Freitag, 13. September 2013, 12:19 Uhr

Raute gegen Stinkefinger

Es könnte sein Abschiedsfoto am Abend des 22. September sein. Peer Steinbrück mit Stinkefinger. Ihr könnt mich alle mal…

Es ist aber nicht das Abschiedsfoto, sondern es erschien neun Tage vor der Wahl. Und bis zu diesem Zeitpunkt erhebt Steinbrück immer noch den Anspruch, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden.

Und mit diesem Anspruch darf sich ein Politiker niemals in einer solchen Pose fotografieren lassen. Auch dann nicht, wenn seine Stimmung so ist wie auf dem Foto. Und auch dann nicht, wenn er sich von den Medien verfolgt und ungerecht behandelt fühlt. Und wenn er sich in der SPD von tausend Idioten umzingelt fühlt.

Da kann die SPD jetzt noch so oft erklären, die Foto-Antwort auf die Frage des Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ sei witzig und ironisch gemeint („Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“) . Die Pose bleibt, millionenfach vervielfältigt. Auch in diesem Fall gilt: ein Foto sagt mehr als tausend Worte.

Steinbrück fehlen offenbar die Reife und der Ernst für das angestrebte Amt. Darauf deuteten auch schon frühere Ausrutscher hin. Und er ist beratungsresistent. Seine Berater hatten ihm empfohlen, den Abdruck zu verweigern. Steinbrück setzte sich, so die „Süddeutsche Zeitung“, mit einem nonchalanten  „Nein, das ist okay so“ darüber hinweg.

Dass er die Antwort völlig  ernst meinte, darauf deutet seine Twitter-Botschaft hin: „Klartext braucht keine Worte“. Dem Mann ist wirklich nicht mehr zu helfen. Raute gegen Stinkefinger – der Wahlausgang ist berechenbar.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

85 Kommentare

1) rundertischdgf, Samstag, 14. September 2013, 17:34 Uhr

@ 46)

Genau das ist das Problem, jeder kann mitreden. Auch bei der Diskussion um die Maut. Wichtige, existenzielle werden ausgeblendet und der Bürger fällt auf diese primitiven Ablenkung rein, weil auch die Medien kräftig dabei mithelfen. Wissen die Deutschen überhaupt, daß sie auch ohne dem „Kalten Krieg“ der Systeme noch auf einem Pulverfass leben?

http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/09/14/atomwaffen-auf-deutschen-boden-sollen-modernisiert-werden/

2) Sachse, Samstag, 14. September 2013, 20:18 Uhr

Klar über einen Stinkefinger läßt sich leichter Diskutieren als die Durchsetzung des §146 GG.
Moralapostel mockieren sich immer über den kleinsten Kratzer an ihrem Ansehen oder ihrem Auto.Im19 Jahrhundert hätte ihm ein Aristokrat mit dieser Geste zum Duell herausgefordert.Das Moralapostolische Machtspielchen gehört in den Kindergarten.Seit wann werden Leute durch einen Stinkefinger körperlich geschädigt.Und wenn Leute dadurch Beleidigt sind ,sind diese eher psychisch labil,schwach,unstabil und neigen dazu das das Kleinhirn zum Großhirn den Befehl zur Faußtballung gibt und dem Opponenten ein blaues Auge verpaßt.Aber man sollte deswegen Steinbrück nicht gleich einen Strick daraus drehen,das ist lächerlich,obwohl auch Steinbrück mir nicht in den Kram paßt und ich die Deutsche National Versammlung viel lieber mit Herzensliebe wähle,und die SPD mir sehr unsympatisch ist.
Aber auch keiner regt sich darüber auf das die AfD mit Mord und Totchlägertypen schickaniert werden,aber der Stinkefinger hat`s eben in sich.

3) Cato, Sonntag, 15. September 2013, 08:15 Uhr

Diese Art preussischer Humor ist eben doch noch nicht ausgestorben! Leider!

4) Erika, Sonntag, 15. September 2013, 08:44 Uhr

@)44) StefanP, Samstag, 14. September 2013, 11:17 Uhr

Lieber Stefan,

eigentlich wollte ich Ihnen gar nicht antworten, aber Ihr Satz:

„P.S.: Vor zwei Jahren war Steinbrück für mich und einige andere aus dem “bürgerlichen Lager” eine sichere Option. Seit dem ist viel passiert… Meine Stimme hat er definitiv verloren.“

hat mir bei dem tristen Wetter heute morgen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Danke

5) StefanP, Sonntag, 15. September 2013, 11:30 Uhr

@54) Erika

Ihre Replik ist widersinnig und widersprüchlich in jeder Facette. Vielleicht verstehe ich allerdings auch einfach nicht Ihr Ziel. Bisher ging ich davon aus, Sie kämpften und schrieben dafür, dass Peer Steinbrück eine Mehrheit für eine Kanzlerschaft bekommt. Da scheine ich mich aber zu irren.

Es zaubert Ihnen ein Lächeln, das Leute wie ich den SPD-Bewerber nicht wählen wollen. Doch es sind nicht Leute wie Sie, welche Wahlen entscheiden. Bürger, auf die sich zumindest ein Lager zuverlässig verlassen kann. Es sind Leute wie ich, die 1998 Gerhard Schröder zur Kanzlerschaft verholfen und die 2009 mit ihrem Wechsel zur FDP die SPD aus der Regierung befördert haben. Von den 44-46 Millionen Wahlgängern sind 6-10 Millionen entscheidend, sie lassen sich von Personen und Programmen beeinflussen. Leute wie ich informieren sich nicht nur national, sie lesen Economist, Time, Wall Street Journal. Der britische Economist ruft diese Woche zur Wahl von Merkel auf und präferiert eindeutig die Fortsetzung der jetzigen Koalition. Der wesentliche Grund: die SPD habe ein großes Umverteilungsmanifest beschlossen.

Das mag der Grund sein, warum Sie sich angezogen fühlen. Aber Leute wie Sie reichen für 18-25 Prozent, womit eine Zwei-Parteien-Koalition ausgeschlossen ist. Die Sozialdemokraten betonen in ihrem Programm die Benachteiligten der Gesellschaft. Doch von diesen 20 Prozent geht nicht mal jeder Zweite wählen, deren Stimmen sich dann auf LINKE und SPD aufsplitten. Knapp 80 Prozent der Deutschen sind mit ihrer Situation zufrieden oder sehr zufrieden. Es ergibt keinen Sinn, diesen zu erklären, dass sie ihre Lage falsch einschätzen. So zieht die SPD seit 8 Jahren mit der Forderung nach einem Mindestlohn über die Marktplätze, eine Wahl hat sie damit nie gewonnen. Die Menschen finden auch UNICEF und Amnesty International gut, spenden tut aber nur ein Bruchteil.

Die SPD hat 16 Jahre benötigt, diese Lektion zu lernen. Leider hat sie das Gelernte schon wieder vergessen.

Eigentlich wollte ich Ihnen gar nicht antworten (..).

