Freitag, 03. Januar 2014, 14:14 Uhr

Braucht Deutschland die CSU?

Braucht Deutschland (noch) die CSU? Diese Frage stellt sich, weil die CSU wieder einmal mit der Absicht, ihre rechte Flanke für kommende Wahlen zu sichern, Ausländerfeindlichkeit schürt, Deutschland im Ausland massiv schadet und die gerade gebildete Regierung ohne Not in Turbulenzen stürzt.

Die CSU-Kampagne gegen den angeblich „fortgesetzten Missbrauch der Freizügigkeit in der EU durch Armutseinwanderung“ folgt der Maßgabe von Franz Josef Strauß. rechts neben der CSU dürfe keine demokratisch legitimierte Partei entstehen. Bisher mussten dafür die Türken herhalten, jetzt sind Bulgaren und Rumänen dran.

Die Methode ist immer dieselbe: eine angeblich drohende Gefahr aus dem Ausland  für den deutschen Wohlstand wird mit übergroßen Zeichen an die Wand gemalt, um sich selbst als Retter vor dieser Gefahr zu inszenieren.

Dabei schlagen auch diesmal die beiden klassischen CSU-Reflexe wieder durch – Selbstüberschätzung und Minderwertigkeitskomplexe. Selbstüberschätzung gehört zu DNA der CSU, die Minderwertigkeitskomplexe werden  immer dann virulent, wenn die CSU glaubt, auf Bundesebene nicht mehr so ernst genommen zu werden wie es ihr gebühre.

Genau das ist ihr aktuelles Problem: sie ist in den nächsten vier Jahren nicht wichtig. In schwarz-gelben Koalitionen ist sie zur Mehrheitsbildung unverzichtbar. Aber in einer Großen Koalition, die über 504 Sitze im Bundestag verfügt, sinken Einfluss und Drohpotenzial einer 56-Abgeordneten-Partei dramatisch. CDU und SPD allein verfügen über eine Zweidrittelmehrheit.

Die schwindende Bedeutung der CSU war schon bei der Kabinettsbildung zu beobachten, bei der sich die CSU mit zweitrangigen oder nur optisch aufgewerteten Ministerien begnügen musste.

Die CSU ist objektiv nur ein Anhängsel der Großen Koalition. Und sie ist national überhaupt nur noch deshalb einigermaßen bedeutend, weil sie im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft mit der CDU bildet und weil sie als Schwesterpartei mit ihren Positionen der CDU-Führung einen Aufstand des eigenen  konservativen Flügels und konservativer Wähler vom Leib hält.

Wähler, die sich durch eine liberalisierte und sozialdemokratisierte CDU nicht mehr repräsentiert sehen, trösten sich mit der CSU – selbst dann, wenn sie diese gar nicht wählen können.

Ein weiterer Grund, warum die CSU noch nationale Bedeutung hat, ist die Hasenfüßigkeit der CDU, die sich nicht traut, einen bayerischen Landesverband zu gründen. Das durch Franz Josef Strauß in Kreuth 1976 mit dem Beschluss einer Auflösung der Fraktionsgemeinschaft beinahe provozierte Schisma von CDU und CSU steckt beiden Parteien noch tief in den Knochen.

Ein drohender Bruderkrieg hält die CDU davon ab, in Bayern anzutreten. Dann wäre wahrscheinlich die CSU immer noch die stärkste Partei, wäre aber auf ewige Koalitionen mit der CDU angewiesen. Das wäre das Ende des Selbstverständnisses der CSU als bayerischer Staatspartei. Aber auch die CDU würde verlieren, wenn die CSU bundesweit anträte.

Deshalb besteht der Anachronismus einer reinen Regionalpartei fort, die gleichzeitig bundespolitische Ansprüche anmeldet. Objektiv gesehen, braucht vielleicht Bayern die CSU, Deutschland in den nächsten vier Jahren aber nicht. Die Große Koalition ginge auch ohne sie.

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38 Kommentare

1) Michael A. Nueckel, Freitag, 03. Januar 2014, 15:33 Uhr

Die CSU ist die Narrenkappe der CDU.

2) karel, Freitag, 03. Januar 2014, 16:20 Uhr

Vielleicht sitzen die „Populisten“ doch auf der anderen Seite………

“Was die CSU fordert ist schlicht die Umsetzung des europäischen Rechtsrahmens in deutsches Recht: Demnach kann sich jeder EU-Bürger 90 Tage lang in einem anderen Mitgliedsland aufhalten, um dort nach Arbeit zu suchen, aber er hat in dieser Zeit keinen Anspruch auf Sozialleistungen des Gastlandes. Das deutsche Recht macht aber genau das möglich, wie mehrere Gerichtsentscheide jüngst bestätigten“

Nachzulesen unter
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/debatte-um-armutseinwanderung-die-groessten-populisten-sind-nicht-in-der-csu/9280538.html

3) Politikverdruss, Freitag, 03. Januar 2014, 16:32 Uhr

M. Spreng behauptet, die CSU schüre die „Ausländerfeindlichkeit“. Das ist ein Schlag „unterhalb der Gürtellinie“! Es ist die perfide Vorgehensweise, mit der unliebsame Argumente diskreditiert werden, weil man sie aus politisch korrekten Gründen nicht diskutieren will.

Daraus speist sich der Unmut großer Wählerschichten, die sich dann nur noch an den extremen Rändern des politischen Spektrums wahrgenommen fühlen. Die kommende Europa-Wahl wird diese These bestätigen.

Aber zu den Fakten des anstehenden Themas. Und dabei geht es sicherlich nicht um die Frage, ob Deutschland die CSU braucht. Das beantworten die Bayern schon ganz alleine.

Zur Frage des Sozialmissbrauchs sagt die Justiz-Kommissarin der EU: „Deutsche Urteile, die EU-Ausländern ohne Aufenthaltsrecht Ansprüche auf Hartz IV einräumen, basieren allein auf deutschem Recht und haben nichts mit EU-Recht zu tun“… „Wenn nationale Sozialsysteme zu großzügig sind, dann ist es Sache der Mitgliedstaaten, das zu ändern.“

Eigentlich ist die Rechtslage klar: Paragraph 7 Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 des Sozialgesetzbuches(SGB) II stellt nämlich unmissverständlich fest, dass das Arbeitslosengeld II in Höhe von nunmehr maximal 391 Euro im Monat nicht an Ausländer gezahlt wird, die sich allein zur Arbeitssuche in Deutschland aufhalten.

