Montag, 13. Januar 2014, 17:00 Uhr

Die erste Schau ist gelaufen

Die ersten Wochen einer neuen Regierung sind für die Minister wie ein Laufsteg, eine große Modenschau, auf der sie ihren neuen Kleider präsentieren oder die alten ein bisschen umarrangieren.

Manche sind in Wirklichkeit politisch nackt, aber es geht vorrangig darum, Aufmerksamkeit zu erregen, sich dem Publikum bekannt oder oder im neuen Amt wieder bekannt zu machen, damit sie auch für die vollen vier Jahre gebucht und ihrem Ego entsprechend beachtet werden.

Um Politik geht es dabei eher nur am Rande. Je schriller die Präsentation, um so höher die Aufmerksamkeit. Kritik und Widerspruch steigert sie noch. So ist es auch bei den Ministern der Großen Koalition. Hoppla, da bin ich! Eine Stilkritik:

Am cleversten ist dabei wieder einmal Ursula von der Leyen. Sie trägt einfach ihre alten, aber sehr beliebten familienpolitischen Kleider im Verteidigungsministerium noch einmal auf, verkauft sie aber als neu. So bewegt sie sich auf sicherem Terrain. Alles, was mit Tarnanzügen zu tun hat, bleibt erst einmal nur Accessoire. Nur nicht zu weit vorwagen, sie könnte sonst auf dem Laufsteg stolpern.

Sehr geschickt, aber das Publikum wird bald erkennen, dass sie nur ihre alten Kleider aufträgt, und erwartet gespannt die neue verteidigungspolitische Kollektion.

Nach dieser Methode verfährt auch der neue Justizminister Heiko Maass. Er greift in den Schrank seiner Vorgängerin und holt deren Widerstandskleid gegen die Vorratsdatenspeicherung noch einmal hervor.

Ein sicherer Aufreger, der Aufmerksamkeit garantiert – auch deshalb, weil eigentlich seine Chefs vereinbart hatten, Frau Leutheusser-Schnarrenbergers alte Klamotten im Schrank zu lassen. Aber jetzt wissen immerhin schon fünf Prozent der Bevölkerung, wer Heiko Maass ist.

Arbeitsministerin Andrea Nahles dagegen präsentiert ein Modell, das schon einmal durchgefallen ist. Es heißt Steuererhöhungen. Keiner will es tragen, aber die Provokation wirkt. Hohe Aufmerksamkeit, viel Kritik und sogar ein paar Stimmen, die meinen, vielleicht müsse man auf das alte Modell doch noch einmal zurückgreifen, wenn die teuren Rentenschnittmuster nicht anders finanziert werden können.

Während sich Verkehrsminister Alexander Dobrindt öffentlich mit einem völlig verschnittenen Modell, der PKW-Maut, herumschlägt, präsentiert die neue Familienministerin Manuela Schwesig ein neues aufregendes Kleid, die 32-Stunden-Woche, das allerdings einen großen Nachteil hat – es ist so teuer, dass es keiner bezahlen kann. Sie verstolpert ihr Debüt, aber generiert immerhin Aufmerksamkeit.

Alle anderen neuen Mnister belassen es dabei, ihre neue Kollektion nur anzukündigen und zeigen nicht einmal erste Skizzen vor, oder machen nicht einmal dies, wie die neue Umweltministerin Barbara Hendricks, Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich oder Entwicklungsminister Gerd Müller.

Die Chefin von allen, Angela Merkel, ließ erst einmal alle gewähren. Sie kennt die Gesetze der Aufmerksamkeitsökonomie, ohne ihnen selbst noch folgen zu müssen. Jetzt aber ist das erste große Schaulaufen vorbei, jetzt geht es an die Arbeit. Und erst dabei wird sich zeigen, ob die erste Schau nur heiße Luft war, wer wirklich vier Jahre erfolgreich ist und länger gebucht wird.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

69 Kommentare

1) winfired, Montag, 13. Januar 2014, 18:50 Uhr

Es wäre wohl ehrlicher gleich die Vorstandsvositzenden der Dax Konzerne zu wählen oder örtliche Schauspieler aus dem Theater. Parteidemokratie ist das Gegenteil von Demokratie, wenn die Mehrheiten nicht mehr bestimmen dann können wir den Wahlevent gleich lassen.

Das Parlament ist die Republik und keine Marionetten oder Marionetten die Kommisare heißen!

2) Johannes Lamp, Montag, 13. Januar 2014, 22:33 Uhr

Nach den ersten Tagen der Großen Koalition fällt mir nur noch das Märchen der Brüder Grimm ein:
Des Kaisers neue Kleider, auch da die gleiche Folgerung – sie sind nackig!

3) Sparpaket, Dienstag, 14. Januar 2014, 08:13 Uhr

Nur die Kanzlerin trägt ihre alten Kleider und sieht damit immer noch am besten aus.
Herr Spreng, hat überhaupt Jemand etwas richtig gemacht?

4) Alexander, Dienstag, 14. Januar 2014, 08:29 Uhr

Es ist schon spannend, mit welchem Klamauk unsere Bundesminister um Aufmerksamkeit buhlen. Und irgendwie ist das alles fürchterlich peinlich, langweilig und hat den Geschmack von kalten, abgestandenen Kaffee (von vorgestern).

Anstatt über die Leitlinien der politikgestaltung für die nächsten vier Jahre zu referieren und durchdachte Politik-Konzepte zu präsentieren, wird uns wieder einmal nur Kleinklein präsentiert. Ein Jammerspiel.

Aber ehrlich gesagt: Wir Wähler haben es auch nicht anders verdient! Wir bekommen genau die Politik, die wir im September gewählt haben. Nach wie vor resignieren zu viele Wähler und gehen gar nicht wählen, oder wählen das kleinste Übel. Und zu wenig Wähler wählen aus Protest und Wut neue Parteien wie die AfD oder andere Parteien.

Gestern Abend habe ich die Talkshow “hart aber fair” über den verpatzten Start der Regierung gesehen. Mein Eindruck entspricht genau dem Kommentar von Herrn Spreng.

Das einzig positive ist doch, dass dieses Jammerspiel die beste Wahl- und Werbeveranstaltung für die AfD ist!

5) Erika, Dienstag, 14. Januar 2014, 09:15 Uhr

Frau Schwesig hat etwas in die Diskussion gebracht, worüber wir noch lange diskuttieren werden und selbst Angela Merkel ! hat doch für ihre Art sehr schnell eingegriffen!

http://www.tagesschau.de/inland/schwesig128.html

6) rainer, Dienstag, 14. Januar 2014, 11:20 Uhr

…die Adittion von vielen Nullen ergibt eben immer noch …0…..

7) Uli, Dienstag, 14. Januar 2014, 14:17 Uhr

Den Auftritt von Manuela Schwesig fand ich persönlich am bizarrsten, da wird also eine “Vision” formuliert, die es in dieser Legislaturperiode aber leider nicht mehr geben wird (sind ja nur noch schlappe 3,5 Jahre). Wäre nicht die Zeit VOR der Bundestagswahl für schillernde Zukunftsvisionen wie 32 Stunden Wochen oder Rot-Rot-Grüne Koalitionen besser geeignet gewesen? Jetzt haben wir eine Große Koalition und die SPD erzählt uns was sie nicht alles tolles machen würde, wenn wird diese nicht hätten. Das grenzt schon an Realsatire, hätten sie die Koalition halt ausgeschlagen.

Und dann natürlich der Stunt um die Vorratsdatenspeicherung, eine weitere Absurdität. Was mussten wir uns nicht wochenlang anhören was alles im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, ganz so als würden damit schon konkrete Gesetze beschlossen oder diese aufgeblasene Absichtserklärung wäre irgendwie rechtlich bindend (“Vertrag”). Kaum sind die Feiertage rum, schafft die EU bei der Vorratsdatenspeicherung neue Realitäten und das Geschwätz von gestern ist Makulatur. Das wird sicher keine Ausnahme bleiben, der Transrapid stand ebenso in einem Koalitionsvertrag wie die Beibehaltung von Bundeswehr und Atomkraft.

Gut das wenigstens einige einen kühlen Kopf bewahren und albernes Schaulaufen als solche wahrnehmen und benennen.

8) wschira, Dienstag, 14. Januar 2014, 16:03 Uhr

@3) Sparpaket

Sie haben einen merkwürdigen Sinn für Ästhetik! 🙂

9) karel, Dienstag, 14. Januar 2014, 18:48 Uhr

8) wschira
Und Sie einen merkwürdingen Sinn für das Wesentliche. 🙁

10) Rainer N., Dienstag, 14. Januar 2014, 23:01 Uhr

Warum nicht?

Aus vier 40-Stunden-Jobs könnten so fünf 32-Stunden-Jobs werden.

Dann gäbe es genügend Angebote für die Erwerbslosen, die arbeiten wollen aber keine Stelle finden. Zur Zeit entfallen auf ein Angebot 12 Bewerber (Durchschnitt).

35-Stunden-Woche Gilt seit 1995 in der westdeutschen Metallindustrie, tarifvertraglich auch in Stahl-, Elektro-, Druck- sowie holz- und papierverarbeitenden Industrie vereinbart.

Da würden dann nur wenige neue Jobs entstehen … wenn dann noch die Abschaffung von Überstunden … aber dann könnten die Unternehmer (eigentlich Unterlasser) die Löhne nicht mehr drücken.

11) Roland Krast, Mittwoch, 15. Januar 2014, 00:29 Uhr

@2: Das Märchen ist von H.C.Andersen und nicht von den Brüdern Grimm – so viel Erbsenzählerei muss schon sein….

12) Alexander, Mittwoch, 15. Januar 2014, 08:15 Uhr

Die Wähler gehören auf die Anklagebank und nicht nur die schlechten Schauspieler!

Ich möchte hier nochmals auf die Verantwortung der Wähler für diese Regierung hinweisen und den weisen griechischen Philosophen Aristoteles zitieren: “Wer sich für zu klug hält, um sich mit Politik zu beschäftigen, muss damit leben, von Menschen regiert zu werden, die dümmer sind als er.”

Die permanente Meckerei und das Gejammere über unsere Politiker nehme ich nicht mehr ernst, solange die Anzahl der Nichtwähler steigt und die Wähler nicht einmal Alternativen wählen.

13) Erika, Mittwoch, 15. Januar 2014, 09:01 Uhr

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/14/teurer-rechtsbruch-von-merkel-steuerzahler-muss-fuer-atomausstieg-zahlen/

“Die Chefin von allen, Angela Merkel, ließ erst einmal alle gewähren. Sie kennt die Gesetze der Aufmerksamkeitsökonomie, ohne ihnen selbst noch folgen zu müssen”

Wo sind die Medien bei Merkel?

Merkel verantwortet einen Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomkraft – kurze Zeit später steigt sie aus dem Wiedereinstieg wieder aus – dies war ein Rechtsbruch und der wird wohl teuer werden für den Steuerzahler. Aber unsere “Leitmedien” lassen Merkel in Ruhe ihren “Hintern” kurieren. Was würde dieser Zusammenhang bei anderen Politikern für Schlagzeilen liefern!!

14) Kajo Lang, Mittwoch, 15. Januar 2014, 10:50 Uhr

Lieber Herr Spreng,
so sehr ich Ihre sonstigen Kommentare und stets geistreichen Einwürfe schätze – diesmal reißen Sie nicht einmal die Latte. Das Kleiderbild mag sicherlich stylisch sein, greift aber höchstens als Mini-Fummel.

Die gesamte bayerische Lautschlägertruppe passt denn auch gar nicht ins Bilderkleidchen, das, obwohl gerade die in größte Tonschieflage gerieten. Und unsere allseits beehrte Ich-sag-dazu-mal-wieder-nix-Kanzlerin als gönnende Gewährleisterin darzustellen ist so unfassbar wie Frau Merkel selbst.

Nein, sorry, lieber Herr Spreng, diesmal kein Lob. Aber das macht nichts. Ich weiß ja: Sie können das besser!

Ihr Kajo Lang

15) Johannes Lamp, Mittwoch, 15. Januar 2014, 13:47 Uhr

Zu Roland Krast: Sie haben selbstverständlich Recht – das Märchen ist vom Dänen !
Der Nacktauftritt der neuen Regierung hat mich hingerissen…

16) analogkäse, Mittwoch, 15. Januar 2014, 14:45 Uhr

Ich weiß nicht, ob man Politikern so gerecht wird mit “Schaulaufen”… Wenn dies tatsächlich so ist, dann sind wir jenseits allen politischen Verstandes. Das ist BILD- Niveau! Die Projekte und Vorhaben sollten das alleinige Kriterium der Politikerbeobachtung sein. Alles andere ist Häme…

17) karel, Mittwoch, 15. Januar 2014, 15:37 Uhr

13) Erika

Fr. Merkel hat in der Fukushima-Hysterie das einzig Richtige gemacht:
die von ihr geschaffenen Laufzeitverlängerungen zurückzunehmen,
also den von rot-grün geschaffenen Atomausstieg wieder hergestellt.

Anscheinend wird sehr vielen, auch Ihnen, jetzt bewußt, welche wirtschaftlich verheerenden
Folgen der rot-grüne Alptraum geschaffen hat. Und nun sucht man mit vereinten Kräften
den oder die “passenden” Schuldigen. Schuldige, die dem gepflegten Mainstream entsprechen.

Diese Gesellschaft hat sich schon so weit von der Realität entfernt, daß heutzutage Besinnung erst möglich wird, wenn die Folgesfolgen brutal in deren Geldbörse wirksam werden.

Nachzuvollziehen auch an den von der Farbe Rot geprägten Staatschulden, den fatalen, ja verheerenden Rentenentscheidungen in den 70ern, die von links geradezu grotesk geprägte Familienfeindlichkeit, ebenso die von rot-grün durch Ahnungslosigkeit beförderte EURO-Krise, das Zuwanderungsdesaster, sichtbar an den unhaltbaren Zuständen in den überwiegend von links regierten Slum-Vierteln, nur um die wichtigsten Ereignisse zu nennen.

Weiter so, Deutschland……
die Wirklichkeit stört nur.

18) Michael A. Nueckel, Mittwoch, 15. Januar 2014, 15:37 Uhr

Gut, kann man so sehen, nur frage ich mich, was von den angesprochenen Darbietungen jetzt nach A-Note, was nach B-Note beurteilt wurde?

