt gehalten
* die Wehrpflicht abgeschafft
* nach dem beschlossenen Atom-Ausstieg diesen wieder rückgängig gemacht
* milliardenschwere “Rettungspakete” für ärmere Süd-Länder bezahlt und zusätzliche Bürgschaften, Garantien und Verpflichtungen abgegeben, die den Staatshaushalt der Bundesrepublik weit übertreffen
* versucht, diese ganzen Zahlungsverpflichtungen ohne gesetzliche Legitimation, ohne Abstimmung im Bundestag durchzusetzen
* zweimal “eigene” Bundespräsidenten installiert, von denen keiner die volle Amtszeit übersteht
* sich in den französischen Wahlkampf eingemischt und den sozialistischen Kandidaten offen unterstützt, während ein Wahlsieg des konservativen Kandidaten absehbar war

und das Ganze mit der Funktion als Sekretärin für Agitation und Propaganda in der DDR-Jugendorganisation FDJ im Lebenslauf?

Können Sie sich vorstellen, wie sich Gift und Galle über solch einen SPD-Kanzler ergössen? Wie die Kauders und Dobrints mit Schaum und Geifer vorm Mund hetzten? Wie BILD und FOCUS eine Hass-Tirade nach der anderen losliessen? DAS wäre ein Medienecho….

23) manni.baum, Montag, 08. Oktober 2012, 11:25 Uhr

“die andere regiert” – die andere versucht (bisher erfolgreich) den Wählern zu suggerieren dass durch ihre Politik die Euro-Rettung Deutschland nichts kostet, innenpolitisch Stillstand, auch weil FDP und CSU prinzipiell konträre Lösungen wollen. “regieren” ist das nicht, da passt der Vergleich mit Kohl “aussitzen”.

24) FF, Montag, 08. Oktober 2012, 12:40 Uhr

Hilfe! Ich habe eine ganz fürchterliche Nebenwirkung der aktuellen Peer-Steinbrück-Berichterstattung zu beklagen: ich fange plötzlich an, Angela Merkel sympathisch zu finden. Schrecklich…

Kann mir jemand von euch helfen, da draußen? Es ist wirklich schlimm, ich leide furchtbar.

25) riskro, Montag, 08. Oktober 2012, 12:51 Uhr

16) Günter Springer

Tja, Günter, Sie haben recht. Nur es wird nichts nutzen. Es kommt die grosse Koalition und ändern wird sich nichts. Es hilft nur eins, mangels weiterer Alternativen, Linke wählen.

26) Atalay, Montag, 08. Oktober 2012, 12:58 Uhr

Wenn die Zeit der Ameteure vorbei ist, dann müßte Merkel am Ende sein.

27) Howie Munson, Montag, 08. Oktober 2012, 13:52 Uhr

@20: Friede ist mit ihr…

28) Werner, Montag, 08. Oktober 2012, 15:57 Uhr

“Lady Cool”. Pardon, da wird mir übel. Auch auf Betreiben Merkels, werden Spanien, Griechenland und Portugal dazu gezwungen sich kaputtzusparen, auf Teufel komm raus und das ohne Wachstum – was unmöglich ist. Im Gegenteil so steigt die Verschuldung noch mehr, wie alle Daten beweisen. Daher steigt das Haftungsrisiko Deutschlands immer weiter, weil das immer neue “Hilfen” bedingt.

Deutschland hat nicht mal mit Wachstum 1 Cent im Saldo gespart. Merkel verschweigt den Leuten, dass die “Schuldenunion” längst da ist und bleibt. Dazu das unsägliche Betreuungsgeld, keine Beteiligung Reicher an den Krisenkosten, kein gesetzlicher Mindestlohn, eine stümperhalfte Umsetzung der Energiewende, keine Vorsorge gegen Altersarmut. Hätte Merkel nicht den unverdienten Schutz der Springerpresse, sähe es anderes aus, dann wäre sie “Lady Uncool”.

29) Don Corleone, Montag, 08. Oktober 2012, 16:59 Uhr

24) FF, Montag, 08. Oktober 2012, 12:40 Uhr

“Kann mir jemand von euch helfen, da draußen? Es ist wirklich schlimm, ich leide furchtbar.”

