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Sonntag, 02. Dezember 2012, 13:06 Uhr

Die Alternativlose

Es gibt gute und schlechte Chefs. Die guten fördern Talente so lange, bis sie potenzielle Nachfolger sind. Sie können sich das erlauben, weil sie selbstsicher und souverän sind. Und sie tun es, weil sie über ihre eigene Zeit an der Spitze hinausdenken.

In der Politik war Helmut Schmidt so einer. Er machte Talente erst zum parlamentarischen Staatssekretär, dann zum Minister und schließlich ließ er sie in ein schwierigeres Ressort wechseln, um endgültig ihre Kanzlertauglichkeit zu testen. Spitzenpolitik als Lehrbetrieb.

So hat er es mit Hans Apel gemacht, mit Hans Mathtöfer, und mit Volker Hauff versucht. Schmidt wollte, dass es mögliche Nachfolger für ihn oder Alternativen zu ihm gibt. Apel und Matthöfer hielt er schließlich für kanzlertauglich. Das heißt nicht, dass er sich überflüssig machen wollte, aber notfalls ersetzbar. Rivalen machten ihm keine Angst.

Und dann gibt es die schlechten Chefs, auch in der Politik. Die ganz anders sind als Helmut Schmidt. Eben nicht souverän. Die herausragende Talente fürchten, statt sie zu fördern.

Man muss nicht lange überlegen, um auf Angela Merkel zu kommen. Sie baut keine potenziellen Nachfolger auf – im Gegenteil. Sie beißt sie weg oder straft sie ab. Die Liste reicht von Friedrich Merz bis Norbert Röttgen. Und bis zu Ursula von der Leyen, die sie zwar für ihrern CDU-Modernisierungsversuch brauchte, gleichzeitig aber immer wieder demütigt oder im Regen stehen lässt.

Das Ergebnis ist: Merkel ist nicht mehr ersetzbar. Sie ist, um in ihrer eigenen Spreche zu sprechen, alternativlos.

Auf dem CDU-Parteitag wird es wieder zu besichtigen sein, wenn die Riege ihrer Stellvertreter gewählt wird. Verbrauchte, uncharismatische Männer, eine sich vor schrankenlosem Ehrgeiz selbst im Wege stehende Ursula von der Leyen, und als einziges frisches Talent Julia Klöckner aus Rheinland-Pfalz. Sie muss aber erst einmal in der Provinz beweisen, dass sie Wahlen gewinnen kann.

Dahinter kommt das blanke personelle Nichts. Wolfgang Schäuble ist 70, Volker Kauder konnte es nur im Anpassungssystem Merkel bis zum Fraktionsvorsitz bringen, Peter Altmeier ist bisher nur eine sympathische Windmaschine. Ein einziger könnte Angela Merkel notfalls im Kanzleramt ersetzen: Thomas de Maiziere. Aber Wahlen gewinnen? Dafür ist er nicht der Typ.

Und für den  CDU-Vorsitz gäbe es überhaupt keine Alternative. Die wenigen CDU-Ministerpräsidenten sind entweder reine ostdeutsche Regionalfürsten wie Haseloff, Tillich oder Lieberknecht, oder von Abwahl bedroht wie Bouffier in Hessen oder McAllister in Niedersachsen. Und Frau Kramp-Karrenbauer ist mit dem kleinen Saarland voll ausgelastet.

Starke CDU-Oberbürgermeister, wie es Petra Roth in Frankfurt eine war, gibt es auch nicht mehr. Die CDU ist Merkel und sonst nichts (mehr). Und das nach nur sieben Jahren Kanzlerschaft und 12 Jahren CDU-Vorsitz. Selbst bei Helmut Kohl sah es 1998 noch besser aus. Da gab es noch Wolfgang Schäuble, Merkel und eine Reihe politischer Talente, die später Ministerpräsidenten wurden.

Das System Merkel nutzt nur Merkel, nicht der CDU als Partei.

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31 Kommentare

1) StefanP, Sonntag, 02. Dezember 2012, 15:28 Uhr

Die Realität ist: in der Politik lassen sich keine Nachfolger aufbauen. Politik ist reines Tagesgeschäft, die Legitimation jedes Politikers endet mit Ablauf seines Mandats. Das ist in der Wirtschaft anders, wo schon zumeist Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer nicht allmächtig agieren können.

