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Donnerstag, 25. April 2013, 14:32 Uhr

Familienpolitik à la CSU

Da muss Horst Seehofer seinen Parteifreund Georg Schmid (genannt “Schüttel-Schorsch”) aber ordentlich durchgeschüttelt haben: nur zwei Tage, nachdem bekannt wurde, dass Schmid seine Ehefrau für bis zu 5.500 Euro im Monat auf Landtagskosten beschäftigte, trat der Fraktionsvorsitzende der CSU zurück.

Im Jahr der Landtagswahl gehen in Bayern die Uhren eben schneller. Ballast muss sofort über Bord.

“Schüttel-Schorsch” war der dreisteste des 17 CSU-Landtagsabgeordneten, die Familienangehörige auf Staatskosten beschäftigten, obwohl dies seit dem Jahr 2000 verboten ist. Als der Skandal ruchbar wurde, kündigte er noch an, seine Frau weiter beschäftigen zu wollen.  Die Trotzreaktion dauerte gerade einmal zwei Tage.

Schmid und die 16 anderen machten bis heute extensiv von der Ausnahmeregelung Gebrauch, die eine Weiterbeschäftigung von Familienangeörigen im Landtagsbüro aufgrund der schon im Jahr 2000 bestehenden Verträge erlaubte.

Für Schmid eine lukrative Sache: er selbst bezog allein als Fraktionschef rund 240.000 Euro im Jahr, mit dem Einkommen seiner Frau  kam das Ehepaar locker auf 300.000 Euro – deutlich mehr als der Ministerpräsident bekommt.

Familienpolitik à la CSU. Mit einer besonderen Form des Betreuungsgeldes.

Mit “Schüttel-Schorsch” und den 16 anderen hat die CSU im Wahljahr genau die Affäre, die sie überhaupt nicht gebrauchen kann. Vetternwirtschaft erinnert fatal an frühere Zeiten in Bayern, die die CSU vergessen machen wollte. Die Gleichsetzung der Partei mit Bayern: Der Staat san mia. Deshalb zog Seehofer so schnell die Reißleine, bevor das alte CSU-Image wiederbelebt wird.

Für die Opposition ist der Skandal ein Geschenk, das sie nicht mehr zu erhoffen wagte. Denn zu aussichtslos schienen die Chancen, die CSU von der Macht ablösen zu können. Aus eigener Kraft kann SPD-Spitzenkandidat Christian Ude nichts mehr reissen. Dafür braucht er schon die CSU.

Für die SPD und die Grünen kommt dieser Skandal aber zu früh. Er könnte bis zur Wahl fast schon wieder vergessen sein. Die Aussichten werden sich nicht grundsätzlich ändern.

Für die CSU aber möglicherweise in einem Punkt schon: denn ihr Wahlziel, zumindest die absolute Mehrheit der Mandate zu holen, könnte sie verfehlen, wenn nur ein oder zwei Prozent ihrer Anhänger zu Hause bleiben. Eine erneute Koalitionsregierung – das wäre für die CSU ein Albtraum.

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30 Kommentare

1) W. Zimmer, Donnerstag, 25. April 2013, 16:01 Uhr

Zumindestens hat Herr Schmid relativ schnell die Konsequenzen gezogen und ist als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten. Parteikollegen von ihm haben da in der Vergangenheit wesentlich länger gebraucht.

Mir – als Nichtbayer – war diese Regelung übrigens nicht bekannt. Ich war ganz überrascht, wie einfach es für CSU-Politiker doch war (ist), sich auf Steuerzahlerkosten ungeniert zu bedienen. Wie Herr Spreng fast richtig erkannt hat……in Bayern ticken die Uhren, nicht nur zu Wahlkampfzeiten, anders.

2) W. Zimmer, Donnerstag, 25. April 2013, 16:04 Uhr

Nachtrag:

Zitat M. Spreng: “Die Gleichsetzung der Partei mit Bayern: Der Staat san mia. Deshalb zog Seehofer so schnell die Reißleine, bevor das alte CSU-Image wiederbelebt wird.”

