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Sonntag, 12. Mai 2013, 12:41 Uhr

Team ohne Botschaft

Eine glanzvolle Veranstaltung wird das nicht: Am Montag stellt Peer Steinbrück die ersten drei Mitglieder seines Kompetenzteams vor. Die wenig elektrisierenden Namen sind schon bekannt. Durchgestochen, während Steinbrück in Polen war, um vom bizarren Tempo-120-Streit zwischen Sigmar Gabriel und Steinbrück abzulenken. Sie werden der dümpelnden Kampagne des SPD-Kanzlerkandidaten keinen Schub verleihen.

Der eine, Klaus Wiesehügel, ist ein alter Gewerkschafter, Gegner der Agenda 2010 und der Rente mit 67.  Es wird einiger lustiger Verrenkungen der beiden Herren bedürfen, um so zu tun, als sei man auf einem Nenner. Hinzu kommt, dass Wiesehügel gar nicht in ein Kabinett Steinbrück eintreten will oder kann, weil er kurz vor der Bundestagswahl als Chef der IG Bau wiedergewählt werden will.

Der zweite, Thomas Oppermann, zweifellos ein gestandener Politiker, läuft sich hinter den Kulissen schon warm, um bei einer großen Koalition Frank-Walter Steinmeier als Fraktionschef abzulösen.

Das dritte Mitglied des Kompetenzteams, die Designprofessorin Geesche Joost, hat wenigenstens den Hauch des Unkonventionellen. Die Seiteneinsteigerin aber droht der Weg von Gerhard Schröders Seiteneinsteiger Jost Stollmann: nach der Wahl ist der Ausflug in die Politik vorbei.

Nein, diese Kandidaten jagen Angela Merkel keinen Schrecken ein. Auch nicht der nächste Schub, zu dem Thüringens Wirtschaftsminister Mattias Machnig und die Hamburger Justizsenatorin gehören sollen. Ein Schwergewicht, wie es zum Beispiel Edmund Stoiber 2002 in seinem Kompetenzteam mit Lothar Späth als Superminister aufbot, hat die SPD nicht im Team.

Namen sind Botschaften und mit starken Namen lassen sich starke politische Botschaften verbinden. Beides ist von Steinbrücks Kompetenzteam nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Wiesehügel und Steinbrück sind gegensätzliche  Botschaften.

Die SPD-Kampagne tritt auf der Stelle, die 30 Prozent erscheinen weiterhin in unerreichbarer Ferne. Währenddessen macht die Kanzlerin Wahlkampf auf ihre Art. In Afghanistan produzierte sie schöne Fotos mit Soldaten bei Würstchen mit Kartoffelsalat. Als nächstes kommt eine Privataudienz beim Papst und im Juni reist ihr wichtigster Wahlhelfer an, US-Präsident Barack Obama. Dagegen ist mit Wiesehügel und Machnig wenig auszurichten.

Ein Regierungschef kann sich immer besser inszenieren als der Herausforderer. Und er kann immer so tun, als sei das gar kein Wahlkampf, sondern normales Regierungsgeschäft.

Und genau das ist Merkels Botschaft: sie macht nach dem 22. September einfach so weiter wie bisher. Vielleicht mit einem anderen Koalitionspartner, aber das vertraute Gesicht an der Spitze bleibt. Und Steinbrück verabschiedet sein Kompetenzteam mit einem Katerfrühstück.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

45 Kommentare

1) Frank Reichelt, Sonntag, 12. Mai 2013, 13:15 Uhr

Obama als Wahlhelfer für Merkel?
Ich glaube nicht, dass sein Besuch der Kanzlerin besonders recht ist. Der charismatische und weltgewandte US-Präsident wird die manchmal etwas linkisch und Volksfern agierende Bundeskanzlerin ziemlich alt aussehen lassen.

Thema Kompetenzteam:
Diese Kompetenzteams, früher Schattenkabinett genannt, sind doch nur Showveranstaltungen, ein wenig Futter für die Presse. Wie man sieht funktioniert es, Michael Spreng stürzt sich gleich drauf und nimmt die Kandidaten auseinander!

Leider kann ich das jetzt natürlich nicht mehr beweisen, ich glaube aber, dass Lothar Späth bei einem Wahlsieg Stoibers nicht Minister, schon gar nicht Superminister, geworden wäre!

2) manni.baum, Sonntag, 12. Mai 2013, 14:36 Uhr

der neoliberale Segeltörn-Späth als “Inbegriff der Kompetenz” , mit Verdreifachung der Schulden in Ba-Wü während seiner Amtszeit.

3) Günter Springer, Sonntag, 12. Mai 2013, 17:47 Uhr

Herr Spreng
darf mann Sie als heimlichen Wahlkampfmanager von Frau Merkel begrüßen?!
Mann kommt aus dem Staunen nicht mehr raus…!

4) Sabine Zielke-Esser, Sonntag, 12. Mai 2013, 18:19 Uhr

Haben wir noch Themen? EU-Parlamentspräsident Schulz hat in Aachen die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa als „Schande“ bezeichnet. Danach lecker Mittagessen, heute wieder viel erledigt. Finanzminister Schäuble meinte, dass der „verschärfte“ Fiskalpakt „elastisch“ eingesetzt werden könne. Danach lecker Mittagessen, heute wieder viel erledigt.

Haben wir noch Themen? Ach ja, die SPD will den Regierungswechsel. Nach der Wahl lecker Katerfrühstück. Hat sich selbst erledigt.

5) BayernFan, Sonntag, 12. Mai 2013, 18:43 Uhr

Und wieder die Bayern !

Die Union wird immer mehr zum Grenzgänger des Gesetzes.

Heute Hadertauer.
Der Mann der Sozialminisiterin ist als Gerichtsarzt mal kurz
hingegangen und hat handgemachte Auto-Modelle um die 30.000 Euro
vertickert. Als Taschengeld wohl?
Und die Insassen durften es als Therapie ansehen.

http://www.stern.de/politik/deutschland/bayerische-sozialministerin-haderthauers-mann-handelte-mit-knast-produkten-2009493.html

Mei, woas fua oa schrecklia Mensch, is denn des?

