Dienstag, 23. April 2013, 11:09 Uhr

Das Schweigen des Uli H.

Die Kanzlerin, die sich so gern mit Uli Hoeneß fotografieren ließ, ist „enttäuscht“, BILD macht ihn zum suchtkranken Börsenzocker, die Hypovereinsbank stoppt ihre Werbung mit ihm („Wo sich ihr Geld jetzt wohlfühlt“). Die Reputation des angesehensten Fußballmanagers fällt schneller als die Kurse am Neuen Markt.

Und ganz Deutschland rästelt fassungslos: Wie konnte das nur dem „Vater Teresa vom Tegernsee“ passieren, wie ihn Karl-Heinz Rummenigge nannte? Dem „Nelson Mandela von der Säbener Straße“ (ebenfalls Rummenigge)? Wie konnte einer wie ein Wilder spekulieren und dabei die Steuer vergessen, einer der noch 2005 erklärte, dass er alle Steuern zahle?

Aufklärung gibt es nicht. Denn Uli Hoeneß hat sich, außer einer Drohung gegen Zeitungen, entschlossen, nichts zu sagen. Seine Anwälte habe ihm abgeraten, er hält sich daran. Das mag juristisch richtig sein, denn sein Steuerfall ist ein sogenanntes schwebendes Verfahren. Aber dennoch ist sein Schweigen falsch.

Die juristische ist nur die eine Seite, die andere ist die Rolle des Idols, des Vorbildes Uli Hoeneß, dessen Handeln Millionen Menschen nicht verstehen können. Und in dieser Frage sind Anwälte schlechte Ratgeber.

Hoeneß macht den selben Fehler wie viele Politiker, wenn sie ins Zentrum eines Skandals rücken. Schweigen, Drohen und am Sessel kleben. Das hat schon Christian Wulff immer tiefer in den Affärenstrudel gerissen. Professionelles Krisenmagament sieht anders aus. Denn der Ruf verfällt rasend schnell, ihn wiederherzustellen ist ein ein langwieriger, häufig aussichtsloser Prozess.

Also wäre Reden angesagt. Nicht über die Steuerdetails. Dazu kann er zurzeit nur den Steuerfahndern und dem Staatsanwalt etwas sagen. Aber er muss den Fans, den Menschen, die ihm vertrauten, eine Erklärung liefern, warum ausgerechnet er so handelte. Warum ein reicher Mann, der anderen Wasser predigte, so übermäßig Wein trank.

Darauf hat die Öffentlichkeit, haben Freunde und Fans einen Anspruch. Wo bleiben die Reue, die Demut, die Entschuldigung? Und seine Erklärung dafür, dass ihm der Adidas-Chef das Zockergeld offenbar genau zu der Zeit zur Verfügung stellte, als er mit Adidas über Sponsor- und Beteiligungsverträge verhandelte?

Hoeneß kann seinen Fall nicht aussitzen. Sein Schweigen verschlimmert seine Lage. Und die seines Vereins, den Franz Beckenbauer einmal „FC Hoeneß“ nannte. Der ist immerhin eine AG. Und eine AG kann sich einen solchen Aufsichtsratsvorsitzenden nicht länger erlauben. Wenn Hoeneß wenigstens den Kern seines Rufes und seines Ansehens retten will, dann muss er sich erklären.

P.S. Zum „Vater Teresa“ verweise ich auch auf meine Anekdote vom 11. Januar 2010: „Sozialpate Uli Hoeneß“

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65 Kommentare

1) Erwin Gabriel, Donnerstag, 25. April 2013, 09:36 Uhr

42) Politikverdruss, Mittwoch, 24. April 2013, 19:23 Uhr

Volle Zustimmung
.

44) horst scharnhorst, Mittwoch, 24. April 2013, 21:26 Uhr

Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass nichts ausschließlich Weiß und nichts ausschließlich Schwarz ist im Leben, sondern die meisten Personen, Dinge, Situationen haben positive und negative Mo- oder Elemente. Das, was von den Medien verkauft wird, ist Weiß oder Schwarz. Schwarz ist alles, was nicht hundertprozentig Weiß ist. Aber nach diesem Schema gehört jeder einzelne eingesperrt – jeder Reiche, jeder Arme. jeder Mann, jede Frau, jeder Fußgänger, jeder Autofahrer.

