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Samstag, 19. April 2014, 14:13 Uhr

Keine Wiederauferstehung für die SPD

Es ist Ostern, sieben Monate nach der verheerendenWahlniederlage der SPD, aber für die Partei gibt es immer noch keine Wiederaufstehung. Sie ackert und rackert, legt einen Gesetzentwurf nach dem anderen vor, kaum ein Tag vergeht ohne Pressekonferenz eines SPD-Ministers. Aber in den Umfragen tut sich nichts.

Die SPD bleibt festgemauert in ihrem 25 bis 26 Prozent-Turm – und das, obwohl die CDU bisher kaum sichtbar wurde. Ihre Minister glänzen – bis auf den Gesundheitsminster – durch mediale Abwesenheit oder verirren sich wie Frau von der Leyen im Dschungel internationaler Militäreinsätze.

Noch abwesender ist die CSU und nicht nur der Koalitionspartner wartet mit Häme darauf, dass Alexander Dobrindt mit der PKW-Maut scheitert.

Warum hat sich die ganze Rackerei bisher für die SPD nicht gelohnt? Die Antwort ist einfach: Die SPD hat bisher nur die sozialpolitischen  Wahlversprechen eingelöst, für die sie 25,7 Prozent bekommen hatte.

Sie arbeitet ihre Wahlniederlage nach und stärkt lediglich ihre ohnehin immer zugestandene Sozialkompetenz. Darüber hinaus bewegt sich nichts. Auch die doppelte Staatsbürgerschaft wird – wenn überhaupt – nur auf die ebenfalls immer zugestandene gesellschaftspolitische Kompetenz eiinzahlen.

Woher sollen also zusätzliche Stimmen kommen? Wenn die SPD so weiter macht, wird sie ihren 25,7-Prozent-Turm nicht verlassen. Und in wenigen Monaten wird auch das Anfangsfeuerwerk verglüht sein und der graue Alltag regieren. Und das kann Angela Merkel besser.

Die Frage, ob die SPD eine Wiederauferstehung erlebt, hängt von zwei entscheidenden Faktoren ab:

1. die SPD muss Wirtschafts- und Finanzkompetenz beweisen.

2. die Wähler müssen Merkel-müde werden.

Beides ist bisher nicht in Sicht. Eine wichtige für Bewährungsprobe für die SPD ist die Energiewende. Gelingt es Sigmar Gabriel, sowohl Verbraucher als auch Industrie zufriedenzustellen, dann könnten er und die SPD an Kompetenz gewinnen. Aber das ist die Quadratur des Zirkels, die wahrscheinlich jeden Politiker überfordern würde.

Die SPD tröstet sich jetzt damit, dass ihr die Meinungsforscher deutlich mehr Zukunftskompetenz zuschreiben als der CDU/CSU. Stimmt, aber das ist ein nebulöser Begriff. Er könnte nur mit neuen überzeugenden Initiativen zur Bildungs-, Forschungs- und Familienpolitik gefüllt werden.

Und die SPD hofft, dass ihr ehemalige SPD-Wähler bei der Europawahl mal wieder testhalber die Stimme geben. Weil es ja nicht um viel geht. Und weil man – zumindest ein bisschen – zum ersten Mal einen Deutschen zum EU-Kommissionspräsidenten wählen kann.

Aber das ist eine vage Hoffnung, insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass bei der Europa-Wahl das Wählerpotential der vorausgegangenen Bundestagswahl in der Regel nur zu einem Drittel ausgeschöpft werden kann.

Und bei internationalen Krisen, wie jetzt die Ukraine-Krise, scharen sich die Wähler um die Kanzlerin, nicht um den SPD-Außenminister. Da kann er noch so viel reisen und noch so oft den Dialog anmahnen.