Da muß ich Ihnen auch widersprechen, verehrter Herr Spreng……dieses Image war nie beerdigt, sondern lebendig wie eh und je.

3) Olaf, Donnerstag, 25. April 2013, 17:13 Uhr

http://www.stern.de/politik/deutschland/csu-abgeordnete-beschaeftigen-familienmitglieder-aufschrei-aus-seehofers-amigo-truppe-2002549.html

…ganz von vorne anfangen, als Gattin eines Abgeordneten. Sorgen haben die Leute…

Wie weit kann man maximal vom Volk entfernt sein als ABGEORDNETER, vom diesem Volk eben gewählt?

4) nona, Donnerstag, 25. April 2013, 18:22 Uhr

Wunderhübsch natürlich auch mal wieder die in dieser oberen Kaste völlig übliche Begründung für den Rücktritt. Nicht die politische Verantwortung, nicht die moralische Verfehlung, nicht die ethische Fragwürdigkeit, nicht das Ausmaß des Übermaßes, nicht die Dekadenz und die eigene Gier waren es. Nein nein, es war die böse Berichterstattung darüber und die öffentliche Aufmerksamkeit, die es ihm dummerweise unmöglich machen, das bequeme Innehaben des Amtes weiterzuführen. Nicht dass er selbst irgendwas falsch gemacht hätte wofür er selbst die Verantwortung übernähme, neiiiin. “Alle schuld ausser ich.”

5) karel, Donnerstag, 25. April 2013, 22:09 Uhr

Warum muß ich hier nur immerzu an Fr. Schröder-Köpf denken?

Sicherlich, weil sie ein Paradebeispiel ist, wie man alles richtig macht.

6) Bernhard Paul, Donnerstag, 25. April 2013, 23:12 Uhr

Gundsätzlich kann jeder Abgeordnete, ob Bund oder Länder, Hilfspersonal auf Staatskosten beschäftigen. Das ist üblich und völlig legal. Was in Bayern seit 2000 nicht mehr gilt, ist, dass es Familienangehörige oder nahe Verwandte sein dürfen – außer die Beschäftigungsverhältnisse waren 2000 schon in Kraft, dann dürfen sie weiter bestehen bis zum parlamentarischen Ende des Abgeordneten.

Insofern wird die inhaltliche Tendenz Ihres Kommentars der Causa Schmid nicht völlig gerecht. Schmid und die anderen haben nicht gegen die parlamentarische Gesetzeslage verstoßen, gleichwohl sicherlich nicht legitim gehandelt. Aber skandalisieren muss man es auch nicht. Das tun Sie aber mit Ihrer Wortwahl.

Dann sollten Sie lieber oder zumindest auch den Gesetzgeber kritisieren, der diese Hintertür offen gelassen hat. Schmid ist im übrigen ein extremer Sonderfall. Es gibt unter den 17 auch andere, wo die Beschäftigten in ein existenzielles Loch fielen, wenn sie gekündigt würden.

7) Werner Berger, Freitag, 26. April 2013, 00:18 Uhr

240.000 Euro pro Jahr für den Fraktionschef. Stimmt diese Zahl? Der wäre ja besser bezahlt als Bundeskanzlerin und Bundespräsident einschließlich Ehrensoldempfänger.

Und was ist daran nun so verwerflich? Hätte er die Stelle öffentlich ausschreiben sollen? Was hätte ihn daran gehindert, sich dann unter den Bewerber(inne)n für seine eigene Frau zu entscheiden? Ob die Höhe des Gehalts der Ehefrau angemessen ist, vermag ich nicht zu beuteilen.

8) M.M., Freitag, 26. April 2013, 02:11 Uhr

….jetzt noch die “Kohle” fuer Insidergeschäfte in die Schweiz ueberweisen und auf fallenden Schweinepreis in China setzen. Dann ist es perfekt!
Ziel: Von den Zinsen der Zinsen leben mit den $ Zeichen in den Pupillen!

9) Frank Reichelt, Freitag, 26. April 2013, 07:00 Uhr

Wenigstens auf die CSU ist nach all den ungewöhnlichen Vorkommnissen der letzten Zeit in Deutschland Verlass!

