Montag, 23. Juni 2014, 15:17 Uhr

Ein bisschen Schminke für die CDU

Merkel hin oder her – die CDU ist eine Partei der alten Männer. Drei Viertel der Mitglieder sind männlich, der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 60 Jahren. Und sie hat in den letzten vier Jahren 57.000 Mitglieder verloren. In den Großstädten spielt sie kaum noch eine Rolle.

Dieser Befund muss deprimierend sein. Deshalb bricht alle 10 Jahre in der CDU eine Diskussion über eine Parteireform aus. Jetzt wieder einmal: der neue CDU-Generalsekretär Peter Tauber will die Partei reformieren, „moderner, jünger, weiblicher und bunter“ machen.

Viel mehr als ein „Großstadtbeauftragter“ und die Andeutung, künftig könne der Kanzlerkandidat per Mitgliederentscheid bestimmt werden, ist bisher dabei aber nicht herausgekommen. Wobei letzteres ein ziemlicher Witz ist, denn der nächste Kanzlerkandidat ist schon bekannt – Angela Merkel.

Da war der letzte Generalsekretär, der eine Parteireform wagen wollte, schon viel weiter. Laurenz Meyer legte unter dem Titel „CDU – die Bürgerpartei“ 2003 ein Papier vor, das für CDU-Verhältnisse radikal, modern und mutig war. Dafür hatte eine Reformkommission monatelang getagt, zu der auch Parteilose gehörten, darunter auch ich.

In der Analyse stellten wir damals fest, dass die Vereinigungen der CDU den Kontakt zur Lebenswirklichkeit und zu den Wählern verloren haben, für die sie eigentlich zuständig sind. Die Junge Union hat keinen Kontakt zur Jugend, die Frauenvereingung nicht zu den Frauen, schon gar nicht zu jüngeren, die Mittelstandsvereinigung nicht zum Mittelstand.

Diese Vereinigungen waren damals und sind heute erst recht reine innerparteiliche Karrierenetzwerke. um ihre Führungsmitglieder in die Spitzengremien der CDU, in die Parlamente und in Regierungspositionen zu befördern. Sie haben außerhalb der Partei keinerlei Bedeutung.

Die Kommission stellte 2003 weiterhin fest, dass die Bürger inzwischen neue Formen der Selbstorganisation und der Interessenartikulation haben – nämlich die sozialen Netzwerke. Für 2003 und die CDU keine schlechte Erkenntnis.

Politisch interessierte und engagierte Bürger organisierten sich in Bürgeriniativen und sozialen Netzwerken – nach den Themen und Interessen, die sie bewegen. Das Bekenntnis zu einer Partei und das Engagement in ihr waren und sind out. Deshalb schlug die Meyer-Kommision damals vor, die CDU müsse mit diesen Netzwerken in einen Dialog eintreten und die Arbeit der Partei mehr in solchen Netzwerken unabhängig von der Vereinigungen organisieren.

Diese geplante Entmachtung weckte die eingeschlafenen Vereinigungen auf. Denn es ging um Einfluss und Pfründe. Sie bearbeiteten Angela Merkel so lange, bis dem Entwurf die Zähne gezogen wurden. Dieser entschärfte Entwurf verschwand nach einem Parteitag endgültig in der Mülltonne der Partei.

Merkel waren die Vereingungen wichtiger als die Parteireform, denn sie wollte mit Hilfe dieser Vereinigungen Kanzlerkandidatin und Kanzlerin werden – was 2005 auch gelang. Und seitdem ist die CDU eine noch unattraktivere Partei als vorher, innerparteilich gelähmt. Gesellschaftlich relevante Diskussionen finden auch jeden Fall nicht in der CDU statt.

Ein Kanzlerinnenwahlverein. Merkel hat überhaupt kein Interesse an einer innerparteilichen Modernisierung der CDU, denn das könnte ihre Machtbasis gefährden. Der Meinungs- und Willensbildungsprozess würde für die Parteiführung unkontrollierbar.

Deshalb ist der neue Anlauf auch nur ein Placebo, um Modernität vorzugaukeln. Es soll nur ein bisschen modernere, jüngere, weiblichere und buntere Schminke aufgelegt werden. Und wahrscheinlich nicht einmal das.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

35 Kommentare

1) StefanP, Montag, 23. Juni 2014, 16:13 Uhr

Und? Was ist die Quintessenz von alledem? Die Union holte bei der letzten Bundestagswahl das beste Ergebnis seit Helmut Kohls Abwahl, soviele Frauen wie noch nie wählten die CDU. Mag sein, dass die CDU ein Kanzlerinnenwahlverein ist. Aber offensichtlich möchten viele Frauen eine Geschlechtsgenossin in der Regierungszentrale. Und ältere, konservative Herren haben ohnehin wenig Alternativen.

Menschen über 40 sind die zuverlässigsten Wähler. Wofür bedarf es da Modernität? Ist eine 50jährige Halbtagsbeschäftigte modern? Es ist wahrlich nichts Neues – auch wenn das Politikberater gerne verkaufen wollen – dass konservative Parteien wenig von jungen Leuten gewählt werden. Das galt übrigens schon vor 30 Jahren. Irrtümlich ziehen diese Berater den Schluss, dass diese Wähler auch in 30 Jahren so wählen wie heute. Wer 1984 gerade wahlberechtigt wurde und Grüne oder SPD austestete, ist heute Ende 40. Hat er studiert, geheiratet und Kinder und dazu Karriere gemacht, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er heute CDU- oder FDP-Wähler ist.

In Europa dominieren konservative Parteien. Viele davon sind gerade nicht urban. Modern. Jugendlich. Hipp. Anscheinend ist Politikberatern noch nicht erzählt worden, dass Schlagworte allein keine Wahl entscheiden.

