Sonntag, 14. September 2014, 21:32 Uhr

Lechts und rinks

Die letzten beide Tage hatten die Wahlkämpfe in Thüringen und Brandenburg doch noch ein bisschen Fahrt aufgenommen.

Angela Merkel warnte davor, dass mit dem linken Spitzenkandidaten Bodo Ramelow der vor 131 Jahren verstorbene Karl Marx in die Thüringer Staatskanzlei einziehen würde, und die “Bild am Sonntag” verwandelte eine Vorlage der “heute-show” in eine massiven Schlagzeile gegen AfD-Chef Bernd Lucke (“AfD-Chef lobt die DDR”).

Die Zeitung präsentierte ihn auf Seite 1 mit DDR-Offiziersmütze, weil er – selten geschichtsvergessen – die innere Sicherheit in der Stasi-DDR gelobt hatte. Ganz korrekt zitiert, was es nicht besser macht: Lucke hatte Verständnis dafür geäußert, wenn ehemalige DDR-Bürger meinen, in der DDR sei die innere Sicherheit besser gewesen als in Westdeutschland.

Daraus kann man auf jeden Fall schließen, dass  nach der Wiedervereinigung der Verstand an deutsche Professoren sehr unterschiedlich verteilt wurde. Aber echte Rechtspopulisten fischen, wenn die Themen zusammnpassen, auch links im Trüben. Hierbei dürfte die Seite 1 der “Bild am Sonntag” eher als AfD-Wahlplakat gewirkt haben. Die Wählerwanderung von links nach rechts weist darauf hin.

Das war ohnehin das Interessanteste an den drei Wahlkämpfen im Osten, mit welch atemberaubender Geschwindigkeit sich die “Alternative für Deutschland” von einer Ein-Themen-Partei gegen den Euro in eine zweistellige rechtspopulistische  Protestpartei verwandelt hat, die Wähler aus allen Parteien abzieht – links wie rechts. Dieser Kurswechsel hat sich bei allen drei Wahlen ausgezahlt. Auch deshalb, weil ihre Sympathisanten motivierter und wahlfreudiger sind als die der etablierten Parteien.

Und das wird die entscheidende Fage der nächsten Monate und Jahre: Gehen alle Funktionäre und Mitglieder diesen Weg mit oder zerbricht die AfD daran? Wenn nicht, dann sind die Chancen gut, dass die AfD das Parteiensystem tatsächlich aufmischt. Das Jahr 2016 wird den entscheidenden Hinweis für die Bundestagswahl 2017 geben, wenn in vier Flächenstaaten und in Berlin gewählt wird.

Ansonsten bleibt in Brandenburg voraussichtlich alles beim Alten und In Thüringen werden wahrscheinlich weder Karl Marx noch Bodo Ramelow in die Staatskanzlei einziehen. Die SPD wurde dafür massiv abgestraft, dass sie entgegen den Wünschen ihrer Wähler die Tür zur “Linken” öffnete. Daraus kann man schließen, dass sie – mit sanftem Druck der Bundes-SPD – die Zusammenarbeit mit der CDU fortsetzt, statt sich, sollte es am Ende des Wahltages beim 45:45 bleiben, auf ein fragiles rot-rot-grünes Bündnis einzulassen.

P.S. Wie schrieb schon Ernst Jandl so treffend? “Lechts und rinks kann man nicht velwechsern”.

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64 Kommentare

1) Sandro Serafin, Sonntag, 14. September 2014, 22:26 Uhr

Herr Spreng, Sie widersprechen sich selber!
Wie kann eine Partei “rechtspopulistisch” sein, wenn sie große Mengen an Wählern aus einer linken, um nicht zu sagen post-kommunistischen Partei abzieht?!

2) Johannes Lamp, Sonntag, 14. September 2014, 22:26 Uhr

Leider werden die Damen und Herren, die im Sprengsatz schreiben und die sich als Fans der AfD mal laut und mal leise geoutet haben, nicht viel von Jandl halten, bzw. ihn nicht kennen – die Durchschnittsspießer halten sich eher an Agnes Miegel und andere Blut- und Boden-Lyriker!
Die Wirklichkeit (s. Lucke) ist komischer (gleichzeitig auch trauriger) als die “heute-Show” sie
karikieren könnte – und wer sich heute alles Professor schimpft – Mang, Henkel, Höhler, die Reihe des Grauens ließe sich beliebig fortsetzen…
Zusammengezuckt bin ich immer, wenn die AfD-Vögel von den “Altparteien” sprachen – ein echter Terminus der Rechten in der Weimarer Republik (Siegmund lässt grüßen)!!!

3) Walter Schmid, Sonntag, 14. September 2014, 22:57 Uhr

Wenn es die AfD zusätzlich schafft, die täglich abstürzende Mittelschicht noch mitzunehmen, dann sind locker 15% drin. Nach dem Wahlerfolg muss nicht die AfD über sich diskutieren, sondern die etablierten Parteien über sich. Herr Seehofer lässt grüssen. Die AfD tut der Parteienlandschaft m.E gut.
Ich kann die Diffammierungen nicht mehr hören! Wer jetzt noch vergleiche mit der Piratenpartei zieht, der hat die Welt der Politik wirklich nicht verstanden.

4) Erika, Sonntag, 14. September 2014, 23:04 Uhr

Die SPD hat in Thüringen eindeutig die Wahl verloren und sollte die Konsequenzen daraus ziehen und in die Opposition gehen.

5) Alexander, Montag, 15. September 2014, 08:23 Uhr

Das Beste, was der AfD in den kommenden Monaten und Jahren passieren kann, ist die Fortsetzung der aktuellen Tabuisierung und Diffamierung der AfD durch die etablierten Parteien, die die AfD als neuen Konkurrenten fürchten.

Nichts stärkt die AfD so sehr, wie die Diffamierung und Ignorierung seitens der CDU. Unglaublich, die CDU verliert viele wichtige, Jahrzehnte treue Stammwähler und beschimpft diese Wähler auch noch beileidigt als rechtsradikal etc. Ähnlich verhalten sich all die anderen etablierten Parteien.

Meine These ist, dass die Wähler spüren, dass die etablierten Parteien angesichts der großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit mit Ihrem Latein am Ende sind, keine Lösungen mehr parat haben und ein “Weiter so” wie bisher in die Katastrophe führt wie Griechenland, Portugal, Italien, Spanien, Frankreich. Die Wähler spüren auch, dass hinter den Wahlkampf-Slogans nur heiße Luft steckt.

Die Wähler spüren, dass Deutschland – wie von der Politik glorifiziert dargestellt – eben nicht blendend dasteht in Europa, sondern es Deutschland eben auch ganz schön dreckig geht. Eine massiv anwachsende Altersarmut, der konstant hohe Anteil an Hartz-4-Beziehern, die versteckte Arbeitslosigkeit ganzer gesellschaftlicher Schichten etc. werden von den Deutschen als sehr bedrohlich wahrgenommen. Gleichzeitig müssen die Deutschen nahezu täglich im Fernsehen sehen und in den Zeitungen lesen, wie Asylanten, serbische Hartz-4-Immigranten etc. alimentiert werden. Dies ist im Grunde genommen nur ein Randphänomen, es stört allerdings massiv das Gerechtigkeitsempfinden der Deutschen.

Meine Prognose: Die etablierten Parteien werden sich inhaltlich, personell nicht weiter entwickeln und damit kleinere Parteien und Neueinsteiger wie die AfD stärken. Wir haben sehr bald österreichische Verhältnisse bei uns.

Dabei spielt die rechts-links-Orientierung der letzten 100 Jahre keine wirkliche Rolle mehr. Und das ist die eigentlich entscheidende Bedeutung dieser Landtagswahlen aus meiner Sicht. Denn die AfD profitiert mitnichten von rechtsradikalen Wählern, sondern eben auch viel mehr von enttäuschten SPD-, FDP- und LINKEN-Wählern. JA, wie wunderbar!

6) Rufus Rittersporn, Montag, 15. September 2014, 10:17 Uhr

Lieber Herr Spreng,

ich nehme übel. Sehr. Das Wichtigste lassen Sie einfach weg, wie fast alle Ihre Kollegen, was die Sache nicht besser macht.