10) Erika, Freitag, 26. April 2013, 09:33 Uhr

“Lehrer-Reserve ist aufgebraucht.

Unterricht: Ascapha-Schule in Mainaschaff löst erste Klasse auf – Verzicht auf Lern- und Arbeitsgruppen

Mainaschaff: Laut Kultusministerium gibt es an bayerischen Grundschulen keinen Lehrermangel. Doch die mobile Reserve reicht nicht aus, um alle ausfallenden Lehrkräfte in Stadt und Kreis Aschaffenburg zu ersetzen. An der Mainaschaffer Ascapha-Schule hat das jetzt zur Teilauflösung einer ersten Klasse geführt. Die Behörden sind hilflos, die Eltern der betroffenen Schüler ratlos.”

Ein Auszug aus meiner Tageszeitung von heute. Mit dem Gehalt von Frau Schmid hätte man zumindest die Probleme dieser Schule lösen können.

Aber in Bayern konnte sehr gut der Spruch etabliert werden: “Die anderen machen es auch nicht besser.” und der CSU gelingt es immer ein positives Image zu verbreiten.

Wenn man sich das Debakel bei der Landesbank ansieht und wie heil die CSU da herausgekommen ist. Das G 8 war und ist ein Desaster, aber für die Bayern kein Grund einer anderen Partei einmal die Chance zu geben. Es gibt in Bayern das Volksbegehren, damit wird die Politik der CSU, wie z.B. jetzt bei den Studiengebühren korrigiert und dann brav die CSU weitergewählt.

Die CSU ist seit 1957 in Bayern an der Macht, ob sich dies in den nächsten 20 Jahren ändern wird? Ich glaube es nicht.

Gestern war in München Maibock Anstich. Django Asyl hielt die Festrede. Er griff stark Steinbrück an, dass er durch seine Reden von den Banken “gekauft” worden sei. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass Django Asyl (wer bezahlt ihn eigentlich?) von sich auf Steinbrück schloss. Aber genau so funktioniert CSU, immer fresch die anderen beschuldigen. Jetzt hat Hoeness ein Problem und jetzt weist man groß auf die Rolle als Berater (http://www.focus.de/sport/fussball/tid-30777/die-polit-freunde-des-bayern-chefs-uli-hoeness-beriet-einst-peer-steinbrueck_aid_968852.html) von Steinbrück hin in der Zeit als Finanzminister und versucht dies gleichzusetzen mit der Nähe zur CSU.

Zumindest greift dann wieder der Spruch: “Die anderen machen es auch nicht besser “, ohne den anderen je die Chance zu geben. Propaganda hat in Bayern leider schon immer gut funktioniert.

11) inconnu, Freitag, 26. April 2013, 09:39 Uhr

Einmal eines vorweg!
Dieses Gehalt für seine Ehefrau (aus Steuergeldern) hat er sich in erster Linie selbst bewilltigt.
Diese Typen verteidigen wahrscheinlich auch noch Rentenkürzungen,Hatz IV usw.während sie
selbst sich ungeniert selbst bedienen.
Die politische Kultur in diesem Lande ist so verkommen daß es wahrscheinlich niemand wundern
würde wenn in nächster Zeit noch viel mehr Fälle solcher Selbstbedienung zutage kommen würden
was ja auch immer wieder passiert.
Es ist einfach nur wiederlich wie die Menschen in diesem Lande von solchen Typen jedweder
Colour belogen und vorgeführt werden.
Demokratie ist langsam nur noch Phrase und Fassade in diesem Lande
Leute auf die Barrikaden.
Amigoland ist überall

Gru

12) Erika, Freitag, 26. April 2013, 09:55 Uhr

@6) Bernhard Paul, Donnerstag, 25. April 2013, 23:12 Uhr

Mit Verlaub, aber wer ist seit 1957 der Gesetzgeber in Bayern?