Warum nicht? Ich beleidige nicht, sondern diskutiere leidenschaftlich wie in Debattierclubs. Weil ich mich nicht von Argumenten überzeugen lasse, die man zuvor dutzendmal in der üblichen Presse lesen konnte? Zu jeder Position habe ich mindestens ein Argument, das – meine Erfahrung – andere kaum widerlegen können. Die Demokratie lebt von dem Austausch unterschiedlicher Positionen und dem Versuch, Unentschiedene zu gewinnen oder durch Druck Mehrheiten zu wenden. Das scheint, so interpretiere ich Ihren Satz, unter Ihrer Würde. Dann müssen Sie es aber erdulden, wenn Leute wie ich militärische Mittel nicht generell ablehnen. Konflikte werden eben nicht nur mit dem Diplomatenkoffer gelöst. Es sei denn, er enthält Dollarscheine oder ein Maschinengewehr.

Wir wohnen nur 35 km voneinander entfernt und doch in völlig verschiedenen Welten.

6) Politikverdruss, Sonntag, 15. September 2013, 11:51 Uhr

Nun werden die Betrachter des „Stinkefingers“ von vielen Kommentatoren aufgefordert, Humor zu zeigen. „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ umfasst […] eine gewisse Überlegenheit des Lachenden, der über das Paradoxe erhaben ist, indem er die Bereitschaft zur Heiterkeit zeigt, selbst wenn es nichts zu lachen gibt.“ (Marhenke, Britischer Humor)

Ich finde Berthold Kohler von der FAZ hat diesen Humor am besten zum Ausdruck gebracht. In einem offenen Brief an Peer Steinbrück schreibt er u. a.:

„Kein Wunder, dass die politische Konkurrenz voll krass herumstottert, die haben Sie ganz kalt erwischt. Daniel Bahr meinte, das könne doch nicht der Stil eines Bundeskanzlers sein. Der Ärmste glaubt wohl immer noch, Sie wollten das werden! Dabei haben Sie auf Kosten der Münchner Kollegen doch nur ein Foto für die Grußkarte gemacht, mit der Sie sich am übernächsten Montag bei Sigmar Gabriel für die tolle Unterstützung bedanken wollen. Und bei den geschätzt siebzig bis achtzig Prozent der Wahlberechtigten, die meinen, Sie sollten auch in Zukunft lieber das tun, was Sie am besten können: Banker beleidigen und dafür von diesen auch noch fürstlich entlohnt werden.“http://www.faz.net/aktuell/politik/fraktur/fraktur-die-stilglosse-stinkefinger-12572466.html

Ja, das ist britischer Humor. Deutscher Humor ist hingegen, „wenn man trotzdem nicht lacht.“ Dass nun aber so viele Deutsche in diesem Fall dazu aufrufen, „trotzdem zu lachen“, scheint mir denn doch mehr aus der Not geboren, einen Kandidaten zu unterstützen, der einem die Unterstützungsleistung wirklich nicht einfach macht. Denn eigentlich gibt es hier ja nichts zu lachen. Deshalb kann man Berthold Kohler nur zustimmen, wenn er schließlich schreibt: „In der Hoffnung, dass Sie (Steinbrück) jetzt genug von dem Humor haben, den Sie von der Republik und somit auch von uns verlangen…“

7) gabriele, Sonntag, 15. September 2013, 17:53 Uhr

Zu STEINBRÜCK.
In der 43 Minütigen Youtube-Story über
Größenwahn und Selbstbedienung bei der West-LB
äußert sich Steinbrück dermaßen arrogant,
dass er seine Mittelfingergeste gar nicht erst anwenden muss.
Ab Min. 29:30 (t)rotzt er ins Mikrofon, dass er doch keine Verantwortung trägt, zumal er ja persönlich an keiner Sitzung teilgenommen hat.
Achtung! 43 min.
http://www.youtube.com/watch?v=45FYqWAn8R4

8) Annelie, Sonntag, 15. September 2013, 20:01 Uhr

Ich lese u.a. die Süddeutsche und betrachte Freitags mit mehr oder weniger Vergnügen die pantomimischen Bemühungen der Befragten. Nicht immer werden die Antworten auf die gestellten Fragen so hervorragend umgesetzt wie in diesem Fall von Peer Steinbrück. Und der beanstandete sogenannte „Stinkefinger“ passte bestens zur gestellten Frage. Und nur darum ging es hier, um humorvolle, nonverbale Kommunikation. Stellt offenbar für viele eine zu große Herausforderung dar.

Niedriger hängen empfehle ich daher, nämlich dahin, wo es hingehört, in den Bereich Humor. Aber daran scheint es leider auch Ihnen, Herr Spreng, zu mangeln. Oder ist inzwischen innerhalb der Meinungsgestalter alles recht, auch das dümmste Argument, dem Kandidaten eins auszuwischen?

9) Ockenga, Sonntag, 15. September 2013, 22:18 Uhr

Alle die, die jetzt noch eine Entschuldigung, ein Verständnis, eine Erklärung oder eine gutmütige Verniedlichung des Fingers haben, sei gesagt: Der Finger für einen Polizisten kostet von jedem Amtgericht mindestens € 400,–. Im Sport wird der Finger mit einer roten Karte bestraft. Wer ihn für Politiker toleriert, der stellt sie außer Gesetz. Der akzeptiert genau das, was er vorher gegeißelt hat. Merkt euch diese Leute und Journalisten und konfrontiert sie bei nächster Gelegenheit mit der Entgleisung. Einer von ihnen war Herr Rodenwoldt, der Berlin-Kommentator einiger größerer Tageszeitungen. Diese Leute beschwören bei jeder Gelegenheit ihr eigenes Niveau (im Gegensatz zur BILD) und erreichen nicht mal die Höhe ihres eigenen Gürtels, wenn sie sich am politischen Gegner vergreifen.

10) Erwin Gabriel, Sonntag, 15. September 2013, 23:42 Uhr

Mit Blick auf die Medien wird schnell klar, wie schwer es Peer Steinbrück hat. Er wird nicht danach beurteilt, ob er Kanzler kann, sondern nur danach, ob er Merkel kann. Wo er es nicht schafft, gibt es Abzüge in der A-Note. Wo er es schafft, gibt es Abzüge in der B-Note, weil dann auf einmal die Ecken und Kanten fehlen. Über Sachargumente wird doch schon lange nicht mehr diskutiert.

11) Erika, Montag, 16. September 2013, 08:59 Uhr

@)55) StefanP, Sonntag, 15. September 2013, 11:30

<"und die 2009 mit ihrem Wechsel zur FDP die SPD aus der Regierung befördert haben."<

Aha, Ihnen und Herrn Spreng haben wir also die "beste Regierung" seit der Wende zu verdanken und trotzdem war schon nach 2 Jahren Peer Steinbrück für Sie eine "sichere Option"?

Wissen Sie, mir geht es auch gut, trotzdem möchte ich lieber in einer solidarischen und fairen Gesellschaft leben als in einer, wo jeder nur an seinen persönlichen Vorteil denkt.

Sie haben recht uns trennen Welten.

Liebe Grüße

Erika

12) StefanP, Montag, 16. September 2013, 11:43 Uhr

@61) Erika

Ich diskutiere gerne mit Ihnen, damit sich andere ein Bild machen können. Aber geben Sie mir doch bitte Argumente.

Ihnen und Herrn Spreng haben wir also die „beste Regierung“ seit der Wende zu verdanken und trotzdem war schon nach 2 Jahren Peer Steinbrück für Sie eine „sichere Option“?