19) Erwin Gabriel, Mittwoch, 15. Januar 2014, 18:11 Uhr

@ 17) karel, Mittwoch, 15. Januar 2014, 15:37 Uhr

>> Fr. Merkel hat in der Fukushima-Hysterie das einzig Richtige gemacht:
>> die von ihr geschaffenen Laufzeitverlängerungen zurückzunehmen,
>> also den von rot-grün geschaffenen Atomausstieg wieder hergestellt.
>> …

Das stimmt einfach nicht, wie Sie es darstellen.

Der rot-grüne Atomausstieg war langfristig angelegt und mit den Atomstrom-Erzeugern abgestimmt. Die waren natürlich nicht zufrieden, aber die Ergebnisse ließen sich in planbares Handeln umsetzen.

Diese Situation hat viele, auch neu gegründete Unternehmen gelockt, neue Wege zu suchen, neue produkte zu entwickeln; viele Kommunen sahen die Möglichkeit, etwa über kleine Blockkraftwerke die Energieerzeugung in die eigenen Hände zu nehmen etc.

Auch in den großen Unternehmen wurden Planungen und Strukturen entwickelt, Lösungen angeschoben etc. Sie haben ja selbst Unternehmenserfahrung und können sich vorstellen, welche Brems- und Lenkwege international operierende Konzerne mit fünfstelliger Belegschaftsgröße haben. Da pflanzen sich solche Umstrukturierungen in langsamen Wellenbewegungen durchs Unternehmen, nicht jeder Bereich, nicht jede Abteilung oder Hierarchierstufe schafft das in gleichem Tempo.

Die Rücknahme des Atomstrom-Ausstiegs war, wenn auch legitim (= im Wahlkampf angekündigt) schon für viele Kommunen und Unternehmen eine bittere, kostspielige Angelegenheit. Auch bei den Kraftwerksbetreibern sorgte das für eine gewissen Konfusion; Planungsgruppen wurden aufgelöst, Maßnahmen zurückgenommen etc – wieder einmal Wellenbewegungen durch die Unternehmen. Immerhin hätten die AKW-Betreiber noch gutes Geld mit den Kraftwerken verdienen können.

Durch die spontane Reaktion der Kanzlerin auf die herrschenden Umstände (Sie vermuten die Fukushima-Hysterie in Deutschland, ich vermute die Umfrage-Ergebnisse vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg; wahrscheinlich spielte beides eine Rolle) brach aber das Chaos aus. Alle vernünftigen Ansätze in die Energiewende waren zerstört, einen Terminplan gab es nicht mehr, und das Planungsdurcheinander bei den Stromkonzernen war unbeschreiblich (mein Bruder arbeitet bei einem der beiden großen Stromerzeuger in verantwortlicher Position und war/ist jeweils an den Struktur-Umbaumaßnahmen beteiligt).

Die Entscheidung Merkels fand im stillen Kämmerlein statt, eine grundlegende Diskussion fiel aus, Experten wurden nicht angehört – das geht weißgott nicht auf Kappe der damaligen Rot-Grünen Koaltion, die an dieser Stelle mit deutlich, deutlich mehr Pragmatismus und Know-how am Werke war als die dilettierende Frau Merkel.

Man kann sich Vieles schönsaufen, wenn man sich redlich müht, das gestehe ich jedem zu. In Sachen Energiewende die Schuld Rot-Grün zuzuweisen und die Kanzlerin zu loben, das schaffe ich nicht mal im Koma.

Und, um diesen Punkt klarzustellen: Ich habe Frau Merkel 2009 gewählt, weil ich mir sinnvolles Handeln der SPD unter Gabriel/Nahles nicht vorstellen konnte. Das kann ich immer noch nicht, aber Frau Merkel steckt für mich inzwischen im gleichen Sack.

20) Bernhard Paul, Mittwoch, 15. Januar 2014, 18:40 Uhr

@13) Erika

Angela Merkels (und CDU-Consorten) überstürzter Atomausstieg ist tausendmal thematisiert, kommentiert und wegen durchscheinender Naivität auch glossiert worden, somit abgefrühstückt. Wollen Sie ein totes Pferd ewig weiterreiten?

Das dicke Ende kommt noch früh genug.

21) wschira, Mittwoch, 15. Januar 2014, 19:00 Uhr

@17) karel

Dieser Beitrag zeugt davon, was passiert, wenn man eingebaute schwarz-gelbe Scheuklappen und Schwarzlichtbrillen trägt.
Wieso hat Frau Merkel etwas Richtiges getan, wenn sie gegen Ihre Überzeugung und die Überzeugung der gesamten atomhörigen schwarz-gelben Nomenklatura ein Gesetz von Rot-Grün wieder herstellte? Sie hat es ja auch vorher umgekippt.
Welches sind denn die verheerenden Folgen des rot-grünen Alptraums? Verheerende Folgen wären nur aufgetreten, wenn der Atomalptraum weitergegangen wäre.
Der gepflegte Mainstream ist im Übrigen im Augenblick eindeutig neoliberal-marktradikal.
Von welcher Realität hat sich denn die Gesellschaft entfernt? In den Geldbörsen wird höchstens die Abzocke der Elektrizitätsmafia wirksam. Übrigens ist die Wortschöpfung Folgesfolgen sehr originell, sie schafft es vielleicht beim nächsten mal zum “Unwort des Jahres”.
Der höchsten Anstieg der Staatsschulden wurde übrigens unter Kohl und Merkel in der jeweiligen Tigerentenkoalition erreicht, kann nachgesehen werden in der Entwicklung der Staatsverschuldung des Statistischen Bundesamtes. Frau Merkel hat sogar die absolut höchste Verschuldung nach dem Krieg geschafft, auch bei DESTASIS nachzusehen.
Was war denn in den Rentenentscheidungen der 70er verheerend, ganz davon abgesehen, dass da auch Herr Kohl ganz schön mitgemischt hat. Verheerend war die ungenierte Plünderung der Rentenkassen durch Herrn Kohl zur Finanzierung der Einheit.
In was bitte besteht die von links geprägte Familienfeindlichkeit?
Die Euro-Krise ist ja wohl insbesondere in die Regierungszeit von Frau Merkel gefallen, wobei ich Ihnen zugestehe, dass von dieser Seite eine wirklich grenzenlose Ahnungslosigkeit vorherrschte.
Und das Nachgeplapper des Seehoferschen Unsinns ist wirklich grotesk. Die Probleme in manchen Vierteln bestehen und niemand wird sie bestreiten. Sie liegen aber im niederen Prozentbereich.
Kürzlich wurde in einer Monitor-Sendung des Bayrischen Rundfunks (!) darauf eingegangen. Da wurden mehrere bayrische Unternehmer und der Bürgermeister von Landshut, einer prosperierenden Gegend in Bayern, befragt, übrigens alle CSU-Mitglieder. Sie haben das Gerede von Herrn Seehofer in Bausch und Bogen verdammt und ihm vorgeworfen, dass er ihre Bemühungen um rumänische und bulgarische Arbeitnehmer konterkariere, denn überwiegend kommen von da gut ausgebildete Arbeitskräfte wie Ärzte, Krankenpflegepersonal und andere, auf die die deutsche Wirtschaft dringend angewiesen ist.

Weiter so, Karel, mit der schwarz-gelben Scheuklappensicht….
die Wirklichkeit stört nur!

22) Peter Christian Nowak, Mittwoch, 15. Januar 2014, 19:55 Uhr

@12)Alexander

Aristoteles war ein kluger Mann. Darüberhinaus konnte er wohl auch noch in die Zukunft sehen.

Und ich darf ergänzen: “Wer nicht klug genug ist, darf sich nicht mit Politik beschäftigen.”
Mit dem Satz wäre Aristoteles heute sicherlich auch zufrieden.

23) Don Corleone, Mittwoch, 15. Januar 2014, 21:03 Uhr

17) karel, Mittwoch, 15. Januar 2014, 15:37 Uhr

“Frau Merkel hat in der Fukushima-Hysterie das einzig Richtige gemacht”, schreiben Sie.

Ich wage Ihnen zu widersprechen: Es war opportunistisch und falsch, ein billiger Wahltrick, um die Landtagswahl in Ba-Wü, wo Meinungsumfragen aus CDU-Sicht negativ ausfielen, in letzter Minute noch zu wenden. Eine opportunistische Anbiederung, die in den Hosenanzug ging, da Ba-Wü diesen Rosstäuschertrick durchschaute und Herrn Mappus so oder so nicht mehr haben wollte,
Der überhastete Ausstieg aus der Kernenergie (ich füge hinzu: und die damit verbundenen EEG-Absurditäten) …

Anscheinend wird sehr vielen, auch Ihnen, jetzt bewußt, welche wirtschaftlich verheerenden
Folgen der rot-grüne Alptraum geschaffen hat.

… wie Sie erfrischend klar darlegen, gefährdet nun Hunderttausende Arbeitsplätze und macht Energie zum Luxusprodukt, schmerzhaft besonders für das untere Ende der Lohn- und Sozialskala. Hätten unsere Volksbeglücker — ein wenig Lebenserfahrung, Hausverstand, Arithmetik und Physik (die Kanzlerin wurde in diesem Fach promoviert) vorausgesetzt — das nicht vorhersehen müssen?

Den Rest Ihres Postings brauch’ ich nicht zu kommentieren, da ich damt vollkommen d’accord gehe.

24) Rainer N., Mittwoch, 15. Januar 2014, 22:09 Uhr

@17 Karel – bin zwar nicht Erika – aber ihr Text fordert gerade eine passende Antwort heraus.

Nein es war und ist keine Hysterie. Oder ignorieren sie die Zustände die nun in Japan herrschen. Und die Meldung der Soldaten vom US-Flugzeugträger?

http://de.wikipedia.org/wiki/USS_Ronald_Reagan_(CVN-76)

Im März 2011 wurde der Flugzeugträger vor die Küste Japans geschickt, um nach dem Tōhoku-Erdbeben im Rahmen der Operation Tomodachi für Nothilfe bereitzustehen. Am 14. März 2011 mussten drei Hubschrauberbesatzungen, die aus 17 Crewmitgliedern bestanden, dekontaminiert werden, da sie dem Kernkraftwerk Fukushima I zu nahe gekommen waren, in dem mehrere Kernschmelzen stattgefunden hatten. Später wurde auch das Deck des Flugzeugträgers dekontaminiert. Ende 2013 wurde bekannt, dass seit diesem Einsatz 71 Besetzungsmitglieder schwer erkrankt sind, 51 davon an verschiedenen Krebssarten (Stand Januar 2014). Da die Nuklearkatastrophe von Fukushima als Ursache für die Erkrankungen gilt, wurde von den Besatzungsmitgliedern ein Klage gegen das japanische Energieunternehmen und Bereiber des Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi, Tepco, eingereicht. Gegen die US-Regierung dürfen sie nicht klagen.

Ach, diese Soldaten sind aus ihrer Sicht wohl auch nur hysterisch?

Merkel hat den Ausstieg von Rot-Grün fälschlich aufgehoben. Die dann von ihr geschlossenen Verträge sollten es einer anders gearteten Regierung unmöglich machen, den Ausstieg wieder zu verordnen. Nur deswegen können nun die Betreiber klagen. Es ist alleine die Schuld von Merkel. Sie wollte den Betreibern die Gewinne ermöglichen, die dann von den “Normalbürgern” zu zahlen waren. Und dann der Unfall in Japan – Merkel buchstäblich mit heruntergelassener Unterhose erwischt. Ihr ach so toller Plan den Betreibern auch weiterhin das “Gelddrucken” zu erlauben hat sich da als Bumerang erwiesen.

Ja, Atomstrom wird “billig” hergestellt, weil die Auflagen für die Betreiber nicht die Kosten beinhalten, die durch den radioaktiven Abfall entstehen. Genau betrachtet ist Atomstrom untragbar. Wer das nicht erkennen kann erweckt den Verdacht es nicht erkennen zu wollen – aus parteipolitischen Gründen.

Die Energie ist nur deswegen für den “Normalbürger” so teuer, weil damit Gewinne produziert werden und die Industrie Vergünstigungen erhalten hat und nun noch mehr erhalten soll.

Einfach nur peinlich ihr Beitrag.

25) Erika, Donnerstag, 16. Januar 2014, 08:16 Uhr

@17) karel, Mittwoch, 15. Januar 2014, 15:37 Uhr

Mit Verlaub, Herr Karel

nicht der rot/grüne Atomausstieg war das Problem, der war langfristig organisiert und mit den Versorgern verhandelt.

Mit der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken wurden mit den Versorgern neue Verträge geschlossen und die wurden durch den den schnellen Wiederausstieg gebrochen, dies führte zum Rechtsbruch und den möglichen Schadensersatzanspüchen.

Der Schnellschuß von Merkel, wegen einem TSUNAMI in Japan (ein wirklich großes Problem in Deutschland) hat das Problem verursacht. Aber Propaganda und Populismus hat in Deutschland leider schon immer gut funktioniert.

26) Rapunzel, Donnerstag, 16. Januar 2014, 08:32 Uhr

@Karel
“Wenn nicht sein kann, was nicht sein darf” könnte die Überschrift Ihres Beitrages lauten.

Ideologie steht der Wahrheit eben meist entgegen.
In Hessen muss die grüne Umweltministerin nun aufräumen was die Roland Koch Schülerin Lucia Puttrich (CDU) verbockt hat.

Weil diese Atomideologin sich in Sachen Abwicklung von Biblis nicht klar handelte müssen die hessischen Steuerzahler nun Millionen an Schadenersatz zahlen.
Statt dessen hätten Kinderbetreuungsplätze geschaffen, Lehrer oder Polizisten eingestellt werden können.
Dank konservativ ideologisch motivierter Unvernunft bleibst beim Schäden für die Allgemeinheit.
So ähnlich wie bei den Themen Zuwanderung, Bankenregulierung, Gesundheit, Bildung, Totalüberwachung, Korruption, etc. eben auch.
Tiefschwarz ist die Farbe des Untergangs der Demokratie.
Fragen Sie doch Pofalla, Guttenberg, Kohl, Kanther, Koch, Wulff, Lautenschläger, Klaeden, Köhler, Schröder oder Schavan!!