Also keine Wiederauferstehung der SPD  in Sicht. Aber bis zur Bundestagswahl ist ja noch dreimal Ostern

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

34 Kommentare

1) Wolfgang Wabersky, Samstag, 19. April 2014, 17:45 Uhr

Ohne Rückbesinnung auf ureigenste sozialdemokratische Werte kann es keine Wiederauferstehung der SPD geben!
Sie haben Recht, Herr Spreng. Als Koalitions- und Regierungsmitglied kann die SPD nicht die notwendige Wirtschafts- und Finanzkompetenz beweisen; dafür wird letztlich Frau Merkel schon sorgen.
Kein Wähler hat letztlich nur annähernd bekommen, was ihm vor der BT-Wahl versprochen war. Die SPD-Wähler sind am schlimmsten betrogen worden, denn sie wurden mit einem Politikwechsel geködert, also einer völlig anderen Politik als der von Merkel. SPD-Wähler hofften somit auf eine Politik für mehr soziale Gerechtigkeit und Steuergerechtigkeit. Sie durften darauf hoffen, dass etwas gegen die prekären Arbeitsverhältnisse, ungerechten Werksverträge und etwas für die Leiharbeiter getan würde. Für ein paar Pöstchen hat die SPD-Spitze ihre Ideale verraten, indem sie ohne Not den Steigbügelhalter für Merkel gemacht hat. Merkel scheute eine Minderheitsregierung wie der Teufel das Weihwasser, weil sie dann ganz schnell entzaubert worden wäre. Nicht von ungefähr ließ sich auch eine siegreiche CDU das Programm von einer deutlich unterlegenen SPD diktieren. Auch hätte der SPD zu denken geben müssen, dass Merkel in ihrer Partei eine 100-prozentige Zustimmung für den Koalitionsvertrag einfahren konnte, obwohl Gabriel diesem eine klare SPD-Prägung attestierte!
Merkel lässt die SPD vorerst machen, um dann im richtigen Augenblick mit ihrer Richtlinienkompetenz etwaige Erfolge an sich zu reißen. Für mich wäre es ein politisches Wunder, wenn die SPD bei der nächsten BT-Wahl nicht ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten einfährt.

2) Sandro Serafin, Samstag, 19. April 2014, 19:10 Uhr

Bis zur Bundestagswahl ist noch 3-mal Ostern, bis zur Europwahl aber nicht mehr. Allerdings, das gebe ich zu, ist das nochmal etwas anderes… Trotzdem auch dazu ein Blogeintrag: http://hauptstadtaktuell.wordpress.com/2014/04/11/die-spd-regiert-das-land-kommt-voran-die-wahler-gehen-verloren/

3) Johannes Lamp, Samstag, 19. April 2014, 21:46 Uhr

Ich prophezeie, lieber Spreng, bei der Europawahl eine Beteiligung von unter 40 %.
Das Ergebnis wird keinerlei Aussagekraft über die politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik haben. Soviel Ostern, dass sich die Sozialdemokratie wieder erholt, gibt es für lange Zeit nicht!
Wer seine Stammwähler mit Spitzenpersonal, wie Clement, Riester, Beck, Wowereit und nicht zu vergessen Putin-Fan Schröder, so in den Hintern tritt, darf sich nicht wundern…

4) m.spreng, Sonntag, 20. April 2014, 09:10 Uhr

@ 3) Johannes Lamp

Ich glaube, die Wahlbeteiligung wird höher sein, weil am selben Tag in acht Ländern Kommunalwahlen sind.

5) Gregor Keuschnig, Sonntag, 20. April 2014, 11:04 Uhr

Sie übersehen, dass die SPD keine Volkspartei mehr im klassischen Sinne ist und auch nie mehr werden wird. Sie ist eine Klientelpartei geworden – dafür ist ihr Zuspruch noch beachtlich gewesen. Mehr als diese 25% können und möchten sich nicht mehr von außen als sozial und ökonomisch depriviert einordnen lassen. Der Rest wählt dann lieber gleich die Linke (oder bleibt zu Hause).

Diese Entwicklung ist gefährlich, weil die CDU damit droht, zur Dauerkanzler-Partei zu werden; nur die Koalitionspartner werden dann je nach politischer Lage ausgesucht.

6) Peter Helmes, Sonntag, 20. April 2014, 11:14 Uhr

Lieber Herr Spreng, ich stimme Ihrer Wertung vollkommen zu. Danke für Ihre Analyse.

Ein kleiner, eher technischer Hinweis: Genau genommen war Walter Hallstein der erste EU-Kommissionspräsident, allerdings “alter Art”.

Liebe Grüße und frohe Ostern!
Peter Helmes

7) Erwin Gabriel, Sonntag, 20. April 2014, 13:05 Uhr

@ 1) Wolfgang Wabersky, Samstag, 19. April 2014, 17:45 Uhr

>> Die SPD-Wähler sind am schlimmsten betrogen worden,
>> denn sie wurden mit einem Politikwechsel geködert, also
>> einer völlig anderen Politik als der von Merkel.