Dank der bestürzend niedrigen Wahlbeteiligung, mal wieder, kommt die AfD auf zehn bzw. zwölf Prozent. Bei einem Turnout von ca. 50 Prozent hat sie also in etwa fünf oder sechs Prozent der Wahlberechtigten hinter sich. Das ist zwar ganz ordentlich, taugt aber kaum dazu, eine neue Massenbewegung auszurufen.

Die Politikverdrossenheit ist nach wie vor das größte Problem, und die Medien, auch Sie, helfen den verantwortlichen „Volksparteien“ fatalerweise dabei, ebendieses Problem unter den Teppich zu kehren, statt den Akteuren auf die Füße zu steigen und böse Fragen zu stellen. Was für eine demokratische Legitimation haben Regierungen, die zwar knapp die Hälfte der Wähler hinter sich haben, aber nicht mal ein Viertel des Wahlvolks? Genau.

7) Tiedgen, Montag, 15. September 2014, 11:28 Uhr

@ 5 Alexander

Ich stimme ihnen zu, dass die alte rechts-links-Orientierung des 20. Jahrhunderts nicht mehr weiterhilft. Heutzutage geht es eher um die Standortbestimmung zwischen dem Finanzkapitalismus der US-amerikanischen Art und der europäischen Form der Realwirtschaft, z.B. vertreten in Form der metallverarbeitenden Betriebe.
Die Niedrigzinspolitik der EZB verschafft den Industrieunternehmen i.d.R. nicht mehr Kredite, sondern feuert die Finanzspekulation an. Und diese Politik hat zudem unkalkulierbare Folgen für den einzelnen Bürger. Da herrscht m.E. wirtschaftspolitischer Diskussionsbedarf.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Unbehagen auch eine Rolle bei dem schottischen Referendum spielt. Die Schotten haben ja eine Ölförderwirtschaft, die die Steuern sprudeln läßt (11 Mrd pro Jahr), wobei nur 8 % an Schottland zurückfließen. Und in London gibt es ein Zentrum des europäischen Finanzkapitalismus.
Ich gehe davon aus, dass eine unabhängige schottische Regierung einen ganz anderen wirtschaftspolitischen Kurs einschlagen würde, vielleicht inspiriert von den norwegischen Partnern.. Und das hätte dann auch Auswirkungen auf die Debatten über die europäische Wirtschaftspolitik.

8) Peter Christian Nowak, Montag, 15. September 2014, 11:43 Uhr

Das Ergebnis ist Ausdruck dessen, was hier in Deutschland und mit dieser ganzen Parteienlandschaft der Etablierten mitsamt der Europarettung falsch läuft.

Erschreckend ist diese Selbstgerechtigkeit der etablierten “Volksparteien” und der Blindheit vor den Problemen, die die Menschen umtreiben.

Irrationale Bewertungen des Ergebnisses aus allen Rohren, aus allen Parteizentralen; “Volksparteien”, die noch irgendein imaginäres Kapital aus dem Desaster ziehen.

Beschönigungen auf allen Kanälen. Das Volk reibt sich die Augen.

Da bedeutet für die Demokratie, die von Akzeptanz in der Bevölkerung ihre Energie beziehen sollte, überhaupt nichts Gutes!

9) W.Buck, Montag, 15. September 2014, 11:51 Uhr

Bei der AfD frage ich mich immer ob sie Protestpotential nutzt oder ob ihre Wähler wissen was sie da wählen. Wie immer scheint die Antwort in der Mitte zu liegen. Viele Wähler haben einfach genug vom CDU/CSU/SPD/Grünen Einheitsbrei. Aber ein großer “harter Kern” an Wählern wünscht sich eben so was wie eine “Sarrazin-Partei”. Auch wenn dieser Herr nichts mit der AfD zu tun hat so schwimmt die “Alternative” eben doch auf diesem rechtspopulistischen Gedankengut das immer wieder so daher kommt als seien Hetze gegen Ausländer, ALG2-Empfänger und Muslime so was wie Lebenswirklichkeiten. Sieht man ja auch hier an dem einen oder anderen geBILDeten pro AfD Kommentar. Das sollte eine Demokratie verkraften können. Allerdings sollten die “Etablierten” der AfD in Zukunft mit Argumenten begegnen und nicht mit arroganter Ignoranz.

10) Wolfgang Wegener, Montag, 15. September 2014, 12:52 Uhr

@ Alexander “Unglaublich, die CDU verliert viele wichtige, Jahrzehnte treue Stammwähler und beschimpft diese Wähler auch noch beileidigt als rechtsradikal etc. ”

Tja, was soll denn die CDU jetzt auch machen? Totschweigen hat nicht funktioniert, die AfD ist nicht tot. Die Themen der AfD kapern? Das könnte für die AfD den Nachbrenner zünden (s. Fukushima-Effekt bei den Grünen). Also mal rein taktisch gesehen (und so denken die ja wohl auch), also nicht im Interesse Deutschlands gedacht, wie es sich eigentlich gehört. Außerdem eh schwierig, denn in dem Alter, in dem Frau Merkel ist, ändert man sich nicht mehr wesentlich.

Der zweite große Verlierer ist die Presse, die wirklich nichts unversucht hat, die AfD in alle möglichen unappetilichen Ecken zu schreiben. Bei der zitierten Heute-Show (mittlerweile nicht mehr zum Lachen, sondern eher Kampfpresse) habe ich gewusst: Da kommt noch was gegen die AfD, das war erwartbar.

Aber ist das hinsichtlich der Presse nicht eigentlich auch erwartbar gewesen? Alle großen Parteien haben ihre (Hof)berichterstatter. Insiderinfos werden gegen freundliche Berichterstattung getauscht: Sigmud Gottlieb (CSU), Sabine Rau (SPD), Günter Bannas (Angela Merkel). Diie AfD als neue Partei hat da noch niemanden. Wie wärs, Herr Spreng? Das Sie das Wischi-Waschi der Merkel CDU nicht gut finden, haben Sie ja diverse Male überzeugend zum Ausdruck gebracht. Und dann hätte die AfD jemanden, der sie in Talkshows vertritt. Kauder will da ja nicht ran. Und ob der ÖRR-Staatsfunk das Original ranlässt, wage ich mal zu bezweifeln.. Ich lasse mich allerdings gern überraschen.

11) Alexander, Montag, 15. September 2014, 14:07 Uhr

@ 2.) Dümmlich-arrogante Diffamierung

Ich werde aus Ihrem Beitrag nicht so richtig schlau. Mir erschließt sich nicht, was Sie uns sagen wollen. Halten Sie nun den typischen AfD-Wähler für einen dummen, unverbesserlichen Spießer?

Sie stellen AfD-Wähler in die Spießer-Ecke. Das ist ja bei all den linken Pseudo-Intellektuellen, den politisch Korrekten und den verklemmten Alt-68ern die Höchststrafe! Der Titel “Spießer” wird doch allen Andersdenkenden verliehen, die nicht ganz auf Linie sind, wie krude auch immer diese Linie aussehen mag.

Und der Titel “Blut-und-Boden-Lyriker” erinnert an die nationalsozialistische Geschichte. Ja, widerlicher geht es nicht in einer politischen Diskussion.

Nur inhaltlich hat Ihr Beitrag nichts zu bieten. Nur einen arroganten Ton, nur Beleidigungen und Unterstellungen, aber inhaltlich nichts!

12) M.R. Schäfer, Montag, 15. September 2014, 15:26 Uhr

Kurz und knapp – rechts der CDU ist nicht mehr die Wand.