27) StefanP, Donnerstag, 16. Januar 2014, 08:50 Uhr

Man kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass die besten Politiker derzeit vor schnöden Computern sitzen und in Blogs diskutieren. Echte Demokratie zeichnet sich durch Alternative aus, die natürlich gleich gewählt werden muss. Weil ja die aktuelle Politik so schlecht ist. In großen Linien muss gedacht werden. Zumindest so lange, wie man selber mit der Richtung konform geht. Also bestenfalls in 50% der Fälle, gerne auch weniger. In Frankreich entwirft gerade Francois Hollande nach zwei Jahren Präsidentschaft so etwas wie “große Linien”. Dummerweise ähneln diese großen Linien verdächtig den Schröder’schen Reformen vor 10 Jahren und damit sind sie natürlich ein Irrweg im staatsgläubigen Frankreich.

Diesen Staatsinterventionismus, der alles besser machen kann – wenn man nur die richtige Gesinnung besitzt – regiert auch gerne in deutschen Denkstübchen. Da wird von einem Forenvordenker die 40 Jahre alte Mär hervorgekramt, dass allein Arbeitsumverteilung zu mehr Beschäftigung führt. Seufz: wir waren tatsächlich mal weiter, aber es ist nun mal so, dass viele Ü60er in den 1970er Jahren stehen geblieben sind. Interessanterweise benutzen sie dennoch Internet.

Die neue Familienministerin Manuela Schwesig exerziert vor, wie Politik ein Problem lösen könnte, das von den Bürgern bereits gelöst wird. Man muss es der Dame nachsehen, ihr Leben widmet sie dem Staat (und vielleicht ihrem Mann und ihren Kindern) und die Bürger kennt sie nur als Betrüger. Und als gelernte Ossi ist ihr Erfahrungsschatz mit der Wirtschaft ohnehin minimal. Ansonsten wüsste sie, dass noch immer, wenn der Staat sich einer benachteiligten Gruppe angenommen hat, die Benachteiligung danach noch größer war. Während z.B. in den angelsächsischen Ländern Behinderte gerne von Unternehmen genommen werden, werden sie in Deutschland weitgehend wie Aussätzige behandelt. Was natürlich überhaupt nichts mit dem Gesetz zu tun hat, dass Unternehmen zu hohen Kosten zur Beschäftigung von Behinderten zwingen will. Auch ältere Erwerbstätige und Langzeitarbeitslose gehörten immer zur bevorzugten Klientel der Bemutterer. Seltsamerweise werden Ältere seit dem weniger benachteiligt, seit dem der Staat seinen Schutzmantel ein ganzes Stück weggezogen hat.

Nun möchte Schwesig also junge Väter und Mütter unter ihre Fittiche nehmen. Als gäbe es Debatten und Entwicklungen zu einer “Life Balance” nicht, als würden nicht schon seit längerem Hochqualifizierte auf eine Top-Karriere verzichten um für Privates Zeit zu haben, als gäbe es nicht einen starken Trend zur Home Office-Arbeit, möchte die beharrlich Geförderte ein Problem in ihrem, ganz persönlichen Sinne lösen.

Das ist keine Politik für den Bürger. Das ist Staatsdirigismus. Aber das haben viele gewählt. Und die, welche es nicht gewählt haben, trauern den Freiheitlichen der FDP nach.

28) Frank Reichelt, Donnerstag, 16. Januar 2014, 15:36 Uhr

@ 27, StefanP.

Tja, dann muss ja die jüngste Rede des Bundespräsidenten beim Walter-Eucken-Institut Wasser auf Ihre Mühlen sein.
JoachimG. und StefanP. retten Deutschland vor dem Staatsdirigismus!

29) StefanP, Donnerstag, 16. Januar 2014, 15:51 Uhr

Es ist geradezu erschreckend, wie gering das Problembewusstsein vieler Forenteilnehmer ausgeprägt ist. Da wird sich mit Verve auf ein längst abgegessenes Thema gestürzt, nämlich die überstürzte Energiewende der letzten schwarz-gelben Bundesregierung. Zur Erinnerung: 2009 hatten drei Parteien eine auskömmliche parlamentarische Mehrheit bekommen, die in ihren Wahlprogrammen und regelmäßigen öffentlichen Verlautbarungen für eine Laufzeitverlängerung bestehender Atommeiler eintraten, ohne den grundsätzlichen Ausstieg aus der Atomenergie in Frage zu stellen. In einer hysterisch aufgeheizten Stimmung wurden 2010 zahlreiche Kernkraftwerke vom Netz genommen. Man kann nicht behaupten, diese Entscheidung sei richtig oder falsch gewesen, sie entsprach einfach der Mehrheitsmeinung zu diesem Zeitpunkt und die Bundeskanzlerin hatte nicht das Standing, diese Situation durchzustehen. Andere Länder haben andere Entscheidungen getroffen.

Das ist verschüttete Milch. Der Raubzug der neuen Regierung an allen Arbeitenden verursacht dagegen keine auch nur annähernde Erregung. Laut Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums kosten die Rentenpläne der großen Koalition bis 2020 die schöne Summe von 60 Mrd. EUR. Und dabei geht es lediglich um die Frühverrentung von Langzeitbeitragszahlern und die Mütterrente. Dieses Geld fließt mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich an Alte, die der zusätzlichen Renten nicht wirklich bedürfen.

Wie in Wohlfahrtsstaaten üblich wird einfach von einer Mittelschicht zur anderen umverteilt, während die eigentlichen sozialen Probleme links liegen gelassen werden. Ein Sozialstaat kümmert sich um die 10-15 Prozent Bedürftigen einer Gesellschaft. Das sind in Deutschland Menschen, die auf der Straße leben, Alleinerziehende, die zu 90% in prekären Verhältnissen enden und Geringqualifizierte. Die Methode des Wohlfahrtsstaates – in Deutschland wie generell in Westeuropa – ist, viel Geld über Steuern und Verschuldung einzusammeln, um in einer großen Umverteilungsaktion alle zuzuschütten.

Der Vorteil, wie auch hier im Blog exerziert: alle, oder zumindest die Bürger, die wählen gehen, sind zufrieden und beschäftigen sich mit trivialen Fragen des Rechthabens.

30) Alexander, Donnerstag, 16. Januar 2014, 17:13 Uhr

StefanP – endlich kommt wieder etwas mehr fundierte Klarheit und Sachkunde in die Diskussion!

In der Tat bewegen wir uns dank der GroKo immer mehr in Richtung Staatsdirigismus, was sehr bedenklich ist.

Unser Sozialstaat, unser Gesundheitssystem, unser Bildungssystem, unser Rentensystem und und schließlich auch unsere EU werden immer mehr planwirtschaftlich á la DDR umgestaltet, wodurch dem Bürger immer mehr die Chance zur Selbstverantwortung genommen wird.

Die Globalisierung, der politische Wandel in Asien und Afrika und das Erstarken neuer Mächte wie etwa China und Indien stellt uns in Europa vor schwierigen Herausforderungen. Diese Herausforderungen können wir nicht mit mehr Planwirtschaft und mit mehr Zentralismus bewältigen.

In den letzten zehn Jahren hat der Wirtschaftsraum EU erheblich an Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu Indien, China eingebüßt. Damit ist klar, dass unser aufgeblähte Sozialstaat bald nicht mehr finanzierbar ist.

Vielmehr brauchen wir einen europäischen Masterplan, um die aktuelle Krise zu bewältigen. Wie will die EU wieder Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen? Wie wollen wir im globalen Wettbewerb bestehen? Und welche strategischen, politischen Ziele wollen wir uns gemeinsam setzen?

Von der Beantwortung solcher Fragen sind wir meilenweit entfernt. Stattdessen haluziniert unsere Familienministerin über die 32 Stunden-Woche. Wir bewegen uns im Kleinklein und kommen nicht auf den Punkt.

Und so weiter und so weiter …

31) Erwin Gabriel, Donnerstag, 16. Januar 2014, 23:14 Uhr

@ 29) StefanP, Donnerstag, 16. Januar 2014, 15:51 Uhr

Wenn Sie die AKW-Abschaltung als “verschüttete Milch” betrachten, dann dürften Ihnen die Belastungen der Arbeitnehmer für Renten auch egal sein – das ist in ein, zwei Jahren ebenfalls verschüttete Milch.

32) Rainer N., Freitag, 17. Januar 2014, 01:38 Uhr

Es ist viel erschreckender, wenn StefanP. nicht erkennt, es ging (Erika) und geht (Karel) um Merkel!

Also der Umgang der Medien mit Merkel. Zum Thema Rente – da bin ich bei Blüm:

http://www.aachener-nachrichten.de/news/politik/norbert-bluem-die-rente-ist-den-finanzhaien-ausgeliefert-worden-1.738587#plx2038887829

Die Opfer der unsozialen Politik seit Bimbeskanzler gehen kaum noch wählen! Die Bedürftigen – dass ist jeder Mensch der vom ALG-2 oder Grundsicherung leben muss. Was für ein Pech, dass wir keinen Sozialstaat mehr haben. Unter tatkräftiger Mitwirkung von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen.

Und somit werden eben nicht alle in einer “großen Umverteilungsaktion zugeschüttet”. Das wandert von unten nach oben.

Den Weg hat schon Platon erkannt – Sokrates – Adimantes – Demokratie, der Wiege der Tyrannis.

Ein kleiner aber feiner Unterschied – eine Diktatur muss nicht zwangsläufig eine Tyrannis sein. Mehrheitsentscheidungen in einer Demokratie können schon eine Tyrannis erfüllen – wenn immer nur eine Gruppe benachteiligt wird.

33) Michael A. Nueckel, Freitag, 17. Januar 2014, 11:21 Uhr

Unser Sprengmeister kann zuweilen schreiben was er will, aber nach einer Handvoll erster, vernünftiger Kommentierungen beginnt mal wieder das wenig themenrelevante Schaulaufen einiger Forenteilnehmer. Die frühzeitige Mahnung von 20) Bernhard Paul zum überfälligen Ausstieg aus der Diskussion um den Atomausstieg hat leider nicht viel bewirkt.

34) Alexander, Freitag, 17. Januar 2014, 11:57 Uhr

@ 32) Rainer N.

Sie sprechen von unsozialer Politik, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Aus meiner Sicht haben wir weltweit das nahezu beste Sozialsystem! Arbeitslose, Hartz-4-Empfänger und alle sozial Benachteiligten mag es aus unserer – reichlich verwöhnten – Sicht dreckig gehen. Im Vergleich zu fast allen Industrieländern geht es unseren Sozialhilfe-Empfängern allerdings sehr gut.

Ich bekomme dies nahezu täglich zu sehen, da ich mitbekomme, wie es Amerikanern geht, die krank sind und eben keine dicke Kreditkarte haben. Ohne entsprechend gefüllte Kreditkarte ist man in einem amerikanischen Krankenhaus schlecht aufgehoben. Oder schauen Sie sich bitte einmal die sozialen Verhältnisse in Griechenland, Italien, Bulgarien und Rumänien an. Oder in der Ukraine, Spanien oder sonstwo.

Nicht umsonst ist Deutschland ein sehr begehrtes Zuwanderungsland, was die Statistiken belegen.

Außerdem fehlt mir in Ihrem Kommentar ein Hinweis, wie der Sozialstaat weiter entwickelt werden kann, welche gesellschaftliche, politische Vision wir haben für die Zukunft in Deutschland, wie wir diesen Sozialstaat finanzieren und effizient gestalten wollen.

Darum geht es! Und nicht um Ihren “Bimbeskanzler” und Umverteilungs-Phantasien

35) StefanP, Freitag, 17. Januar 2014, 12:15 Uhr

@32) Rainer N.

Erika schrieb unter 13):
Merkel verantwortet einen Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomkraft – kurze Zeit später steigt sie aus dem Wiedereinstieg wieder aus – dies war ein Rechtsbruch und der wird wohl teuer werden für den Steuerzahler. Aber unsere “Leitmedien” lassen Merkel in Ruhe ihren “Hintern” kurieren.

Das Thema wurde 2010 lang und breit in den Leitmedien SPIEGEL, F.A.Z., WELT, Süddeutsche etc. abgefrühstückt. Dabei ging wurden all die Argumente gebracht, die Sie und Erika wieder und wieder ins Feld führen. Was Sie scheinbar nicht registriert haben: zwischenzeitlich fand eine Bundestagswahl statt, in der Merkel von den Wählern bestätigt wurde. Wer sind Sie eigentlich, dass Sie sich über die Mehrheit der Wähler stellen?!

Wer bei Antritt von Helmut Kohl als Bundeskanzler nicht gerade Student war, der ist heute Mitte / Ende 50 Jahre und darüber. Diese Altersgruppen gehen überdurchschnittlich häufig wählen und sie wählen größtenteils Union und SPD. Wer jedoch seit über 30 Jahren arbeitslos ist, muss sich fragen lassen, was er eigentlich aus seinem Leben gemacht hat. Nun wissen wir von Ihnen, dass Sie Anfang / Mitte 60 sind, geschieden, ein problematisches Verhältnis zu Ihrer Ex und zu Ihren Kindern haben, gegen alles und jedes prozessieren und seit vielen Jahren in keinem Beschäftigungsverhältnis mehr stehen.

Sie haben in den letzten 30 Jahren erlebt, dass die Lohneinkommen überdurchschnittlich gestiegen sind und danach lange stagnierten. Sie konnten beobachten, dass die Renten schnell stiegen und die Beitragssätze mit. Danach wurden Kostendämpfungen durchgeführt. Das Land wurde mit Arbeitszeitverkürzungsprogrammen, Arbeitsbeschaffungsprogrammen und Frühverrentungsprogrammen im ganz großen Stil überzogen und seit Anfang des neuen Jahrtausends wird das Gegenteil exerziert. Wenn Sie sich in keinem dieser langen Trends wiederfinden, hat das wahrscheinlich eher mit Ihrer grundsätzlichen Unzufriedenheit mit allem und jedem und Ihrer mangelnden Kompromissfähigkeit zu tun als mit der Politik.

In einem haben Sie Recht: wir haben keinen Sozialstaat, sondern einen überbordenden Wohlfahrtsstaat. Platon kannte beides nicht. Sie sind niemand, der des Sozialstaates bedarf. Sie gehören zu keiner grundsätzlich benachteiligten gesellschaftlichen Gruppe. Wo Sie stehen, hat allein mit Ihren persönlichen Einstellungen zu tun. Ein Sozialstaat kümmert sich allein um diejenigen, die sich nicht selbst helfen können und deswegen auf keinen grünen Zweig kommen. Nach allem, was ich über Sie von Ihnen selbst gelesen habe, gilt das für Sie nicht.