Nur die deutschen Sozialrichter sind sich da nicht einig. In den letzten Monaten haben sie mal für und mal gegen die Antragsteller entschieden. Jüngst hat nun das Bundessozialgericht den Fall einer Schwedin dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt. Das wird nicht einfach.

„ Im Zentrum des Streits stehen jedoch im wesentlichen zwei – europäische – Regelwerke, die das Problem der Zuwanderung innerhalb der Grenzen der EU geradezu konträr lösen: Die europäische „Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit“ stellt klar, dass alle EU-Bürger gleich behandelt werden müssen. Die gleiche Frage regelt die „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über das Recht der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen“, allerdings mit dem genau umgekehrten Ergebnis: Diese „Unionsbürgerrichtlinie“ erlaubt es den Mitgliedstaaten ausdrücklich, EU-Ausländer von der Sozialhilfe auszunehmen.“http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/sozialleistungen-europa-entscheidet-ueber-hartz-iv-fuer-eu-auslaender-12735010.html

Also, insgesamt scheint mir bei dieser Frage die Politik gefragt. Doch die duckt sich bei derart „unpopulären“ Themen einfach weg. Frau Merkel ließ jetzt erst einmal eine Arbeitsgruppe einrichten, die die Rechtslage prüfen soll. Und wie überrascht nun alle tun. Und wenn das nicht hilft, wird der politische Gegner einfach als „fremdenfeindlich“ abgestempelt, nicht wahr, Herr Spreng!

4) Erwin Gabriel, Freitag, 03. Januar 2014, 17:50 Uhr

Ah, eine neue Botschaft aus dem Elfenbein-Turm …

>> Die CSU-Kampagne gegen den angeblich “fortgesetzten
>> Missbrauch der Freizügigkeit in der EU durch Armutseinwanderung” …

Schon ein kurzer Blick ins Ruhrgebiet zeigt: Bei solchen Aussagen der CSU „ist der Kern der Vorwürfe wahr“ (wenn ich den Hausherrn mal aus dem vorigen Beitrag zitieren darf).

Viel von dem, was Sie über die CSU schreiben, ist sicherlich richtig. Aber auch das: Denen ist Bayern deutlich wichtiger als Berlin. Denn wenn die CSU in Bayern stark ist, hört man auch in Berlin zu. So gesehen ist die CSU mit all ihren Bigotterien, Schwächen, Problemen und Durchstechereien wirklich eine Volkspartei – alle anderen tun nur so.

In einigen Ruhrpott-Kommunen würde eine CSU mit derartigen Wahlkampf-Aussagen spielend die 50%-Prozent-Hürde knacken. Und ich bin mir ebenfalls sicher, dass solche Zustände unter einer CSU-Regierung nicht möglich wären.

5) Hinweiser, Freitag, 03. Januar 2014, 18:13 Uhr

Bitte den Koalitionsvertrag lesen Herr Spreng. Ich bin kein
Freund von Seehofer !!
Aber blöderweise steht dort auf Seite 38

“ bedarfsgerechte qualifizierte Zuwanderung“

Hier der Absatz dazu.
—————————-
Insbesondere die Betriebe sind in der Pflicht, ihre Anstrengungen für eine alters- und
alternsgerechte Arbeitswelt und demografiesensible Personalpolitik zu verstärken.
Wir werden sie dabei mit der Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) und mit der
Fortführung von Initiativen zur Beschäftigung von Über-50-Jährigen unterstützen. Wir
setzen uns für bedarfsgerechte qualifizierte Zuwanderung ein und wollen insbeson-
dere eine größere Mobilität im europäischen Arbeitsmarkt erreichen. Flankierend
wollen wir die Willkommens- und Bleibekultur für ausländische Fachkräfte in
Deutschland verbessern. Deswegen werden wir die Dachkampagne „Fachkräfte-
Offensive“ fortführen und die regionalen Netzwerke zur Fachkräftesicherung stärker
professionalisieren.
—————–

Offensichtlich können die glücklichen Koalitionäre nicht lesen,
was sie da unterschreiben. Es war ja sooo spät.

Also alles wie immer.
😉

P.S. Vielleicht gibt es ja keine Unternehmenskredite durch Knappheit.
Dann gibt man den Unternehmen jetzt wohl gerne das letzte Jahr

PERSONAL-SUBVENTIONEN.

Nix Mindestlohn. Hohn.

6) winfried, Freitag, 03. Januar 2014, 18:17 Uhr

Eine Bundes CSU, unabhängig von der CDU? Könnte etwas werden! Eine Partei die nationale Themen vertritt ist überfällig.

7) winfried, Freitag, 03. Januar 2014, 19:11 Uhr

Braucht Deutschland eine bundesweite Partei, die eine Nationale Partei ist? Die ein Gegengewicht zum alleinigen Globalismus herstellen will? Braucht unsere Demokratur überhaupt Parteien? Sie schaffen doch erst die Probleme, die dann durch Extreme „gelöst“ werden müssen! Eine Demokratie in der Minderheiten über Mehrheiten regieren wollen ist keine Demokratie! Kann dies eine Partei lösen?

8) Martin Schmitz, Freitag, 03. Januar 2014, 19:56 Uhr

Als wir DDR-Bürger auf die Straße gingen, wollten wir Gerechtigkeit. Was haben wir nach der Wende erhalten? Fast nur Ungerechtigkeit und mit dieser Ungerechtigkeit haben die Bundesbürger bis zur Wende selbst gelebt. Scheibchenweise kommt die Wahrheit nur heraus. Was wurden wir als Zonis und Russen beschimpft, die eben in einer Zone lebten. Jetzt kommt es ganz dick, selbst Schäuble sagte es, dass das Gebiet der alten BRD seit seiner Gründung, keinerlei Souveränität besessen hat. Amerikanische Gesetze wurden in deutschen Recht gegossen, sodass das System BRD immer noch eine Besatzungszone der Alliierten Ist. Hochmut kommt vor dem Fall.
Ebenso verhält es sich mit der Regionalpartei CSU. Es will mir als normal denkender Mensch einfach nicht in den Schädel, dass sich eine Partei eines einzigen Bundeslandes an eine Partei für das gesamte Land (CDU) anlehnen kann und somit über die anderen 15 Bundesländer mit regieren kann. So etwas gibt es eigentlich nur im Irrenhaus oder eben in dem System BRD, das Land der Tausend Möglichkeiten. Es ist einfach nicht zu verstehen. Warum findet sich nicht ein mutiger Mensch beim Bundesverfassungsgericht, um diesem Spuk ein Ende zu setzen.

