Donnerstag, 19. September 2013, 16:55 Uhr

Ja, ich wähle Merkel

Ja, ich werde es tun. Ich werde Angela Merkel am 22. September meine Stimme geben. Nur mit 51 Prozent Überzeugung – wie bei fast allen Wahlen der letzten Jahrzehnte, ausgenommen 1998 (Schröder) und 2002 (Stoiber). Wieder eine Entscheidung mit Bauchschmerzen. Aber, was soll ich machen? Wahlenthaltung ist keine Alternative.

Also Merkel – trotz allem. Trotz ihres Einschläferungswahlkampfes, trotz ihrer Unfähigkeit, einen Zukunftsentwurf zu formulieren. Langweilig, aber berechenbar. Vernunft ohne Glanz. Vertraut.

Lange habe ich mit mir gerungen, denn ich nehme mit meiner Entscheidung in Kauf, dass auch die FDP weiter mitregiert – eine entleerte Partei, die nicht nur mich maßlos enttäuscht hat und die mit ihrer Regierungspraxis und ihrem Spitzenpersonal keinen Tag überzeugen konnte.

Wenn es wieder zu Schwarz-Gelb käme, würde ich mich ärgern, aber was ist die Alternative zu Merkel, die auch ich häufig kritisiert habe? Peer Steinbrück und seine SPD etwa?

Als sich abzeichnete, dass Steinbrück Kanzlerkandidat wird, habe ich mich gefreut. Auf einen Politiker, der soziale Gerechtigkeit mit wirtschaftlicher Vernunft verbindet, auf einen Mann klarer Worte und eines klaren Kurses. Auf einen Wahlkampf, in dem es doch noch eine Alternative zu Merkel geben könnte.

Zu früh gefreut. Heraus kam ein Steinbrück, der weder mit seinem Auftreten noch mit seinem Kurs (welchem eigentlich?) überzeugen konnte.

Ein Mann, der von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen stolperte, der in den Wahlkampf schlitterte wie ein Amateur.

Ein Mann, der sich so weit nach links verbog, bis er nicht mehr kenntlich war.

Ein Mann, der das Gegenteil von dem sagt, was er früher erklärt hat, der seine Wirtschafts- und Finanzkompetenz an der SPD-Garderobe abgegeben hat.

Ein Mann, der seine Glaubwürdigkeit und Authentizität verloren hat.

Die Grünen etwa, die sich sklavisch im Wahlkampf an diese SPD ketteten?

Die mit dem wertkonservativen und moderaten Erfolgskurs von Winfried Kretschmann nichts mehr zu tun haben, die sich einen Überbietungswettbewerb mit SPD und Linkspartei um Steuererhöhungen liefern?

Die ihre Kernkompetenzen Umwelt, Natur und erneuerbare Energien ihren neuen linken Themen unterordnen?

Deren Spitzenpersonal immer so tut, als sei es im Besitz der höheren Wahrheit? Deren penetrant erhobener Zeigefinger nicht nur mir auf die Nerven geht? Deren Spitzenkandidat sich nicht mehr daran erinnern kann, dass er früher für eine Legalisierung von Sex mit Kindern eingetreten ist oder die Kinderschänder zumindest toleriert hat?

Nein, sie scheiden auch aus. Weitere Parteien tauchten im Ringen mit mir selbst nicht auf. Die FDP aus den genannten Gründen nicht, die AfD nicht, weil ich ihren Anti-Euro-Kurs für gefährlich halte und “Die Linke” nicht, weil sie mir inhaltlich und personell völlig fremd ist.

Also Merkel. Das kleinste aller Übel. Hoffentlich als Kanzlerin einer großen Koalition.

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108 Kommentare

1) Uli, Donnerstag, 19. September 2013, 17:18 Uhr

Unabhängig von politischen Inhalte finde ich es schön, dass sie kund tun wen sie wählen und warum. Viele Deutsche “trauen” sich das ja nicht (mehr?), obwohl die CDU bei 40% steht gibt es kaum bekennende CDU Wähler. Ich finde das schade, den es tut gut auch mal die andere Perspektive zu hören. Warum wir alle die Linke wählen sollten, kann man ja an jeder Ecke im Internet nachlesen.

2) mee, Donnerstag, 19. September 2013, 17:33 Uhr

Hmmm … also wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, dass Ihr Kommentar einzig und alleine den Zweck erfüllt zu sagen: Ich wähle Merkel !
Ihre Argumente “wieso die Anderen” nicht und “wieso Merkel ach-ja-doch-leider” sind einfach zu wenig bestechend, wissen wir doch um Ihre analytische Schärfe.
Da wird an Steinbrück ausgeteilt, der ja so garnicht die selbst-gelegte Latte überspringen konnte, die Grünen wegen der Verrenkungen und die Linken weil Sie mit denen ja so garnicht warm werden können (trotz des verschiedentlich hoch gelobten Potentials eines Gysi oder einer Wagenknecht).

Hmmm … also ok, Sie werden Merkel wählen. Wollten Sie das vielleicht schon vor 3 Monaten ?

3) Walther Gruschel, Donnerstag, 19. September 2013, 17:41 Uhr

Es geht bei dieser Wahl nicht darum Merkel zu wählen oder nicht, sondern es geht meines Erachtens darum Frau Merkel mal mit einem Paukenschlag wach zu rütteln.
Da hat ja sogar Helmut Kohl in einer Legislatur mehr geschafft als diese Gelb-Schwarze Katastrophe.
Frau Merkel braucht dringend eine Bedenkzeit um festzustellen was man als Bundeskanzler/in zu tun hat.
Es darf so nicht weiter gehen
Aber leider ist uns dieses Glück ja nicht gegönnt.

4) von Freiburg, Donnerstag, 19. September 2013, 17:43 Uhr

Angela Merkel wird die Energiewende vermasseln und wenn es ganz schlimm kommt sogar Europa.
Weil Sie mit Ihrem Opportunismus bisher so erfolgreich war, wird sich weiterhin darauf beschränken zu verwalten und sich so wenig wie möglich mit den Großen anlegen.

Für die großen Themen halte ich sie einfach für zu hasenfüßig.

5) PeteR, Donnerstag, 19. September 2013, 17:43 Uhr

Ich finde es interessant, dass Sie bei Ihrer Wahlentscheidung in erster Linie auf die Performance der Kandidaten achten, Inhalte scheinen da wenig zu interessieren. Nun gut. Aber auch Ihre Schlussfolgerung ist mir unklar. Sie wollen keine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition, wählen diese aber. Müssten Sie als Anhänger einer großen Koalition nicht vielmehr die SPD wählen?

6) Hilarius, Donnerstag, 19. September 2013, 17:51 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung, Herr Spreng!

Sie sagen “das kleinste aller Übel” und befinden sich damit in guter Gesellschaft mit dem Herausgeber der linken Monatszeitschrift “konkret” Hermann L. Gremliza, einem überzeugten Kommunisten, der zum Teil argumentiert wie Sie.

Weil ich sowohl Sie als auch Herrn Gremliza sehr schätze und weiß, dass, politisch gesehen, zwischen ihnen beiden Welten liegen, bin ich umso mehr ratlos und muss zugeben, dass ich über diesen Sachverhalt etwas länger nachdenken werde.

Frau Merkel muss etwas sirenenhaftes an sich haben, was sich mir persönlich noch nicht komplett erschließt.

Trotzdem, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Wahlsonntag und solange Sie nicht die jämmerliche FDP wählen, machen Sie im Zweifel alles richtig!

7) Herr Bert, Donnerstag, 19. September 2013, 17:59 Uhr

Merkwürdig, auf meinem Wahlzettel wird der Name Angela Merkel gar nicht auftauchen …
Aber wen interessiert auch schon, wie unsere Demokratie eigentlich funktioniert 😉

8) Ulibru, Donnerstag, 19. September 2013, 17:59 Uhr

Werter Herr Spreng,
Respekt für Ihr öffentliches Statement.Dann geben Sie aber die 1. und auch die 2.Stmme für Frau Merkel.
Es ist mehr als peinlich, das eine Partei wie die FDP um Almosen betteln muss.Wenn schon CDU, dann bitte beide Stimmen.
Ich selber wähle anders, schon aus Familientradition. Mein Vater war nach dem 2.Weltkrieg Mitglied der SPD. Er hatte den Krieg miterlebt.Und jetzt warten wir das Ergebnis am Sonntagabend ab.

9) SG, Donnerstag, 19. September 2013, 18:05 Uhr

Also Merkel. Das kleinste aller Übel. Hoffentlich als Kanzlerin einer großen Koalition.
Ja, oder mit einer Fünfkommanochwas-Prozent-FDP, die Merkel dann die nächsten vier Jahre an die Wand drücken kann. So einen Fehlstart wie 2009 wird es nicht noch einmal geben, dafür ist Angie zu klug.

10) Freddy Schlimm, Donnerstag, 19. September 2013, 18:20 Uhr

Ja, ich auch.

11) riskro, Donnerstag, 19. September 2013, 18:43 Uhr

Dachte ich mir, dass Sie CDU wählen.

Ihre Argumente sind aber sehr dürftig.
Wenn Sie den SPD Kandidaten die Fettnäpfchenkür vorhalten; müssen Sie auch sagen, dass Sie und Ihre Zunft ihm diese FEttnäpfchen immer und immer wieder in den Weg gestellt haben, dass er zum Schluss nicht mehr in der Lage war; diesen auszuweichen. Ich bezeichnet das als miesen Journalismus auf dem man nicht stolz sein kann. Es ging nur darum jemanden zu diffamieren.
Sie halten Ihm vor, das Gegenteil zu sagen, gegenüber dem was er früher erklärt hat.

Lassen Sie mich mit dem Alten antworten: Was schert mich mein Geschwätz von gestern. Es kommt darauf an, was einer in der Zukunft machen möchte. Und wenn jemand das Gegenteil zu früher machen will., kann man es auch seiner Lehrnfähigkeit zuschreiben. Es ist immer besser aus Fehlern zu lernen, als Fehler immer und immer wieder zu wiederholen.

Trotzdem wähle ich Die Linken: erstmals. Gysi HAT RECHT; Steinbrück und die SPD ist an einer Politikänderung nicht wirklich interessiert. Diesmal geht es ihr nur um personelle Veränderungen um dann 2017 die Macht zu erlangen.

Spannend wir nur, ob die große Koalition 4 Jahre hält. Ich bezweifle es.

12) kleinErna, Donnerstag, 19. September 2013, 18:59 Uhr

Gut Herr Spreng, gehen wir mal davon aus, dass uns Allen letztlich nichts Anderes übrig bleibt, als das kleinere Übel zu wählen, dann bleibt Ihre Argumentation, dass Frau Merkel 51% bei Ihnen ausmacht, weiterhin erklärungsbedürftig. Das wäre ja die absolute Absolut-Mehrheit und so gut ist “uns Angela” beim besten Willen nicht! Der Nachteil ist, dass man mit Frau Merkel auch die Union mit ausgesprochen dürftigem Personal mit wählt und dass auch noch immer die große Gefahr besteht, dass die FDP wieder mit im Boot sein wird, wenn nicht gar noch die AfD (falls es für schwarz-gelb alleine nicht reicht). Eine eigentlich grauenhafte Vorstellung ist das, für mich!

Wenn man mixen dürfte, ein paar Abgeordnete von der CDU und von der CSU, ein paar von der SPD, einige von den Grünen und auch welche von der Linken (FDP und AfD würde ich eher komplett raus lassen!), dann könnte man sich einen Bundestag “schnitzen”, der dann auch gleich parteiübergreifend eine Regierung bilden könnte. WENN das Wörtchen WENN nicht wäre!
Es gibt im aktuellen Bundestag keine Partei, die nur Nieten hat (die FDP ist allerdings verdammt nah dran!) und deshalb ist es so jammerschade, dass die Kandidaten-Aufstellung jeweils parteiintern erfolgt, denn es sind beileibe nicht die Besten, die am Wahltag für uns zur Auswahl stehen. Ein optimales System scheint es nicht zu geben, sonst hätte es irgendein Staat auf dieser Welt ja schon!

Frau Merkel hat so Vieles nicht gemacht, was notwendig und auch machbar gewesen wäre und Vieles mit viel zu langer Überlegungsfrist viel zu spät und damit zu teuer entschieden, das macht sie aus meiner Sicht unwählbar. Sie hat gezeigt, was sie (und ihr “Personal”) kann und was sie nicht kann, dann sollte doch jetzt mal ein Anderer ran und zeigen, ob er’s besser kann oder nicht. Schlechter laufen würde es vier Jahre lang auch unter Peer Steinbrück nicht, die Chance aber, dass er es besser macht, sollte man ihm und uns geben, finde ich.

Verehrter Sprengmeister, Sie haben sich bereits entschieden, also wählen Sie das auch. Alle Anderen sollten sich, sofern sie noch im Zweifel sind, das Vorstehende nochmal zu Gemüte führen und dann erst entscheiden. Im Übrigen verweise ich, wie schon öfter, auf den Wahl-o-Mat, dessen Ergebnis man ja nicht unbedingt befolgen muss, es nutzt aber schon zu wissen, wo man steht und/oder wie weit man von dem entfernt ist, was man eigentlich wählen wollte.

13) Ste, Donnerstag, 19. September 2013, 19:02 Uhr

Lieber Herr Spreng, Sie wissen schon, dass es nie eine Partei geben wird, die genau auf Sie zugeschnitten ist? Ich danke Ihnen jedoch für ihre FDP-Erkenntnis. Aber Ihre Argumente gegen die SPD klingen für mich an den Haaren herbei gezogen, denn das gleiche kann man insbesondere von den Anfängen der schwarz-gelben Koalition unter Merkel sagen: “von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen stolperte”, “wie ein Amateur”, “Glaubwürdigkeit und Authentizität verloren”, “Wirtschafts- und Finanzkompetenz an der […]Garderobe abgegeben hat” usw. Ihre Argumente FÜR Merkel sind gleich Null, daher verstehe ich Ihre Bauchschmerzen, aber mit einer Stockholm-Syndrom-Reaktion werden diese eher noch schlimmer… Wohl bekomms.