36) StefanP, Freitag, 17. Januar 2014, 12:34 Uhr

@31) Erwin Gabriel

Es geht darum, ob wir wirklich die Milch umschütten wollen. Denn dann bekommen wir sie nicht mehr in die Kanne. Eine überwältigende Mehrheit wollte 2011 den schnellen Ausstieg, die Stimmung hatte sich dramatisch gedreht. Sie sollte die Wetterwendigkeit der Bürger mehr kritisieren als die der Politiker.

@30) Alexander

Danke für die Unterstützung, auch wenn ich Ihnen nicht überall Recht geben kann. Der Staat kann sich nicht anders als planwirtschaftlich organisieren, so wie Unternehmen intern planwirtschaftlich organisiert sind.

Wer ein Problem lösen will, macht dieses Problem in einem ersten Schritt möglichst klein, damit es überschaubar wird. Wer an Problemlösungen kein Interesse hat, tut das Gegenteil. Haben wir generell ein Problem mit Kinderarmut? Nein, Kinder sind für “normale” Familien (Vater, Mutter, Kind) kein zusätzliches Armutsrisiko. Müssen wir uns als Staat also um 15 Millionen Kinder in Deutschland kümmern, dass sie ein ordentliches Auskommen haben? Nein. Kinderarmut hängt an der Situation der Eltern. Kinderarmut taucht konzentriert bei Alleinerziehenden, die einen erhöhten Finanzbedarf von knapp 10.000 EUR jährlich haben, und Migrantenhaushalten auf. Beides lässt sich weiter eingrenzen.

Ist es daher zur Bekämpfung von Kinderarmut sinnvoll, das Kindergeld großzügig zu erhöhen oder Kinderbetreuung prinzipiell betragsfrei zu stellen? Kaum, oder? Ist es sinnvoll, die schlechten Arbeitsmarkt- und Verdienstmöglichkeiten alleinerziehender Frauen und Migranten mit meist unterdurchschnittlicher Bildung durch einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn anzugehen?

Die Linkspartei bietet wenige, allgemeine Lösungsvorschläge für einen bunten Strauß groß geschriebener Probleme an. Spätestens, wenn man Ökonomie studiert hat, wird einem bewusst, dass solche Parteien niemals an der Lösung der selbst beschriebenen Probleme interessiert sind.

37) Peter Christian Nowak, Freitag, 17. Januar 2014, 19:57 Uhr

@32) Rainer N.

Herr Rainer N., Sie werden Menschen nicht ändern können, die nur ein paar Vokabeln gelernt haben. So zum Beispiel „Wettbewerbsfähigkeit“, „China“ als Bedrohung, gleich einem drohenden Weltuntergang“, „Indien“, in dem es Usus ist, dass man Frauen straffrei vergewaltigen kann, „Staatsdirigismus“, der Leibhaftige, alles zerstörende, was nur nach Wirtschaft riecht. Vor allem zerstörend wirkend für alle die, die gläubige Jünger des allheiligen Neoliberalismus die Käsefüße knutschen.

Nein, diese Bachelor-Absolventen, die für das oberste Zehntel der Gesellschaft Abgerichteten, die nicht wissen wie man „Filosofie“schreibt, geschweige denn, dass sie sich jemals mit Philosophie beschäftigt hätten, diese Leute können Sie weder fürs Denken gewinnen, noch dafür, dass sie dafür Nachhilfeunterricht nehmen.

Es würde auch nichts nützen. So stark wirken die Wehen gezielter Meinungsmanipulation!

Schließlich wird heutzutage in Schulen und Unis nicht mehr „Denken“ gelehrt, sondern das „Gehorchen“. Dort dressiert man brave Buben und Mädels aus gutem Hause für die Bedürfnisse des Deus ex Machina : Die uneingeschränkte Freiheit des Marktes.
„Mach Platz!“ – gib Pfötchen!…wie in der Hundeschule…

So schwurbeln und schwafeln sie glücklich dahin, die Buben und Mädels, sind ganz stolz ein Praktikum ergattert zu haben, diese willigen Transponder des Neoliberalismus, und träumen allzeit von Karriere, davon, dazuzugehören. Und dabei bleibt es denn auch bis zur Rente, die sie vor lauter Freiheitswillen und verabscheuten „Staatsdirigismus“ auch noch gekürzt bekommen.

Geschieht ihnen Recht, diesen aufgeblasenen Luftpumpen!

Und in den obersten Etagen der Firmen und Konzernen lacht man sich über diese abgerichteten Gnome klammheimlich ins Fäustchen…

Kein Wunder, wenn sich Politiker anmaßen, jemals promoviert zu haben, der Doktortitel sozusagen das Psychopharmakon für ihren Minderwertigkeitskomplex . Genauso, wie für den Kiffer der Joint ist

38) karel, Freitag, 17. Januar 2014, 23:21 Uhr

StefanP.

Sie haben in Ihren Beiträgen eigentlich meine Antwort vorweggenommen.
Wer das Verhalten der Kanzlerin nur auf die Wahl in BW reduziert, hat die
Kanzlerin wieder mal unterschätzt. Sie hatte durchaus, wie ich das einschätze,
auch die Wahl 2013 im Blickfeld. Und das Wahlergebnis spricht für sich.
Und was die Kosten anbelangt, scheint es für viele offenbar nebensächlich zu sein, daß
der rotgrüne Atomausstieg und das EEG-Gesetz der Gesellschaft Hunderte Milliarden
kostet, kosten wird. Und die Steinmeier-Steuergeschenken an die Konzerne etc. ebenso.

Erika
Wenn es um das Thema Rechtsbruch geht, dürfte es sich wohl eher um das Atom-Moratorium
handeln. Die weitergehenden Maßnahmen sind durch die Legislative gebilligt und dürften somit geltendes Rech seint.

Rainer N.
Mir ging es um das Problem Hysterie und Wirklichkeit, festzumachen an der kritisierten Kanzlerin.
Die Kanzlerin hat lediglich der Hysterie Rechnung getragen, nicht der Wirklichkeit.
Um die Wähler wieder an die Wirklichkeit zu gewöhnen, genügte nur die Rückkehr zum rot-grünen Atomausstieg und den inzwischen eingetretenen teuren Verwerfungen im Stromgeschäft.
Und was Ihre Darstellung “Flugzeugträger” anbetrifft, dagegen ein Beitrag der WHO
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-02/who-gesundheitsfolgen-fukushima-strahlung

Erwin Gabriel
An der Laufzeitverlängerung dürfte die Atom-Lobby sicherlich mitgewirkt haben. Was meinen Sie?
Daß diese “Lobby”, stellvertretend für die weltweite Atomindustrie, ein “Fukushima” abliefert
und die Kanzlerin dann allein “im Regen stehen läßt”, spricht für sich. Die mit dem Moratorium stillgelegten Kernkraftwerke waren, bis auf Krümmel, ohnehin nach dem rot-grünen Atomausstieg zur Still-Legung in 2011 bis 2013 “verurteilt”.
http://de.wikipedia.org/wiki/Atom-Moratorium Rubrik: “Folgen”

wschira
Mit dem Hantieren von “Scheuklappen” scheinen Sie sich gut auszukennen. Bleiben Sie dran..

Schlußbemerkung:
Diese “Atom”-“Resonanz” auf meinen Beitrag 17) habe ich nicht erwartet.
Bestätigt mir im nachhinein jedoch, wie in Sachen Atom die Gesellschaft durch das rot-grüne “Panik-Orchester” geprägt ist.
Bemerkenswert, wie jetzt die Partei der Fischer-Trittin-Grünen verzweifelt eine neue Identität sucht: jetzt offenbar mit dem Etikett “liberal”.
So wie sie seinerzeit das Etikett “Grün” von den Vorkämpfern um Kelly/Straube/Bastian “angeeignet” haben. Das Geschäftsmodell “Panik” mit “Waldsterben, Rinderwahn, Tschernobyl” udgl. hat wohl beim Wähler ausgedient. Was den Grünen offensichtlich bleibt, sind die Privilegierten der Energie-Wende.

39) Erwin Gabriel, Samstag, 18. Januar 2014, 00:34 Uhr

@ 35) StefanP, Freitag, 17. Januar 2014, 12:15 Uhr
@ 36) StefanP, Freitag, 17. Januar 2014, 12:34 Uhr

>> Wer sind Sie eigentlich, dass Sie sich über die Mehrheit der Wähler stellen?!

Und wer sind Sie, dass Sie mir sagen, worum es mir zu gehen hat?
So etwas ist kein Argument, sondern nur ein dummer Spruch.

Schon seit Schröders erster Regierung gab es eine Bevölkerungsmehrheit gegen die atomare Stromerzeugung. Nicht die Bürger waren wetterwendig, die Kanzlerin war es. Frau Merkel ist übrigens für vier Jahre gewählt, um genau so etwas zu verhindern.

Was den Atomausstieg angeht, ist nicht die grundsätzliche Entscheidung zum Ausstieg zu bemängeln, sondern die überaus dilettantische Ausführung.

Aber beim Strom scheint Sie, anders als beispielsweise beim Thema Rente, staatlicher Dirigismus, überbordende Bürokratie, Verschwendung, Gängelung der Unternehmen, finanzielle Belastungen der Bürger, deutsche Standortnachteile und drohende Arbeitsplatzvernichtung nicht zu interessieren.

40) StefanP, Samstag, 18. Januar 2014, 10:09 Uhr

@39) Erwin Gabriel

Ich hatte nicht vor, Ihnen auf die Füße zu treten, sondern Rainer N. Wahlen sind dafür da, in einer Demokratie ein abschließendes Urteil zu fällen. Das wird häufig vergessen. So wie die Hauptversammlung den Vorstand entlastet, wird Politikern mit Wahlen Absolution erteilt. Irgendwann muss gut sein. Als Demokrat muss man diese Spielregeln anerkennen, sonst brauchen wir keine politischen Vertreter.

Schon seit Schröders erster Regierung gab es eine Bevölkerungsmehrheit gegen die atomare Stromerzeugung. Nicht die Bürger waren wetterwendig, die Kanzlerin war es.

Nun muss ich Ihnen aber doch auf die Füße treten, und zwar heftig. Seit Mitte des letzten Jahrzehnts nahm die Zustimmung zur Kernenergie kontinuierlich zu und erreichte kurz vor Fukushima ihren Höhepunkt. Im Herbst 2010 war eine überwältigende Mehrheit von über 80% der Ansicht, dass wir nicht vollkommen auf Atomstrom verzichten könnten. Nur um Monate danach den totalen Ausstieg zu befürworten. So etwas nennt man doch wetterwendisch, oder?

Ich befürworte aus ökonomischen und umweltpolitischen Gründen die Nutzung der Kernenergie. Das sollte kein Geheimnis sein. Aber ich beurteile aus dieser Warte heraus nicht Politik. Ich habe meine Diplomarbeit über Umweltpolitik geschrieben. Was viele schlicht vergessen, ist, dass man auch Umweltpolitik ökonomisch betrachten muss. Aber auch hier setzt Europa und insbesondere Deutschland eher auf Staatsdirigismus. Die Umweltideologen suchen dann nach fadenscheinigen Argumenten, die eigene Position zu rechtfertigen. So rechnet Greenpeace in die Kalkulation der Subventionen für die Kernenergie steuerfreie Rückstellungen ein, während der Wert für die Erneuerbaren um preisdämpfende Effekte minimiert wird. So, als würde nicht auch eine große Menge Atomstrom preisreduzierend wirken. Aus ökonomischer und rechtlicher Sicht sind solche Erhebungen schlicht unseriös.

41) StefanP, Samstag, 18. Januar 2014, 11:08 Uhr

@37) Peter Christian Nowak

Gehen Sie mit mir konform, dass Intelligenz sich auch darin zeigt, einigermaßen widerspruchsfrei ein Argument entwickeln zu können? Fein. Dann probieren wir das doch mal.

Nein, diese Bachelor-Absolventen, die für das oberste Zehntel der Gesellschaft Abgerichteten, die nicht wissen wie man „Filosofie“schreibt, geschweige denn, dass sie sich jemals mit Philosophie beschäftigt hätten (..).

Ich nehme mal in meiner Selbstherrlichkeit an, dass ich der Anlass für den Disput mit Rainer N. bin. Also, was wissen Sie von mir? Ich bin irgendwo in den 40ern mit akademischem Hintergrund. Soweit Sie rechnen können und Bescheid wissen (das tun Sie doch, oder?), wissen Sie auch, dass ich kein Bachelor-Absolvent sein kann, sondern über Diploma verfüge. Hm, damit können Sie mich also als für das oberste Zehntel abgerichtet nicht meinen. Damit verliert sich dieser Strang schon im Nirwana.

Die weiteren Absätze befassen sich mit dem Schwubbeln und Schwabbeln, aber da 1. (Bachelor) nicht zutrifft, passt 2. nicht auf eine Person (mich). Von wem reden Sie also? Oder philosophieren Sie einfach ohne Anlass dahin?

Interessant wird es dann wieder hier:

Schließlich wird heutzutage in Schulen und Unis nicht mehr „Denken“ gelehrt, sondern das „Gehorchen“. Dort dressiert man brave Buben und Mädels aus gutem Hause für die Bedürfnisse des Deus ex Machina.

Nur um später zu schlussfolgern:

Und in den obersten Etagen der Firmen und Konzernen lacht man sich über diese abgerichteten Gnome klammheimlich ins Fäustchen….

Also, meine Altersklasse gibt inzwischen den Ton in den obersten Etagen vor. So betrachtet nominieren Sie mich als Zeugen. Doch dummerweise bin ich nicht Zeuge der Anklage, sondern der Verteidigung. Anklage zurückgewiesen! Nein, dort lacht man nicht, man hat höchsten Respekt. Wissen Sie, weshalb? Während die heute 40-60 jährigen eher in Konzernen Karriere machen wollten, riskieren die Jungen heute etwas und gründen Unternehmen. Seit langem hat keine deutsche Generation mehr so viel unternehmerische Verantwortung übernommen wie die derzeit 20-40jährigen.

Gründet man Unternehmen, wenn man dressiert ist? Oder ist es nicht umgekehrt? Ist es nach Ihrer Ansicht besser, über wenig Bildung zu verfügen als über dressiertes Wissen? Warum sind Linke dann so vehement dafür, jedes Studium bis ultimo völlig kostenlos zur Verfügung zu stellen, statt eine Strafsteuer zu erheben? Aber hier kommen wir wirklich ins Philosophieren. Es stellt sich jedoch die Frage, woher Sie Ihr detailliertes Wissen haben, um eine so prägnante Einschätzung vornehmen zu können. Entweder Sie sind selbst Student, dann würden Sie aber gerade abgerichtet. Oder Sie sind Lehrender, dann machen Sie sich gerade strafbar.