2) Alexander, Montag, 23. Juni 2014, 16:25 Uhr

Volle Zustimmung!

Dieser Kommentar gefällt mir sehr gut. Und als langjähriges CDU-Mitglied und Mitglied der oben notierten Vereinigungen – angefangen bei der JU über RCDS und dann beim Wirtschaftstrat der CDU – kann ich diesem Kommentar zustimmen. Leider ist es genauso!

Herr Spreng hatte in mehreren Kommentaren auch von einer Verzwergung in der CDU gesprochen. Damit ist wohl gemeint, dass die Parteien immer mehr seelisch und von den Werten her entkernt sind und zu reinrassigen machttaktischen Kanzlerwahlvereine mutiert sind. Und die Konsequenzen dieser Machtpolitik können in dem Kommentar von Herrn Spreng nachvollzogen werden.

Diese Politik ist der beste Garant für eine weiterhin erfolgreiche AfD. Das Schlimme ist doch, dass es in der CDU keine personelle Alternativen gibt bzw. nicht sichtbar sind.

3) Joachim Dölken, Montag, 23. Juni 2014, 22:05 Uhr

Ein sehr interessanter Einblick in die früheren Modernisierungsversuche der CDU. Dabei erstaunt mich, dass der jetzige Generalsekretär, der sich doch als Netzpolitiker einen Namen gemacht hat und die Kommunikation in sozialen Netzwerken pflegt, mit so altbackenen Vorschlägen daherkommt. Aber wer den disruptiven Effekt der virtuellen Kommunikation kennt, fürchtet ihn vielleicht.

4) Johannes Lamp, Montag, 23. Juni 2014, 23:05 Uhr

Die Idee mit dem Mitgliederentscheid war noch nicht richtig ausgesprochen, da wurde sie auch schon als unüberlegter Schnellschuss zurückgezogen. Tauber schien erschrocken über seine eigene Courage.
Nachdem die Union auch in Düsseldorf aus der Rathausspitze geflogen ist, sind jetzt die zehn größten deutschen Städte in der Hand der Sozialdemokraten sind – gelernt daraus hat der Merkel-Wahlverein bisher nichts. Einmal noch Merkel, dann wird`s der Herr schon richten – das Spannende an der Zukunft ist, dass sie niemand kennt…

5) franz kaufmann ffm, Dienstag, 24. Juni 2014, 02:50 Uhr

Das Programm “CDU – die Bürgerpartei” klingt interessant.

Können Sie es hier als Link hochladen oder mailen an die eingetipjpte mail-Adresse?
Vielen Dank!
MfG

6) Jakobiner, Dienstag, 24. Juni 2014, 08:05 Uhr

Die Frage ist aber: Liegt dies nur an der CDU und Merkel?Soweit ich weiss, ist ja Organisation in bestehenden Institutionen und Parteien allgemein bei der Jugend out.Die Bindungsfähigkeit geht ja nicht nur bezüglich Parteien zurück, sondern auch gesellschaftlich (Patchworkfamilien,alleinerziehende Mütter, hohe Scheidungsrate,Singles, etc.). Man scheint nur noch unverbindliche, lockere Assoziationen zu schätzen und sich bei Auftauchen von Problemen, lieber dann davon zu trennen.Und dann blebt auch noch die gute, alte „Politikverdrossenheit“, die ja auch nicht abgenommen haben dürfte. Zudem: Hat sich die CDU in den letzten Jahren nicht verändert, wie auch die CSU?Hat die „Sozialdemokratisierung“ der CDU auch nichts genützt?

7) Sabine Zielke-Esser, Dienstag, 24. Juni 2014, 10:15 Uhr

Da haben wir einen Bundespräsidenten, der wiederholt die Deutschen mental auf mehr Waffeneinsätze vorbereitet – kein Kommentar von Ihnen. Da werden jetzt die EU-Spitzenpositionen in der Berliner Koalition ausgeklüngelt – kein Kommentar von Ihnen.

Statt dessen beschäftigen Sie sich mit der alten Tante CDU. Wie steht es in Walt Disneys Comic-Sprechblasen: „Gäähn“! Die CDU ist ein Kanzler/innen-Wahlverein, wahrlich nichts Neues. Da können einige in der Partei Vereinigungen bilden wie sie wollen. Wenn die Torte redet, haben die Sahnehäubchen Pause. Mutti muß mal eben die Welt retten. Und Europa. Und den Euro. Und das Klima auch noch.

Aber schauen wir uns mal die gesellschaftlichen Veränderungen an, wahrlich eine Herausforderung für alle Politiker: Früher fuhr die vierköpfige Familie im Käfer nach Italien in den Urlaub. Heute parkt das kinderlose Ehepaar seinen SUV am Airport und düst auf die Malediven. Ja, liebe Politiker, dann sucht mal neue Parteimitglieder, engagierte Wähler – und haltet das Sozialsystem aufrecht!

8) Dominik Stengele, Dienstag, 24. Juni 2014, 11:00 Uhr

„Wobei letzteres ein ziemlicher Witz ist, denn der nächste Kanzlerkandidat ist schon bekannt – Angela Merkel.“

Kurze Nachfrage zu diesem Satz, Herr Spreng: Warum gehen sie sicher davon aus, dass Angela Merkel bei der nächsten Bundestagswahl erneut als Kanzlerkandidatin antritt?

9) StefanP, Dienstag, 24. Juni 2014, 13:58 Uhr

@6) Jakobiner

Sie haben völlig recht und weisen auf einen wesentlichen Punkt hin. Aus der generellen Bindungsschwäche der heutigen Generation der 18-40jährigen lässt sich nicht einfach ein Urteil über Institutionen ableiten. Es ist ja nicht so, dass junge Menschen jetzt die Grüne Partei stürmen oder sich besonders aktiv bei den Piraten beteiligen würden. Seltsamerweise spricht die heutigen Teenager bei der katholischen Kirche an, was auch ihre Großeltern gebunden und ihre Eltern abgestoßen hat. Welche Schlüsse lassen sich also ziehen?