Der Sumpf wird joa immer gresser.

Herrschoafszeiten.

Ob in Bayern gar kein Gesetz gilt?
Man meint es gibt nur ein weiß blaues Bazihandbuch.

tsss.

Da BayernFan

6) Maren P., Sonntag, 12. Mai 2013, 19:14 Uhr

‘Kompetenzteam’ und nicht mehr ‘Schattenkabinett’ heißt die Ansammlung ja deshalb, weil eben ein Ministerposten im Falle eines Sieges nicht mehr garantiert wird. Jeder Name bringt halt einige Zeilen … Ehrlich gesagt, ich wusste gar nicht, dass Klaus Wiesehügel noch lebt. Aber Totgeglaubte leben ja bekanntlich länger. ;-)

Es bleibt nun mal alles eine Frauge der Glaubwürdigkeit, weshalb Steinbrück und alle aus der ersten Reihe in der Ära des Basta-Kanzlers sich verbieten – auch bei den Grünen. Dabei wäre ich wirklich froh, diese schwarz-gelbe-weißblaue Selbstbedienungskamarilla endlich los zu werden.

7) Ingo Wuttke, Sonntag, 12. Mai 2013, 19:35 Uhr

Michael Spreng hat vollkommen Recht: mit starken, prominenten Persönlichkeiten im Kompetenzteam des SPD-Kanzlerkandidaten ließe sich bereits verlorener Boden wiedergutmachen, Publicity herstellen. Mit Altvorderen wie IG-Bau-Mann Klaus Wiesehügel und der weithin unbekannten Geesche Joost wird man beim politikinteressierten Publikum aber keinen Blumentopf gewinnen; die weniger interessierten Wahlbürger werden eine solch “prominente” Nominierung ins Kompetenzteam Peer Steinbrücks gar nicht erst wahrnehmen.

Dieses insgesamt wenig überzeugende Wahlkampfteam passt aber gut ins Bild eines rot-grünen Wahlkampfes, der einfach nicht auf Touren kommen will und zuletzt vor allem durch Steinbrücks verbale Aussetzer, grüne Steuererhöhungspläne und Gabriels Tempolimitforderung geprägt wurde. Der rot-grüne Wahlkampf erinnert z.Zt. eher an einen “Wahlkrampf”, und man fragt sich bei all den Auftritten, ob SPD und Grüne die Wahl wirklich gewinnen wollen oder diese nicht insgeheim schon abgeschrieben haben und vielmehr auf die Nach-Merkel-Ära 2017 schielen!

http://glossariumblog.blogspot.de

8) Don Corleone, Sonntag, 12. Mai 2013, 22:26 Uhr

“Team ohne Botschaft” ist ein wunderschöner Titel. Er umfasst aber nicht nur die SPD, sondern so gut wie alle Parteien Deutschlands, die an der Rangelei um wohlgefüllte Futterkrippen teilnehmen. Die einzige, aber vornehm unausgesprochene Botschaft der Kandidaten lautet: “Bitte wählt uns, denn außer Politik haben wir nichts gelernt! Wir sind leider unvermittelbar auf dem Arbeitsmarkt.”

Garniert wird dieses Werben durch die üblichen Verheißungen von Wohlstand für alle, Bestrafung der zu Dieben erklärten Fleißigen und Wohlhabenden, zu denen inzwischen auch die Mittelschicht gehört — und durch weitere Steuererhöhungen sowie “maßvolle” Aufnahme von Neukrediten, ohne die dieser schamlose Wählerkauf halt nicht funzt. Dies in Zeiten, in denen Herr Schäuble über unerwartet hohe Steuererträge sogar offiziell staunt. Aber die sind ja nur ein Tropfen auf den heißen Stein der täglich sinnloser, teurer und absurder werdenden Euro-Rettung, die wider besseres Wissen zur bundesdeutschen Staatsdoktrin erhoben wurde — ebenfalls von so gut wie allen Parteien.

Ich kenne nur eine Partei, die es wagt, ein anderes Lied zu singen als der Chor der Anbiederer und “alternativlos” Linientreuen. Sie wird allmählich flügge, und ihr Name dürfte bekannt sein.

9) Quintus, Montag, 13. Mai 2013, 00:35 Uhr

…. ach Herr Spreng ,
Wunschdenken oder einfach nur “Stuss ” ??

10) Tiffy, Montag, 13. Mai 2013, 00:40 Uhr

Die Tempolimit-Affaire kam mir auch sehr bizarr vor. Ist da Sigmar Gabriel Quartalsirrer gewesen oder handelte es sich um eine sorgfältig geplante Tat?

11) RCB, Montag, 13. Mai 2013, 04:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng, wieder kein großer Wurf, Ihr o.g. Aufsätzchen.

Eben wegen solcher Verrisse tut Steinbrück gut daran, im Voraus nur vage Vermutungen über eine evtl. Regierungsmannschaft verlauten zu lassen, sonst würde sie zerrissen, bevor der Wahlkampf richtig los geht.
Was Merkel treibt, ist auch nicht das Wahre, denn entgegen jeder offiziellen Statistik kenne ich kaum Jemand, der ihre Arbeit der letzten Regierungszeit positiv bewertet und infolgedessen ebenfalls fast Niemand, der sie noch eine weitere Legislatur als Kanzlerin haben möchte. Das gilt im Übrigen sogar für CDU/CSU-Mitglieder! Bei der FDP sieht das schon wieder ganz anders aus, denn die kann ohne die Union in keine Regierung mehr; falls sie denn überhaupt noch in den Bundestag gewählt werden sollte.
Was Obama betrifft, bin ich ganz bei @1) Frank Reichelt und ich denke zudem daran, wie Merkel mit ihm umgegangen ist, als er vor seiner ersten Wahl Berlin besuchte und er nicht dort auftreten durfte, wo es für ihn angemessen gewesen wäre. Der Mann merkt sich sowas, davon bin ich überzeugt.