Hans Apel übernahm unter Schmidt zwei wichtige Ministerien (Finanzen, Verteidigung). Mit der Abwahl seines Chefs war auch seine politische Karriere beendet. Angela Merkel war unter Helmut Kohl eben kein herausragendes Talent, Wolfgang Schäuble und Volker Rühe (vergessen?) galten als Kronprinzen, die es aber 1998 nicht vermochten, die verbliebene Macht effektiv zu teilen.

In anderen Demokratien ist das genauso. Bill Clinton hatte als seinen Nachfolger keineswegs Barack Obama im Sinn, sondern seine eigene Ehefrau, die heutige US-Außenministerin. Sargozy berief nach seiner Wahl zum französischen Staatspräsidenten zahlreiche hübsche Gesichter in das neue konservative Kabinett, erinnern tut man sich heute höchstens noch an Christine Lagarde (IWF). Stattdessen zerfällt das konservativ-liberale Lager. In Großbritannien ist der potentielle Nachfolger von Premier Cameron sein ärgster Konkurrent: der Londoner Bürgermeister Boris Johnson. Ein Politikberater sollte den Unterschied zwischen den Regeln der Politik und der Wirtschaft kennen und zesieren können.

Petra Roth war noch von dem konservativ-liberalen CDU-Ministerpräsidenten Walter Wallmann aufgebaut worden, Roth selbst misslang die Regelung ihrer Nachfolge, Frankfurt am Main wird von einem weitgehend unbekannten SPD-Mann regiert. Und wenn man an Julia Klöckner kritisiert, sie habe noch nciht ihre Wählerwirksamkeit bewiesen, wie kann man Hans Apel, Hans Mathtöfer, Volker Hauff oder Wolfgang Schäuble loben, die sich keiner bedeutenden Wahl stellten – Ausnahme: Apel, der 1985 in Berlin gegen Eberhard Diepgen verlor? Das ist inkonsequent in der Kritik.

2) C.K., Sonntag, 02. Dezember 2012, 16:59 Uhr

Ja.
(Schmidt war aber auch nicht besser, wie man ja leicht an den o.g. Namen sieht, die er aufgebaut haben soll.)

3) Tiffy, Sonntag, 02. Dezember 2012, 17:49 Uhr

Wie kann man dabei Konrad Adenauer einschätzen?

4) Frank, Sonntag, 02. Dezember 2012, 18:31 Uhr

Unser Vaterland nach knapp 80 Jahren Reichstagsbrand: Jeder Staatsanwalt hat als Vorgesetzten einen weisungsberechtigten Abteilungsleiter, der wiederum hat einen weisungsberechtigten Behördenleiter, der Behördenleiter unterliegt den Weisungen des Generalstaatsanwaltes und der Generalstaatsanwalt schließlich hat den Anweisungen des Justizministers zu folgen. Parteistaat: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof ist nicht Teil der rechtsprechenden (“Dritten”) Gewalt. Er gehört organisatorisch zur Exekutive. Der Generalbundesanwalt ist “politischer Beamter” (§ 54 Abs. 1 Nr. 5 BBG). Die beamtenrechtlichen Bestimmungen sehen vor, dass er sich in Erfüllung seiner Aufgaben in fortdauernder Übereinstimmung mit den für ihn einschlägigen grundlegenden kriminalpolitischen Ansichten und Zielsetzungen der Regierung befindet. Er kann jederzeit ohne nähere Begründung in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden.

Was ist, wenn sich Mitglieder der Exekutive (z. B. Bundesminister, BKA-Leute) gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung verschwören? Kann der Bundespräsident den Notstand ausrufen? Geht in diesem Fall der Oberbefehl über die Bundeswehr auf ihn über? Kann er den Bundeskanzler entlassen, wenn dieser nichts unternimmt, um einen Staatsstreich niederzuschlagen? Kann er den Bundestag auflösen, wenn ein Viertel den Staat gefährdet? Kann er der Bundespolizei befehlen, Hochverräter zu verhaften? Kann der Bundesrat den Notstand mit 2/3-Drittel-Mehrheit wieder aufheben? Liegen zwischen Antrag und Abstimmung 48 Stunden?