Und bevor jemand kommt: Patchworkfamilien, Alleinerziehende oder Singlehaushalte sind keineswegs das Ergebnis angeblich geforderter beruflicher Mobilität. Die meisten Menschen haben heute keinen längeren Arbeitsweg als in den 1980er Jahren.

Und noch ein Argument trifft: wenn sich die Union dezidiert um die exakt gleichen Wählergruppen wie Grüne oder die darbende SPD bemüht, warum sollte man wirklich CDU wählen? Markenentwickler plädieren eigentlich für die Herausarbeitung von Unterscheidbarkeit, das schaffen von Nischen um profitabel zu sein und sich ein Stück dem Wettbewerb zu entziehen. Politikberater empfehlen genau den entgegen gesetzten Weg: Auflösung von Unterscheidbarkeit, Anpassung und dem Nachlaufen von Trends statt eigener Trendsetzung. In diesem Fall kann nur eine Philosophie richtig sein und ich neige dazu zu meinen, Politikberater liegen daneben.

10) m.spreng, Dienstag, 24. Juni 2014, 14:38 Uhr

@8) dominik stengele

Weil die CDU 2017 vor der Alternative steht, noch einmal mit Merkel anzutreten oder die Wahl zu verlieren. Die einzige denkbare Alternative in der CDU zu Merkel, Ursula von der Leyen, hat in der Partei keinen Rückhalt.

11) StefanP, Dienstag, 24. Juni 2014, 14:49 Uhr

@7) Sabine Zielke-Esser

Früher fuhr die vierköpfige Familie im Käfer nach Italien in den Urlaub. Heute parkt das kinderlose Ehepaar seinen SUV am Airport und düst auf die Malediven.

Aber Sie müssen zugeben, dass es in der EconomyClass genauso eng zugeht wie früher im VW Käfer, oder?

Wie bereitet ein Bundespräsident mental auf Waffeneinsätze vor? So wie ich es mitbekommen habe, ist Joachim Gauck der Ansicht, Deutschland müsse mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Was auch immer mit mehr Verantwortung gemeint ist, darunter wäre z.B. auch ein ständiger Sitz im UN-Sicherheitsrat zu verstehen oder die Übernahme von militärischen Posten der abziehenden US-Streitkräfte in Europa. Gegen beides wäre nicht wirklich viel zu sagen.

So wie ich die Verfassung kenne, wird über einen Verteidigungseinsatz (und nur dieser ist laut Grundgesetz möglich) im Bundestag beraten und von den Parlamentariern beschlossen. Weiß der Bundespräsident, wie die Mehrheit der deutschen Abgeordneten denkt? Exekutiert würde ein solcher Beschluss von der Verteidigungsministerin im Auftrag des deutschen Bundeskanzlers (in diesem Fall Kanzlerin). Soweit ich lesen konnte, sind sich Angela Merkel und Joachim Gauck nicht besonders grün und pflegen Animositäten. So wie übrigens auch Gauck und der Bundestagspräsident, also so eine Art Chef aller Abgeordneten. Irgendwie wird aus dieser Gemengelage noch keine schmackhafte Suppe, wo alle auf Anregung des Bundespräsidenten an einem Strang ziehen sollen – in welche Richtung auch immer.

Lassen sich die Deutschen angesichts ihrer tiefen pazifistischen Überzeugungen zu kriegerischen Abenteuern überreden? Glaube ich ehrlich gesagt nicht, sie lassen sich ja nicht mal zum Kinderkriegen oder länger arbeiten überreden.

12) StefanP, Dienstag, 24. Juni 2014, 14:51 Uhr

@10) m.spreng

Sie setzen voraus, dass Merkel entweder wie Kohl langsam in einer politischen Parallelwelt lebt und ihr das Gefühl für die Realitäten abhanden gekommen ist. Oder, dass sie eine Parteisoldatin ist, die sich trotz Aussichtslosigkeit in den Dienst der Sache stellt.

An beiden Annahmen hätte ich zumindest erhebliche Zweifel.

13) Politikverdruss, Dienstag, 24. Juni 2014, 16:32 Uhr

Frau Merkel und ihre CDU sind auf dem absteigenden Ast. Darüber kann auch das Wahlergebnis der letzten Bundestagswahl nicht hinwegtäuschen. Das gute Ergebnis kam nur aufgrund mangelnder Wahlalternativen zustande. Man wählte das „kleinere Übel“.

Außenpolitisch begeht Frau Merkel gerade einen strategischen Fehler. Für den abgehalfterten „Lügenbaron“ aus Luxemburg lässt sie den engen Verbündeten GB links liegen. Damit wird der Einfluss der „Südländer“ zunehmen. Und wie es scheint, ist die „Flexibilisierung“ des Stabilitätspaktes schon „abgemachte Sache“.

Innenpolitisch erwarten die CDU-Mitglieder von den nächsten Landtagswahlen nichts Gutes. Die AfD wird eine Bresche in die konservative Phalanx schlagen. Und dann wird man sehen, ob man eine demokratisch gewählte Partei rechts von der Union nicht doch als Partner braucht.

Parteipolitisch bietet die CDU wenig. Frau Merkel überstrahlt alles und wer das nicht akzeptiert, der geht im gleißenden Licht der mächtigsten Frau Europas unter. Also macht sich in der Partei Duckmäusertum breit. Und dafür will man nun die Jungen begeistern. Die aber wird auf alles Mögliche setzen, nur nicht auf die CDU.