13) Johannes Lamp, Montag, 15. September 2014, 15:46 Uhr

zu 6) Alexander
Ich habe nicht erwartet, dass der typische AfD-Wähler aus meinem Beitrag schlau wird, bzw. ihn versteht. Es geht mit Sicherheit erheblich widerlicher, wenn ich die Signale aus Kreisen der AfD bewerte – die Sprüche führender Mitglieder, die es ja nie so meinen, wie es sich anhört.
Träumen Sie weiter (wegen mir auch von der Neuen Zeit)! Ich habe wohl einen Nerv getroffen mit meinen Inhalten…

14) Horst Klohocker, Montag, 15. September 2014, 17:17 Uhr

AfD – Keiner sieht in Dir die Alternative, mit welcher er regieren möchte! Über 10 % der Wähler bei den letzten Landtagswahlen wählten sie dennoch so etwa nach dem Motto: „Die können eigentlich auch nichts schlechter machen als die Etablierten!“

Wenn das das Wörtchen eigentlich nicht wäre. Eigentlich hätten wir bessere Politiker verdient und eigentlich möchten alle nur regieren und der Bürger sollte eigentlich doch ruhig und zufrieden sein. Eigentlich braucht keiner die AfD – doch es gibt sie nun mal – so ähnlich wie: „eigentlich wollte ich die Welt erobern, aber es regnet!“

15) Paulus, Montag, 15. September 2014, 18:35 Uhr

Da sich Differenzierte Analysen/Darstellungen von Sachverhalten in der BamS in der regel überhaupt nicht finden lassen, sie steht für eine Vorliebe plakativer und reißerischer Darstellungen, halte ich sie im Zusammenhang mit einer Analyse oder neudeutsch “Decodierung” der AfD, für nicht zitierfähig. Ein Zitat der BamS ist eine Beleidigung der Intelligenz der Foristen dieses Blogs.

Angela Merkels Befürchtung mit Bodo Ramelow zöge der verblichene Karl Marx quasi “ideologisch” in die Thüringer Amtsstuben ein, in denen die Bediensteten der Landesregierung hocken, liegt auf BamS Niveau. Mit Schlagworten und Animositäten lässt sich die AfD “inhaltlich” (wie es im Jargon der Partei Bonzen neuerdings heißt) ebenso wenig erfassen wie die Linke, in der ich inzwischen mehr “linken Ordo-Liberalismus”, angereichert mit der Forderung nach Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand (Lafo, Sahra Wagenknecht) und einer Neubestimmung der institutionellen Eigentumsrechte (z. B. im Aktienrecht, siehe dazu auch Hans-Christoph Binswanger).und der Förderung von Stiftungen und Genossenschaften

Um den Kern-Positionen der AfD gerecht zu werden, wäre eine Auseinandersetzung in erster Linie mit EU gesteuerter/(m) Bürokratismus, Entmachtung der nationalen Parlamente im Rahmen von fiskalpolitischen Entscheidungen und den speziellen Wirkungen der Euro- Rettungsmaßnahmen (die z. B. ausschließlichen den Banken dienen) zu führen. Schlagworte wie “Rechtspopulismus”, “deutsch-national” usw. sind genug gefallen, sie stehen inzwischen eher für eine politische Bankrotterklärung der etablierten Polit-Bonzen und ihnen hörigen Journalisten.

Gruß
Paulus

16) Frank Reichelt, Montag, 15. September 2014, 18:46 Uhr

Rechts der CDU war noch nie eine Wand, das Problem ist nur: Jede Partei die sich rechts der CDU oder gar der CSU ansiedelt, muss ja dann rechsradikal oder mindestens rechtspopulistisch sein. So wie eine Partei links der SPD per Definition kommunistisch sein muss, ob das nun stimmt oder nicht. Deshalb wird die AfD durch die veröffentlichte Meinung, Kommentatoren und Blogbetreibern stigmatisiert, diffamiert und “decodiert”.
Das Feuer der Medien auf die AfD wird stärker werden, was natürlich beim Wähler das genaue Gegenteil als beabsichtigt erreichen wird, die Wahlergebnisse der Partei werden immer höher werden, je mehr sie angefeindet wird. Insofern arbeitet auch Herr Spreng der AfD kräftig zu!

17) Erwin Gabriel, Montag, 15. September 2014, 19:40 Uhr

@ 8) Peter Christian Nowak, Montag, 15. September 2014, 11:43 Uhr

>> Erschreckend ist diese Selbstgerechtigkeit der etablierten
>> “Volksparteien” und der Blindheit vor den Problemen, die
>> die Menschen umtreiben.

Das ist so etwas von richtig !!!
.
@11) Alexander, Montag, 15. September 2014, 14:07 Uhr

Yepp !!!
.

@ 2) Johannes Lamp, Sonntag, 14. September 2014, 22:26 Uhr

So wie Sie argumentieren, dürfte es keine Vegetarier geben, nur weil Adolf Hitler auch Vegetarier war.

Sie gehören zu den Leuten, die anderen am liebsten die Nase abschneiden würden, weil die niesen. Dabei ist die Triefnase selbst nur das Symptom, nicht aber die Krankheit selbst.

es grüßt
Ihr Lieblligs-Durchschnittsspießer (mit Garten, aber ohne Zwerge)
Erwin Gabriel

18) Walter Schmid, Montag, 15. September 2014, 22:10 Uhr

@Lamp
Die Sprüche der Vertreter der Altparteien kann ich nicht mehr hören, vorallem die vielen Vertragsbrüche der Regierung. Maastricht und Lissabon lassen desweiteren grüssen! Alexander hat die Situation über die AfD Super analysiert, wie immer. Wir tauschen hier nur Meinungen aus, ohne dass wir uns hier gleich beschimpfen. Etwas mehr Respekt vor der Meinung des anderen wäre wünschenswert!

19) daniel mitscherlich, Montag, 15. September 2014, 23:40 Uhr

Die AFD muss ihren rechten Flügel stutzen, dann wird sie dauerhaft eine Chance haben.

20) Freddy Schlimm, Montag, 15. September 2014, 23:48 Uhr

Es führt zu nichts, die Wähler von Parteien, die man selbst nicht wählt, für dumm zu erklären. Der Anteil von Dummen und Schlauen, wie immer man Dummheit und Schlauheit definiert, dürfte in den meisten Parteien ähnlich sein.
Ich finde, es tut einer Demokratie gut, wenn es ab und an neue Parteien schaffen, in Parlamente einzuziehen.

21) Paulus, Dienstag, 16. September 2014, 11:05 Uhr

@5 Alexander

Ausgezeichneter Beitrag – volle Zustimmung! Und ich füge hinzu: Das hergebrachte links-rechts-Schema mit dessen Hilfe politische Positionen “erklärt” bzw. eingeordnet werden, funktioniert nicht mehr. Es liefert nur noch platte, bis zur Lächerlichkeit reichende Banalitäten. Jüngstes Beispiel für politische “pseudo-Aussagen” lieferte wieder einmal die deutsche Regierungschefin mit ihrer Erkenntnis: “Die beste Antwort auf die Wahlerfolge der AfD sei eine gute Regierungsarbeit…”. Was anderes als “gute Regierungsarbeit” hat sie nach ihrer Selbsteinschätzung denn bisher abgeliefert? Sie erinnert damit an ihre bis dahin als “Merkel Klassiker” bekannt gewordenen Tautologie: “Ein gutes Fundament ist Voraussetzung für eine tragfähige Basis….” Mit diesen ihren sinnfreien Hauptsätzen stellt sie unfreiwillig die Frage, auf welcher erkenntnistheoretischen Grundlage ihre “gute” Regierungsarbeit denn konzipiert wird – was haben wir da zu erwarten?.

Klar ist, dieser Unfug merkel`scher Weisheiten kann die AfD nur stark machen und ebenso klar ist, auf eine ernsthafte Auseinandersetzung um die “innere Logik” der Entscheidungen die in unseren Parlamenten von der versammelten “politischen Klasse” getroffen wurden und in ihrer Begeisterung für den Euro, aufgespannte Rettungsschirme, EZB Politik a la Draghi und Schengen-Abkommen zum emphatischen Ausdruck gelangt (die EU sichert den Frieden!!), sind die etablierten Parteien überhaupt nicht vorbereitet.