Heute gilt: 1 oder 10 Millionen Steuern bezahlt, dabei 1000 oder 100 Euro hinterzogen = asozialer Schädling.

2) Tiedgen, Donnerstag, 25. April 2013, 10:46 Uhr

@ Rainer N.

Ich finde die Hypothese, dass es sich um Gelder des Vereines handeln könnte. plausibel. Das jahrzehntelange Verhalten des Uli Hoeness wird von Fußballkollegen, Freunden und Zeitungsdokumentation doch in sich stimmig dargestellt. Die gezahlten Steuern in der BRD könnte man ja auch nachvollziehen. Dazu steckt im krassen Gegensatz das „Zocker-Image“, das nun bemüht wird. Zockertypen sind unfähig, über Jahrzehnte als gute Manager Unternehmen zu führen, sondern vollführen einen Ikarusflug, um sich dann, berauscht von der eigenen Größe, rasant in den Sturzflug zu begeben.

Das aufoktroyierte Schweigen passt auch nicht zum „Klartextredner“, der sich auch leicht provozieren läßt und Ungerechtigkeiten schlecht hinnehmen kann. Herr Hoeness hat vermutlich einen guten Grund, zu schweigen.

Es gibt da ja eine sehr hohe Identifikation von Herrn Hoeness zum FC Bayern. Und als leidenschaftlicher Fußballer würde er sich jederzeit als „Libero“ betätigen, um Schaden von dem Verein abzuwehren. Vielleicht haben wir ja so eine „Rettungsaktion“ erlebt: ein „Held“, der in die Bresche spriingt, damit der FC Bayern im europäischen Fußball weiter Erfolge feiern kann. (Deshalb kommt auch keine Distanzierung der Vereinsspitze vom angeschlagenen Manager.)

Jetzt erleben wir den „tragischen Helden“, der im Rettungsversuch scheitert und stattdessen in die Mühlen der Bürokratie gerät. Die Steuerbehörden müssen eben auch prüfen, ob es wirklich das Geld von Herrn Hoeness war, das da deklariert wurde. Die Tatsache, dass eine reiche Privatperson eine Millionensumme auf den Namen einer anderen Person auf ein Schweizer Konto einzahlt, erweckt ja den Verdacht auf Geldwäsche, zumal der Kredit ja auch zurückgezahlt wurde. Und bei dem Thema „Geldwäsche“ werden auch die Schweizer Banken nervös.

Also: Wer weiß, was die Behörden so alles in den Unterlagen finden werden. Und es ist gut möglich, dass da noch ein Bumerang wieder zurückkommt. Da kann jeglicher Kommentar von Herrn Hoeness das ursächliche Problem nur noch verschlechtern. Folglich: Der Rest bleibt Schweigen.

3) Politikverdruss, Donnerstag, 25. April 2013, 11:41 Uhr

@Peter Christian Nowak 43),

die Themen in diesem Blog bestimmt Michael Spreng. Deshalb möchte ich jetzt nicht OT-Themen anreißen. Aber besonders besorgt bin ich darüber, dass die „Euro-Rettung“ immer mehr das europäische und die nationalen Rechtssysteme untergräbt. Heute berichten die DWN: Anglo Irish Bank: Geheime Rettung durch Draghi. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/25/anglo-irish-bank-geheime-rettung-durch-draghi-gefaehrlich-fuer-sparer/

Ja, wofür hält sich dieser EZB-Präsident? Macht er das Kraft eigener Willkür oder mit der klammheimlichen Zustimmung der europäischen Regierungschefs? Mit Sorge erfüllt mich in diesem Zusammenhang, dass unsere „Vierte Gewalt“ diese Rechtsbrüche nicht aufgreift und massiv angreift. Stattdessen werden wir mit „Ersatzthemen“ (Hoeneß) abgespeist. Da erdreistet sich dieser „Präsident“, nicht nur mandatswidrig Staaten zu finanzieren, sondern beginnt nun auch noch damit, Pleitebanken mit dem Geld der Steuerzahler zu „retten“. Und die „Banken zocken ungehindert weiter“. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/25/ezb-weidmann-banken-zocken-ungehindert-weiter/

„Der Zweck heiligt die Mittel“. Nach dieser Devise scheint sich in Europa eine machiavellistische Politik zu etablieren, die ich als außerordentlich demokratiebedrohend empfinde.

