Freitag, 23. Oktober 2015, 10:45 Uhr

Wovor wir wirklich Angst haben müssen

Viele Deutsche haben Angst, dass der Flüchtlingsansturm Deutschland verändert. Dass sie sich fremd fühlen im eigenen Land. Ich teile diese Sorgen zwar nicht, aber man muss sie ernst nehmen – solange sie ohne Hetzparolen und gewaltlos geäußert werden.

Nach den jüngsten Pegida- und AfD-Demonstrationen habe ich eine ganz andere Angst: dass sich die Deutschen verändern. Dass aus ganz normalen Menschen erst Wutbürger und dann Hassbürger werden, dass verbale Gewalt immer häufiger in körperliche Gewalt umschlägt.

Ein erstes Attentat gab es schon, Viele Politiker und Journalisten werden von Hassbürgern bedroht. Brandanschläge sind schon an der Tagesordnung.

Ich habe Angst, dass sich die Achse Deutschlands wieder weit nach rechts verschiebt. In der Politik hat ein verhängnisvoller Wettlauf begonnen: die CSU versucht, die AfD einzuholen, die AfD die NPD.

Ich habe Angst, dass die Mitmenschlichkeit unter die Räder kommt. Dass aus einer weltoffenenen Gesellschaft erst eine ängstliche, dann eine wütende, und schließlich eine hasserfüllte und intolerante wird.

In Erfurt beschwort ein AfD-Biedermann „1000 Jahre Deutschland“ und machte sich Sorgen, dass Asylanten „blonden deutschen Frauen“ Gewalt antun könnten. Sprachmuster, die einem aus Deutschlands dunkler Vergangenheit bekannt vorkommen.

In Dresden, bei den Rechtsexremisten von der Pegida, bedauerte ein Redner, dass es „leider keine KZs mehr gibt“. Er wurde weder von den Veranstaltern noch von der Polizei sofort von der Bühne geholt.

Mit Wutbürgern kann man noch reden, Hassbürger sind nicht mehr erreichbar. Sie sind die Vorstufe zum nächsten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU).

Angela Merkel hat gesagt, ein Land, in dem man sich dafür entschudligen müsse, dass man ein freundliches Gesicht zeigt, sei nicht mehr ihr Land. Es wäre auch nicht mehr mein Land.

Dieser Beitrag erschien heute im Rahmen meiner Kolumne im „Berliner Kurier“

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74 Kommentare

1) Michael Schmidt, Freitag, 30. Oktober 2015, 14:53 Uhr

@ 43) Klaus Muecker

Aus meiner Kritik, dass man die bürgerliche Existenz von Leuten vernichtet, deren Meinung einem nicht passt, machen Sie die Behauptung, ich würde anderer Leute Gesinnung festlegen wollen.

Vielleicht halten Sie das für den intellektuellen Gipfel der Rabulistik, oder meinen, Sie seien so schlau, dass andere solche so etwas nicht durchschauen können. Keine Ahnung.

2) Michael Schmidt, Freitag, 30. Oktober 2015, 15:31 Uhr

@39) Politikverdruss

Ich habe 2004 zu Guido Westerwelle persönlich gesagt: „Angela Merkel ist eine Karrieristin, der es nur um die eigene Macht geht.“

Da habe ich wohl richtig gelegen.

Ich weiß nicht, was das für ein Politikansatz sein soll, bei dem man je nach Belieben die politische Konzeption ändert. Ich weiß nicht, was Millionen Wähler dazu treibt, das mit ihrer Stimme zu belohnen.

Jedes Land auf dieser Erde steuert seine Zuwanderung oder versucht es zumindest. Versuchen Sie mal, in Israel einzuwandern, wenn Sie keine Eltern oder Großeltern jüdischen Glaubens vorzuweisen haben. Ich habe seit langem Geschäftsbeziehungen mit Israelis und kenne deren Sicht auf ihre Problematik recht gut. Die wollen auch nur in Frieden leben, aber finden Raketenbeschuss, Messerattacken und Selbstmordattentate halt nicht so prickelnd. Ich kann’s verstehen, andere Deutsche nicht. Einmal bin ich in einer Runde scheel angesehen worden, weil ich die Sicht Israels beschrieben habe. „Sind Sie etwa jüdischen Glaubens?“, wurde ich gefragt, mit feindseligem Seitenblick.

Daher regt mich diese Scheinheiligkeit und doppelte moralische Buchführung so furchtbar auf. „Er hat KZ gesagt, warum wird er nicht von der Polizei abgeführt!“ ist schlimm, aber das Skandieren von „Adolf Hitler“ und „Tod den Juden“ auf deutschen Straßen – und das bei unserer Vergangenheit!! – darauf geht keiner ein und wird stillschweigend ignoriert.

Ein Mitkommentator schreibt: „Es kommen Menschen“. Natürlich stimmt das. Und mit den Menschen kommen die normalen menschlichen Probleme, die es überall auf der Welt gibt.

In den Ländern, aus denen die Flüchtlinge kommen, schlagen sich die Menschen aus religiösen Motiven die Köpfe ein. Aber wenn sie hierher kommen, dann legen sie wie durch ein Wunder ihre Religiosität ab und werden blitzartig zu säkularen Europäern. Klar, genau so läuft das.