Im entwickelten Kapitalismus der OECD Staaten sind die traditionellen Antworten auf Fragen: Wie wollen wir leben?, Warum müssen wir Wachstum produzieren? Worauf kommet es für ein “Mehr” an Lebensqualität an? Welche Rolle können Banken in unserem Wirtschaftssystem einnehmen? Welche Geldverfassung brauchen wir? Wie werden Privatautonomie und Entscheidungsfreiheit des Einzelnen im Zeitalter der Totalüberwachung durch Geheimdienste gesichert – wer kontrolliert die Kontrolleure? etc., etc., etc. neu zu entwerfen. Wir brauchen – wenn überhaupt noch – eine zeitgemäße Form der Auseinandersetzung um die ideologisch/metaphysischen Grundfragen dessen, was wir üblicherweise Zivilisation und Kultur nennen.

Gruß
Paulus

22) Erwin Gabriel, Dienstag, 16. September 2014, 11:46 Uhr

@ 16) Frank Reichelt, Montag, 15. September 2014, 18:46 Uhr

>> Jede Partei die sich rechts der CDU oder gar der CSU ansiedelt,
>> muss ja dann rechsradikal oder mindestens rechtspopulistisch sein.

Rechtspopulistisch? Warum nicht, es gibt ja auch linkspopulistisch…

Politisch rechts zu sein darf aus meiner Sicht genauso wenig zu Diskriminierungen führen wie, politisch links zu stehen. Politisch rechts oder links ist nicht problematisch.

Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass, Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit (gegen Menschen und Sachen, gegen Staatsgewalt, politische Gegner etc) sind problematisch, egal unter welchem politischen Vorzeichen.

23) Michael Hohe, Dienstag, 16. September 2014, 16:00 Uhr

Wie groß ist denn das Potenzial der AfD Wähler, welche wirklich das Programm glauben und aus Überzeugung wählen ?
Ich schätze das ca. 80% der Stimmen ein Wechselwähler- und Protestwähleranteil darstellen und genausoschnell wieder woanders landen können.

Im Gegensatz zur FDP die lange ein überzeugten Fixwähleranteil von ca. 5% hatten, halte ich die Wählerschaft der AfD für deutlich volatiler…

Also zunächst mal keine Gefahr…eher ein Weckruf der CDU, ich befürchte aber, die laufen wie aufgeschreckte Hühner verquert umher. Eine Erkenntnis in die richtige Richtung halte ich für unwahrscheinlich.

24) Stefan Herbst, Dienstag, 16. September 2014, 17:04 Uhr

Wenn man sieht, was für eine Truppe Hr. Juncker so aufgestellt hat bzw. wie diese in Zukunft handeln werden, wird die AFD bald 3.stärkste Kraft werden!! Eventuell noch mehr…..

Denn mit dem Hauptmotto “raus aus dem Euro” trifft diese Partei den Nerv der meisten Bundesbürger. Solange das unsere Politiker nicht verstehen, wird die Partei wachsen.

Es gint doch nur 2 Optionen:
1. Tasächlich raus aus dem Euro
oder
2. Eine Politik für die Bürger einführen. Banken und Großunternehmen haben doch wohl langsam genung profitiert.

25) Wolfgang Wabersky, Bocholt, Dienstag, 16. September 2014, 18:44 Uhr

Geehrter Herr Spreng!
Den Begriff “rechtspopulistisch” sollte man nur jvorwiegend mit der CSU in Verbindung bringen. Der rechte Zulauf für die AfD war eher marginal, von den etablierten Parteien aber ungleich größer. Geradezu primitiv mutet es an, wenn die CDU abhanden gekommene Wähler als “rechtsradikal” verortet. Solche dummdreiste, ideologisch verengte Wählerunglimpfung der AfD hat bei den gerade stattgefundenen Landtagswahlen eher als Rohrkrepierer gewirkt. Das Protestpotenzial der AfD basiert eindeutig auf der himmelschreienden Einfallslosigkeit der etablierten Parteien, die alle Probleme von Belang, innen wie außen, schweigend übergehen. Es wird nichts diskutiert, sondern nur noch “alternativlos” abgenickt. Viele Bürger wollen die stumpfsinnige Perpetuierung nichtdurchdachter Entscheidungen weiterhin hinnehmen. Sie ist der Grund für die durch die Etablierten verursachte hohe Politikverdrossenheit im Lande. Das Problem liegt eindeutig nicht bei der AfD, sondern bei den Blockparteien und der sie unterstützenden mainstream-presse.

26) Jakobiner, Dienstag, 16. September 2014, 19:47 Uhr

Meiner Ansicht nach hängt die weitere Entwicklung der AfD davon ab, wie sich die Eurokrise weiterentwickelt. Sollten Italien und Frankreich keine Reformen einleten, weiter abdümpeln und selbst Krisenkanidaten werden, wird der Euro in ernsthafte Schwierigkeiten kommen. Sollten die bisher folgenlosen Rettuingsschirme wirklich einmal eingelöst werden müssen, dann wäre auch die Merkel- CDU smat SPD, Grünen und allen Eurounterstützern am Ende–es sei denn Merkel wird bei einem Eurocrash genauso schnell umschwenken wie bei Fukushima mit der Atomkraft und der Energiewende.Ebenso wird bei weiterer EZB-Politik die EZB durch den Ankauf der Asset Backed Securities, also faukler Papiere selbst zur Bad Bank.Das kann zur nächsten fundamentalen Krise führen. Und dann nicht zu vergessen: Die Finanzblase, die sich gerade im Bereich der Schattenbanken bildet und vor der Merkel ja schon selbst gewarnt hat–ohne weitere Folgen.
Ein weiteres Problem, das der AfD weiteren Zulauf bringen könnte sind die weiteren Flüchtlingsströme. Momentan noch begrenzbar und noch behebbar–aber bei der nächsten Flüchtlingswelle ist die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung möglicherweise nicht mehr so gross. Seehofer warnt ja schon vor einem Stimmungsumschwung, den er in der Bevölkerung auszumachen meint.Und sollte in Frankreich der Front National an die Macht kommen und GB die EU mittels Referendum 2017 (also im Wahljahr) verlassen, wäre es nicht nur mit dem Euro, sondern auch mit der EU in alter Form vorrüber.

27) Jakobiner, Dienstag, 16. September 2014, 20:27 Uhr

Noch zu den europäischen Wechselwirkungen zwischen Front National, GB_Cameron/UKIP und der AfD:
Für den Front National ist es eine win-win-Situation. Ändert Hollande seine Politik nicht und führt keine Reformen durch, dann bleibt es bei der französischen Malaise und der Front National kann dabei gewinnen. Führt Hollande oder wer anders Reformen durch, wird dies mit Sozialkürzungen, Stellenabbau,etc. einhergehen und der Front National wird sagen, dass diese unpopulären Einschnitte der Brüningschen Politik der deutschlanddominierten EU geschuldet sind.Auch mt den Auswirkungen einer Austeritätspolitik wird der Front National ebenso gewinnen.Und wie gesagt: Ein Front-National-Frankreich ist nicht nur das Ende des Euro, sondern auch der EU. Und das wird dann wieder die Hochzeit der AfD und nationalkonservativer und anti-transatlantischer-pro-eurasischer Kräfte in Deutschland.Ich hoffe jedenfalls, dass die Schotten gegen die Ablösung von GB stimmen. Denn ich möchte Schottland in GB , wie auch GB in der EU. Ohne die Schotten würden die Europagegner in England leicht die Oberhand gewinnen.Jedenfalls lacht sich Putin ins Fäustchen, denn Europa zerlegt sich gearde so, wie er die Ukraine– und demnächst Kasachstan und Zentralasien.

28) M.M., Mittwoch, 17. September 2014, 01:12 Uhr

Der Weg weg von der Einthemenpartei hat der AfD geholfen sich zu etablieren. Lucke hat das gut gemacht und sich nicht beirrenlassen. Nun wählt der Durchschnittsspiesser also AfD. Wer so diffarmiert wird kann sich gluecklich schätzen und muss etwas richtig gemacht haben.

29) Peter Christian Nowak, Mittwoch, 17. September 2014, 12:36 Uhr

Jakob Herbst, M.M, Alexander, Paulus

Wie ich schon sagte, ich bin kein Anhänger der AfD. Dennoch: die Partei ist Ausdruck eines “unguten” Gefühls gegenüber Europa. Zurecht!