9) Martin Schmitz, Freitag, 03. Januar 2014, 20:03 Uhr

Ich würde es mir wünschen, wenn die CSU bundesweit antreten würde. Die Prozentzahl die sie dann bekommen würde, lief meiner Meinung in Richtung 0.

10) cashca, Freitag, 03. Januar 2014, 20:03 Uhr

Das schreibt ausgerechnet einer aus Berlin, genau diese stadt, die in Schulden schon fast ersäuft,
die ohne Millionenzischüsse gar nicht überleben kann,
Die permanentne Zuschuss brauchen, wer sorgt denn in Bayern für stabile Verhältnisse, damit wir hier den beachtlichen Betrag für Länderfinanzausgleich zahlen können…..
das die CDU ohne die Wählerstimmen der CSU ganz schön klein dastehen würden ….

man könnte die Liste endlos fortsetzen.
Ich bezweifle, ob es ohne die CSU in Bayern eine schwarz.rote Regierung in Berlin geben würde.
Wer so am Tropf der Geberländer hängt, der sollte nicht so groß tönen.
Wer sind denn die Geberländer ?

Vieles in dem Artikel sind die ewig alten Klischees, die da aufgeführt werden.
wEnn sie glauben, die CSU bayern hat seine schuldigkeit schon getan, sie kann gehen, na dann
sollte sie das tun, Die CDU ist immer noch auf das Wählerpotenzial der CSU angewiesen.
Egal wie man zur CSu steht, aber so ist es nun mal.
Der ganze Norden Deutschlands pfeift doch finanziell aus dem letzten loch.
Geblieben sind aber die großen Töne.

11) Robson Bottle, Freitag, 03. Januar 2014, 20:11 Uhr

Bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich nicht diesen Artikel kommentiere, aber ich bin so enttäuscht, dass Sie hier noch nichts zu Pofallas Bahn-Job geschrieben haben. Jetzt soll die Bahn für ihn sogar eine eigene neue Stelle geschaffen haben, wo man sich fragt, wie muss es um unsere Wirtschaft bestellt sein, wenn so einer („Alle Anschuldigungen im Zusammenhang mit der NSA sind vom Tisch!“) da gebraucht wird und sogar eine eigene Stelle für ihn maßgeschneidert wird. Oder ist es etwa tatsächlich schon so schlimm, wie in Goetz‘ „Johann Holtrop“, dass genau solche Typen dort gebraucht werden?

12) Peter Christian Nowak, Freitag, 03. Januar 2014, 20:15 Uhr

Die FDP hat auch keiner mehr gebraucht. Vielleicht braucht man die CSU in Bayern.
In Deutschland braucht man sie nicht.

Aber grundsätzlich muss die Freizügigkeitsregelung und die möglicherweise offenen Lücken im Sozialhilfesystem für Zugereiste auf den Prüfstand. Das wird am kommenden Mittwoch geschehen.
Rechtsstaat kann und darf auf „politische Korrektheit“ keine Rücksicht nehmen – besonders dann nicht, wenn der von der CSU offenbar erkannte Sozialhilfebetrug durch die aktuelle Freizügigkeitsregelung real sein sollte.

NRW-Städte wie Dortmund oder Duisburg oder Gelsenkirchen und andere (auch Berlin) schlagen Alarm. Die Kleinigkeit von 300 000 000 Euro würden das Problem lösen.

Danke, das war´s.

Ein Jahr hat man um die Erhöhung des Hartz IV-Regelsatzes geschachert…und dann kamen großzügige 5 Euro raus. Und nun sind plötzlich 300 Milliarden, die irgendwo aus der Versenkung wundersam erscheinen, überhaupt kein Problem!? – Leute, irgendwo habt ihr jeden moralischen Krückstock und noch mehr den Sinn für Gerechtigkeit verloren…oder beides nie gehabt.

Also, das zeigt doch schon, wie absurd einiges im System verborgen sein muss.

Ist die Bundesrepublik Deutschland nicht gehalten, den Dingen mal auf den Grund zu gehen?. „Schaden vom deutschen Volk abwenden“. Schon mal was von gehört?

Wer hier keine Arbeit findet oder nicht finden will, der sollte in der Tat zuhause bleiben.

Dass sich hier die CSU in die Schlacht wirft hat tatsächlich was mit „Minderwertigkeitskomplex“ und vielleicht auch Geltungsbedürfnis zutun.
Auszuschließen ist das nicht.

Dem „Mia san mia“ soll die nötige Unterfütterung mit eventuellen Skandalthemen wie Maut für Ausländer und „wer betrügt…der fliegt“ zuteil werden.

Nichtsdestotrotz, sollte das der Fall sein, dass in der EU-Regelung für Zugereiste Lücken wie Scheunentore klaffen, dann muss entsprechend gehandelt werden.

Hier aus vermeintlich ideologischen Zwängen, womöglich europäischen Idealen zuliebe, alle Augen zuzudrücken wäre verheerend, und spielte dem Rechtsradikalismus die Wähler zu – spätestens im Mai, wenn die Europawahl stattfindet. Schließlich gibt es meiner Ansicht nach noch weitere, höherwertige Ideale, wie zum Beispiel das der „Gerechtigkeit“.

Und mittlerweile fangen die Leute an, an der Sinnhaftigkeit der europäischen Idee zu zweifeln. Das dumpfe Grollen absichtlich überhören zu wollen wäre politischer Selbstmord für Europa.

Aus dem wahren Leben: Ein Hartz IV-Empfänger geht sonntags regelmäßig bei seiner Mutter essen. Ein Nachbar meldet das dem Jobcenter. Abzug und anschließende Anzeige wegen Sozialhilfebetrug.

Wegen Geringfügigkeit wurde die Klage nach Abwägung der Verhältnismäßigkeit des „Straftatbestandes“ zwar fallen gelassen, aber der psychologische Effekt ist gewaltig – nämlich der der gewollten Erniedrigung für den Betroffenen!

Ein Rumäne geht zum Amt und meldet ein Gewerbe an. Den Beamten fällt überhaupt nicht auf, dass der Mann weder lesen noch schreiben kann.
Ohne zu zögern, ohne Prüfung, ob hier Betrug vorliegen könnte, weil eventuell der Mensch niemals in der Lage sein wird, auch nur ansatzweise sein Firmenschild zu beschriften, geschweige denn kaufmännische Kenntnisse besitzt, erhält der Mann die Anmeldung.