Also, mir scheint, ganz bescheiden ausgedrückt, Ihre Replik an Rainer N. nicht ganz widerspruchsfrei, eher das Gegenteil. Aber dazu hatte ich ja eingangs etwas geschrieben. 🙂

42) Rainer N., Samstag, 18. Januar 2014, 14:03 Uhr

@34 Alexander

Ich schlage Ihnen einen Selbstversuch vor.

Frei nach Jesus – verkaufe deinen Besitz, verteile den Erlös unter den Armen und folge mir.

Sie gehen dann zum Jobcenter und beantragen ALG-2. Von dem Geld, seit dem 1.1.2014 sind das 399,99 € (391,- € Regelbedarf plus 8,99 € Mehrbedarf für Warmwasserzubereitung)

Davon zahlen Sie dann für den Strom monatlich einen Abschlag von 50,- €, verbleiben für alles andere 349,99 €. Da in dem Betrag eine Ansparleistung enthalten ist, die Sie für “Anschaffungen” zurücklegen sollen, legen Sie 16 % 62,56 € zurück, sonst kann Ihnen ein verantwortungsloser Umgang vorgehalten werden, wenn Sie irgendwann eine neue Waschmaschine oder Kühlschrank brauchen und das zurückgelegte Geld ist nicht da.

Verbleiben 287,43 € zum Leben. Für meine Ernährung benötige ich schon monatlich 160,- €. Und SIE?

Der sogenannte kleine Selbstbehalt nach der Düsseldorfer Tabelle liegt bei 800,- € DAS wäre ein echter Existenzminimum.

Diese von der Politik gewollte prekäre Lage für 15 – 20 % der Bevölkerung nenne ich unsoziale Politik.

Übrigens – die Tafeln müssten Sofort abgeschafft werden, denn das BVerfG hat geurteilt, dass ein Anspruch auf ein Existenzminimum besteht. Ein Existenzminimum das Menschen von Lebensmitteln der Tafeln abhängig macht ist kein Existenzminimum.

Ihre Einstellung, und die von StefanP. erinnert mich immer wieder an diesen Artikel:

http://www.zeit.de/2001/10/Sollen_sie_doch_Steine_klopfen

Seit 2000 arbeite ich ehrenamtlich – ohne Entschädigung – weil die erhoffte soziale Politik durch Rot-Grün nicht erfolgte. Seit dieser Zeit betrachte ich die Fünf Parteien CDU, CSU, SPD, Grüne und FDP als fünf Flügel einer unsozialen “großen Partei” – Sockenpuppenparteien für das Kapital.

Bei den Vereinten Nationen haben die “mächtigen Länder” ein Vetorecht, da es zu viele “kleine Länder” gibt, die dann diese paar Mächtigen überstimmen können, in einer “Demokratie” haben die “kleinen Leute” leider keine Mehrheit, und kein Vetorecht, um andauernde Benachteiligungen zu verhindern. Bleibt nur der Weg über das BVerfG, aber dort sitzen auch keine Benachteiligten. Deswegen meine Meinung – Demokratie – die Diktatur der Stimmenmehrheit. Hat schon Henry David Thoreau erkannt, Mehrheitsentscheidungen sind nicht gerecht.

Fazit – wer nicht erkennen kann oder will, wie unsozial die Politik seit dem Bimbeskanzler geworden ist muss schon sehr blind sein. Das Pferden Scheuklappen “aufgesetzt” werden … hat seinen Sinn. Menschen mit Scheuklappen … sind einfach nur unmöglich.

43) karel, Sonntag, 19. Januar 2014, 10:21 Uhr

42) Rainer N.
Es war nicht der Bimbeskanzler, es waren der Kniefall-Kanzler nebst Nachfolger,
die für den rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit zeichneten.
Und eine Politik der Arbeitslosigkeit, ja, das ist die mit Abstand unsozialste Politik.
In der Zeit des Bimbeskanzler in den 80ern ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten wieder von ca. 24 auf 27 Mio angestiegen. Mit der Wiedervereinigung kam die
verdeckte Arbeitslosigkeit der ehemaligen DDR auf seinen Schreibtisch.

44) StefanP, Sonntag, 19. Januar 2014, 11:44 Uhr

@42) Rainer N.

Jesus hat nicht den Bettlerstatus zum ehrbaren Beruf erhoben. Da haben Sie etwas gründlich missverstanden. Sie dagegen finden nichts dabei, jahrelang von anderer Hände Arbeit zu leben und sogar die eigenen Pflichten gegenüber Verwandten von der Öffentlichkeit erfüllen zu lassen. Es ist schön und lobenswert, dass Sie ehrenamtliche Aufgaben übernehmen. Ganz anders ist es jedoch zu bewerten, dass Sie nicht ihrer ersten Verpflichtung nachkommen und für ihr eigenes Auskommen sorgen. Und es passt, dass Sie sich für mehr Sozialtransfers einsetzen, nicht jedoch dafür, dass Menschen, die tun was Sie nicht tun, mehr von dem behalten können, was sie sich selbst erarbeitet haben. Konsequent wäre doch, würden Sie sich für höhere Grundfreibeträge und Kinderfreibeträge sowie geringere Steuersätze einsetzen.

Wie Sie richtig schreiben, bilden die “kleinen Leute” die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. Und die überwiegende Mehrheit geht auch wählen, nur halt nicht so, wie Sie sich das aus Empfängerperspektive wünschen. Denn gerade diese “kleinen Leute” schauen mit intensiver Verachtung auf Leute, die zwar fähig aber nicht willens sind, für sich selbst zu sorgen.

Lesen Sie mal das Gleichnis von den anvertrauten Talenten und wagen Sie sich an eine Interpretation. Sie werden sich sicherlich wiedererkennen. Als dritter Diener.

45) Erwin Gabriel, Sonntag, 19. Januar 2014, 13:46 Uhr

@ 40) StefanP, Samstag, 18. Januar 2014, 10:09 Uhr

Nun, nicht bös sein, durch ein Focus-Umfrageergebnis zum Thema Atomstrom fühle ich mich nicht auf die Füße getreten, da muss schon etwas seriöses her.

Ich bin kein Freund einer Technik, die hochgiftige Abfälle produziert, die auch nach Millionen Jahren noch töten können. Wer trotzdem als Politiker dafür stimmt, handelt verantwortungslos. Wer ads “ungefährlich” nennt, lügt – ob aus Dummheit, oder weil er bestochen wurde, ist mir egal. Aber wie wir beide wissen, waren meine jugendlichen Proteste gegen diese Technik nicht sonderlich erfolgreich.

Nur, wenn wir diese Technik haben und benutzen, und wollen da raus, muss auch das mit Verstand geschehen. Und eine Technik abzuschalten, ohne eine neue parat zu haben, ist ebenfalls unverantwortlich. Und ich habe inzwischen von Politikern, die sehenden Auges riesige Böcke schießen und anschließend die Bevölkerung dafür bezahlen lassen, die Schnauze gestrichen voll.

Und für mich ist es dann nicht “irgendwann mal gut”, wenn die Folgen noch nicht “gut” sind. Energiewende ist nicht Abschalten von Atomkraftwerken (da kann irgendwann von mir aus gut sein), sondern fehlende Speichertechnik, fehlende Stromtrassen, hoch gesponserter Ökostrom, gigantische Belastungen für Bevölkerung und Industrie, teilweise lächerliche Freistellungen für Golfplätze und anderen Schmarrn – und das über die nächsten 10 Jahre.

Aber wir können uns die Arbeit teilen: Sie schimpfen über das Versagen bei Renten- und Sozialpolitik und die Belastung zukünftiger Generationen, und ich rege mich über die unnötigen Belastungen von Bevölkerung und Wirtschaft und die idiotischen Bürokratie-Auswüchse aus Berlin und Brüssel auf.

Dann sind wir beide immer noch voll ausgelastet und wech von der Straße 🙂

46) Peter Christian Nowak, Sonntag, 19. Januar 2014, 20:29 Uhr

Lieber Herr Pietsch, Sie wissen doch, dass ich Sie für einen Aufschneider halte. Von wegen “Ihre Altersklasse ” gäbe den Ton an. Ihre Alersklasse vielleicht, sofern die ein Hochschulstudium absolviert haben. Darunte sind leider Sie nicht gemeint. Wenn man zuhause sitzt, kann man keine Karriere machen.

Hab ich Ihnen schon mal unterbreitet, gell’?

Sie sagen, Sie hätten studiert. Schön. Was denn? Wissen sie, Sie stehen auf keiner der Unis auf irgendeiner Immatrikulationsliste, 20 Jahre zurück. Kein Problem, so etwas zu ermitteln.

Also nochmal: Nicht so tun, als seien Sie in irgendeiner Form so gebildet, als dass Sie durchschnittlich gebildeten Menschen das Wasser reichen könnten.
So, nun könnte ich mal Ihre Vita ins Netz stellen. Mach ich aber nicht, weil ich gut erzogen bin und weil ich Sie als amateurgebildeter für unbedeutend halte.

Nun machen Sie sich einen Vers oder zwei, und recherchieren Sie im Internet schön weiter. Denn ansonsten haben Sie ja nachweislich Ihrer Vita nichts besonderes zu tun!

Ihre Bildung ist sozusagen “virtuell” . Guten abend!

47) Rainer N., Montag, 20. Januar 2014, 00:29 Uhr

Ach, Sie Herr P sind nicht in der Lage die Erwerbslosenzahlen und die freien Arbeitsplätze zu vergleichen. Sogar die offiziellen Zahlen zeigen das Verhältnis von 12 zu 1.

Was meinen Sie wie viele Bewerbungen ich schon geschrieben habe. Es reichte ein Blick in meinen Lebenslauf – meine Altersangabe – um keine Rückmeldung zu bekommen. Ich habe dann einen “Trick” benutzt, keine Zeugnisse, keinen Lebenslauf, nur ein Anschreiben mit meinen Fähigkeiten und dem Angebot im Rahmen eines Vorstellungsgespräches diese Unterlagen zu übergeben. Dann kamen Einladungen … nur dabei wird dann mein Alter sichtbar … und komisch, das Ergebnis war dann immer, wir melden uns wieder und dann kam die Absage.

Das Jobcenter bemüht sich seit meinem 59. Geburtstag NICHT mehr um mich. Keine Einladung, keine EGV, keine Vorschläge – NICHTS! Aber ich kämpfe für eine sozial gerechte Gesellschaft – so wie das Grundgesetz es einmal vorgeschrieben hat.

Und wenn Sie nun die Wahlenthaltung der abgehängten Schichten ignorieren … peinlich. Ich wohne in einer Gegend, zwangsweise, wegen der “billigen Miete”, die überwiegend von Erwerbslosen bewohnt wurde. Durch teure “Energiesparumbauten” stehen nun viele Wohnungen leer. Die sich die Wohnungen leisten könnten, ziehen nicht in diese Gegend. Die Wahlbeteiligung in meinem Wahllokal lag bei 44% trotz vorheriger Veröffentlichung meiner Wahlaufforderung! Wie hatte ich geschrieben:

Zur Bundestagswahl

Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten. Eine oft genutzte Ausrede nicht gewählt zu haben. Ich sage dagegen, jede Stimme zählt. Auch Ihre Stimme. Aber nur dann, wenn Sie die auch nutzen.

Dabei ist die Zweitstimme die wichtigere Stimme, denn mit der Stimme wird der Anteil der erzielten Mandate für die jeweilige Partei bestimmt.

Die Erststimme für den Direktkandidaten zählt nur für den, der die meisten Stimmen bekommt. Denn in dem Fall gibt es keine Stichwahl der beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Somit ist zu überlegen, welcher Kandidat der beiden „größeren Parteien das kleinere Übel“ ist. Denn die Kandidaten der „kleineren Parteien“ haben meistens keine Chance das Direktmandat zu erringen.

Es liegt nun an Ihnen. Nutzen Sie ihr Recht zu wählen. Es ist auch eine Verantwortung.

Zurück zu meiner Erwerbslosigkeit. Ihre Unterstellungen sind somit nichts als Versuche mir eine Schuld zuzuschreiben. Aber den Schuh ziehe ich mir nicht an.

Der Versuch Karels Brandt die Schuld zuzuschreiben zeigt auch die Denkrichtung – der abwertende Begriff “Kniefallkanzler” outet ihn.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbslosigkeit

1982 als Kohl die Regierung übernommen hat: 4,5%. 1998 nach 16 Jahren Kohl: über 8%

Dabei wurden die Berechnungsgrundlagen immer wieder derart verändert … um die Statistik zu “schönen”. Und noch eines – nach der “DDR-Übernahme” ging die Erwerbslosenquote zurück! 1990 war sie wieder auf etwas über 4% gesunken, und bis 1998 auf über 8% gestiegen. Weil dann die FNL abgewickelt wurden.

48) StefanP, Montag, 20. Januar 2014, 09:30 Uhr

@46) Peter Christian Nowak

Lieber StefanP, Sie wissen doch, dass ich Sie für einen Aufschneider halte.

Sie meinen, das interessiert mich?

Sie können nicht Immatrikulationslisten googeln, schon gar nicht die aus den 1980er Jahren, denn es gibt dieses allgemeine Verzeichnis aller je Studierenden nicht. Zudem waren die Listen, zumindest an meiner Uni, damals schon anonymisiert nach Immatrikulationsnummern. Wie sollte da überhaupt eine über alle Jahre <strong<vollständige Immatrikulationsliste ins Internet kommen? Sie wollen uns einen Bären aufbinden.

Es gibt mehrere Kandidaten im Netz mit meinem vollständigen Namen. Eins verrate ich Ihnen: ich werde nicht an top geführt. Sie müssten schon mehr Details von mir kennen, um mich sicher zu finden. Mein CV jedenfalls steht nicht im Netz, nicht mal in einem der Social Networks.

P.S.: Dass Sie gut erzogen wären, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Deswegen missachten Sie wohl auch beharrlich meinen Wunsch mit der Anrede?

49) StefanP, Montag, 20. Januar 2014, 09:56 Uhr

@47) Rainer N.

Sie Herr P sind nicht in der Lage die Erwerbslosenzahlen und die freien Arbeitsplätze zu vergleichen. Sogar die offiziellen Zahlen zeigen das Verhältnis von 12 zu 1.