Insgesamt verfügt die CDU über nur noch einen Aktivposten. Das ist Frau Merkel selbst. Dahinter erblickt man eine entkernte Partei, von der weder personell noch inhaltlich zukunftsweisende Impulse ausgehen. Man wird daher solange wie möglich auf die Kanzlerin setzen. Und dann?

14) Peter Christian Nowak, Dienstag, 24. Juni 2014, 18:31 Uhr

@StefanP.

Können Sie nicht mal Ihre unangemessene Arroganz in der Hosentasche lassen ?…
…Sie bekleckern sich jedesmal damit.

Alles lacht schon über Sie…

15) Manuel Woltmann, Mittwoch, 25. Juni 2014, 06:44 Uhr

… Veränderungen wie durch den Papst ?

Der hat jedoch den Vorteil, nicht wieder gewählt werden zu müssen und kann daher alles dagewesene in Frage stellen. Angela Merkel wird vielleicht erst dann Veränderungen – wie von Ihnen vorgeschlagen – einläuten, wenn sie selbst nicht mehr mag. Aber das wäre dann ja auch bleibendes als Parteivorsitzende.

Auch Seehofer möchte seine Partei neu aufstellen und ist schon oft in Rom gesehen worden und Angela Merkel hat den Vorteil, dass die beste Freundin am heiligen Stuhl ist und sie sich die Tipps aus erster Hand holen kann.

16) W. Zimmer, Mittwoch, 25. Juni 2014, 13:19 Uhr

Herr Spreng, Sie versetzen mich in Erstaunen. Das ist ja mal fundamentale Kritik an der Partei, von der ich glaubte, Sie würden ihr besonders nah stehen? Oder ist es gerade diese Nähe, die Sie dazu bewegt, solch harsche Kritik zu üben? Sie haben aber mit jedem Ihrer Worte recht. Die CDU ist inhaltlich bereits gestorben, nur Angela Merkel hält die Hülle noch aufrecht, unter zu Hilfenahme des Koaltionspartners, der mit Eintritt als Juniorpartner schlagartig nach außen zum grössten Bewunderer Merkels mutierte. Das nenne ich mal opportun. Der einzige Programmpunkt in der CDU heisst Angela Merkel.

Ich wünsche mir nur eines…..dass sich Ihre Vision von Ursula von der Leyen als nächste Bundeskanzlerin nicht bewahrheitet. Dafür würde ich sogar beten.

17) StefanP, Mittwoch, 25. Juni 2014, 14:47 Uhr

@14) Peter Christian Nowak

Können Sie nicht mal Ihre unangemessene Arroganz in der Hosentasche lassen ?…

Nö, kann ich so wenig wie Sie Ihre Pöbeleien gegen alles, was nicht exakt auf Ihrer Linie liegt und SED, sorry SED-PDS, ähm, PDS oder WASG …. ich probiere es nochmal:

die LINKE in westdeutscher Interpretation wählt oder zumindest in dem Sinne schreibt. Ähm, was war nochmal sachlich an Ihrem Kommentar, dass ich mich hinreißen habe lassen, darauf zu antworten?

18) Jakobiner, Mittwoch, 25. Juni 2014, 16:05 Uhr

Zu Stefan P.

Sie haben völlig recht.Wie die Shell-Jugend-Studie belegt, ist die heutige Jugend weitgehend unpolitisch–das wird auch „pragmatische Generation“betitelt.Wenn man sich einmal den Jugendsender par excellence Pro Sieben ansieht, ist dieser auch weitestgehend politikfrei.Nur kurz vor den Wahlen mobilisert dann Stefan Raab mal kurz diese Wahlmasse, die ausser „How I meet your Mother“, „Two and a half Man“, „The Big Bang Theory“und „TV Total“eigentlich nichts kennt.Deswegen erleben auch Piraten, Grüne und Linkspartei keinen Zustrom, wie auch die anderen Parteien–also nicht nur ein Problem der CDU.Interessant in diesem Zusammenhang sind die momentan in 60 Städten Deutschlands stattfindenden „Montagsdemos“, in denen durch die sogenannten „Alternativmedien“ im Internet (Alles Schall und Rauch, InfokriegTV, Kopp Verlag, Elsässer, Wissensmanufaktur,etc.) neu sozialiserte Teile der Jugend nun auf die Strasse gehen. Wohl betont wird, dass man keine Parteien mag, nicht links noch rechts sein wolle,das Resultat ist ein wüster Brei an esoterischen Verschwörungstheorien (Fed, Rothschild, Warburgbank sind schuld an den Kriegen der letzten 100 Jahre) und Radikalpazifismus.Diese Montagsdemos breiten sich auf inzwischen 60 deutsche Städte aus, wenngleich sie während der Fussball-WM Leute momentan etwas verlieren.Noch als Lesetip zu den Montagsdemos einen taz-Artikel. Wie es aussieht scheint sich die Bewegung nun festere Strukturen geben zu wollen:

http://taz.de/Neue-Montagsmahnwachen/!140939/

“Mährholz blickt mittlerweile auf Mahnwachen in ganz Deutschland. Anfang Juni hatte er rund 250 Organisatoren ins brandenburgische Senftenberg eingeladen, zum informellen Kennenlernen. Bald ist ein zweites Treffen geplant. Dann soll es um Inhalte gehen, um eine gemeinsame Marschrichtung.”

Wie es aussieht, scheint der Forderungskatalog inzwischen schon Formen anzunehmen

https://de-de.facebook.com/events/1552965438261936/

Wie es aussieht scheint Antimilitarismus und Abschaffung des Geldsystems, etwas TTIP- und EU-Kritik die einigende Basis zu sein.Man darf gespannt sein, ob eine Art Zentralorgakomitee gewählt wird und das ganze feste Strukturen erhält.Vielleicht verpufft das Ganze aber auch wie Attac oder Occupy. Mit Ausnahme von Kulturzeit reagieren die Parteien und sonstigen Medien gar nicht darauf.Früher wollte man im Protestfall immer den „Dialog mit der Jugend“führen, heute macht man nicht einmal das mehr.