4) StefanP, Donnerstag, 25. April 2013, 16:48 Uhr

Es spricht Bände – unter anderem gegen passionierte Boulevard-Journalisten, Blogger und sonstige, die sich zur öffentlichen Meinung berufen fühlen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oberster-steuerrichter-kritisiert-bekanntwerden-von-fall-hoeness-a-896570.html

Die Verletzung des Steuergeheimnisses ist eine schwere Straftat. Es ist höchstnotpeinlich, dass so viele in diesem Land an diesen Sachverhalt erinnert, sowie auf die Unschuldsvermutung von Personen hinzuweisen sind. Und es trotzdem nicht verstehen.

5) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 25. April 2013, 19:25 Uhr

52) Politikverdruss,

Ja, ich glaube auch, dass der Fall Zypern die Premiere für den Ernstfall war. Was wirklich besorgniserregend ist, ist dass wir alle in einem Dilemma der Ausweglosigkeit mit Zeitzünder stecken. Zeitzünder deswegen, weil wir alle in einer sonderbaren Kalme zu stecken scheinen, so als ob der eigentliche Sturm, oder auch Explosion der Ereignisse mit Sicherheit zu erwarten wäre.

Man sitzt sozusagen mitten in einem Schützengraben, auch die Front des Gegners ist ruhig, aber man traut sich nicht auch nur einen Zentimeter mit dem Kopf aus dem Graben.

Ich gehe davon aus, dass der Zenit der Krise noch nicht erreicht ist. Jedenfalls für Deutschland nicht. Ich gehe auch davon aus, dass es zu schweren Unruhen in den Südländern kommen wird. Diese Unruhen werden sich auch in Deutschland entzünden, falls das einträfe, was umfänglich in den Wirtschaftsnachrichten zu lesen ist.

Es gibt so viele unterschiedliche Meinungen dazu, wie wohl die Krise zu lösen sei. Man liest sie. Aber irgendwie wird man bei allen Lösungsmodellen ein gewisses Unbehagen nicht los. Denn fernab jedweder Rezepte zur Lösung der Probleme, entstehen wieder neue ungeklärte Fragen, führen zu neuen Unsicherheiten. Ein Perpetuum Mobile der Angst sozusagen.

Einen Königsweg scheint es nicht zu geben. Man fährt auf Sicht – sofern die Politik überhaupt noch was sieht. Man hofft es. Und man wartet auf Licht am Ende des Tunnels.

Alles scheint möglich, was noch eine Steigerung des Wirrwars in der Krise erzeugen könnte. Das zeigen auch die Beiträge aus den Wirtschaftsnachrichten.

Derweil bereitet sich das Volk auf die kommenden Wahlen vor.Vielleicht ist das Volk sogar dankbar für die Ablenkungsmanöver, die Sie erwähnten, ist froh über eine gewisse moderierende Wirkung. Ein durchaus erwünschter Tranquilizer, eine Ersatzdroge für eine aufgeregte Gesellschaft. Auch kann man auf diese Weise, so ganz nebenbei, seinen Frust über die Tagespolitik loswerden, ohne immerzu von der wirklich wichtigen Realität eingeholt zu werden.

Personen sind halt eher greifbar, können eher gedroschen werden, als so etwas Imaginäres, nicht Fassbares wie die Finanzkrise.

Sie bleibt aber die wahre Bedrohung des Einzelnen. Jeder weiß. Jeder spürt es. Bis in das Privatleben hinein.

6) Politikverdruss, Donnerstag, 25. April 2013, 20:37 Uhr

@ Erika 48),

bekanntermaßen (Prof. Kepplinger) sind bis zu 70 Prozent der deutschen Journalisten politisch grün-rot ausgerichtet. Nun handelt es sich bei Herrn Steinbrück ja um den Kanzlerkandidaten einer denkbaren grün-roten Koalition. Mal angenommen, Sie haben mit Ihrer Vermutung recht, dass auch gegen Steinbrück eine mediale „Hetzjagd“ läuft. Dann aber stellt sich doch die unausweichliche Frage, warum sollten die überwiegend grün-rot ausgerichteten Journalisten dies tun? Das ergibt doch auf dem Hintergrund der politischen Präferenzen im deutschen Journalismus keinen Sinn. Damit stellt sich die nächste Frage: Was treibt die deutschen Journalisten dann an, einen Kanzlerkandidaten auf’s mediale „Korn“ zu nehmen, der ihren eigenen politischen Präferenzen so nahe steht.