14) Don Corleone, Donnerstag, 19. September 2013, 19:12 Uhr

@ Herr Spreng

Für jeden Wähler, der am Sonntag seinen Zettel einwirft — lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass es viele sind —, ist der Weg zum hingemalten Kreuzchen ein Slalom genau jener Art, die Sie beschreiben. Man bedenke aber: Die Gefahr, im nächsten Tor links oder rechts rauszuschlittern, wohnt jedem Slalom inne.

Warum Sie aber schreiben: “… die AfD nicht, weil ich ihren Anti-Euro-Kurs für gefährlich halte”, bleibt ein bisschen unklar, da Sie nicht deutlich werden.

Was, bitteschön, ist daran gefährlich, dass Sie, Ihre Kinder und Enkel wenigstens eine Chance erhalten, die (von Ihnen und den Ihren unverschuldete) Europa-Krise mit ein paar schmerzhaften blauen Flecken zu überleben, anstatt für Generationen enteignet zu werden? Um eine verendende Milchkuh namens EU zu retten, die nicht nur finanziell, sondern auch politisch und kulturell in den letzten Zügen liegt? Und schlicht nicht mehr gemolken werden kann, von wem auch immer?

Denn nicht nur der Euro ist marode. Der europäische Gedanke, zu Adenauers und de Gaulles Zeiten noch vital und gesund, ist den Entmündigern, Bevormundern und Planwirtschaftlern in den Schoß gefallen — den Subventionsbetrügern, Neokommunisten und Misswirtschaftlern nicht nur an ihren Rändern ebenfalls. That’s the name of the game, sir.

Und immer mehr Menschen schnallen das, obwohl die Mainstream-Medien immer noch die heile EU-Welt ausposaunen. Und einen ~70-jährigen Frieden, den wir angeblich der EU, in Wirklichkeit aber der NATO und dem Kalten Krieg verdanken.

Na, vielleicht wackelt Ihr Kreuzerl in der Kabine doch noch, Herr Spreng? 🙂

15) Günter Springer, Donnerstag, 19. September 2013, 19:16 Uhr

Ach Herr Spreng,
dann begeben Sie sich auch iin die Reihen der Medien, die von Anfang an (seit Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD ist) einen beschämenden und unfairen Wahlkampf gegen Peer Steinbrück geführt haben und bis zur letzten Minute führen und ich sage ganz bewußt, daß die Medien einen Wahlkampf geführt haben, der ihnen nicht zusteht.
Auch die Umfrageinstitute suggerieren den Wählern, standig daß Rot-Grün keine Aussicht auf den Gewinn der Wahlen haben und was ist das anders als Suggestion, wenn den Wählern von allen Seiten ständig geradezu eingehämmert wird Steinbrück taugt nichts, der ist unwählbar. Ist das vielleicht Faihrnis ?. Lernt man soetwas wenn man Journalistick studiert?
Lassen Sie sich nur weiter von der Frau Merkel einlullen, sie hat Agit.-Prop. von damals gut verinnerlicht und ich weiß, wovon ich rede, ich habe Agit.-Prop miterleben dürfen.

16) Günter Springer, Donnerstag, 19. September 2013, 19:19 Uhr

Herr Spreng, erlauben Sie mir noch eine kleine Nachbemerkung:
Ihre Begründungssätze hören sich an als würde Frau Merkel Pate stehen.

17) Wolfgang Wabersky, Donnerstag, 19. September 2013, 19:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng!
Wie Sie nach Aufzählung aller CDU-/Merkel-Negativa hier das “kleinere Übel” sehen und wählen wollen, erschließt sich mir nicht. Ihre Begründung der Nichtwählbarkeit der anderen etablierten Parteien ist allerdings nachvollziehbar. Das vermeintlich kleiner Übel zu wählen, hat sich i. d. R. als falsch erwiesen, weil es sich nur allzu schnell als größtes entpuppte. Genauso dumm wäre es, eine Partei bloß deshalb zu wählen, weil man eine andere verhindern will. Man sollte eine Partei wählen, mit deren Inhalten man weitgehend übereinstimmt, auch wenn man damit das Risiko eingeht, dass die Stimme wegen der die 5%-Klausel “verlorengeht”. Verloren wäre sie ja eigentlich auch, wenn man sich zähneknirschend für das kleinere Übel entscheidet. Ihre Begründung zur AfD und zur LINKEN ist eigentlich keine, sondern einfach nur eine flache Bemerkung.
Es ist doch einfach nicht zu übersehen, dass die etablierten 4 Blockparteien gerade in der gegenwärtig wichtigsten Problemfrage, dem EURO-Kurs, definitiv nichts zustande gebracht haben. Kein Problem wurde gelöst, die Schulden der Bundesrepublik dafür immens erhöht. Es wäre angebracht, dass neue Ideen in den BT kämen, denn jede Stimme für die Etablierten bedeutet, die gegenwärtige Politik zu prolongieren: Reformstillstand, Langeweile, neue Rettungsschirme, Steuererhöhungen. Deshalb ist eher damit zu rechnen, dass die Depolitisierung der Bevölkerung nach der BTW weiter zunehmen wird, selbst wenn sich diesmal ein paar bisherige Nichtwähler “zurückmelden”. Ich finde, Sie denken zu sehr in ausgetretenen Bahnen, sehen zu wenig, dass unsere Demokratie erstarrt ist und dringend weiterführender Ideen bedürfte.

18) Brigant, Donnerstag, 19. September 2013, 19:37 Uhr

Ihr Mut zu diesem Bekenntnis in allen Ehren, aber Sie scheinen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen, wenn man sich genau anschaut, wie Sie ihre Wahlentscheidung begründen.

Ich stimme mit Ihnen vollkommen überein, dass man auch dann sein Kreuz machen sollte, wenn man mit einer Partei, ihrem Programm und ihren Repräsentanten nicht zu 100% einverstanden ist, sprich das (subjektiv) geringere Übel wählt. Das gehört nun mal zu den wenigen Bürgerpflichten in einer Demokratie. Sollte es jedenfalls.

Dennoch hatte ich gerade von Ihnen erwartet, dass Sie weniger nach der individuellen Performance der Spitzenkandidaten gehen (die bei Frau Merkel bei aller Sympathie nicht unbedingt besser ist), als nach den Inhalten und Erfolgen (sofern sie denn existieren). Womöglich rührt dieser einseitige Fokus von einer “Berufskrankheit” ihrerseits her, wer weiß…

Mal ganz davon abgesehen erschließt sich mir nicht, wieso es wahrscheinlicher sein soll, eine große Koalition zu bekommen, wenn man die CDU wählt:

1. Für Rot-Grün wird es nicht reichen, das weiß jeder.

2. Für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel müsste mindestens ein Spitzenpolitiker seine Glaubwürdigkeit opfern, vom Imageschaden für seine Partei gar nicht zu reden.

3. Dagegen sind Schwarz-Gelb und sogar Schwarz-Grün alles andere als vom Tisch.

Dieser Logik nach, und Ihrem Koalitionswunsch entsprechend, müssten Sie daher doch eher die SPD wählen, oder nicht?

Ansonsten funktioniert Ihre Begründung jedenfalls nicht richtig.

19) VB, Donnerstag, 19. September 2013, 19:38 Uhr

Noch nicht die ZEIT gelesen heute, Herr Spreng? Wer die Große Koalition möchte, muss SPD wählen (oder Grüne oder Linke)! Einen Kanzler Steinbrück riskiert man damit wohl kaum. Wer CDU wählt, darf sich nicht ärgern über weitere vier Jahre “Wildsau- und Gurkentruppe”!

20) Gregor Keuschnig, Donnerstag, 19. September 2013, 19:51 Uhr

Wie sich die Zeiten ändern. Vor vier Jahren wählten Sie FDP, damit es nicht zu einer Großen Koalition kommt.

Tatsache ist: Nach der Bundestagswahl wird es – egal wie sie ausgeht – zu einer Super-Großen-Koalition kommen: Aus CDU/CSU/SPD/Grüne – im Bundesrat. Merkel wird im Bund eine lahme Ente bleiben, wenn es nicht zur Großen Koalition kommt.

Wie sich die Zeiten ändern.

21) IANAL, Donnerstag, 19. September 2013, 20:00 Uhr

Ein Konservativer wählt CDU. Die Nachricht des Tages! 😉

@6 Hilarius: Gremliza hat allerdings nur gesagt, dass er, wenn er denn wählen würde, was er aber mit Sicherheit nicht tun werde, am ehesten vielleicht Merkel wählen würde. Und sein Hauptargument war, dass Merkel in einer Rede am Rande erwähnt hat, dass auch sowjetische Soldaten an der Befreiung Deutschlands vom Faschismus beteiligt waren. Dieses Argument finde ich bei Spreng jetzt dann doch nicht wieder…

22) Werner, Donnerstag, 19. September 2013, 20:10 Uhr

Auf Spiegel Online gibt es einen sehr treffenden Artikel, warum wir eine liberale Partei brauchen (allerdings nicht unbedingt DIESE FDP). Die Entscheidung “FDP oder nicht FDP” ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber irgendwer sollte schon da sein, der vielleicht doch mal seine Aufgabe darin verstehen könnte, ein Gegenstück zu dem Regulierungs- und Bevormundungswahn zu sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Also doch FDP. Egal ob sie jetzt in der Regierung oder in der Opposition zu Rot-Schwarz sitzen. Hauptsache irgendwas Liberales im Bundestag.

23) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 19. September 2013, 20:16 Uhr

Klare Kante gegen Mutti. Es scheint, dass Mutti zumindest die Oberhand behält. Steinbrück wird sich hüten als Co-Pilot noch einmal zur Verfügung stehen zu wollen. Soll es der Gabriel machen! Vielleicht auch der Steinmeier. Aus seiner Sicht hätte Steinbrück Recht. Denn er wollte den Wechsel (nach Links) in Deutschland nie so recht. Links ist nicht Seins. Nahles liegt ihm nicht.

Trotz allem, Merkel gewinnt durch ihren (knappen) Sieg nicht ein Mehr an Vertrauen. Das latente Misstrauen, selbst aus treuer Wählerschaft, bekommen Bauchgrimmen. Und das Bauchgrimmen wird bleiben.
Und eins bleibt auch: erleichtertes Aufatmen aus allen Winkeln der Republik. Ein Aufatmen der Erleichterung, weil die FDP in die Opposition verbannt ist. Endlich!

Bleibt nur noch die Frage, ob sich Merkel nicht doch einen Pyrrhussieg ergattert hat, trotz aller Euphorie bei manchen ihrer Anhänger. Denn die Probleme bleiben: die ungelöste Finanzkrise, das unüberhörbare Ächzen Europas unter der Last von Arbeitslosigkeit und Rezession.
Da gibt es allein in Deutschland über 7 Millionen Menschen, die nicht wissen, ob sie am Ende des Monats noch Strom und Miete bezahlen können. Jedes 7. Kind lebt in Armut. Dann die prekären Beschäftigungsverhältnisse, die keine vernünftige Lebensplanung zulassen…

Steinbrück ist sicher ein kluger Kopf. Er hat seine Kanzlerschaft mit einem Junctim verbunden, mit einem „Entweder“-Oder“: entweder mit den Grünen oder gar nicht!
Steinbrück ist kein Mensch mit kognitiven Schwierigkeiten, sondern ein ziemlich systematischer Denker. Er hat es vorher geahnt, spätestens nach seinem verstolperten Start, die Querelen mit dem Tandem Nahles/Gabriel und dem im Hintergrund stehenden Steinmeier. Steinbrück wusste, dass es mit dem Wechsel nichts werden wird. Mit Rot/Grün. Wo doch die Grünen für steigende Strompreise verantwortlich gemacht werden! So jedenfalls haben die Medien das kolportiert.

Dennoch, probieren kann man´s ja! So sein persönliches Petitum. Nicht sehr wahrscheinlich, dass es klappt. Aber wir probier´n es.

Steinbrück konnte aber keine Wechselstimmung im Volk herbeizaubern. Das war eines der Ursachen, warum es nicht klappen wollte.

Nun also Merkel. Weiterhin Merkel.
Merkel wird jetzt Deutschland beweisen müssen, dass ein Schuldenschnitt nie und nimmer infrage kommt. Einer der wichtigsten Bausteine für die Bevölkerung. Das zumindest erwarten die CDU-Wähler.

Dass Steuererhöhungen unter keinen Umständen infrage kommen. Dass ihre Vorstellungen zu Ökonomie tragfähig sind. Dass sie Lösungen für die zu erwartende Altersarmut findet, ohne den Privatisierungswahn einer FDP fortzusetzen.
Dass sie ein funktionierendes Rezept finden muss, dass Mieten und Energie nicht ins Unendliche wachsen. Dass all ihre Versprechen nicht nur Schall und Rauch waren und ihre Taktik des Sedierens weiter Teile der Bevölkerung nichts weiter waren als dreiste Wählertäuschung.
Desgleichen die taktiche Übernahme sozialer Komponenten aus dem SPD-Programm, je nach Stimmungslage in der Bevölkerung, dass die nichts weiter waren Fragmente ihres schon penetranten Machtinstinkts. Wenn es nur bei diesem Machtinstinkt bleiben sollte, wird Merkel das auf Dauer nicht reichen.

