- SPRENGSATZ _Das Politik-Blog aus Berlin - http://www.sprengsatz.de -

Putins letzte Verbündeten

Die entlarvendste Meldung des Tages steht heute versteckt auf Seite 2 der FAZ. Unter der Überschrift „Die Sache mit dem Vakuum – Neue Achse Putin – FPÖ“  berichtet die Zeitung über die Einladung einer von Wladimir Putin kontrollierten Organisation an europäische rechtsradikale Parteien, das Referendum auf der Krim zu beobachten.

Derselbe Putin, der behauptet, er müsse die Russen auf der Krim vor den Faschisten in Kiew schützen, sucht seine letzten Verbündeten ausgerechnet bei den Rechtsradikalen. Sie sollen dem Referendum demokratische Legitimation verleihen, während die tatsächlich unabhängigen Beobachter der OSZE mit Schüssen verjagt wurden.

Einlader ist die angebliche NGO „Eurasien Observatory for Democrazy and Election (EODE)“, wie österreichische Blätter berichten.  Zugesagt haben zwei Abgeordnete der FPÖ, die französischen Rechtsradikalen der „Front National“ überlegen noch.

Dafür hat der österreichische FPÖ-Mann Johannes Hübner schon vor Abreise bewiesen, dass ihm Putin vertrauen kann. Er sagte, das politische Vakuum auf dem Krim müsse beendet werden. Dazu müsse „zuerst der Wunsch der Bevölkerung gehört werden“. Man könne doch nicht glauben, die Abstimmung laufe nach der Devise ab:“Nur weil die Russen da sind, wähle ich die Russen“.

Hübner und sein Kollege Johannes Gudenus war übrigens auch schon Gäste des tschetschenischen Schlächters Ramsan Kadyrow, ein Machthaber von Putins Gnaden.

Wie schrieb der französische Schriftsteller Jean de la Bruyère (1645 bis 1676)?  „Les extremes se touchent“. Die äußersten Extreme berühren sich.

Hinweis: Ich musste leider wieder einige gute Kommentare in den Papierkorb legen, weil sie weder unter Klarnamen noch unter einem Pseudonym geschrieben wurden, dessen Klarname bei mir per Kontaktformular hinterlegt ist. Bitte nachholen, damit ich die Kommentare frei geben kann.