Und überhaupt, unterschätzt mir Peer Steinbrück nicht. Der Mann stand vor der medienmäßig aufgemachten Honorar-Debatte noch weit vor Merkel in der Wählergunst und das nicht trotz, sondern wegen seiner Überzeugungskraft und er wird sich schon noch rechtzeitig vor der Wahl wieder von den vielen Diffamierungen erholen. Also abwarten und Tee trinken und vorerst einmal gar nicht auf den Sprengmeister hören, oder seinen Mutmaßungen vertrauen!

12) chi, Montag, 13. Mai 2013, 09:14 Uhr

Kleiner Hinweis zur Schreibung: Geesche Joost scheint mit Peer Steinbrück orthografisch zwar bestens zusammenzupassen, tatsächlich schreibt sie sich aber ohne Doppel-e: Gesche Joost.

13) Frank Reichelt, Montag, 13. Mai 2013, 10:47 Uhr

@ Tiffy

Es war eine sorgfältig geplante Tat!
Sigmar Gabriel macht bei den deutschen Autofahrern den “bad guy”, der ein Tempolimit fordert. Peer Steinbrück gibt den “good guy”, der die Forderung wieder kassiert und damit den Millionen Rasern im Gedächtnis bleibt.
Gabriel schadet es nicht, Steinbrück nützt es vielleicht etwas.

Die Deutschen lassen sich das Rasen nicht verbieten, genauso wie die Amerikaner sich nicht das Tragen von Waffen verbieten lassen! Dafür sorgt schon der ADAC, das ideologisch verblendete Gegenstück zur amerikanischen National Rifle Association (NRA).

14) Karola, Montag, 13. Mai 2013, 14:15 Uhr

Ja, so ist das mit den “Kompetenzteams”, eine nicht mehr so junge, aber immer noch dumme Form um morderne Verfahren in der Arbeitswelt vorzugaukeln.

Die Kompetenzteams die ich kenne, waren alle von Mitgliedern besetzt, die keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht hatten, aber geschickt dieses Wissen vortäuschen könnten.

Denn, wie ich las, hat auch der “schwergewichtige” Lothar Späth dem Herrn Stoiber nicht helfen können.

Diese Lüge des Wortes “Kompetenzteanzteam” zeigt, wie Spreng es treffend beschreibt, keine Ahnung, keine Durchsetzungskraft, keine Energie – einfach ein Null-Nichtig-Spiel.

Das kommt davon, wenn eine Partei sich selbst ihres Herzens beraubt. Sie hängt dann an einem Schrittmacher, der den Takt vorgibt, aber von Kraft, Mitgefühl und Fürsorge für den Sozialsozialstaat, die sozial Benachteiligten, Arbeitslosen, Rentnern, Kranke, also alles “schwache Glieder” in der Gesellschaft, die leicht abzuhängen sind, nicht mehr durchblutet wird.

Merkel jedoch wird davon nicht im positiven Sinn profitieren. Sie wird als Zerstörungskanzlerin der Sozialstaaten der EU in die Geschichte eingehen und der Schnurbart wird ihr erhalten bleiben.

15) W.Zimmer, Montag, 13. Mai 2013, 16:13 Uhr

Und nach dem 22. September – falls dann wieder A. Merkel Bundeskanzlerin sein sollte – werden wir mit Freuden alternativlose Steuererhöhungen in Kauf nehmen, weil die Bürger in diesem Land nur demjenigen die Stimme geben, der das “Blaue vom Himmel” verspricht. Die Pläne dazu hat der liebe Wolfgang schon längst in der Schublade.

16) Rapunzl, Montag, 13. Mai 2013, 18:59 Uhr

Stimmt schon. Steinbrück ist keinesfalls ein idealer Kandidat.
Allerdings wird Steinbrück alles möglich angedichtet während bei der Merkel-CDU weder die Verwicklung in nicht aufgeklärte Schwarz- bzw. Schmiergeldaffären, Titelbetrug, Mehrfacher Wortbruch was ihre Wahlversprechen angeht, etc. nicht zählt.

Das liegt meiner Einschätzung nach daran, dass die gesamte politische Berichterstattung, mittlerweile ausschliesslich vom (T-)Raumschiff Berlin ausgehend, längst über Merkels subtile Methodik gleichgeschaltet wurde.
Keiner traut sich kritisch über Merkel zu berichten. Anlass dazu gäbe es nach Jahren der von den Marktideologen um Merkel total verkannten Dauerkrise jedoch eigentlich genügend.

Ich behaupte die türkische Presse ist unterdessen mutiger und aufklärerischer als der Deutsche Presseschnitt.
Während bspw. in der Türkei ein kritischer Journalist fürchten muss ins Gefängnis gehen zu müssen, reicht es hierzulande mit dem Liebesentzug der abgehobenen Politblase Berlins zu drohen und schon werden aus kritischen Nachfragen
(Beispiel gefällig ? Siehe das heutige Beispiel über Merkels Kinobesuch im ehemals kritischen Blatt Der Spiegel. Andere Medien haben da über Merkels Tätigkeit als FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda zu DDR Zeiten geschrieben. Im neuen Spiegel wird daraus ein netter, öffentlichkeitswirksamer Kinobesuch mit Schleimspur-Effekt).
In diesem Klima wird Merkel tatsächlich nicht viel tun müssen um wieder gewählt zu werden.
Ganz im Stile Silvio Berlusconis (Roland Kochs “gutem Freund”) wird es auch bei Merkel weiterhin gut gehen.
Und Europa und die BRD werden weiter den Bach runter gehen.

17) Politikverdruss, Montag, 13. Mai 2013, 19:38 Uhr

@RCB 11),

Sie behaupten: „Und überhaupt, unterschätzt mir Peer Steinbrück nicht. Der Mann stand vor der medienmäßig aufgemachten Honorar-Debatte noch weit vor Merkel in der Wählergunst und das nicht trotz, sondern wegen seiner Überzeugungskraft und er wird sich schon noch rechtzeitig vor der Wahl wieder von den vielen Diffamierungen erholen.“

Belege, die Ihre Aussage stützen, habe ich nicht finden können! Ganz im Gegenteil: Nach dem ARD-Deutschlandtrend lag Steinbrück zu keiner Zeit vor Merkel. http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/ Das Politbarometer vom ZDF zeichnet ein ähnliches Bild.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie die o.a. Behauptung mal belegen könnten.