Merkel steht unter öffentlichem Erwartungsdruck! Die Menschen erwarten von Merkel, dass ihre Politik sich auch in der Zukunft als richtig erweist.
Andernfalls wird man ihr die Steinbrück´sche Fahrradkette um den Hals hängen…

Die ersten hundert Tage sind vielleicht noch Schonfrist. Dann aber…

24) winfried, Donnerstag, 19. September 2013, 20:19 Uhr

Ja – ich wähle keine Alternativlosigkeit, zumal ich weiß das unser Geldsystem keine Chance mehr hat und unsere Politiker einigen Milliardären dienen und nicht dem Volk!

http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/article/nur-zwei-buecher

25) Martin Schmitz, Donnerstag, 19. September 2013, 20:41 Uhr

Zu kurz gedacht Herr Spreng. Selbstverständlich ist für Sie als Westdeutscher die Partei Die LINKE fremd, weil Sie noch im kalten Krieg geboren und durch ihn erzogen wurden.
Wer hält denn den Finger in die Wunde der Ungerechtigkeiten? Wer hat den nachgefragt, ob die BRD Chemikalien nach Syrien geschickt hat. Wer hält denn den Bundestag lebendig. Wenn die LINKE nicht im Bundestag wäre, würde der Bundestag zu einem Schnarchverein verkommen, wovon wir eigentlich nicht mehr weit sind.
Merkel wird dieses Land weiter zerstören und ins Chaos stürzen. Ich bin fest der Meinung, dass Merkel Honeckers letzte Rache gegen das System BRD ist, denn ein selbständiger und souveräner Staat war und ist die BRD nicht.

26) Paul, Donnerstag, 19. September 2013, 20:46 Uhr

Die Mehrheit der Befragten wünscht sich diese große Koalition. Ich nicht. Zwar löst auch bei mir diese FDP nur Dauerkopfschütteln aus, aber die Alternative ist ein Graus. Dass Steinbrück keinen Ministerposten annehmen wird, darf wohl als gesetzt gelten. Aber bitte – müssen wir uns dann Siggi, die indiskutable Fehlbesetzung Nahles und das Schröderimitat Steinmeier wirklich im Kabinett vorstellen. Nein, danke.

27) ElBarto, Donnerstag, 19. September 2013, 20:46 Uhr

Kann man sicher respektieren. Ich halte es da eher mit Berger:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18692

Merkel wird uns allerdings wohl erhalten bleiben, von daher kann ich Ihre Ansicht irgendwie verstehen.

28) Anicea, Donnerstag, 19. September 2013, 21:01 Uhr

Nein, ich wähle Merkel nicht – und das zu 100 % und ganz ohne “Bauchschmerzen”.

Die Kanzlerin hat in den 8 Jahren ihrer Amtszeit auf keinem Feld überzeugen können.
Angefangen bei ihrer unsäglichen Personalpolitik über ihren Unwillen, sich eindeutig zu positionieren bis hin zur mangelnden Fähigkeit zur Selbst kritik. (die beste BR egierung seit `89) und die Weigerung, über relevante Belange der Bevölkerung überhaupt nur reden zu wollen.

Was wir von Merkel zu erwarten haben ist simple Verwaltung der Aktiengesellschaft Deutschland. Zu wenig, um das für die Bürger heraufziehende Ungemach zu bewältigen.

Steuerhöhungen wird es auch mit Merkel geben (müssen), da mache man sich nichts vor.

Steinbrück, bewußt als Scheinalternative ins Rampenlicht gezerrt ist das selbe in lila. Ob der Kanzler nun nur im Hosenanzug oder auch zusätzlich mit Schlips ausgestattet, macht für den Normalbürger NULL Unterschied. Beleg dafür ist die Oppositionasarbeit der sPD, die de facto nichts anderes war, als verkappte Groko

Bleibt nur: eine möglichst starke Opposition zu wählen, um dieser müden Kanzlerin wenigstens hier und da Beine machen zu können.

29) Dr. Patch, Donnerstag, 19. September 2013, 21:05 Uhr

Ich kann Angela Merkel nicht wählen, weil ich nicht im Wahlkreis 15 wohne oder Abgeordneter im Bundestag werde.
Tun Sie das, Herr Spreng?

30) Journalist, Donnerstag, 19. September 2013, 21:12 Uhr

Lieber Herr Spreng,

Ich kann Ihren Meinungen zwar weitgehend folgen, selbst wenn die Steinbrück’schen Probleme, anders als Sie es implizieren, durchaus nicht selbstgemacht sind. Wären Sie der Berater Steinbrücks, hätten Sie treffendere Argumente auf Lager. Sei es drum.

Aber das Sie Frau Merkel als kleineres Übel wähnen, verwundert mich sehr, vergleichen Sie doch Äpfel mit Birnen. Denn für die Linke, die SPD, die Grünen, AfD können Sie nur Vermutungen über eine mögliche Leistung, über mögliche Ergebnisse anstellen; Fakten liegen nur zur CDU und zur FDP vor, und die zeigen ein gruseliges Bild.

Letztendlich ergeben Sie sich Ihren Ängsten und Vorurteilen und ziehen eine bekannte Person vor, selbst wenn deren Passivität und (teilweise) Unfähigkeit belegt ist und von Ihnen erkannt wurde.

“Sie kennen mich”, hat Frau Merkel gesagt, ihr einziges Argument, und es scheint zu reichen.

Kollegiale Grüße

PS: Ein bisschen beneide ich Sie. Ich kann noch nicht sagen, wo meine Kreuzchen landen werden

31) goerch, Donnerstag, 19. September 2013, 21:45 Uhr

“Ein Mann, der das Gegenteil von dem sagt, was er früher erklärt hat”…

das ist natürlich etwas, was man frau merkle unter keinen umständen vorwerfen könnte *hüstel*…

32) Michael, Donnerstag, 19. September 2013, 22:00 Uhr

Was haben eigentlich alle gegen die FDP? Nein, nicht alle, aber doch etliche Kommentatoren und Journalisten und Meinungsmacher und sonstige Stimmungskanonen. Rösler ist doch einer der integersten Politiker im Land überhaupt! Vergessen, daß er es war, der Gauck gegenüber Merkel durchgesetzt hat? Und Brüderle, ja Brüderle! Er ist derjenige, der den Mittelstand wie kein anderer versteht und sich für ihn einsetzt – für die Unternehmer, die Selbständigen, die Freiberufler, die Leute, die den Karren ziehen in unserem Land, jedoch in der politischen Debatte überhaupt nicht mehr vorkommen, es sei denn als Melkkühe. Es ist doch nach wie vor so, daß der Wohlstand, über dessen Verteilung sich SPD, Grüne und Linke einen Überbietungswettbewerb leisten, von den Fleißigen erarbeitet werden, nicht von den Schwätzern. Ja, ich höre sie schon, die hochnäsigen, wasserpredigenden und weinsaufenden Neosozialisten aller Couleur, die sich im Besitz der ewigen Wahrheit wähnen, wie sie lästern über die angebliche Partei der Apotheker und Ärzte und Anwälte und Hoteliers und Großindustriellen. Dabei ist sie nach wie vor die Gewähr dafür, daß Merkel sich nicht wieder in einer unsäglich trägen großen Koalition durchwurschteln muß, die sich wie Mehltau über das Land legen würde. Wer Freiheit will, macht sein Kreuz bei der FDP, der einzigen Partei, die wirklich etwas davon versteht. Ja, ich wähle Rösler! Und mögen die Grünen das Debakel erleben, das sie der FDP wünschen; sie hätten es sich redlich verdient.

33) Claus Eltfeld, Donnerstag, 19. September 2013, 22:16 Uhr

Bei aller Wertschätzung,
Sprengsatz heute: mehr lauer Pubs, als Detonation.

34) Dedalus, Donnerstag, 19. September 2013, 22:17 Uhr

@Hilarius: Haben Sie einen Link zu Herrn Gremlizas Aussagen parat? Würde mich interessieren, was er genau schreibt, aber leider konnte ich bei einer schnellen Google-Recherche bisher nichts finden.

35) Tiffy, Donnerstag, 19. September 2013, 22:20 Uhr

Schade, dass sich Peer nicht mehr Mühe gegeben hat. Ich habe nämlich mit meiner grünen Stimme die – zugegebenermaßen gewagte – Hoffnung, dass es zu einer Ampel kommt. Sie stützt sich vor allem darauf, dass Wolfgang Kubicki in den Bundestag kommt und eine führende Position einnehmen wird.

36) Eric Eggert, Donnerstag, 19. September 2013, 22:26 Uhr

Ja, das ist sinnvoll. Nicht. Aber Hauptsache es ändert sich nix. Sonst hätte man jemanden mit einer Meinung…

37) tanne, Donnerstag, 19. September 2013, 22:40 Uhr

Und wie glaubwürdig ist merkel denn bitte? Stichwort Ausstieg vom Ausstieg, wulff, guttenberg, röttgen, betreuungsgeld… ist das glaubwürdig, gar nachhaltig? Nein, dann lieber den Wahlzettel durchstreichen, als nochmals merkel wählen!

38) Rapunzel, Donnerstag, 19. September 2013, 23:26 Uhr

Na herzlichen Glückwunsch. Kaum das Sie hier Ihre Wahlentscheidung kundtun, kommen dier ersten Kommentare auf, die selbst das Recht der freien geheimen Wahl hierzulande schlecht reden (siehe Kommentar Nr. 1).

Ich kann den größten Teil ihrer Argumente die gegen eine Wahl einer anderen Partei als der CDU sogar nachvollziehen.
Ihre Schönfärberei der Merkel-CDU schlägt jedoch dem Fass den Boden aus.
Um mich nicht in endlosen Aufzählungen zu ergehen, möchte ich hier nur beispielhaft an den ZickZack-Kurs Angela Merkels zum Atomausstieg (wahrlich kein kleines Projekt) erinnern. Das nennen Sie Herr Spreng berechenbar ?
Ist Ihr Motiv zu dieser Art von Wahlwerbung sicher nicht von Ihren persönlichen Interessen als Hauptstadtjournalist getragen ?

Schade finde ich, dass Sie -ihre Wahlentscheidung mag ich an Sich gar nicht kritisieren- einen solchen Schritt wie diesen offensichtlich für nötig befunden haben.

Nebenbei bemerkt finde ich, dass geringere Übel wären Politiker die das Grundgesetz wenigstens kennen znd unsere Grundrechte wahren.

39) Jeff, Donnerstag, 19. September 2013, 23:40 Uhr

Lieber Herr Spreng,
Sie wünschen sich eine große Koalition – aber was tun Sie dafür? Selbst wenn der Fettnäpfchen-Sammler Steinbrück selbst nicht in Frage käme (aber wer von uns kann ihn schon direkt wählen?), so muss es doch auch (ausreichend) Leute geben, die SPD wählen. Treffen die Umfragen zu, wird die CDU keine Probleme haben, genügend Stimmen zu bekommen, um die Kanzlerin zu stellen. Andererseits kann die SPD aber dann jede Stimme gebrauchen. Also – strategisch wählen! Vor allem aber nicht FDP, deren Programmdiskussion seit letztem Samstag zu einer Zweitstimmenbettelaktion zu verkommen scheint.

40) joe, Donnerstag, 19. September 2013, 23:43 Uhr

Ja, Herr Spreng, da wählen Sie also CDU, weil Ihnen die anderen Parteien zu wenig CDU sind. Sie sollen Ihrer Meinung nach so “moderat” und “vernünftig” sein, dass sie als CDU light durchgehen. Aber wenn die anderen CDU light sind, kann ich ja gleich das Original wählen. Wie man’s also wendet: Sie wählen halt CDU. Jedem eben die Partei, bei der er sich kulturell am wohlsten fühlt.

41) Martin Dauser, Freitag, 20. September 2013, 00:21 Uhr

Lieber Herr Spreng,

was sie zu den einzelnen Parteien geschrieben haben, kann ich größtenteils nachvollziehen. Allerdings fällt mir auf, dass sie zur Union nichts geschrieben haben. Offenbar gilt für sie CDU = Angela Merkel. Meiner Meinung nach ist das etwas oberflächlich. Und eine CSU gibt es ja auch noch.

Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich allerdings, wie man mit dem Motiven “Angela soll Kanzlerin bleiben und es soll eine große Koalition geben” zu einer Wahlentscheidung für die CDU kommt.

Wer CDU wählt, nimmt billigend Rösler, Westerwelle, Brüderle, Niebel, … in Kauf, sofern es zu einer schwarz-gelben Mehrheit reicht. Fällt diese Mehrheit dann auch noch denkbar knapp aus, dann ist es meiner Ansicht nach fraglich, ob die Regierung tatsächlich stabil ist und die nächsten 4 Jahre überstehen wird. Angesichts heikler Abstimmungen wie die vorhersehbaren kommenden Rettungspakete könnte die Regierung Kanzlerschaft von Angela Merkel wesentlich schneller in Gefahr geraten als man heute denkt. Das gilt umso mehr, falls die FDP nur knapp über 5% liegt und deshalb sehr nervös agieren wird.

Mit Ihrer Motivlage gibt es meiner Ansicht nach sinnvoller Alternativen für die Wahlentscheidung.

1. Möglichkeit: SPD
Dass sie der SPD nicht ihre Stimme geben, begründen sie im Wesentlichen damit, dass Ihnen Merkel lieber als Kanzler ist als Steinbrück. Dass Steinbrück eine Chance hat, Kanzler zu werden, halte ich für völlig geschlossen. Ich gehe davon aus, dass die SPD für den Fall, dass es für Schwarz-Gelb nicht reicht, eine große Koalition eingeht. Rot-rot-grün halte ich für ausgeschlossen. Denn eine Mehrheit für rot-rot-grün wäre rechnerisch nur sehr knapp. Die Grünen zunächst einmal sehr mit sich selbst beschäftigt sein, um ihr Wahldebakel aufzuarbeiten und müssen sich für die Zukunft neu aufstellen. In dieser Phase scheiden sie als verlässlicher Partner für rot-rot-grün aus. An Neuwahlen wegen einer gescheiterten Regierungsbildung kann die SPD auch kein Interesse haben, den es fehlt einfach derzeit an anderen realistischen Machtperspektiven für die SPD. Es spricht also viel dafür, bei Ihrer geäußerten Motivlage SPD zu wählen.