Das habe ich nicht gesagt, sondern es mit einem verbindenden wie garniert. Leute wie ich. Es sind Leute, die wie ich denken und in diesen gesellschaftlichen Schichten leben. Warum war Peer Steinbrück eine „sichere Option“? Weil diese Schichten Merkel durchaus kritisch gegenüberstehen und weil die FDP keine Performance gebracht hat, schon gar nicht, dass sie die Absicht hatte, in Richtung ihrer Partei- und Wahlprogramme zu denken und zu handeln. Den durch die Wahl erhaltenen Vertrauensvorschuss hat sie dazu genutzt, das Umsatzsteuerrecht um eine Ausnahme und Komplexität zu bereichern statt die Ausnahmen generell in Frage zu stellen. Sie hat das Schonvermögen im Sozialrecht genauso erhöht wie das Kindergeld – beides Maßnahmen, die auch eine Regierung unter Führung der LINKEN gemacht hätte. Und Mitte der Legislaturperiode schafft man die unter politischen Mühen eingeführte Praxisgebühr wieder ab. Ich kenne niemanden, der wegen solcher nicht gemachten Versprechungen 2009 liberal gewählt hätte.

Peer Steinbrück ist vom Denken her Sozialdemokrat, das weiß ich besser als manch anderer, der sich mit ihm nur oberflächlich befasst hat. Leute wie ich hätten durchaus die Erhöhung des Spitzensteuersatzes geschluckt. Nur schien die SPD auf ihrem Parteitag außer Rand und Band, neben den beschlossenen weitreichenden Steuererhöhungen konnte die Partei nicht den Eindruck verhindern, dass es mit ihr auch immer noch etwas mehr sein darf. Das ist kein Argument mehr für Notwendigkeit, sondern Ideologie. Und nun zieht Steinbrück über die Marktplätze und verspricht, eine Vermögensteuer solle nicht an die Substanz gehen. Ja was denn nun? Aufkommen oder Bagatellsteuer? Er weiß es besser.

Der SPIEGEL schreibt heute über Steinbrück:
Steinbrück ist unbeherrscht, er ist aggressiv, er ist narzisstisch. Es fällt ihm schwer, etwas wirklich ernst zu nehmen, nicht einmal seine Kandidatur. Er ist niemand, der immer mit der Welt in Kontakt sein will. Er ist niemand, den es unbedingt nach politischer Gestaltung drängt. Er ist niemand, der sich mit den Zumutungen des politischen Lebens abfinden kann. Was ihn aufregt, dagegen begehrt er auf. Das kostet Kraft, das kostet Nerven in einem ohnehin kraftraubenden, nervenzehrenden Beruf.

Einem solchen Politiker kann, nein, darf man das Land nicht anvertrauen.

Wissen Sie, mir geht es auch gut, trotzdem möchte ich lieber in einer solidarischen und fairen Gesellschaft leben als in einer, wo jeder nur an seinen persönlichen Vorteil denkt.

Unter Regierungsbeteiligung der FDP hatte Deutschland mit deutlich über 50% den höchsten Staatsanteil in der Geschichte erreicht. Wenn ein Drittel des Erwirtschafteten und 50% Sozialismus nicht ausreichen, eine „solidarische Gesellschaft“ zu schaffen, dann wird Ihnen das mit 60% auch nicht gelingen.

13) Erwin Gabriel, Montag, 16. September 2013, 13:23 Uhr

@ 62) StefanP, Montag, 16. September 2013, 11:43 Uhr

>> Ich diskutiere gerne mit Ihnen, damit sich andere ein Bild
>> machen können. Aber geben Sie mir doch bitte Argumente.

Geht mir auch immer so. Denn an Argumenten lassen Sie es doch auch immer wieder fehlen.

Etwa wenn Sie auf den „Staatsanteil“ abheben, der unter der Beteiligung der FDP erreicht wurde. Die aktuelle Bürschlein-FDP hat thematisch / inhaltlich / ideologisch / substantiell nichts mehr mit der früheren FDP zu tun – zumal dort, wo die aktuelle Regierung Erfolge verbucht, diese weitgehend auf Entscheidungen der Schröder-SPD beruht und nicht wegen, sondern trotz der Regierungsbeteilung der FDP entsatnden sind.

Und das Spiegel-Geschreibsel mal als ahnungslos zu verteufeln, dann wieder zum Faktum als Grundlage für absolute Entscheidungen zu erheben, sobald es zur eigenen Ideologie passt, ist mir auch etwas suspekt.

Damit Sie sich nicht gleich wieder mit einem vor themenfremden Fakten überbordenden Kommentar kontern: Ich äußere mich nicht zu Ihrer politischen Meinung, sondern zu Ihrer Methodik.

14) Erika, Montag, 16. September 2013, 16:49 Uhr

@62 Stefan

<"Das kostet Kraft, das kostet Nerven in einem ohnehin kraftraubenden, nervenzehrenden Beruf."<

Offenbar nicht bei Allen, Merkel erholt sich nach eigen Angaben ja am sichersten bei der Arbeit.

Nur kritisieren darf man Frau Merkel nicht, da reagiert Sie dann so wie in Aschaffenburg:

"Seien Sie doch einfach froh, dass Sie frei Ihre Meinung sagen können."

Also für diese vielen Kübel von Dreck, die man über Steinbrück ausgeschüttet hat, hat er sich tapfer geschlagen.

Dieses Psycho-Geschwurbel vom Spiegel lese ich seit Jahren nicht mehr. Ich bin alt genug mir eine eigene Meinung zu bilden.

@60) Erwin Gabriel

Ihr Kommentar bringt es wunderbar auf den Punkt.

15) Carlos Manoso, Montag, 16. September 2013, 18:48 Uhr

Spreng, Peer Steinbrück braucht definitiv keine Berater, denn sein Job als SPD-Kanzlerkandidat ist wirklich watschneinfach.

Peer Steinbrücks SPD muß schlicht und einfach lediglich so viele Abgeordnetensitze bekommen, daß eine Große Koalition von CDU / SPD eine sehr konfortable Mehrheit im Bundestag hat. Für die SPD gehts dabei eigentlich nur noch darum, daß die FDP auf unter 5% rutscht bzw. nicht übermäßig auf knapp über 5% rutscht.

Für Peer Steinbrück gehts nur noch um das Problemm, daß Steinbrücks SPD sich -wider Erwarten- so stark verbessert, daß Peer Steinbrück sich nach der Wahl (den Wählern zuliebe) noch mal übermenschlich überwinden muß und sich breitschlagen läßt, um unter der Mutti widerstrebend den Job des Rollstuhlfahrer macht. Das würde Peer Steinbrück liebend gerne vermeiden und wenns denn der Sache dient (den Ministerjob zu vermeiden), zeigt Peer Steinbrück nur zu gerne prophylaktisch den (zu viielen) Hirnamputierten in Deutschland den Stinkefinger.