19) StefanP, Mittwoch, 25. Juni 2014, 16:22 Uhr

Na, die Kollegen von SPIEGEL Online haben ganz andere Kandidaten und Szenarien ausgemacht. Danach soll die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin präferieren. Klar, fraglich ist überhaupt, ob Merkel in der Union genügend Truppen hat, um überhaupt ihre Nachfolge zu bestimmen. Schließlich wird ihre Führung bis heute nur akzeptiert, weil mit ihr Wahlen gewonnen werden können. Als zurückgetretene Kanzlerin kann sie allerdings keine Wahlen mehr gewinnen.

20) Frank Reichelt, Mittwoch, 25. Juni 2014, 18:29 Uhr

@m.spreng,10

Das sieht der „Cicero“ aber ganz anders. Scheinbar ist die saarländische Ministerpräsidentin und im restlichen Bundesgebiet weithin unbekannte Annegret Karamp-Karrenbauer die neue Favoritin von Angela Merkel für die Thronfolge, ähh Nachfolge als Bundeskanzlerin. Da staunen Sie was? Tja, ich auch!

21) Deniz, Mittwoch, 25. Juni 2014, 19:06 Uhr

Eine Bitte an alle: keine persönlichen Diffamierungen. Frei nach Voltaire: „Ich bin zwar nicht Deiner Meinung, aber ich würde mein Leben geben, damit Du Deine Meinung sagen darfst.“

Ich finde im übrigen eine Ursula von der Leyen als Kanzlerin ebenfalls als eine Katastrophe.

22) Jakobiner, Mittwoch, 25. Juni 2014, 19:44 Uhr

Aber mal umgekehrt gefragt: Warum sollte sich denn die CDU ändern? Sie ist immer noch die erfolgreichste Partei in Deutschland.Ist sie deswegen eine Bauernpartei und wird nur von Alten gewählt?Oder schwebt Spreng Stoiber- und Seehoferisch auch eine CDU vor, die die absolute Mehrheit holt. Die CDU kann bisher auch ohne die Grossstädte regieren.Als Geggenargument könnte man sagen, dass das Land immer mehr zugunsten der Metropolen entvölkert wird und die Metropolen daher die strategische Grösse sind. Aber umgekehrt wiederum: Die Teilung in Stadt/Land ist ja auch nicht so schematisch, es existieren breite Umfelder und Übergänge der Städte zum Land. Dazu muss man sagen: Die Überalterung der CDU ist doch eigentich eher ein Symptom der Überalterung unserer Gesellschaft, damit ist sie ja sehr repräsentativ.Es wird wesentlich mehr Alte als Junge geben und „alt“bedeutet ja auch nicht unbedingt ultrakonservativ, da die 60-Jährigen ja in der 68er Zeit sozialisiert wurden und nicht mehr die alte Stahlhelmgeneration der Kriegszeit, der Dregger und Strausse bedeuten, sondern auch relativ modern eingestellt sind.. Und wenn ich mir Josef Schmidt von der CSU in München ansehe, so hat er das beste Wahlergebnis seit langem eingefahren und ändert sich auch die CSU graduell–man muss ja nicht alle konservativen Positionen über Bord schmeissen.

23) rudow1, Mittwoch, 25. Juni 2014, 22:11 Uhr

Ich habe den aktuellen Kommentar von Herrn Spreng gelesen und als CDU Mitglied muss ich in vielen Einzelheiten zustimmen, nicht jedoch der Beurteilung und dennoch dem Fazit.

Es stimmt wohl, die internen Vereinigungen sind nicht sehr, und wenn überhaupt dann nicht besonders tief, in der Masse der jeweiligen Zielgruppe verankert. Aber das brauchen sie tatsächlich auch m.E. nach nicht zu sein, sind sie doch wie Herr Spreng schon ganz richtig festgestellt hat, Stationen innerhalb der Partei auf dem Weg nach oben und eine (auch wichtige) Verbindung ähnlich Denkender innerhalb der Zielgruppe.

In diesen Zusammenhang finde ich den ersten Kommentar von „StefanP“ durchaus zutreffend. Modern muss nicht unbedingt auch erfolgreich sein. Und NUR der Erfolg zählt. Allerdings stimme ich den Fazit zu: wahrscheinlich handelt es sich um Schminke und ein neues, nettes Projekt des Generalsekretärs.

24) Alexander, Donnerstag, 26. Juni 2014, 09:32 Uhr

@ 6.) Jakobiner und @ 9.) StefanP

Das ist ein sehr interessanter Gedanke von Ihnen, die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in den westlichen Zivilisationen aufzugreifen und an der CDU-Programmatik zu spiegeln.

Diese gesellschaftliche Entwicklung mit Geburtenrückgang, stark wachsende Anzahl von Patchworkfamilien und alleinerziehende Mütter, die hohen Scheidungsraten und die vielen Singles prägen heute unsere Gesellschaft. Und die volkswirtschaftlichen, globalen Randbedingungen haben sich massiv gewandelt durch die Globalisierung, durch die hohe Verschuldung der EU- Staaten, der USA und Japan. Das alles zusammen bewirkt, dass die Menschen in Deutschland und in der EU das Familienleben anders wahrnehmen und leben als beispielsweise vor 40 Jahren in den goldenen 70er-Jahren.

Welche Antworten hat die CDU auf diese gesellschaftliche Fragestellungen? Aus meiner Sicht hat die CDU diese Entwicklungen und deren Dramatik völlig verpennt, eventuell sogar absichtlich ignoriert aus einer Vielzahl bekannter Gründe.