Die nächste Frage (übersetzt ins verständlich Deutsche) des Rumänen. „Wo kann ich Kindergeld beantragen?“ –

Einer allein Erziehenden Mutter im Hartz IV-Bezug beantragt ebenso Kindergeld.
Freundlich erklärt man ihr, sie bekomme schon welches. Frage der Mutter: „Wo?“
„Ist im Regelsatz für Kinder enthalten…und wird dann am Ende wieder abgezogen.“ – Kommentar: mehr an Zynismus geht wirklich nicht mehr.

Auch die CSU begrüßt derartige Regelungen des Gesetzgebers.

Nun bleibt man sich treu und macht ein wenig Rabatz im Kanzleramt. Bläst zum Halali…und verschreckt ein wenig das Wild…und viele Journalisten…

Die Richtung für die CSU stimmt, und täuscht keine Gutmenschelei vor, wie SPD oder Grüne , die bekanntlich für Hartz IV verantwortlich sind.

Warten wir mal ab, welche Probleme in zwei Jahren bei dem Thema auftauchen werden. Ich erinnere mich an die heißen Debatten von 92/93, wo nach harten Auseinandersetzungen das Asylrecht im GG Artikel 16 geändert wurde.

Eins steht aber für mich fest: Die Menschen, die im Hartz IV-Bezug sind hat die Regierung abgeschrieben. Sie tut so, als seien das faule Subjekte, die man zwar durchfüttern, aber ausgrenzen muss. Jeder weiß, dass hier ein Potential bewusst nicht genutzt wird. Stattdessen bemüht man sich um ausländische EU-Bürger. Das ist das System Europa? Oder doch lediglich Eigenheit der Bundesrepublik Deutschland?

13) Meyer, Freitag, 03. Januar 2014, 20:27 Uhr

Kann denn mal einer wenigstens den Naziknüppel liegen lassen? Es ist soooooo nervig, ich weiß gar nicht mehr genau, was ein echter Nazi und Ausländerhasser ist und wer keiner mehr ist. Die echten Nazis und Ausländerhasser verharmlosen, auch ned schlecht.

„Die Kommunen forderten erneut konkrete Hilfe bei Unterbringungsproblemen …“ also sind jetzt alle Kommunen, die nach Hilfen rufen, Nazikommunen und die Bürgermeister dort von SPD, CDU und Grünen sind Ausländerhasser? Ich bin schockiert.

Mein Gott, könnenw ir nicht einmal über solche Themen in Deutschland ohne den ollen Naziknüppel disikutieren? Es gibt scheinbar Probleme in Duisburg und anderen Städten, die Probleme sind da, man muss sie jetzt angehen, z.B. mit mehr Geld. Und das Einwanderer keinen Anspruch auf Hartz4 haben sollen, finde ich selbstverständlich.

Es ist zu gefährlich in Deutschland über diese Thema zu reden, auch wenn wir dringend Fachkräfte aus dem Ausland brauchen und dringenst offen darüber diskutieren müssten. Aber wir können darüber nicht diskutieren und nötige Maßnahmen beschießen, weil immer jemand den sch… ollen Naziknüppel rausholen muss.

PS: Die CSU wusste von all diesen Dingen vorher bescheid und der Koalitionsvertrag geht auf dieses Thema ein.

14) Martin Freisinger, Freitag, 03. Januar 2014, 21:33 Uhr

Guter Beitrag, aber so viele Schreibfehler sind nervig..

15) StefanP, Freitag, 03. Januar 2014, 23:03 Uhr

Welche Bedeutung die CSU für Bayern hat, haben die Landtagswahlen im letzten Herbst gezeigt. In keinem anderen Bundesland wünschen sich die Wähler so sehr die Alleinregierung einer Partei wie im blau-weißen Freistaat. Die bundesweite Bedeutung konnte da nie mithalten, doch darum ging es nie. Deutschland ist nicht Bayern und Bayern ist nicht Deutschland. Jedenfalls nicht so ganz.

Welche Folgen es hat, soziale und gesellschaftliche Probleme nicht offen, ggf. auch zugespitzt, diskutieren zu können, das sieht man in unseren Nachbarländern und diese Erfahrung hat die deutsche Politik nach der Wiedervereinigung gemacht. Unter dem Druck neuer rechtsextremer Parteien wurden die Bundestagsparteien gezwungen, Asylrecht und das Ausländerrecht zu verschärfen. Diese Erfahrung sitzt eigentlich tief.

Deutschland tut sich bis heute schwer, ein Recht zu formulieren, das einem Einwanderungsland entspricht. Der eine Teil will jenen Teil der Mühseligen und Beladenen eine neue Heimat bieten nebst freizügigem Zugang in die Sozialsysteme. Der andere Teil möchte alle jenseits der Landesgrenzen halten, die nicht Goethes Faust fehlerfrei rezitieren können. Diese Zerrissenheit des Landes verstellt den nüchternen Blick auf das Richtige und Notwendige.

„Wer betrügt, der fliegt“. Eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit, oder? Um welche Menschen wollen wir uns bemühen? Jedes leidlich erfolgreiche Unternehmen fragt, welche Kunden man eigentlich haben möchte. Das traditionelle Problem des „Nicht-Einwanderungslandes“ Deutschland: die, welche wir haben wollen, kommen nicht. Und die, die wir nicht wollen, die kommen. Im letzten Jahrzehnt sind 4 von 5 Immigranten direkt in die Sozialsysteme gewandert. Das hält keine Gesellschaft aus, vor allem nicht politisch.

Die CSU ist Garant regionaler Folklore, die ein Höchstmaß an Identitätsstiftung in einem in jeder Hinsicht höchst erfolgreichen Bundesland mit einer heterogenen Gesellschaft schafft. Das ist keineswegs eine schlechte Visitenkarte. Die CSU wird gebraucht, als eine Partei mit Ecken und Kanten.