So ganz kann ich diesem Aspekt Ihres Kommentars nicht folgen, denn wie Sie selbst schreiben, wird der Koalitionsvertrag maßgeblich von den Vorstellungen der SPD bestimmt. Was soll eine SPD tun, deren maßgeblichen Positionen, sowie sie einen gewissen Widerhall in der Bevölkerung finden, nach und nach von Frau Merkel aufgenommen und als eigene Politik ausgegeben werden?

Die Politik von Frau Merkel ist dermaßen sozialdemokratisch, dass die CDU (zum Leidwesen und zum Schaden von Mittelstand und Mittelschicht) inzwischen links von der SPD unter Gerhard Schröder steht. Die aufgebauschten Unterschiede zwischen beiden Parteien betreffen nur die Nachkomma-Stellen, in allen wichtigen Dingen vertritt man die gleichen Standpunkte.

Das führt dazu, dass sowohl die CDU als auch die SPD ihre Konturen verloren haben. Übrig bleibt Merkel gegen Gabriel. Ist wohl klar, wie das ausgehen wird, oder?

8) bnt, Sonntag, 20. April 2014, 13:13 Uhr

Ich finde, die SPD, bzw. die SPE sollte es endlich einmal hinkriegen, eine überzeugende Europapolitik aufzustellen und die dann auch entsprechend zu bewerben. Die plötzliche Präsenz von Martin Schulz ist ja schon mal ein Anfang, das erste politische Gesicht der europäischen Sozialdemokratie, aber für große Erfolge wird das wohl nicht reichen. Parteien wie die AFD und die Linke erhalten für ihre EU Politik nicht den großen Zulauf, weil die Menschen in Europa so national denken, sondern weil diese Parteien die einzigen sind, die überhaupt mal eine deutliche Europapolitik machen. Gerade die Parteien der Sozialistischen Internationale hätten hier eigentlich jede Menge Spielraum, aber irgendwie wird der sträflich verschenkt. Diese Progressive Allianz von Gabriel war ja auch scheinbar nur eine Eintagsfliege. In der Tat, so kommt man nicht über die 26% Prozent hinaus.

9) Jakobiner, Sonntag, 20. April 2014, 14:12 Uhr

Michael Speng schreibt:
“Die Frage, ob die SPD eine Wiederauferstehung erlebt, hängt von zwei entscheidenden Faktoren ab:

1. die SPD muss Wirtschafts- und Finanzkompetenz beweisen.

2. die Wähler müssen Merkel-müde werden.”

1) Wie soll denn das aussehen?Eine Agenda 2030 mit weiterem Sozialabbau, Deregulierung und Privatisierungen? Dann würden auch die 25% der Wähler eher wieder zur Linkspartei abwandern oder aber Nichtwählen.Ob andere Wähler von der CDU zur SPD wechseln wage ich mal zu bezweifeln, auch wenn der Seeheimer Kreis davon träumt.

2)Merkelmüdigkeit kann sich nur einstellen, wenn es zu einer formidablen Wirtschafts- oder Finanzkrise kommt, die den Eurorettungskurs als Desaster enlarvt.Davon wäre dann aber auch die SPD betroffen, hat sie sich doch Merkels Kurs “Scheitert der Euro,scheitert Europa”kritiklos angeschlossen.Und bei einem wirtschaftzlichen Abschwung würde die SPD über die GroKo auch mitverantwortlich gemacht.Mitgehangen, mitgefangen.Das wäre dann wahrscheinlich die Götterdämmerung für die AfD.

10) Michael A. Nueckel, Sonntag, 20. April 2014, 14:25 Uhr

Ich kann daraus keine besondere Schwäche der SPD ableiten – lt. Spiegel (und kurz zuvor Forsa im Auftrag des Sterns) “stehen die Umfragewerte aller Parteien seit Monaten still”. Diese Seitwärtsbewegung eignet sich schwerlich für eine isolierte Schelte an der SPD. Das ist alles eine Frage des Timings. Es hat schon glanzvolle Wiederauferstehungen zu unrechten Zeit gegeben. Wie war das mit den Grünen vor der Bundestagswahl 2013? Man kann auch zu früh wiederauferstehen.