16) Ina, Montag, 16. September 2013, 23:09 Uhr

Nunja, wenigstens ist er originell. Damit hat er sich zwar die Wahl versaut, aber immer noch besser als der Terror der dümmlichen Wahlplakate. Hierzu ein passendes Zitat aus der einer Vorab-Teilveröffentlichung eines provokanten Buches von Leander Golman. Dieser Text steht auf WordPress, aber auch auf Amazon u.a. Plattformen und kann kostenlos heruntergelande werden. Zitat:
„Kommt es auf die Person des Abgeordneten an?
Leider ist es auch völlig gleichgültig, welche Personen man wählt. Fast alle Parlamentarier sind als Folge einer Zuchtwahl von Unterdurchschnittlichkeit in ihre Position gekommen, wie oben bereits dargestellt wurde. Ein paar eloquente Paradiesvögel – sei es der kleine schlau brillierende Glatzkopf aus der linken Ecke, sei es der bullige Dicke aus dem rechten Winkel oder der weißhaarige ehemalige RAF-Anwalt – spielen eher die Rolle von Alibi-Figuren, als dass sie wirklichen Einfluss hätten.
Wenn man sich das ölig-ausdruckslose Grinsen der normalen Kandidaten auf den Wahlplakaten ansieht, verwundert es schon, warum sie nicht allesamt ihre Fotografen auf horrenden Schadenersatz verklagen: So blöd, verlegen und krampfig kann doch keiner von ihnen wirklich aussehen! Hier muss der Fotograf im Auftrag einer konkurrierenden Partei ein besonders gemein entstellendes Foto gemacht haben!! Also: klagen, klagen und nochmals klagen! Ein öffentlicher Aufschrei muss zudem durch das Land schallen: Nieder mit den perfiden Methoden der Konkurrenz in der Politik! Stoppt die Beschädigung des Ansehens der Parlamentarier durch deren Porträtierung als eine Ansammlung öliger Fieslinge! Schließlich muss auch die Verschandelung der Laternen und Straßenbäume abgestraft werden. Unentrinnbar grinst jedem Bürger über einen Zeitraum von nahezu zwei Monaten eine Ansammlung dieser Marionettenfratzen ins Gesicht. Egal wohin man sich wendet, man wird scheinbar immer vom gleichen Typus angegrinst. Nur die Namen ändern sich von Plakat zu Plakat.
Als wären die Fotos nicht schon genug Grund, Klage gegen die hochgezahlten Werbeagenturen zu führen, welche die Plakataktionen durchführen – die Slogans bringen das Fass nun wirklich zum Überlaufen. Ihre knackig-kurze Dummheit und die Dreistigkeit, mit der die Verachtung der Wähler dadurch zum Ausdruck gebracht wird, muss bestraft werden! Denn bei all diesen Parolen wird man oft an einen Satz erinnert, den Erstklässler gerne auf Bänke und Wände kritzeln: „Wer das liest, ist doof!“ Wenn die Parteien diesen Unfug nicht stoppen, dann muss es einen Aktionstag der Bürger geben, an dem innerhalb von 24 Stunden alle Wahlplakate in allen Städten und Gemeinden zerstört oder unleserlich gemacht werden! Nur so kann diesem kostspieligen Irrsinn auch für die Zukunft Einhalt geboten werden.“ Link: http://wp.me/p29pVB-Q

17) StefanP, Dienstag, 17. September 2013, 12:46 Uhr

@63) Erwin Gabriel

Denn an Argumenten lassen Sie es doch auch immer wieder fehlen.

Hm, tatsächlich? Möglicherweise muss ich das nächste Mal für Sie einen richtigen Trampelpfad legen. Ich fange am besten gleich damit an:

Etwa wenn Sie auf den “Staatsanteil” abheben, der unter der Beteiligung der FDP erreicht wurde. Die aktuelle Bürschlein-FDP hat thematisch / inhaltlich / ideologisch / substantiell nichts mehr mit der früheren FDP zu tun – zumal dort, wo die aktuelle Regierung Erfolge verbucht, diese weitgehend auf Entscheidungen der Schröder-SPD beruht und nicht wegen, sondern trotz der Regierungsbeteiligung der FDP entstanden sind.

Auf Erikas Einlassung bezüglich der heutigen, angeblichen Politik für Egoisten habe ich eingewandt, dass die FDP in der Regierung saß, als der Staatsanteil immer weiter zunahm. Das gilt übrigens auch heute. Nun wäre eine sinnvolle Replik darauf: „Warum propagieren Sie die FDP, wenn sie eine Politik macht, die jede andere Partei auch könnte?“ Gutes Argument, kam aber nicht. Stattdessen wenden Sie ein, die Liberalen würden Erfolge reklamieren, für die sie nicht verantwortlich seien.

Als Ökonom mag ich dem zustimmen, als Political Animal bestreite ich das. Die Sozialdemokraten benehmen sich ja wie jungfräuliche Klosterschwestern und bestreiten selbst jeden Anspruch auf die heutige positive wirtschaftliche Entwicklung. Nein, es ist ja alles so schlecht gelaufen! Da aber auch der Erfolg Väter benötigt und nicht als Waise durchs Leben gehen soll, fällt das, was Economist und internationale Kommentatoren an Deutschland loben, in die Verantwortung der aktuellen Regierung. Vaterschaft geklärt.

Die SPD empfindet die Agenda 2010 als vermurkst, Deutschland ist der ruhende politische und wirtschaftliche Pol in rauer See um uns rum. Wenn selbst die SPD behauptet, dafür nicht verantwortlich zu sein, so wird der Wähler ihr das glauben müssen.

Sie sollten den SPIEGEL-Artikel lesen. Wer mal mehr als einen 20-Sekunden-Spot über Peer Steinbrück gesehen hat, wird den dort beschriebenen Charistika des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten zustimmen. Ich habe früher geschrieben, Arroganz verzeihe ich am ehesten als negative Eigenschaft. Eine Führungskraft sollte jedoch nie cholerisch und narzisstisch sein.

P.S.: Ich habe den SPIEGEL nie als unseriös bezeichnet, lesen Sie dazu bitte nochmal die entsprechenden Kommentare bei dem Thread von Herrn Spreng.

18) StefanP, Dienstag, 17. September 2013, 12:56 Uhr

@64) Erika

Kein professioneller Politikbeobachter bestreitet, dass Merkel eine sehr fleißige Regierungschefin ist. Wenn Sie im Bett liegen, arbeitet die Frau noch. Erholung ist da nicht. Schauen Sie sich mal das zeitliche Protokoll zum Wachstumspakt mit Monti und Rajoy im Frühjahr letzten Jahres an.

Also für diese vielen Kübel von Dreck, die man über Steinbrück ausgeschüttet hat, hat er sich tapfer geschlagen.

Welchen Dreck? Der Hanseat war in der Vergangenheit sehr fleißig im Austeilen, verwendete dabei nicht selten eine kraftvolle, häufig spöttische, herablassende Sprache: Heulsusen, Kavallerie einmarschieren lassen, Heuschrecken (Original: Müntefering) u.ä. Die ZEIT und die Süddeutsche stehen Steinbrück weitgehend positiv, der SPIEGEL und die F.A.Z. eher kritisch gegenüber. So etwas nennt am Ausgewogenheit. Und Sie sind auch nicht damit aufgefallen, Merkels angebliche Zitate über Neuland und „marktkonforme Demokratie“ richtig zu stellen. Was schütten Sie eigentlich für einen Dreck aus?