Wie mehrfach hier diskutiert, ist die aktuelle CDU-Parteiführung weniger die Lösung dieser Probleme sondern stellt vielmehr das eigentliche Problem dar!

25) karel, Donnerstag, 26. Juni 2014, 10:33 Uhr

9) Stefan P.
Eigene Trends sind erst möglich mit den dazu „passenden“ medialen Multiplikatoren.
Und die „Großen“ der Multiplikatoren finden wir eher im ÖR und der DDVG.
Die „Kleineren“ in den Redaktionsstuben weitreichender Publikaktionen.
Übrigens, es ist interessant, zu untersuchen, in wieweit Hedgefonds bzw Investoren
Einfluß nehmen, nehmen können und es sogar tun.

Auch 6) Jakobiner findet meine Zustimmung.

Ideologien sind im linken Spektrum präsent,
was unsere heutige überaus desolate Situation erklärt

Ansonsten: die letzten 5 Artikel in der Rubrik „die neuesten Beiträge“ sprechen eine ziemlich deutliche Sprache, was die „Ausgewogenheit“ angeht.

Nun denn…..

26) M.M., Donnerstag, 26. Juni 2014, 12:50 Uhr

Die Schminke ist in diesem Fall seine Brille. Er soll Deutschland schon mal auf Annegret K-K aus dem Saarland vorbereiten. Die hat so ein ähnliches Gestell und ist Angelas Lieblingskind zur Nachfolge.

Die AfD lacht sich bestimmt schon kaputt!

27) W. Zimmer, Donnerstag, 26. Juni 2014, 15:15 Uhr

@18) Jakobiner

Danke für den Hinweis auf die „Montagsdemos“. Sie haben recht, in den Mainstreammedien wird darüber nicht berichtet.

Meine Fragen an Sie: warum bezeichnen Sie die heutige Jugend als mehrheitlich unpolitisch, wenn sich solche Gruppierungen bilden? Ich finde das der Hintergrund dieser Intentionen eher hochpolitisch ist.

Antimilitarismus – liest sich bei Ihnen zwischen den Zeilen wie etwas utopisches, Spinnereien halt
TTIP – ein Handelsabkommen, das im Hinterzimmer von Lobbyisten ausgekungelt wird, braucht weder der Amerikaner, noch der Deutsche
…und über den Rest breite ich mal den Mantel des Schweigens…Sie scheinen es mit Herrn Gauck gemein zu haben, Menschen, die gegen das Establishment demonstrieren – wie occupy -, als „Spinner“ zu titulieren. Ich finde, man sollte auch diesen Leuten zuhören und das was sie sagen, ernst nehmen.

@25) karel
Zitat: „Ideologien sind im linken Spektrum präsent,
was unsere heutige überaus desolate Situation erklärt“.
Ich wusste gar nicht, dass unsere heutige, desolate Situation durch das linke Spektrum verursacht wurde. Sie Schelm bezeichnen also Frau Merkel als linke Ideologin?
you made my day

28) Jakobiner, Donnerstag, 26. Juni 2014, 18:02 Uhr

Zur Verteidigung der CDU und der etablierten Parteien, inklusive Linkspartei möchte ich einmal sagen: Welche Alternativen haben sich denn bisher herausgebildet ausser der AfD. Bei der AfD hat man den Eindruck, dass dies ein Konglomerat aus nationalkonservativen CDU/CSU/FDPlern ist und zumal den eher neupreussisch-nationalen Ex-Kadern der SED aus der Linkspartei, die mit der Wiedervereinigung und nun mit der EU nichts anfangen können–zumal auch noch während der Ukrainekrise–da halten die alten Linkspartei-SEDler lieber zu Russland und zur AfD.Die AfD ist für mich das Sammelbecken der Rückwärtsgewandten, aber es gibt keine andere Kraft. Attac, Occupy, Piraten waren Luftgespenster, diese jetzigen Montagsdemos organisieren zwar die neu durch die Alternativmedien sozialiserten Teile der Jugendlichen und der Alt-Hippies nebst Neurechten, aber auch diese wollen keine Partei,träumen ja gar wie im Film „Vendetta“von einem deutschen 89, deswegen nennen se sich ja auch „Montagsdemos“. Auch wenn ich bieder wirken mag, so vertraue ich doch auf die etablierten Parteien von CDU bis Linkspartei, da sich keine reale Alternative auftut.Zum Phänomen dieser neuen Montagsdemobewegung eine Analogie aus der Türkei mit ihren Gezi-Parkrebellen: Eine Twitterrevolte, die aber folgenlos bleibt, weil sie keine Partei gründen will:

„Türkeiproteste und die Frage derPartei

Ob beim arabischen Frühling, ob nun bei den Protesten in der Türkei, überall wird erzählt, dies seien Twitterrevolutionen, die neue Jugend bricht sich ihre Bahn mittels sozialer Medien und loser Netzwerke, Flashmob gilt als neue Organisationsform,manchen schon gar als Inhalt, Sascha Lobo als IT-Geschäftsmann und Ideologe sowie Piraten hypen das Ganze und viele unser politisch interessierten Menschen reden vom ganz neuen Politikstil, der die alten Organisationsformen vergessen macht. Interessant fand ich dagegen den Diskussionsbeitrag von Michael Lüdders, der meinte, all diese Proteste seien wirkungslos, wenn sie sich nicht materiell kristallisieren–und zwar in Form einer neuen Partei. Partei scheint irgendwie out. Ob Occupy, ob arabischer Frühling, ob Türkei–die meisten Twitterrevolutionäre scheinen zu denken, dass man spoantane Proteste langfristig organisiseren kann und auf die bewährte Organisationsform der Partei verzichten könne. Das halte ich für einen tragischen Fehler.Parteien sind immer noch das geeigneteste Instrument politische Menschen auf einer gemeinsamen Grundlage kampfkräftig und zielgerichtet zu organisieren.Über den Typ der Partei kann man sich dann noch trefflich streiten. Ob nun Kaderpartei oder Piratenpartei–diese beiden Modelle dürften ausgedient haben, nicht aber die pluralistischen Volksparteien–auch wenn gegenteiliges immer wieder verlautbart wird.

