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Mittwoch, 24. Oktober 2012, 14:14 Uhr

Ein CSU-Dummkopf und das ZDF

Der Versuch, Medien unter Druck zu setzen, politischen oder wirtschaftlichen Einfluss zu nehmen, Berichte zu platzieren oder zu verhindern, ist so alt wie die Medien selbst. Auch die deutschen Parteien haben immer wieder versucht, die Berichterstattung oder die Auswahl des journalistischen Personals zu beeinflussen.

So wurde Nikolaus Brender als ZDF-Chefredakteur von der konservativen Mehrheit im ZDF-Verwaltungsrat aus dem Amt gedrängt, weil er zu kritisch und unabhängig war. Eines Senders übrigens, der gegründet worden war (“Adenauer-Fernsehen”), um ein Gegengewicht zur angeblich linkslastigen ARD zu schaffen.

Ich selbst war mehrfachen Versuchen Helmut Kohls und seines Freundes, des Springer-Anteilseigners Leo Kirch ausgesetzt, mich als Chefreakteur von “Bild am Sonntag” abzulösen. Und der frühere SPD-Sprecher Lothar Schwartz war berüchtigt dafür, unliebsame ZDF-Redakteure telefonisch nachts bis in ihr Haus zu verfolgen, um SPD-kritische Berichte zu verhindern oder sich darüber zu beschweren.

Insofern ist es also nichts Neues, dass der CSU-Sprecher Hans Michael Strepp versucht haben soll, durch einen Anruf bei der “heute”-Redaktion zu verhindern, dass das ZDF in der Hauptnachrichtensendung über die Nominierung von Christian Ude als SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl berichtet.

Das Überraschende daran wäre nur, dass es offenbar immer noch Sprecher und Politiker gibt, die meinen, dass solche Anrufe zum gewünschten Ergebnis führen. Und die glauben, auch noch mit Konsequenzen drohen zu können.

Deshalb ist Strepp zumindest ein dummer Mensch, der nicht kapiert hat, dass die Zeiten eines feudalen und autoritären Verständnisses von Pressefreiheit vorbei sind. Er hätte wissen müssen, dass er sich an den Journalisten um ZDF-Chefredakteur Peter Frey die Zähne ausbeißt.

Allein das ist schon ein Grund, ihn sofort zu feuern. Denn nichts ist schlimmer für eine Partei als ein dummer Pressesprecher – insbesondere vor einer Landtagswahl.

Solange es nur um diesen Strepp geht, ist der Fall ein Skandälchen. Zum Skandal würde der Fall allerdings, wenn ein Politiker aus der CSU, gar der Generalsekretär, dem armen  Tropf gesagt hätte: “Ruf doch mal beim ZDF an. Die sollen das mit dem Ude sein lassen. Das macht nur die schöne Wirkung unseres Parteitages kaputt”.

Dann hätten wir einen handfesten CSU-Skandal. Aber die Gefahr ist gering, dass dies herauskommt. Notfalls gilt immer noch die politische Omerta.

Eine Konsequenz aus solchen Anrufen ist aber überfällig: Die Befreiung der Aufsichtgremien der öffentlich-rechtlichen Sender von Parteipolitikern. Sie haben bei einem Sender nichts verloren. Sie haben erstens keine Ahnung von Presse und Pressefreiheit und zweitens verführt ihre Position nur dazu, diese Macht auch zu mißbrauchen.

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49 Kommentare

1) IANAL, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 14:35 Uhr

Vermutlich hat er gedacht, das ZDF funktioniere wie der Bayerische Rundfunk.

2) Werner Berger, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 14:40 Uhr

“… versucht haben soll”. Sie schreiben es selbst, Herr Spreng, bislang ist noch überhaupt nicht klar, was tatsächlich geschehen ist. Der von Ihnen Gescholtene bestreitet den Vorwurf mit Nachdruck.

3) Frank Reichelt, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 15:03 Uhr

Die politische Instinktlosigkeit und Dummheit vieler CSU-Politiker ist geradezu atemberaubend, spricht für sich selbst und bedarf daher keines weiteren Kommentars.

4) m.spreng, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 15:30 Uhr

@ Werner Berger

Stimmt. Aber:

1. haben mehrere ZDF-Redakteure den Vorfall gegenüber der “Süddeutschen” bestätigt.

2. Warum hat Herr Strepp überhaupt angerufen? Um einen “schönen Sonntag” zu wünschen?

3. Warum hat sich Horst Seehofer (konditioniert) schon einmal vorsorglich distanziert?

5) Don Corleone, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 16:04 Uhr

Ich staune Bauklötze. Welche Schnapsidee (oder welcher Partei-Grande) konnte CSU-Sprecher Strepp dazu bewegen, die Eh-scho’-wissen-Meldung von Christian Udes Nominierung als Galionsfigur der bayerischen SPD im ZDF zu unterdrücken? Ude stand doch seit Monaten als Spitzenkandidat fest. Das war eh längst ein cold case mit minimalem Nachrichten- oder Unterhaltungswert.