11) Ernst Wilhelm, Sonntag, 20. April 2014, 18:05 Uhr

Es ist letztlich das Personal. Ob man es einem gefällt oder nicht, mit Angela Merkel können sich viele deutsche gefühlsmäßig identifizieren. Demgegenüber hat ein Sigmar Gabriel nun einmal nur das Charisma eines Jugendbetreuers (http://ernstwilhelm.wordpress.com/2009/10/01/mit-sigmar-im-falkencamp-oder-der-fuhrer-der-verlierer/) und Frank-Walter Steinmeier die Aura eines Gemeinschaftskundelehrers. Und über Andrea Nahles sage ich hier besser gar nichts.

12) Stephan Hauschke, Montag, 21. April 2014, 00:44 Uhr

Für mich ist neben dem miesen Abschneiden der SPD das größere Rätsel der Erfolg der Union. Charisma der Frontleute oder besondere Glaubwürdigkeit, können den Unterschied wohl nicht ausmachen. Offenbar wollen die Bürger der Union ihre bisweilen konturlose Geschmeidigkeit eher nachsehen als der Sozialdemokratie. Solange die SPD den politischen Kosmetiksalon nicht zugunsten des chirugischen Operationssaals aufgibt wird sie dümpeln. Auch Parteien sind nicht für die ehemalige Zukunft zuständig, wenn sie als Vergangenheit zurück liegt. Sie haben modern und möglichst effizient Zukunft an sich zu gestalten, grundlegend und in allen Politikfeldern, wenn es nötig ist. Hier hapert es doch sehr bei der SPD. Politikmuseum zum Wählen ist nicht attraktiv genug, wie es scheint.

13) Erika, Montag, 21. April 2014, 19:19 Uhr

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spd-in-der-grossen-koalition-die-verlierer-12902379-p2.html

Mal abwarten, aber vielleicht macht unsere “unabhängige” Presse gerade mal wieder eine Sonderaktion “SPD”.

Und unsere Kanzlerin (um die sich die Wähler scharen) macht SKI-Urlaub, kuriert Beckenbruch, lässt sich von Robotern Bonbons reichen, lächelt von Europaplakaten und erholt sich im Osterurlaub. Ach ja und Ihr Mann wurde am Samstag 65 hat irgendjemand etwas anderes im Zusammenhang mit Merkel gelesen?

14) karel, Montag, 21. April 2014, 22:06 Uhr

8) bnt

Beim Lesen des SPE-Programms hatte ich den Eindruck, als wäre es vom “Bimbes” abgeschrieben.

15) Otto Koslowski, Dienstag, 22. April 2014, 10:18 Uhr

Gut analysiert wie immer, Herr Spreng.

Bei ihrer Aufzählung der Punkte, die notwendig sind, dass die SPD wiederauferstehen kann, fehlt aber der wichtigste, nämlich:

3. die SPD benötigt dringend wieder glaubwürdige Politiker, deren sozialdemokratisches Engagement gut sichtbar ist und glaubwürdig.

Ein Sigmar Gabriel, eine Andrea Nahles und der ganze Rest der Regierungsmannschaft, wie sie noch alle heißen mögen, fällt jedenfalls nicht darunter.

Die SPD-Führungsspitze ist nach wie vor seltsam ihrer Basis entfremdet und solange die SPD die Hartz-Reformen (welche biblisch gesprochen der Sündefall der SPD ist) nach wie vor feiert und denen nicht kritisch gegenüber steht und diese als Fehler eingesteht, solange wird die SPD es beim Wähler schwer haben.

16) karel, Dienstag, 22. April 2014, 11:19 Uhr

13) Erika

Etwa 80 % der Bevölkerung sollen mit dem politischen und wirtschaftlichen Heute zufrieden sein.
Vielleicht ist nach den vielen “Katastrophen” und “Weltuntergängen” einfach nur das Bedürfnis nach “Harmonie” in.
Und Fr. Merkel “lächelt”.