18) Peter Christian Nowak, Montag, 13. Mai 2013, 20:14 Uhr

Innerhalb des Persönlichkeitsprofils zwischen Obama und Merkel sind die Unterschiede eklatant sichtbar. Vor allem intellektuell ist Mr.President Frau Bundeskanzlerin überlegen. Auch abgesehen mal von seiner Ausstrahlung, hinter der Frau Merkel in Sack und Asche dackelt. Sozusagen gemäß ihrer Mutti-Attitude, von der jeder weiß, dass sie diese Attitude wie eine Auszeichnung aus der deutschen Bürgerlichkeit trägt. So was kommt bei einem Kaliber wie Obama nicht gut an.
Das weiß Obama auch von sich selbst und hat sich darauf vorbereitet auch mal ein Auge zuzudrücken, wenn Merkel dummes Zeug quatscht.
Deutschland kennt in den USA nur jemand, wenn man die Worte „Heidelberg“ oder „Münchner Oktoberfest“ nennt, um ungefähre Angaben seiner eigenen Herkunft zu machen.
Bei Helmut Schmidt war das anders. Der konnte fließend Englisch, hielt seine `lessons´ in gleicher Sprache. Schmidt kannte man. Der war in den USA ein Begriff.
Merkel gilt in den Medien der USA als so eine Art graue Maus aus einem mehr oder weniger unwesentlichen Staat von grauen Mäusen, den man nicht unbedingt kennen muss.

Steinbrück muss, wenn er denn noch einmal das Steuer herumreißen will, sein Programm mit Leben füllen. Und zwar in etwa mit der gleichen Überzeugungskraft, die Willi Brand seinerzeit hatte und dann auch die Wahl gewann.

Wenn es Steinbrück gelänge plausibel zu machen, dass die Regierungszeit Merkel bis jetzt eine einzige Katastrophe für Europa war, und falls sie an der Regierung bliebe, für ganz Deutschland werden wird, dann werden sich seine Chancen erhöhen. Falls es ihm gelänge die chaotischen Pläne der AfD als ein Katastrophenszenario für Deutschland zu zeichnen, als das, was sie in Wirklichkeit nämlich sind: eine wirtschaftliche Katastrophe, falls sie denn Wirklichkeit würden.

Falls es ihm gelänge, seine Politik mit Emotionen zu füllen, die andere mitreißt, dann hat Merkel mit ihrer drögen Hausfrauenrolle ausgespielt! Es geht darum, Frau Merkel als eine Frau zu demaskieren, der es einzig und allein um ihren Machterhalt geht und nicht um Verantwortung – weder für Deutschland noch für Europa.

Wenn aber die Leute lediglich die Steuererhöhung bis zum Wahltag im Hinterkopf behalten, dann wird es nichts. Es sei denn, Steinbrück gelänge die Überzeugungskraft, die notwendigen Pläne mit der Ergänzung Besteuerung des Hochfrequenzhandels an der Börse mit Verve anzugehen und sich plausibel zur Steuergerechtigkeit zu bekennen. Die Besteuerung des Hochfrequenzhandels bietet sich geradezu an, weil technisch mit wenig Aufwand durchführbar und weil hier enorme Summen generiert werden können.

Und wenn er dann noch erklären kann, dass die propagierten Steuermehreinnahmen in Wirklichkeit gar keine Mehreinnahmen aufgrund einer perfiden Zahlenmanipulation sind, dann dürfte er schon eine ganze Menge geleistet haben.

Steinbrück bleibt in der Tat hinter dem Bonus der Kanzlerin zurück. Dieses Pfund fehlt ihm. Das muss er ausgleichen. Das ist auch der positiven direkten und indirekten Kommentierung in den Medien zu verdanken. Die Medien sind im Umgang mit Merkel wenig bis erstaunlich gar nicht kritisch umgegangen. Man muss sich nur mal die Kommentare und Beiträge von Frau Dorothea Siems, die Maggie Thatcher von dem Springer-Blättchen die WELT.
Die Medien sind voll solcher Journalisten wie Siems. Und so hat die Bazooka kollektiver Meinungsmache gewaltige Spuren in den ziemlich einfach gestrickten Hinterköpfen deutscher Staatsbürger hinterlassen. Einfache, verständliche Slogans gelten auch in der Werbung als die wirksamsten.
Wenn erst einmal Hirne in eine gewisse Richtung strukturiert sind, so wissen die Neuro-Wissenschaftler, ist es sehr schwierig solche Strukturierungen rückgängig zu machen. Hierzu gibt es ausreichend Studien.
Man kennt es von den Festplatten im heimischen Rechner: Bei einem Virus muss neu konfiguriert werden.

19) Ralf S., Montag, 13. Mai 2013, 20:53 Uhr

Ach Leute: Der Wiesehügelwar doch nur mit dem Mund gegen die Agenda 2010, ebenso wie die anderen Gewerkschaftsfunktionäre in der damaligen SPD-Bundestagsfraktion: Die wurden alle von Münte souverän diszipliniert und haben brav abgestimmt….

Nein, die DGB-Genossen im Bundestag nehme ich nicht Ernst. Ich erinnere mich zu gut an Walter Riester, der ein schlecht gemachtes Rentenkonzept für private Versorgung bastelte, welches in allererster Linie Maschmeyers AWD und ähnlichen Drückerkolonnen half, dem gleichen Maschmeyer, für den Riester später als Vortragskünstler und Motivator der Drücker auftrat – wie auch Maschmeyers heutiger Geschäftspartner, der Ex-Wirtschaftsweise Prof Rürup…….