Die politische Omertà (schöne Formulierung, Herr Spreng) wird auch über diese unnötige Blamage alsbald den Mantel des Schweigens breiten. Niemand vergisst schneller als der Wähler.

Die “Befreiung der Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Sender von Parteipolitikern” aber, die Sie aus gutem Grund fordern, wird niemals stattfinden; zu wichtig ist allen Parteien die angepasste Speichelleckerei von ARD und ZDF als politisch korrekte Regierungsposaunen. Denen darf man auch zutrauen, Absurditäten wie die Energiewende und deren verheerende Folgen, ökologisch wie finanziell (Liste bei weitem unvollständig) als Rettung von Mutter Erde zu verkaufen. (Wen wundert’s, dass so gut wie alle Jobs dort, von den Kabelhilfen abgesehen, paritätisch nach Parteizugehörigkeit vergeben werden? Obwohl drei Viertel aller Mitarbeiter, wenn Sie den Ausdruck verzeihen, reine Tintenpisser sind, also weder kreativ noch produktiv zum Programm beitragen, sondern nur einer krakenhaft überdimensionierten Verwaltung dienen?)

Neee. Der Einfluss der Parteien auf die öffentlich-rechtlichen Sender wird niemals abgeschafft werden, so überfällig er auch ist — und sosehr diese auch ihren “Bildungs- und Kulturauftrag” mit Füßen treten, indem sie immer verwechselbarer werden mit dem Trash-TV der Privatsender, deren Programme sie auch ungeniert abkupfern.
Würde die Politik ihre (nicht ohne Gegenleistung) schützenden Hände von diesen seichten Vergnügungsdampfern nehmen, wäre es auch vorbei mit Zwangsgebühren à la GEZ und der ab 2013 fälligen “Haushaltsabgabe” — mit der sogar das Bunderverfassungsgericht etwas rechtlich ganz Seltsames durchgewinkt hat: dass jedermann für etwas bezahlen muss, was er aus freien Stücken möglicherweise gar nicht konsumiert.

Es handelt sich um eine Symbiose von Privilegierten mit Entrechteten. Solange es diese gibt, wird es auch einen Herrn Strepp geben. Ein Ende ist nicht absehbar.

6) Gastgecko, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 16:18 Uhr

Natürlich ist Strepp ein Depp.
Die größte Dummheit liegt doch aber darin zu glauben, daß die Kandidatur des Politkasperls Ude auch nur von allerkleinster Bedeutung für Bayern sein könnte und man deswegen einen Sender versucht unter Druck zu setzen.
Ich bin kein Anhänger der bayerischen CSU, halte sie nur für das kleinere Übel.
Ude wird die Stimmen des rotgrünen Biowählers einsammeln und vielleicht noch ein paar in Oberbayern.
Danach soll er da hingehen wo er hingehört: in die Bedeutungslosigkeit.

7) Eduard, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 16:59 Uhr

Und wer gehört dann in diese Aufsichtsgremien? Wer ist völlig frei von eigenen Positionen, für die er dort ggf. werben wird? Arbeitgeber? Gewerkschaften? Kirchen? NGOs? Sozialverbände? Ehemalige BamS-Chefredakteure?
Für mich ist es ein Stück ausgleichende Gerechtigkeit, wenn die Medien, die zuweilen extrem nörgelig als “4. Gewalt” die Politik und die Politiker “beaufsichtigen”, in ihren vielköpfigen Gremien (12 Bundestagsabgeordnete von 77 Mitgliedern im ZDF-Fernsehrat, dazu aber weitere Bundes- und Landesvertreter) auch Politiker tolerieren müssen.

Damit heiße ich selbstverständlich das mutmaßliche Handeln von Strepp nicht gut; aber Sie schießen – in altbewährter Manie(r) – wieder über das Ziel hinaus. Sehr viel mehr als die zitierten Fälle werden Ihnen nämlich aus 60 Jahren ö.r. Rundfunk als echte Skandale nicht einfallen, oder? ;-)

8) Florian Huber, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 17:33 Uhr

@1) IANAL:
Einen Sigmund Gottlieb braucht ein CSU-Sprecher gar nicht erst anrufen.
Gottlieb ist ja schon auf Seiten der CSU ähhh ist ein gern gesehener Besucher bei CSU-Veranstaltungen.(siehe csu.de)
Es ist ja hinlänglich bekannt, wie sehr er seine CSU mag. (siehe seine Glorifizierungen Stoibers, Hubers etc.)
Er hat die CSU schon längst verinnerlicht.
Auch wenn aus beruflichen Gründen wohl kein offizielles Mitglied ist.(Stichwort: Decency, wie die ARD in ihren Leitlinien so gerne schreibt).

9) Erwin Gabriel, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 18:44 Uhr

@ m.spreng

Volle Zustimmung ohne Wenn und Aber!

@ 7) Eduard, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 16:59 Uhr

Für ‘Wetten, das’ brauche ich eigentlich kein Kontrollgremium, für die Politik schon eher. Dann lieber eine Selbstjustiz wie durch den Presserat.

Politiker, die Medien kontrollieren – das ist der Bock zum Gärtner gemacht.