Schulz drohte dem ägyptischen Präsidenten mit einem Ende der Kooperation. „Die Europäische Union muss unmissverständlich klarmachen, dass es ohne plurale Demokratie in Ägypten weder wirtschaftliche noch politische Zusammenarbeit geben kann. Der Staatsstreich ist nicht das, was wir gutheißen können“, sagte Schulz der FAZ (…) Der EU-Parlamentspräsident nannte die Entwicklung sehr besorgniserregend. Noch acht Tage bis zur Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU 21.

5) Günter Springer, Sonntag, 02. Dezember 2012, 18:59 Uhr

Ich frage mich, wie lange diese Alternativlosigkeit noch gehen soll?
Ist die CDU voll von Duckmäusern , Jasagern und Schleimer?
Dreht sich bei Ihnen nur alles um die persöhnlichen Pfründe, was geht da wirklich vor?
Den Wählern muß doch kiloweise das Herbstlaub auf die Augen gefallen sein, betrachtet man die Umfragen, die ich sowieso nicht für aussagekräftig halte, die Frau Merkel immer noch weit vorne sehen.
Dieses Phänomen der Alternativlosigkeit weckt in mir die Erinnerung an die DDR, dort war auch jeder der oben war Alternativlos!

6) Peter Christian Nowak, Sonntag, 02. Dezember 2012, 20:15 Uhr

@5) Günter Springer,

Für die Wähler scheint Merkel “alternativlos” zu sein. “Man wechselt den Kapitän im Sturm nicht aus”, so die einhellige Meinung der meisten Bürger. Das böse Erwachen möchte man am ilebsten dadurch verhindern, dass man sich wünscht, es möge lieber alles so bleiben wie es derzeit ist. Vorausgesetzt, die sich anschleichende Katastrophe bliebe uns Steuerzahlern dann erpart. Lieber den Spatz in der Hand…

7) Anonym, Sonntag, 02. Dezember 2012, 20:29 Uhr

Herr Spreng, ich bin diesmal etwas verwundert. Nicht über Ihre Klarheit in der Analyse, die ist mir hinlänglich bekannt. Ich bin aber verwundert, dass sie, als das Buch von Gertrud Höhler über Angela Merkel herauskam, ihre gesamte Kritik an Merkel damit abgetan haben, Höhler hätte damals Bundespräsidentin werden wollen und würde deswegen Kritik an Merkel üben. In Wahrheit vertreten Sie, Herr Spreng, und Frau Höhler die die gleiche Meinung. Interessant ist übrigens auch, dass ausgerechnet Frau von der Leyen, die ja von Merkel mehr und mehr kaltgestellt wird, die Kanzlerin vor kurzem noch unter lautstarkem Applaus bei Günther Jauch verteidigt hat. So kann es jedenfalls nicht weitergehen, wenn man das Gefühl hat, dass die CDU eine Partei ist, die sich selbst auf die Hörner nimmt. Moral, Werte, Konservativismus: Alles weg. Was bleibt ist, dass Merkels Stärke in nichts anderem mehr besteht als der Schwäche der anderen. Aber so wirklich stark ist auch das nicht.

8) Frank Reichelt, Sonntag, 02. Dezember 2012, 21:53 Uhr

Keiner der genannten potenziellen Nachfolger für Helmut Schmidt ist aber bei der Bundestagswahl 1983 angetreten, sondern das charismatische Nachwuchstalent Hans-Jochen Vogel, der die Wahl dann auch erwartungsgemäß verlor. 1987 übernahm die Rolle des designierten Wahlverlierers übrigens Johannes Rau, auch nicht gerade ein ausgewiesener Gefolgsmann von Helmut Schmidt! Es war doch völlig zwecklos, einen Nachfolger aufzubauen, die SPD mochte Schmidt nicht und hätte niemals einen “Schmidt-Mann” als Kanzlerkandidaten akzeptiert!

Warten wir es ab, sollte Angela Merkel dereinst abtreten oder gar abgewählt werden, wird sich durch die dann losbrechenden innerparteilichen Machtkämpfe schon jemand kanzlerables herauskristallisieren! Eins wage ich jedoch schon jetzt zu prognostizieren, Julia Klöckner wird es mit Sicherheit nicht sein!

9) Thomas E., Sonntag, 02. Dezember 2012, 23:54 Uhr

Herr Sprenge, vor einiger Zeit schrieben Sie noch davon, Merkel habe niemanden weggebissen, sie hätten sich alle selbst erledigt. Jetzt schreiben Sie davon, wie sie sich selbst alternativlos gemacht hat, indem sie als schwache Führungsfigur keine starken Leute neben sich dulden kann. Was stimmt jetzt nun? Wahrscheinlich beides.