20) Walther Gruschel, Dienstag, 14. Mai 2013, 08:55 Uhr

Eines dürfte doch inzwischen feststehen, ” Die SPD will keinesfalls an die Regierung” !
Wie sonst sollte man sich dieses alberne Gehabe erklären? Das ist keine Partei, die Verantwortung übernehmen will.

Leider müssen wir mit dem alten Schmutz weiterleben!

Gute Nacht Deutschland

21) LaNormande, Dienstag, 14. Mai 2013, 12:19 Uhr

Bitte, verehrter Herr Steinbrück, erbarmen Sie sich Ihrer und engagieren Sie Michael Spreng, den Sprengsatz unter den Politikberatern, als Leader in Ihr ohne diese Koryphäe erfolgloses Beraterteam. Michael Spreng ist jener, der schon den Äh-Äh–, Äh-Flughafen-Logistiker, Öha-ehemaligen, von den eigenen CSU-Leuten abegesägten bayrischen Ministerpräsident Edi Stoiber so erfolgreich beraten hat. So erfolgreich, daß uns Stoiber als Bundeskanzler erspart geblieben ist, was wirklich ein großes Glück ist, schon rein rhetorisch. Ja, lieber Peer Steinbrück, ohne den großen Berater Michael Spreng, der in der für ihre Wahrheitsliebe und vorbildlichem Journalismus berühmten BILD-Zeitung sein Handwerk gelernt hat, wird es nichts werden mit der Kanzlerschaft.
Michael Spreng weiß ja auch, warum es Angela Merkel nicht kann und die Totengräberin ihrer CDU sein wird: Angela Merkel macht es wie Sie, Peer Steinbrück: Sie verzichtet auf die weisen, neunmalklugen Weisheiten des großen Meisters Michael Spreng, dessen wöchentliche Sprengsätzchen uns nun weiterhin das wüste Politikleben vernebeln.

22) Kerouacly, Dienstag, 14. Mai 2013, 12:46 Uhr

Herr Spreng,

hätte er keinen linken Agenda-2010-Gegner genommen, dann hätten Sie und viele andere Journalisten geschrieben, dass er den linken Flügek nicht berücksichtige.

Die SPD und Steinbrück kann dereit alles machen…es ist immer falsch.

Jetzt nominiert Steinbrück Wiesehügel – das sei nun falsch, weil er der Anti-Steinbrück sei. Hätte er es nicht getan, dann hätten Sie geschrieben, dass es falsch sei, dass er keinen Agenda-Kritiker ausgewählt hatte.

23) Schnorri, Dienstag, 14. Mai 2013, 16:21 Uhr

Der Wiesehügel will sich im Herbst nicht wiederwählen lassen. Er wäre also frei für neue Aufgaben!

Auch die anderen Parteien werden für jeden Posten schon einen Ministrablen Menschen vorweisen können, obwohl wohl klar ist, dass in Koalitionen nicht jeder Posten doppelt und dreifach besetzt werden wird, trotzdem wird sich ein Cdu-ler finden, der fürs Äussere spricht oder ein Fdp-ler für Finanzen oder ein Csu-ler für andere Dinge.

Die spannende Frage ist ja nicht, wofür die SPD nun genau steht, sondern, ob das Wahlvolk glaubt, dass es mit der Kanzlerin weiter am besten fährt. Denn Positionen vor jeder Wahl zerschellen sehr schnell an den Realitäten.

Der Professor aus Leipzig mit fester Überzeugung und festem Plan ist ja eben auch gescheitert – und zwar nicht wegen des Plans oder seiner Überzeugung!!

….

Ein schwacher Beitrag des Hausherrns.

24) irgendeiner, Mittwoch, 15. Mai 2013, 08:42 Uhr

“Team ohne Botschaft”? Frau Geesche-Joost Jost, die Kompetenzbolzin für Digitales und *Netzneutralität*, sitzt auf einer Stiftungsprofessur der Telekom ( http://www.designtransfer.udk-berlin.de/index.php?n=VeranstaltungenKurz.GescheJoost ), welche ja gerade versucht, die Netzneutralität im Abort der Profitmaximierung runterzuspülen.
In ihrem Lebensauf ( http://geschejoost.org/files/cv.pdf ) finde ich folgende Einträge, die Sie as Expertin auf den behaupteten Gebieten ausweisen:

Genau. Nix. Aber immerhin twittert sie seit ein paar Wochen, sollte wohl reichen, oder?

Die Botschaft lautet für mich: Wir pfegen weiter unsere Seilschaften und Lobbies, bloss keine Fachleute, denn immerhin ist der Staat und sind die Bürger für die Unternehmen da.

25) irgendeiner, Mittwoch, 15. Mai 2013, 08:47 Uhr

Nachtrag: dass ich nur Frau Geesche-Joost erwähne hat nichts mit ihrem Geschlecht zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass ich als Informatiker behaupte, vom Fach zu sein und darüberhinaus Expertise statt Gender bevorzuge.

26) Peter Christian Nowak, Mittwoch, 15. Mai 2013, 12:10 Uhr

@24)irgendeiner

Vielleicht helfen Sie mir mal auf die Sprünge: Wie forsche ich in Sachen Design? Geht das überhaupt? Ist Design nicht eine Art Kunstform, eine Art der Kommunikation? Sozusagen die “bildliche Informationsvermittlung”? Also, auf der Hochschule für Film und Fernsehen gibt es ja auch das Fach Filmwissenschaften mit verschiedenen Schwerpunkten wie Filmgeschichte, Darstellung, Wirkung von Bildern, Dramaturgie … usw.will das gar nicht länger ausführen.
Wollte nur sagen,irgendwie geht es hier auch um “Design” im Film.
Wenn Frau Joost sich lediglich mit Design beschäftigt hat, dann hat es doch nichts mit Informatik oder Netzwerksicherheit im weitesten Sinne zu tun, oder irre ich mich da?

27) Bernhard Paul, Mittwoch, 15. Mai 2013, 13:26 Uhr

Spreng hat ziemlich recht. Viele hier kritisieren ihn dafür (manche ziemlich unflätig), aber niemand widerlegt ihn. Die Antithese wäre dann schon auch interessant.