Denn, was sich hinter den Kulissen dieses “Friedensprojektes” und vor den Kulissen dieses “Friedensprojektes” abspielt, das weiss so recht keiner. Man schaue sich nur mal die Geheimnistuerei im Kontext Freihandelsabkommen mit den USA an. Sieht so Vertrauen der EU gegenüber den Bürgern aus, die eigentlich für die europäische Idee begeistert werden sollen?
Und der Bürger wünscht sich eigentlich nur, dass sein Lebensentwurf die Voraussetzungen in der Politik findet, die er für das Gelingen braucht.

Und da scheint die AfD einen Nerv in der Bevölkerung getroffen zu haben!

Dass die EU ein Friedensprojekt ist und sich einzig allein darauf reduzieren lässt – da habe ich angesichts der weltweiten Krisen so meine Zweifel.

Mir gefällt die bedingungslose Anbindung an die USA ohne die leiseste Kritik an deren Außenpolitik seit 9/11 nicht.

Aber, das ist es nicht allein. Europa ist sozialpolitisch zutiefst gespalten. Die EU ist in seinem Handeln zumeist intransparent. die Verunsicherung in Brüssel wie bei seinen Bürgern ist groß. Davon profitiert so eine “Kontrapartei” wie die AfD.

Ein Blick nach Frankreich oder die Südländer reicht. Von Einigkeit und “Frieden” keine Spur. Der soziale Friede scheint allerorten auf der Kippe. Und seit der Ukrainekrise und die Zerstörung jahrzehntelanger deutscher Entspannungspolitik, eingeleitet durch Willy Brandt und Egon Bahr, wissen wir, dass ein Krieg nicht nur vor der Haustür Europas, sondern in Europa selbst möglich ist. Das schafft in den Bürgern mehr oder weniger ein ganz ungutes Gefühl, und ist gerade nicht für ein gedeihliches Europaverständnis geeignet.

Das weiss auch Brüssel. Das wissen die Medien. Das Gefühl haben auch die Bürger hierzulande und in Europa insgesamt.

Daher würde ich sie bitten, sich folgende Mitteilung aus dem Link mal anzuschauen und dann sich so Ihre Gedanken zu machen.

http://politik-im-spiegel.de/eu-berater-einsatz-des-militrs-gegen-streiks-und-aufstnde/

30) Alexander, Mittwoch, 17. September 2014, 17:04 Uhr

@ 21.) Paulus, Danke für die freundliche Rückmeldung!

Die von Ihnen formulierten Fragen sind genau die Fragen, die eigentlich unsere Parteien inhalieren, diskutieren und lösen sollten. Das ist genau das Dilemma der etablierten Parteipolitik, dass sie alles unternimmt, um genau diese für die Zukunftsgestaltung relevanten Fragen zu beantworten. Deutschland und Europa dümpelt so vor sich hin.

31) Jakobiner, Mittwoch, 17. September 2014, 21:26 Uhr

Wie steht denn die AfD zur Außenpolitik–da hat noch keiner nachgefargt und da müsste sie auch mal die Hosen runterlassen, da sie außer Eurokritik nicht sehr viel zu bieten hat.

Ich höre oft von Leuten, die angesichts der Globaliserung überfordert sind, dass alles “zu komplex”sei, was bedeutet, dass man sich gar nicht einmal die elementarsten Fakten klarmacht.Diese sind meiner Ansicht nach folgende Rahmenbedingungen auf die man politische Antworten finden muss, die die AfD bisher aber noch gar nicht thematisiert hat:

1) Die Welt ist im Übergang von einer unipolaren Welt unter der pax americana zu einer multipolaren Welt. Ausdruck dessen ist das gemeinsame sinorussische Papier “New Types of Great Power Relations”, das Xi Jinping Obama bei seinem Treffen auf Sunny Island vorlegte. Wie sieht faktisch die von Russland und China geforderten neuen Großmachtsbeziehungen aus?
1) Die USA soll die multipolare Realität anerkennen.Es gibt– mit der BRICS und den G-20–mehrere “Pole”in der Welt mit eindeutigen Interessenssphären, den beiden wichtigsten: Russland: Die Eurasische Union und China das Süd. und Ostchinseische Meer.Und mit beiden die SCO, der nun auch Indien beitreten will.Solange dies nicht akzeptiert wird, werden die Machtverhältnisse eben noch von der Ukraine,über Kasachstan, Zentralsaien bis zu den Diaoyutai und Syrien ausgekämpft.

2) Die USA sollen die UNO und ihre Institutionen reformieren, ansonsten werden Russland, China, Indien, Brasilien dies mittels einer eigenen Entwicklungsbank und eines eigenen Wäjrungsfonds in Konkurrenz zu IWF und Weltbank tun.

Zweiter grosser Faktor in der Weltpolitik ist die zunehmende Fragmentierung der EU bei gleichzeitigen Versuchen der EU weiter zu expandieren und zu integrieren. Der Euro wird immer mehr zum zersetzenden Faktor der EU.Und die EZB immer mehr zur Bad Bank.

Dritter Faktor ist der weltweit expandierende Islamismus.

Vierter wesentlicher Faktor ist die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft, die die 4. industrielle Revolution darstellen wird–Sharing Economy, Industrie 4.0,etc. noch als von den meisten unbegriffenen Schlagworte.

Fünfter wesentlicher Faktor: Der Klimawandel und Resourcenverbrauch, der die gesamten Industriegesellschaften an das Limit ihrer Funktionsfähigkeit bringen wird.

Sechster Fakor: Die Schatten banken, die Ausweichpaltz für die zunehmend regulierten Banken werden, die selbst immer noch nicht genug regiliert werden

Diese wesentlichen Faktoren hängen miteinander zusammen. Von daher gilt es eine Politik zu entwicklen, die innerhalb der G-20 für eine gewisse Harmosnierung sorgt.Ein Baustein dazu ist der jetzt auf der neuen Klimakonferenz beabsichtige Weltklimaplan, der auf Basis einer UNO-Studie erfolgt, die klarmacht, dass Wachstum und Klimaschutz nicht im Widerspruch stehen, insofern man eine intelligente und nachhaltige Stadtplanung für die kommenden Megacities betreit und das Emmssionsabgabensystem reformiert:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/expertenbericht-zum-un-sondergipfel-wachstum-und-klimaschutz-vertragen-sich-doch-1.2130078-2

Um noch einmal zur AfD zurückzukommen. Deren einziges außenpolitisches Papier stammt von Gauland, umfasst 2-DIN-A-4-Seiten und benennt keinen dieser Punkte mit Ausnahme der EU,. dem Euro und dem Verhältnis zu Russland.Mankönnte also schon die AfD in Erklärungsnöte bringen, wenn man diese Punkte mal thematisieren würde. Aber bisher hat das noch keine der Mainstreasmparteien getan.Aber man muss auch einmal das Positive an der Existenz der AfD sehen: Sie bringt einmal einen nationalen Standpunkt in die bisher unwiderfragte Mantra der Globalisierung und des Washington Consensus, also die Frage inwieweit der Nationalstaat noch etwas bewirken kann.Gleichzeitig ist sie aber auch heuchlerisch in dieser Beziehung, da sie eben auch sehr neoliberal ist und ich auch bei Lucke und Henkel, die ein neoliberales deutsches Cameronengland mit Sozialaabau, Deregulierung, weiterer Privatisierung wollen, meine Hand nicht ins Feuer legen würde, dass sie auch Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP durchwinken würden, wie sie auch die Russlandsanktionen mittrugen und zudem auf Westbindung und NATO bestehen.Also: Die waschechten Nationalkonservativen scheinen sie nicht zu sein. Aber die AfD mal auf diese Widersprüche abzuklopfen hat bisher auch noch keine der etablierten Parteien übernommen. Da ist nur immer dieses “Populismus-Pfui”ohne mal außenpolitischen Standpunkte von der AfD einzufordern, die diese wohlweislich bisher nicht einnimmt.Und wie gesagt: Ihr gesamter außenpolitischer Entwurf ist nur das zweiseitige Gaulandpapier, das zudem noch nicht einmal vonder Parteiführung abgesegnet wurde.Außenpolitisch und für ein Deutschkland in einer globaisierten Welt ist die AfD bisher noch ein Kaiser ohne Kleider.