10) Anonym, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 19:06 Uhr

Herr Spreng, ich glaube nicht, dass irgendein CSU-Spitzenfunktionär ernsthaft auf diese Idee gekommen wäre. Herr Dobrindt mag ein Generalsekretär sein, der gerne poltert und kontroverse Positionen vertritt. Aber genau das ist eben auch die Aufgabe des Generals: Aufmerksamkeit zu erregen und die Positionen der Partei nach außen hin zu vertreten. Meines Wissens ist eine Schelte des ZDF keine CSU-Position. Insofern habe ich die Hoffnung, dass sich die Debatte schnell erledigt. Nicht etwa, weil ich ausgerechnet mit der CSU sympathisieren, sondern weil die Debatte einfach peinlich ist. Man sollte doch glauben, man hätte aus dem Skandal um den Expräsidenten gelernt.

11) Olaf, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 19:14 Uhr

Der einzig interessante Fakt an diesem Geschichtchen, das nur wieder von den wirklichen Problemen ablenken soll und auch hier zu reißerisch der Meute pauschaler Politikgrandler vorgeworfen wird, ist doch, dass der Granufink-Anstalt ZDF scheinbar an diesem Abend eher geglaubt wird als den staatstragenden Vertretern des altetablierten Guttenberg-Kanzlerwahlvereins. Verhältnisse sind das hier…so zutiefst griechisch/römisch/dekadent

12) Gregor Keuschnig, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 20:05 Uhr

Das kommt davon, wenn ein “Unter” (Rainald Goetz) beim ZDF anruft. Beim Anruf von Herrn D. oder Horst S. hätte das ZDF nicht nach außen den Helden gespielt. – Wir wissen doch gar nicht, wie oft da erfolgreich interveniert wird.

13) Politikverdruss, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 20:20 Uhr

Die Politik nimmt Einfluss auf die Medien oder wie nun ein Fall besonderer Bigotterie als Skandal aufgebauscht wird. Wie sieht es denn tatsächlich in der deutschen Medienlandschaft in puncto journalistischer Unabhängigkeit aus:

34 Prozent der Journalisten stehen den GRÜNEN nahe, 25 Prozent der SPD und „berücksichtigt man nur jene, die eine Parteineigung nannten, bekannten sich satte 76 Prozent zu den beiden Parteien.“ http://www.focus.de/politik/deutschland/debatte-in-treue-fest_aid_629716.html

Und nun hat so ein armer CSU-Sprecher versucht, das mächtige ZDF zu „beeinflussen“, vermutlich ohne zu wissen, dass er dort auf „76 Prozent“ trifft, die nur darauf warteten. Und nun wittert die gesamte Medienlandschaft, von der SZ bis zur ZEIT, eine Chance, der wahlkämpfenden CSU „eine reinzuwürgen“. Da wird man vor Sorge um die Unabhängigkeit der deutschen Medien fast ohnmächtig.

14) JG, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 20:34 Uhr

Aber Herr Spreng, Sie wissen doch selbst: Wenn die Parteien nicht mehr offiziell in den Aufsichtsgremien sitzen dürfen, werden sie es durch die Hintertür tun. Also auf den Tickets von Kirchen, Gewerkschaften, Schriftstellerverband, Landfrauenbund, Kaninchenzüchterverein – all diesen “gesellschaftlich relevanten Gruppen”, die auf Geheiß der Obrigkeit (und mit fragwürdiger demokratischer Legitimation) die öffentlich-rechtlichen Sender kontrollieren dürfen.

Es ist höchste Zeit, dieses ständestaatliche System, das dem – berechtigten – Mißtrauen gegenüber dem deutschen Souverän nach 1945 entsprang, in die Rumpelkammer zu befördern. Ich bin dafür, daß diejenigen, die den Rundfunk finanzieren, ihn auch kontrollieren dürfen – sonst wird die repräsentative Demokratie doch immer so gelobt.

Also: Die Gremien wählen lassen, von den “Rundfunkteilnehmern”. Da können sich dann ja auch die Parteien bewerben. Das ist dann wenigstens ehrlich. Und wer die wählt, ist selbst schuld. So ist das in der Demokratie.

15) Irmin, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 20:47 Uhr

Ja, warum sollte er denn angerufen haben??? Um dem Redakteur einen schönen Sonntag zu wünschen?? Natürlich hatte Strepp gehofft, an einen Redakteur zu kommen, der sich einschüchtern lässt!

16) karel, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 21:08 Uhr

@8 Florian Huber

Schon mal die Vita von Herrn Dr. Günter Struve studiert?

– Mit vollem Namen Dr. Günter Struve, ist er ARD-Programmdirektor und
damit einer der mächtigsten Manager im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er verantwortet
Das Erste, also das Gemeinschaftsprogramm der neun Sender (vom Bayerischen Rundfunk
bis zum Südwestrundfunk).–

– Der Schleswig-Holsteiner Günter Struve hat enge Beziehungen zu Berlin. Er studierte am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. 1964 wurde er Reden- und Artikelschreiber für Willy Brandt, den damaligen SPD-Vorsitzenden und Regierenden Bürgermeister von Berlin. Für Brandts Nachfolger Klaus Schütz arbeitete Struve als Büroleiter, später wurde er Senatssprecher. 1982 wechselte er ins Medienfach, arbeitete für den WAZ-Konzern, danach als WDR-Fernsehdirektor. Ende 1991 übernahm Günter Struve das Amt des ARD-Programmdirektors, und zwar so erfolgreich, dass sein Vertrag wieder und wieder bis Ende 2008 verlängert wurde.–

Werter Herr Huber:
wer ist dagegen schon ein Siegmund Gottlieb…….