10) Walther Gruschel, Montag, 03. Dezember 2012, 08:00 Uhr

Ja, Günter Springer, es ist nur eine Bande von Duckmäusern und Schleimern!
Die gößte Aufgabe ab einer bestimmten, erlangten Positionshöhe ist es doch nur noch den Platz am Sessel zu halten. Wer aufmuckt wird geschasst, auf die eine oder die andere Weise. Wichtig ist immer der eigene Geldbeutel.
Da spielt die Farbe der jeweiligen Partei noch die geringste Rolle.

Gute Nacht Deutschland

11) Günter Springer, Montag, 03. Dezember 2012, 09:06 Uhr

6) Peter Shristian Nowak
Das böse Erwachen wird kommen, alles deutet darauf hin.
Ein Spatz in der Hand reicht mir nicht aus…!

10) Walther Gruschel,
in Erinnerung des Bildes der Regierungsbänke der letzten Haushaltsdebatte im Bundestag, vor allem der ersten Reihe, bleibt auch mir nur zu sagen:

Gute Nacht Deutschland!

12) Günter Springer, Montag, 03. Dezember 2012, 09:13 Uhr

In der Politik war Helmut Schmidt so einer. Er machte Talente erst zum parlamentarischen Staatssekretär, dann zum Minister und schließlich ließ er sie in ein schwierigeres Ressort wechseln, um endgültig ihre Kanzlertauglichkeit zu testen. Spitzenpolitik als Lehrbetrieb.

Danke Herr Spreng!

13) albertus28, Montag, 03. Dezember 2012, 10:55 Uhr

Fakten stören und sind lästig.
Nun ist es in den Medien sehr angesagt,die Kanzlerin mit allem Blödsinn zu überziehen .Nun war auch bei Ihnen ,lieber Herr Spreng,die Zeit wieder gekommen,sich dem allgemeinen Medienkappes anzuschließen.
Vielleicht nehmen sich mal Namen für Namen der von Ihnen zu Hoffnungsträgern ernannten Damen und Herren vor,aber auch dazu die Fakten.Lesen Sie auch mal Ihren eigenen Artikel –siehe 9) Thomas E.
Etwa Ole von Beust,der Hamburg fallen ließ, dem es mit einem 18jährigen Betthasen auf die Insel zog,und damit Olaf Scholz zur absoluten Mehrheit verhalf,oder Rüttgers ,der nach langen Lavieren dafür “sorgte”dass Frau Kraft MP in NRW wurde, und Röttgen,der dafür”sorgte,dass sie es blieb.Oder Koch,oder Mappus etc,etc….?
Und zu Merz…Merkel hat genau erkannt,wessen Geistes Kind sie davor sich hatte;ein Steinbrück der CDU.Sprüchekloppfer,geldgeil und arrogant.Beim ersten Wahlkampf -Antritt hätte die Opposition den auseinander genommen,wie Steinbrück eben.

14) W. Zimmer, Montag, 03. Dezember 2012, 13:25 Uhr

5) Günter Springer
Bei Ihrem Beitrag schossen gar eigentümliche Bilder in meinem Kopf hin und her. Es ist CDU-Parteitag in Hannover, Angela die Erste betritt den Saal, in dem hunderte CDU’ler die Fähnchen schwingen (heute machen wir das mit den Fähnchen!!) und glückseelig dazu “Angie” singen. Fürwahr ein gar schauderliches Bild. Und dazu als Einpeitscher die Herren Kauder und Gröhe.

Ich bin in Westdeutschland geboren und aufgewachsen…..aber so ähnlich stelle ich mir SED-Parteitage vor. Und dabei gab es mal eine Zeit, in der ich CDU gewählt habe.

P.S. Ursula von der Leyen ist für mich das fleischgewordene Grauen.

15) Katja Neutze, Montag, 03. Dezember 2012, 13:54 Uhr

Sowohl Helmut Schmid früher, als auch Angela Merkel heute handeln richtig, obwohl sie ganz unterschiedlich handeln.
Entscheidend sind die gänzlich verschiedenen Rahmenbedingungen:
Während Schmid (zu recht) davon ausgehen konnte, dass die von ihm geförderten Politiker eine Verstärkung sein würden, aber nicht hinterlistig agieren würden, muss Merkel (leider) davon ausgehen, dass Konkurrenten, sofern sie nur stark genug sind, nur auf den richtigen Moment lauern, um sie (Merkel) hinterrücks abzusägen.
Das ist eben der Unterschied zwischen der SPD der 1970er-Jahre und der CDU in der post-Kohl-Ära.