28) Michael, Mittwoch, 15. Mai 2013, 14:08 Uhr

Dieses “Kompetenzteam” ist der beste Beweis dafür, daß die Koalition mit der FDP weiterhin das Beste für unser Land ist. Rösler allein schon ist der SPD-Truppe tausendmal vorzuziehen, weil er mehr Grips im Kopf hat als die Genossen.

29) Hans-Hermann Uhl, Mittwoch, 15. Mai 2013, 16:25 Uhr

“Ein Schwergewicht, wie es zum Beispiel Edmund Stoiber 2002 in seinem Kompetenzteam mit Lothar Späth als Superminister aufbot…”
Eine Spreng-Idee?

30) Horst Klohocker, Mittwoch, 15. Mai 2013, 16:36 Uhr

Überzeugung und Steinbrück sind für mich immer noch zwei paar Stiefel. Die SPD hat nur eine Chance – Frau Merkel schießt einen „ganz dickem Bock“ und wird somit zum Wahlhelfer der Sozialdemokratie. Ansonsten wird der SPD eventuell nur die Rolle als Juniorpartner nach der Bundestagswahl bleiben und ein Herr mit Spitznamen „Peer–Wer?“ hat wieder mehr Zeit sich ein nicht unerhebliches Zubrot durch irgendwelche Reden zu verdienen!

31) m.spreng, Mittwoch, 15. Mai 2013, 16:37 Uhr

@ 29) Hans-Hermann Uhl

Nein, das hatte Stoiber schon vereinbart, bevor er mich engagierte. Auf meinem MIst ist aber Kompetenz (also auch Kompetenzteam) als Schlüsselbegriff im Wahlkampf 2002 gewachsen.

32) irgendeiner, Mittwoch, 15. Mai 2013, 17:42 Uhr

@26) Peter Christian Nowak
Wie das mit der Forschung funktioniert, erklärt Frau Gesche Joost z.B. da:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=HgzPZiQsZ8w#!
und wie man anderen Menschen, die ähnlich themenfremd sind, weissmacht, dass das was ganz tolles wäre, zeigt sie dort:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=l1mkKdCgWgQ
Dort erklärt sie auch zwischen 0:15 und 0:20 den Kern ihrer Arbeit. Blendend, oder? Was das alles jetzt aber mit “Kompetenz” in IT Dingen zu tun haben soll erschliesst sich mir auch mit sehr viel gutem Willen nicht.

33) G. Seifert, Mittwoch, 15. Mai 2013, 18:21 Uhr

Was soll der gute Peer denn machen – seit seiner vorzeitigen Ausrufung zum Kandidaten sind die Medien in schöner Einmütigkeit im Anti-Steinbrück-Modus. Hier ein echtes Fettnäpfchen, dort eine bewusst falsch verstandene, aus dem Zusammenhang gerissene Aussage, und schon kann man Meldung um Meldung fabrizieren; und immer schön jenseits der inhaltlichen Fragen, um die es ja eigentlich gehen sollte.

Das setzt sich jetzt beim Kompetenzteam fort: wie er es auch machen würde, es wäre sowieso falsch. Bei scheinbar schwachen Kandidaten heißt es, die würden keinen mitreißen; bei starken würde man schreiben, dass Steinbrück selbst auf dem Feld offenbar keine eigene Kompetenz hat; liegt jemand auf seiner Linie, kann man schreiben, dass er sich damit von der SPD entfremdet; vertritt jemand eine abweichende (“linkere”) Linie, schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen darüber, dass das ja nie gut gehen kann.

Ich stelle mir eigentlich guten Journalismus so vor, dass – neben aller sicher notwendigen Fokussierung auf die Personen – zumindest gelegentlich mal Fakten recherchiert und berichtet werden.
Klar kann ich heutzutage selbst die Wahlprogramme aller Parteien im Internet lesen und mir daraus eine Meinung zur Wahlentscheidung bilden. Aber es wäre bedeutend zeitsparender, die wesentlichen Unterschiede journalistisch aufbereitet verglichen zu bekommen, mit einer aufgrund langjähriger politischer Beobachtung fundierten Einschätzung, in welcher Konstellation diese Punkte tatsächlich realisiert werden könnten.

Mich interessiert weder, ob Steinbrück 25.000 € pro Vortrag kassiert, oder ob Angela Kasner in der DDR mal für Propaganda zuständig war … ich will wissen, welche Politik jeder von beiden im Falle des Wahlsieges die nächsten 4 Jahre machen will. Bei Frau Merkel wird man das nie erfahren können, da sie es selbst noch nicht weiß; aus dem Rückblick darf man vermuten, dass das fröhliche Zick-Zack weiter gehen wird – und das fände ich speziell in der Energiepolitik verheerend.

Also, Herr Spreng, schwimmen Sie doch einfach mal gegen den journalistischen Strom, udn liefern Sie uns wahlweise entweder mal Inhaltliches zru Bundestagswahl; oder, wenn Sie sich doch eher als Experten für Persönliches verstehen, dann halt mal kritsches Beäugen der Kanzlerin – oder warum nicht auch mal was Positives über Peer S. ??
Zu Zeiten der großen Koalition hat man doch auch oft genug gelesen, dass die beiden Stones eigentlich die Politik gemacht hätten, die jetzt (fast) alle gut findem …

34) Werner Berger, Mittwoch, 15. Mai 2013, 19:36 Uhr

Was ist eigentlich mit dem Wahlkampfmanager, der als sachsen-anhaltinischer Staatssekretär private Fahrten auch (!) außerhalb des Landes von der öffentlichen Hand ersttatet haben wollte bzw. angeblich erstattet erhalten haben soll? Passt doch irgendwie zu Steinbrück. Würde soetwas von Chr. Wulff bekannt, wäre das Geschrei vom “Schnorrer” groß, hier aber schweigt die links-liberale Presse.