19) Erwin Gabriel, Dienstag, 17. September 2013, 17:13 Uhr

@ 67) StefanP, Dienstag, 17. September 2013, 12:46 Uhr

>> >> Damit Sie sich nicht gleich wieder mit einem vor themenfremden
>> >> Fakten überbordenden Kommentar kontern: Ich äußere mich nicht
>> >> zu Ihrer politischen Meinung, sondern zu Ihrer Methodik.

>> Hm, tatsächlich? Möglicherweise muss ich das nächste Mal
>> für Sie einen richtigen Trampelpfad legen …

War dann wohl meinerseits doch zu kompliziert formuliert, ich bitte um Entschuldigung. Wenigstens habe ich es versucht. Aber dann will ich das mit dem Trampel mal lieber nicht weiter vertiefen 🙂

Bleibt für mich nur die Frage offen: Wenn Sie den anderen ständig den Stinkefinger zeigen, warum wählen Sie dann die Raute?

E.G.

20) Erika, Dienstag, 17. September 2013, 21:07 Uhr

@)StefanP,

Alles nicht meine Erfindung:

http://www.youtube.com/watch?v=yu0XZwOPDxQ

21) StefanP, Mittwoch, 18. September 2013, 08:11 Uhr

@69) Erwin Gabriel

Ich wähle weder Raute noch Mittelfinger. Der Sinn von Wahlkampf ist, die Persönlichkeit der Kandidaten genau unter die Lupe zu nehmen. Und Sie können wahrlich nicht behaupten, dass die Persönlichkeit von Peer Steinbrück bei dieser Detail-Betrachtung gut abgeschnitten hätte. Er hat zu selten souverän agiert, zu oft gereizt.

Die Amerikaner haben für ihre Präsidentschaftsbewerber eine einfache Schlüsselfrage: wem trauen sie es zu, nachts um 3 Uhr die richtige Entscheidung über einen Angriffsbefehl zu treffen? Für die Deutschen gibt es diese Schlüsselfrage auch. Und zwei Drittel beantworten sie mit Angela Merkel.

22) StefanP, Mittwoch, 18. September 2013, 08:32 Uhr

@70) Erika

Ich dachte Sie hätten Sinn für Ironie. Anscheinend nur bei den eigenen Farben.

23) Erwin Gabriel, Mittwoch, 18. September 2013, 09:16 Uhr

@ 71) StefanP, Mittwoch, 18. September 2013, 08:11 Uhr

>> Ich wähle weder Raute noch Mittelfinger.

Doch, unausweichlich.

>> Der Sinn von Wahlkampf ist, die Persönlichkeit der Kandidaten
>> genau unter die Lupe zu nehmen.

Das wäre mir deutlich zu wenig. Ich will auch wissen, was mich in den nächsten Jahren erwartet, welche Standpunkte die Kandidaten zu Sachfragen haben, welche Entscheidungen sie zu (aus meiner Sicht) wichtigen Punkten treffen. Und da ist Frau Merkel jede Berechenbarkeit abhanden gekommen: Entweder sie macht zu wenig, es schlecht, macht das Gegenteil, oder tut garnichts.

>> Und Sie können wahrlich nicht behaupten, dass die
>> Persönlichkeit von Peer Steinbrück bei dieser Detail-Betrachtung
>> gut abgeschnitten hätte. Er hat zu selten souverän agiert, zu oft gereizt.

Das „Schlimmste“, was Frau Merkel im Wahlkampf passierte, waren ein paar Pfiffe auf einer Kundgebung. Da war ihre „Persönlichkeit“ nun wirklich nicht gefordert, dennoch da hat sie schon recht gereizt reagiert: „Seien Sie einfach froh, dass Sie frei Ihre Meinung sagen können“.

Das ist zwar durchaus richtig gesagt, aber wen hat die Richtigkeit einer Aussage bei Peer Steinbrück interessiert? Was hätte man bei Peer Steinbrück draus gemacht? „Unsouverän“, „Charaktertest nicht bestanden“, „der kann es nicht“ etc… Bei derart ungleicher Aufgabenstellung, bei derart unterschiedlichen Bewertungskriterien sich ein Urteil anzumaßen, dazu noch über Charakter und Co., halte ich für sehr gewagt.

Es ist also nicht geklärt, wer von den beiden den besseren Charakter, die besser geeignete Persönlichkeit hat, den besseren Kanzler abgibt. Merkel (samt CDU) hat in meinen Augen mehrfach bewiesen, dass Sie es nicht kann; bei den Themen Euro, Energiewende / Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Außenpolitik. Alles ungedeckte Schecks…

Und glauben Sie mir, die Deutschen entscheiden nicht danach, wer um 3:00 Uhr nachts die richtige Entscheidung über einen Angriffsbefehl gibt (dann wäre Merkel draußen, weil sie nicht entscheidet); sie wählen den, der sie nachts um 3:00 Uhr in Ruhe schlafen lässt. Das böse Erwachen kommt dann später …

24) StefanP, Mittwoch, 18. September 2013, 12:39 Uhr

@73) Erwin Gabriel

Viel zu spät kommen wir zu dem Punkt, um den sich am Ende alles dreht. Gestern Abend habe ich mir auf SPIEGEL Online Videoschnitte von Erstwählern angesehen. Ich schätze den Idealismus der Jugend, eine wichtige Antriebsfehler für Veränderungen. Wie alt sind Sie? Eher in der Nähe von 20 oder von 60? Jedenfalls argumentieren Sie mit einem wenig von Realismus geprägten Idealismus. Das ist das Vorrecht der Jugend.

Ich will auch wissen, was mich in den nächsten Jahren erwartet, welche Standpunkte die Kandidaten zu Sachfragen haben, welche Entscheidungen sie zu (aus meiner Sicht) wichtigen Punkten treffen.

Nehmen Sie sich eine Glaskugel. In Deutschland gibt es traditionell Koalitionsregierungen, die SPD wird bei realistischer Betrachtung 2013 und 2017 entweder als Juniorpartner in einer großen Koalition oder in einem Dreierbündnis den Kanzler stellen. Entsprechend sind die Forderungen auszutarieren und mit rechtlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten abzugleichen. Das muss ich einem Erstwähler nicht erklären, das überfordert.

Eine zentrale Forderung der SPD ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Es wird von der Bündniskoalition abhängen, ob und wie diese Forderung umgesetzt werden kann. In jedem Fall ist es ein Gesetzesvorhaben, das nach Monaten verwirklicht ist. Genauso verhält es sich mit der Vermögensteuer, der Ärger kommt danach. Das Bundesverfassungsgericht wird klären müssen, ob der Gesetzesentwurf verfassungskonform ist und die Bürokratie wird die zahlreichen Anforderungen in einer 4-6jährigen Arbeit umsetzen müssen. Beschlossen ist leicht. Das muss ich einem Erstwähler nicht erklären, das überfordert.

Wahlkampf 1987
Im Wahlprogramm versprach die Union ein übersichtliches Steuersystem und Abrüstung in Ost und West. Die Übersichtlichkeit lässt immer noch auf sich warten, immerhin wurde es angegangen. Die Abrüstungsbemühungen endeten mit dem Fall der Mauer und Kohls 9-Punkte-Plan. Im Wahlprogramm findet sich dazu kein Wort. Die SPD wollte die Arbeitslosigkeit bekämpfen und eine ökologische Steuerreform angehen. 12 Jahre später blieb letzteres in Ansätzen stecken und zur Agenda 2010 brauchte es 16 Jahre. Ach ja, solidarisch wollte man auch da sein. Dagegen sah man die Deutsche Teilung manifestiert. Dumm gelaufen.