Ausschnitt aus meiner Tageszeitung von gestern:

“Der Druck wuchs, als bekannt wurde, dass der schwäbische CSU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Haushaltausschusses Georg Winter nicht nur seine Frau, sondern auch seine beiden Söhne als Mitarbeiter auf Kosten des Steuerzahlers beschäftigte. Die Söhne waren 13 und 14 Jahre alt, als sie sich zur Mitarbeit in Papas Abgeordnetenbüro verpflichteten. “Bayern ist wirklich das einzige Land der Welt, in dem 13-jährige Kinder mit Kinderarbeit einen 13-jährigen Kündiungsschutz bekommen als Altfall.” spottete der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl Christian Ude.”

http://www.sueddeutsche.de/bayern/debatte-um-kuendigungen-csu-abgeordnete-rechtfertigen-familienhilfe-1.1656138

13) RCB, Freitag, 26. April 2013, 10:12 Uhr

6) Bernhard Paul
Das isses ja, was der Sprengmeister meint, die Kritik am “Gesetzgeber”, der sowas zulässt, bzw. Zugelassen hat (“mia san mia und schreim uns uns”, nämlich CSU = Bayern).

2) W. Zimmer
Irrtum, dieses Image war schon mehrfach weg. Nach Strauß hat Steuber alles dafür getan, den Strauß-Sumpf trocken zu legen und gleichzeitig seinen eigenen aufgebaut und dann gepflegt. Zu diesem Steuber-Sumpf gehörte auch der Schüttel-Schorsch und es gehörte auch und besonders der Huber Erwin dazu. Nach Steuber hat nun Horst Seehofer (ohne dabei viel Wind zu machen) schon Einiges ausgetrocknet. Georg Schmid sollte in diesem Zusammenhang ja schon einmal “verschwinden”, da der aber die Dreistigkeit besaß, sich sogar als Ministerpräsident in Stellung zu bringen (das wäre wohl was geworden!??!), konnte man ihn nicht so ohne Weiteres los werden, ohne ein “Geschmäckle” zu hinterlassen. Jetzt ist es allerdings geschafft, man kann aufatmen und nur noch Huber zieht seine ominösen Fäden.

Fest steht natürlich, dass die Sache selbst (das mit der Ehefrau-Beschäftigung) zwar noch legal, das finanzielle Ausmaß allerdings schon ziemlich unverfrohren war. Fingerspitzengefühl = Fehlanzeige, so wie der ganze Schüttelschorsch, der sich nicht nur in der Fraktion ziemlich frech und trotzig angestellt hat, sondern auch in seinem Wahlkreis (auch der hohen Stimmenergebnisse wegen) wie “Graf Kocks von der Gasanstalt” als CSU-Gockel herumstolziert ist und die Bürger dort als “sein Volk” betrachtet und behandelt hat.

Es ist also schon eine besondere Bayrische Geschichte und so ganz wird diese besondere Art auch nach Huber nicht verschwinden, denn Söder ist auf dem besten Wege diese Tradition fortzusetzen. Es könnte sich nur etwas ändern, wenn die CSU zumindest vorübergehend aus der Regierungsverantwortung gewählt würde, aber das scheint eher in weiter Zukunft zu liegen und Ude von der SPD hat in München ein ähnliches Netzwerk installiert, wäre als MP also auch nicht unbedingt (was die Spezlwirtschaft betrifft) eine Alternative. Warten wir es einfach ab.

14) Frank Reichelt, Freitag, 26. April 2013, 10:21 Uhr

Also jetzt mal im Ernst:

Die Sache hat doch wirklich nur sehr eingeschränktes Skandalpotenzial und wurde von den Medien entsprechend nur nebenbei abgefrühstückt. Vielleicht war Herrn Schmids Frau ja sogar fachlich geeignet.

Ein Skandal lauert woanders:

Gerade wird im Bundestag der Bericht zur Entwicklungspolitik debattiert. Das Entwicklungshilfeministerium wurde von Dirk Niebel und der FDP zum Versorgungsort für FDP-Mitarbeiter umfunktioniert, mit Leuten, die mit Sicherheit nicht fachlich geeignet sind. Die FDP wollte dieses Ministerium ja ursprünglich abschaffen. Nachdem das gegen den Willen der Kanzlerin und der CDU nicht möglich war, hat sich Niebel folgendes gedacht:
Wenn ich schon so ein bescheuertes und nutzloses Ministerium übernehmen muss und mich dem Spott meiner Kollegen aussetze, dann okkupieren wir es auch vollständig und machen es zur Neben-FDP-Parteizentrale!