2. Möglichkeit AfD:
Hier kann ich schon nachvollziehen, dass man aus prinzipiellen Gründen einer Partei wie der AfD nicht seine Stimme geben will. Trotzdem möchte ich erwähnen, dass bei der Motivlage “Kanzlerin Merkel + Große Koalition” prinzipiell eine sinnvolle strategische Option ist. Kommt die AfD über 5%, ist Schwarz-Gelb (ebenso wie Rot-Rot-grün) ausgeschlossen. Damit wäre das Ziel erreicht.
Diskutieren kann man jetzt noch, ob die AfD dauerhaft gefährlicher ist, wenn sie 5,1% bekommt oder wenn sie 4,9% bekommt. Meiner Ansicht nach wäre es für die AfD leichter, als starke außerparlamentarische Opposition weiter an Zuwachs zu gewinnen und sich dauerhaft etablieren zu können, als wenn sie sich im jetzigen Zustand im Parlament zeigen muss. Sie wäre nicht die erste Protestpartei, die im Parlamentsalltag entzaubert wird.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Dauser

42) Erika, Freitag, 20. September 2013, 00:22 Uhr

und was wählen Sie da?

außer Mutti, (die finden Sie berechenbar?)

Lohnuntergrenze oder Mindestlohn
Kopfpauschale bei der Krankenkasse
wieder längere Laufzeiten bei den Kernkraftwerken
Schuldenschnitt in Griechenland oder doch raus aus dem Euro
vielleicht gibt es ja ein Tempolimit auf Autobahnen (was ich begrüßen würde, wurde ja schließtlich auch von der Aussetzung der Wehrpflicht und der Abschaltung der Kernkraftwerke positiv überrascht)
Regulerung der Banken
neues Steuersystem und Regelung der MWSt (war das nicht schon letztes mal versprochen)

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was Sie ganz sicher bekommen:
jubelnde Merkel beim Fussball, Merkel umgeben von Papageien, Merkel mit Pinguinen, Merkel im Hubschrauber über Windrädern, von Merkel inszenierte Bilder

Ich wähle Steinbrück und bei Verhandlungen würde ich, wenn ich Steinbrück wäre, auf die Abschaffung des Betreuungsgeldes bestehen, keine Maut vereinbaren, zudem eine Entschuldigung von Merkel wegen ihrer Vorwürfe zur Unzuverlässigkeit der SPD in Euro-Fragen einfordern und wenn diese Bedingungen erfüllt sind, könnten Koaltionsverhandlungen beginnen.

Die SPD wird Merkel , wenn überhaupt nur zu Ihren Bedingungen wählen.

Aber wie es aussieht, gibt es ja schwarz/gelb und dann die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat. Buhh Zumindest wurde diese Regierung nicht mit meiner Stimme gewählt.

43) Doofrind, Freitag, 20. September 2013, 00:50 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

wie Sie sich am Sonntag entscheiden, ist natürlich Ihre eigene Entscheidung. Selbst wenn ich dezidiert anderer Meinung bin als sie, was am Sonntag die beste Wahl wäre, ziemt es mir nicht, Sie dafür zu kritisieren.
Kritik üben will ich aber bezüglich Ihrer Trittin-Pädophilie-Aussage. Nach allem, was ich dazu lesen konnte, geht es um folgende Passage, die er nicht mal selbst verfasst hat, sondern nur presserechtlich zu verantworten:” Der entgegen weit verbreiteter Ansicht noch immer bestehende § 175 muß ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden. Die §§ 174 und 176 StGB sind so zu fassen, daß nur Anwendung oder Androhung von Gewalt oder der Mißbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses unter Strafe stehen.”

Selbst ich als Jura-Student wäre mir nicht sicher, ob ich mich nach 32 Jahren noch daran erinnern könnte, gegen eine solch verklausulierte Textpassage keine Einwände erhoben zu haben. Daher halte ich die Aussage des Soziologen Trittin durchaus glaubwürdig. Wer glaubt denn im Ernst, dass er – auch als Verantwortlicher – in der Schlussredaktion jeden einzelnen Paragraphen nachblättert, v.a. weil ja nichts von Minderjährigen oder Kindern geschrieben steht.

MfG

Bauer Doofrind aus BY

44) Florian Schöbel, Freitag, 20. September 2013, 01:04 Uhr

“Deren Spitzenkandidat sich nicht mehr daran erinnern kann, dass er früher für eine Legalisierung von Sex mit Kindern eingetreten ist oder die Kinderschänder zumindest toleriert hat?”

Sie sind ja nicht mehr bei Trost. Als wenn SIE je was anderes gewählt hätten bzw. wählen würden als die Neocons. Ciao.

45) JG, Freitag, 20. September 2013, 01:05 Uhr

Danke für Ihre Offenheit. Aber erinnern Sie sich eigentlich – wie offenbar viele Deutsche – nicht, wie furchtbar Sie die letzte große Koalition fanden, wie sehr Sie ihre Ablösung herbeigesehnt und wie Sie doch wohl auch deshalb FDP gewählt haben? Und war Ihr Argument damals nicht: Fast alles ist besser, als wenn diese sozialdemokratische Bundesregierung aus Union und SPD weiterwursteln dürfte?

P.S.: Mein Tip: Wenn es die AfD nicht über die fünf Prozent schafft (was wahrscheinlich ist, denn nicht genügend Demoskopen haben in Aussicht gestellt, daß eine Stimme für diese Partei nicht verloren ist), darf Mutti mit Fipsi und Co. weitermachen. Und wer ist dafür verantwortlich? Nun, in erster Linie mal alle, die CDU, CSU und FDP ihre Stimme gegeben haben.

46) sven, Freitag, 20. September 2013, 01:14 Uhr

Das überrascht mich doch sehr, die inhaltliche analyse und Logik vermisse ich gänzlich. Und wie peteR frage ich mich wieso Sie taktisch dann die CDU wählen.

47) wschira, Freitag, 20. September 2013, 02:02 Uhr

Herr Spreng,
ich mag Ihre Kommentare meistens, obwohl ich nicht Ihre politische Richtung vertrete (aber, bei genauerem Hinsehen: Welche Richtung vertreten Sie eigentlich? Die Wahl von Schröder, Stoiber und jetzt Merkel zeigt jedenfalls, dass Sie sehr flexibel sind.). Nur Ihre Charakterisierung von Frau Merkel lässt mich stocken und dann müde grinsen: “Langweilig, aber berechenbar”. Das einzig Berechenbare an Frau Merkel ist ihre Unberechenbarkeit. Ich will jetzt nicht die ganzen Volten aufzählen, die sie geschlagen hat und die dem gemeinen CDU-Hinterbänkler und dem braven Wähler den Atem stocken und den Kamm schwellen liessen.

48) us, Freitag, 20. September 2013, 06:36 Uhr

Mir kommt es ein wenig vor, das Sie den Beitrag geschrieben haben weil auf den Nachdenkseiten auch ein Wahlbekenntnis steht 😉

PS: Ich nicht.

49) Bert Grönheim, Freitag, 20. September 2013, 06:55 Uhr

Ich sitze vor dem Computer und frage mich, woher meine Unschlüssigkeit zur Wahlentscheidung stammt. Die Informationsgrundlage für Wähler war schon immer dürftig. Schon Konrad Adenauer wird der Satz zugeschrieben: was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern. Wenn man sich tatsächlich ein Bild machen wollte, müsste man wahrscheinlich rund um die Uhr verschiedene Informationsquellen auswerten. Wenn man damit durch ist, dürfte die Recherche schon wieder veraltet sein. Wenn ich in meinem Gedächtnis krame, welche Themen es in die Medien geschafft haben und inzwischen wieder verschwunden sind, könnte ich wahrscheinlich eine ellenlange List erstellen. Wobei es mir nur um die Themen geht, die voraussichtlich irgendwann wieder “hochkommen”. 2 Buchtitel sind mir im Gedächtnis geblieben: Club of Rome – Die Grenzen des Wachstums und Folgeveröffentlichungen, und Wassermann – Die Zuschauerdemokratie. Beide uralt, beide für mich erkennbar ohne große Wirkung. Ich bin selbst ein Beispiel für das, was ich gerne bei Politikern kritisieren würde. Ich war 1 x im Düsseldorfer Landtag bei einer Ausschußitzung, 1 x bei einer Ratssitzung. Die jeweiligen Kandidaten, die in meinem Wahlkreis für mich arbeiten sollen, müsste ich zunächst im Internet suchen. Ich habe mich jedenfalls bisher nicht aktiv mit Eingaben oder anderen Aktionen zu Wort gemeldet. Damit sitze ich am Rande des Spielfelds und kann nicht reklamieren, daß ich keine Gelegenheit zur Teilhabe hatte. Es spricht einiges dafür, die Partei zu wählen, die zumindest eine einigermaßen stabile Regierung erwarten lässt. Eine ernst zu nehmende Oppositionspartei ist für mich nicht erkennbar. Zumal “Die Grünen” für mich ein Beispiel dafür sind, wie eine ehemalige alternative Partei durch Einbindung in den Machtapparat erfolgreich zum Schweigen gebracht wurde. Ich fürchte, meine Ratlosigkeit dürfte auch bei manchem Mandatsträger eine Rolle spielen. Bleibt für mich noch der Punkt, das Politik eigentlich noch nie nur in und für Deutschland gemacht werden konnte. Es gibt inzwischen so viele neue Unwägbarkeiten, daß kaum anzunehmen ist, daß in den jeweiligen Administrationen mehr Überblick herrscht. Ich halte es auch zunehmend für ein Problem, daß Mandatsträger durch immer neue Gesetze glauben, irgendetwas ordnen zu können, während “draussen” je nach Kassenlage entweder begabte Anwälte oder Steuerberater Schlupflöcher suchen oder schlicht und einfach gegen Gesetz verstossen wird. Kriminalität ist nicht neu; die neue Qualität ist für mich, das Spekulieren auf die zunehmende Überlastung und Planlosigkeit der Justiz und vieler Verwaltungen. Und um ein Gegenargument direkt aufzugreifen: ich habe auch keine Lösung. Mich verstört nur das regelmässige Abfeiern der enorm guten Lage in Deutschland, während in meinem Umfeld immer mehr Läden und Büros leerstehen, die Infrastruktur zusehends verkommt und das x-te Mal Themen hochkommen, die teils seit Jahrzehnten ungelöst sind.

50) retorix, Freitag, 20. September 2013, 08:19 Uhr

@ 5) PeteR … ja, genau das dachte ich auch.

51) Alexander, Freitag, 20. September 2013, 08:51 Uhr

Lieber Herr Spreng, versuchen Sie doch bitte einmal mit der AfD!

Ich stimme Ihrem Kommentar gerne zu bis auf Ihr Statement bezüglich der AfD. Die AfD ist die einzige Partei, die die kritischen und eben auch unangenehmen Themen aufs Tablett bringt und als Newcomer in so kurzer Zeit ein beachtliches Profil aufgebaut hat.

Die AfD-Forderung nach einer potenziellen „geordneten Auflösung des Euro-Währungsgebietes“ und die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde sollte nicht tabuisiert werden.

Seit drei Jahren sind die erheblichen Fehlkonstruktionen im EURO-Währungssystem, die Dimensionen der Staatsverschuldungen in den südlichen EU-Ländern bekannt. Und wenn es der Politik nicht gelingt, den “Karren wieder flott zu kriegen”, dann ist es doch legitim, über einen Austritt aus diesem Währungssystem nachzudenken.

Die aktuellen Regierungen ignorieren die fehlerhafte EURO-Währungsarchitektur, sie finanzieren über Anleihen den Status Quo und verhageln uns allen die Zukunft.

Unabhängig von der politischen, inhaltlichen Diskussion finde ich es beachtlich, wie schnell die AfD im politischen Spektrum sich etablieren konnte bisher. Das wäre doch auch einmal ein Thema für einen Ihrer nächsten Kommentare

52) Frank Reichelt, Freitag, 20. September 2013, 09:21 Uhr

Herr Spreng wählt eine Partei, deren Vorsitzende und Bundeskanzlerin die NSA-Abhöraffäre nicht nur weitestgehend ignoriert und kleinredet, sondern von ihrem Kanzleramtsminister sogar kurzerhand für beendet erklären läßt!

Die informationelle Selbstbestimmung scheint ihm ja nicht besonders wichtig zu sein, für einen Journalisten ein bemerkenswertes Statement!

53) W.Zimmer, Freitag, 20. September 2013, 09:31 Uhr

Jede Stimme gegen Merkel + Rösler ist eine gute Stimme. 😉

Deshalb werde ich weder CDU, FDP, SPD, Grüne, AfD, LINKE wählen. Sympathie aufsteigend von links nach rechts. 😀

Ich werde Original-Orange wählen.

54) Katharina Kowalska, Freitag, 20. September 2013, 09:57 Uhr

Ich auch.

Ich denke, es gibteigentlich aktuell nur eine Frage, die für alle Menschen in Deutschland schicksalhaft ist. Das ist die Bewältigung der Schuldenkrise in Europa. Der Blick in die Nachbarländer zeigt, wie schnell alles ins Rutschen kommen kann, wenn die jeweiligen Regierungen versagen (siehe Italien, Spanien. Portugal, Griechenland usw.). Dann leiden alle Bürger, ohne dass den Einzelnen persönliche Schuld trifft.

Merkel ist der Garant dafür, dass die Gratwanderung weiterhin glücken kann (nicht muss). Katastrophal wäre ein Absturz von diesem Grat. Also entweder unmittelbare Haftung der Deutschen für die künftige Schuldenaufnahme aller EURO-Länder (“EURO-Bonds”). Das wäre eine Enteignung der Deutschen. Ebenso fatal wäre eine Auseinanderbrechen der EURO-Zone. Wenn z.B. Italien ausscheiden müsste, dann wäre Deutschland auch erledigt, weil wir dann alle Forderungen an Italien abschreiben müssten. Dann wären z.B. alle deutschen Versicherer mit einem Schlag platt.

Eine Schwächung oder gar Abwahl von Merkel würde die deutsche Position in Europa beschädigen. Das wäre schlecht. Deshalb Merkel wählen.