17) Christian Erhart, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 22:34 Uhr

Lässt doch mal die Politiker Fernsehen machen. Siehe Italien da ist Berlusconis Fernsehen auf allen Kanälen überall blonde Dekorationdamen …. So was von dämlich… Euer ZDF und die ARD liefern Qualität um Längen besser als unser Schweizer Staatssender bei dem alles politisch ist.

18) Doktor Hong, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 22:46 Uhr

Unfassbar.

19) Namensvetter, Mittwoch, 24. Oktober 2012, 23:38 Uhr

Ich würde von einer Nachrichtenredaktion erwarten, dass sie, wenn ein Pressesprecher anruft und eine Botschaft loswerden möchte, sagt: Moment, wir zeichnen das Gespräch nun auf und verwerten es gegebenenfalls. Das Zerren um das angebliche Geschehen wirkt ziemlich unprofessionell.

20) killswitch, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 05:26 Uhr

@ spreng:

schön analysiert, ich kann ihnen da nur zustimmen.

ausserdem bin ich von frey und dem zdf positiv überrascht, hätte ihn und den sender parteinäher eingeordnet (er war ja wunschkandidat der union, wenn ich mich recht erinnere). das zdf hat sich ja immerhin jahrelang parteipolitiker im jounalisten-schafspelz wie peter hahne geleistet.

allerdings stellt sich mir auch die frage, wer denn dann die aufsichtsfunktionen übernehmen soll, wenn nicht vertreter der demokratischen politischen gremien (es sind ja immerhin parlamentarier und nicht parteiabgesandte). auch wenn man wahrscheinlich zu einem besseren modell als dem heutigen kommen sollte: ein von verschiedenen interessensverbänden gesteuerter öfftl. rechtl. rundfunk ist nicht unbedingt besser als ein parteigesteuerter. und solange es interessen in den aufsichtsgremien gibt, werden die ö-r sender auch zwischen ihrem berechtigten journalistischem unabhängigkeitsanspruch und einflussnahme durch ihre aufsichtsgremien hin und hergerissen sein.

vielleicht ist ja eine ö-r rundfunkaufteilung wie im vor-berlusconi italien das sinnvollste: man pfeift einfach auf das vorgaukeln der unabhängigkeit und teilt die ö-r sender unter den parteien auf: einen sender für die union, einer für unsere 3 liberalen parteien (fdp, piraten, grüne) und einen für die beiden linken parteien. das würde ein gutes stück verwirrung sowohl in der medien- als auch in der parteienlandschaft auflösen. man sollte den dritten ö-r kanal nur nicht dff nennen, das könnte erinnerungen wecken …

21) W. Zimmer, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 09:27 Uhr

Ich glaube nicht, dass der Herr Strepp auf Eigeninitiative beim ZDF angerufen hat. Entweder hat er den Auftrag von Dobrindt, oder direkt vom Horschti erhalten.

#2 Herr Berger
Natürlich bestreitet Herr Strepp die versuchte Einflussnahme. Wäre ja mal etwas Neues, dass ein CxU-Politiker zu seinen Fehlern steht und Verantwortung übernimmt.

Vielleicht sollten die Rundfunkstaatsverträge derart überarbeitet werden, dass der Einfluss der Politik ganz ausgeschaltet wird. In der jetzigen Zusammensetzung ist es auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen, dass hier und da subtil versucht wird, Einfluss zu nehmen.

22) Hans P. Golheim, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 10:18 Uhr

@killswitsch:

Herr Frey ist ein eindeutiger Parteigänger der SPD, was man in dem wie ich finde übertriebenen Gegeifer seiner Stellungnahme ablesen kann. Wenn sich die SPD Parteizentrale bei ihm gemeldet hätte, hätte er sicher nichts dergleichen verlauten lassen.

@spreng:

Ich halte es für ein ebenso gewichtiges Problem, das nicht nur Politiker in den Aufsichtsgermein, sondern auch in den Redaktionen sitzen. Bei den meisten geht es doch dar nicht um eine kluge Analyse, sondern nur um das plakative Begründen eigener Positionen. Sei es nun die FR oder auf der anderen Seite die WElt. Mich öden diese durchsichtigen INdogtrinationsversuche so an, dass ich aufgehört habe, mir noch groß Zeitungen zu kaufen.

@spreng:

Ich kenne Herrn streb persönlich seit langem. Der mann ist weder schlecht noch dumm. Im Gegenteil. Wenn Sie glauben, der habe aus eigenem Antrieb beim ZDF angerufen, dann kennen Sie den Alltag eines Pressesprechers nicht…. egal für welche Partei.