Ich gehöre zur überwältigenden Mehrheit der Deutschen, die dafür sind, dass man an Leib und Leben bedrohten Minderheiten Schutz gewährt.

Nur wenn man in unkontrollierter Zahl Menschen aufnimmt, die der wirtschaftlichen Hoffnungslosigkeit ihrer Heimatländer entfliehen, dann muss einem klar sein, dass man sich soziale Probleme importiert. Wir haben seit Jahrzehnten Massenarbeitslosigkeit und selbst mit Hartz4 gelingt es nicht, Vollbeschäftigung herbeizuführen, sondern die Armut nimmt in Deutschland sogar noch zu.

Hat man Millionen von Menschen, die keine Chance haben, sich in diesen schwierigen Arbeitsmarkt zu integrieren, dann werden diese sich auf die Dauer ausgegrenzt vorkommen.

Und Menschen, die auf die Dauer ausgegrenzt werden, werden irgendwann ihrer Frustration Luft machen. Vielleicht mit Romanen von literarischem Weltrang, oder bedeutenden musischen oder filmerischen Werken, keine Ahnung. Wie hieß dieser komische Rapper bei Markus Lanz nochmal, der sich so sehr um die Integration verdient gemacht hat?

Das muss einem einfach klar sein. Da kommt das ganze Spektrum menschlicher Eigenschaften zu uns, und nicht nur die Rosinen im Kuchen.

Zum Schluss werde ich noch einmal böse und polemisch, für diejenigen mit minderer Sprachgewandtheit, die ironische Bemerkungen nicht verstehen können: Da alle so böse auf Pirincci sind, könnte man denen die Bemerkung entgegenhalten, die Pirincci mit seinem idiotischen Vergleich kritisieren wollte: Wenn Ihnen Deutschland zu rechts wird, dann wandern Sie doch aus! Steht jedem frei, hat letztens ein CDU-Politiker einem Bürger gesagt!

3) Michael Schmidt, Freitag, 30. Oktober 2015, 15:47 Uhr

@ 43) Klaus Muecker

Nein, sind wir nicht. Warum fragen Sie? Sehnen Sie sich in Ihrer Untergangs-Lust danach?

Ein nordrhein-westfälischer Händler hat für das Wochenende sogar eine öffentliche Buchvernichtung angekündigt, zu der Kunden ihre Pirinçci-Bücher mitbringen sollen.

Wenn man sich so überheblich geriert, dann sollte man wenigstens in der Lage sein, Texte zu lesen und zu verstehen, bevor man sie kommentiert. Übrigens ist besagter Buchhändler offenbar wieder zu Verstand gekommen:

Öffentliches Schreddern im Lutherviertel abgesagt

Als Betreiber des Atrium-Buchpalastes wollte Antiquar Friedhelm Nonte (58) ein Zeichen setzen. Am verkaufsoffenen Sonntag zwischen 13 und 17 Uhr wollte Nonte seinen Bestand von Akif Pirinçci im Antiquariat an der Nassauerstraße 22 öffentlich schreddern.

4) Politikverdruss, Freitag, 30. Oktober 2015, 19:58 Uhr

41) karel, Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19:21 Uhr,

Gertrud Höhler hat in der FAZ, wie ich meine sehr treffend, das System „M“ beschrieben. Hier ein paar Auszüge:

„Merkels Relativismus der Erkenntnisse und Werte ist eine spezielle Variante von Hypermoral, die den Mächtigen besondere Lizenzen öffnet. Was wir wissen und bewerten, so Merkels ethischer Relativismus, gilt nie absolut.

Es hängt ab von den Meinungen, die umlaufen, von den Zielen, die sie verfolgt, von der Verwendbarkeit der Menschen, die, anders als die Machthaberin selbst, in Wertekonflikten gefangen und dennoch für sie unentbehrlich sind.

Sie führt ihr Amt wie einen Gemischtwarenladen: Produkte, die nicht gehen, werden aus dem Angebot genommen. Produkte der Konkurrenz, die besser laufen, werden kopiert. Die Kanzlerin sieht sich als Anbieterin in einem Meinungsmarkt, wo die Kundengunst über den Marktwert der Ware entscheidet.

Wer Normen und Werte einer demokratischen Gesellschaft zur Manövriermasse macht wie Angela Merkel, der arbeitet am Zerfall der Demokratie. Wer die Alarmzeichen dieses Politikstils abstellen möchte, spricht gern vom „moderierenden“ Führungsstil der Kanzlerin.

Ein so egomanischer Politikstil lässt sich nur durchhalten, wenn er schwer lesbar bleibt. Die Kanzlerin der Volten hat ihr Publikum und ihre Entourage an unverhoffte Richtungswechsel gewöhnt.

Der autoritäre Sozialismus, der im System M angelegt ist, nimmt eine Hürde nach der anderen, weil er auf Gewöhnung setzt. Der leiseste aller Übergänge bereitet sich vor ohne laute Appelle. No commitment ist das Motto.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-politikstil-der-kanzlerin-das-system-m-11841711.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Verehrter Karel, ist „M“ wirklich die „neue“ Schuldige, wie Sie glauben? Oder zeichnet sich nicht schon seit Längerem eine Katastrophe ab, die jetzt in ihrer staatszersetzenden Flüchtlingspolitik mehr als deutlich wird.