Es braucht in der Türkei die Gründung einer oder mehrerer neuer Parteien, die die CHP, MHP und AKP zugleich herausfordern und eine neue säkulare Politik jenseits von Kemalismus und Islamismus fordern, sowie ein Wirtschaftsprogramm erstellen, das an die irttschaftspolitischen Erfolge Erdogans ansetzt, aber für mehr soziale Gerechtigkeit plädiert. Ich glaube, dass eine neue Partei in der Türkei wünschenswert wäre.“

http://www.global-review.info/2013/06/19/turkeiproteste-und-die-frage-derpartei/

29) Peter Christian Nowak, Donnerstag, 26. Juni 2014, 22:37 Uhr

Wenn ich Nikolaus Blome richtig verstanden habe, dann tritt Merkel nächstes Jahr zurück.

An ihrer Stelle soll wohl Kramp-Karrenbauer treten, die im Saarland die Schwarz/Grüne Koalition probt.

Merkel sieht sich wohl europapolitisch in einer Sackgasse.

Nun soll Kramp-Karrenbauer den Karren mit den optionalen Grünen aus dem Dreck ziehen.

Kramp-Karrenbauer, Nomen est Omen?

Und was ist mit Kanonen-Uschi? Noch mal verprellt?

30) M.M., Freitag, 27. Juni 2014, 10:31 Uhr

Saar-CDU spezial:
Ich weiß nicht wer es damals live im Saarfernsehen hat sehen koennen?
Aber bei der Antrittsrede von der sogenannten katholischen Frau Kramp-Karrenbauer hat auf der Regierungsbank sitzend Minister Storm Beifall geklatscht waehrend der Rede. Ein höchst ungewöhnlicher Vorgang. Naja Herr Gesundheitsminister Storm ist ja Hesse wie der neue Generalsekretaer. Hatte K-K den Regierungsbeifall aus den eigenen Reihen angeordnet?

Der Pfaelzer wuerde sagen: Alle Pfaelzer in die Pfalz, alle Saarlaender in die Saar.

31) Johannes Lamp, Freitag, 27. Juni 2014, 16:41 Uhr

Unsere Situation heute ist also desolat, sie ist durch das linke Spektrum hervorgerufen!
Durch welche Brille sehen diese Schreiber die Welt?
Wenn in dieser Welt Dinge nicht in Ordnung sind (nicht desolat!), dann sind das Folgen eines irrwitzigen Kapitalismus, den verantwortungsbewusste Menschen bekämpfen!
Ob dann die Regierung von Merkel, von der Leyen, Kramp-Karrenbauer oder Pippi Langstrumpf geführt wird, ist mit Verlaub, scheißegal!!!
Schönes Wochenende

32) Jakobiner, Freitag, 27. Juni 2014, 20:28 Uhr

Abgesehen von der höchsten deutschen Repräsentantin Merkel: Ob Kramp-Karrenbauer; julia Klöckner, Ursula von der Leyen–widerspricjht doch dervon Spreng erhobenen These der CDU als Altmännerverein und der magenlden Präsenz von Frauen in Toppositionen.Auch interessant: Sind diese CDU-Altmänner denn so ultrakonservativ,wenn sie derartige weibliche Fürhungspositionen zulassen?Diese „Altmännermär“ala Spreng ist ja nicht zu halten. Unsere 2/3 alte CDU-Männer sind 68er sozialisiert, zwar konservativ, aber durchaus modern und nicht frauenfeindlich.Vielliecht auch selber nicht mehr sonderlich durchsetzungsfähig!Und vielliecht wird dies auch noch die CSUI unter Ilse Aigner, Niebler, Stamm,Haderthauer. Die Zeiten als FJ. Strauiss die Frauenunion als „unser Amazoneneinsatzkommando“betitelte sind seit Berghof-Weichner vorbei!!! Die CDU ist moderner als uns der Autor glauben machen will, vielleicht etwas zu modern!

33) Erwin Gabriel, Samstag, 28. Juni 2014, 12:06 Uhr

@ 31) Johannes Lamp, Freitag, 27. Juni 2014, 16:41 Uhr

Ich sehe in dem, was Sie sagen, keinen Widerspruch zu den Aussagen von karel. Sie haben doch beide recht.

Auf der einen Seite wütet der ungebremste Kapitalismus extrem zerstörerisch. Die global operierende Großfinanz saugt nach und alle Ressourcen auf, die eine Gesellschaft aufbringen kann. Otto-Normal-Bürger wird schleichend über Steuerprogression und Null-Zins-Politik enteignet, um Banken zu retten (bzw. deren Besitzer zu füttern). Unsere früher halbwegs homogene Gesellschft wird auseinandergerissen in die da oben und die da unten – die sogenannte bürgerliche Mitte geht langsam, aber sicher baden.

Auf der anderen Seite, im linken Spektrum, hält man mit Ideologien dagegen, die sich ebenfalls gegen Otto-Normal-Bürger richten. Die Armen haben nichts, an die wirklich Reichen kommt man nicht ran. Also erklärt man kurzerhand im Namen der sozialen Gerechtigkeit die ganz normal Wohlhabenden – normale Arbeiter, Angestellte, Selbstständige und auch die mittelständische Unternehmerschaft – für reich, um denen dann ans Eingemachte zu gehen.