17) kleinErna, Dienstag, 22. April 2014, 16:01 Uhr

Auf 11) Ernst Wilhelm muss ich einfach eingehen:
1) mit Angela Merkel können sich viele Deutsche gefühlsmäßig identifizieren? Wie das denn, sie hat weder Charisma, noch tut sie sichtbar etwas. Soll das heißen, dass alle Deutschen farblos und faul sind?
2) das Charisma Gabriels und die Aura Steinmeiers kann kaum geringer sein, als das/die der Kanzlerin, oder der meisten Unions-Minister. Immerhin aber tun sie etwas, im Gegensatz zu ihren Unions-Kollegen, von denen man bestenfalls, ganz im Gegensatz zu dem im Koalitionsvertrag Vereinbarten, nur lautes Veto der von den Sozialdemokraten erarbeiteten Gesetzesvorlagen, aber keine eigenen Arbeitsleistungen zu sehen bekommt.
Dass dennoch die SPD keine prozentuale Anerkennungs-Steigerung erfährt, liegt vielleicht auch daran, dass die Dinge alle Geld kosten, die derzeit von der SPD erarbeitet werden, und so wird’s von der Union auch immer hingestellt, nach der Devise “kaum sind sie dran, machen sie schon wieder Schulden.” Dass das aber ziemlich kleingeistig und zu kurz gedacht ist, sieht man ja an all den Entscheidungen, die der so massiv gescholtene Gerhard Schröder einst getroffen hat (weil Kohl sie 16 Jahre lang verschlafen hat,), keine davon hat die Union je widerrufen (angepasst ja). Die Einzige war die Atom-Laufzeit-Verkürzung und die wurde dann auch gleich zweimal zurückgenommen (so kann man auch Schein-Aktivitäten vorweisen).

18) wschira, Dienstag, 22. April 2014, 16:34 Uhr

@9) Jakobiner

Kann Ihnen nur zustimmen mit einer kleinen Ausnahme: Die AfD wird sich alles Andere wünschen als eine Götterdämmerung (für sich). In der Götterdämmerung sind die Götter untergegangen. :-)

19) Erwin Gabriel, Dienstag, 22. April 2014, 20:52 Uhr

@ 14) karel, Montag, 21. April 2014, 22:06 Uhr

>> Beim Lesen des SPE-Programms hatte ich den Eindruck,
>> als wäre es vom “Bimbes” abgeschrieben.

Stimme zu, die großen Unterschiede kann ich auch nicht erkennen.

Vermutlich aus folgendem Grund: Nachdem Kanzlerin Merkel sich für Deutschland das SPD-Wahlprogramm unter den Nagel gerissen hat, will die SPD nun gnadenlos zurückschlagen.

Gnadenlos gegeen sich selbst, wenn ich das noch bemerken darf. In Deutschland binden sie sich, wenn man von Dobrindts PKW-Maut absieht, jedes Problemressort ans Bein; in Europa kriegen sie wiederum kein eigen(ständig)es Programm auf die Beine gestellt.

Es scheint, als hätten die SPD-Oberen den Lehrgang “Wie mache ich mich überflüssig” mit großem Erfolg bestanden. Dass die Medien weitgehend für Merkel marschieren, ist ja nicht Neues. Dass die SPD nun fähnchenschwingend mitläuft, muss für gestandene SPDler schon bitter schmecken.

20) W.Zimmer, Mittwoch, 23. April 2014, 12:20 Uhr

@19) Erwin Gabriel
>Dass die SPD nun fähnchenschwingend mitläuft, muss für gestandene SPDler schon bitter schmecken.<

Ich würde als SPD-Mitglied spätestens jetzt mein Parteibuch zurückgeben.

Bin mal gespannt, welche Auswirkungen die derzeitige Politik der SPD auf die Europawahl hat. Die CDU/CSU macht ja im Moment keine Politik, muß daher ja nicht befürchten, abgestraft zu werden.

21) Peter Christian Nowak, Mittwoch, 23. April 2014, 17:44 Uhr

KLeinErna
1 day, 1 hr ago
Merkel hat keine Steuerehöhungen im Programm gehabt. Deswegen ist sie gewählt worden. Deutsche schauen nicht auf “Charisma”, sondern immer in den eigenen Geldbeutel.

22) wschira, Mittwoch, 23. April 2014, 18:44 Uhr

19) Erwin Gabriel

Bestanden haben sie den Lehrgang noch nicht. Das wäre erst geschafft, wenn sie bei (10-x)% bei einer Bundestagswahl gelandet wären. Aber sie arbeiten daran.

23) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 24. April 2014, 02:00 Uhr

KleinErna
Noch eine Bemerkung: Sie übersehen, dass Schröder die Ursache
dafür ist,dass die SPD auch 2017 krachend gegen dieWand fahren wird. E Es sei denn, Merkel erbarmt sich und geht angesichts des Totalfrustes in der SPD in Rente.