Wird Horst Seehofer sich beim nächsten Krisengipfel mit dem berühmt-berüchtigten merkelschen Kompromiss zufrieden geben, gemeinsam mit Frau Merkel die „Flüchtlingsursachen“ nun aber wirklich nachhaltig zu bekämpfen? Wird also der bayrische Löwe brüllend zum Sprung ansetzen und als Bettvorleger zu landen oder wird er diesmal zupacken?

5) Michael Schmidt, Samstag, 31. Oktober 2015, 11:23 Uhr

@45) Klaus Muecker

Kann es sein, dass Sie das, was andere als sprachliche Gängelung empfinden, nur deswegen nicht nachvollziehen können, weil Sie sich unreflektiert und freiwillig unterwerfen?

Dazu nehme ich versuchsweise einmal an, Sie seien zu Reflektion in der Lage und verzichten freiwillig darauf.

Viele Missverständnisse beruhen bekanntlich auch darauf, dass man die impliziten Annahmen des Gegenübers nicht kennt oder nicht versteht.

6) Erwin Gabriel, Samstag, 31. Oktober 2015, 11:26 Uhr

@ 41) karel, Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19:21 Uhr

Werter Karel,

ich komme ja nun auch nicht auf der linksextremen Brennsuppe daher geschwommen, aber Ihre Versuche, Fehler und unberechenbare Handlungen der Kanzlerin anderen in die Schuhe zu schieben, sind schon irritierend. Egal, was einer für einen Unfug fordern mag – wenn es die Kanzlerin ist, die den Unfug umsetzt, ist sie natürlich maßgeblich verantwortlich.

Rot-Grün hat, zum Beispiel, sicherlich einen kontrollierten Atomausstieg angestrebt und auch kontrolliert umgesetzt. Die Kanzlerin hat den nach Amtsantritt rückgängig gemacht, sich also um die Meinung von Rot-Grün nicht geschert. Demnach ist alles, was danach kam, einzig und allein ihr Ding – das gesetzwidrige Verhalten beim erneuten (diesmal unkontrollierten) Atomausstieg, das Schlachtfest bei den großen Stromerzeugern, die missratene, weil unkontrollierte Energiewende, die dadurch hohen Strompreise. Alles selbstgemacht.

Dito Euro/Griechenland: Erst eigenständige Politik, auch ohne Rücksicht auf Rot-Grün, dann umfallen, und der Rest bestand und besteht aus naiven Plänen, die regelmäßig an der Realität scheitern.
Dito Flüchtlingspolitik: Frau Merkel wusste sich an dieser Stelle sehr wohl von rot-grünen Vorstellungen zu distanzieren (und wusste auch, warum sie das tat). Und wieder eine überstürzte, nicht abgestimmte, Entscheidung im Stile eines Alleinherrschers, gefolgt von unkontrolliertem Nichts, überwältigendes Scheitern an der Realität.

Wenn die Kanzlerin nur bei schönem Wetter die Strippen ziehen kann und in Krisen jedes Mal derart versagt, liegt das nicht an der SPD.

7) Michael Schmidt, Samstag, 31. Oktober 2015, 11:31 Uhr

@48) Politikverdruss

Zu Heiko Mass: Herr Spreng hat mal einen Artikel darüber geschrieben, wie die Besetzung der Ministerposten funktioniert, ich glaube, er hieß „Wie man Ministerin wird“.

Man kann sich fragen, inwieweit dieses Vorgehen konform ist mit unserem Grundgesetz, Artikel 33 Absatz (2):

(2) Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte.

Da steht nichts von Kungel, Ämterpatronage und Proporz, sondern etwas von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

Naja, was soll’s.

8) mac4ever, Samstag, 31. Oktober 2015, 11:40 Uhr

@49) Ockenga: Das mir zugeschriebene Zitat ist von 28) Alexander. Allerdings unterstütze ich die Aussage.

Zu Ihrer Aussage: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich“. Diese erst mal an sich richtige Aussage wird zum demagogischen Totschlagargument, wenn eine gesellschaftliche Situation entsteht, in der immer mehr – inzwischen sind es Millionen – Einzelne diese Verantwortung nicht mehr wahrnehmen können, weil die „Big Player“ durch Ausschalten von Konkurrenz und unter Umgehung demokratischer Mechanismen das System zu ihren Gunsten so verändert haben, daß gesellschaftlich relevante Gruppen von „Einzelnen“ das nicht mehr schaffen können.

Dann gibt es ein massives Gerechtigkeitsproblem, z.B. für die Arbeitnehmer in der Ex-DDR, die zu Wendezeiten „zu alt“ für den Arbeitsmarkt, aber zu jung für die Rente waren. Und für die Millionen sozial Ausgegrenzter heute gilt das ebenso.