16) Jakobiner, Montag, 03. Dezember 2012, 16:48 Uhr

Naja, da könnte man aber auch an Helmut Kohl denken. Der setzte ja auch jeden ab, der ihm widersprach: Ob Lothar Späth, Kurt Biedenkopf, Heiner Geissler etc. Unter Kohl war die CDU genauso Kanzlerpartei und man hielt ihn für alternativlos.Ich kann mich damals noch an einige Freunde in der CDU erinnern, die da auch eine grosse Lücke kommen sahen–ein schwarzes Loch sozusagen.Dennoch hat die unbekannte Merkel, die von Kohl auch nicht aufgebaut wurde, es innerhalb kurzer Zeit geschafft, seine alternativlose Nachfolgerin zu werden.Es wird sich auch nach Merkel wahrscheinlich jemand finden.

17) Heiko G., Montag, 03. Dezember 2012, 17:15 Uhr

Die Qualitätssicherungspflicht liegt beim Bürger. Wer Merkel loswerden will, der darf und sollte dabei mithelfen. Wie macht man das? Nun, bei den nächsten Wahlen einfach die CDU abwählen. Die Kriecher in der CDU verlieren dann zum Teil ihre Parlaments-Jobs. Merkel verliert ihren Job und ihre Lakaien verlieren auch die Jobs.
Ihr werdet dann mal sehen wie schnell man besseres Personal finden wird. Auf einmal gehts dann. Manche brauchen halt nur einen fetten Tritt in den Arsch.

Auf gehts Leute! Verteilt Arschtritte.

18) Günter Springer, Montag, 03. Dezember 2012, 18:09 Uhr

15) Katja Neutze,
Sie schreiben: Entscheidend sind die gänzlich verschiedenen Rahmenbedingungen.
Da bin ich anderer Meinung .Entscheidend ist die eigene Persönlichkeit, der Wille und Mut sowie Kraft etwas zu verändern, nicht auf Grund der eigenen Wassersuppe sondern mit einem starken Team, das man aufbauen muß.
Die Merkel hat geschworen Deutschland zu dienen. Dazu gehöhrt auch, das man Nachfolger aufbaut. die eine gute, ich betone gute, Politik, für das Volk und nicht für Frau Merkel, weiter führen werden. Frau Merkel braucht solches, nach ihrer Meinung, nicht.
Diese Haltung wird ihr noch einmal kräftig auf die eigenen Füße fallen.
Wie Herr Spreng treffend anführt, beißt sie alles neben sich weg, was ihr gefährlich werden könnte. Da braucht sie sich nicht wundern wenn folgernd Abneigung und Ablehnung in den eigenen Reihen entstehen.
Da wird auch nicht der sicherlich grenzenlose Jubel auf dem bevorstehenden Parteitag der CDU letztlich helfen
Hoffentlich hat man genug Behältnisse für den Lobesschmalz bereitgestellt, der sicherlich fließen wird.

19) rudow1, Montag, 03. Dezember 2012, 18:24 Uhr

Es ist heute nunmal schwer geworden fähigen Nachwuchs zu finden. Es ist eben nicht cool in einer Partei zu sein, nicht mal bei den Piraten, geschweige denn bei der Union. Ein Problem was andere Parteien auch immer wieder nach langer Regierungsverantwortung haben.

Es ist auch kein Geheimnis dass viele mögliche sogenannte “junge Führungskräfte” in den Parteien nur Blender, Schwätzer und Wichtigtuer sind. Am Ende einer Regierungszeit werden sich (wie immer) zuerst die Blender vorn anstellen, nach der Macht greifen, diese Macht nicht kontrollieren können und sie wieder verlieren…… an neue Leute.

20) Erika, Montag, 03. Dezember 2012, 23:33 Uhr

Frau Klöckner mag ein frisches Talent sein, aber ist sie auch ein politisches Talent?

Welche politischen Überzeugungen hat Frau Klöckner? Wofür setzt sie sich ein? Was sind ihre Vorstellungen von der Zukunft?