Wenn Sie von mir eine Erklärung dafür haben wollen, dann diese: Ich glaube, dass Peer Steinbrück in vielerlei Hinsicht der „falsche Kandidat“ ist. In der journalistischen „Distanz“ ihm gegenüber wird dies deutlich. Warum wird das so sein? Ich will jetzt gar nicht die ganzen „Fettnapf-Stories“ aufwärmen, sondern nur den „Hetzjagd-Fall Hoeneß“ nehmen. Was kommt dabei raus? Hoeneß gehörte mal zu den „Beratern“ von Steinbrück. Und was macht Steinbrück daraus, „er schießt ein Eigentor“. http://www.wz-newsline.de/home/politik/steinbrueck-kann-hoeness-affaere-nicht-nutzen-1.1301245

Also liebe Erika, ich würde Ihnen ja gerne etwas Tröstlicheres anbieten. Aber mir fällt partout nichts ein. Letztlich bliebe den Journalisten nur noch eine Sache „schönzureden“, die für jedermann erkennbar grottenhässlich ist. Aber soweit will sich der deutsche Journalismus offensichtlich doch nicht „verbiegen“.

7) Peter Christian Nowak, Freitag, 26. April 2013, 12:47 Uhr

@55) Politikverdruss,

Die „journalistische Distanz“ besteht auch nach meiner Wahrnehmung. Sie hat sicherlich verschiedene Ursachen. Aber eine ist wohl, dass man im Endeffekt die Leistung Merkels bis in die Legislaturperiode retten will. Irgendwie kommt das mit den Plänen mit den Steuererhöhungen nicht so gut an. Besonders nicht bei den Bürgerlichen und erst recht nicht bei den mittelständischen Unternehmern. Man ist eigentlich mit der Regierungsarbeit von Merkel nicht hundertprozentig zufrieden, aber Merkel als Kanzlerin soll weitermachen – aber ohne die Gelben.

Steinbrück wäre aus Sicht vieler ein adäquates Anhängsel. Er liefert nach Ansicht vieler den finanzpolitischen Sachverstand einerseits, andererseits aber muss er durch Merkel ein wenig gebremst werden, was die Sozialpolitik betrifft. Bei wieder anderen ist Steinbrück der Befürworter der Agenda 2010, von der er sich nie distanzieren wird. Und so distanzieren sich viele von ihm.

In Journalistenkreisen kann man sich durchaus auch Schwarz/Grün vorstellen. Gelb hat unter Journalisten abgewirtschaftet. Rösler ist sozusagen die Micky Maus der FDP. Mehr nicht.

Und noch eine zu erwähnende Ursache. Die AfD wird Merkel einiges an Stimmen kosten. Sonderbarer Weise ist auch die Linkspartei von einer gewissen Wählerwanderung betroffen.

Es sind aber besonders die Unzufriedenen rechts der Mitte. Sie wollen Rot/Grün nicht. Rot/Grün will Steuererhöhungen. Die Mitte sieht sich in der kalten Progression buchstäblich abgezockt. Und irgendwie stimmt das auch. Daher wäre es klüger gewesen, eine grundlegende Steuerreform anzubieten, beispielsweise die Anstiegskurve nicht zu früh ansteigen zu lassen.

Gerade gut verdienende Singles sind von der kalten Progression betroffen. Viele finden sie ungerecht.Für sie ist die „Alternative“ eine wirkliche Alternative. Sie verspricht weniger Europa und mehr im Geldbeutel. Ein geeinigtes Europa ist für die AfD nicht wirklich erstrebenswert, weil nach ihrer ansicht zu teuer. Da ist was dran Teuer wird es auf jeden Fall mit aber auch ohne Euro. Dieses Dilemma kann auch die AfD nicht seriös auflösen, wenn sie es denn wollte.

Möglicherweise wird sich das politische Koordinatensystem der Themen bis September noch verändern. Denn Europa in der Krise könnte zu einem solchen Megathema werden, dass Partei übergreifende Notoperationen fällig werden könnten, Das Thema „soziale Gerechtigkeit“ würde dahinter mehr oder weniger verschwinden.