23) Horst Klohocker, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 11:44 Uhr

Mir scheint es bald so, als ob die CSU wirklich Angst vor dem Machtverlust in Bayern hat und hierbei alles nur falsch macht was sie falsch machen können, um den politischen Gegner richtig zu positionieren. Dabei müssten sie doch nur über die Landesgrenzen hinweg schauen nach Baden-Württemberg. Dort hat es Mappus und die Schwesterpartei vorgemacht, wie man es nicht machen sollte mit dem Ergebnis eines ersten grünen Ministerpräsidenten in Deutschlands.

Schon wird darüber spekuliert, dass Christian Ude der Kretschmann Bayerns werden könnte: http://www.mainpost.de/ueberregional/meinung/Leitartikel-Gibt-Ude-den-Kretschmann;art9517,6280718 Zumindest Ihre Telefonnummern ausgetauscht dürften diese beiden Herren längst zwecks Beratungsgespräch haben.

24) Frank Reichelt, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 11:54 Uhr

@ Hans P. Golheim

Sie kennen Herrn Strepp persönlich seit langem und schreiben seinen Namen derart falsch? Bemerkenswert!

25) der Herr Karl, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 12:17 Uhr

“Herr Spreng ist zurückgetreten” (DLF, 25.Oktober 2012, 12:15)

Entwarnung: Es war ein Versprecher.

26) Michael, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 13:22 Uhr

GEZ abschaffen, dann ist das Problem gelöst. Es gibt keinen Bedarf und keine Legitimation für die sogenannten öffentlich-rechtlichen Sender. Da wird nur das Geld braver Steuerzahler sinnlos verprasst.

27) Baden-Baden, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 13:53 Uhr

Das ist die Arroganz der Macht

Bayern ist, ähnlich wie mein Baden-Württemberg, zu modern, um von einer so strukturkonservativen Partei regiert zu werden.

Der gesellschaftliche Wandel verlangt eine Neuausrichtung der politischen Ziele, nicht der zu erhaltenden Werte.

Die CSU braucht die schmerzlichen Erfahrung der Oppositionsbank

28) Don Corleone, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 15:24 Uhr

Zur weiteren Ausleuchtung des Themas: Jan Fleischhauers heutiger Artikel bei “Spiegel Online” …

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-den-einfluss-der-politik-bei-zdf-und-ard-a-863313.html

That’s the name of the game. Ziemlich Ähnliches — ohne mich damit schmücken zu wollen, weil’s ja eh allgemein bekannte Binsen sind — hab’ ich (#5) gestern nachmittag von mir zu geben gewagt.

29) Christian Rechholz, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 15:55 Uhr

Sehr richtig, ich bin auch selbst immer wieder erstaunt über soviel Dummheit, bei führendem Politik-Personal.

Auch zum Thema:

http://kahlschlag.rechholz.de/?p=317

30) mkveits, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 17:12 Uhr

Offen ist auch die Frage, warum das ZDF um die Bande gespielt hat. Anstatt selbst ausführlich und direkt zu berichten, schaltete es wohl die SZ ein.

Dazu erhellend ein Bericht der Legal Tribune Online.
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/anruf-von-csu-sprecher-strepp-bei-zdf-heute-redaktion-ohne-rechtliche-konsequenzen/

31) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 18:16 Uhr

Die CSU möchte gern beim “Skandälchen” bleiben. Alles deutet darauf hin.
Der Rausschmiss von Nikolaus Brender ist ein wenig ähnlich. Im Unterschied zu Strepp war die Koch´sche Hetzkampagne für die CDU ein Volltreffer. Für die CSU ging der Schuß nach hinten los. Und das vor einer Landatswahl. Die Politik hat in den Verwaltungsräten der Öffentlich-Rechtlichen insofern mehr oder minder großen Einfluß. Manchmal ist die Chance sich zum Deppen zu machen größer, als der Einfluß. Diese Art von Einfluß und Deppen gehören dort aber nicht rein.
Vom ZDF hätte ich mir mehr Courage in Sachen Strepp gewünscht: Z.B. eine kurze Doku zur Aufklärung des Vorgangs. Und nebenbei die Namen, die zur Aufklärung beitragen können.

32) Politikverdruss, Donnerstag, 25. Oktober 2012, 21:20 Uhr

Die „Kampagne“ des ZDF/ SZ ist geradezu lächerlich. Aber was bleibt dem deutschen Staatsfernsehen: In den ersten drei Quartalen erreichten die NewsFlaggschiffe von ARD und ZDF neue Tiefstwerte für die vergangenen 20 Jahre. (http://meedia.de/fernsehen/tv-nachrichten-verlieren-massiv-zuschauer/2012/10/22.html) Da müssen Skandale zur Qotensteigerung her.