55) Sabine Zielke-Esser, Freitag, 20. September 2013, 11:38 Uhr

@ 14) Don Corleone

Ich habe mich jetzt bis Kommentar 54 durchgefressen; Ihr Beitrag gefällt mir am besten.

Ich werde meine Zweitstimmte den Grünen geben, obwohl sie den Wahlkampf restlos versemmelt haben. Mit dem Thema „Steuererhöhung“ haben sie den Strick geliefert, an dem sie täglich aufgehängt wurden, ich habe das vom ersten Tag an befürchtet. Den Grünen fehlte der Wahlkampfmanager Michael Spreng; am falschen Ende gespart.

Mit der AfD sympathisiere ich. Sprengs Bemerkung, deren Euro-Kurs sei gefährlich, ist mir zu lapidar. Das Welt-Finanzsystem wird zur Zeit von den USA und Japan an die Wand gefahren. Würden wir den blinden Passagier Griechenland aus dem Euro hinauskomplimentieren, wäre das ein stärkeres Euro-Bekenntnis als ein quälendes Rettungspaket nach dem andern.

56) Hilarius, Freitag, 20. September 2013, 11:55 Uhr

@IANAL: Natürlich argumentieren Gremliza und Spreng nicht deckungsgleich und die Befreiung Deutschlands und Europas durch die Alliierten bzw. Sowjetsoldaten ist sicherlich Gremlizas Hauptargument, weil er diesen Klartext bisher nur von Angela Merkel so gehört hat.
Eine gewisse Faszination bezüglich Merkel nehme ich aber auch bei Gremliza wahr, auch wenn das nicht explizit im Text steht. Von der parlamentarischen Linken halten Gremliza und Spreng beide nicht viel und das wäre eine weitere Gemeinsamkeit.
Dass zwei so unterschiedliche Menschen Frau Merkel wählen oder in “Versuchung geraten” (Gremliza) könnten, finde ich einfach sehr interessant.

@Dedalus: Gremlizas Kolumne ist online als Audiodatei verfügbar unter:

http://www.konkret-magazin.de/start/gremlizas-kolumne.html

Ansonsten finden Sie den Text in der aktuellen konkret (9/2013).

57) Peter Christian Nowak, Freitag, 20. September 2013, 12:24 Uhr

Ich werde Merkel nicht wählen. Ich wähle sie nicht, weil ich das nicht mit meinem Gewissen verantworten kann.
Merkel und ihr Anhängsel FDP halte ich für Deutschland UND Europa für ein Sicherheitsrisiko. Mit ihrer Person ist eine zunehmende Gefährdung inneren Friedens in Deutschland verbunden. Damit gefährdet Merkel und ihre FDP auch den sozialen Frieden in Europa.

58) jps-mm, Freitag, 20. September 2013, 12:31 Uhr

Wirtschaft klagt über Stillstand bei Energiewende

Die deutsche Wirtschaft hat den Stillstand bei der Energiewende beklagt. Die Merkle-Regierung führe die Fäden nicht zusammen, kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Industrie-Bundesverbandes BDI, Markus Kerber, im Handelsblatt. Die nächste Regierung müsse rasch „einen verläßlichen Fahrplan für die dringend notwendigen Reformen einzuleiten.“

Die Merkel hat bereits einmal skrupellos – gegen den ausdrücklichen Willen der Bürger – die „Verlängerung“ der Atomlaufzeiten durchgezogen und wird im Zweifelsfall nicht davor zurückschrecken, erneut eine Atomwende einzuläuten. Denn die CDU-FDP-Regierung hat keinerlei Interesse an einem Erfolg der Energiewende (Windkraftanlagen, Solaranlagen, Wasserkraft, Biogas).

59) jps-mm, Freitag, 20. September 2013, 12:32 Uhr

Die Merkel-Regierung muss weg!

Der Verteidigungsminister Jung scheiterte an mangelhafter Information der Öffentlichkeit. Sein Nachfolger Gutenberg scheiterte kurz darauf an der Plagiatssaffäre wegen (vermutlich) bezahltem Ghostwriter und wurde – mit hämischem Grinsen von Merkel- zum Rücktritt getrieben. Die Bildungsministerin Schavan, die sich noch wegen Gutenbergs Plagiaten bodenlos schämte, musste bald darauf wegen eigener Plagiate um ihre Entlassung bitten. Der Röttgen musste für die Merkle als Sündenbock für das CDU-Wahldebakel in NRW und BaWü herhalten. Dazu kommt: Der Köhler verließ schlagartig seinen Posten, nachdem er zuvor noch die massive Einschränkung der Bürgerrechte kommentarlos gegengezeichnet hatte. Der Merkel-Kandidat Wulf hätte allein deswegen zum Rücktritt gewungen werden müssen, weil dieser CDU-Opportunist die fortgesetzten massiven Menschenrechtsverletzungen schweigend überging. De Maiziere belügt vorsätzlich Parlament und Öffentlichkeit über das Drohnen-Desaster und verschwendet wissentlich Steuergelder, aber die Merkle hält diesen verlogenen Straftäter gegen Bürgerrechte weiter im Amt. Der Fisch stinkt vom Kopf her!

60) Erika, Freitag, 20. September 2013, 12:37 Uhr

@54) Katharina Kowalska, Freitag, 20. September 2013, 09:57 Uhr

“Eine Schwächung oder gar Abwahl von Merkel würde die deutsche Position in Europa beschädigen. Das wäre schlecht. Deshalb Merkel wählen”

Frau Merkel hat auf dem EU-Gipfel im Juni 2012 Beschlüssen zugestimmt für die sie bis heute keine Mehrheit hat. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu:

“Vor den Abstimmungen hatte es vor allem in den Fraktionen von Union und FDP erhebliche Irritationen über die Resultate des Brüsseler Gipfeltreffens gegeben. Viele Abgeordnete waren über die Ergebnisse verärgert. Die Staats- und Regierungschefs hatten in der Nacht überraschend vereinbart, dass marode Banken künftig unter bestimmten Bedingungen auch direkt vom ESM unterstützt werden können – dies hatte die Bundesregierung bisher stets abgelehnt.

Auch der ESM-Vertrag in der am Freitag beschlossenen Fassung sieht keine direkten Hilfen vor. Einige FDP-Abgeordnete forderten deshalb zunächst, die Abstimmung in die kommende Woche zu verschieben. Auch einige Unionsabgeordnete kritisierten, dass der Bundestag praktisch gezwungen werde, einen Vertrag zu billigen, der in wichtigen Punkten bereits bei seiner Verabschiedung überholt sei.

In Sondersitzungen der Fraktionen von Union und FDP konnte Merkel die Abgeordneten beruhigen. Sie sagte, die zur Abstimmung stehenden Gesetze über den ESM und den Fiskalpakt seien von den Gipfel-Ergebnissen “in keiner Weise betroffen”. Über jede der in Brüssel getroffenen Verabredungen müsse später gesondert abgestimmt werden. Eine direkte Rekapitalisierung von Banken etwa werde frühestens in einigen Monaten aktuell. Am Abend plädierten dann nur noch die Linken für eine Vertagung

http://www.sueddeutsche.de/politik/abstimmung-ueber-esm-und-fiskalpakt-bundestag-und-bundesrat-billigen-euro-rettungsschirm-1.1397842

Leider wird in der deutschen Presse nur sehr wenig über das Krisenmanagment von Frau Merkel berichtet. Lavieren und vertagen wird auf Dauer nicht reichen.

61) karel, Freitag, 20. September 2013, 12:52 Uhr

14) Don Corleone
Ich halte den EURO-Kurs der AfD auch für wenig hilfreich, den von Fr. Merkel dagegen für zielführender. Es sollte nicht ausgeblendet werden, daß jede Art von „schnellen“ Lösungen die Gefahr von Weltwirtschaftskrisen in sich trägt. Und wenn Lebensmittelkarten erst wieder eingeführt werden sollten, werden wir eine andere Gesellschaft bekommen. Dies erkannte schon der ehemalige SPD-Schatzmeister Halstenberg am Schluß des ZDF-Beitrages „Wem gehört Deutschland“.
Der AdF-Mitstreiter Prof. Schachtschneider favorisiert die Lösung, zu den alten nationalen Währungen zurückzukehren. Dies wird geradezu zwangsläufig Kapitalverkehrskontrollen in ganz Europa erfordern mit der unvermeidbaren Folge von Kapitalflucht, Investitionsstops, Banken-Zusammenbrüche, massiv steigende Arbeitslosigkeit, dem dann unvermeidbaren Zusammenbruch der Sozialsysteme mit fürchterlichen, destabilisierenden Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Weltwirtschaft. „Lehmann“, ja auch „1929“ werden dagegen harmlos wirken.
Wenn wir das nicht wollen, bleibt nur das „System Merkel“, nämlich der „lange Atem“ für Schuldenabbau durch Tilgungen, begleitet von einer langfristig angelegten Niedrig-Zinspolitik sowie auch Schuldenschnitte, auch Zusatzabgaben von Vermögenden. Das Schuldendesaster in Europa wuchs über eine Zeitspanne von etwa 40 Jahren. Wer da meint, es gäbe da eine „schnelle“ Lösung, sollte sich schon mal gedanklich auf einen großen Garten nebst Haltung von Hühner und Schweinen einrichten.
Auch wenn dies zynisch klingt: fast wünsche ich diesen „Zusammenbruch“, damit auch die „Nutznießer“-Generationen auch noch richtig etwas davon haben.

62) StefanP, Freitag, 20. September 2013, 13:02 Uhr

Im Römischen Reich bewarben sich angesehene Bürger mit populistischen Forderungen um öffentliche Ämter. Spät versuchten Volkstribune wie Tiberius Sempronius Gracchus unter Umgehung des Senats ihre politischen Ansichten durchzusetzen.

In den bisherigen Kommentaren kommt wenig Respekt und Zurückhaltung zu Michael Sprengs Bekenntnis zum Ausdruck – Respekt, den jeder Bürger verdient hat, der nach reiflicher Überlegung eine Wahlentscheidung trifft, egal ob sie nun zugunsten der Union, der SPD, FDP, Grünen oder LINKEN ausfällt. Erst wird die freie Wahlentscheidung gepriesen und dann eine Partei als die einzig mögliche Alternative gesehen. Schizophrenie geht nicht anders.

Gerade wenn Politiker mit dem Rücken zur Wand stehen und ihre Glaubwürdigkeit erschüttert ist, verweisen sie auf die Inhalte von Politik. Sie möchten damit den Instinkt des Menschen aushebeln, der seine Umwelt nach Vertrauenswürdigkeit und Vorsicht einteilt. Die LINKE z.B. will damit vergessen machen, dass ihr alternder Frontmann noch vor wenigen Monaten Hass in der Partei ausmachte und in der die eine Richtung hämisch über die andere triumphierte. Sie will vergessen machen, dass sie aus innerparteilichem Opportunismus 8 Spitzenleute wählte, aber nur 2 öffentlich in Erscheinung treten – und dies schön getrennt.

Es geht nicht um Inhalte, darum geht es höchst selten in einer Demokratie. Wahlen sind Vertrauenssache, die innere Überzeugung, dass der Gewählte die res publica ordentlich regelt. Per Zufall war ich gestern auf der Großveranstaltung der SPD auf dem Berliner Alexanderplatz. Hauptredner war Peer Steinbrück, die einleitenden Worte sprach der sozialdemokratische Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier. Dieser begründete den Regierungsanspruch der SPD unter anderem damit, dass wir wieder bessere Schulen bräuchten. Weiß der Mann, dass er sich um einem Sitz im Deutschen Bundestag bewirbt, der in dieser Frage keine gesetzgeberische Kompetenz besitzt?

Genauso lief es bei Peer Steinbrück. Seine Standardrede war durchmischt mit allgemeinen Forderungen aus verschiedenen Politikebenen und der Persönlichkeitsbeschreibung seiner Mitbewerberin. Die umfangreichen Steuererhöhungen begründete er mit einem Viersatz: Bildung, Infrastruktur, Starke Kommunen, Schuldenabbau. Nur für 1 1/2 dieser Punkte ist explizit die Bundesregierung zuständig. Das weiß Steinbrück, schließlich hat er das in der Großen Koalition so mitbeschlossen. Aber die meisten Wähler wissen es nicht. Politik ist die stete Abwägung verschiedener Rechtsgüter, während im Wahlkampf so getan wird, als gäbe es immer nur eins.

Es geht nicht um Inhalte, denn die, die absehbar in den nächsten vier Jahren anstehen, werden nicht thematisiert. Entweder, weil sie zu sperrig sind (Neuordnung der Finanzbeziehungen der Gebietskörperschaften, Aufbau der EU) oder nicht emotionalisieren. Denn Wahlentscheidungen sind eine emotionale Sache.

Mit Angela Merkel, Peer Steinbrück, Rainer Brüderle, Jürgen Trittin und Gregor Gysi stehen fünf Spitzenkandidaten zur Wahl, die voraussichtlich ihre letzte Schlacht schlagen. Das sind keine guten Zukunftsaussichten. Was kommt danach? In der Union gibt es lediglich noch eine denkbare Kanzleroption, in der SPD nicht wirklich eine. Die Grünen blockieren ihren durchaus reichhaltigen Nachwuchs durch parteipolitische Strukturen in den Ländern. Bei der Linken gibt es erst keinen. Der Spitzenmann der letzten Wahl hat sich längst aufs Altenteil zurückgezogen, seine Nachfolgerin ist eine emotionale Autistin.

Bleibt die FDP, die so viele in der Regierung enttäuscht hat. Es kommt nicht auf die Inhalte an. Als die Liberalen Forderungen umsetzten, die sich genau so in den Programmen von LINKEN und Union wiederfanden, brachte ihr das keinen Stimmenzuwachs, im Gegenteil. Als ihr Vorsitzender sich als Partei (“spätrömische Dekadenz”) und nicht als Vertreter des ganzen Volkes gerierte, war sie endgültig unten durch. Aber: im Gegensatz zur Konkurrenz verfügt sich in der Altersklasse der 30-40jährigen über politische Talente, die Regierungserfahrung sammeln. Die Bahrs, die Lindners, die Vogels – das sind Politiker, auf die unser Gemeinwesen in den nächsten 20 Jahren nicht verzichten kann.