Wahlkampf 1994
Der Euro spielte keine sonderliche Rolle, trotzdem stand er am Ende der Legislaturperiode. Ebenso waren die Vorschläge der Bareis-Kommission zur Vereinfachung des Steuersystems kein Thema, obwohl der Wissenschaftler lange vor der Wahl beauftragt worden war. Anschließend bildete sich eine informelle Große Koalition die Ende 1997 jedoch wieder gesprengt wurde.

Wahlkampf 2002
Ein keinem Wahlprogramm findet sich Substanzielles zu den Arbeitsmarktreformen, die anschließend die Agenda bestimmten. Die Union kaprizierte sich eher auf Lockerungen beim Kündigungsschutz.

Gut, das können Sie alles nicht wissen, das war anscheinend vor Ihrer Zeit. Die Agenda einer Regierungszeit wird von Themen bestimmt, die sich in Wahlprogrammen nur in Spurenelementen finden. Umso mehr kommt es auf das Personal an. Die großen Parteien sind weitgehend ausgezehrt, bei den Grünen wird durch die verkrusteten Parteistrukturen der Aufstieg der jungen Talente verhindert. Die FDP dagegen leidet darunter, dass die Altersgruppe der Westerwelles dünn vertreten ist.

Die Aufgabe des Kanzlers ist, die Richtlinien der Politik zu bestimmen, nicht Gesetze direkt zu administrieren. Dazu gehört (macht-)politisches Geschick und die Fähigkeit, Bündnisse zu schließen. Das sind Stärken der Kanzlerin und Schwächen des Herausforderers. Wie müssten wir uns eigentlich Steinbrück im Kreis der 17-Euro-Kollegen vorstellen, wenn die Interessengegensätze aufeinanderprallen? Bei Merkel weiß man, dass sie als Letzte vom Tisch aufsteht. Bei Steinbrück wäre zu befürchten, dass er frühzeitig ins Bett kommen will.

Peer Steinbrück ist ein ausgewiesener Finanzfachmann, doch im Wahlkampf erzählt er aus machtpolitischer Schwäche Unsinn am laufenden Band. Oder er hat sein politisches Leben lang ökonomischen Unsinn erzählt. Wer aus politischer Schwäche ein Amt mit falschen Argumenten anstrebt, wie soll er später kraftvoll regieren?

Ich habe diesmal keine Wahlprogramme gelesen, die wesentlichen Punkte sind ohnehin ausgiebig diskutiert. Den meisten Bürgern geht es ebenso. Wonach soll man also wählen? Nach VeggieDay oder der grundsätzlichen Einstellung, die sich hinter solchen Forderungen zeigt?

25) Nichtwähler, Mittwoch, 18. September 2013, 16:39 Uhr

Es stimmt schon: Es gäbe Themen ohne ende in diesem Wahlkampf.

– Die Situation im maroden 2 Klassen Gesundheitssystem. Für gesetzlich Krankenversicherte ist zunehmend die ärztliche Versorgung gefährdet. Der Gesundheitsminister und die Kanzlerin (beide sind natürlich privat Krankenversichert) wollen von diesem Notstand nichts wissen.
Der Eintritt in die private Krankenversicherung steht nunmal für das Sozialschmarotzertum des dritten Jahrtausends. Hier wollen Besserverdiener für weniger Geld vom medizinischen Fortschritt 8finanziert durch alle) profitieren. Politisch wird dieser skandalöse Zustand durch FDP und Union sogar gefördert !

Warum macht die SPD hier kein Fass auf ? -> Weil sie wohl gar nicht regieren wollen.

– Die Gefährdung von Sicherheit und Freiheit der Bundesbürger qua total intransparenter Auspähung der Kommunikation und was weiß ich noch alles. Frau Merkel findet das ja „in Ordnung“ weil „wir nicht in einem totalitären Staat wie der DDR leb(t)en“. Ich kann da nur empfehlen Frau Merkel mal das Grundgesetz zur Kenntnisnahme vorzulegen. Schliesslich -das scheint Frau Merkel vergessen zu haben- zahlen wir Bürger ihr Salär.

– Der Rentendiebstahl durch die Union.
Die „so tolle“ Finanzkrisenbewältigung Merkels und Schäubles beinhaltet die Kürzung der Rentenansprüche in der Zukunft. Haben Sie sich noch nicht gefragt, wer die Milliarden die Merkel und Schäuble in die maroden Banken stecken zahlt. Die Antwort lautet: Sie und Ihre Kindeskinder.
Keine Regierung hat zukünftige Generationen derart Belastet wie die heutige.

Das sind nur einige wenige Themen von denen ich glaube das jedes einzelne hätte Wahlentscheidend werden können. Diese Themen meidet die SPD aus gutem Grund. Die SPD hat die Agendapolitik noch nicht verdaut und nach Merkels Geldschleuder-Exzessen wäre gerade mal die nächste Agenda dran. Die CDU wird nichts dergleichen tun. Dazu ist man doirt viel zu sehr auf momentane parteipolitische Spielchen fixiert. Statt dessen müssen wir betrachten wie ein Haufen bekennender Sexisten (FDP) mit einer Bande zweifelhafter Erscheinung (CDU) die Politik der nächsten Jahre weiter bestimmen wird . Meine Prognose: Die nächsten Jahre werden hart (auch für Deutschland, wenn Merkel dann nach der Wahl die Wahrheit sagt). Europa wird das mit anzunehmender Sicherheit nicht überleben.

Im Rahmen des heutigen Wahlkampfes empört man sich halt lieber publikumswirksam über die angeblichen grünen „Bevormundungen“ und die Aufarbeitung der Pädophilen Strömungen die es vor dreissig Jahren in Reihen der Grünen mal gab, anstatt sich um die Verhinderung der (sexuellen) Gewalt gegen Kinder in der katholischen Kirche bis heute zu kümmern bzw. diese aufzuklären.
Was macht den die FDP um ihre pädophile Vergangenheit aufzubereiten? Ich wüsste da bisher von nichts !?

26) Erwin Gabriel, Mittwoch, 18. September 2013, 17:56 Uhr

@ 74) StefanP, Mittwoch, 18. September 2013, 12:39 Uhr

>> Viel zu spät kommen wir zu dem Punkt, um den sich am Ende alles dreht.

Mein Punkt war schon deutlich früher erreicht, mit dem Hinweis auf Ihr gelegentlich flegelhaftes Benehmen und auf Formulierungen, mit denen Sie (was immer Sie wirklich sagen wollen) Mitdiskutanden das Recht auf eine eigene Meinung absprechen. Aber so deutlich kann ich wohl gar nicht werden, dass Sie verstehen, dass sich das nicht gehört. Flegelhaftes, pubertäres Verhalten ist vielleicht (anders als mein Idealismus) kein Anrecht der Jugend, aber dort auch häufig zu finden, also mindestens ebenso unpassend.

Um Ihnen gegenüber dennoch ein gewisses Maß an Respekt zu zeigen (was mir gelegentlich ob Ihres respektlosen Verhaltens durchaus schwer fällt), hier noch ein politisches Statement.