24) StefanP, Donnerstag, 24. April 2014, 09:24 Uhr

@17) kleinErna

Ja, die Wähler identifizieren sich eher mit dem Typ Jedermann. Deswegen ist Steinbrücks Arroganzstrategie auch so schlecht angekommen. Schauen Sie sich bitte in den Demokratien mit Verhältniswahlrecht um, der Typ Langweiler dominiert. Oder würden Sie Francois Hollande, Mariano Rajoy oder dem bisherigen italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta besonderes Charisma zubilligen?

Sie übersehen, dass nur bei einem Mehrheitswahlrecht Charismatiker prinzipiell eine Chance haben, das Verhältniswahlrecht verlangt einen Politikertypus, der in vielen Schichten der Gesellschaft mehrheitskompatibel ist. Das führt zu Abschleifungen.

Es ist kein Kunststück, Geld auszugeben, das sollten Sie als Frau am Besten wissen. ;-) Eher ist es eine Kunst mit gegebenen Mitteln ein Optimum an Leistung zu erzielen. Für beides ist Politik denkbar schlecht präpariert.

25) Martin, Donnerstag, 24. April 2014, 09:56 Uhr

Ein ziemlich großer Teil dürfte einfach auch des -zumal sehr offensichtlich falschen- Dauergeseiers von der schrecklichen sozialen Ungerechtigkeit und dem ganzen anderen Umverteilungs- und Sozialgesabbels schlicht und einfach leid sein.

26) riskro, Donnerstag, 24. April 2014, 18:18 Uhr

Ob die SPD wieder aufsteht oder nicht ist gegenwärtig nebensächlich. Was in der Ukraine abgeht, ist ein sau gefährliches Problem.

Die beiden Möchtgern Politiker Obama und Putin spielen mit dem Feuer. wehe wenn es ausbricht und ausser Kontrolle gerät. Die EU lässt sich vor dem Karren der Amis spannen. Die haben aus Afganistan nichts gelernt. Die Ukrainer sind den USA so was von egal. Allein Wirtschaftsinteressen und Macht bestimmen das Geschehen.

27) Peter Christian Nowak, Samstag, 26. April 2014, 11:04 Uhr

Riskro

… und dieEU betreibt ihre Osterweierungsorgie munter weiter…unter dem Label “Selbstbestmmungsrecht”. Die EU bekommt das Krisenmanagement Auf eigenem Territorium nicht gebacken (siehe “Bankenunion”) und schickt sich nun unverdrossen an, weitere Pleitekandidaten finanzieren zu wollen!! Die Selbstherrlichkeit der europäischen Aussenpolitik auf der Schleimspur der USA ist selbst für einen politisch Desinteressierten kaum zu übersehen.

28) kleinErna, Mittwoch, 30. April 2014, 05:00 Uhr

24) StefanP = Macho !
Es gibt zwei Typen von Frauen (das dürfte allerdings bei Männern ähnlich sein), Die die mit äußert Wenig sparsam und umsichtig über die Runden kommen (z.B. geschiedene oder verwitwete, arbeitslose und/oder alleinerziehende Mütter) und Die die entweder reich geboren oder reich geheiratet wurden und ihre Bedürfnisse dermaßen erweitern, dass auch die viele Kohle entweder nicht reicht, oder zumindest nicht glücklich und damit unzufrieden macht. In welcher Kategorie sollte ich mich denn Ihrer Meinung nach auskennen? Dritte Alternative wäre eine stinknormale durchschnittssituierte (was immer das auch sein mag) durchschnittsbegabte Allerweltsfrau (wie Angela Merkel, wäre sie nicht Bundeskanzlerin).
Bei allem Anderen (zum Thema) muss ich Ihnen (leider) beipflichten. Das ist ein Systemfehler!

29) karel, Donnerstag, 01. Mai 2014, 18:03 Uhr

Werter StefanP.

Es stimmt schon:
Die “Charismatischen” werden ja eher von den Medien “hofiert”,
während Adenauer und Kohl als die “Typen ohne Charisma”,
medial eher “niedergeschrieben”,
hierzulande dagegen mehrfach vom “Typ Jedermann” wiedergewählt wurden,
also die längsten Regierungszeiten vorzuweisen hatten.

Vielleicht ist das “Volk”, sind die “Lämmer” im Gegensatz zu den Medien
senslbler im Umgang mit den “Wirklichkeiten”.