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit finden jährlich 5 Millionen Erwerbssuchende einen neuen Job. In Deutschland werden aber nicht jährlich 1 Million neue Jobs geschaffen. Wie erklären Sie sich die Diskrepanz?

Natürlich weiß ich auch, dass mit über 50 die Chancen auf eine sozial versicherte Vollzeitstelle rapide sinken und bei über 60 sehr niedrig sind. Das heißt jedoch nicht, dass man dann erwerbslos sein muss, die hohen Beschäftigungszuwächse zeigen das. Man muss sich an den Markt und die Bedürfnisse seines Gegenüber anpassen, weshalb ich geschrieben habe, dass Sie sich eher selber im Weg stehen mit Ihrem Naturell. Ich kenne z.B. einige Vertriebler, die sind mit über 60 gefragt wie nie. Die bekommen zwar keinen Festvertrag mehr angeboten, verdienen jedoch exzellent. Nun kann nicht jeder im Vertrieb arbeiten, doch man muss betonen, was man selber gut kann (und dies nicht nach eigener Einschätzung!).

Wenn Sie zig Bewerbungen völlig erfolglos schreiben, machen Sie unter Garantie eine Reihe falsch. Unternehmen suchen heute sehr gezielt nach Profilen und weder den Alleskönner noch den Duckmäuser. Sie brauchen Leute mit Ideen, mit Durchsetzungsfähigkeit, Beharrlichkeit, aber auch dem notwendigen sozialen Einfühlungsvermögen.

Und wenn Sie nun die Wahlenthaltung der abgehängten Schichten ignorieren

Sie haben doch geschrieben, die “kleinen Leute” würden die Mehrheit bilden und könnten eigentlich die Politik beeinflussen. Warum tun sie das nicht? Das ist doch der offensichtliche Widerspruch.

Die Arbeitslosenzahlen stiegen über die Jahrzehnte kontinuierlich. Der Trend blieb immer gleich. Bis 2006 (ungeschönt!). Und: Deutschland hat mit rund 50% Anteil an den Erwerbslosen mit die höchste Quote an Langzeitarbeitslosen (<1 Jahr arbeitslos). Wie erklären Sie sich das?

50) Rainer N., Montag, 20. Januar 2014, 17:44 Uhr

Auch wenn eigentlich eine sachliche Antwort überflüssig ist, denn gegen Fakten aus der “Unterschicht” sind sie ja immun. Aber so gibt es doch sicher Leser, die einmal eine andere Sichtweise benötigen, um eigene Vorurteile zu überdenken.

Radfahren – nach unten treten, nach oben buckeln, hat sich in der Gesellschaft so verbreitet, dass eben durch die Methode – teile und herrsche – gerade die Opfer des unsozialen Systems keine Solidarität erfahren. Von Ihnen erst Recht nicht. Ich halte mich da an Gandhi – wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht.

Zu den “erfolglosen Bewerbungen”, es gibt Jahr für Jahr “preiswerte” Studienabgänger, die dann auf dem neuesten Stand der Kenntnisse (Informatik) sind, da bin ich als “Wegrationalisierter” uninteressant. Dabei war das auch ein “Betrug”. Das habe ich leider viel zu spät erfahren, als ich einen ehemaligen Kollegen traf – der hatte sich damals gewundert, dass ich von einem auf dem anderen Tag nicht mehr anwesend war.

Ich hatte Spätschicht im Rechenzentrum, und als ich zur Arbeit kam wurde ich vom Personalchef empfangen und mir wurde mein Zugangsrecht entzogen – ich konnte sofort wieder nach Hause gehen, denn nach der Kündigung hätte ich aus Sicht des Arbeitgebers ja in der EDV aus Rache Schaden verursachen können. Daten löschen, manipulieren, Hintertüren einbauen, die von mir erstellten Anwendungen löschen können und so weiter – wurde mir als Argument genannt.

Durch das leasen der neuen Anlage sei meine Arbeit nicht mehr erforderlich. Von drei bisher zuständigen Mitarbeitern seien nur noch zwei notwendig. Eigentlich könne die Hälfte des EDV-Personals entlassen werden. Da ich der “neuere” Mitarbeiter war, würde man sich nun von mir trennen.

In meiner Naivität glaubte ich, sofort wieder in meinem Beruf eine Stelle zu finden. Ich habe meinen Firmenausweis dem Typen vor die Füße geworfen, mich wutentbrannt umgedreht, und bin gegangen.

Wie ich zu spät erfahren habe, wurde eine kurze Zeit später genau mein Posten wieder besetzt, mit einem frisch von der UNI kommenden per Zeitvertrag … der sich in dem “Probejahr” voll eingesetzt hat, in der Hoffnung dann fest eingestellt zu werden, aber nach einem Jahr kam dann ein neuer auf “Probe” für ein Jahr.

Ach, ich verkaufe mich NICHT unter Wert. Die Angebote lagen unter 50% meines letzten NETTO-Gehaltes. Und Schwarzarbeit – die mir gelegentlich angeboten wurde, als EDV-Mensch könnte ich ja zu Hause auf dem Computer Anwendungen erstellen … habe ich immer abgelehnt. Zum Glück – ich habe einen Arbeitgeber der mir das Angebot machte gemeldet, denn der hatte unter anderem erklärt, er habe bereits mehrere Mitarbeiter die so für ihn arbeiten und er würde das nicht melden … und dann habe ich erfahren, das war ein “vergiftetes Angebot” in Absprache mit dem Arbeitsamt. Man wollte mich “mundtot” machen mit meinen Aktivitäten gegen die unsoziale Politik. Ich habe damals die Presse informiert. Auf Befragung der Zeitung hat der “Anbieter” das sogar zugegeben, dass er mir ein derartiges Angebot unterbreitet habe, es sei ja nicht sein Problem, wenn jemand das Angebot annehmen würde.

Dieser Arbeitgeber ist immer noch hoch angesehen … und er hatte bereits mehrere Erwerbslose, die nicht so moralisch waren so “ans Messer geliefert”. Dafür – wie mir ein Ratsmitglied bestätigt hat – nach einer Beiratssitzung – sogar eine “Fangprämie” erhalten. Aber das Arbeitsamt hat jede Beteiligung abgestritten.

Selbst mein “Bundestagsabgeordneter” fühlte sich von mir derart belästigt, dass er mir einen “Job” verschaffen wollte. Das “Angebot” kam dann, ich habe mich dort vorgestellt. Er könne mir höchstens einen Job als “Kistenschieber” im Lager anbieten, den er natürlich nicht mit einem hohen Gehalt vergüten könnte. Diese Arbeit musste ich ablehnen, denn ich habe eine Behinderung, die aber dem Abgeordneten bekannt war. Das Angebot war eine Farce, denn bei der nächsten öffentlichen Veranstaltung, als ich der Politik widersprochen habe, machte er öffentlich die Aussage, er habe mir ja einen Job angeboten, den ich verweigert hätte. Als ich dann dem widersprochen habe und den Sachverhalt vortragen wollte wurde ich aus dem Saal verwiesen. Schriftlich habe ich dann vom Abgeordneten die Aussage des Arbeitgebers erhalten. Dort war nicht mehr vom Angebot als Kistenschieber die Rede, Aussage gegen Aussage, aber dem “Arbeitgeber” wurde geglaubt.

Ach, und die “Zeugniscodes” besagen eben – ich bin ein schwerer Brocken für Vorgesetzte. Wie hat ein Personalchef mir einmal erklärt, im Rahmen eines Bewerbungstrainings durch das Arbeitsamt, auch ein Personalchef könne sich keinen Fehler bei der Auswahl der Bewerber erlauben. Deswegen würden eher Menschen eingestellt, die angepasst sind und keine Probleme bereiten würden …

Ja, ich bin eben kein pflegeleichter angepasster Mensch – Dank meiner Erziehung – und Kreide fresse ich nicht. Da passt ein Lied von B. Wegener

“Leute ohne Rückgrat, ham wir schon genug” – lautet die letzte Zeile.

Oder auch von ihr – Gebote – einen Feind zum Feinde machen – Solidarität mit Schwachen

Hab ich auch erst lernen müssen. Denn früher, als “Gutverdiener”, habe ich auch auf so “Typen” herabgesehen. Erst als ich von Bekannten und Verwandten “geschnitten” wurde, erkannte ich die Vorurteile die gepflegt werden. Je höher, desto platsch … man soll ja niemanden was schlechtes wünschen aber ignoranten Menschen gönne ich schon einen Absturz – damit sie selber einmal erleben wie es ist … vielleicht weckt das ja Verständnis für die Notlage anderer Menschen.

So wie in dem von mir verlinkten Artikel aus der Zeit – die ich damals noch als gedruckte Ausgabe abonniert hatte … und den ich damals auch noch nicht aus dem Blickwinkel betrachtet habe, wie später, als ich dann selber ….aber erinnert habe ich mich an den Artikel und dann noch einmal online aufmerksam gelesen.

Nur wer in einem “Elfenbeinturm” über den Wolken sitzt, kann das unter den Wolken befindliche Elend nicht sehen. Eigene Erfahrung. Nun sitze ich eben “unter der Wolkendecke”. Das verändert den Blickwinkel beträchtlich. Und nun kann ich auch erkennen, wie tief es NOCH hinab gehen kann.

Ich bin kein “Marienthal-Erwerbsloser”! Leider sind das viele geworden, wenn ich mich umsehe. Wie sagte schon J.W.v.G. – getretener Quark wird breit, nicht stark – stimmt, aber nicht jeder wird zum “Quark” wenn er seinen Job verliert. Zum “Quark” sind 56% der Menschen in meinem Stadtteil geworden. Die wählen nicht mehr, die stehen am Kiosk, trinken ihre Bierchen … schimpfen zwar, aber dann gehen sie zur Tafel um sich dort mit Lebensmittelresten abspeisen zu lassen.

Dabei haben auch diese Menschen ein Anrecht auf ein Existenzminimum. Sie müssten es nur einklagen. 2.000 Klagen vor dem Soziallgericht aus einem kleinen Ort, DAS wäre mal ein Zeichen. Und wovon träume ich Nachts?

So, wie erkläre ich die Langzeitarbeitslosigkeit – einfach – die ist gewollt – denn diese Menschen werden nicht mehr benötigt, um die notwendige Produktion zu erzeugen. Sie werden nur als Druckmittel gegen die NOCH Beschäftigten eingesetzt.

Immer weniger Menschen können immer mehr produzieren. Vor ein paar hundert Jahren konnte ein Landwirt nur wenige Menschen versorgen …. und so weiter … deswegen eine Leseempfehlung – nicht nur für Sie – ARBEITSFREI – von Constanze Kurz und Frank Rieger – ISBN 978-3-570-50155-9 – hab ich mir am Tag des Erscheinen sofort gekauft und innerhalb weniger Tage “verschlungen”.

Ich setzt mir Prioritäten – dass muss ich zwangsweise – wofür ich mein Geld ausgebe. Unterkunft und Ernährung und Internetzugang. Verzicht auf Kultur, Urlaub, Reisen u.s.w. – Meinen Wunschtraum einmal den Uluru zu besuchen … hab ich dummerweise in meiner “besseren Zeit” nie unternommen, oder den Grand Canyon, werde ich wohl mit ins Grab nehmen.

51) Peter Christian Nowak, Montag, 20. Januar 2014, 20:16 Uhr

48) StefanP,

Wie kommen Sie darauf, dass es in den 80ern keine Immatrikulationslisten gab? .Sehen Sie, Sie halten sich für besonders schlau und haben mir mit diesem Satz ganz nebenbei eröffnet, dass Sie niemals einen Abschluss an irgendeiner Uni gemacht haben.

Warum stehen Sie nicht auf einer der Listen? Nun, es gibt nur zwei Möglichkeiten: 1) Sie waren niemals immatrikuliert oder 2) Sie waren immatrikuliert, sind aber wegen Leistungsschwächen irgendwann exmatrikuliert worden. Dann wird Ihr Name und Adresse automatisch gelöscht -suchen Sie sich was aus.

Also, blasen Sie in Zukunft nicht so die Backen auf. Sie sind nicht schlau genug!
Und was mich betrifft, ich brauch all das nicht zu “googeln” um herauszufinden, was Sie für ein Hochstapler sind. Zugang zu Informationen zu haben, dazu braucht man kein Google.
Sie sind ein vorlauter Gernegroß mit stark ausgeprägtem Geltungsbedürfnis. In Ihrem persönlichen Umfeld fallen Sie diesbezüglich und anderer Attituden unangenehm auf.

Sehen Sie, Sie arbeiten als Freiberufler in einem Strukturvertrieb. Haben Verwandte und Bekannte angesprochen, dass Sie ebenso die Produkte kaufen und nach Möglichkeit selbst vertreiben sollen. Früher hat man diese Vertriebsform ein “Schneeballsystem” genannt. Heute nennt man das – `american like´ – Network Marketing.

Daher haben Sie auch viel Zeit, den lieben langen Tag am Rechner zu sitzen. Früher lief der Verkauf Ihrer Produkte mal ganz gut. Heute jedoch nicht mehr. Davon zehren Sie mental und halten sich für den Größten und meinen andere in den Senkel stellen zu müssen!

Nun, da Sie jetzt reichlich wenig erfolgreich sind, gehen Sie den Leuten mit Ihrer Besserwisserei und Arroganz auf die Nerven. Das finden die gar nicht toll!
Fragen Sie mal in ihrem Umfeld herum , lieber Herr Pietsch. Man lässt Sie links liegen und lacht sich über Sie kaputt! Haben Sie das noch nicht bemerkt, Herr Pietsch?

Schönen Abend noch. Und das wars denn auch zum Thema Pietsch. (Stefan P.)

52) Peter Christian Nowak, Montag, 20. Januar 2014, 20:26 Uhr

(…)Sie können nicht Immatrikulationslisten googeln, schon gar nicht die aus den 1980er Jahren, (…)

Ach eines noch. Sehen Sie, wieder sowas: Ich habe gesagt, die Listen, datiert 20 Jahre zurück. Wenn Sie heute um die 40ig sind, dann waren Sie 1980?…naaa?…richtig, ganze 10 Jährchen. Mensch Meier, damals haben sie schon studiert?…

Herr Pietsch, Herr Pietsch…! Wissen Sie jetzt, warum man sich über Sie kaputtlacht?