Den Charakter der Kanzlerkandidaten können weder Sie noch ich mit Zuverlässigkeit beurteilen, bestenfalls das, was Berater und Medien daraus machen. Herr Spreng hat das ja durchaus eindrucksvoll am Beispiel Edmund Stoibers aufgezeigt: Der kam durch Michael Sprengs Einfluss ganz anders rüber als zuvor, hat aber mit Sicherheit nicht seine Persönlichkeit oder seinen Charakter geändert.

Und da bleibt für mich in diesem Wahlkampf auf der einen Seite (wenn auch aus genannten Gründen nur vermutet) zu forsch gegen zu träge, übers Ziel hinaus schießen gegen weit hinter dem Ziel zurück bleiben.

Mir reicht es jedenfalls nicht, die von zahlreichen Trainern und Beratern eingebleuten Verhaltensmuster von künstlich erzeugten Persönlichkeitssimulationen gegeneinander zu vergleichen und nur auf dieser Grundlage zu entscheiden. Das würde auch im Falle der von Ihnen anscheinend geschätzten 3:00-Uhr-Frage keinen Sinn ergeben, da in solch einer Situation das von Beratern aufgebaute Image nicht weiterhilft.

Was mir auch hier wieder auffällt, ist ihre auf eine gewisse Art schizophrene Argumentation. Auf der einen Seite halten Sie es für normal und in Ordnung, wenn die Kanzlerin vor der Wahl viel verspricht und nachher wenig hält – was haben Wahlprogramme und Wahlkampfaussagen auch mit den Realitäten nach der Wahl zu tun. Auf der anderen Seite werfen Sie Peer Steinbrück Abweichungen seiner Wahlkampfaussagen zu früheren Statements vor. Ich muss aber auch nicht alles verstehen.

In jedem Falle sind Sie damit in guter Gesellschaft. Die meisten Bürger mit SPIEGEL-BILDung würden sich beispielsweise fürchterlich darüber aufregen, wenn aus einer rot-grün versprochenen Regierung eine rot-rot-grüne Regierung werden würde – obwohl das weder einen anderen Kanzler noch eine andere Politik mit sich brächte.

Wenn dagegen Wahlaussagen und eigene Versprechungen zu wirklich wichtigen Themen wie Euro / Europa / Gesundheit / Steuern / Energie etc mißachtet, auf den Kopf gestellt oder ins Gegenteil verkehrt werden, so dass eine ganz andere Politik als versprochen herauskommt, finden Sie das normal und in Ordnung.

Auf diesem Niveau entscheiden vielleicht angehende Teenager, welches Poster sie über ihr Bett hängen. Aber mir ist das deutlich zu wenig, um solche „Argumentationen“ als intelligent, ernsthaft oder substanziell zu betrachten.

27) Doktor Hong, Mittwoch, 18. September 2013, 19:01 Uhr

@70) Erika

Es gibt wahrscheinlich größere Fans von Angela Merkel als mich.

Trotzdem kann ich die von Ihnen gepostete Aussage Merkels nur als Ironie auffassen.

Interessant ist, dass Sie bei Merkel das tun, was Sie anderen bei Peer Steinbrück verübeln.

28) Doktor Hong, Mittwoch, 18. September 2013, 19:31 Uhr

Ansonsten bin ich stolz, in einem Land zu leben, in dem Handgesten offen, kontrovers und leidenschaftlich diskutiert werden dürfen.

Daran sollte sich dieses feige Journalistenpack in Russland, Iran oder China mal ein Beispiel nehmen, das entführt, verprügelt, gefoltert oder von Staats wegen ermordet wird, wenn sie es wagen, die Korruption anzuprangern oder Menschenrechte anzumahnen.

Dieses Land weiß, was wirklich weltbewegend ist.

29) Doktor Hong, Mittwoch, 18. September 2013, 19:33 Uhr

Ja, mein letzter Kommentar war tatsächlich sarkastisch gemeint.

Man kann ja, wie man am Beispiel Steinbrücks und jetzt auch Merkels sieht, heutzutage nicht mehr voraussetzen, dass das vom Publikum auch so verstanden wird, Anwesende natürlich ausgenommen.

30) Erika, Mittwoch, 18. September 2013, 21:23 Uhr

@75) Nichtwähler, Mittwoch, 18. September 2013, 16:39 Uhr

Dass die SPD das Thema Gesundheit meidet, kann man nicht sagen. Im Kompetenzteam von Peer Steinbrück ist Karl Lauterbach für die Gesundheit zuständig.

http://www.n-tv.de/politik/Wir-loesen-zwei-Probleme-auf-einmal-article10962856.html

und hier die Rede von Steinbrück im Bundestag

http://www.spdfraktion.de/themen/reden/wir-müssen-europa-mehr-demokratie-wagen

zu Europa. Es gibt aber viele weitere Stellungnahmen zu dem Thema.

Leider kümmert sich die Presse mehr um Pinot Grigio oder Stinkefinger.

31) Perplex, Mittwoch, 18. September 2013, 21:45 Uhr

Schade Herr Spreng, Sie haben bei der Beurteilung über den Wahlkampf die erschreckend einseitige Berichterstattung aller Medien über Steinbrueck vergessen. BR kontrovers extra

32) StefanP, Mittwoch, 18. September 2013, 23:04 Uhr

@76) Erwin Gabriel

Sie sehen, eine ironische Ausdrucksweise kommt nicht immer an und wird leicht als Respektlosigkeit missverstanden. So war es aber nicht gemeint.

Was die Beispiele sagen sollten, ist ziemlich einfach: Regierungspolitik wird nicht von Wahlprogrammen bestimmt. Das wissen die meisten Menschen, deswegen lesen sie sich auch nicht.

Den Charakter der Kanzlerkandidaten können weder Sie noch ich mit Zuverlässigkeit beurteilen, (..).

Tatsächlich? Wie kommt es dann, dass Merkel weit höhere Sympathiewerte einheimst und Steinbrück in dieser Kategorie binnen Jahresfrist so dramatisch verloren hat? Wie kommt es, dass Frauen Steinbrück ganz anders beurteilen als Männer? Lesen sie andere politische Medien? Während des Duells habe ich Sozialstudie betrieben, ich habe die Debatte mit meinen beiden Frauen verfolgt. Da ich die Argumente fast auswendig kenne und mich länger festgelegt habe, konnte ich dem entspannt folgen. Aus meiner Warte betrachtet war Steinbrück deutlich besser und platzierte seine Treffer gut, ohne einen Lucky Punch zu landen. Merkel gelang nur ein wirklich guter Return-Schlag. Die Damen sahen das anders, bei ihnen gewann Merkel klar nach Punkten. Welcher Journalist hat uns da beeinflusst?!

Auf der anderen Seite werfen Sie Peer Steinbrück Abweichungen seiner Wahlkampfaussagen zu früheren Statements vor.

