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Raute gegen Stinkefinger

Es könnte sein Abschiedsfoto am Abend des 22. September sein. Peer Steinbrück mit Stinkefinger. Ihr könnt mich alle mal…

Es ist aber nicht das Abschiedsfoto, sondern es erschien neun Tage vor der Wahl. Und bis zu diesem Zeitpunkt erhebt Steinbrück immer noch den Anspruch, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden.

Und mit diesem Anspruch darf sich ein Politiker niemals in einer solchen Pose fotografieren lassen. Auch dann nicht, wenn seine Stimmung so ist wie auf dem Foto. Und auch dann nicht, wenn er sich von den Medien verfolgt und ungerecht behandelt fühlt. Und wenn er sich in der SPD von tausend Idioten umzingelt fühlt.

Da kann die SPD jetzt noch so oft erklären, die Foto-Antwort auf die Frage des Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ sei witzig und ironisch gemeint („Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“) . Die Pose bleibt, millionenfach vervielfältigt. Auch in diesem Fall gilt: ein Foto sagt mehr als tausend Worte.

Steinbrück fehlen offenbar die Reife und der Ernst für das angestrebte Amt. Darauf deuteten auch schon frühere Ausrutscher hin. Und er ist beratungsresistent. Seine Berater hatten ihm empfohlen, den Abdruck zu verweigern. Steinbrück setzte sich, so die „Süddeutsche Zeitung“, mit einem nonchalanten  „Nein, das ist okay so“ darüber hinweg.

Dass er die Antwort völlig  ernst meinte, darauf deutet seine Twitter-Botschaft hin: „Klartext braucht keine Worte“. Dem Mann ist wirklich nicht mehr zu helfen. Raute gegen Stinkefinger – der Wahlausgang ist berechenbar.