53) m.spreng, Dienstag, 21. Januar 2014, 08:06 Uhr

@ 51) Peter Christian Nowak

Ich verstehe, dass sich manche Kommentatoren von StefanP provoziert und gereizt fühlen, aber das geht jetzt doch ein bisschen zu weit. Persönliche Attacken ersetzen keine Argumente.

54) StefanP, Dienstag, 21. Januar 2014, 10:31 Uhr

@50) Rainer N.

Eigentlich will ich das Thema beenden, aber Sie haben viel Energie dareingesetzt, sich zu erläutern, also eine Replik:

Sie bezeichnen sich als unbequem. Haben Sie in Erwägung gezogen, dass Sie das als Begriff für etwas ganz anderes nehmen? Anders gefragt: Wollten Sie mit sich auf engstem Raum zusammenleben und arbeiten? Sie stellen sich als jemand dar, der gegen alles opponiert und Ärger macht. Das kostet Ihre Mitmenschen sehr viel Kraft, mit so jemanden auszukommen. Was bekommen sie dafür?

Falls Sie sich nicht für Sport interessieren, sollten Sie sich dennoch mit Teambuilding befassen. Eine Mannschaft erträgt nur dann einen Exzentriker, wenn dieser Außergewöhnliches, Exzellentes, Überragendes für seine Mannschaft leistet. So werden Typen wie Christiano Ronaldo, Diego Maradona, Zlatan Ibrahimovic geduldet und von außen bewundert. Ihr Status ist jedoch eng mit ihrer Leistung verknüpft, ein unbequemer Spieler auf dem Niveau eines Jermaine Jones bekam überall Probleme und scheiterte.

Sie achten nicht auf Ihre Mitmenschen und im Zweifel verachten Sie sie. Wie die Leute in ihrem Viertel, die nicht mehr wählen gehen. Sie kommen nicht auf den Gedanken, deren Entscheidungen zu respektieren. Und das stand Ihnen mit Sicherheit auch beruflich im Weg. Ein Unternehmen ist keine demokratische Veranstaltung. In einem funktionierenden Team diskutiert man offen und hört jemanden zu seinem Fachgebiet. Aber am Ende muss einer entscheiden und die Entscheidung wird nicht allein nach sachlichen, sondern auch politischen Erwägungen getroffen. Nach Imagegründen usw. Diese Entscheidung trifft am Ende der, welcher auch mit seinem Job haftet. Ein gutes Team akzeptiert diese Entscheidungsbildung und trägt Lösungen mit, die manchmal nicht die eigenen sind. Sind Sie ein solcher Teamspieler?

Zu meiner Studienzeit galt die Regel, dass ein Uniabsolvent erst nach 1-2 Jahren für ein Unternehmen profitabel wird. Was ist das für eine Arbeit, wo jemand nach wenigen Wochen so eingearbeitet ist, dass er einen alten Hasen ersetzen kann? Offensichtlich keine Tätigkeit, wofür es sich lohnt, ein überdurchschnittliches Gehalt zu zahlen. Wir zahlen alle nur außergewöhnlich für Besonderes. Wer heute hohe Einkommen bezieht, ist nicht einfach ersetzbar, schon gar nicht durch einen Theoretiker von der Uni. Denn Engagement ist ohnehin die Mindestvoraussetzung, ohne die man heute keinen Job mehr antreten kann.

Stimmt, bei der Personalauswahl, kann man sich eigentlich keine Fehler erlauben. Leider passieren sehr viele. Der Schaden ist jeweils immens: Teamstrukturen werden zerstört, wenn man einen Exzentriker reinpackt. Erbringt ein Neuer keine Leistung, muss nachjustiert werden. Haben Sie eine Ahnung, was ein Bewerbungsprozess kostet? Die Stellenanzeigen, das Sieben, die Arbeitszeit der Verantwortlichen, die Vorauszahlungen? Nochmal die Frage: Warum sollte man sich auf jemanden so Unbequemen wie Sie einlassen, ohne dass sofort seine außerordentlichen Fähigkeiten erkennbar wären? Was sagt das über Sie, wenn Sie sich das sogar im Zeugnis bestätigen lassen?

Sie müssen mit Ihren Mitmenschen auskommen können. Sonst werden Sie höchst selten eine gute Arbeitsleistung abliefern können. Sie meinen, sich nicht unter Wert verkaufen zu müssen und dennoch verkaufen Sie sich derzeit für 0 und lassen sich von Ihren Mitmenschen finanziell aushalten. Ist das so ehrbar?

Zur Entwicklung der Arbeitswelt sei Ihnen noch der Leitkommentar des dieswöchentlichen britischen Economist empfohlen
Why be worried? It is partly just a matter of history repeating itself. In the early part of the Industrial Revolution the rewards of increasing productivity went disproportionately to capital; later on, labour reaped most of the benefits. The pattern today is similar. The prosperity unleashed by the digital revolution has gone overwhelmingly to the owners of capital and the highest-skilled workers. Over the past three decades, labour’s share of output has shrunk globally from 64% to 59%. Meanwhile, the share of income going to the top 1% in America has risen from around 9% in the 1970s to 22% today. Unemployment is at alarming levels in much of the rich world, and not just for cyclical reasons. In 2000, 65% of working-age Americans were in work; since then the proportion has fallen, during good years as well as bad, to the current level of 59%. (..) One recent study by academics at Oxford University suggests that 47% of today’s jobs could be automated in the next two decades.

P.S.: Der Grand Canyon und der Uluru (Ayers Rock) sind wirklich imposante Naturphänomene. Ob man von ihrem Anblick jedoch ein Leben lang zehren kann?

55) Erwin Gabriel, Dienstag, 21. Januar 2014, 15:57 Uhr

@ Peter Christian Nowak

Wenn Sie Herrn P. mit seinem Nachnahmen anreden, wirkt das auf mich immer wie “ich hab die Diskussion verloren, also ärgere ich ihn anders”.

Bleiben Sie souverän, und bleiben Sie bei “Stefan P.” statt sich ständig als beleidigte Leberwurst aufzuführen. Es würde der Wahrnehmung Ihrer Person als ernsthafter Diskutant nicht schaden.

es grüßt

E.G.

56) Erwin Gabriel, Dienstag, 21. Januar 2014, 17:20 Uhr

38) karel, Freitag, 17. Januar 2014, 23:21 Uhr

Ich bin grundsätzlich gegen den Atomstrom, weil die Abfälle dieser Technik für Zehntausende bis einige Millionen Jahre tödliche Folgen haben können. Ob Sie meine Meinung oder eine andere vertreten, spielt hier aber keine Rolle.

Ein Ausstieg aus dieser Technik, wenn man sie denn schon hat, muss technisch und ökonomisch technisch und ökonomisch sinnvoll erfolgen. Der Ausstieg unter Schröder/Trittin war langfristig ausgelegt. Der jetzige Atomausstieg ist im Vergleich zum ersten extrem kurzfristig, planerisch nicht vorbereitet etc. – da fehlen einfach ein paar Jahre kontinuierliche Arbeit.

Und heute: Neuwertige Reaktorstäbe verrauchen sinnlos in Abklingbecken, statt Strom zu erzeugen; der in den letzten Jahren von Merkel gepushte Öko-Strom wird gesponsert, bis der Arzt kommt; zu den Stromtrassen stehen nach zwei Jahren nicht mal einfachste Planungen; weder Angela Merkel (“Chefsache”) noch Norbert Röttgen noch Peter Altmaier haben außer Sabbeln irgend etwas vorangebracht, und ein Sigmar Gabriel hat sich schon bei seinem ersten Einsatz als Umweltminister eher durch großspurige Reden als durch Handeln “bewiesen” – wir wissen beide, dass er sich da nicht großartig geändert hat.

Das ist bislang von vorne bis hinten Pfusch. Hätte den eine Regierung Schröder abgeliefert, würden Sie meine Meinung teilen. Sie sollten schauen, ob es gut oder schlecht gemacht ist, nicht nach rot oder schwarz.

57) Peter Christian Nowak, Dienstag, 21. Januar 2014, 19:46 Uhr

53) m.spreng,
Ich respektiere gerne Ihren Wunsch persönliche Angriffe zu unterlassen.

Ich wollte lediglich beweisen, dass objektiv logische Argumente bei bestimmten und selten unangenehm auffallenden Menschen keine bis wenig Überzeugungskraft entfalten können – als Hinweis für die übrigen Forumsteilnehmer.

Ich gehe davon aus, dass der oder die eine oder andere aufgrund der deutlichen „Ausrufungszeichen“ – nun erleichtert weil aufgeklärt – gerne den „Nichtangriffspakt auf die Person“ befolgen werden.

58) Rainer N., Dienstag, 21. Januar 2014, 22:17 Uhr

Es besteht ein RECHTSANSPRUCH auf ein Existenzminimum. Die Höhe dieses Betrages ist auf jeden Fall höher als der Betrag der als Grundsicherung im Alter oder als LG-2 festgelegt wurde.

Da es bei der Gründung der Bundesrepublik keine Einigung gab, ein Recht auf Arbeit in das Grundgesetz aufzunehmen, aber die Erfahrung der Weimarer Republik die Gefahren verdeutlicht hat, was geschehen kann, wurden die sozialen Absicherungen geschaffen.

Wenn die Arbeitgeber nicht bereit sind für eine anständige Arbeit eine anständige Bezahlung zu bieten, ist es nicht die Schuld der Erwerbslosen wenn sie sich nicht auf solche Ausbeuter einlassen.

Leider wehren sich zu wenig Menschen gegen Unrecht. Gandhi hat da einmal ein gutes Beispiel “gegeben” – er forderte die Inder auf, einen Tag des Fasten und Betens einzulegen, denn streiken durften die auch nicht – also Generalstreik. Das wirkte!

Deswegen wäre auch einmal in der Bundesrepublik am besten sogar eine Woche des “Fasten und Beten” angebracht, von den abhängig Beschäftigten!

http://www.textlog.de/tucholsky-buergerliche.html

Das ist der Pfennig. Aber wo ist die Mark?

85 Personen besitzen ein so hohes Vermögen wie die Hälfte der Weltbevölkerung zusammen!

Schon einmal überlegt wie ungerecht das ist? Sie vermutlich nicht, ich schon.

Und Sie sollten wirklich einmal Henry David Thoreau lesen – Über die PFLICHT zum Ungehorsam … wenn ungerechte Gesetze gelten.

Ich könnte auch schreiben . Sie wünschen sich wohl eher Menschen wie “Onkel Tom”.

Zur Arbeitsleistung – ich habe als Praktikant in einem Rechenzentrum zwei Anwendungen erstellt – plus Schulung der Mitarbeiter, plus Handbuch und Dokumentation. Ein sehr gutes Zeugnis bekommen, aber keine Einstellung. Intern wurde in der Zwischenzeit ein Mitarbeiter für genau die Position ausgebildet, da der Arbeitgeber die Nützlichkeit dieser Position erkannt hatte. Als Belohnung habe ich damals die letzte Woche des Praktikums als “Sonderurlaub” bekommen, die Arbeit war ja getan. Wenn der Arbeitgeber eine Softwarefirma beauftragt hätte, eine entsprechende Berechnung hatte ich bei den Unterlagen der Vorgaben gefunden, wäre ein 2-stelliger Tausenderbetrag notwendig gewesen.

Ich habe nichts gekostet, denn in der Zeit habe ich weiterhin “Sozialleistung” bezogen. Also ich habe durchaus meine Leistungsfähigkeit bewiesen – wenn ich trotzdem nicht eingestellt werde liegt es nicht an mir. Deswegen habe ich auch kein Problem damit, dass nun Menschen wie SIE den “Unterhalt” für mich tragen müssen. das freut mich sogar ein wenig.

Und zum Uluru, ich bevorzuge die Bezeichnung der Ureinwohner, ich würde den nicht betreten wollen, sondern nur aus angemessener Entfernung betrachten – am liebsten einen ganzen Tag den Farbwechsel beobachten und dieses Bild in mich aufnehmen. Mein größter Wunschtraum ist noch ungewöhnlicher. Ich möchte gerne einmal die Vollerde vom Mond aus betrachten. Schade – DAS wird nie geschehen können. Jeder Mensch müsste einmal “zum Mond geschossen” werden um von dort zwangsweise die Erde zu betrachten, um zu erkennen, wir haben nur diese eine Erde auf der wir alle leben müssen. Und vom Mond aus sind keine Grenzen zu sehen! Grenzen wurden von Menschen geschaffen – wer andere “ausgrenzt”, sperrt sich selber ein – hab ich schon mal geschrieben.

Und das ich froh bin, über die “Gnade der späten UND frühen Geburt”. Der späten, um nicht Schuld an Verbrechen zu tragen, der frühen, um wenigstens den größten Teil meines Lebens in Frieden gelebt zu haben. Und dann fällt mit immer Schillers Tell-Spruch ein – “die Milch der frommen Denkungsart hast du (habt ihr) mir vergiftet Landvogt (Berufspolitiker und Arbeitgeber).

1975 – Bremen – George Tabori – Siegmunds Freunde – war mir der Spruch noch ein Rätsel – später wurde er mir ein Motto.

Ich bin, was ich bin und kann mich von dem, was ich bin nicht unterscheiden. Ich bin nicht auf dieser Welt um dir zu gefallen, du bist nicht auf dieser Welt um meinen Vorstellungen gerecht zu werden …

Anfangs glaubte ich Sie seien ein “advocatus diaboli” ich habe mich wohl sehr geirrt. Sie meinen es so wie sie schreiben, davon gehe ich inzwischen aus, Sie tun mir leid. Menschlichkeit, humanitas, erkenne ich bei Ihnen nicht, Aber das ist alleine IHR Problem, nicht meines. Auch nicht das von (@51 + @52)

59) karel, Dienstag, 21. Januar 2014, 23:04 Uhr

47) Rainer N.
Ich habe Ihrem Mainstream-Klischee „Bimbeskanzler“ nur mein Klischee „Kniefallkanzler“ gegenübergestellt.
Gerade Ihr Wiki-Link weist doch darauf hin, dass die Herren Brandt und Schmidt die „Türöffner“ zur Massenarbeitslosigkeit waren. Und der weitere Verlauf untermauert eher meine gemachten Angaben, weniger Ihre. Gerade Ihre „DDR-Interpretation“ offenbart Ihre Unkenntnis über die Wirklichkeit.
Von 1990 bis 1995 war ich beruflich dort tätig. In dem übernommenen „Kombinat“ waren 1990 ca. 2000 Mitarbeiter beschäftigt, von denen dann 1500 aus der „Anwesenheitsfunktion“ entlassen werden mussten. Den verbliebenen 500 wurde eine über Jahrzehnte sichere, zukunftsfeste Beschäftigung nach den Kriterien des freien Wettbewerbs geschaffen. Und dies betraf in ähnlicher Form die gesamte ehemalige “DDR”. Selbst der “DDR”-Staatsdienst wurde von einst über 2 Mio im Laufe der Zeit auf weit unter 1 Mio “entschlackt”. Ein Kanzler Kohl “erbte” nur dieses Desaster.