16) kleinErna, Samstag, 04. Januar 2014, 04:04 Uhr

Schön langsam übertreibt es Horst Seehofer mit seinem Verhalten ganz gewaltig. Als Bayerin habe ich ihn, obwohl beileibe keine CSU-Anhängerin (bei dem politischen Personal!), als Schlitzohr geschätzt und mit ein paar Gleichgesinnten bei der Landtagswahl sogar „persönlich“ gewählt (wenngleich alle weiteren Stimmen an andere Parteien gingen). Das würde ich heute nicht mehr so machen. Plötzlich leidet Seehofer an dieselben Selbstüberschätzung, an der schon FJS und später auch Edmund Stoiber „erkrankt“ sind. Es scheint eine CSU-spezifische Krankheit zu sein, die immer dann auftritt, wenn diese „Splitterpartei der CDU“ mal wieder die absolute Mehrheit in unserem ansonsten so schönen Bundesland erreicht hat.
Traurig nur, dass Niemand erkennt, dass nicht nur die Bundes-SPD, sondern auch die CSU bei der letzten Wahl es auch nur zu ihrem bisher zweitschlechtesten Ergebnis gebracht hat. Ein Umstand, dem neben den durchaus zutreffenden und völlig richtigen o.g. Schlussfolgerungen unseres Sprengmeisters, Herr Seehofer getrost Rechnung tragen und sein loses „Mundwerk“ ruhig etwas zurückhaltender verwenden sollte. „Wäre heute Landtagswahl“, wie es immer so schön in den Wahlprognosen zu hören und zu lesen ist, „würde die CSU mit absoluter Sicherheit keine absolute Mehrheit mehr erhalten“. Und so dürfte sich der „pseudogroße Vorsitzende Seehofer“ auch nicht wundern, wenn es mit seiner CSU in diesem Jahr bei der Europawahl gehörig gegen die Wand fährt. Für diese Feststellung benötige ich keine demoskopischen Wahlprognosen, es reichen dafür bei sensibel-offenen Ohren schon die diversen Aussagen potentieller CSU-Wähler in meinem Umfeld und nicht nur die von Denen, die beim letzten Mal ausser der Reihe „den Horst“ ganz persönlich gewählt hatten. Denn was die CSU über die bayrischen Landesgrenzen hinaus taugt oder besser nicht taugt, beweist sie ja schon sehr lange mit ihrem sowohl für den Bund abgestellten, glorreich agierenden „Personal“, als auch mit den „traurigen Gestalten“, die sie schon bisher ins EU-Parlament abgeschoben hat.

17) JG, Samstag, 04. Januar 2014, 07:19 Uhr

Zumindest braucht die veröffentlichte Meinung die CSU. Es ist doch herzerwärmend, wie sich da wieder zwei altbewährte Spielgefährten gefunden haben: Die CSU mit der von Ihnen beschriebenen Strategie und die Gutmenscheneinheitsfront, die prompt in nahezu allen Medien tönt, wie böse die CSU ist, eifrig das Wunschbild als Wirklichkeit ausgibt und im Halbstundentakt über all die Gehirnchirurgen, Atomphysiker, Ingenieure und Grundlagenforscher berichtet, die jetzt eigentlich vom Balkan nach Deutschland strömen wollten (und zwar nur sie, niemand sonst), nun aber von der CSU in die Flucht geschlagen wurden, womit die Bundesrepublik unmittelbar vor der sicheren Verelendung steht.

Inzwischen gibt es bei den Hütern der political correctness ja auch nur noch „sogenannte Armutsflüchtlinge“ oder, vornehmer ausgedrückt, „sogenannte Armutsmigration“ – wobei man als naiver Zeitgenosse natürlich nicht konstatieren darf, daß dieser Sprachvorschrift zufolge auch alle, die via Seelenverkäufer übers Mittelmeer nach Europa einzuwandern versuchen, entweder ganz schlimm politisch verfolgt sind oder aber aus Lifestylegründen „migrieren“, denn ihrer Armut wegen tun sie’s ja nicht.

Und zwischen den üblichen Spielgefährten, um die Szene noch lustiger zu machen, die Oberlobbyisten der Wirtschaft, die panische Angst haben, daß der Druck auf den deutschen Arbeitsmarkt nachlassen könnte, wodurch man als selbsternannter Elitenangehöriger am Ende womöglich dazu gezwungen wäre, seine Lohnsklaven besser zu bezahlen oder wenigstens besser zu behandeln, weshalb man nicht müde wird, etwas von „Fachkräftemangel“ zu faseln. Klar: Man stelle sich Verhältnisse auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt vor wie vor fünfzig Jahren: 0,8 % Arbeitslosigkeit (ohne Statistikmanipulation) – ein Albtraum!

18) Olaf, Samstag, 04. Januar 2014, 09:11 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,
man/ich werde anspruchsloser. Da sich diesmal auch kein „Freundeskreis Horst Seehofer“ im freien Bundesgebiet zu bilden scheint, ist mir der Söder in Frauenkleidern so weit weg wie ein Būrgerkrieg in Afrika. Nicht nur Kreuth war ein Trauma für Christparteien, Bremen war es damals auch. Als neoliberales Korrektiv ist mir eine CSU lieber als irgendwelche Piraten-f-D, die man noch weniger einschätzen kann als die ehemals Konservativen der sog. Christsozialen.

19) m.spreng, Samstag, 04. Januar 2014, 09:18 Uhr

@ 14) Martin Freisinger

Pardon. Ich hoffe, ich habe alle Fehler gefunden.

20) Frank Reichelt, Samstag, 04. Januar 2014, 10:38 Uhr

@ StefanP.

Bayern ist also blau-weiß? Dann ist Schalke 04 wahrscheinlich ab jetzt weiß-blau!

Himmiherrgottsakramentkruzefixhallelujamileckstamoaaschscheißglumpvarregts!

Keine Bange, ich werde jetzt nicht jeden Ihrer Beiträge auf Fehler untersuchen, war das letzte Mal, aber leider konnte ich hier nicht anders.

Gruß von Waldorf!

21) Frank Reichelt, Samstag, 04. Januar 2014, 11:04 Uhr

Zum Artikel:

Herrn Sprengs Analyse stimme ich zu!

Nach den ebenso üblichen wie langweiligen medialen Einteilungs- und Bewertungsorgien ist die CSU die Verliererin bei der Verteilung der Ministerposten. Das wird, auch langweiliger- und üblicherweise, durch viel Geschrei kompensiert. Außer Seehofer hat die CSU im Moment aber keine Personen von Format, Ramsauer wurde abserviert, Friedrich hat sich selbst abserviert, Dobrindt als Minister gezähmt und politisch resozialisiert. Gerda Hasselfeldt als Vorsitzende der Landesgruppe im Bundestag läßt mich bei jedem Interview sofort in tiefen Schlaf fallen! Wie heißt der neue Generalsekretär? Andreas Scheuer? Nie gehört!