35) Don Corleone, Mittwoch, 15. Mai 2013, 20:22 Uhr

31) m.spreng, Mittwoch, 15. Mai 2013, 16:37 Uhr

Zehndollarwörter wie “Kompetenz” und “Kompetenzteam” klingen freilich knusprig. Aber wirklich schmackhaft für den Wähler werden sie erst, wenn Kompetenz nicht nur zu Wahlkampfzeiten behauptet, sondern im real existierenden Leben bewiesen wird. Das hat auch was mit Hirn, Herz und Charakter zu tun …
YouTube ist voll von Politiker-Interviews und Geschwurbel aller politischen Schattierungen, die die Vermutung nahelegen, dass weder Galionsfiguren noch Hinlerbänkler in der Lage sind, mit beiden Händen ihren eigenen Hintern zu finden.

36) Beate, Donnerstag, 16. Mai 2013, 12:43 Uhr

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann jemals eine Politikerin wie Angela Merkel angreifbarer war, wie jetzt.

Man muß sich überlegen Frau Merkel will europaweit die Tarifautonomie abschaffen.

http://blog.arbeit-wirtschaft.at/europa-geht-anders-am-anfang-war-ein-nein/

Und die Medien schweigen.

Mag dass daran liegen, dass etliche Journalisten auf Kriegsfuss mit der Mathematik leben.

Sie sind anscheinend nicht in der Lage eine relative Größe (Wettbewerbsfähigkeit) von einer absoluten Größe (Produktivität) zu unterscheiden.

Die Nettoinvestitionen , die die zukünftige Produktivität unserer Volkswirtschaft und damit den Wohlstand unserer Enkel bestimmen ist rückläufig.

Kennst Du das Land in dem die niedrigen Löhne blühen.

Der Kuchen der europaweit gebacken wird, wird (dank Lohndumping) immer mehr von deutschen Arbeitnehmern gebacken.

Nur ESSEN dürfen sie davon nichts.

Die Gewinne aus dem Aussenhandel werden an 500 bis 1000 Personen in Deutschland verteilt.

Da sche… ich auf die Wettbewerbsfähigkeit und wünsche mir lieber eine steigende Produktivität und das wir gemeinsam in Europa immer größere Kuchen backen.

Und uns nicht darum streiten wer wieviel von einem immer kleiner werdenden Kuchen backen darf.

Das ist die reale Folge der Politik Merkels.

Die Verarmung immer größerer Teile des deutschen Volkes.

Und Steinbrück wird die Kapitaertragssteuer auf 5% senken.

Hoeneß hat ja trotz der Senkung Steinbrücks der Kapitalertragssteuern von 50% auf 25% weiter Steuern vermieden.

Der AFD fordert übrigens 25% auch für Einkommenssteuern.

Nur Hoeneß hat alle Annahmen Kirchoffs hierzu glatt wiederlegt.

“Wenn es eine ›Anspruchsinflation‹ gegeben hat, durch welche die Staatsfinanzen in ein strukturelles Defizit geraten sind, dann hat diese bei den Oberschichten stattgefunden, deren Einkommen und Vermögen in den letzten 20 Jahren rapide gestiegen sind, nicht zuletzt aufgrund von Steuersenkungen zu ihren Gunsten, während Löhne und Sozialleistungen am unteren Rand der Gesellschaft stagnierten oder gar sanken”

Wer ist auf die Idee gekommen Frau Merkel Mutti zu nennen.

Macht sie sich jeden Sorgen?

37) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 16. Mai 2013, 13:25 Uhr

@32) irgendeiner

Danke für die drastische Darstellung! Offensichtlich verwechselt Frau Joost IT-Kompetenz mit Marketing-Gag-Producer a la Tupperware-Party.
Auf einen Fachmann wie Sie es sind muss die Frau wohl wie ein beleidigender Anachronismus wirken…

@28) Michael,
Sie haben sich sicher verschrieben…wollten sie nicht “Gips” schreiben?

@30) Horst Klohocker
Den Bock hat sie längst erlegt. Die Leute haben den Braten nur noch nicht gerochen. Warten sie ab, bis die Wahl vorbei ist. Gegessen wird danach. Angerichtet ist es schon.

38) karel, Donnerstag, 16. Mai 2013, 18:15 Uhr

18) P.C. Nowak

Und zwar in etwa mit der gleichen Überzeugungskraft, die Willi Brand seinerzeit hatte und dann auch die Wahl gewann.

Sorry,
Willy Brandt gewann die Wahl nicht. Sie kamen nur auf 237 Sitze im Bundestag
Gewonnen hatte Kiesinger mit der CDU/CSU. Sie kamen auf 250 Sitze.

Die SPD “besorgte” sich lediglich die insolvente FDP dazu, um zu regieren.

1969 wurden sie in einer Geheimaktion der SPD mit einem Sechs-Millionen-Kredit vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt – ganz zufällig wenige Tage nach der Bildung der ersten sozialliberalen Regierung Brandt/ Scheel.

Mehr unter:
http://www.focus.de/politik/deutschland/parteien-die-macht-des-geldes_aid_181340.html

39) BayernFan, Donnerstag, 16. Mai 2013, 19:27 Uhr

Hier mal ein Team mit Botschaft !

PwC und [ Jemand ] ?

Die Botschaft

55 Mrd Fehlbuchung bei Hypo Real Estate( FMS Wertemanagement)

Da ist dem Steuerzahler ein Team ohne Botschaft
lieber, als ein versuchter Betrug um 55 Mrd mit Fehlbuchung.

Wer das Geld wohl gebraucht hat ?
PriceWaterHouse Coopers jedenfalls blockt
die Information.

Toll, wenn es bei wahrscheinlich völlig unterbewerteten
Immobilien beim Verkauf zu einem solchen Überschuß führt.

Dann könnte man meinen, eine Menge Banker, Gutachter und Jemand
profitiert haben.
Die Zeitungen glauben den Schuldigen gefunden zu haben.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hypo-real-estate-der-55-5-milliarden-euro-fehler-11510541.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/finanzminister-schaeuble-in-bedraengnis-milliarden-fehlbuchung-empoert-die-spd-1.1176520

Ich hab noch ne Frage.
Wer hat die unterbewerteten Immobilien gekauft?
Exakt die Käufer waren sicherlich auch speziell auserlesen.