Dann mischt das Schicksal die Karten neu. Dann wird sicherlich noch einmal über eine neue Wahlarithmetik nachgedacht werden müssen. Es bleibt also spannend.

8) wschira, Freitag, 26. April 2013, 16:54 Uhr

@49) Erwin Gabriel

—Verdunkelungsgefahr nach einer Selbstanzeige? Fluchtgefahr bei Uli Hoeness? Wer soll den so etwas —glauben?

Herr Gabriel, entweder drücke ich mich missverständlich aus oder sie missverstehen mich absichtlich. Ich habe nur einige Gründe aufgeführt, die zu vorläufigen Festnahme führen können, nicht dass einer davon ursächlich zur vorläufigen Festnahme von Herrn Hoeness war. Vielleicht gibt es noch andere.

9) Erwin Gabriel, Freitag, 26. April 2013, 22:22 Uhr

57) wschira, Freitag, 26. April 2013, 16:54 Uhr

>> >> Im Übrigen wird niemand vorläufig festgenommen und kommt
>> >> nur gegen Kaution in Millionenhöhe wieder frei, gegen den nicht
>> >> ein erheblicher Anfangsverdacht mit Flucht- oder Verdunkelungsgefahr
>> >> besteht

>> Herr Gabriel, entweder drücke ich mich missverständlich aus
>> oder sie missverstehen mich absichtlich. Ich habe nur einige
>> Gründe aufgeführt, die zu vorläufigen Festnahme führen können,
>> nicht dass einer davon ursächlich zur vorläufigen Festnahme von
>> Herrn Hoeness war.

Streichen wir „absichtlich“ und einigen uns auf unentschieden?
🙂

10) Ingo Wuttke, Samstag, 27. April 2013, 00:08 Uhr

Nach mittlerweile fast einer Woche Abstand seit Bekanntwerden der Steueraffäre ist für mich nicht so sehr das Schweigen des Uli Hoeneß erstaunlich, sondern vielmehr die Tatsache, dass alle großen Politik-Talkshows des Landes nur noch ein Thema kannten! Soviel Hoeneß im Talk-TV war nie – sowenig Erkenntnis aber auch nicht. Denn der Betroffene schweigt beharrlich. Die immergleiche Gäste-Liste bei Jauch, Plasberg und Illner erging sich in Spekulationen und brachte nix Neues zu Tage – schade eigentlich. Mehr zum Thema auf: http://glossariumblog.blogspot.de

11) Politikverdruss, Samstag, 27. April 2013, 12:14 Uhr

@Peter Christian Nowak 54)/56),

Zustimmung! Ja, es bleibt spannend, wie Sie zutreffend feststellen.

Aber uns „Demokratieabgabeverpflichteten“ wird das wirklich Spannende von den ÖR in manipulativer? Absicht vorenthalten. Beispiel: Weidmanns „Abrechnung mit der Politik“. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kritik-der-bundesbank-abrechnung-mit-der-politik-12163890.html.

Stattdessen zeigen sie uns den Bundes-Freedom-Fighter Gauck bei der Eröffnung der Bundesgartenschau. Oder sie treiben mal wieder eine ach so wichtige „Bundes-Sau“ durch’s Dorf. Wie z.B. „Schüttel-Schorsch“. Aber dass die Grünen ein“ Europäisches System zur Sicherung der Bankeinlagen“ wollen, wodurch der deutsche Steuerzahler für europäischen Großbanken haftet, das erzählen sie uns nicht. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/27/gruene-deutsche-sparer-sollen-fuer-banken-rettung-in-europa-zahlen/

12) Erika, Samstag, 27. April 2013, 15:22 Uhr

@)55) Politikverdruss, Donnerstag, 25. April 2013, 20:37 Uhr

Es ist mir durchaus ein Trost, dass Sie mit ihren Ausführungen meine Erwartungen voll erfüllt haben.

Übrigens der von Ihnen benannte Hans-Ullrich Jörges war es. der in der Sendung von Anne Will von
einer „unfairen Medienkampagne“ gegen Steinbrück sprach.

13) wschira, Montag, 29. April 2013, 22:47 Uhr

58) Erwin Gabriel

Akzeptiert!

14) Rainer N., Mittwoch, 01. Mai 2013, 15:55 Uhr

@ 51 Tiedgen

Nun hat er erklärt (der Zeit) es sei kein Geld des Vereins. Aber wie passt dann die bisher als Steuerbetrug genannte Summe von um die 3 Millionen Euro?