Wie bei jeder guten Führung bedarf es dazu in erster Linie Erfahrung. Nicht auf die Inhalte kommt es an. Aber es lohnt, am Sonntag Parteien zu wählen, die über 2017 hinaus eine personalpolitische Alternative bieten und nicht allein Politiker zu unterstützen, die ihre Karriere auf den letzten Metern noch krönen wollen. Eben die Merkels, die Steinbrücks, die Brüderles, die Trittins, die Gysis.

63) Mende Tegen, Freitag, 20. September 2013, 13:18 Uhr

Ja, ich wähle die LINKE!

Neben selbstverständlich vielen anderen Gründen aber letztlich durchaus auch deshalb, weil mir alles Konservative inhaltlich und personell völlig fremd ist!

So gesehen verstehe ich Sie besser als man denken mag und ich kann regelrecht nachfühlen, wie Sie diesen Ihren sehr ehrlichen Satz in umgekehrter Richtung gemeint haben. Und es beweist wieder einmal, wie tief politische Präferenzen, Antipathien und Animositäten ins Irrationale, also Präintellektuelle hineinreichen.

64) Panther, Freitag, 20. September 2013, 13:34 Uhr

Frau Merkel erinnert mich an einen meiner Vorstandvorsitzenden, der hauptsächlich dadurch auffiel, dass er alle fähigen Führungskräftte feuerte oder so frustrierte, dass sie sich etwas besseres suchten, keine eigenen Ideen und überhaupt keine Vorstellung über einen Wachstumskurs hatte. Seine Auftritte vor der Belegschaft waren ermüdend und seine Lieblingsbeschäftigung war das Zuwarten, um zu sehen, wohin sich der Wind drehte. Er wusste, wie man CEO wird, hatte aber keine Ahnung, wie der Posten ausgefüllt werden konnte. Eine Zeitlang profitierte er von der vergangenen guten Arbeit. Dann wurde er endlich wegen Erfolglosigkeit gefeuert.
Er war nicht abwählbar.

65) rudow1, Freitag, 20. September 2013, 13:40 Uhr

Sie wählen Angela Merkel ? Im Ernst ?

Das finde ich zunächst sehr gut, weil auch ich glaube das es im Moment keine Alternative gibt. Aber ich hätte gedacht dass Sie, wenn ich Ihre Beiträge der letzten Jahre so richtig in Erinnerung habe, das nicht tun würden. Ich glaube das es für die kommende Legislatur keine bessere Wahl gibt. Und was dann kommt vermag heute noch niemand zu sagen, wer weiss, vieleicht gibt dann doch noch irgendwo in der SPD einen “Willy Brandt”, Zeit wäre es….

Grüße vom CDU Mitglied

66) Erwin Gabriel, Freitag, 20. September 2013, 13:58 Uhr

@ 54) Katharina Kowalska, Freitag, 20. September 2013, 09:57 Uhr

Die Euro-Krise ist in dem Moment entschieden gewesen, als Frau Merkel dem Bruch des § 125 des Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (“No Bail-out”) zustimmte.

67) Holger Dieske, Freitag, 20. September 2013, 14:11 Uhr

Respekt für Ihr öffentliches Bekenntnis Herr Spreng!
.. aber ich glaube schon, dass wir eine Vertretung des bürgerlichen Liberalismus im Parlament brauchen, aber diese muss nicht zwingend blau-gelb sein, blau genügt.

(blau = die Farbe der AfD)

68) Ulrich Hottelet, Freitag, 20. September 2013, 14:27 Uhr

Ihre harte Kritik an Steinbrück sollten Sie besser belegen, finde ich. Zitat: “Ein Mann, der sich so weit nach links verbog, bis er nicht mehr kenntlich war. Ein Mann, der das Gegenteil von dem sagt, was er früher erklärt hat, der seine Wirtschafts- und Finanzkompetenz an der SPD-Garderobe abgegeben hat. Ein Mann, der seine Glaubwürdigkeit und Authentizität verloren hat.” Beispiele dafür? Frau Merkel äußert sich grundsätzlich strategisch so wischiwaschi, dass sie später nie für eine ihrer Aussagen dingfest gemacht werden kann.

69) Atalay, Freitag, 20. September 2013, 14:29 Uhr

Ihre Leser wählen Sie nicht Herr Spreng. 80 % (geschätzt) Ablehnung in den Kommentaren haben Sie selten.

70) Helge Mannteuffel, Freitag, 20. September 2013, 15:08 Uhr

Du lieber Himmel!!

Merkel zu wählen ,die FDP in Kauf zu nehmen und das als das kleinste Übel zu betrachten. Heißt im Klartext: Schafft die Wahlen gleich ab, denn es gibt keine Wahl!

Mutti zeigt die Raute, ein Symbol für ein Loch, mehr gibt es über Mutti nicht zu sagen. Da kann ich gleich im Bett bleiben und sagen, egal wie es ausgeht, schlimmer geht nimmer!

Nein,nein ich geh zur Wahl und ich wähle eine Partei, die die einzige vernünftige Opposition ist!

Kindische Erwachsene brauchen eine Mutti, die zwar nix richtet,aber das richtig!

71) Cato, Freitag, 20. September 2013, 15:20 Uhr

Nur die ALLERDÜMMSTEN KÄLBER wählen ihre Metzger selber!

72) Hans Eitner, Freitag, 20. September 2013, 15:36 Uhr

Ja , ich wähle Peer Steinbrück !
Es wäre allerdings von der der SPD eine Riesen-Dummheit , trotz aller Beteuerungen dann wieder mal
den Steigbügelhalter für Merkel (CDU) zu machen .

73) Rainer N., Freitag, 20. September 2013, 15:53 Uhr

Ich hätte Ihnen mehr Verstand zugetraut. Eine echte Demokratie braucht eine starke Opposition. Das war in der derzeitigen Legislaturperiode nur die Linke. Deswegen werde ich die Linke wählen. Ist vernünftiger als ein “kleines Übel Merkel”, das immer noch ein viel zu großes Übel ist, an der Macht zu lassen.

Noch eines – es wird z.B. Trittin, und somit den Grünen, eine Geschichte vorgehalten, die über 30 Jahre zurück liegt. Der Linken wird eine Geschichte vorgehalten, die über 20 Jahre zurück liegt, komisch, Merkel wird nicht vorgehalten, was sie als Agitatorin und Propagandatype getan hat, oder sogar als IM Erika, lässt grüßen. Sie hatte keinen Anteil (Gauck auch nicht) am Einsatz der DDR-Bürger für eine andere Politik.

Wenn es zu einer großen Koalition kommt, freue ich mich darauf, dass sich die SPD endgültig als überflüssig beweist. In Zukunft kann dann die CDU auf das C – für christlich, die CSU auf C+S für christlich und sozial und die SPD auf das S für Sozial verzichten. Bleiben DU, U, PD. Mein Vorschlag DUP oder DPU, Deutsche Union Partei oder Deutsche Partei Union. Wäre ehrlicher. LPD wäre auch passend – Lobbyisten Partei Deutschland. dann könnte die FDP und die Grünen gleich mit beitreten. Ein “Faktisches-Ein-Parteien-System” ist Merkel ja vertraut.

Bleibt nur noch Heine – Denk ich an Deutschland in der Nacht …

Schade, ich bin zu Alt um mich für den Flug zum Mars ohne Rückflug zu bewerben.

74) karel, Freitag, 20. September 2013, 15:57 Uhr

66) Erwin Gabriel

Ich erinnere mich noch an die “Kehrtwende” in der Haltung der Fr. Merkel.
Wie wir heute wissen, hatte Griechenland inzwischen ca. 300 Mrd. Staatsschulden und 400 Mrd. private Schulden bei den westlichen, hauptsächlich französichen und deutschen Banken, Die Staatspleite Griechenlands hätte die Vernichtung des Eigenkapitals der betroffenen westlichen Banken nach sich gezogen mit weitreichenden Folgen innerhalb des Kapitalmarktes in Europa und darüber hinaus.
Fr. Merkel hatte also keine Alternative. Und jeder andere Kanzler als Frau Merkel hätte auch keine andere Wahl gehabt. Es sei denn, wer wollte sehenden Auges eine Weltwirtschaftskrise.

Wie so oft im Leben:
erst geht man den Weg des geringsten Widerstandes (selbstgefällige Abbestellung der “blauen” Briefe aus Brüssel, Ermunterung zu hemmungslosen Schulden), um dann die politischen Folgen auf andere Schultern “abzuladen”. Statt die “blauen” Briefe abzubestellen hätte ihr Vorgänger das tun sollen, wofür die spätere Kanzlerin selbst einmal warb: Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Einhaltung der Neuverschuldungs-Kriterien.

75) Rainer N., Freitag, 20. September 2013, 16:02 Uhr

Stefan P. müsste dann Wagenknecht wählen …

jung, intelligent … bei Wikipedia zu finden:

Wagenknecht forderte im Jahr 2000 eine Überwindung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse und träumte von einer „anderen Gesellschaft“. Eine Rückkehr zum Sozialismus der DDR lehnt Wagenknecht jedoch ab. Nach ihrer Ansicht sollen aber Leistungen der Daseinsvorsorge wie Wohnen, Bildung, Gesundheit, Wasser- und Energieversorgung, Banken und Schlüsselindustrien durch die öffentliche Hand getragen werden, um „das Diktat der Rendite und der Aktienkurse“ zu überwinden.

Recht hat sie damit. Erinnert mich an Morus Utopia.

76) Roger Gerhold, Freitag, 20. September 2013, 16:14 Uhr

Wie verkommen ist eigentlich die politische Kultur in diesem Land.
Spreng wählt das kleinste aller Übel!
Keine Ideen für die Zukunft, von Visionen ganz zu schweigen.
Also weitere 4 Jahre Stillstand.
Also weitere 4 Jahre Entfremdung von unseren europäischen Nachbarn.
Also weitere 4 Jahre höchst fragwürdiges Führungspersonal in Berlin.
Seit 48 Jahren darf ich wählen.
Noch nicht einmal Helmut Kohl hat mich so angeödet wie diese Frau – das größte aller Übel.

77) Doktor Hong, Freitag, 20. September 2013, 16:31 Uhr

51) Alexander

Seit drei Jahren sind die erheblichen Fehlkonstruktionen im EURO-Währungssystem, die Dimensionen der Staatsverschuldungen in den südlichen EU-Ländern bekannt.

Wenn Sie Bücher zur Geldtheorie lesen, die VOR Einführung des Euros geschrieben wurden, dann wird Ihnen klar, dass auch die Konstruktionsfehler VOR Einführung des Euros BEKANNT waren.

Dass ein Land im Eurosystem zahlungsunfähig werden kann, ist nach konventionellem Wissensstand absolut möglich gewesen.

So wie der Euro konstruiert ist, ist der Euro für sämtliche Staaten eine Auslandswährung, auch für Deutschland. Alle Euro-Staaten haben ihre Währungssouveränität abgegeben.

Gleichzeitig gibt es aber keinerlei Koordination der Wirtschafts- Sozial- und Steuerpolitik auf übergeordneter Ebene. Ich frage mich, was diese Leute sich dabei gedacht haben, wie das auf Dauer funktionieren soll.

Ich war damals gegen die Euro-Einführung. Jetzt, wo ich aufgrund der Finanzkrise viel über diese Geschichten gelernt habe, finde ich es noch unfassbarer, was da verzapft worden ist. Denn alles, was heute passiert, war damals bekannt und vorauszusehen. Sogar die betroffenen Länder und die BILD-Schlagzeilen aus dem Jahre 2012 sind bereits 1998 völlig korrekt vorhergesagt worden.

Nun, et es wie et es. (Es ist wie es ist.) Der Laden droht, in die Wand zu krachen.

Das Beste, was wir für die Euro-Situation also tun können, ist wohl, Stinkefinger und Ausländer-Maut zu debattieren.

78) Doktor Hong, Freitag, 20. September 2013, 16:38 Uhr

@66) Erwin Gabriel

Ich widerspreche Ihnen energisch.

Die Euro-Krise wurde 1993 entschieden, als die Maastrichter Verträge unterzeichnet wurden.

79) senta rieger, Freitag, 20. September 2013, 16:44 Uhr

Was versprechen Sie sich von Ihrer Wahlentscheidung??? Wieder Fuß fassen?
Neue Aufträge?
Glauben Sie das doch nicht.
Für mich ist klar: Merkel und v.a. Dingen Schäuble müssen weg ! Unbedingt. Schäuble wegen seiner unsäglichen Entscheidungen bei der Wiedervereinigung, Merkel wegen ihrer Kopierpolitik.
Es wird Zeit, dass Deurschland wieder westlicher regiert wird, dann haben endlich die Leute das Sagen, die sozialisiert sind wie wir- und nicht die kleine Minderheit der “Beigetretenen”.

80) senta rieger, Freitag, 20. September 2013, 16:47 Uhr

Ach so, ich vergass es auch zu sagen: Als Basisgrüner, der den Regierungswechsel will, wähle ich diesmal die SPD, vor allen Dingen Steinbrück. Ich wette , die SPD kommt auf ca. 30 %, die AFD ist im Parlament und die FDP raus. Bei den Grünen muss man sehen, wie die Vernichtungskampagne noch wirkt. Kann aber klappen, der Machtwechsel.

81) Hannes66, Freitag, 20. September 2013, 16:48 Uhr

Ich wähle Die Linke, weil mir an Inhalten liegt und Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht glaubhaft wirken, ganz im Gegensatz zu den Figuren der anderen Bundestagsparteien.

Ihre Entscheidung, die CDU zu wählen, kann ich nur begrüßen, eine Stimme weniger für die FDP, mehr kann man von einem Hauptstadtjournalisten wohl nicht erwarten.