Einfache Lösung Ihres Problems: Sie stellen sich Peer Steinbrück in Angela Merkels Hosen-Kombi vor und Frau Merkel in Steinbrücks Anzug. (Geht unentschieden aus, weil die zwei modisch gleichgermaßen unansehnlich bleiben.) Dann werfen Sie eine nagelneue Euro-Münze auf, um zu einer Wahlentscheidung zu gelangen.Dann entdecken Sie auf beiden Seiten des glitzernde Euros das geprägte Ablaufdatum: “Haltbar bis max. Sep 22, 2013. Früherer Verbrauch empfohlen.” :-)

Worauf Sie den Euro augenblciklich für ein Stück Papiertaschentuch (Tagespreis im Sonderangebot!) ausgeben, um Ihre Tränen zu trocknen. Sowohl Frau Merkel als auch Herr Steinbrück werden Ihre aktive Teilnahme am demokratischen Entscheidungsprozess mit einem Bundesverdienstkreuz einer sozial gerechten Steuererhöhung belohnen.

30) FF, Montag, 08. Oktober 2012, 17:39 Uhr

29) Don Corleone, heute, 16:59 Uhr

Danke, Don. Die Schmerzen sind noch nicht weg, haben aber spürbar nachgelassen. Allerdings setzten beim Lesen des Wortes “Euro” sofort neue, nicht minder heftige Beschwerden ein…

31) Zerberus, Montag, 08. Oktober 2012, 20:03 Uhr

Während den letzten großen Kriegen hatten wir immer männliche Führer. Wohin uns das gebracht hat wissen wir. Deshalb gehört eine Frau an die Spitze der Regierung.
Ich wünschte, es wäre sarah Wagenknecht.

32) Hutchinson, Montag, 08. Oktober 2012, 21:49 Uhr

Die “coolness” von Frau Merkel ist lediglich eine eiskalte Masche. Das hat sich bewährt. Frau Merkel kann nicht polarisieren, anstacheln, lediglich sarkastisch reagieren, wie neulich als sie sich den Hauptstatdtjournalisten an einem Montag morgen zeigte.
Nach ihrer Bemerkung, jede Partei wolle selbstverständlich den Kanzler stellen, rief jemand aus der Menge “Auch der Rössler?”. Darauf hin, messerschaft und eiskalt wie gehabt, konterte Merkel: “Herr Rössler ist gerne Vizekanzler und das kann ich gut verstehen”. Will heißen: Für seine Fähigkeiten ist er schon erheblich weit gekommen. Die heuteshow sagt es klarer: Rössler kann froh sein, mit den Großen am Tisch sitzen zu dürfen.
Merkel kann sarkastisch sein, volksnah wohl nicht.
Sie wird den Wirbelstrum um die beträchtlichen Nebeneinkünfte ihres Gegenkandidaten aus der Tribüne stillschweigend verfolgen. Wenn ihm, Steinbrück und der Presse die Puste aus ist, kommt die Wohlfühlmutti und, zack, Schachmatt. Am Wahlabend haben sie SPD und CDU wieder toll lieb
und das Sondierungsgespräch zu einer großen Koalition kann terminiert werden.

33) Frank Reichelt, Montag, 08. Oktober 2012, 22:12 Uhr

@ 31, Zerberus

Das war der Kommentar des Jahres, ganz großes Kino!

34) Peter Christian Nowak, Montag, 08. Oktober 2012, 23:34 Uhr

Und im Sturm tauscht man den Kapitän ungern aus. Wie schon gesagt, sollte Frau Merkel den ökonomischen Status Quo bis in den September 2013 hinüber retten, bleibt sie Kanzlerin. Bis dahin wird nichts mehr Gravierendes entschieden. Weder in der Rente, noch Energiewende, noch irgendwas Bedeutsames.
Es sei denn, Griechenland ginge Pleit, und 1 Billion an Bürgschaften würden fällig….

35) Erika, Dienstag, 09. Oktober 2012, 09:10 Uhr

@24) FF, Montag, 08. Oktober 2012, 12:40 Uhr

Lieber FF,

Ich fürchte Ihnen ist nicht zu helfen, weil es hier nicht um Sympathie geht.

Es könnte Ihnen vielleicht helfen, sich zu fragen, welche machbaren Alternativen und Möglichkeiten es gibt aus der Krise zu entkommen, anstatt sich auf “Nebenkriegsschauplätzen” herumzutreiben.

Scheinbar “bittere” Medizin ist dann doch oft die Lösung.