Das ist inzwischen ein gesellschaftliches, kein individuelles Problem. Nur haben all die jenigen, die sich selbst auf der Gewinnerseite sehen, ein massives Interesse dran, den „Verlierern“ die Schuld allein zuzuschreiben

9) Alexander, Samstag, 31. Oktober 2015, 19:59 Uhr

@49) Ockenga und @58) mac4ever

In vielen Regionen Deutschlands sieht man das Ausmaß der sozialen Verelendung. Also den wachsenden Einfluß der Altersarmut, das wachsende Meer der Aufstocker oder auch an Menschen, die trotz 2 Jobs nicht mehr über die Runden kommen. Dies zeigt, wie wenig man mit Eigenverantwortung noch bewegen kann. Das finde ich außerordentlich schlimm für unsere Gesellschaft.

Ich bin der Meinung, dass inzwischen immer mehr Bürger aus der Unterschicht nicht mehr in der Lage sind, für sich die Verantwortung zu übernehmen und für sich einen qualifizierten Job zu suchen. Die Gründe dazu sind vielfältig. Die Politik hat diesen Wählern zu lange zu viel versprochen und zu viele Bürger haben diese Wahlversprechen für bare Münze gehalten. Viele dieser Bürger haben nichts anderes gelernt als zum Amt (Sozialamt, Arbeitsamt, Gemeinde etc. ), wo Ihnen jegliche Eigenverantwortung abgenommen wird. Interessant ist doch auch, dass man mit diesen Argumenten bei der SPD sofort der Klassenfeind ist.

Und seit der Wiedervereinigung kommt uns als Gesellschaft immer mehr der Wertekompass abhanden. Bisherige Werte spielen plötzlich keinerlei Rolle mehr. Das Ausmaß an Unsicherheit, Komplexität nimmt immer zu. Keiner von uns kapiert, was da politisch abläuft. Oder wer kann mir die Euro-Währungsarchitektur erklären und die Griechenland-Hilfen? Keiner weiß mehr, wie sich die Gesellschaft, Deutschland und Europa weiter entwickeln werden.

Und um hier zurück zu finden zum eigentlichen Thema: Dies erzeugt Existenzängste bei vielen Bürgern aus der Unterschicht und der Mittelschicht, die vom sozialen Abstieg akut betroffen sind. Und deshalb keinerlei Vertrauen in die ewig gleichen Politiker-Reden über „Soziale Verantwortung“ haben und deshalb die AfD wählen.

Bis zur Bundestagswahl wird sicherlich noch viel passieren, die AfD und deren Führungspersonal werden sicherlich noch einige Eigentore schießen. Gleichwohl wird nicht wirklich viel passieren in der Politik. Und ich prognostiziere einen stetigen Anstieg der AfD. Vielleicht schafft die AfD es ja auch, die SPD einzuholen? Wer weiß?

Der SPD und der CDU wünsche ich es, dass sie im Bundestag sich mit der AfD auseinandersetzen müssen!

10) Ockenga, Samstag, 31. Oktober 2015, 20:12 Uhr

Zitat ,,,,mac4ever:
„…Dann gibt es ein massives Gerechtigkeitsproblem….weil die “Big Player” durch Ausschalten von Konkurrenz und unter Umgehung demokratischer Mechanismen das System zu ihren Gunsten so verändert haben, dass gesellschaftlich relevante Gruppen von “Einzelnen” das nicht mehr schaffen können“.

Das wird nahezu Jeder weitgehend unterschreiben können, obwohl es nur die halbe Wahrheit ist. Unabhängig von Sondereinflüssen wie die DDR, oder anderen gesellschaftlichen Missbildungen, ist aber die Schwäche von zu vielen Einzelnen auch auf deren „leichter Weg“ zurückzuführen. Die moderne Demokratie bietet eine individuelle Freiheit, die zu missbrauchen leider zum „Sport“ von zu Vielen geworden sät. Das ist nur möglich, weil der Staat aus opportunistischen Gründen leichtsinnigerweise den Bürger von vielen seiner Daseinsverpflichtungen entbunden hat. Ein den Einzelnen und den Staat stützendes Gleichgewicht von Rechten und Pflichten ist leider zugunsten der Rechte verschoben worden. Und wer glaubt, seine Pflichten nicht verantwortlich erfüllen zu müssen, wird immer den Kürzeren ziehen. Außerdem ist die Konkurrenz global geworden. Damit werden wir über die Preise auch erbarmungslos mit Kulturen verglichen, die ganz anderen gesellschaftlichen Bedingungen unterliegen. Das ist die Konkurrenz, der wir ausgeliefert sind. Das diese Konkurrenz dann auch noch nicht zwingend demokratisch zu sein braucht, können Sie ja wohl uns nicht anlasten. Die Erfolgreichen machen sich das zu Nutze und die „Big Player“ stoßen in die Lücken, die ihnen die Schwachen öffnen.. Wenn die nationalen Big Player das nicht tun, tun das die anderen Big Player, und die nehmen auf unsere nationalen Befindlichkeiten am wenigsten Rücksicht. Oder glauben Sie etwas, dass es den billigen asiatischen Tagelöhner kümmert, ob Sie genug zu Essen haben? Sie kaufen beim Discounter doch auch ohne Bedenken die billigen Produkte, wohl wissend, dass Andere mit dem Preis, den Sie zahlen, nicht oder nur schlecht leben können. Die wahren wirklich unschuldigen Opfer dieses Systems sind zu Recht zu bedauern. Die müssen sich aber die Hilfe des Staates mit denen teilen, die selbst für sich wesentlich besser hätten sorgen können. Das ist der Gipfel der Ungerechigkiet.