32) Johannes Lamp, Donnerstag, 18. September 2014, 10:43 Uhr

zu 30) Alexander
Wenn schon oberlehrerhaft, dann bei zwei Subjekten im letzten Satz auch Plural beim Prädikat!

33) Johannes Lamp, Donnerstag, 18. September 2014, 10:45 Uhr

zu 31)Jakobiner
hat Recht!!!

34) Paulus, Donnerstag, 18. September 2014, 17:32 Uhr

@31 Jakobiner

Das o. g. Posting enthält eine Reihe wichtiger Hinweise auf die sich (immer schon) verändernden politischen Kräfte im Weltmaßstab, deren Entwicklungstempo sich offenbar stark beschleunigt haben.

Dabei bereitet die gegebene Komplexität der aktuellen Kräfteverhältnisse nicht einmal die Hauptschwierigkeit in der Analyse, es sind vielmehr Unsicherheiten die sich in der nahen Zukunft aufbauen (Klimawandel, Zukunft der Demokratie), wohin steuern wir? Fragen denen sich der “Club of Rom” intensiv beschäftigt hat und bereits Ende der 80ziger Jahre analysiert hat,, dass bei gegebenem Stand der Technik und der Ressourcen ca. 20 % der Menschheit reichen würden um die gesamte Weltbevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern/Leistungen zu versorgen. Die sich daraus ergebene Frage war nicht mehr, wie ist nunmehr Vollbeschäftigung zu erreichen sondern: “Was machen wir mit dem Rest?”

D. h. Behauptungen “der Politik” mit diesen oder jenen Maßnahmen (z. B. Ankurbelung des Wirtschaftswachstum) erreichen wir Vollbeschäftigung oder einen ihr nahe kommenden Zustand, können nur leere Versprechungen sein. Darüber täuscht auch nicht hinweg, dass in Euroland die “Wettbewerbsfähigkeit” zurück gewonnen werden müsse, damit sich die Staatsschulden im südlichen Euroland schon von selbst auflösen. dabei weiß doch Frau Merkel bereits vom Potsdamer Physiker Helmholtz: “In der Natur verschwindet nichts, es nimmt nur andere Formen an”

Was ich damit sagen will: unsere politische Elite hat nicht einmal im Ansatz eine Idee, wie denn der Euro auf die Dauer gehalten werden kann – geschweige denn ein schlüssiges außenpolitisches gesamtkonzept für den Umgang mit dem Rest der Welt. Also befindet sich die AfD mit ihremr außenpolitischen “weißem Rauschen” in bester Gesellschaft zu den etablierten Parteien. die haben auch kein Konzept, tun nur so als ob, kaschieren ihre Ratlosigkeit nur “professioneller”.

Solange wie wir ein Geldsystem als das non-plu-ultra der Geldpolitik betrachten, das auf einer gigantischer Verschuldung bei der Emission von Geld beruht und die “Fiat-Money” (= Geld aus dem Nichts) Produktion des Geschäftsbankensektor außer Kontrolle geraten ist, feuern wir die Unsicherheiten mit denen wir uns herumzuschlagen haben, nur weiter an. Und die EZB treibt mit weiteren Schulden die Spirale der Gesamtverschuldung (neuerdings sogar durch ASB) kräftig an obwohl wir alle wissen: Nicht nur der Euro steht vor dem Zusammenbruch, ebenso das internationale Geld- und Bankensystem in toto wird kollabieren.- es ist nur eine Frage des Zeitpunkt.

Und M. Spreng sorgt sich um die schwindende Aktualität der Polit-Nebelkerze: “linke Ecke contra rechte Ecke!!

Gruß
Paulus

35) Alexander, Freitag, 19. September 2014, 10:49 Uhr

@ 32.) korrekt!

@25.) Paulus, ich stimme Ihrem Kommentar zu!

@ 31.) Jakobiner, vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich gut finde, auch wenn ich Ihnen nicht in allen Positionen zustimme.

Europa und Deutschland schauen angesichts der von Ihnen benannten globalen Einflußfaktoren einfach nur zu und sind nicht in der Lage, eine geeignete Strategie inklusive Vision und Programmatik zu entwickeln. Uns Europäer fehlt aktuell der Wertekompass und wir müssen zu allererst einmal grundlegende Fragen über unser gesellschaftliches Leben und Miteinander klären, so wie das Paulus in seinem Kommentar @ 21.) beschrieben hat:

“Wie wollen wir leben?, Warum müssen wir Wachstum produzieren? Worauf kommet es für ein “Mehr” an Lebensqualität an?”

Ich erwarte von der AfD nicht, dass sie bereits heute zu allen grundlegenden Themen und Fragestellungen eine Antwort parat hat. Allerdings erwarte ich von dieser Partei, dass sie sich diesen Fragen stellt und Problemlösungs-Strategien entwickelt.

Es ist doch bezeichnend für die etablierten Parteien, dass diese Parteien eben auch keine Antworten auf die grundlegenden Fragen unserer Zeit haben.

36) Beate, Freitag, 19. September 2014, 13:29 Uhr

Frau Merkel ist es doch, die bewußt die Wirtschaft destabilisiert und damit dem Extremismus aufhilft.

http://www.gegenblende.de/29-2014/++co++3b5bf068-3dab-11e4-bc60-52540066f352

Es ist ein Skandal wenn die jüdische Allgemeine berichtet, dass Frau Merkel mit Faschisten aus der Ukraine zusammenarbeitet.

Aber nichts passiert.

Soweit sind wir wieder.

37) wschira, Freitag, 19. September 2014, 15:14 Uhr

22) Erwin Gabriel

Die von Ihnen genannten no-go’s sind aber nun mal die Eigenschaften links-und rechtspupulistischer bzw extremer Strömungen, deshalb kann ich einer Tolerierung dieser Strömungen nicht zustimmen.

38) Beate, Samstag, 20. September 2014, 08:51 Uhr

Herr Lucke ist Ökonom.

Herr Lucke war 2005 sehr dafür den deutschen Arbeitnehmern ihre Löhne zu kürzen.

Herr Lucke ist ein Freund des Kapitals.

d.h. Die AFD wird die Sozialhilfe, Hartz IV abschaffen. Es gibt vom Staat nichts mehr, damit die Löhne ins bodenlose Fallen können.

Hitler hat den deutschen Arbeitnehmern auch die Löhne gekürzt. Um Waffen aller Art produzieren zu können wurde der Konsum eingeschränkt.

Jetzt soll der Konsum eingeschränkt werden, damit Deutschland immer mehr Waren ins Ausland liefern kann.

Profiteure sind wenige, die risige Auslandsvermögen zusammengerafft haben. Oligarchie auf deutsch.

Wer die AFD wählt , wählt diese aus Protest.

Mit den Grundsätzen dieser Partei hat er sich nicht auseinandergesetzt.

Der Protest würde sich gegen Frau Merkel und Herrn Gabriel richten würden die Medien sachlich recherchieren und berichten.

Dann würde darüber berichtet dass nicht der Euro das Problem ist, sondern ein Abwertungswettlauf zwischen den Mitgliedern der Währungsunion. Die Verelendung des Mittelstandes ist gewollt.

Andererseits wer sich nicht aktiv Informationen beschafft und den Dingen seinen gang gehen läßt steht dann irgendwann wieder an der Front.