34) Nora Kwatkowski, Montag, 30. Juni 2014, 15:56 Uhr

Angela Merkel ist die erste Kanzlerin der Republik, sie hat sich gegen den Anden-Pakt durchgesetzt und die CDU umgestaltet. Warum sollte sie es bei der Nachfolgeregelung genau agiern, wie ihre männlichen Vorgänger?

Ich halte sie für so klug, dass sie auch die erste Kanzlerin wird, die nicht aus dem Amt getragen wird. Sie weiss genau: 2017 ist die Situation anders als 2013:

– Die SPD wird mit Steinmeier oder Gabriel einen Kanzlerkandidaten aufstellen, der bei Partei und Volk akzeptierter und attraktiver ist.
– Die AfD hat sich wahrscheinlich im Parteienspektrum etabliert und könnte für eine breite bürgerliche Schicht eine Alternative zur CDU werden
– Sie steht jetzt im Zenit ihrer Popularität – in 1-2 Jahren wird es sich anfühlen wie in den letzten Kohl-Jahren, die Anzahl der Leute, die jmd. „anders“ sehen wollen wird größer

Sie wird entweder 2015 oder 2016 jemanden als ihre Wunschnachfolgerin vorstellen – wahrscheinlich eine Frau. Häufige gemeinsame Auftritte bis zu einem gemeinsamen Wahlkampf können ihre Popularität auf die Nachfolgerin übertragen. Und sie könnte nach der Abwahl im Hintergrund weiter agieren.

Wer wird es? Soweit reicht meine Glaskugel nicht, aber die Kandidatinnen könnten sein:
– AKK wie vom Cicero postuliert, ist sicher eine davon
– Frau Klöckner wird auch gelegentlich für Höheres genannt
– Frau Lieberknecht ist in Thüringen auch erfolgreich
– Frau von der Leyen muss ihre Bewährungsprobe im Verteidigungministerium noch bestehen, wäre bei Erfolg auch unter den Kandidatinnen

Ich würde es ihr auch zutrauen, jemanden zu nominieren, den vorher noch niemand auf der Rechnung hat…

35) Jakobiner, Montag, 30. Juni 2014, 18:21 Uhr

Zu W.Zimmer

Die Montagsdemos sind leider nicht wie Attac- oder die Occupybewegung, sondern haben inhaltlich eine hohe Toleranz für antisemitische und nationalistische Positionen. Da treten die obskursten Gestalten auf.Jürgen Elsässer, Andreas Popp (Wissenschaftsmanufaktur/Autor des Plan B, der die Lehren des NS-Wirtschaftstheoretikers Gottfried Feders aufgreift) Ken Jebsen, Pedram Shayar und sein Freund Prinz Chaos (beide Ex-Linksruck und Attac—neustes Motto:„Politik braucht Spiritualität).Über letzteres lässt sich noch diokutieren, aber:
Neuestes Beispiel:ganz interessant, was der Organisator der Friedensdemo Koblenz Olli Keil so von sich gibt (ab Minute 57:10).Er empfiehlt einmal die Protokolle der Weisen von Zion zu lesen und egal ob die echt oder eine Fälschung wären, auf den Inhalt käme es an.Aus der Zuschauermenge: Kein Widerspruch, ausser dem, das de Protokolle keine Fälschung wären:

http://www.youtube.com/watch?v=K5k6mAxeeHo&feature=youtu.be&t=57m10s

Und noch ein Bonmont von den Montasgdemos–diesmal aus Hamburg.Der Redner nehauptet, dass Hitler und Merkel mit Rothschild verwadnt sind.Man fragt sich: Ist das Satire oder glaubt der gute Mann, das was er erzählt.

http://www.youtube.com/watch?v=gUbJ3Fvrykc

Tja, wie kommen die Kritiker der Mahnwachen auch immer auf den Vorwurf des Antisemitismus. Olli Keil kann dies laut eigenen Worten überhaupt nicht verstehen. Man fragt sich was nach Lars Märholzscher/ Elsässerscher Rothschild- und Warburgbankkritik und Olli Keils Protokolle der Weisen von Zion oder jenem Satiriker aus Hamburg wohl als nächstes unwidersprochen auf diesen Friedensdemos kommen wird.Ich würde erkenntisvertiefend und aufklärerisch eine Lesung aus Hitlers “Mein Kampf”empfehlen oder Alfred Rosenbergs “Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltpolitik”oder den “Mythos des 20.Jahrhunderts”und wahrscheinlich würden die Redner mal wieder nicht verstehen wollen, was das Ganze wohl mit Antisemitismus zu tun haben könnte.Erschreckend ist auch, dass da auch keinerlei Widerspruch aus der Zuschauermenge kommt, weder bei Olli Kreis noch bei der darauffolgenden Tante. Das zeigt sehr gut, welche Sorte “Mensch”sich hier versammelt und in Nibelungentreue gegen jegliche Kritik als Schicksalsgemeinschaft zusammenhält.
Jedenfalls interessant, was bei bekennenden “Menschen”, die weder links noch rechts kennen aufgrund Radikalpazifismus und -toleranz sich alles artikulieren darf-Es wäre Lars Märholz und seinem Zentralorgatreff einmal anzuraten, diese ewig peinlichen „Entgleisungen“programmatisch zu unterbinden, insofern sie eben nicht Programm und den Inhalten der Montagsdemos sind.
Und noch ein letzter Erfahrungsbericht von den Monatgsdemos, der zeigt,wessen JKind der Organisator, die Hauptredner und ein gehöriger Teil der Teilnehmer ist:

http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=45574&tx_ttnews%5BbackPid%5D=7&cHash=0aefb86cac

Wie ist Ihre Meinung?

Kommentar schreiben


Ihr Kommentar *


* Pflichtfelder