Sie redet immer besonders gerne über den politischen Gegner und wenig darüber, was sie möchte:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article110604968/Peer-Steinbrueck-kann-hoechstens-Juniorpartner.html

Dieses Geblabber:
“Klöckner: Unsere Fraktion ist so stark geworden, dass die Sozialdemokraten ihre Strategie ändern und sich neu aufstellen mussten. Im Parlament haben wir nur noch einen Sitz weniger als sie, Herrn Beck konnte ich jüngst in den Zustimmungswerten überholen. Er musste sich etwas einfallen lassen. Als Frau fand ich es im Übrigen ziemlich despektierlich, wie die Herren Frau Dreyer bezeichnet haben, als , Königin der Herzen” – in Anspielung auf Lady Diana. Da kommt bei mir die Frauensolidarität durch. Denn gegenüber einem Mann würde es eine solche Anspielung und Reduzierung aufs Lächeln nicht geben.”
ist doch einfach nur “unreif” .

Ich befürchte solche “frischen Talente” werden das Land nicht weiterbringen. Was wir brauchen sind verantwortungsbewusste Menschen mit starkem Charakter.

21) Erika, Montag, 03. Dezember 2012, 23:59 Uhr

“Das System Merkel nutzt nur Merkel, nicht der CDU als Partei.”

Steht dieser Satz wirklich am Ende des Artikels?

das System M von Frau Höhler beschreibt etwas ähnliches nur nicht auf die CDU begrenzt.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-politikstil-der-kanzlerin-das-system-m-11841711.html

22) Ralf S., Dienstag, 04. Dezember 2012, 06:38 Uhr

Womit die CDU / CSU endgültig wieder zum Kanzlerwahlverein wird – eine rückwärtsgerichtete Evolution.
Fazit: Allenfalls als kleineres Übel wählbar, wenn überhaupt.

23) horst scharnhorst, Dienstag, 04. Dezember 2012, 07:57 Uhr

Auf den Punkt gebracht.

24) Erika, Dienstag, 04. Dezember 2012, 08:55 Uhr

Die “Boulevardisierung” der Politik soll offenbar weitergehen.

Seit Jahren wird uns von einer bestimmten Presse Frau Merkel zur “bella-figura” geschrieben. Sie wurde in weiten Teilen der Medien, wie eine “Präsidentin” behandelt. Dies scheint sich zum Teil jetzt zu ändern. Das ist gut so.

Zwischenzeitlich wurde uns “Dr. Karl-Theodor von und zu Guttenberg” von gleichen Kräften als künftiger Politikstar beschrieben. Auch hier ging die Berichterstattung wenig um seine politische Tätigkeit.

Mangels Alternativen wird uns jetzt Frau Klöckner präsentiert.
Heute, wohlgemerkt im Politikteil meiner Tageszeitung (Seite 3)::
Überschrift: “Modisch besser zurückhalten”
Darunter gibt es Zitate von Frau Klöckner aus der “Bild”-Zeitung vom Montag:

“Am besten man ist so, wie man ist. Aber wenn alle Welt nur noch über Auftritt und Ausschnitt einer Politikerin reden würde und nicht über die politischen Inhalte, dann wäre ein prüfender Blick in den Spiegel nicht das Schlechteste.”

————————

“Beten ist für mich ein Moment der Ruhe, derBesinnung, der Verinnerlichung. Eine Zeit, um dankbar für lebenswerte Momente zu sein. Das ist mir wichtig, auch ein Stück Heimat.”

Zumindest ich möchte nicht wissen, ob Frau Klöckner jeden Abend vor dem Schlafengehen betet, aber wenn ich den Politikteil meiner Tageszeitung lese, werde ich zwangsläufig über derartige Dinge informiert.

———————–

“Ein Wein muss schmecken, Spaß machen, dann ist es gut. Ich bevorzuge Graue Burgunder, schön trocken ausgebaut.”

Dann war der Artikel zu Ende, eine politische Aussage, gab es leider im Politikteil nicht.