39) karel, Samstag, 20. September 2014, 12:34 Uhr

38) Beate

Nachfolgend ein Bild, das bei Ihnen nicht vorkommt:

Henryk Broder meint: …. Die Deutschen leben im Reich der Illusionen……
(was vielleicht den Erfolg der AfD begleitet)

Mehr unter:
http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article132385759/Hat-der-Dritte-Weltkrieg-vielleicht-schon-begonnen.html

40) Erwin Gabriel, Samstag, 20. September 2014, 13:59 Uhr

@ 37) wschira, Freitag, 19. September 2014, 15:14 Uhr

>> Die von Ihnen genannten no-go’s sind aber nun mal
>> die Eigenschaften links-und rechtspupulistischer
>> bzw extremer Strömungen

ich wollte auf zwei Dinge hinweisen:
* Links- und rechts-populistisch ist nicht das gleiche wie links- oder rechts-extrem.
* Politisch links und rechts sollten gleich behandelt und gleich betrachtet werden.

Ich stimme Ihnen aber in jedem Fale zu, dass Gewalt ein absolutes no-go ist.

41) Erwin Gabriel, Samstag, 20. September 2014, 14:04 Uhr

@ 38) Beate, Samstag, 20. September 2014, 08:51 Uhr

Aus der Tatsache, dass Herr Lucke Ökonom ist, leiten Sie ab, dass die AfD Sozialhilfe/Hartz IV ersatzlos streichen will. Das halte ich (erst recht, wenn inzwischen selbst an dieser Stelle Adolf ausgegraben wird) für ein bisschen weit hergeholt.

Dass sich kein AfD-Wähler mit deren Grundsätzen auseinander gesetzt haben soll, auch.

Ansonsten bringen Sie ein paar Dinge durcheinander.

42) Jakobiner, Samstag, 20. September 2014, 20:35 Uhr

In der ARD rumort es jetzt heftig wegen der Ukrainebereichterstattung. Der ARD-Programmbeirat hat jetzt eine vernichtende Kritik gebracht. Mal sehen, wann auch die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen über die AfD breiten Unmut hervorruft:

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

43) Jakobiner, Samstag, 20. September 2014, 20:44 Uhr

Zu Paulus:

“Ende der 80ziger Jahre analysiert hat,, dass bei gegebenem Stand der Technik und der Ressourcen ca. 20 % der Menschheit reichen würden um die gesamte Weltbevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern/Leistungen zu versorgen. Die sich daraus ergebene Frage war nicht mehr, wie ist nunmehr Vollbeschäftigung zu erreichen sondern: “Was machen wir mit dem Rest?””

Mal angenommen diese Prognosen stimmen, so haben sich bisher nur zwei Vordenker in dieser Richtung Gedanken gemacht: Einmal die Krisisgruppe in ihrem “Manifest gegen die Arbeit”von Robert Kurz, das aber mehr marxistisch gehalten ist –nachzulesen unter:

http://www.krisis.org/1999/manifest-gegen-die-arbeit

und auch keine klaren Antworten weiss und dann die Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens, die vor allem parteipolitisch durch die Piraten repräsentiert wurden, avber sich mal die Frage stellten “Was machen wir mit dem Rest?”und ihn nicht verhungern lassen wollten.
Die Frage wird sich noch vor allem durch die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft stellen und Industruie 4.0, welches einen Produktivitätssteigerung um 100% bringen soll, aber bei deren Auswirkung auf den Arbeitsmarkt samt Sozial- und Gesundheitssystem man noch keinerlei Prognosen aufgestellt hat.Nur: Die AfD hält wie auch die Naderen Parteien undiskutiert an dem Vollbeschäftigungsmodell fest.

44) riskro, Sonntag, 21. September 2014, 09:48 Uhr

13) Joh. Lamp
Mit welchen Inhalten?

45) riskro, Sonntag, 21. September 2014, 11:49 Uhr

24) Stefan Herbst
……………..eine Politik für die Bürger einführen……..,

ein schöner Traum! Der leider immer ein Traum bleiben wird.

“G E L D regiert die W E L T”! ! !

Hieran wird sich nie was ändern. Das garantiert die Gier der Menschheit.

Auf der Erde gibt es nur eine Staatsform: “Die Diktatur des Kapitals”

Dass wird auch dadurch nicht geändert, wenn man der Staatsform den Mantel der Demokratie anzieht.

Parteien, die die Regierenden stellen, sind nur abhängige Handlanger des Kapitals, die dann nicht mehr benötigt werden, wenn sie ihren vom Kapital vorgegebenen Auftrag nicht mehr zu deren Zufriedenheit erfüllen können.
Zu deren Beseitigung benützt man sich dann eine großsteils abhängige koruppte Journaille, deren Auftrag es sein wird, Meinungsbildung im Sinne des geänderten Zieles des Kapitals zu betreiben.

Was meinen sie, wie schnell die Beliebtheitswerte von AM sinken, wenn BILD den Auftrag erhält, ihr die schützende Hand zu entziehen. Gründe dafür hat man schon immer in der Schublade liegen, die bei Bedarf zur Stimmungsmache zum Einsatz kommen würden.

Wann bitte ist eine Partei links- bezw. rechtspopulistisch. Wann vertrete ich links- oder rechtsradikale Ansichten? Reicht es, wenn ich sage: Jetzt ist es genug mit der Zuwanderung, wir können nicht alle Probleme hier lösen, um rechts eingeordnet zu werden.

Das hat heute der Innenminister gesagt. Wie ist diese Äußerung zu werten. Wie würde sie gewertet werden, wenn Lücke sie geäußert hätte.

Wir sollten uns angewöhnen, nicht alles nach zu plappern, was die Journaille an Stimmungsmache verbreiten muss, zu mal vieles gewollt aus dem Zusammenhang gerissen und somit Gesagtes verfälscht dargestellt wird.

Ich sch…. auf rechts oder links, wenn eine Politik im Sinne der Bürger gemacht werden würde. Aber dies ist, wie anfangs geschrieben ein Traum, der sich N I E erfüllen wird. Das Kapital hat die MACHT dies zu verhindern.
Beispiel: Die Rüstungsindustrie droht damit die Produktion ins Ausland zu verlegen -was zu Verlust von tausenden Arbeitsplätzen in Deutschland führen würde- wenn der Waffenexport eingeschränkt wird. Wie nennt man das: Ich nenne das Erpressung?

46) Paulus, Sonntag, 21. September 2014, 12:06 Uhr

@44 riskro

Forist Lamp verwechselt “Inhalte” mit Geifer.

Gruß
Paulus

47) riskro, Sonntag, 21. September 2014, 12:35 Uhr

Lucke nicht Lücke

48) Schmunzler, Sonntag, 21. September 2014, 16:30 Uhr

@ Johannes Lamp

Wie wäre es mit Professoren wie
Prof. Franz mit seinen Milchmann-Beispielen. 😉
Prof. Bofinger der sich immer später korrigiert und Hartz4 für
gesellschaftlich unproblematisch hält.
Prof. Hüther der alles was Mutti sagt 1:1 widergibt.
Alles um ein FIAT-Geldsystem mit Draghis OMTs und
ABS-Papieren auf “Drogen und Anabolika” zu halten.
Ein System aus dem die Russen ihre Aktienanteile abstossen
und in BRICs-Anleihen gehen.
Alternativlos? In den Krieg vielleicht.

Und da wir wissen was Polit-Doktoren wert sind.
Das gute Vroni-Plug gibt uns bestens Auskunft über
die großen Intelligenzler des Parteien-Spektrums.
Mit gewissen Konzentrationen auf Parteien.
Schade, das man ältere Doktoranden nicht so
richtig packen kann und es zudem oftmals schwierig
ist sie bloßzustellen.

Aber die Ehren-Doktoren gibt es ja noch für
Stammtischkollegen.