Besonders treffend die Leserkommentare zu dem Artikel von meedie.de. Hier ein Beispiel: „Jaja, selbst unsere schlaue Regierung bekommt langsam mit, dass sie mit ihrer TV-Propaganda, die im Übrigen immer dämlicher wird, die lieben Bürger nicht mehr erreicht! Ich habe einen interessanten Beitrag im www gesehen, in dem sich Frau Merkel über die Tatsache, dass immer mehr Bürger auf alternative Medien im Internet umsteigen, folgendermaßen äußerte: ‚Die Bürger informieren sich falsch‘.“

Und nun sollen wir Herrn Frey(SPD) zusammen mit den Qualitätsjournalisten von der SZ abnehmen, dass es in schwerem Abwehrkampf gelungen ist, die journalistische Unabhängigkeit zu wahren. Der neue Wahlspruch des ZDF lautet deshalb:”Wir senden, was wir senden, egal, wer anruft.”

Als Entgegnung darauf ein ebenfalls treffender Kommentar aus meedia.de: „Diese zensierte Gleichschaltung ist dermaßen transparent geworden, dass sogar der Dümmste merkt, dass er für blöd verkauft wird. Was hierzulande bei den Öffentlich-Rechtlichen berichtet wird, sind gezielt gestreute Halbwahrheiten, die ja bekanntlich schlimmer sind als Lügen.“

33) Kris Kunst, Freitag, 26. Oktober 2012, 00:43 Uhr

zum bashing der öffentlich-rechtlichen sender und zum furor des herrn spreng zur reinigung der rundfunkräte von politischem Einfluss:

ja, sie unterliegen zu sehr dem parteien-einfluss, keine frage. und der gehört zurückgedrängt – auch keine frage. aber wenn ich mir überlege, in welchen medien-sektoren auch mal kritische, gegen den mainstream der direkten konzern- und kapitalinteressen und gut recherchierte beiträge laufen, dann sind es zu 99,9% diese bösen ö-r sender, die das bringen. z.b. arte.

hingegen ist die private TV-landschaft tot, und sie war immer tot: wenn wir uns beim ö-r sendern über korrumpierenden einfluss aufregen (zu recht), müssen wir bei den privaten immer und überall 100% reinste korruption feststellen (zumindest im bereich der fernseh- und radio-sender – bei den zeitungen mag es da eine zahl von unter 100% sein) – und zwar zu gunsten der eigentümer der sender, ganz einfach. berlusconismus pur. herr spreng, Sie anti-korruptionskämpfer – bitte übernehmen Sie!

ach ja, wenn das nächste mal wieder der rundfunkstaatsvertrag verhandelt wird und die privaten verleger die weitere beschneidung z.b. des internet-auftritts der ö-r fordern (mit der perversen begründung, dass gesellschaftlich kontrollierte sender den privaten eigentümer-sendern die profitmöglichkeiten im werbemarkt nicht streitig machen dürften) – dann werden wir Sie bestimmt an der seite der ö-r wissen, gelle, herr spreng?

34) Ralf S., Freitag, 26. Oktober 2012, 00:48 Uhr

Wenn Strepp schon so blöd ist daß er sogar per SMS mit dem ZDF-Redakteur korrespondierte dann ist ihm nicht zu helfen. Der Rücktritt war folgerichtig und ein Bauernopfer ist das auch: Ein Laden, der so autoritär geführt wird wie die CSU wird ohne Beauftragung, wenigstens aber Zustimmung des Generalsekrets solche versuchten Einflußnahmen nicht wagen.

35) Maren P., Freitag, 26. Oktober 2012, 00:49 Uhr

Dumm gelaufen, obwohl Herr Strepp offenbar sechs Jahre lang völlig fehlerlos gearbeitet haben soll. Dass Parteien ein Interesse daran haben, ihr Spitzenpersonal mit interessanten Themen möglichst gut in den Medien zu positionieren, ist nicht neu und bis zu einem gewissen Grade auch durch den Informationsauftrag gedeckt. Neu in diesem CSU-Skandal ist der Versuch, die Berichterstattung über die politische Konkurrenz zu v e r h i n d e r n . Solches Ansinnen ist für einen Pressesprecher ein eher unprofessionelles Verhalten. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass Herr Strepp tatsächlich nur das Bauernopfer für Dobrindt oder Seehofer abgeben soll.

Jetzt haben wir einmal von dem Versuch politischer Einflussnahme auf die Programmgestaltung erfahren. Zutiefst beunruhigend, muss jedoch über die Frage nachgedacht werden, wie viele Male denn ein Versuch erfolgreich war, von denen wie nie erfahren werden? Wie viel objektive Unabhängigkeit der Journalisten dürfen wir überhaupt erwarten?

36) Olaf Jochens, Freitag, 26. Oktober 2012, 00:52 Uhr

Hallo Herr Spreng,
Sie sind alt genug, um sich an die Serie “Kobra, übernehmen Sie” erinnern zu können. Der Vorspann endete mit folgendem Kommentar:

„Sollten Sie oder jemand aus Ihrer Spezialeinheit gefangengenommen oder getötet werden, wird der Minister jegliche Kenntnis dieser Operation abstreiten. Dieses Band wird sich in fünf Sekunden selbst vernichten. Viel Glück, Jim. Kobra, übernehmen Sie!“

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig.