11) Jakobiner, Sonntag, 01. November 2015, 07:54 Uhr

Bin mal gespannt, wie der Koalitionsgipfel heute ausgeht. Als Gegenmodell zu den Transitzonen der CSU schlägt die SPD jetzt Einwanderungszentren vor. Worin der Unterschied bestehen soll, bleibt noch unklar. Scheinbar handelt es sich um Registrierungsstellen, die nicht mit Kasernierung verbunden sind.Kommen die Flüchtlinge nicht freiwillig zur Registrierung, werden Sanktionen angedroht.Ob dieses Modell den unkontrollierten Zustrom bremsen kann? Interessant: Generalsekretärin Fahimi ist jetzt zurückgetreten, da sie mit Gabriel immer mehr auf Konfrontationskurs über die Flüchtlingspolitik kam. Jedenfalls bin ich inzwischen der Anischt, dass im Winter die Flüchtlingswelle abebben wird. Bis Frühling bleibt ein halbes Jahr Zeit. Zeit aktiv zu werden und endlich einen Verteilungsschlüssel und Obergrenzen für die EU festzulegen. Sollte dies nicht zustande kommen, dann sollte man eben noch im Winter einen Zaun bauen, damit im Frühling das Signal klar wird: Dioe Grenze ist dicht und wir nehmen keinen mehr auf. Bleibt in den Flüchtlingslagern. Zudem sollte man aber die UNO- und EU-Hilfe für die Flüchtlingslager ordentlich erhöhen, um dort die Lebensverhältnisse so zu verbessern, dass keiner mehr die Ochsentour über die Balkanroute nimmt.

12) Jakobiner, Sonntag, 01. November 2015, 08:08 Uhr

Die FAZ schreibnt zu den Einwanderungszentren:

“Zur besseren Steuerung der Flüchtlingsandrangs schlägt die SPD vor, mehrere dezentrale Registrierungs- und Einreisezentren innerhalb Deutschlands einzurichten. Ziel sei ein besseres, kontrollierteres und geordneteres Verfahren der Einreise und der Registrierung von Asylbewerbern, sagte der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel am Samstag in Berlin mit Blick auf den Koalitionsgipfel zur Flüchtlingskrise am Sonntag im Kanzleramt.Damit setzt sich die SPD von den in der Union bevorzugten zentralen „Transitzonen“ für Asylbewerber an den Grenzen ab, die als „riesige Haftzonen weder organisatorisch durchführbar noch rechtlich darstellbar“ seien, wie es hieß. Das SPD-Konzept sei „ein wesentlich intelligenterer Alternativvorschlag“.

Die Einreisezentren könnten vom Bund und den Ländern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Wartezonen betrieben werden. „Die Gewährung von Leistungen ist an diese Registrierung in Einreisezentren gebunden“, betonte Gabriel. Wer sich dem Verfahren verweigere, der werde weniger Leistungen bekommen und erhebliche Nachteile im Asylverfahren erleiden. Es gehe darum, wieder „stärker zu geregelten Verfahren zu kommen“.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/spd-will-registrierungszentren-fuer-fluechtlinge-13886561.html

Wohlgemerkt: man will den Massenandrang nur ordnen, regeln, aber eben nicht unterbinden oder gar begrenzen.Das Problem wird damit nicht gelöst und von Obergrenzen spricht ohnehin niemand.

13) Michael Schmidt, Sonntag, 01. November 2015, 14:39 Uhr

http://www.welt.de/politik/deutschland/article148286602/Pirincci-geht-wegen-Rufschaedigung-gegen-Medien-vor.html

Laut den Anwälten hätten die „Südwest Presse“, das „Schwäbische Tagblatt“ und das „ZDF“ Unterlassungserklärungen abgegeben. Auf den Webseiten von „NDR“, „Kieler Nachrichten“, „Hannoverscher Allgemeiner“ und „Spiegel online“ tauchen Widerrufe auf.

Auf der Seite des „NDR“ heißt es unter einem Text vom 27. Oktober: „In einer früheren Version des Beitrages hieß es im ersten Absatz, der Autor Akif Pirinçci habe die Formulierung, in Deutschland seien ‚die KZs ja leider derzeit außer Betrieb‘, auf Flüchtlinge bezogen. Diesen Bezug hat es jedoch nicht gegeben. Für diesen Fehler bitten wir um Entschuldigung.“

Ja, warum nur stürzen die Auflagezahlen der Medien ab? Wieso, wieso, wieso?

Ich will informiert werden, nicht indoktriniert. Meine Eltern haben mich erzogen, dafür brauche ich keinen rotznäsigen Voluntäre mehr, die mir Anstand und Moral erklären wollen, und von ihrer lächerlichen „Deutungshoheit“ faseln, als könnte ich mir keine eigenen Gedanken über das Geschehen machen.

Aber heutzutage ist das Idealbild ja die kaputte Familie mit Alleinerziehern, das von den Medienschaffenden verherrlicht wird. Mag sein, dass jene selber aus diesen Verhältnissen stammen und sich deswegen nach einer vermeintlichen Autorität sehnen, die ihnen die Welt erklärt. Insofern sollte ich vielleicht nicht zu streng sein.