Viele Grüße und gute Besserung

Erika

36) Erika, Dienstag, 09. Oktober 2012, 10:02 Uhr

@20) W. Zimmer, Montag, 08. Oktober 2012, 09:41 Uhr

Es freut mich, dass Sie die Dinge so sehen,

Für mich ist so ein Beispiel auch der Vorfall in Kunduz. Dazu sagte am 8.9.2009 Angela Merkel in einer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag:

“Erstens. Die lückenlose Aufklärung des Vorfalls vom letzten Freitag und seiner Folgen ist für mich und die ganze Bundesregierung ein Gebot der Selbstverständlichkeit. Die Bundeswehr wird mit allen zur Verfügung stehenden Kräften genau dazu beitragen. …Ich stehe dafür ein, dass wir nichts beschönigen werden, aber ich stehe genauso dafür ein, dass wir Vorverurteilungen nicht akzeptieren werden.”

Können Sie sich daran erinnern, wann Angela Merkel je wieder dazu Stellung bezogen hat? Wissen sie was genau in Kunduz passiert ist? Wieviele Menschen wurden getötet und verletzt? Welche Entschädigungen wurden bezahlt? Ist die Angelegenheit abgeschlossen. Auch hier musste Angela Merkel, das von ihr “ich stehe dafür ein..” abgegebene Versprechen vor dem deutschen Bundestag nie einlösen.

Bei Angela Merkel stellt ein Großteil der Medien keine Fragen!

37) Erika, Mittwoch, 10. Oktober 2012, 00:48 Uhr

Angela Merkel macht nur bei der Anzugsfarbe einen Fehler nicht in der Politik!!

Berichterstattung im heute-journal:

http://heutejournalplus.zdf.de/

Da gehen zehntausende Griechen auf die Straße um gegen Angela Merkel zu demonstrieren und der nette Herr Kleber kommt zu dem Schluß:

“und trotzdem wurde der Besuch wohlwollend aufgenommen”

Merkel kann wirklich “cool” bleiben. Sie trägt einen grünen Anzug und alles wird gut!

38) Frank Reichelt, Mittwoch, 10. Oktober 2012, 14:24 Uhr

@ Erika Herzog

Ihre Angela-Merkel-Obsession wird ja langsam geradezu beängstigend!
Kein Kommentar von ihnen in den letzten Monaten, der nicht die Bundeskanzlerin zum Thema hat!.

39) Erika, Mittwoch, 10. Oktober 2012, 19:00 Uhr

@38) Frank Reichelt, Mittwoch, 10. Oktober 2012, 14:24 Uhr

Sehr geehrter Herr Reichelt,

Ehre wem Ehre gebührt. Angela Merkel ist schließlich die mächtigste Frau der Welt und die/der beliebteste Politiker/in in Deutschland. Sie ist leider auch meine Bundeskanzlerin , was ich als Demokrat akzeptiere. Aber jetzt schickt sich diese Frau wieder an Bundeskanzlerin zu werden und so viele Möglichkeiten Frau Merkel wirksam zu kritisieren gibt es leider nicht. Also versuche ich es über das Schreiben von Kommentaren und es mag sein, dass ich da auch mal über das Ziel hinaus schieße. Allerdings hoffe ich, dass ich nicht persönlich beleidigend werde.

Den Begriff “Obsession” habe ich bei Wikipedia nachgeschaut:

“Obsession bezeichnet:
eine psychopathologische Zwangshandlung bzw. -vorstellung, Zwangsstörung
in diesem Zusammenhang sprichwörtlich eine intensiv betriebene Leidenschaft
ein Parfüm von Calvin Klein
eine österreichische Formation um Karl Fian; siehe Obsession (Band)
ein Album der deutsch-österreichischen Band Call
ein Lied der amerikanisch-englischen Band Animotion aus dem Jahr 1985, siehe Obsession (Lied)
ein Lied der schwedischen Band Army of Lovers aus dem Jahr 1991
ein Lied der britischen Band Sugababes aus dem Jahr 2005
einen Spielfilm von Anthony Harvey; siehe Obsession – Die dunkle Seite des Ruhms
einen Spielfilm von Rusty Lemorande; siehe Obsession (1994)
einen Spielfilm von Peter Sehr; siehe Obsession (1997)
einen britischen Episodenfilm aus dem Jahr 2011, siehe Obsession – Tödliche Spiele
den englischen Originaltitel des Spielfilms Schwarzer Engel von Brian De Palma
den deutschen Titel eines Buches von Simon Beckett (engl. Original Owning Jacob)
ein Lied der britischen Band The Subways aus dem Jahre 2008″

Ich gehe mal davon aus, Sie meinen die erste Begriffsdeutung.
Ich gebe zu, ich beschäfftige mich seit Jahren mit dem Wirken von Angela Merkel und ich kann es nicht fassen, welch positives Bild die Medien von Frau Merkel zeichnen. Sie können kritisieren, dass ich für ihren Geschmack zuviel über Angela Merkel schreibe, aber deshalb sollten Sie mir noch lange keine psychopathologische Erkrankung unterstellen.