37) killswitch, Freitag, 26. Oktober 2012, 02:54 Uhr

@ h.p. golheim:

oh, da hatte ich mich wohl vertan. wobei ich jetzt in 2 minuten googlen auch keine eindeutige spd verbindung finden konnte. dafür sehr wohl welche zur katholischen kirche und zur bertelsmann stiftung – nicht gerade die hausnummern der sozialdemokraten.

38) KleinErna, Freitag, 26. Oktober 2012, 04:39 Uhr

In Kenntnis einiger Internas aus früheren Zeiten bezweifle ich sehr, dass Strepp (zweifellos ein Depp!) alleine auf diese irrwitzige Idee gekommen ist.

Ich bezweifle allerdings auch, dass Horst Seehofer vorher davon wußte, oder gar Anstifter dazu gwesen ist (obwohl kein CSU-Freund, halte ich Seehofer für viel zu ausgeglichen, als dass er auf eine solche Schnapsidee gekommen wäre). Der war auch ernsthaft sauer, das konnte man ihm ansehen.

Ganz anders sehe ich das bei Alexander Dobrindt. Der hat schon so viel Unsinn gemacht, seit man ihn auf den Posten des Generalsekretärs gehoben hat (der ihn ganz offensichtlich restlos überfordert!), dass man ihm die Anstiftung zu einer solchen “Großtat” durchaus zutrauen kann, ja eigentlich muss! Dobrindt steckt voller fehlgeleiteter, ja schon fast krimineller Energien und ist zudem auch noch feige. Er wird immer mehr zu einer Zumutung für die Partei und für Horst Seehofer im anstehenden Landtags-Wahlkampf. Mir soll’s recht sein!

Dass man nun Hans-Michael Strepp aus seiner Funktion entlassen hat, ist natürlich in Ordnung, er hätte ja nur nicht mitmachen brauchen. Dass er sich dennoch darauf eingelassen hat, sollte, was seine Intelligenz betrifft zu denken geben und deshalb sollten sich die Wiki-Leute mal näher mit seiner Doktorarbeit beschäftigen! Ansonsten wird dieser Herr aber mit Sicherheit in Bälde wieder im Dunstkreis der CSU auftauchen, da bin ich mir sicher. S’war immer so . . .

39) Alex, Freitag, 26. Oktober 2012, 09:18 Uhr

Warum soviel Aufregung um einen Pfurz?

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht rund um den CSU-Pressesprecher. Natürlich ist sein Anruf unverschämt und solch ein Stil gehört sich einfach nicht.

Ich finde es aber sehr langweilig, aus dieser dummen Posse jetzt eine Staatsaffäre zu machen. Bitte bedenken Sie, dass unsere Demokratie in keinster Weise durch einen unverschämten Anruf gefährdet ist.

Was wir brauchen, sind selbstbewusste Journalisten und Politiker, die Ihren Job ernster nehmen und nicht andauernd Seifenblasen produzieren. Aus meiner Sicht hätte es also ausgereicht, Herr Strepp schon im Telefonat in die Schranken zu verweisen.

Und: auch ein Pressesprecher kann sich mal vergaloppieren.

Mich widert es an, wie in den Medien, in den Talkshows und in den Internet-Blogs Plattitüden und Peinlichkeiten zu staatsgefährdende Affären stilisiert werden. Und inzwischen leben wir nicht mehr im Jahr 1962, in der die Spiegel-Affäre ihren Höhepunkt hatte!

40) Erika, Freitag, 26. Oktober 2012, 09:30 Uhr

Ob sich der gemeine SPD-Wähler so die Unterstützung für die SPD vorstellt?

“Ein volles Jahr Kandidat – das ist schwer, gerade für ein Temperament wie Steinbrück. Zwischen dem ausgewiesenen Finanzfachmann und dem nervigen Besserwisser ist es beim SPD-Kanzlerkandidaten oft nur ein schmaler Grat. Nordrhein-Westfalen hat er 2005 auch deshalb verloren, weil er über die Menschen hinweg redete.

Steinbrück muss Stil ändern

Steinbrück will kämpfen. Gegen die Wohlfühl-Kanzlerin Angela Merkel muss er aber auch seinen Stil, seine Tonlage ändern. Steinbrücks Machtperspektiven sind nicht sehr aussichtsreich. Dass es in einem Parlament mit Linken und Piraten für eine rot-grüne Koalition reicht, ist so gut wie ausgeschlossen. Und dass die FDP wirklich zur SPD ampelt und die Liberalen ihn mit zum Kanzler wählen, ist eine ziemlich vage Hoffnung.

Nicht ausgeschlossen also, dass Frank-Walter Steinmeier zum lachenden Dritten wird. Der könnte wieder Außenminister werden, in einer Großen Koalition, weil Steinbrück die SPD zurück in die Regierung gebracht hat. So gesehen, können die Sozialdemokraten mit diesem Kandidaten nur gewinnen. Egal, ob er Kanzler oder Rentner wird.”