Über diesen (wirklichen) Skandal sollte Herr Spreng mal etwas schreiben!

15) Ralf Andersen, Freitag, 26. April 2013, 13:07 Uhr

Heute morgen hat Erwin Huber im DLF behauptet, dass er und Seehofer nicht gewusst haben, dass 17 bayerische Landtagsabgeordnete Familienmitglieder in ihren Büros beschäftigen.

Möglicherweise wussten sie es nicht bei allen 17 Abgeordneten, sicher jedoch bei den meisten. Seehofer und Huber haben sicherlich häufiger Telefon- und Briefkontakt mit den jeweiligen Büros gehabt, so dass hier Namensgleichheiten aufgefallen sind.

Hier ist vernünftiges Krisenmanagement gefordert, in dem alle Tatsachen offen gelegt werden und keiner versucht seine Hände in Unschuld zu waschen. Was ist so schwer daran einen Fehler zu zugeben, um Entschuldigung zu bitten und dann mit neuer Energie die Themen anzugehen, die wirklich wichtig sind.

Ich glaube , dass eine ehrliche Bitte um Entschuldigung beim Wähler, gleich welcher Partei, gut ankommt. Nobody is perfect. Es wäre schön, wenn die Presse dies auch akzeptieren würde, statt auf einen Rücktritt zu hoffen. Irgendwann gehen uns dann nämlich die Politiker aus.

16) Moon, Freitag, 26. April 2013, 13:23 Uhr

Man ist mittlerweile so desillusioniert und abgestumpft, dass man die schamloseste Selbstbedienung der herrschenden Kaste nicht mal mehr als Skandal erkennen kann. Ernüchternd.

17) Politikverdruss, Freitag, 26. April 2013, 14:17 Uhr

@Frank Reichelt 14)

FDP-Bashing hatten wir jetzt zwei Jahre lang. Nun sind mal andere dran. Hier z.B. eine interessante Meldung der DWN:

„Die SPD kommt in einer vertraulichen Analyse zu dem Ergebnis, dass die neue Anti-Euro-Partei bei der Bundestagswahl erfolgreich sein dürfte. Tritt die AfD in Bayern an, werde sie der SPD schaden. Fast bedauernd kommt das Papier zu dem Ergebnis, dass der Afd „bislang“ keine rechtsradikalen Positionen angehängt werden konnten.“ http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/26/spd-geheimpapier-die-afd-ist-sehr-ernst-zu-nehmen/

Ist ja gut zu wissen, dass das Anhängen „rechtsradikaler Positionen“ ganz offensichtlich bei der SPD dazu gehört, den politischen Gegner zu verunglimpfen.

18) Alex, Freitag, 26. April 2013, 15:42 Uhr

@ Erika:

Mir geht es so wie Erika, ich bin entsetzt über diese Dreistigkeit von Parlamentariern. Das ist eine durch und durch widerliche, verkommene Politik-Kultur und ich hoffe, dass die CSU dafür bei der kommenden Landtagswahl ihre Quittung bekommt.

Ich weiß aber auch, dass die SPD, FDP und sicherlich auch die Grünen als etablierte Parteien mindestens genauso verkommen sind. Es erinnertmich auch an Frau Schröder-Köpf, die jetzt fleißig Karriere macht in der Landesregierung.

19) Sigmund, Freitag, 26. April 2013, 20:08 Uhr

Seltsam: sonst wollen doch gerade CSU-Politiker, das die Ehefrauen nicht arbeiten gehen…. :-)

@Politikverdruss:
Deutsche Wirtschaftsnachrichten? Wo kriegen sie ihre Infos denn sonst so her: Kopp-Verlag, PI-News?

20) wschira, Freitag, 26. April 2013, 23:50 Uhr

@17) Politikverdruss

Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob Sie sich nicht im Thread verirrt haben. Hier geht es um Durchstechereien der bayrischen Amigos, ich weis nicht, was da die obskure Meldung eines noch obskureren Blättchens zu suchen hat.