Allerdings empfinde ich den Vorwurf des fischen am rechten Rand auch als Pawlowschen Reflex der politischen Kommentatoren. Die CSU hat gerade die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl in Bayern zurückgewonnen. Es geht einzig und allein um die Profilierung im Bund und da muss man eben zu härteren verbalen Bandagen greifen um mediales Gehör zu finden. Das darf man bei der CSU nicht so eng sehen und sollte es mit nachsichtigem Humor begleiten.

22) Erwin Gabriel, Samstag, 04. Januar 2014, 11:31 Uhr

@ 15) StefanP, Freitag, 03. Januar 2014, 23:03 Uhr

Meiner Meinung nach deutlich treffendere Einschätzung als der Kommentar des Hausherren.

23) Erwin Gabriel, Samstag, 04. Januar 2014, 11:41 Uhr

@ 2) karel, Freitag, 03. Januar 2014, 16:20 Uhr

Da schließe ich mich an.

24) Peter Christian Nowak, Samstag, 04. Januar 2014, 15:04 Uhr

@2) karel,

Waren Rumänen und Bulgaren zuvor in ihrem Heimatland arbeitslos gemeldet, erhalten sie von dort mindestens 3 weitere Monate Arbeitslosenunterstützung.

Wer kann nach EU-Recht deutsche Sozialleistungen beanspruchen?

Das deutsche Büro der EU-Kommission beruft sich auf das EU-Recht und stellt zur aktuellen Debatte klar: „Es gibt ein Recht auf Freizügigkeit, aber kein Recht auf Einwanderung in die nationalen Sozialsysteme … Freizügigkeit heißt nicht, frei Sozialleistungen zu beziehen. Laut EU-Recht haben nur arbeitende EU-Bürger Recht auf Sozialleistungen.“

Wann hat ein Zuwanderer Anspruch auf deutsche Sozialleistungen?

Hat ein Zuwanderer in Deutschland eine bestimmte Zeit gearbeitet und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, bekommt er bei Arbeitslosigkeit auch Unterstützung. Das ist zunächst Arbeitslosengeld; später erhält er Hartz IV-Leistungen.

Das EU-Recht sieht jedoch Schutzbestimmungen für den Aufenthalt in den ersten 5 Jahren vor. Das deutsche Büro der EU-Kommission beschreibt dies so: „Gelangen die Behörden auf der Grundlage einer Einzelfallbeurteilung zu dem Schluss, dass die betreffenden Personen aufgrund des Antrags auf Sozialhilfe zu einer unverhältnismäßigen Belastung geworden sind, können sie für diese das Recht auf Aufenthalt aufheben.“

Können deutsche Gerichte ausländischen EU-Bürgern Hartz IV zuerkennen?
Erhalten EU-Ausländer ohne Aufenthaltsrecht innerhalb der ersten 5 Jahre Ansprüche auf Hartz IV per Gerichtsurteil zuerkannt, basieren diese Urteile laut EU-Kommission allein auf deutschem Recht.

Kommentar: hier muss vom Gesetzgeber nachgebessert werden. Hier liegt meines
Erachtens seitens der Gerichte Rechtsunsicherheit vor. An dieser Stelle hat sich wohl der Koalitionsstreit über Armutsmigration entzündet.

Denn, die Behörden könnten die Freizügigkeit einschränken, den Betroffenen auch ausweisen und bei Missbrauch Wiedereinreisesperren erlassen. Machen sie aber nicht. Warum nicht? Mehrere Experten weisen jedoch darauf hin, dass es in den Kommunen häufig Anwendungsprobleme des EU-Rechtes gibt.
Kommentar: wenn es „Anwendungsprobleme“ gibt, dann ist es Aufgabe der Regierung sie umgehend zu lösen.

Wie lange kann Sozialhilfe verweigert werden?
Zuwanderern kann Sozialhilfe nicht unbegrenzt verweigert werden. Nach 5 Jahren können EU-Bürger genauso wie deutsche Bürger Sozialhilfe beantragen. Ausnahmeregelungen sind nach EU-Recht dann nicht mehr zulässig.

Erhalten Zuwanderer Kindergeld?
In Deutschland lebende Ausländer können nur dann Kindergeld erhalten, wenn sie eine gültige Niederlassungserlaubnis besitzen. Voraussetzungen dafür sind
• eine Arbeitsstelle innerhalb der ersten 5 Aufenthaltsjahre oder
• genügend eigene finanzielle Mittel zum Lebensunterhalt.
Nach Aussage des Bundesfamilienministeriums kann aus verfassungs- und europarechtlichen Gründen Kindergeld nicht allein deswegen verweigert werden, weil die Kinder nicht bei ihren Eltern in Deutschland, sondern in ihrem Heimatland leben.
Kommentar. auch hier muss der Gesetzgeber nachbessern. Und zwar dahingehen, dass der Antragsteller die Beweispflicht zur Echtheit hat, seine Papiere, Geburtsurkunden und sonstige relevante Nachweise nicht gefälscht sind. Denn schon kommt die Nachricht, dass in den Herkunftsländern die organisierte Kriminalität einen schwunghaften Handel mit gefälschten Papieren betreibt.

Armutszuwanderung – ein wachsendes Problem?
Insbesondere im Ruhrgebiet und in Berlin nimmt die „Armutszuwanderung“ aus Osteuropa zu. Diese Zuwanderer (häufig Roma) haben in der Regel offiziell keine Sozialleistungen beantragt, geben Selbstständigkeit vor, pendeln zwischen ihrem Heimatland und Deutschland und wechseln auch innerhalb Deutschlands öfter den Wohnsitz, was ihre Ausweispapiere oft nur schwer nachprüfbar macht.
Doch auch diese Zuwanderer müssen häufig konkret unterstützt werden. Das bereitet den Kommunen Probleme, zumal sich Klagen über Kleinkriminalität häufen. Auch die Gesundheitskosten laufen der Stadt Dortmund aus dem Ruder: Drei Millionen Euro im letzten Jahr.

25) Rainer N., Samstag, 04. Januar 2014, 18:21 Uhr

Wie ich leider erkennen muss, sind einige Schreiber hier nicht fähig die Menschenrechte zu achten. Wie der „Hausherr“ im nächsten Beitrag richtig schreibt: es kommen MENSCHEN!

Da die BRD die Menschenrechet anerkennt …

http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte

ich habe keine Lust nun alle Menschenrechte hier noch ausführlich zu erläutern. Als wie „unmenschlich“ sich hier einige Schreiben outen … war mir schon an früheren Beiträgen ersichtlich. Da fehlt es an einer humanistischen Erziehung.