Es ist schon beklemmend, wenn man inzwischen entdeckt haben will,
wie die Medien ihre Berichterstattung “an den Leuten vorbei” betreiben.
http://www.cicero.de/salon/medien-und-meinungsbildung-hochmut-nach-dem-fall/57493
Wie z.B.
“Man achte nur auf die stetig wachsende Schere zwischen dem Tenor der jeweiligen Kommentare zum Weltgeschehen und den Leserbemerkungen gleich darunter. Die Entfremdung macht Fortschritte. Leser an Medium: du lügst, es ist ganz anders. Medium an Leser: Schnauze.”

Vielleicht ist es “nur” meiner Lebenserfahrung geschuldet, daß ich mich aus diesem
“meinungsbildenden Szenario” schon längst verabschiedet habe. Das betrifft nicht nur das Heute,
vielmehr auch das, was unter “Geschichte” abgelegt ist.
Für mich begann die “Entfremdung von der Wirklichkeit” schon in den 70ern.
Anfangs in den Medien euphorisch gefeiert, jetz vielfach als “Gefährdung” der Zukunft skizziert. Jedoch besteht heute kaum eine Chance, die Zusammenhänge ohne Gefahr einer Stigmatisierung überhaupt zu thematisieren.

Nun denn…..

30) Peter Christian Nowak, Samstag, 03. Mai 2014, 22:21 Uhr

Stefan P. Offensichtlich waren Sie noch nie in New York…sonst hätten Sie gewusst, wie man diesen Marker touristischen Mittelpunkts richtig schreibt!!! Ja mein Lieber, es ist sehr leicht Sie zu entlarven. Jeder, der mal in NY. war, würde niemals auf die Idee kommen, solch einen touristischen Mittelpunkt falsch zu schreiben…

31) Erwin Gabriel, Sonntag, 04. Mai 2014, 12:17 Uhr

@ 30) Peter Christian Nowak, Samstag, 03. Mai 2014, 22:21 Uhr

Sie haben in Ihrem Beitrag einen Komma-Fehler verrsteckt.

Ob Sie das entlarvt, oder was von Ihnen das entlarvt, dürfen Sie sich gerne selbst aussuchen. Ich habe das genauso wenig heruasfinden können wie, auf welchen Beitrag Stefan Ps Sie sich das bezieht.

Falls Sie mein Beitrag ärgert, bitte ich um Entschuldigung – das lag nicht in meiner Absicht. Stefan P. leigt, wie viele andere und wir beide mit den Fakten gelegentlich richtig, gelegentlich falsch, und jeder von uns hat (das Recht auf) seine eigene Meinung. Diese aufgrund eines Tippfehlers abzuqualifizieren würde bedeuten, dass 98 % aller Mitdiskutanden hier, mich und Sie eingeschlossen, Deppen sind. Damit tragen Sie genauso wenig zur Diskussion bei wie ich mit diesem Kommentar.

32) Peter Christian Nowak, Dienstag, 06. Mai 2014, 11:19 Uhr

Lieber Herr Gabriel, zwischen “Tippfehler” und nicht Wissen gibt es einen Unterschied. Richtig? Und zwischen “sich ärgern” und “sich amüsieren” auch. Richtig? Ich behaupte einfach mal, dass sich Leute lieber über andere amüsieren, als sich über sie zu ärgern.
Nun alles klar?

.

33) Minassian, Dienstag, 06. Mai 2014, 18:32 Uhr

Die Glaubwürdigkeit ist auf Dauer weg, seit bei vorletzter (?) Wahl aus Mwst-Erhöhung von 0 plötzlich 3 wurden – zumindest mir geht es so ! Zudem sind Gabriel und Nahles nicht unbedingt Sympathieträger, denen es aus allen Knöpfen blitzt, wie gerne sie Minister wurden und nun mit am Futtertrog sitzen. Politik wird nur von Menschen transportiert, die auch Charisma haben. Steinmeier etwa, der gescheitelte Beamte ? Da nimmt man eben, was sich (relativ) bewährt hat, bevor man seine Stimme tauscht….

34) Erwin Gabriel, Donnerstag, 08. Mai 2014, 09:16 Uhr

@ 32) Peter Christian Nowak, Dienstag, 06. Mai 2014, 11:19 Uhr

Warum den immer so moralisierend und hochnäsig? Sie können das Wissen anderer aus ein paar Zeilen hier nicht korrekt einschätzen, richtig?

Sollten Sie nicht nötig haben …

Wie ist Ihre Meinung?

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