21) manni.baum, Samstag, 27. April 2013, 06:48 Uhr

stellen Sie sich vor die Russen wären weiter südlich einmarschiert und hätten dort die Alleinherrschaft einer Partei etabliert, das wäre dann aber 1989 beendet worden.So haben wir den totalitären Spuk bis heute.

22) Peter Christian Nowak, Samstag, 27. April 2013, 12:59 Uhr

18) Alex
Bis dahin hat man die Sache schon vergessen. Ein Glück für die CSU. Die Sache kurz vor der Wahl, und es hätte für den Wahlausgang vielleicht Folgen gehabt.

23) Politikverdruss, Samstag, 27. April 2013, 14:14 Uhr

@ Sigmund, 19)

Reicht Ihnen folgendes als Antwort?

GG Art 5 (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten….

Oder wollen Sie mir einen Vorschlag unterbreiten, wie man das verhindern kann?

@wschira 20),

ich bin mir bei dem was Sie schreiben auch nicht immer so sicher…Also lassen wir es doch dabei und respektieren unsere jeweilige Meinung.

24) Doktor Hong, Samstag, 27. April 2013, 14:53 Uhr

Ich bin sicher, dass man diese Angelegenheit irgendwie in Peer Steinbrücks Schuhe schieben wird.

Ansonsten gibt es zu diesem Verhalten nichts weiter zu sagen, sofern man zu den Menschen mit einem festen ethischen Fundament gehört.

25) Manfred Wolff, Samstag, 27. April 2013, 17:43 Uhr

wird eigentlich auch geprüft, ob hier nicht unerlaubte, ja verbotene Kinderarbeit vorliegt?

26) Doktor Hong, Samstag, 27. April 2013, 18:32 Uhr

@21) manni.baum

Oder sie wären weiter nördlich einmarschiert: Schließlich hatten die Sowjets Österreich besetzt. :)

Die Österreicher versprachen Neutralität gegen den Abzug der Sowjets. So titelte dann der SPIEGEL: “Mit dem Hut in der Hand wird man ein befreites Land.” :)

27) karel, Sonntag, 28. April 2013, 14:09 Uhr

Auch die Bayern haben vom Rest der Republik gelernt,
eher selbst erst einmal in die eigenen Fleischtöpfe zu langen…….

28) karel, Sonntag, 28. April 2013, 14:14 Uhr

Doktor Hong

Wer nur “den Hut” in der Hand hat………
Wohl wahr. :-)

29) Olaf, Sonntag, 28. April 2013, 14:18 Uhr

Wie wir in der SZ heute lesen, hat auch die äußerst beliebte und im Umgang mit Menschen und politischen Gegnern ganz besonders feinfühlig warmherzige Famillienpolitikerin der CSU,, Frau Bär, sich als Arbeitgeberin selbstlos sozial betätigt.
Diese ganzen Pressekampagnen ändern nichts, da besonders im Republiksüden die Hinterfotzigkeit geschätzt wird. Is scho a Hund…ist ja ein Kompliment

30) Rapunzl, Freitag, 03. Mai 2013, 16:00 Uhr

Endlich wird einmal klar gestellt, dass sich Fakalakis-Land nicht in Griechenland sondern in Bayern befindet.
Hier (im landschaftlich zugegebenermaßen schönen Bayern) wo die mitteleuropäischen Werte mit den Füßen getreten werden, Korruption und Titelbetrug zum “guten Ton gehören” will man ja auch aus dem Länderfinanzausgleich raus.
Ich bin dafür diese kulturell und sozial rückständigen Bayern nach einer gewissen Übergangszeit aus der BRD und der EU auszuschliessen.

Nur ein Vorteil wäre: Dann würden wir auch die ganzen (Milch-, etc.) Bauernsubventionen einsparen, die immer noch Jahr für Jahr aus EU Töpfen nach Bayern fliessen.

Denn:
Bayern kennen ihre Freunde eben nur in der Not.

Denn sie passen kulturell und mental einfach nicht zum zivilisierten Teil Europas die “Fakalakis-Bayern”.

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