Bleibt nur ein Wunsch von mir … eine Situation, in der die Europäer (alle ohne Ausnahme) in Not geraten und ihre Heimatländer verlassen müssen. Dann sollten die nun „ausgesperrten Menschen“ auch ihre Grenzen dicht machen. Und … wer andere aussperrt, sperrt sich selber ein.

Noch eine Anmerkung – Grenzen wurden von Herrschern gezogen, um ihren Machtbereich zu beschreiben, so wurden „Feinde“ geschaffen, die das „Pech“ hatten im Machtbereich eines anderen Herrschers zu leben.

Also, alle Bayern raus aus den anderen Ländern? Alle Sachsen nach Sachsen? Alle Bremer nach Bremen? Alle Münchner nach München? Alle „Kleinkleckersdorfer nach Kleinkleckersdorf? Alle aus der „Bahnhofstraße“ in die Bahnhofstraße?

Das Säuglinge eine Phase des Fremdelns haben … da haben wohl so einige Erwachsene diese Phase nicht verlassen.

26) Dr. Dr. Joachim Seeger, Samstag, 04. Januar 2014, 22:11 Uhr

Zuwachs für die Parteienlandschaft
Der Hertener Udo Surmann ist Mitbegründer und aktueller Spitzenkandidat der „Parteilosen WG BRD“, die schon bei der Europawahl im Mai antreten will.­
Der Hertener Udo Surmann ist Mitbegründer und aktueller Spitzenkandidat der „Parteilosen WG BRD“, die schon bei der Europawahl im Mai antreten will. (Foto: Parteilose WG BRD)

Gladbeck/Bundesgebiet. Ihren Ursprung hat sie zweifelsohne im Ruhrgebiet, doch möchten die Initiatoren schnellstmöglich auf internationalem Parkett – sprich in Europa – und natürlich ganz besonders in Deutschland aktiv werden: Die Rede ist von der seit dem 3. September 2013 existierenden parteilosen Wählergemeinschaft „BRD“.
Seit Anfang Dezember 2013 verfügt die WG „BRD“ nun über einen Bundesvorstand, der im Rahmen einer Mitgliederversammlung gewählt wurde. Und bei der personellen Besetzung wird deutlich, dass das „Herz“ der WG „BRD“ im nördlichen Ruhrgebiet schlägt. Zum Bundesvorsitzenden wurde der Hertener Udo Surmann gewählt, als dessen Stellvertreter und gleichzeitig als Bundesschriftführer agiert Dr. Dr. Joachim Seeger aus Recklinghausen. Mit der Bundesfinanzbeauftragten Ulrike Schulz stammt ein zweites Vorstandsmitglied aus Herten und hinzu kommen die beiden Bundeskassenprüfer Annette Schimanski sowie Johann Braun.

Der Mitgliederversammlung vorangegangen war bereits ein erster (WG BRD-interner) Kraftakt an, wurden doch in allen Bundesländern geeignete Kandidaten gesucht. Dies gelang zumindest in vier Bundesländern, weshalb bei der Versammlung Anfang Dezember auch drei Spitzenkandidaten gewählt wurden. Hierbei handelt es sich Udo Surman, Dr. Dr. Joachim Seeger sowie die Berlinerin Franzyska Sylla. Der insgesamt achtköpfigen Bundesliste gehören vier weitere Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen sowie aus Hessen an.
Unterstützerunterschriften sammeln

Bei der Europawahl im Mai 2014 will die „Parteilose WG BRD“ auf jeden Fall antreten und hat hierfür die erste bürokratische Hürde bereits hinter sich gebracht. Denn am 12. Dezember gingen die Unterlagen des Bundeswahlleiters in Herten ein. Bis Mitte Februar steht aber die nächste Herausforderung an, denn bis dahin müssen insgesamt 4500 Unterstützer-Unterschriften gesammelt werden, sonst ist wird es mit EU-Wahl nichts. „Wir müssen pro Tag rein theoretisch 110 Unterschriften sammeln,“ ist sich Udo Surmann der Schwierigkeit der Lage durchaus bewusst.

Auch in Gladbeck will die „Parteilose WG BRD“ aktiv um Unterstützer-Unterschriften werben. Ab sofort wird man im Einsatz sein. Unterstützungsunterschriften sind zudem per Internet unter http://www.udo-surmann-ihr-bundeskandidat-2013.de/Unterstützerunterschriften möglich. Unter der genannten Internetadresse gibt es zudem weitere Infos über die „Parteilose WEG BRD“.

27) Jakobiner, Sonntag, 05. Januar 2014, 14:39 Uhr

„Wähler, die sich durch eine liberalisierte und sozialdemokratisierte CDU nicht mehr repräsentiert sehen, trösten sich mit der CSU – selbst dann, wenn sie diese gar nicht wählen können.“

Dieser Gedankengang übersieht, dass es neuerdings eben die AfD als bundesweite Alternative zur CDU gibt. Viele konservativer Christdemokraten könnten sich daher überlegen anstatt die Hoffnungen auf die CSU zu setzen, ihre bisher nicht abgebbare Stimmer dann der AfD zu widmen.Auch enttäuschte CSUler, die von dem Zickzackkurs von Drehhofer mittelfristig frustiert werden, könnten sich die AfD als Koorektiv vorstellen, zumal die AfD eben eine konservativ-nationalliberale Partei ist und keine faschistische NPD. Ob das ein symbolischer Gauweiler als CSU-Vize und Eurokritiker ausgleichen kann, bleibt abzuwarten.

28) winfried, Sonntag, 05. Januar 2014, 21:22 Uhr

Es geht um Zigeuner und weil die Roma sich selbst Zigeuner nennen und ich generelle etwas gegen Sprachverschreibungen haben, bleiben es für mich auch Zigeuner. Das alte Problem einer Innengesetzgebeung wirkt auch hier und ist von dieser Kultur so gewollt.

29) Rapunzel, Dienstag, 07. Januar 2014, 08:46 Uhr

Eine kürzlich in Berlin eingetroffene Flaschenpost besagt:
Es gibt nun auch Slums in deutschen Städten.

Danke Frau Merkel, für jahrelange „Dagegen-Politik“ und mangelnde Regelungsbereitschaft beim Thema Zuwanderung. Was der Schwarzgeld-Mann Roland Koch begann, führt nunmal direkt in Wortbruch-Merkels Sumpf der unerledigten Dinge.