Eine Entschuldigung von Ihnen würde ich für angemessen halten und es wäre nett, wenn Sie mich rein aus Gründen der Höflichkeit so anschreiben würden, wie ich mich hier selber nenne.

Mit freundlichen Grüßen

Erika

40) Erwin Gabriel, Mittwoch, 10. Oktober 2012, 21:00 Uhr

@ 38) Frank Reichelt, Mittwoch, 10. Oktober 2012, 14:24 Uhr

Ich weiß, was Sie meinen, aber so unrecht hat sie nicht.

41) Frank Reichelt, Donnerstag, 11. Oktober 2012, 08:37 Uhr

@ Erika

Ich könnte jetzt jede Menge zu ihrer Replik auf meinen Kommentar antworten, unterlasse es aber.

Sollten sie sich durch meine Begriffswahl persönlich angegriffen gefühlt haben, entschuldige ich mich dafür und nehme es hiermit mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück!

42) Nomenestomen, Donnerstag, 11. Oktober 2012, 21:39 Uhr

Artikel zu früh geschrieben! Am Sonntagabend dann Einsatz des Wahlhelfers Günter J.in der stets
rot-seligen Sendeanstalt.

In unserer Talkshow-Republik erwartet man schon lange nicht mehr, daß zur Faktenlage nachgehakt wird, es sei denn, vorher abgesprochen und exakt inzeniert.

Steinbrück will schwächelnden Partnern also beschäftigungsintensive Industrieprojekte andienen
a la ehedem Alfasud. Das Ergebnis kennt man.

Der Spagat zwischen konsumstabilisierter Demokratie bei gleichzeitig global nicht mehr wettbewerbfähiger Gesellschaftsstruktur ist so nicht zu meistern. Zunächst müssten die gesellschaftlichen Ursachen der auf Pump finanzierten Märchenschlösser langsam und dauerhaft selber vor Ort beseitigt werden. Aber was erwartet man von jemanden der alles selber nimmt, was er kriegen kann – jenseits jeder genossenschaftlichen Partei-Ideologie? Oder haben sich Steinbrücks Spenden etwa im gleichen Maße wie seine Vortragshonorare entwickelt?

Hoffentlich bleibt Angie wirklich cool. Dann wird Schnodder-Steinbrück vom Wähler hoffentlich
nicht zum zeitgeistigen Schmidt-Schnauze 2.0-Kanzler ernannt.

43) FloPu, Freitag, 12. Oktober 2012, 18:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

in vielen Punkten teile ich Ihre Analyse. Die Kanzlerin hat sich durch ihren präsidialen Stil in Sachen Umfragewerte vom Rest der Regierung abgekapselt. Die Zustimmung in der Bevölkerung zu Frau Merkel ist deutlich höher, als die zur Regierungskoalition. Peer Steinbrück wird die Kanzlerin nur mit erheblichem Anlauf in die Niederungen des Wahlkampfes ziehen können, sofern dies seine Taktik ist. Bisher sieht es jedoch noch nicht danach aus.

Ob jedoch auf Seiten von Frau Merkel und der Union kein Grund zur Besorgnis besteht und Coolness weiterhilft, halte ich durchaus für fraglich.

Die Kanzlerin hat nach derzeitigem Stand keine Möglichkeit die Koalition mit der FDP weiterzuführen.

Es gibt für Frau Merkel aktuell nur noch eine realistische Regierungsoption. Eine Koalition mit der SPD.

Die Machtoptionen haben sich für sie also erheblich verringert. Die FDP wird nach der Niedersachsenwahl nach meinem Dafürhalten ihren Vorsitzenden Rösler auswechseln. Die Zeichen stehen dabei gut für Herrn Brüderle. So wurde von Spiegel Online bereits berichtet, es habe ein Treffen von Wolfgang Kubicki und Guido Westerwelle gegeben, in dem genau dies besprochen worden sein soll. Wenn dem so ist, dann würde die FDP mit Herrn Brüderle einen Vorsitzenden bekommen, welcher lange Zeit mit Kurt Beck zusammen auf Länderebene eine sozialliberale Koalition geführt hat.