82) Rapunzel, Freitag, 20. September 2013, 16:58 Uhr

Ob Hysterie wegen angeblicher Veggieday Bevormundung oder durchsichtig konstruierte Aufregung über eine angebliche Pädophilen-Vergangenheit der Grünen. Das sind alles nur billige Wahlkampftricks der Dagegen-Merkelianer.

Deshalb lautet angesichts von Wortbruch und Spitzelei die Losung : Freiheit statt Merkel !

Niemeand kann behaupten nicht gewußt zu haben welch verfassungsfeundliche Haltung Frau Merkel vertrittt.

83) Ste, Freitag, 20. September 2013, 17:08 Uhr

@StefanP: Sie treffen den Nagel auf den Kopf; den schwarz-gelben Politikern geht es tatsächlich nicht um Inhalte, sondern bestenfalls um einen „Schönen Urlaub“ (so der Plakatspruch der CDU in diesem Sommer). Es passt sogar zu Ihrem zynischen Stil und bornierten, marktradikalen Weltmodell, dass Sie das begrüßen, ich halte das für fatal.

84) karel, Freitag, 20. September 2013, 17:23 Uhr

66) Erwin Gabriel

Noch eine Anmerkung:
Bei einem noch agierenden Kanzler Schröder hätte es natürlich wieder keinen von den Medien bemerkten Bruch (der “No-Bailout”-Klausel) gegeben, eher “hochgelobte und gepriesene Euro-Bonds” als die “bejubelte” Problemlösung (des geringsten Widerstandes).
Oder sind Sie da etwa anderer Meinung……..

85) Wolfgang Wegener, Freitag, 20. September 2013, 17:50 Uhr

Zitat: “die AfD nicht, weil ich ihren Anti-Euro-Kurs für gefährlich halte”. Also, ich halte den Pro-Euro Kurs von Frau Merkel für wesentlich gefährlicher. Für wieviele Mrd. haften wir da eigentlich schon in Griechenland? Sorry, ich weiß ja, zur Euro-Krise jetzt kein Wort, es ist schließlich Wahlkampf.

86) Peter Christian Nowak, Freitag, 20. September 2013, 20:18 Uhr

54) Katharina Kowalska,

Die Gratwanderung kann nicht gelingen. In Brüssel denkt man schon an die Zeit nach dem Wahltag. Gedanklich schon fest: Vorbereitet wird Deutschland auf die Transfer-Union nach einem vorangegangenen Schuldenschnitt. Nicht heute und nicht morgen. Aber der Schuldenschnitt wird kommen! In der Mitte der Legislatur. Merkel sei schon informiert.

Daher auch ihr kürzlicher Hinweis, dass die SPD es gewesen ist, die für die Aufnahme Griechenlands in die Eurozone verantwortlich ist. Das stimmt zwar, aber die CDU hat mitgestimmt.

Merkel zornig, zum ersten Mal!

Im Konrad Adenauer-Haus raucht es. Dort ist man froh, dass am Sonntag endlich gewählt wird und nicht erst ein paar Monate später!
Der (sympathische) Wolfgang Bosbach (CDU): „Wenn es Ereignisse gibt“, er meinte wohl: Notsituationen, Katastrophen, „die keiner vorhersehen kann, dann kann niemand Steuererhöhungen ausschließen.“

Punkt.

Merkels Politik des “Zeitgewinns um jeden Preis” zeigt jetzt Folgen! Die Probleme um das taumelnde Europa werden jetzt anscheinend drängender, als es Merkel lieb sein kann.

Die von Merkel verantwortete Austeritätspolitik für die Krisenländer auch. Merkel war schlecht beraten jede Bank retten zu wollen.

Bei der Bevölkerung in den Krisenländern kam von dem Geld sowieso nichts an.
Dafür bei deutschen Banken und Versicherungen und auch bei französischen Banken (70 Milliarden). Und auch bei Schäubles Haushalt durch Nullzins, sogar Minuszins für deutsche Staatsanleihen.

Die gebeutelten Völker aber löffeln die versalzene Suppe aus! Sie kämpfen nun täglich ums buchstäbliche Überleben. Geld wäre dringend nötig, z.B. aus einem europäischen Aufbau-Fond (salopp “Marshall-Plan”).
Stattdessen ökonomisches wie soziales Chaos allerorten.

Merkel und Schäuble haben all die Jahre mit dem Feuer gespielt und sich ständig auf die Formel „Leistung nur gegen Strukturreformen“ verstiegen. Das kam beim deutschen Volk gut an: Das System „Schwäbische Hausfrau“ und die Raute der Beruhigung aus Merkels Händen: „Mutti macht das schon!“

Aber als Parallele hierzu fehlten und fehlen die Mittel für eine wirtschaftliche, fiskalische Restauration bzw. wirtschaftlichen Aufbau für die Krisenländer. Dafür wollten Brüderle, Schäuble, Rösler und Merkel kein Geld ausgeben! Ein schwerer Fehler, der sich bitter rächen wird.

Denn jetzt wird Europa erst richtig teuer für uns Deutsche! Daran wird auch die AfD nichts ändern!

Merkels Politik des Hinhaltens und Verzögerns wird nach der Wahl so langsam aber sicher für alle sichtbar werden. Und auch Merkel wird erkennen, dass sie mit ihrer bisherigen spezifischen Masche Politik für Europa und damit für Deutschland zu machen, nicht mehr punktet.

Das meinte ich, als ich hier an anderer Stelle von einem Pyrrhussieg Merkels gesprochen habe.
Fazit: Ihre Hinhaltetaktik geht nicht mehr auf.

Und das wird ein Novum für sie sein: Das System Merkel funktioniert nicht mehr!
Es bleibt ihr zu gegebener Zeit nichts anderes übrig als das Volk ganz vorsichtig auf die neue Lage vorzubereiten.

Viel Spass, Frau Merkel!

87) Rapunzel, Freitag, 20. September 2013, 20:51 Uhr

Wenn man bedenkt welchem Job Herr Spreng nachgeht.
Welcher Einkommensklasse er angehört.
Es würde mich darüberhinaus nicht wundern, wenn auch Herr Spreng privat krankenversichert ist.
Da kann ich zumindest gut nachvollziehen, weshalb Er die CDU für das geringere Übel (für sich?) hält.
Als gesetzlich krankenversicherter Normalverdiener und geradezu pathogen verfassungstreuer außerhalb Berlins lebender Bundesbürger sieht die politische Landkarte aus meiner Sicht eben anders aus.
Schade finde ich, dass dieses so wenige Tage vor der Wahl ausgesprochene Bekenntnis derart nach Wahlwerbung, aus dem Munde eines bis dato als unabhängig geschätzten Journalisten, riecht.

88) W.Buck, Samstag, 21. September 2013, 00:59 Uhr

Oje.

Da wünsch ich noch viel Spass beim “Bauchweh haben” und mit dem “kleineren Übel”.

So habe ich das schon in der Schule gelernt:
Demokratie ist, wenn man unter Bauchweh alle vier Jahre das kleiner Übel wählt und sich dazwischen beklagt, dass das alles nix wird…kurz: Demokratie ist so was wie Verstopfung.

Wirklich souverän der deutsche Souverän. 🙂

89) M.M., Samstag, 21. September 2013, 02:36 Uhr

Nein Angie, ich habe Sie immer gewählt, aber jetzt nicht mehr. Es ist aus. Sie machen die gefährliche CDU Politik. Wie konnten Sie es zulassen, dass unser Volk für fremde Schulden haftet, obwohl Ihre Partei das Gegenteil vereinbart hatte. Diesmal wähle ich Zweitstimme AfD!

90) M.M., Samstag, 21. September 2013, 03:04 Uhr

@66)
Noch gibt es ein ausstehendes Gerichtsurteil des Bundesverfassungsgerichts. Dann wird sich zeigen wer wirklich gefährlich ist. Frau Merkel oder das Bundesverfassungsgericht oder die AfD.
Deshalb ist noch gar nichts entschieden!

91) jps-mm, Samstag, 21. September 2013, 12:08 Uhr

Herr Spreng mißt der Achtung der Bürgerrechte offenbar nur einen geringen Stellenwert bei. Das ist schon enttäuschend. Herr Spreng billigt die unverändert fortgesetzten massiven Bürgerrechtsverletzungen mit der Merkel-Regierung. Herr Spreng weiß, dass die Merkel-Regierung mit zahlreichen Straftätern gegen Bürgerrechte durchsetzt ist. Herr Spreng weiß, dass der Schäuble bewußt – mit Billigung der Merkel – ein Klima von Angst und Einschüchterung geschaffen. Herr Spreng weiß, dass der Schauble auf Westerwelle Druck ausgeübt hat, damit dieser die weitere Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art duldet.
Herr Spreng weiß, dass mit Fridrich die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art fortgesetzt werden und dass Fridrich die dafür verantwortlichen Straftäter in den untergeordneten Behörden deckt. Herr Spreng weiß, dass die CDU-FDP-Regierung die Vorratsdatenspeicherung – unter bewußter Missachtung der Verfassung – durchgezogen hat. Herr Spreng weiß, dass die Leuthäuser Kenntnis von den Straftaten schwerster Art gegen hat und diese billigt. Der Journalist Spreng weiß all dies und schweigt darüber – in seinen Artikeln genauso wie bei seinen Auftritten in den diversen TV-Sendungen. Vielleicht überdenkt Herr Spreng ja seine – möglicherweise voreilige – Entscheidung noch einmal.

92) jps-mm, Samstag, 21. September 2013, 12:12 Uhr

Ethische Prinzipien „vernachlässigt oder faktisch ausgehöhlt“
Parteiaustritt nach 40 Jahren

Martin Lohmann, Mitbegründer des CDU-Arbeitskreises Engagierter Katholiken (AEK) ist nach mehr als 40 Jahren aus der CDU ausgetreten. Das gab er in einer Erklärung auf Facebook bekannt.
Darin heißt es: „Wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, das Kreuz an einer anderen Stelle zu machen als bei der CDU, dann sollte man (…) aus dieser Partei austreten.“ Die CDU habe sich „einem diffusen und unberechenbaren Pragmatismus verschrieben, der keinen klaren ethischen Kompass“ erkennen lasse. Fast alle Kernpunkte, „die das „C“ ausmach(t)en sind (…) vernachlässigt oder faktisch ausgehöhlt worden.

93) jps-mm, Samstag, 21. September 2013, 12:55 Uhr

“Dieses Kabinett ist das rückwärtsgewandteste, tatenloseste, zerstrittenste, aber vollmundigste Kabinett seit der Wiedervereinigung.”

Integration, Altersarmut, Pflegeversicherung: Kein Thema war der Bundesregierung zu groß, um es nicht zu vertagen.

Schon der irische Schriftsteller und Nobelpreisträger George Bernard Shaw wusste: “Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, dann wäre sie heute noch nicht fertig.” Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat von dieser Erkenntnis offensichtlich noch nicht gehört. Als sie 2009 startete, gab es zahlreiche Meinungsverschiedenheiten zwischen Union und FDP. Weder bei den Reformen der Umsatzsteuer oder der Pflegeversicherung, noch der Bekämpfung der Altersarmut kamen sie auf einen Nenner. Also schrieben die Regierungsparteien in den Koalitionsvertrag, dass Kommissionen diese Konflikte lösen sollen. Die Bilanz der Arbeitsgruppen ist vier Jahre später verheerend: Von elf geplanten Kommissionen, Arbeitsgruppen und Räten kamen nur zwei zu einem Ergebnis, vier zu keinem und fünf wurden gar nicht erst gebildet.

http://www.stern.de/politik/deutschland/schwarz-gelbe-regierungsbilanz-auf-kommission-2059342.html

94) jps-mm, Samstag, 21. September 2013, 12:56 Uhr

Juncker lästert über Merkels Minus

“Besorgniserregend” nennt Euro-Gruppen-Chef Juncker den deutschen Schuldenstand – schließlich habe die Bundesrepublik höhere Verbindlichkeiten als Krisenstaat Spanien.

Der Chef der Euro-Gruppe und luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker hat den Umfang der deutschen Staatsschulden kritisiert. “Ich halte die Höhe der deutschen Schulden für besorgniserregend”, sagte er dem General-Anzeiger. Juncker verwies darauf, dass Deutschland mit einer Staatsverschuldung von mehr als 80 Prozent der Wirtschaftsleistung deutlich höhere Verbindlichkeiten habe als Spanien, das auf rund 60 Prozent kommt. Nur wolle das keiner wissen, sagte Juncker. Damit dürfte Juncker insbesondere die unseriöse Haushaltspolitk der Merkel-Regierung kritisiert haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,798283,00.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-11/juncker-staatsschulden-deutschland

Die Zeitungsartikel stammen zwar aus dem Jahr 2011. An der unseriösen Haushaltspolitik der CDU-FDP-Regierung hat sich allerdings bis heute nichts geändert.

95) jps-mm, Samstag, 21. September 2013, 12:57 Uhr

Bundesbank rechnet mit Schäuble ab

Die Währungshüter sind enttäuscht und sauer. Sie attackieren den mangelnden Sparwillen Berlins. Denn Schwarz-Gelb habe zu oft seine Versprechen in Sachen Einsparungen gebrochen.

Ungewohnt scharf hat die Bundesbank die Haushaltspolitik der schwarz-gelben Koalition in Berlin angegriffen. “Mit dem Bundeshaushalt 2012 ist eine merkliche Abkehr von den Konsolidierungsbeschlüssen vom Juni 2010 verbunden”, heißt es im jüngsten Monatsbericht der Bundesbank. Minutiös listen die Währungshüter die Versäumnisse und gebrochenen Einsparversprechen der Regierung auf. Die Kritik der Bundesbank ist für die Koalition peinlich. Nicht nur, dass die Frankfurter Institution politisch unverdächtig ist und in der Schuldenkrise als Hort der Stabilität gilt. Nach Berechnungen des SPD-Haushaltsexperten Carsten Schneider sind von den Beschlüssen 2010 nur knapp 45 Mrd. Euro umgesetzt worden. Bei konsequenter Einhaltung hätte der Etat 2014 ohne neue Schulden auskommen können, sagte er. Stattdessen vergrößere die Merkel-Regierung das Defizit in 2013 weiter. “Mich macht das sprachlos”, sagte Schneider.