Und eins steht fest.
Steinbrück war nicht beteiligt.
Das ist nur ein Verbal-Pechvogel und das dank
der entsprechend gut vorbereiteten Systempresse.
Es gibt Leute, die nur die eigenen Fragen beantworten.

;)

Gruß BayernFan

40) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 16. Mai 2013, 20:49 Uhr

(…)Nein, diese Kandidaten jagen Angela Merkel keinen Schrecken ein(…)

Diese Kandidaten vielleicht nicht, Herr Spreng, aber ihre eigene Politik, mit der sie Europa zerstört.
Geschichte ist unbestechlich, weil sie gar nicht anders kann.

41) Journalist, Freitag, 17. Mai 2013, 07:14 Uhr

@ 27) Bernhard Paul, Mittwoch, 15. Mai 2013, 13:26 Uhr

” Spreng hat ziemlich recht. Viele hier kritisieren ihn dafür (manche ziemlich unflätig), aber niemand widerlegt ihn. Die Antithese wäre dann schon auch interessant. ”

Ziemlich recht womit? Mit den Namen der Team-Mitglieder? Mit ihrer Kürzest-Beschreibung, ergänzt durch ein paar lose Annahmen, die in ihrer Qualität an die Vorhersage des (nicht erfolgten) Rücktritts von Uli Hoeneß anknüpfen? Nur nichtssagendes Bla Bla, was gibt es da schon zu widerlegen?

Kein Journalist fokussiert darauf, warum man bei Steinbrück wirklich alles zur Panne hochstilisiert, wärend die härteste Merkel-Kritik allenfalls auf ihre komischen Kostüme abzielt. Der Kandidat Steinbrück wird schlichtweg ausgesessen – von Merkel, von Gabriel, von der CDU, von der SPD, und auch von den Medien und Journalisten á la Spreng.

@ 33) G. Seifert, Mittwoch, 15. Mai 2013, 18:21 Uhr

Zustimmung.

Journalisten sind in der Regel überdurchschnittlich intelligent und hoch gebildet, doch meist ohne allzu dicken Draht zum wirklichen Leben. Sie leben davon, dass man Ihnen zuhört. Das führt meist zu der Eigensicht, dass man grundsätzlich Recht hat. Dazu kommt, dass einem handwerklich halbwegs begabten Journalisten die Worte später ausgehen als das Wissen. Und solange sie für die Worte bezahlt werden …

Es ist halt das gleiche Schema wie bei vielen Lehrern.

42) Alex, Freitag, 17. Mai 2013, 10:08 Uhr

@ Don Corleone.

Verehrter Don Corleone, Sie spechen bzw. schreiben mir aus dem Herzen! Genauso sehe ich es auch.

Das heutige langweilige Wahlkampf-Getöse, die schwurbeligen Talkshow-Diskussionen voller Selbstbeweihräuchrung und aufgeblähter Selbstdarstellung sind mir zuwider. Und was vor allem fehlt ist Kompetenz, Tatkraft und der unbedingte Wille auch unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen gegen das Gejaule der Gutmenschen.

Schuld bzw. Verantwortung für dieses Theater tragen alleine wir Bürger und Wähler. Denn wir alle haben genau diese Politiker gewählt. Was fehlt ist der Wutbürger, der auch mal auf die Barrikaden geht.

Ich stimme der neu gegründeten AfD-Partei in vielen Positionen inhaltlich nicht zu. Gleichwohl drücke ich diesen Protagonisten kräftig die Daumen für einen krachenden Wahlsieg. Denn eine neue Kraft muss die so blasse, farblose FDP ja ersetzen.

Wir brauchen also nicht nur Kompetenz oder Kompetenz-Teams, sondern vielmehr Politiker, die auch einmal durch Tatkraft und Durchsetzungsvermögen positiv auffallen!

43) Aachen, Freitag, 17. Mai 2013, 11:02 Uhr

Ach ja, fast akademische Analyse eins doch sehr einfachen Umstandes.
Die SPD hat keine Kompetenz in den eigenen Reihen, da holt man sich die von außen (Oppermann ausgenommen .. na ja). Bedeutet doch im Umkehrschluss, dass wir, das Volk, nur inkompetente Parteisoldaten in die Parlamente schicken. Letztlich ist/sind das/die Parlamente doch angeblich Abbilder unserer Gesellschaft. Somit sind nicht nur die Parteien inkompetent, die Parlamente inkompetent sondern wir alle auch, weil wir diese Abgeordneten doch als unsere politische Elite entsenden – oder?
Das ist übrigens Parteiübergreifend, da nimmt sich keine der etablierten Parteien aus. Traurig ist nur, dass keine politische Elite nachrückt … etwa die Piraten …
Wir haben die Regierung, die wir verdienen!

44) Peter Christian Nowak, Freitag, 17. Mai 2013, 17:26 Uhr

@38) karel,
Danke für die Korrektur!
Andererseits, die Perspektive auf Kiesinger wäre für den außenpolitischen Fortgang des Landes wenig erquicklich geworden, was sich sicher auch in der Geschichte widergespiegelt hätte. Ob es dann noch eine Vereinigung Mitteldeutschland/Westdeutschland im Sinne “jetzt ist zusammen, was zusammengehört” gegeben hätte?

45) senta rieger, Samstag, 18. Mai 2013, 02:51 Uhr

Ihr irrt Euch alle, der Wunsch, dieses “Mädchen” loszuwerden, ist enórm groß, wenn Steinbrück mal endlich auf den Putz hauen würde, und seine Subversiven aus der Kampa werfen würde, gelänge das nebenbei. Als Fundamentalgrünenwähler gebe ich diesmal der SPD meine Stimme, damit die Sache sicher läuft.
Besser wäre allerdings, Steinbrück wäre Kandidat ohne Partei.

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