;^)

Grüße Schmunzler

49) Johannes Lamp, Sonntag, 21. September 2014, 16:50 Uhr

zu 44) riskro
Wenn ich nicht wüsste, dass es Zeitverschwendung wäre, einem AfD – Sympathisanten die Welt zu erklären, zu erklären, was Rechtsdrall ist, zu erklären, was die Professorenriege an der Spitze für Ewiggestrige darstellen, wie viel ehemalige Reps und NPD- Astronauten hier eine neue Heimat gefunden haben, würde ich mir die Mühe machen. Den guten Jandl rechten Vögeln erklären zu wollen, halte ich gar für unmöglich…

50) Erwin Gabriel, Sonntag, 21. September 2014, 18:36 Uhr

@ 49) Johannes Lamp, Sonntag, 21. September 2014, 16:50 Uhr

Mag ja sein, dass ich genauso unbelehrbar bin wie Sie. Aber einer ich bin definitiv toleranter.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

E.G. (Ewig Gestriger)

51) Paulus, Sonntag, 21. September 2014, 18:58 Uhr

@43 Jakobiner

Bezogen auf die Modellrechnung des “Club of Rom” hat seinerzeit der US Plitologe Zbi Brzezinski (Sicherheitspolitischer Berater unter Jimmy Carters Präsidentschaft) den Begriff des “Titti-Tainment” übersetzbar mit “Ernährung und Ablenkung” eingeführt. Damit soll ausgedrückt werden, dass “der Rest” unterhalten und versorgt werden müsse. Darin sieht Brzezinski die Möglichkeit, in den hoch industrialisierten Staaten mehr Jobs in den peripheren Zonen (bezogen auf den industriellen Kernbereich) der gesellschaftlichen Wertschöpfung zu erfinden um damit den deprimierenden Sachverhalt zu kaschieren, dass ein großer Teil der Beschäftigten in der “Sinnproduktions- und Unterhaltungsindustrie” aktuellen Zuschnitts, als eine entbehrliche (nicht-notwendige also kontingente), kulturelle Randerscheinung zu gelten habe.

Die auf dem Theorieansatz von Karl Marx beruhenden Analysen von Robert Kurz sind mir ein Begriff. Einiges von ihm steht auch in meinem Bücherregal, ich würde ihn aber nicht in meine als zitierfähig eingestufte Literatur einordnen (nicht weil er sich als Marxist versteht sondern weitgehend empiriefrei argumentiert), die sich soziologischen und ökonomischen Sachverhalten/Problemlagen zuwendet.

Gruß
Paulus

52) Johannes Lamp, Montag, 22. September 2014, 08:48 Uhr

zu 45) riskro
Wie sagte der Innenpolitikchef der Süddeutschen, Heribert Prantl, so schön: Wer sich damit abfindet, dass Geld die Welt regiert, diesen Satz überhaupt in seinem Sprachschatz führt, ist nicht wert, in einer Demokratie zu leben…

53) riskro, Montag, 22. September 2014, 16:17 Uhr

Muss mich interessieren was ein Heribert Prandl sagt. Heribert Mayer sagte etwas anderes.

Das macht mich traurig, dass Sie sich nicht die Mühe machen wollen mir die Welt zu erklären, zu mal Sie genügend Zeit hier im Blog verschwenden. Kein anderes Hobby?

54) Johannes Lamp, Montag, 22. September 2014, 20:22 Uhr

zu 53) riskro
Trollmäßig freue ich mich über die Trauer eines Ignoranten – ihr Poem unter 45) verrät aber, dass Ihre Zeit auch nicht gerade beschränkt ist und wer sich nach Waffenexporten sehnt und auf die Genesung einer m.E. skrupellosen Wirtschaft hofft, kann nicht alle Latten am Zaun haben…

55) riskro, Dienstag, 23. September 2014, 09:15 Uhr

54) Joh. Lamp
woher wissen Sie, dass ich einen Maschendrahtzaun habe. Den Rest ihres Beitrages sollten Sie noch mal überdenken, nach dem Motto: Gelesen ist noch nicht verstanden.

56) Johannes Lamp, Dienstag, 23. September 2014, 17:24 Uhr

zu 48) Schmunzler
Bravo!!!

57) Erwin Gabriel, Dienstag, 23. September 2014, 22:15 Uhr

@ 54) Johannes Lamp, Montag, 22. September 2014, 20:22 Uhr

Selbst an den wenigen Stellen, wo ich Ihnen zumindest teilweise zustimmen kann, habe ich das intensive Gefühl, dass Sie sich nicht einmal im Ansatz über die Folgen dessen klar sind, was Sie fordern.

58) Paulus, Mittwoch, 24. September 2014, 17:26 Uhr

@54 Johannes Lamp

Nicht alle Latten am Zaun hat jemand, der von einer “skrupellosen Wirtschaft” faselt, bei nicht mit “Genesung” (wovon?) zu rechnen sei. Solch ein aufgeregter Blödsinn ist mir lange nicht begegnet. Auf Wirtschaftsysteme wie z. B. “der Kapitalismus” passen keine ethischen Attribute. Denn das “System Kapitalismus” ist nicht die Summe einzelwirtschaftlicher Entscheidungen, die durch einen Mangel an ethischer Steuerung entbehren. Sondern sie (die Entscheidungen) folgen einer inneren systembedingten Logik. So sieht es jedenfalls ein prominenter Journalist und Kapitalismus Kritiker des 19. Jahrhunderts, dessen philosophischen Hintergrund von Kant und Hegel geprägt wurde. Seine wichtigsten Lehrmeister “in Sachen politische Ökonomie” heißen Adam Smith (dessen Arbeitswertlehre und dessen Unterscheidung von Gebrauchswert und Tauschwert als Überwindung des sog. Wert-Paradoxons) und David Ricardo. Sein Name: Karl Marx. der Titel seines Hauptwerk ist nicht “der Unternehmer” sondern “das Kapital”. Ich empfehle Ihnen diese Lektüre von 3 Bänden in Gänze, er wird ihren moralischen Furor ein wenig abkühlen. Vielleicht entdecken sie sogar die logischen Schwächen seiner Analyse.

Gruß
Paulus

59) Johannes Lamp, Mittwoch, 24. September 2014, 19:07 Uhr

zu 57) Erwin (so hieß auch mein Vater!) Gabriel
Doch!!!

60) Johannes Lamp, Donnerstag, 25. September 2014, 10:42 Uhr

zu 58) Paulus
Ich hätte Sie mal gerne als Saulus erlebt, ob das Strunz-Geschwafel da auch so ausgeprägt war?
Wer nötig hat, mit seiner Belesenheit so anzugeben, dokumentiert damit, dass er eigene Verdauungsprobleme nicht erkannt hat.
Ich habe mich übrigens schon mit Marx beschäftigt, als Sie noch ein feuchter Traum Ihres spätpubertierenden Erzeugers waren – mir hat`s geholfen…

61) Johannes Lamp, Donnerstag, 25. September 2014, 11:00 Uhr

Postscriptum zu 58) Paulus
Zu meiner Zeit an meiner Alma mater bezeichnete man VWL und BWL als “Schmalspur” – uns hatte man am humanistischen Gymnasium übrigens auch korrekte Orthographie und Interpunktion beigebracht!

62) Erwin Gabriel, Montag, 29. September 2014, 19:05 Uhr

@ 60) und 61) Johannes Lamp, Donnerstag, 25. September 2014

Glauben Sie wirklich, dass man Sie ernster nimmt, wenn Sie Argumente durch niveaulose persönliche Verunglimpfungen ersetzen?

E.G.

63) Johannes Lamp, Dienstag, 30. September 2014, 10:31 Uhr

zu 62) Freund Gabriel
Was sind niveaulose persönliche Verunglimpfungen?
Im demokratischen Staatswesen haben alle eine Stimme, aber da es mehr Idioten (im Sinne der griechischen Antike) gibt und die gewöhnlich (hier im übertragenen Sinne) zum einen die Mehrheit stellen, zum anderen die Akustik beherrschen, ist man gezwungen, zu holzen!!!
Feingeistige Töne, wie sie gewöhnlich der Hannoveraner flötet, gehen unter!!!

64) Erwin Gabriel, Donnerstag, 02. Oktober 2014, 10:19 Uhr

@ 63) Johannes Lamp, Dienstag, 30. September 2014, 10:31 Uhr

>> … ist man gezwungen, zu holzen!!! Feingeistige Töne,
>> wie sie gewöhnlich der Hannoveraner flötet, gehen unter!!!

Au weia …

Sie meinen also, dass ich meine Meinung gegen Sie eher durchsetzen kann, wenn ich Sie nicht begründe, sondern Sie als kommunistische Dumpfbacke und linken Idioten abstemple? Dann bleibe ich lieber Hannoveraner.

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