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:mehr-schulden-bundesbank-rechnet-mit-schaeuble-ab/60132338.html

96) Peter Meier, Samstag, 21. September 2013, 13:28 Uhr

Ich wähle Inhalte.

97) Doktor Hong, Samstag, 21. September 2013, 13:48 Uhr

Es ist völlig egal, wer Kanzler bleibt oder wird. Ich sehe die Sachzwänge wie folgt.

In Deutschland sind mehrere Regionen mit sehr unterschiedlicher Wirtschaftskraft unter einer Währung vereint.

Das war auch schon zu D-Mark-Zeiten so.

Als die neuen Länder hinzukamen, traten sie vorher der D-Mark-Zone bei.

Nun frage ich jeden, der sich erinnert: Was ist passiert, als ein wirtschaftlich schwaches Gebiet einer Währung beigetreten ist, die sehr starke Wirtschaftsregionen, sogar im Weltmaßstab führende Regionen umfasste?

Blühende Landschaften?

Milliarden an Finanztransfers und nur verhaltenes Wirtschaftswachstum? Migration der Jugend in die starken Gebiete? Schleichende Entvölkerung der schwächeren Gebiete?

Klagen vor dem BVG wegen Länderfinanzausgleich?

Uns sollte allen klar sein, was auf uns zukommt, nur dieses Mal in europäischem Maßstab und entsprechend höheren Dimensionen.

Da ist es völlig egal, wer Bundeskanzler wird oder bleibt.

P.S. Wählen gehen, ich tue das auch.

98) Karl, Sonntag, 22. September 2013, 00:50 Uhr

Damit habe ich diesen Blog zum letzten Mal gelesen, schwach, sehr schwach.

99) Sigmund, Sonntag, 22. September 2013, 01:30 Uhr

Die richtige Entscheidung aus den falschen Gründen.

Richtig nicht, weil ich sie teile, sondern weil es in der Politik kein objektiv richtig oder falsch gibt. Deshalb – wenn die CDU für Sie die richtige Entscheidung ist, dann ist sie (für Sie) die richtige Wahl.

Aber die Begründung kann ich nicht nachvollziehen:
Der trotz aller Stürme eiserne Fels in der Brandung (M) gegen die ständig die Windrichtung ändernde Fahne (S)?

Haben sie vergessen, das Fr. M. die ersten Griechenland-Gelder erst vehement ablehnte, um dann auf einmal doch Ja zu sagen (nachdem ein Landtagswahlkampf vorbei war, wenn ich mich nicht irre.)
Oder die ganze Kernkraftnummer, erst raus aus de Kartoffeln, dann rin. Das ist kein “sich verbiegen”? Nicht?

Oder wie sie das Amt des Bundespräsidenten beschädigt hat, indem sie erst eine von bild aufgepumpte Nullnummer ins Bellevue gehievt hat, nicht fürs Land, noch nicht einmal für die Union, nein, nur um sich einen innerparteilichen Konkurrenten vom Hals zu schaffen. Und als das alles gehörig schief ging, hat sie kurzerhand den Mann, den sie 2 Jahre vorher noch abgelehnt hat, geholt.
Das ist für sie nicht “das Gegenteil von dem sagen, was man früher erklärt hat”? Auch nicht?

Aber ich kann verstehen, das sie das so sehen. unsere Merkel-hörigen Medien lassen einen das (und noch anderes mehr) ja schnell vergessen, wogegen bei Steinbrück jeder Pups zum “Fetnäpfchen” aufgeblasen wird.
Den Grünen wird auch jedes Stück Papier von vor hundert Jahren vorgehalten – man wundert sich, das nicht “zufällig” noch neue Stas-Vorwürfe bei Gysi aufgetaucht sind.

Ein deprimiertes Gute Nacht

100) Oliver, Sonntag, 22. September 2013, 08:37 Uhr

Frau Merkel lullt das Volk ein, verschweigt Wahrheiten und entwirft keinen Zukunftsplan. Deshalb sollte man solche Politikerstrategien aus Prinzip nicht wählen. Die inhaltlichen, wenn auch nuanciert, Unterschiede der Parteien sind vorhanden. Die geringen inhaltlichen Unterschiede zeigen “scheinbar” das über die große politische Linie im Volk weitgehend Einigkeit besteht. Ich bin jedenfalls froh, dass wir nicht über grundsätzliche Themen wie Weltfrieden, Atomausstieg oder Kommunismus versus Kaptitalismus abstimmen müssen. In diesem Sinne ist mir das kleinste Übel nicht genug.

101) riskro, Sonntag, 22. September 2013, 10:41 Uhr

Herr Spreng, ich empfehle Ihnen den Kommentar 96) von Petre Meier zu lesen und anschliesend Ihren Kommentar vom 28.07.2012:
“Die Überlebensfrage der Demokratie”.

Es ist schon ein starkes Stück, Jemandem vorzuhalten heute das Gegenteil zu sagen, zu dem was er
“vor Jahren” erklärt hat. St. Meinungsänderung nach Jahren, ist z.Tl. einer sich fortschreitenden Entwicklung angepasst. Wie ist Ihre Meinungsänderung nach nur 2 1/2 Monaten zu werten? Wie haben Sie doch geschrieben:
“Von der regierenden schwarz-gelben Koalition ist in dieser Hinsicht nichts mehr zu erwarten.
Deshalb müssen darüber die Wähler 2013 entscheiden”.

Die Richtlinien der schwarz-gelben Koalition wurden von der Kanzlerin (CDU) bestimmt.
Sie erwarten nichts von der CDU, aber wählen sie.

Interessant Ihre Kehrtwendung.

Ich bin mir sicher, Sie haben eine plausible Erklärung dafür.

Sie schreiben in dem Beitrag:
Warum sollen die Bürger noch wählen gehen, wenn anschließend Hedgefonds und Banken die Politik diktieren?

Nicht nur Hedgefonds und Banken bestimmen die Politik, Sie haben die Realwirtschaft vergessen.

Wer ist massiv gegen Steuererhöhung für die oberen Einkommensklassen und für einen flächedeckenden Mindestlohn und mit welcher Begründung?

102) Politikverdruss, Sonntag, 22. September 2013, 13:18 Uhr

91) jps-mm, Samstag, 21. September 2013, 12:08 Uhr,

eigentlich verdienen Sie keinen Widerspruch! Ihre Vorwürfe sind so abstrus, dass es sich nicht lohnt, darauf einzugehen. Das Gute aber ist, dass Sie sich mit ihrem „Geschreibsel“ so sehr selbst diskreditieren, dass man Ihre Wortmeldungen zukünftig ignorieren kann. Sie aufzufordern, anderenorts herumzutrollen, so weit würde ich nicht gehen. Denn einen Troll kann jedes Blog „ertragen“.

103) Erwin Gabriel, Sonntag, 22. September 2013, 14:24 Uhr

@ 78) Doktor Hong, Freitag, 20. September 2013, 16:38 Uhr

>> Die Euro-Krise wurde 1993 entschieden, als die Maastrichter
>> Verträge unterzeichnet wurden.

🙂 Wir zwei schon wieder
Das wird wieder eine so Dosenpfand-Diskussion, wo wir unterschiedliche Meinungen vertreten, und egal, wer Recht hat, es läuft aufs gleiche hinaus.

104) Erwin Gabriel, Sonntag, 22. September 2013, 14:56 Uhr

@ 84) karel, Freitag, 20. September 2013, 17:23 Uhr

>> Bei einem noch agierenden Kanzler Schröder hätte es natürlich wieder
>> keinen von den Medien bemerkten Bruch (der “No-Bailout”-Klausel)
>> gegeben, eher “hochgelobte und gepriesene Euro-Bonds” als die
>> “bejubelte” Problemlösung (des geringsten Widerstandes).
>> Oder sind Sie da etwa anderer Meinung……..

Ganz ehrlich – ob es unter Schröder und Müntefering einen derartigen Vertragsbruch gegeben hätte, kann ich nicht beurteilen, da bin ich mir nicht sicher (also auch nicht sicher darüber, ob Gerhard Schröder standgehalten hätte). Für eine SPD des aktuellen Zuschnitts á la Sigmar Gabriel haben Sie allerdings eindeutig Recht (nicht, dass die Wege von Merkel oder Gabriel zu unterschiedlichen Ergebnissen führen). Aber angenommen, es wäre so. Dann wäre es für mich kein überhaupt kein Grund, die CDU zu wählen, weil die SPD an dieser wichtigen Stelle genau so falsch gehandelt hätte.

Ich habe 2005 für Gerhard Schröder gestimmt, es hat leider nicht gereicht. Mit der großen Koaltion war ich unzufrieden, und Schröder stand nicht mehr zur Wahl. Ich wollte klare Verhältnisse, deswegen hat 2009 Angela Merkel meine Stimme bekommen. Das Ergebnis war aus meiner Wahrnehmung die schlechteste Regierung, die ich je erlebt habe (dabei empfand ich die letzte Regierung Schmidt und vor allem die letzten sechs Jahre Kohl schon als recht dürftig).

Da sowohl SPD als auch CDU in dieser wichtigen Sache die aus meiner Sicht falsche Politik vertreten, wird keine der beiden Parteien meine Stimme bekommen. Ich befürchte, die getroffene Entscheidung wird für uns übel enden. Jetzt läuft alles darauf hinaus, dass alle solange zahlen, bis keiner mehr was hat. Der französische Vorstoss, eine europaweite Arbeitslosenversicherung einzuführen, zeigt, wohin der Hase laufen soll.

105) Don Corleone, Sonntag, 22. September 2013, 15:05 Uhr

@ 98) Karl, Sonntag, 22. September 2013, 00:50 Uhr

“Damit habe ich diesen Blog zum letzten Mal gelesen, schwach, sehr schwach.”

Die fortan schmerzlich vermisste argumentative Tiefe (um nicht zu sagen: überbordende intellektuelle Potenz) Ihrer Mitteilung wird diesen Blog in geistige Armut stürzen! Wie können Sie ihn so hartherzig verlassen? 🙂
Bei allen Pavianen Afrikas! Haben Sie denn gar keine Nächstenliebe?

106) Doktor Hong, Montag, 23. September 2013, 15:53 Uhr

@103) Erwin Gabriel

Schon gut, ich habe es etwas überspitzt formuliert. Scheinbar färbt der Stil von StefanP auf mich ab 🙂

Natürlich haben Sie Recht, denn im Maastrichter Vertrag wurden natürlich Kriterien vereinbart, nach denen eigentlich nur Deutschland, Österreich, Luxemburg, Dänemark und die Niederlande den Euro hätten gründen können (und später, um 2000 herum, nicht mal mehr Deutschland!)

Das wäre sogar wahrscheinlich eine sehr sinnvolle Währungsunion gewesen.

Und natürlich haben Sie völlig Recht mit Ihren Hinweisen, dass nach und nach sämtliche Vertragsbestimmungen über Bord geworfen wurden.

Aber es bringt nichts, sich den Mond vom Himmel zu wünschen und über verschüttete Milch zu klagen (wobei man bei der heutigen, EU-subventionierten Überproduktion von Milch vielleicht nicht mehr so sehr über verschüttete Milch klagt wie in den Zeiten, aus denen das Sprichwort stammt. 🙂 )

Vor uns liegen gewaltige Aufgaben. Schuldenreduktion auf ein handhabbares Ausmaß. Management des demographischen Wandels. Überbrückung der sich vertiefenden sozialen Kluft. Bezahlbarkeit der Gesundheits-/Sozialsysteme sicherstellen. Infrastrukturinvestitionen, inklusive Energiewende. Abfederung der Schäden, die durch den Euro verursacht werden.

Aber schön, dass sich die Medien mehr für Rauten und Stinkefinger interessieren, als für diese für unser Leben völlig bedeutungslosen Kleinigkeiten, die ich gerade aufgezählt habe.

107) Erwin Gabriel, Dienstag, 24. September 2013, 10:48 Uhr

@ 106) Doktor Hong, Montag, 23. September 2013, 15:53 Uhr

Hallo Doktor Hong,

speziell Ihrem Schlusssatz kann ich zustimmen (dem Hinweis auf Gemaule über verschüttete Milch natürlich auch). Hilft auch nicht, es “schon immer ” gesagt oder gewußt zu haben. Wiederum ist unter der Betrachtung, dass die einen Entscheidungen schon gelaufen sind und wir von den zukünftigen wiederum nichts wissen, jede Diskussion obsolet.

Die von Ihnen aufgelisteten Probleme sind in der Tat wichtiger. Aber die gleichen Probleme bestanden schon vor vier bzw. acht Jahren, ohne das etwas Nennenswertes zur Lösung geschehen wäre. Ich sehe Aktivitäten, Betriebsamkeit, sogar Hektik, aber von tragfähigen Ergebnissen ist nicht mal ansatzweise etwas zu erkennen. Mein Eindruck ist gelegentlich, dass man sich von Details zur Grundfrage hocharbeitet, anstatt es umgekehrt zu machen.

Wird wieder viel Milch verschüttet werden die nächsten Jahre.

108) Rapunzel, Montag, 14. Oktober 2013, 23:29 Uhr

Verfassungstreue, Rechtstaatlichkeit, Freiheit.
Alles keine Werte die jemals von Berlin aus effektiv gewahrt worden wären.
Was die wirre unberechenbare Konservative Ideologie an Destruktion zu leisten im Stande ist, sehen wir derzeit ja in den USA, Frankreich, Italien (Berlusconi) und in der katholischen Kirche.
Ich kann nicht verstehen, wie Mütter und Väter an solcher Ideologie festhalten können?

Wie ist Ihre Meinung?

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