Wenn er 20 Millionen DM (ca 10 Millionen Euro) als „Spielgeld“ erhalten hat, diesen Betrag auch wieder zurückgezahlt hat, auf dem Konto jedoch bis zu 650 Millionen Euro gewesen waren …

Wenn er von 2000 bis 2008 somit 640 Millionen Euros „erzockt“ habe will … sollen darauf „nur“ um die 3 Millionen an Kapitalertragssteuern fällig gewesen sein?

Es sind doch auch Spekulationsgewinne zu versteuern, wenn die innerhalb eines Jahres erfolgten. Seine „Aktien“ sind sicherlich nicht in den acht Jahren von 10 Millionen Euro auf 650 Millionen Euro gestiegen.

Wo ist das Geld das 2008 noch auf dem Konto war denn jetzt abgeblieben? Hat er das nun alles wieder „verzockt“?

… das passt hinten und vorne nicht zusammen.

15) BayernFan, Freitag, 03. Mai 2013, 04:24 Uhr

Angeblich ein 500 – 800 Mio Konto.
Nicht weit ein Kto von Hoeneß.
Ein angeblicher Eintrag auf einer SteuerCD von 2012.
Ein angeblicher Warnanruf von einem Vontobel-Mitarbeiter.
Eine angeblich schnelle, nachgebesserte Selbstanzeige.
Ein Huberder ehrenhafte Leute beim Finanzamt sieht,
bis auf die, die nachsetzen.
Dann die Drohung Medien zu verklagen.
Dann eine Anzeige gegen Finanzamt München II.
Angeblich nicht Hoeneß selbst ???

Auf Kaution darf man nicht zum England-Spiel.
Da ist Fluchtgefahr.

Falls eine Anzeige kommt, ist Hoeneß vielleicht im Knast.
Oder die Anzeige ist halt nicht eingegangen. 😉

Da gehört er nach soviel Sucht,Spekulation und dummdreisten
Bemerkungen über 8Euro – BayernFan – Kurve anscheinend auch hin.

Sein Sozial-Engagement steht in keinstem Verhältnis zur Steuerhinterziehung.
Meiner Meinung nach ein reinstes Alibi.

Und ein Steuerabkommen mit der Schweiz macht auch die SPD nicht
mehr wählbar.

Wer Steuerhinterziehern hilft, ist nicht wählbar.
Achso, deshalb wird der Prozeß von Hoeneß auch nach der Wahl
stattfinden.
Damit keiner falsch wählt. Schon klar.

2/3tel Mehrheit für Schwarz/Rot und dann Kriminelle wie Hoeneß
auch per Gesetz entlasten.

Das ist es doch, was Merkel mit Nicht-Beachtung von Hoeneß will.
Und auch der Steinbrück macht gerne Ausnahmen für die Kleinen
Steuerbetrüger.

1. Nur die Kleinen haben über Ihre Verhältnisse gelebt, sind lt. Bild Alkoholiker,
arbeitsscheu und Sozialbetrüger.

Wenn man kleine Summen betrügt, ist man 1.
Wenn man große Summen betrügt, ist man vielleicht 1.000.000 mal 1.
Rein arithmetisch.

Das dürfen Sie gerne dem Herrn Hoeneß so mitteilen.

😉

16) Walter von Mende, Freitag, 03. Mai 2013, 18:21 Uhr

Was eigentlich geht in einem Menschen vor, dessen Selbstmitleid in den Bemerkungen gipfeln, dass er nachts nicht schlafen könne angesichts der Dinge, die da wohl noch auf ihn zukommen. Während er wach liegt, bleibt ihm genügend Zeit auch darüber nachzudenken, wie es wohl Vätern geht, die ihre Familien mit den „kleinen“ Pokerbeträgen von 50.000 € oft drei und mehr Jahre durchbringen müssen. Und wenn er glaubt, mit der Bemerkung punkten zu können, er habe in den letzten Jahren mindestens 50 Mio. an Steuern gezahlt, dann sollte er sich klar darüber sein, dass dies sicherlich kein Strohhalm ist, an den er sich klammern kann. Gleiches gilt für sein, zugegeben, soziales Verhalten in der Vergangenheit.

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