30) Rapunzel, Dienstag, 07. Januar 2014, 08:51 Uhr

Ein Vorschlag: dafür das wir demnächst eine bayrische Bürokratieoffensive in Sachen Maut erleben, sollten den Bayern drei Feiertage (die man sowieso nur in Bayern und Sachsen hat) streichen.
Weiterhin sollten dem Spezlstaat jegliche EU-Subvention gestrichen werden. Aus dem Länderfinanzausgleich wollte dieses Bergvolk ja ohnehin raus, oder ?

31) Stefan, Samstag, 11. Januar 2014, 09:44 Uhr

Mein Vater (er war selbst in der CDU aktiv) meinte dazu immer, die CSU sollte ein normaler Landesverband werden, wie in den anderen Bundesländern auch. Es ist auch heute schwer jemanden – ohne den geschichtlichen Hintergrund der CSU zu kennen – zu erklären, warum die CSU eine solche Sonderstellung innerhalb der Franktionsgemeinschaft CDU/CSU hat.

32) ron, Sonntag, 12. Januar 2014, 22:17 Uhr

diese frage sellen sie sich, moeglicherweise auch andere menschen. „Braucht Deutschland (noch) die CSU?“, doch weshalb fragen menschen danach, herr spreng?antwort: bildung?, ebenfalls. wahrnehmung? ist es das denken? machen sie weiter, bitte! populismus ist der garant der zukunft der aengstigen! ich freue mich auf udo pastoers goldschmiedekunst und dessen „arien“sowie auch auf dessen kaposchakale.

worte und bildung sind es was menschen aegstigt!

33) Rapunzel, Montag, 13. Januar 2014, 08:58 Uhr

Ich widerrufe.
Ja, Deutschland braucht die CSU,
Ansonsten müssten wir wohl bald mit zpgelloser Kriminalität und einem Neuen Frühling für die NPD/NSDAP rechnen.
Schlimm, einsehen zu müssen das die Mehrheit der Deutschen nichts aus DDR und drittem Reich gelernt hat.

34) karel, Mittwoch, 15. Januar 2014, 21:04 Uhr

33) Rapunzel

Sie haben Recht, wenn Sie schreiben:
„Schlimm, einsehen zu müssen das die Mehrheit der Deutschen nichts aus DDR und drittem Reich gelernt haben“.
Wohl wahr:
die DDR lebte den „real existierenden“ Sozialismus, das 3. Reich den nationalen Sozialismus.
Die im Parlament vertretene Mehrheit der Deutschen steht für den heutigen Neo-Sozialismus, wählte so etwas wie Gutmenschen-Dominanz im politisch korrekten Bereich von Gender-Mainstream, Patchwork-Familien, Multikulti, Planwirtschaft, Homo-Ehen, Windräder und Solarpanelen, Greenpace, Klima-Gurus, Feminismus, kritisch auf alles, was „deutsch“, was technischer Fortschritt sein könnte, auch auf den „Kapitalismus“, weniger auf Kapitalisten……. denn deren Geld brauchen sie ja.
Im Bereich der „Gutmenschen“ muß es ja für „einfach Gestrickte“ so was wie Orientierung geben.

Willkommen im „neuen Gutmenschen-Reich“……

Eine Realsatire, falls es Ihnen entgangen sein sollte.

35) Rapunzel, Freitag, 17. Januar 2014, 15:33 Uhr

@Karel

Ich kann Ihren Ausführungen gerade beim besten Willen nicht folgen. Was haben Solarpanels mit Nazis oder Sogenannten DDR Sozialisten zu tun?

36) Rainer Zaspel, Mittwoch, 22. Januar 2014, 08:49 Uhr

@Frank Reichelt,

ich sinniere gerade über den „Pawlowschen Reflex“ im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar. Irgendwie mag sich dabei für mich nicht so recht eine Deckung ergeben. Der Pawlow´sche Hund wurde ja mittels einer Glocke dazu gebracht Speichel abzusondern und, obwohl dies an sich nur geschieht, wenn Futter in Sichtweite ist. Aber die Glocke ist schließlich der Stimulus der gleichzeitig mit dem Fleisch verabreicht wurde und so reichte irgendwann einmal aus, wenn nur die Glocke ertönte, was reflexhaft zum erhöhten Speichelfluss führte. Jetzt kommt´s: Was ist bittschön die Glocke? Die CSU und ihre Statement zur Einwanderung, bzw. der damit vermeintliche Versuch des Fischens am rechten Rand? Was entspricht dann dem Speichelfluss des Pawlow´schen Hundes: Etwa die Kommentatoren?
Das Problem bei dem Vergleich ist, dass es zu einer Pawlowschen Reaktion erst dann kommt wenn ein vorher unkonditionierter Reiz zu einem konditionierten Reiz wird, wie beim Beispiel der Glocke. Diese gewinnt ja erst durch die gleichzeitige Präsenation mit dem Futter an Bedeutung, wandelt sich also erst dadurch vom unkonditionierten (neutralen) Reiz zum konditionierten Reiz. Und die Speichelbildung wird zur konditionierten Reaktion, bzw. dem Pawlow´schen Reflex.
Das Ganze ist also ein Lernprozess, anders als bei den uns bekannten Reflexen wie z.B. der Kniesehnenreflex.
Die Reaktion der Kommentatoren auf die vermeintlichen Absichten der CSU, bzw. deren Ausführungen zum Thema Einwanderung im Sinne einer klassischen Konditionierung zu verstehen, ist interessant, jedoch mir bietet der Vergleich im Moment noch zu wenig Substanz. Vielleicht mögen Sie diese Zusammenhange ja noch etwas genauer erläutern.

37) Frank Reichelt, Mittwoch, 22. Januar 2014, 09:17 Uhr

@ 36, Rainer Zaspel

Nein, mag ich nicht!

38) Erwin Gabriel, Samstag, 25. Januar 2014, 02:47 Uhr

@ 35) Rapunzel, Freitag, 17. Januar 2014, 15:33 Uhr

>> Ich kann Ihren Ausführungen gerade beim besten Willen
>> nicht folgen. Was haben Solarpanels mit Nazis oder
>> Sogenannten DDR Sozialisten zu tun?

Man schaut nicht auf das richtige Leben, auf die Praxis bzw. auf das, was funktioniert, um eine dazugehörige Theorie zu entwickeln. Stattdessen entwickelt man eine Theorie und sucht die dazugehörige Realität (siehe Wohlfahrtsstaat, Euro-Europa etc).

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