28.09.2012, Quelle: ZDF

41) der Herr Karl, Freitag, 26. Oktober 2012, 11:54 Uhr

Ich habe leider nicht mehr so viel Zeit, hier zu kommentieren, da ich ein eigenes Blog (temporär) eröffnet habe:
http://flatterwatch.blogspot.ch/2012/10/was-flatter-fehlt.html

42) marcpool, Freitag, 26. Oktober 2012, 13:22 Uhr

Wirklich dumm gelaufen für Herrn Strepp !!
Erst jetzt wird mir klar warum die CSU so sehr das ” Betreuungsgeld braucht ” …
CSU-Poltikerkrippe sucht neuen Kopf ….

43) Frank Reichelt, Freitag, 26. Oktober 2012, 15:56 Uhr

@ der Herr Karl

Sie entblöden sich nicht, hier Werbung für ihren eigenen Blog zu machen, obwohl sie den Blogbetreiber verachten? Respekt!

44) kleinErna, Freitag, 26. Oktober 2012, 18:20 Uhr

@40) Erika
Na Mädel, noch gar nicht gmerkt, dass es hier um die CSU und das Land Bayern und damit verbunden auch den anstehenden Landtagswahlkampf in Bayern geht? Von Steinbrück und der Bundes-SPD handelt hier gar nichts!

Sind Sie so verbohrt in Ihrer Steinbrück-Aversion, dass Sie jede Plattform suchen und nutzen, um ihn schlecht zu machen und gar nicht merken, wie lächerlich Sie sich dabei machen?
Sach- und fachlich werde ich Ihnen zu diesem Thema nicht antworten, weil das hier nicht her gehört!

45) der Herr Karl, Freitag, 26. Oktober 2012, 21:25 Uhr

@Frank Reichelt 43)

Es freute mich natürlich, dass der Sprengmeister hier meinen Hinweis zuliess, bin mir jedoch bezüglich der Stossrichtung ihres Kommentares keiner Schuld bewusst.
Es muss sich also um ein Missverständnis handeln.

46) Erika, Samstag, 27. Oktober 2012, 00:10 Uhr

44) kleinErna, Freitag, 26. Oktober 2012, 18:20 Uhr

Offenbar war ich zu kurz angebunden. Der Text in “…..” war der Schluss vom Originalkommentar von Herrn Frey zu der Nominierung von Peer Steinbrück.

Da einige Kommentatoren im Forum meinten dem Herrn Frey SPD-Nähe unterstellen zu müssen, wollte ich nur mal fragen: Ob dies ein sehr unterstützender Kommentar von Herrn Frey für die SPD war?

Es würde mich wundern, wenn Sie mir ein Beispiel (jede Platform suchen und nutzen) zeigen könnten, bei dem ich Peer Steinbrück schlecht mache.

Es wäre wünschenswert, wenn die Kommentare nicht so oft ins Persönliche (verbohrt in Steinbrück-Aversion, lächerlich machen) abgleiten würden.

47) Karsten Lucke, Sonntag, 28. Oktober 2012, 12:49 Uhr

Das Schaulaufen (letztlich beider Seiten) ist typisch, auch wenn das CSU-Verhalten unerträglich ist, schadet aber letztendlich allen Parteien und der Demokratie. Der fall aus einer anderen Perspektive betrachtet:

CSU, Pressefreiheit und die Organisation von Macht – ein demokratischer Irrglaube

http://kielspratineurope.eu/?p=1088

48) Umlandt Gerhard, Dienstag, 30. Oktober 2012, 04:20 Uhr

Nur ein “Szenario” oder die Realität?

Dobrindt, der sich schon als “heimlicher Chef” der
CSU fühlt, versucht durch Medienbeeinflussung
eine drohende Wahlniederlage der CSU (wegen
geheimer, nur Parteiführungs-intern bekannter
Umfrageergebnisse) abzuwenden, da sonst der
von ihm angepeilte Ministerpräsidentenjob (durch
evtl. vorzeitige Ablöse Seehofers) SPD-mässig
aus dem Blickfeld verschwinden würde.

Und Strepp wurde offenbar von Dobrindt so
motiviert für die Partei die “Alleinschuld” auf sich
zu nehmen, dass Dobrindt ihm, wenn er dann
Ministerpräsident sei, Strepp einen Ministerposten
in Aussicht stellen würde.

*

Interessant ist weiters, dass in den Medien diese
Strepp-Affaire (die eigentlich eine Dobrindt-Affaire
ist) mit der früheren Spiegelaffaire verglichen wird,
aber der sehr viel näher liegende Vergleich zum
Stoiber-Skandal in 2006/7 mit dessen Untergebenem
Höhenberger, der auch dumm rumtelefoniert hatte
– was dann ja zum Rücktritt Stoibers führte(!) -
nicht einmal erwähnt wurde.

.

49) Young Believer, Mittwoch, 31. Oktober 2012, 15:04 Uhr

Habe schon mehrfach feststellen können, dass “kritische” oder auch “politisch zur Unkorrektheit tendierende” Beiträge der Nachmittags-BR-Rundschau in der Abend-BR-Rundschau (18.45) herausgenommen oder verändert waren. Wahrscheinlich hat Strepp gedacht das geht auch beim ZDF so.

Wie ist Ihre Meinung?

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