25) jmb, Dienstag, 04. Dezember 2012, 11:04 Uhr

Die CDU ist nie mehr als ein Kanzlerwahlverein gewesen. Wieso sollte AM daran etwas ändern. Alleine die Tatsache, dass es sich so verhält, dürfte ihr nicht als problematisch erscheinen, wie so vieles, das sie so gerne bestaunt und kennenlernen möchte. Es war der größte Fehler Stoibers, ihr seinerzeit beim Frühstück in Wolfratshausen nicht den Vortritt gelassen zu haben, denn dann wäre ihr Name heute ohne jeden Zweifel bereits völlig vergessen. Kanzler brauchen Krisen, egal ob sie diese verstehen oder gar zu meistern wissen, und Deutsche sind Familienwesen, in der das Wort des Vorsitzenden einfach zu gelten hat. Nicht zu letzt deshalb organisiert Gröhe den Parteirag als Familientreffen, so einfach kann Politik sein….
Wo man allerdings hingelangen kann mit Kanzlerwahlvereinen, dass kann man derzeit an der UMP studieren. Ein Blick über den Jägerzaun ist doch in EU-Zeiten opportun, oder glaubt jemand im Ernst, Merkel ist “alternaivlos”? Sie ist nicht erste Wahl, nicht zweite Wahl, sie das Produkt eines zeitgeschichtlichen Treppenwitzes, schon vergessen?

26) Jakobiner, Dienstag, 04. Dezember 2012, 11:34 Uhr

Was mich ein wenig an diesem Blog nervt, ist, dass mehr über Personalien, die Charaktermasken und politisches Personal geschrieben und diskutiert wird, denn über die politischen Inhalte der Parteien, die diese uns parteiübergreifend als “alternativlos”vorgeben.

27) Erwin Gabriel, Dienstag, 04. Dezember 2012, 12:42 Uhr

Unabhängig davon, wie man die Person oder die Politik Helmut Schmidts beurteilen mag – der Mann hat stets versucht, dem Land zu dienen, und sich nicht dabi geschont. Er hat sich stets als (west-)deutscher Bundeskanzler gesehen, nicht als SPD-Kanzler. Seine Prüfsteine, etwa Terrorbekämpfung oder Nachrüstung, hat er nicht nach Wahlterminen entschieden (anders als Frau Merkel mit Atomausstieg oder Euro-”Rettung”).

Auch die Entscheidung, gleich mehrer Nachfolger (und nicht nur einen Lieblingszögling) auszubilden, zeugt von Größe. Alle potentiellen Konkurrenten abzuservieren, mag einen zwar “unersetzlich” und “alternativlos” machen. Aber welchen Sinn hat das, außer die eigene Unersetzlichkeit und Alternativlosigkeit in die Geschichtsbücher zu bringen?

Helmut Schmidt ging es in erster Linie um das Land, Angela Merkel geht es in erster Linie um die eigene Macht.

28) Christian Himberger, Dienstag, 04. Dezember 2012, 18:13 Uhr

Hatten Sie damals einen Nachfolger für die “BamS” aufgebaut?

29) Walther Gruschel, Mittwoch, 05. Dezember 2012, 08:04 Uhr

War das da gestern eine Wahl zur Staatsratsvorsitzenden, oder wie kommt es mir vor?

30) Günter Springer, Donnerstag, 06. Dezember 2012, 08:25 Uhr

29)Walther Gruschel,
Wie gehabt, wie die Wahl zum Staatsratsvorsitzenden.
Wie hat man damals gelästert über die Wahlergebnisse in der DDR, z.T. lästert man noch heute.
Ich muß es hier noch einmal anführen:
Frau Merkel kommt aus demselben Topf wie zum Teil die Linken. Beide sind demokratisch gewählt, doch wie unterschiedlich werden sie behandelt.
Der Frau Merkel billigt man ihre große politische Wandlung zu, alles wird verschwiegen, alles wird entschuldigt.
Die Linken werden verteufelt, verhöhnt und als gefährlich beobachtet.
Was soll das? Eine schlimme Heuchelei ist das und mit nichts zu rechtfertigen.
Der Parteitag der CDU = Wahlkampfgetöse, ausreichend gedeckt durch die Medien.

31) Erika, Donnerstag, 06. Dezember 2012, 10:27 Uhr

http://www.sueddeutsche.de/politik/julia-kloeckner-auf-dem-cdu-parteitag-in-hannover-die-frau-nach-merkel-1.1541693

das schrieb die sz noch 2011:

http://www.sueddeutsche.de/politik/twitter-und-der-bundespraesident-das-zwitschern-der-weinkoenigin-1.441573

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