14) Michael Schmidt, Sonntag, 01. November 2015, 14:56 Uhr

@56) Erwin Gabriel

Wer mit Liz Mohn und Friede Springer befreundet ist, braucht sich um gute Presse keine Gedanken mehr zu machen.

Wie es mit der Wahrhaftigkeit und Unabhängigkeit der deutschen Presse bestellt ist, sehen wir an diesem Beispiel wieder einmal.

Ich bin wirklich inzwischen so weit, dass ich einem deutschen Journalisten gar nichts mehr unbesehen glaube. Ich filtere nur noch danach, was sich als unbestreitbare Tatsache nachweisen lässt, z.B. „Fußgänger ging über die Straße“, und verwerfe alles andere als Hetze und Meinungsmache. Ich denke auch nicht, dass ich mit dieser Haltung alleine stehe, wie die stetig sinkenden Auflagenzahlen beweisen.

15) Politikverdruss, Sonntag, 01. November 2015, 15:22 Uhr

57) Michael Schmidt, Samstag, 31. Oktober 2015, 11:31 Uhr,

ja, ich störe mich in diesem Fall daran, dass Herr Maas von den Medien völlig unbehelligt bleibt. Stellen Sie sich einmal vor, jemand aus der konservativen Ecke hätte Demonstranten al s „Müll“ bezeichnet. Er wäre von den Medien zerrissen worden.

Selbst in dem Artikel des Tagespiegels findet man kein Wort der Kritik an dieser unglaublichen verbalen Entgleisung eines Bundesministers. http://www.tagesspiegel.de/politik/justizminister-maas-zu-pegida-wer-dem-hetzerischen-muell-zujubelt-traegt-verantwortung/12496604.html

50) Tiedgen, Freitag, 30. Oktober 2015, 13:58 Uhr,

Zustimmung. Die „Mehr-Europa-Apologeten“ verzweifeln. Die hypermoralische Flüchtlingspolitik von Frau Merkel findet einfach keine Nachahmer in Europa. Und nun wartet man im politischen Berlin auf ein Wunder.

16) Mu, Sonntag, 01. November 2015, 23:19 Uhr

nach dem heutigen Abend ARD – Jauch Sendung ist mir wieder einmal klar geworden- Hr. Spreng und alle anderen der Teilnehmer diverser TV Diskussionen müssen keine Angst haben, Ihre Zukunft ist gesichert. Offenbar sind oft die Teilnehmer derartiger Fernsehdiskussionen alle wirtschaftlich so gut abgesichert, dass weder eine Erhöhung der Mieten, Lohnsteuern, Mehrwertsteuern oder Sozialabgaben wie Krankenkassen und Pflegebeiträge überhaupt ein denkbares Problem sind. Alle drücken sich um eine Frage herum : WER MUSS DAS ERARBEITEN ? WER BEZAHLT DIE KOSTEN über viele viele Jahre? Ist Ihnen diese Frage bei der Rechnungslegung für Spesen des Abends durch den Kopf gegangen? Die ersten Ankündigungen für eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge “ wegen teureren Medikamenten “ sind schon da : Die Warheit – es nehmen immer mehr aus der Kasse als Einzahler da sind, wird verschwiegen , diese Warheit spricht man besser nicht aus. Niemals wird ernsthaft nach den Gründen für Rechtsextremismus gesucht aber es dient hervorragend als Diskussionsthema um insbesondere um die Bürger in den sozial schwachen Regionen in Ostdeutschland, die seit 25 Jahren nur die (Lohn) preiswerten verlängerten Werkbänke der “ Breulschen Kahlschlagkeule “ putzen, zu diffamieren. So , genau so wird das Problem NICHT GELÖST.

17) Politikverdruss, Montag, 02. November 2015, 10:09 Uhr

„Die weiße Fahne“ (FAZ Online 01.11.15)

„Angela Merkel hat Einheimischen wie Migranten den Glauben genommen, dass die Grenzen Deutschlands noch eine Bedeutung haben. Einen verhängnisvolleren Fehler hätte sie kaum begehen können.“

In der Sendung Jauch formulierte der Landrat des Landkreises Passau, Franz Meyer: „Man müsse lediglich die bisherigen Zugangszahlen in die Bundesrepublik hochrechnen. Bei 10.000 Flüchtlingen am Tag wären das in einem Jahr weit mehr als drei Millionen Zuwanderer. Diese haben nach geltendem Recht einen Anspruch auf den Nachzug von Familienangehörigen. Selbst bei einer vorsichtigen Schätzung von lediglich zwei nachziehenden Personen pro Flüchtling müsste die Bundesrepublik in kurzer Frist etwa 10 Millionen Menschen aufnehmen.“ (FAZ Online 02.11.15)

Wie befürchtet ist der bayrische Löwe als Bettvorleger gelandet. Der Krisengipfel im Kanzleramt endet ohne Einigung. Man vertagt sich. Und was nun, Herr Seehofer? Oder kommt da noch etwas? Sollte es erneut nur Theaterdonner gewesen sein? Wenn sich das herausstellt, dann wird der Vertrauensverlust für Horst Seehofer enorm sein. Dann wird auch klar, dass von den politischen Parteien keine Lösung zu erwarten ist. Noch viel besorgniserregender aber ist, dass sich die GroKo als nicht handlungsfähig erweist!