Die FDP bereitet damit bereits die Grundlage für eine mögliche Ampelkoalition vor. Mit einem Austausch der Führungsspitze könnte zudem auch die FDP neuen Wind bekommen und den Einzug in den Bundestag schaffen.

Eine Option mit den Grünen zusammenzugehen, gibt es daneben für Frau Merkel seit dem Scheitern von Schwarz-Grün in Hamburg und dem Aufbrechen der Jamaika-Koaltion im Saarland jedenfalls nicht.

Peer Steinbrück dagegen wird Rot-Grün anstreben, sich aber jederzeit auch für eine Ampelkoalition bereit halten. Seine Kontakte in die FDP sind nicht zu unterschätzen. Eine Freundschaft mit Wolfgang Kubicki aus alten schleswig-holsteinischen Tagen könnte ihr Übriges tun.

Wenn zu diesem Zeitpunkt eines feststeht, so ist es die Regierungsbeteiligung der SPD ab 2013.
Ob mit Peer Steinbrück oder nicht.

Frau Merkel wird nur eine Möglichkeit zur Regierungsbildung haben. Sie hat gerne mit der SPD regiert und sie strebt dies erneut an. Die SPD dagegen wird alles daran setzen, diese eine Option der Kanzlerin nicht Realität werden zu lassen.

Es bleibt abzuwarten, ob Coolness Frau Merkel weiterhilft.

44) Rapunzl, Dienstag, 30. Oktober 2012, 16:27 Uhr

Auch ich stimme der Analyse Herrn Sprengs generell zu.
Die Amateure der FDP und Piraten haben nun kein leichtes Leben mehr.
Das zeigt sich auch schon in den Umfragen und Auflösungserscheinungen beider Fraktionen.

Für Frau Merkel sehe ich allerdings auch überhaupt keine Gefahr.
Sie wird vermutlich in einer großen Koalition oder mit einer populistischen 6-7 % FDP auch die nächste Kanzlerin der BRD werden.

Garant dafür ist Peer Steinbrück selbst und mit ihm die Politik der SPD der letzten 15 Jahre.
Wer glaubt das Peer Steinbrück die teilweise menschenverachtende HARTZ IV Politk, irreversible Rentenkürzungsexzesse sowie die in ihrer Auswirkung vielleicht noch schlimmeren Änderungen im Gesundheits- oder heute besser Krankheitswesen der Bundesrepublik neu angehen wird ?

Selbst wenn er es behaupten würde, fehlt einem (Ex-Sozialdemokraten, der es mal ernst meinte) nach den jüngeren Erfahrungen mit der SPD doch das Vertrauen.
Allzu oft ist die Partei nachdem sie links geblinkt hat, doch rechts abgebogen.

Mag sein das die SPD im Ganzen das vor allem den Totengräbern der deutschen Sozialdemokratie Schröder und Clement zu verdanken hatte.
Die Wunden die diese Herren geschlagen hatten, sind leider tief und noch lange nicht vernarbt.
Und das unter Merkel alles schlimmer würde, glaubt auch keiner mehr.

Den Wählern ist längst klar. Würde die SPD gewählt, würden ihre Vertreter erneut die (vielleicht sogar notwendigen) schmerzhaften Einschnitte vornehmen, von denen hinterher die sogenannte Konservative profitiert. Ich frage: Wer schneidet sich schon gerne ins eigene Fleisch ?

Deshalb glaube ich, dass spätestens zur Bundestagswahl vor allem die Linke und die Nichtwähler wieder deutlich mehr Zulauf bekommen werden.
Merkel hat dann gut lachen und kann weiter ihre Politik gegen die Mehrheit der Deutschen praktizieren.

45) Peter Christian Nowak, Dienstag, 13. November 2012, 18:09 Uhr

(…)Die Mobilisierung der eigenen Anhänger hat bei CDU/CSU und SPD schon ein Jahr vor der Bundestagswahl begonnen. Am meisten davon profitiert die Union. Sie marschiert in Richtung 40 Prozent.(…)
Eine objektive Berwertung einer Partei hinsichtlich ihrer Treue zum Rechtsstaatlichkeitsgebot ist ohne die kritischen Programmformate für uns Wähler nur schwer zu erreichen. Daher bin ich dankbar für solche Sendungen wie “Report”, “Fakt”, “Panorama”, “Frontal21″ etc.
Wäre es möglich, solche Programmformate seitens der Politik zu verbieten, wären sie schon längst verboten.
Heute Abend, 21.45 “Report Mainz”:
http://www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/nid=1197424/did=10579888/1fr44to/index.html

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