Abschließend noch eine Anmerkung zum „Kniefall-Kanzler“,
eine Bezeichnung, die ich erstmals überhaupt, und hier im Forum auch nur Ihnen gegenüber, als „Gegenpool“ zum „Bimbeskanzler“ benutzte.
Nicht ich habe die Formulierung „Der Herr badet gern lau“ begründet.
Sie hat meine damalige Einschätzung nur bestätigt.

60) Rainer N., Mittwoch, 22. Januar 2014, 10:56 Uhr

@ karel

OK, wenn es Ihnen besser gefällt kann ich in Zukunft sagen:

“der bestechliche Bundeskanzler Kohl der sein Ehrenwort über die Gesetze stellte”

61) StefanP, Mittwoch, 22. Januar 2014, 13:48 Uhr

@58) Rainer N.

Es besteht ein Rechtsanspruch…
Wenn die Arbeitgeber nicht bereit sind …
Schon einmal überlegt wie ungerecht das ist?
Deswegen habe ich auch kein Problem damit, dass nun Menschen wie Sie den “Unterhalt” für mich tragen müssen …
… ich froh bin, über die “Gnade der späten und frühen Geburt”.
Ich bin nicht auf dieser Welt um dir zu gefallen …

Merken Sie etwas? Ihre Worte triefen vor Anspruchsdenken an andere, Selbstgewissheit und Passivität. Sie berufen sich auf Jesus und Ghandi (kleiner geht es wohl nicht), verstehen jedoch nicht, dass diese Personen immer die Selbstbestimmung des Menschen im Blick hatten. Während für Sie erst die Gesellschaft liefern muss, sah Jesus bei Ihnen die Verpflichtung, sich nach Ihren Möglichkeiten einzubringen. Was mir an dieser Stelle gerade auffällt: Sie benutzen gar nicht Inline-Elemente, um Ihre Texte leserlicher zu machen. Für einen ITler eher ungewöhnlich.

Sie beklagen, dass ein Arbeitgeber Sie als Praktikant beschäftigt habe, um ein Programm zu entwickeln im Wert eines fünfstelligen Betrages. Wenn Sie so etwas können … warum bieten Sie sich nicht auf eigenes Risiko als Berater an und entwickeln so etwas auf eigene Rechnung statt auf eine Festanstellung zu hoffen?

Und das ist das Problem Ihrer Mitmenschen mit Ihnen: Sie formulieren stets, was andere tun müssen, denn Sie sind natürlich für nichts verantwortlich. Arbeitgeber, Ihre Ex-Frau, Ihre Kinder, der Staat, die Gesellschaft müssen liefern. So ist’s in Ordnung. Eigentlich schade, denn Sie können sicherlich etwas, was nützlich und wertvoll wäre. Leider stehen Sie sich selber im Weg.

Du kannst niemanden verändern, nur dich selbst und das von der Sekunde an, in der du dich dazu entscheidest.

P.S.: Jeden Tag wandern hunderte Menschen auf den Ayers Rock. Da fällt es nicht auf ob an einem Tag ein Rainer N. aus Respekt vor dem Glauben der Ur-Einwohner dies nicht tut. Auch dies ist übrigens eine Einstellung, ausschließlich zum Selbstgefallen. Und hätten Sie die Gelegenheit, Australien näher kennenzulernen, so würde dies sicher auch Ihr Bild über die Aborigines als benachteiligte Gruppe der Gesellschaft etwas revidieren.

62) Rainer N., Mittwoch, 22. Januar 2014, 16:36 Uhr

Ja, ich stelle Ansprüche an die Gesellschaft, die mir Rechtlich zustehen. Dafür setze ich mich ein, dass auch anderen Menschen diese Ansprüche gewährt werden.

Eben – ein Arbeitseinkommen, mit dem ein selbstbestimmtes Leben möglich ist. Eine soziale Absicherung für das Alter und für Erwerbslosigkeit. Keine Almosen von “StefanP´s Gnaden”.

Ich denke der Film

http://www.urlaubsspass.de/film/longwalkhome/longwalkhome.htm

wäre eine gute Quelle für Sie einmal die Folgen der Politik gegen die Ureinwohner zu betrachten. Aber da Sie ja kein Anzeichen von sozialer Verantwortung zeigen …

Auch wenn JETZT nicht mehr solche Zustände herrschen – und wenn Sie nichts dagegen haben dass Menschen einfach auf den heiligen Berg der Aborigines wandern, machen Sie doch einen Versuch einmal zur Hadsch in Saudi Arabien – nicht verkleidet als gläubiger Muslim, sondern als fotografierender und herumlatschender Tourist … typisch “Deutsch”, Sandalen und Shorts und vielleicht noch oben ohne.

R E S P E C T – sang einst

http://www.youtube.com/watch?v=_DZ3_obMXwU

So sollten die Menschen eben auch die heiligen Stätte der Aborigines RESPEKTIEREN und da nicht drauf herumlatschen. Ein Bekannter, ein Nachbar, fährt jedes Jahr nach Australien für mehrere Wochen und der arbeitet dann dort auf einer Farm – sein Ziel, eines Tages nach Australien auswandern. Er hat mir schon erklärt, ich wäre sicher enttäuscht über die Zustände am Uluru wegen dieser Touristen. Er hat mir auch so einige Fotos davon gezeigt. Traurig. Da habe ich genug aus Gesprächen mit ihm erfahren, auch wenn ich selber noch nicht dort war. Das hat mich aber nur in meiner Einstellung bestärkt, den Berg nur zu betrachten. Eben aus RESPEKT. Ich latsche auch nicht in Gotteshäuser anderer Religionen um die zu begaffen.

Ich verlange nicht das andere Menschen etwas tun müssen – was ich will. Nein, ich erwarte nur, dass andere Menschen sich an die geltenden Rechte halten. Dazu zählen auch die Menschenrechte, neben dem Grundgesetz.

Das es SIE stört, dass eine soziale Absicherung Grundgesetzlich geregelt ist, wundert mich nicht. Das SIE die Verantwortung für asoziales Verhalten der Arbeitgeber den Erwerbslosen in die Schuhe schieben wollen wundert mich auch nicht. Wie schon geschrieben, die Schuhe die SIE mir da hinstellen, die ziehe ich mir nicht an.

Und das SIE in keiner Weise auf die Kritik Blüms an der Rentenmethode eingehen wundert mich auch nicht. Auch auf die Tafel-Kritik gehen SIE nicht ein. SIE sind eben ein Ignorant der asozialen Zustände. Ich übe da lieber weiterhin meine ehrenamtliche Tätigkeit aus, die sozial orientiert ist. Aber nicht bei einer Tafel. Das ist asozial, was dort gemacht wird.

Gib einen Menschen einen Fisch, und du ernährst ihn einen Tag – lehre den Menschen zu fischen …

Die Tafel gibt immer und immer wieder Lebensmittel aus – sie sollte die Bedürftigen unterstützen ihr Recht zu bekommen, ein Existenzminimum das eine Ernährung ohne Lebensmittelspenden ermöglicht. So werden Menschen in Abhängigkeit gehalten. “Marienthaler” oder “Onkel-Tom-Typen”. Lethargisch, keine Perspektive, TV-glotzen, Dank der “geistig moralischen Wende” des bestechlichen Bundeskanzler Kohls der sein Ehrenwort über die Gesetze stellte, hin zum Egoismus.

Dort sind SIE angekommen. Ich hatte das Glück vor dieser Wende meine Reife erlangt zu haben, mit Lehrern, denen es noch eine Berufung war, nicht nur ein Beruf.

Wie ich schon schrieb, SIE tun mir Leid, Ebenezer Scrooge, alias StefanP.!

63) Peter Christian Nowak, Mittwoch, 22. Januar 2014, 20:20 Uhr

@50 Rainer N.

Sie schrieben: (…)Zu den “erfolglosen Bewerbungen”, es gibt Jahr für Jahr “preiswerte” Studienabgänger, die dann auf dem neuesten Stand der Kenntnisse (Informatik) sind, da bin ich als “Wegrationalisierter” uninteressant.(…)

Das genau ist das Problem. Ich weiß nicht, wie lange Sie schon arbeitslos sind. In den MINT-Fächern genügt da schon ein Jahr, um bei den Arbeitgebern schon als “friktioneller” Arbeitssuchender zu gelten.

In den technischen Berufen ist der sich schnell entwickelnde Fortschritt für MINT-Arbeitslose ein Problem, weil sich infolge dessen schnell Friktionsspuren im Kenntnisstand zeigen, die aber leicht durch Weiterbildungsmaßnahmen seitens z.B.der BA zu beseitigen sind.
Hier fängt das Problem bei den Weiterbildungsmaßnahmen an, unabhängig davon, dass auch die überschrittene 40 (je nach dem, wie das Angebot Arbeitssuchender ist) allein schon zum Problem wird.
Aber die Unternehmen beginnen derzeit umzudenken, was den “Jugendwahn” betrifft.

Aber wie gesagt, das Problem ist, dass die Arbeitsagenturen unterschiedlich entscheiden, wenn es um gezielte, dem Berufsprofil angepasste Weiterbildungsangebote geht.

Hier sollten Sie nicht locker lassen, so schwer das auch manchmal ist!

Denn so weit ich weiß, greifen auch hier Sparmaßnahmen, die ich gegenüber den Betroffenen für verantwortungslos halte.

Gleichzeitig aber wird für Arbeitskräfte mit MINT-Abschlüssen im EU-Ausland geworben. Das kann man sich eigentlich nur aus der Perspektive der Europa-Ideologen erklären, die die internationale Vermischung Arbeitssuchender als wesentlichen Teil der Integrationsleistung Europas sehen.

64) Rainer N., Donnerstag, 23. Januar 2014, 12:46 Uhr

@ 63 P. C. N.

Ich wollte eine Qualifizierung, aber die ist dann gescheitert.

Der Test, der unter Zeitdruck ablief, wurde dann von einer “Hilfskraft” ausgewertet. Also “Musterantworten” wurden mit den Antworten verglichen. Da war mein Ergebnis nicht so toll.

Da ich aber davon überzeugt war, keine Frage falsch beantwortet zu haben – eingebildet bin ich überhaupt nicht 😉 – wollte ich die “richtigen Antworten” wissen. Dabei hat dann der Leiter meinen Bogen noch einmal durchgesehen und meine Antworten waren richtig, ich hatte nur andere Lösungswege gefunden.

Er meinte dann, ich sei durchaus geeignet für den Kurs – aber ich sei schwer zu vermitteln, denn er muss eine Quote erfüllen, da würde er sich die leichter zu vermittelnden Kandidaten aussuchen.

Wenn er nicht genug findet, dann nimmt er mich mit in den Kurs – hat leider nicht geklappt.

Und die ARGE – die hat das dann als Grund genommen – nichts mehr zu machen – ich solle auf meine Rente warten.

65) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 23. Januar 2014, 18:28 Uhr

61) StefanP: ^^Du kannst niemanden verändern, nur dich selbst und das von der Sekunde an, in der du dich dazu entscheidest.^^

Das haben Sie auch dringend nötig, StefanP.!

Und dazu brauchen Sie kein…http://www.mmk-aurum.de/Personal_Business_Coaching.html
sondern nur ein wenig gesunden Menschenverstand.
Viel Spaß dabei!

66) Erwin Gabriel, Samstag, 25. Januar 2014, 03:07 Uhr

@ 60) Rainer N., Mittwoch, 22. Januar 2014, 10:56 Uhr

>> “der bestechliche Bundeskanzler Kohl der sein Ehrenwort
>> über die Gesetze stellte”

Ja, Kohl hat gelogen, schwarze Kassen geführt, sein Ehrenwort über die Gesetze gestellt etc.

Er hat uns auch die Einheit gebracht. Auch das werde ich nie vergessen.

67) Rainer N., Sonntag, 26. Januar 2014, 21:09 Uhr

@ 66 Herr Gabriel

Einheit? Wovon träumen Sie Nachts?

Bis Heute ist die Einheit NICHT hergestellt. Artikel 3 Grundgesetz!

Blühende Landschaften?

Also echt – Scheuklappen ablegen!

Noch eines – der Zweck heiligt NICHT die Mittel.

68) karel, Sonntag, 26. Januar 2014, 23:02 Uhr

66) Erwin Gabriel

Respekt zur eigenen Meinung, nicht der “Mainstream-Meinung”.
Auch ein SPD-Schatzmeister offenbarte nicht die Spender der 6 Mio.
Was offenbar niemanden störte. Am wenigsten wohl Rainer N.

Meine Lebenserfahrung:
Die wenigen Fehler der Konservativen sind allseits bekannt.
Die grandiosen Fehler der Linken eher unbekannt.
Die schwachen Leistungen der Linken, bejubelt, beklatscht.
Die großen Leistungen der Konservativen, eher “abgewatscht”.

69) Erika, Dienstag, 28. Januar 2014, 09:16 Uhr

@68) karel, Sonntag, 26. Januar 2014, 23:02 Uhr

Könnten wir uns darauf einigen, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem Funktionär innerhalb einer Partei und dem Kanzler der Bundesrepublik Deutschland?

Um Ihrer Lebenserfahrung etwas praktisches entgegenzusetzen ein Beispiel aus meiner heutigen Tageszeitung:

Überschrift: “Mutig und kühn wie Merkel und Kohl”

Darunter ein Bild das eine freundlich lächelnde Merkel neben einem steinernen Pferd zeigt.

“Pferde gelten als selbstbewusst, unabhängig und loyal. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) wurde im Jahr des Pferdes 1954 geboren. Und in ihren Forderungen nach Sparsamkeit in Europa und ihrem Kurs in der Euro-Krise sieht Raymond Lo -< bekannter hongkonger Wahrsager<- typische Pferdeeigenschaften"

Das Jahr des Pferdes in China wird mal ganz schnell zur Propaganda für Frau Merkel benutzt. Kritische Auseinandersetzung mit Frau Merkel findet hingegen in meiner Zeitung so gut wie nie statt.

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