Auch der vom CDU-Abgeordneten von Stetten vorbereitete Entschließungsantrag zur Schließung der Grenzen dürfte kaum die erforderliche Mehrheit im Bundestag erreichen. Es wäre also allenfalls ein Signal der „Volksvertreter“, das aber über eine Symbolwirkung kaum hinausreicht. Was bleibt noch an Möglichkeiten? Das Bundesverfassungsgericht?

Bleibt auf die Wunder der EU zu warten. Der am letzten Wochenende vom „EU-Betroffenen-Gipfel“ beschlossene „97-Punkte-Plans“ von Herrn Juncker wartet immer noch auf Umsetzung. Bereits mehrfach von Herrn Juncker angemahnt. So, wie die Verteilung der 160000 Flüchtlinge durch die EU. Angeblich sei gestern der zwanzigste Flüchtling endlich seinem Bestimmungsort näher gekommen.

Manche glauben inzwischen, Frau Merkel wolle einfach weiter nichts tun. Irgendwie findet sich doch immer noch wieder eine Turnhalle. Bald beginnt die Weihnachtszeit, der Michel ist abgelenkt, die Medien werden das Thema möglicherweise „verstecken“ und sich nur noch melden, wenn die jeweils nächste Million an Flüchtlingen deutsche Turnhallen erreicht hat. Nein, Frau Merkel muss jetzt endlich erklären: Genug ist genug!

Es ist unglaublich, aber 80 Millionen Deutsche haben offensichtlich keine rechtstaatlichen Möglichkeiten, den Zustrom von Millionen illegalen Migranten zu verhindern. Karl Popper sah als Kern der Demokratie: „Das entscheidende ist allein die Absetzbarkeit einer Regierung, ohne Blutvergießen“. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13523345.html

18) wschira, Montag, 02. November 2015, 16:11 Uhr

@56) Erwin Gabriel

Werter Herr Gabriel,

ich diskutiere eigentlich ganz gern mit Ihnen, obwohl wir meistens nicht einer Meinung sind (oder auch vielleicht gerade deshalb), und diesem Beitrag von Ihnen bezüglich des Herrn Karel kann ich fast vorbehaltlos zustimmen.
Allerdings habe ich (zumindestens in diesem Block) noch keine linksradikale Brennsuppe gesehen. Was ist das überhaupt?

19) Anna dezelski, Dienstag, 03. November 2015, 14:54 Uhr

Sie sind der Meinung, die ungebildeten müssten mehr Kontakt zu Ausländern haben, dann würden die Vorurteile nicht sein.

Falsch! Genau diese Leute haben täglich ihre Probleme mit den Ausländern.

Sie haben zu wenig Kontakt mit Bürgern auskändischer Herkunft.
Sie wohnen in den Villenvierteln wo keine Ausländer sind. Es sei den ein Elite Arzt oder Elite Anwalt mit
Ausländischer Herkunft.
Sie benützen keine öffentlichen Verkehrsmittel, wo sie täglich angepöbelt, bespuckt, gestoßen, etc. werden.
Ihre Kinder und Enkelkinder besuchen nicht die öffentlichen Schulen, wo deutsche Kinder von russenclans und türkengangs geschlagen und erpresst werden. Die Lehrer sehen feig zur Seite, weil sie Angst haben.
Kroatisches Pflegepersonal moppt deutsches älteres Pflegepersonal hinaus, damit sie kroatische Freunde nachholen können.
Ausländische Bürger zeigen deutsche wegen Aussagen an, die deutsche weder gesagt noch gedacht haben. Die deutschen müssen Strafe bezahlen und werden verurteilt für Sachen , die sie nicht getan haben.
Wachen Sie endlich auf, gehen Sie hinaus aus ihrem Elitegetto. Sie wissen nicht was draußen abgeht.

Außerdem wer bezahlt den das künftig alles. Sie nicht!!!
Sie sind privat versichert .
Und wenn dann eventuell alles aus den Ruder gerät, dann gehen sie ins Ausland in ihren Zweitwohnsitz.

Außerdem sagen sie, die Politik muss die Leute beruhigen. Ihnen versprechen, dass die Renten sicher sind etc.
Was soll das? Irgenjemand muss die Sache bezahlen. Die Reichen wie Sie bezahlen das nicht.
Sie haben private Krankenversicherung und Renrenabsicherung und entsprechende Steuerberater.
Zahlen muss der am Stammtisch sitzt und genau spürt, was schief läuft. Ja vielleicht sind die einzelnen nicht so sprachgewandt wie Sie, aber dafür ehrlich und nicht diplomatisch.
Was ist Diplomatie anderes als Lüge . Würde man ehrlich sein bräuchte man keine Diplomatie .
Und Strategie ist de Weg zur Lüge.
Kehren sie um und setzten sie sich für Wahrheit und Gerechtigkeit ein. Wenn Sie in sich gehen, wissen Sie genau was Wahr und Recht ist.
Sie gehen in Talkrunden und verdienen noch Ihr Geld damit.