Das stimmt so nicht. Der SPD-Kanzlerkandidat sagt im Wahlkampf das Gegenteil von dem, was er über viele Jahre öffentlich vertreten hat. Das hat im Kern mit Glaubwürdigkeit zu tun. Über Angela Merkel lässt sich in den letzten Jahren eine so drastische Wendung nicht nachsagen. Ihre Veränderung ist – mit Ausnahme 2005 – eher evolutionär. Hinzu kommt, dass aufgrund der politischen Machtbasis Merkel eine außerordentlich starke Kanzlerin ist, was man sich nach dem letzten Jahr bei Steinbrück bei aller Liebe nicht vorstellen kann. Hinter Merkel steht die CDU, die sie völlig im Griff hat. Wer in der SPD das Sagen hat, davon konnte sich nun jeder immer wieder überzeugen. Die Sozialdemokraten haben in ihrer Nachkriegsgeschichte zwei Kanzler gestürzt, in dem sie sie nicht mehr gestützt haben. Die Partei hat sicherlich kein Problem, auch einen dritten Regierungschef zu verbraten.

Die Stimmenverteilung am kommenden Sonntag basiert auf den Koalitionskonstellationen, die dem Wähler angeboten werden. Wahlentscheidend sind nun mal Personen, Programm / Werte und potentielle Bündnispartner. Die Erfahrung lehrt, dass der Wähler gerade hier ein langes Gedächtnis hat und Parteien abstraft, wenn sie in Koalitionen gehen, die der Bürger ablehnt. Siehe zuletzt Schwarz-Grün in Hamburg und Ypsilanti in Hessen. Koalitionen müssen vorbereitet werden.

Sowohl für die amtierende Regierung als auch für eine Große Koalition wie auch für Rot-Grün gäbe es, so es die Stimmanteile hergeben, eine hohe Legitimation. Diese würde gegen Null tendieren, käme es nach dem 22. September zu einer Ampel oder zu einem Linksbündnis unter Einschluss der PDS, sorry, SED, äh, LINKE. In allen Parteien gibt es Wähler, die sich anders entscheiden würden, wenn sie davon ausgehen müssten, dass Konstellationen herauskommen, die sie ablehnen. Von Ypsilantis Verrat haben die beiden kleinen Parteien profitiert, nicht jedoch die CDU. Es gab also bürgerliche Wähler, die eine Stimme für die SPD riskiert haben, vertrauend auf das Ausschlussstatement von Andrea Ypsilanti.

33) Erika, Donnerstag, 19. September 2013, 09:11 Uhr

@)77) Doktor Hong, Mittwoch, 18. September 2013, 19:01 Uhr

10.58 Uhr: Erholung bei der Arbeit

Die Fragerunde dreht sich wieder um Prism und das Ausspäh-Programm – und um Merkels Urlaub. Auf die Frage, ob sie sich überhaupt noch erholen könne, sagt Merkel: „Mit der Erholung bei der Bundeskanzlerin ist es so, dass man sich am sichersten bei der Arbeit erholt. Da mir die Arbeit Freude macht, habe ich deshalb keine Sorgen.“ Sie nutzt die Gelegenheit, sich dem Wahlvolk als pflichtbewusste Regierungschefin im pausenlosen Rettungseinsatz zu präsentieren. „Wenn Sorgen und Nöte auftreten, stehe ich zur Verfügung. Das ist meine Aufgabe.“

http://www.welt.de/politik/deutschland/article118194864/Die-Kanzlerin-erholt-sich-am-sichersten-bei-der-Arbeit.html

Also ich kann da keine Ironie erkennen, aber vielleicht sollte man unter diesem Aspekt andere Aussagen von Merkel betrachten:

„Die beste Regierung seit der Wende“
„Ich habe keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt“
„Kein Cent für Griechenland“

Ironie würde so manche Aussage von Merkel erklären.

Mein „Link“ war ironisch gemeint auf die Aussage vom Spiegel, Steinbrück wäre einer solchen anspruchsvollen Aufgabe nicht gewachsen. „<"Das kostet Kraft, das kostet Nerven in einem ohnehin kraftraubenden, nervenzehrenden Beruf."<
Das mit der Ironie werde ich in diesem Forum mangels Verständnis wohl besser lassen.

34) Erwin Gabriel, Donnerstag, 19. September 2013, 09:21 Uhr

@ 82) StefanP, Mittwoch, 18. September 2013, 23:04 Uhr

>> Sie sehen, eine ironische Ausdrucksweise kommt nicht immer an
>> und wird leicht als Respektlosigkeit missverstanden. So war es
>> aber nicht gemeint.

Ich kenne den Unterschied. Ich meine schon Respektlosigkeit.

>> Wie kommt es dann, dass Merkel weit höhere Sympathiewerte
>> einheimst und Steinbrück in dieser Kategorie binnen Jahresfrist
>> so dramatisch verloren hat?

Es liegt jedenfalls nicht an einer dramatischen Persönlichkeits- oder Charakteränderung Peer Steinbrücks binnen Jahresfrist, und damit ist Ihre Argumentation zerlegt. Was sich in dem Jahr geändert hat, ist die Berichterstattung durch die Medien.

>> Die Damen sahen das anders, bei ihnen gewann Merkel
>> klar nach Punkten. Welcher Journalist hat uns da beeinflusst?!

Uns? Liebe Stefanie P., die Wahrnehmung Peer Steinbrücks auf weiblicher Seite hat sich nicht verändert.

>> Angela Merkel lässt sich in den letzten Jahren eine so drastische
>> Wendung nicht nachsagen. Ihre Veränderung ist – mit Ausnahme
>> 2005 – eher evolutionär.

Machen Sie sich doch nicht lächerlich. Steinbrück vertritt den Standpunkt seiner Partei, obwohl er hier und da eine andere persönliche Meinung hat = charakterschwach? Merkel hat keine eigenen Positionen, entscheidet nach Machterhalt, und ändert entsprechend immer wieder den Kurs, koste es, was es wolle = charakterstark, evolutionär? Das sind Meinungen, die stehen Ihnen zu. Aber das sind keine Argumente, erst recht keine schlüssigen.

Zum Thema Ypsilanti sind mir die Fakten bekannt, das sollten Sie wissen. Es macht trotzdem keinen Unterschied in der Politik oder beim Kanzler. Aber die Vertragsverstöße Merkels bei der Euro-Rettung, die Vernichtung der Mittelklasse durch die aktuelle EU-Geldpolitik, das Abschöpfen normaler Bürger zugunsten der Industrie (EEG-Abgabe) und viele andere „Kleinigkeiten“ machen einen Unterschied, für unser Leben und das unserer Kinder.

Sie haben Ihre Meinung und suchen die durch passende Argumente zu bestätigen – was nicht passt, wird verdrängt. Ich bilde mir meine Meinung durch Argumente, durch das Beurteilen von Handlungen etc., deswegen ändert sich auch gelegentlich meine Meinung über eine Sache oder über eine Person.
Über Frau Merkel hatte ich mir eine sehr positive Meinung gebildet, nach ihrem Handeln und Unterlassen hat sich das schon sehr verändert. In ein paar Jahren werden Sie mir folgen.
Nun sollten wir wir es gut sein lassen, bevor es wirklich fruchtlos wird.

35) Stan Friebe, Freitag, 27. September 2013, 18:31 Uhr

Die Wahlkampfperformance von Peer Steinbrück war so grauenhaft schlecht, dass es einen kein bißchen überraschen würde, wenn man eines Tages herausfindet, dass er ein von langer Hand vorbereiteter CDU-Schläfer und CDU-Maulwurf war (Bube, Dame, König, As, Spion).

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