Diese Bildungselite ist unerträglich,

wählen Grün und fahren SUV Autos.
Sind gegen Krieg und Mord, sind aber für Abtreibung.
Schimpfen gegen Gott, geben die Kinder in christliche Internate.
Haben Kinder und stecken diese in Ganztagsschule und kochen Fertiggerichte, weil sie zu faul und stolz sind eine Kartoffel zu schälen.
Die Grünenpolitikerinen sind für Umwelt , tragen Desigenerkleidung, sind geliftet und Kinder passen nicht ins Karrierebild.

Was für eine verlogene Welt.

20) Erwin Gabriel, Dienstag, 03. November 2015, 15:50 Uhr

@ 68) wschira, Montag, 02. November 2015, 16:11 Uhr

>> Was ist das überhaupt?

nur eine Umschreibung für eine extrem linke Verortung.

Es grüßt
E.G.

21) Politikverdruss, Mittwoch, 04. November 2015, 09:48 Uhr

69) Anna dezelski, Dienstag, 03. November 2015, 14:54 Uhr,

vielen Dank für diesen treffenden Einblick in die reale Welt. Man lebt sein grün-linkes Bewusstsein immer mehr auf dem Rücken der kleinen Leute aus.

Ich bin gespannt, wann die das endlich merken, sich zur Wehr setzen und mit ihrem Wahlzettel unter diesen Polit-Eliten „Angst und Schrecken “ verbreiten.

22) renate stott, Mittwoch, 04. November 2015, 17:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,
ich war über 20 Jahre mit einem „Ausländer“ verheiratet und viele meiner Freunde sind sogenannte „Ausländer“ Aber ALLE die ich kenne gehören zu den MENSCHEN. Ich bin also sehr weit davon entfernt, „rechts“ zu denken und ich bin auf keinerlei staatliche Unterstützung angewiesen, also der sogenannte „Sozialneid“ ist auch nicht meine Sache.
Und trotzdem mache ich mir so meine Gedanken. Nicht über die Flüchtlinge, sondern über die Politik.
Merkel läßt Geister los, die sie in totale Abhängigkeit und Hilflosigkeit bringen, aus der sie wie gehabt nur Worte hat aber keine machbare Idee. Sie läßt sich sogar dazu herab, Ihre „Werte“ an die Türkei zu verkaufen.
Der Rest der Bundespölitik egal in welche Richtung argumentiert wird, unterstellt stillschweigend, daß der „kleine“ Rest Europas nicht human sei. Vielleicht nur realistischer???
Auf Landesebene beginnt es dann damit, die Kommunen und Gemeinden zu überfordern. Schnell schnell ohne Rücksicht auf Verluste die Menschen verteilen.
Man braucht sich über Ängste nicht zu wundern, wenn auf 4000 „Einheimische“ incl. „Ausländer“ 3500 „Fremde“ kommen. Oder – nur weil Platz ist – auf 750 Einwöhner fast 3000 Fremde, usw. usf.
Wenn Obdachlosenheime für Obdachlose geschlossen werden, damit die Flüchtlinge nicht auf der Straße leben müssen.
Wenn sozial Schwachen und Alten ihre Wohnungen gekündigt werden, damit sie für Flüchtlinge frei werden.
Jetzt soll auch noch die Krankenversicherung teurer werden, was die Geringverdiener erheblich belastet.
Es werden leere Gebäude zwangsenteignet für Flüchtlinge, ohne Rücksicht darauf, was der Eigentümer evtl. damit vor hat (Kinder/Enkel Altersruhesitz etc.).
Was sich viele Menschen in meinem Umfeld fragen:
Wieso steht das Wochenendhaus von Merkel nicht für Flüchtlinge offen? Oder von anderen Politikern mit entsrechenden Immobilien???
Die Angst, die einfach weg gewischt wird, kommt meines Erachtens hauptsächlich aus dieser Ecke. AFD NPD und die anderen rechten Parteien greifen diese Ängste „nur“ auf und vertiefen sie.
Aber Ängste und Sorgen, die ich nicht habe, können auch nicht geschürt werden.
Solange aber speziell die sozial Schwachen und immer mehr auch die Mittelschicht erleben, daß ein Grpßteil der deutschen Humanität auf ihre Kosten geht, das Chaos immer größer wird, die Politik nur Reden schwingt, immer mehr Nachbarn, Familie und Freunde betroffen sind, solange wird es die „Guten“ gebenm die auch irgendwann am Ende ihrer Kräfte sind und die sogenannten „Rechten“ werden sich auch überproportional vermehren.

23) wschira, Freitag, 06. November 2015, 19:19 Uhr

@69) Anna dezelski

Also ich kann mir nicht helfen, wenn ich mir Ihre Argumente so vorsage, glaube ich Frau von Storch zu hören.

24) Erwin Gabriel, Samstag, 07. November 2015, 12:47 Uhr

@ Renate Stott

Zustimmung.

In unserem kleinen norddeutschen Städtchen gibt es eine Versorgung der Bedürftigen über eine Tafel. Die ist immer öfter leergeräumt durch Flüchtlinge. Die haben natürlich das gleiche Recht wie die einheimischen Bedürftigen, die Tafel zu besuchen aber für beide reicht es eben nicht. Die Aussage, dass es keine Verteilungskänfte geben werde, ist nur eine weitere Mär.

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